Erlebten bergische Industriegeschichte hautnah im Drei-Städte-Depot: Hürkan Kugu, Rosanna Düring, Leon Gräber (vorne), Mario Hans, Udo Köser, Karl Heinz Vossenbrecher, Sven Wolf (MdL), Barbara Mosblech, Artur Krzyzanowski, Heinz Willi Oldiges, Felix Anders und Karim Stark (hinten, alle v.l.). Foto: Jeremias Düring
Erlebten bergische Industriegeschichte hautnah im Drei-Städte-Depot: Hürkan Kugu, Rosanna Düring, Leon Gräber (vorne), Mario Hans, Udo Köser, Karl Heinz Vossenbrecher, Sven Wolf (MdL), Barbara Mosblech, Artur Krzyzanowski, Heinz Willi Oldiges, Felix Anders und Karim Stark (hinten, alle v.l.). Foto: Jeremias Düring

Der SPD-Landtagsabgeordnete Sven Wolf und die Jusos aus Radevormwald und Hückeswagen erleben bergische Industriegeschichte hautnah im Drei-Städte-Depot.

Im Jahr 2014 gründete sich der gemeinnützige Verein „Drei-Städte-Depot“, um die gemeinsame Industriekultur der Region um die Städte Radevormwald, Hückeswagen und Wipperfürth zu bewahren und zu fördern. Am letzten Samstag im September besuchte der Landtagsabgeordnete Sven Wolf gemeinsam mit einer Gruppe von Jusos aus Radevormwald und Hückeswagen das Industriemuseum auf dem ehemaligen Firmengelände von Bêché & Grohs in Hückeswagen. Neben einer Präsentation der zirka 300 Exponate umfassenden Ausstellung aus verschiedenen Epochen der Industriegeschichte, stand vor allem der Austausch über die geplante Junior-Akademie, die mit in das Projektprogramm der Regionale 2025 „Bergisches RheinLand“ aufgenommen wurde, im Mittelpunkt des Besuchs.

Industrie erlebbar machen

„Ziel der Junior-Akademie ist es, Industrie durch Anfassen erlebbar zu machen. Angelehnt an die Wuppertaler Junior-Uni wollen wir den Kindern und Jugendlichen verschiedene Experimentier- und Labormöglichkeiten auf dem neusten Stand der Technik bieten. Die Junior-Akademie ist dabei fest in ein kreatives Umfeld mit technischen, historischen Maschinen integriert und soll ein Ort des Entdeckens, des Erlebens und der Kommunikation zwischen Jung und Alt sein“, sagte Karl-Heinz Vossenbrecher, Vorsitzender des Drei-Städte-Depots.

„Unsere Region gehört zur Wiege der Industrialisierung in Deutschland. Dieses Erbe wollen wir natürlich bewahren und gleichzeitig möchten wir mit Blick auf die Zukunft durch außerschulische Bildungsangebote auch weiterhin unseren Nachwuchs für Industrie und Technik begeistern. Besonders wichtig ist uns dabei, dass wir möglichst viele Akteure einbinden: Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Vereine. Dieses große Projekt lässt sich nur gemeinsam stemmen“, ergänzte der stellvertretende Vorsitzende Artur Krzyzanowski.

„Wir Bergische sind ja alle ein bisschen Tüftlerinnen und Tüftler. Ich freue mich, dass die Junior-Akademie diesen Teil unserer Bergischen DNA den jungen Menschen in der Region nahebringen will. Vielleicht entdecken ja einige durch den Besuch des Drei-Städte-Depots ihre bisher verborgene Leidenschaft zum Tüfteln und ergreifen später einen Beruf in der Industrie oder im Handwerk“, sagte Sven Wolf.

Bei der anwesenden Jusos stieß der Ansatz des Drei-Städte-Depots jedenfalls auf reges Interesse. „Dass man in der Ausstellung die historische Entwicklung der einzelnen Maschinen quasi zum Anfassen nachverfolgen kann, hat mir wirklich gut gefallen. Ich hatte ehrlich gesagt, außer vielleicht im Geschichtsunterricht, wenig Berührung mit der Industrie im Bergischen. Da war es natürlich spannend, die Maschinen hier in Aktion zu sehen.“, sagte das Radevormwalder Juso-Mitglied Rosanna Düring.