Spielerfinderin Marion Kegelbein mit
Spielerfinderin Marion Kegelbein mit "Neandergold", dem neuesten Teil der Spielereihe "Dinner ohne Alibi". Foto: Peter Klohs

Marion Kegelbein ist eine Spielerfinderin. „Dinner ohne Alibi“. So heißt die mehrteilige Spielereihe, die die in Wuppertal-Ronsdorf lebende und aus dem niederbergischen Velbert stammende Marion Kegelbein im Jahre 2017 aus der Taufe hob. Es sind inzwischen vier Spiele für Erwachsene und ein Spiel für Jugendliche ab 10 Jahren erschienen.

Marion Kegelbein ist im Bergischen Land verwurzelt und unternimmt gemeinsam mit ihrer Familie gerne Wanderungen in der Region. Auf einer dieser Wanderungen kam ihr die Idee zum ersten Kriminal-Spiel. Auf dem Mythenweg in Waldbröl war es, wo die Spielerfinderin eine Info-Tafel zu Carl Biebighäuser, dem Robin Hood des Bergischen Landes, vorfand. Sie recherchierte über Personen, über Wuppertal und noch viel mehr, denn die erfundene Handlung sollte in einer Vergangenheit (in diesem Fall das vergangene Jahrhundert) spielen, die korrekt dargestellt werden sollte. Eine besondere Aufgabe war die Bearbeitung der Handlung in ein Rollenspiel. Aber mit viel Geduld und Arbeit gelang auch dies, und so erschien das erste „Dinner ohne Alibi“-Spiel, „Einmal im Leben – im Wuppertal sterben“, in dem Kaiser Wilhelm II. eine gewisse Rolle spielt. Der Kaiser fährt am 24. Oktober 1900 mit der Schwebebahn. Am folgenden Morgen wird ein junger Offizier aus dem Gefolge des Kaisers tot am Wupperufer aufgefunden. Acht Personen sind verdächtig. Einer von diesen ist der Mörder.

Das Spiel ist – kein Zufall! – für acht Personen konzipiert. Jede Spielerin und jeder Spieler übernimmt eine Rolle in einem Heimatkrimi. Im Rahmen eines Spieleabends wird innerhalb dieser Gruppe nach dem Täter gesucht. Da dies optimalerweise mit einem dreigängigen Abendessen verquickt sein soll, wird für eine Spielrunde die Dauer von vier Stunden veranschlagt. Jeder der Gäste erhält mit der Einladung ein Rollenheft und einen entsprechenden Charakter. Es werden Dialoge gelesen und Spielaufträge durchgeführt. Im Verlauf des Abends werden nach und nach kleine Geheimnisse der Anwesenden aufgedeckt. Über eine Audio-CD werden weitere Indizien und Informationen zum Tathergang deutlich gemacht, bis der Täter am Ende des Abends dann überführt wird. Dieses Spieleprinzip hat sich bewährt und gilt für alle Spiele von Marion Kegelbein, auch für „Die Wupperdetektive – und das Geheimnis des Falken“, das für Jugendliche gedacht ist.

Mord in Müngsten

Das zweite Krimidinner-Spiel, „Mord in Müngsten“ ist ebenfalls für acht Mitspieler konzipiert. Im Jahr 2016 kommt ein Brückenarbeiter unter mysteriösen Umständen ums Leben. Dazu ergibt sich die Frage, ob es den „goldenen Niet“ wirklich gibt.

Ab dem dritten Spiel ist die Teilnehmerzahl der Mitwirkenden flexibel gestaltet. „Trassentod“ kann von sechs bis neun Personen gespielt werden. Je nach Anzahl der „Verdächtigen“ ist die Lösung des Falles unterschiedlich. Und auch die neueste Ausgabe der „Dinner ohne Alibi“ ist für diese flexible Anzahl von Mitspielern gedacht: „Neandergold“ führt in das Neandertal – und in die goldenen 20-er Jahre des vorigen Jahrhunderts. Die Familie um den Neandertaler-Entdecker Dr. Johann Carl Fuhlrott spielt eine Rolle, außerdem die Evolutionstheorie und eine Freimaurerloge.

Alle Spiele sind sorgfältig und mit viel Liebe zum Detail angefertigt und probegespielt worden. Alle Spiele können im heimischen Wohnzimmer gespielt werden. Der Spielekarton beinhaltet die Einladungen an die Mitspieler, die Rollenhefte, eine Audio-CD und überhaupt alles, was man zum Spielen braucht, unter anderem auch Vorschläge für ein dreigängiges Dinner, welche Musik während des Tatersuchens gespielt werden könnte – bis hin zu Tipps und Anregungen, in welcher Garderobe das Spielen einen besonderen Genuss bedeutet. 

Trotz der wegen Corona fehlenden Veranstaltungen wie Weihnachtsmärkte hat sich Marion Kegelbein entschieden, das Spiel „Neandergold“ gerade jetzt herauszubringen. „Die Menschen wollen auch mal etwas anderes machen als nur über Corona nachzudenken oder jeden Tag über das Virus zu lesen oder zu hören“, ist die Spieleerfinderin überzeugt.

Jedes Spiel kostet 29,99 Euro. Sie sind in allen Buchhandlungen und bei der Autorin selbst erhältlich: Marion Kegelbein, Telefon 0202 – 46 0 45 44 und E-Mail: marion.kegelbein@dinner-ohne-alibi.de