Lesen erweitert nicht nur den Horizont, es trainiert auch die Fantasie. Foto: Yerson Retamal
Lesen erweitert nicht nur den Horizont, es trainiert auch die Fantasie. Foto: Yerson Retamal

Vorlesetelefon in Solingen ist gefragt: Pat*innen beherrschen insgesamt sieben Sprachen.

Vorlesen geht immer – auch am Telefon! Die Vorlesepatinnen und -paten vom Kommunalen Integrationszentrum, die von kleinen Bibliotheks-Besucher*innen bis hin zu Bewohnern in Seniorenzentren normalerweise vor größeren Gruppen vorlesen, haben ihr Angebot an die Corona-Bedingungen angepasst: Über das Vorlese-Telefon 0212 – 290-2873 kann die eigene Telefon-Nummer hinterlassen werden. Kurz darauf wird zurückgerufen, und es gibt eine Geschichte, ein Gedicht oder etwas Weihnachtliches zu hören – und das sogar in einer von sieben Sprachen. Denn neben Deutsch beherrschen die Vorlesepat*innen auch die spanische, englische, italienische, arabische, kurdische oder türkische Sprache. „Unsere jüngste Vorleserin ist zehn Jahre alt und schon ein Profi“, erzählt die Koordinatorin Claudia Elsener-Overberg: Tuana Karabulut liest auf Deutsch, Türkisch und Englisch vor.

Derzeit sind die Bücher fest in Frauenhand: Vorlese-Initiatorin Ulli Wüsthof wird außer von Tuana noch unterstützt von Susan Mustafa, Nadine Diab-Heinz, Giusy Anna Kopansky, Ilaria Stocchi, Bärbel Groß und Sule Ates. Vielleicht entdeckt ja auch mal der ein oder andere Mann die Freud am Vorlesen, denn „telefonieren kann jeder, und manchmal entsteht auf diese Weise eine längere Vorlesefreundschaft“, sagt Claudia Elsner-Overberg.

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