Jörg Liesendahl am Insektenhotel der Natur-Schule Grund. | Foto: Sascha von Gerishem
Jörg Liesendahl am Insektenhotel der Natur-Schule Grund. | Foto: Sascha von Gerishem

Neue Ebene im Geo-Datenportal der Stadt Remscheid zeigt für Insekten interessante Blühflächen.

Eine besondere Neuerung im Geo-Datenportal der Stadt Remscheid unterstreicht die Wichtigkeit und hohe Bedeutung von Insekten auf das Leben der Menschen. Unter dem Dach der Initiative „Remscheid brummt“, geht es um weit mehr als um Honig, nämlich auch um den Erhalt der Artenvielfalt und darum die Bevölkerung umfassend für die Unverzichtbarkeit der Insekten zu sensibilisieren.

Interessant für Ausflüge

Im altbekannten Geoportal der Stadt Remscheid ist der Punkt „Remscheid brummt“ neu entstanden. Dort werden ab sofort Orte gesammelt und geographisch verortet, die dem Insektenschutz dienen, wie renaturierte Flächen, geeignete Insektenhotels, Blumenwiesen mit passendem Nahrungsangebot oder auch Streuobstwiesen. Mit gelben Punkten sind auf der virtuellen Karte Orte markiert, auch auf Kita- oder Schulgelände. Durch Klicken auf eine gelbe Markierung erhält man weitergehende Informationen, wie Diplom-Biologe Jörg Liesendahl von der Natur-Schule Grund erklärt: „Man erhält eine Info, was man dort sehen kann, also etwa besondere Tiere oder besondere Pflanzen, und welche Besuchsmöglichkeiten es für die Orte gibt. Bei uns in der Naturschule Grund entstehen ja Kosten, wenn ich in die Landschaft gehe, dann ja eher nicht.“

In Klausen gibt es eine Reihe von Obstwiesen, zwei sind als „Stadtteilobstwiesen Klausen“ eingetragen: „Und eine davon ist die vom Leibniz-Gymnasium“, präzisiert Liesendahl.
Neben dem Naturerlebnisgarten der Naturschule, in dem es Honigbienen und ein Insektenhotel inmitten zahlreicher Wildpflanzen gibt, ist auch die Hochspannungstrasse „Im Grund“ hinterlegt. Es werden mehr Flächen benötigt, die nicht komplett Wald sind. Die Naturschutzbehörde fand unter den Hochspannungsleitungen Flächen, die nicht bewaldet sein dürfen. Teilweise wurde großflächig der Boden weggeschoben und eine neue Lebewelt geschaffen.

„Theoretisch könnte auch jemand auf die Idee kommen seinen besonders insektenfreundlichen Garten anderen vorführen zu wollen, der kann sich auch mit eintragen lassen. Und am besten wäre es, wir hätten am Ende flächendeckend diese besonderen Orte“, hofft der Diplom-Biologe.

Mehr: www.remscheid-brummt.de

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