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Besonderer Jahresrückblick: Dr. Manfred Diederichs und die Karikaturen

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Ja, der Mann hat seine Fan-Gemeinde. Im März, das wissen die Interessierten, und zwar in JEDEM März, hat Dr. Manfred Diederichs wieder genug Karikaturen gesammelt und ausgewählt, um damit den traditionellen, humorvollen und höchst vergnüglichen Jahresrückblick zu gestalten, den er im Lüttringhauser Rathaussaal kenntnisreich und zuweilen auch mit satirischen Kommentaren versehen selbst gestaltet. Auf Einladung des Kulturkreises im Heimatbund war es am 14. März 2019 wieder so weit. Dr. Manfred Diederichs, Seniorchef des Werkes Dirostahl, präsentierte über zweihundert Karikaturen, die allesamt für einen einmaligen Jahresrückblick sorgten.

Und natürlich der Brexit…

Zu Anfang des Jahres war unser Land regierungslos. Aus einer Karikatursprechblase, die zu einem Beobachter der Berliner Szene gehört, ertönt es: „Ach, ist mir gar nicht aufgefallen.“ Um die problematischen Neuwahlen zu vermeiden, waren einige politische Finessen und noch mehr Hin und Her nötig, die die gezeigten Karikaturen entlarvten und zum Teil auch ad absurdum führten. Zum Ende dieses Blocks durfte die SPD im Düsseldorfer Karneval mitfahren: Im Leichenwagen.

Natürlich war auch die Diesel-Krise Thema. Frei nach Marie-Antoinette durfte man aus so manchem „großem Maul“ folgende Worte vernehmen: „Die Leute können sich keinen Diesel mehr leisten? Sollen halt Benzin tanken!“ Was zur Außenpolitik im Besonderen führte: Die Gelbwesten, Präsident Macrons Verhältnis zu selbigen, Italiens Schwäche in der EU, die eingestürzte Brücke in Genua, was Polen und Ungarn in der EU wollen – alles das wird in den von Dr. Diederichs ausgewählten Karikaturen thematisiert – zum Teil auch drastisch und mit pechschwarzem Humor. Allein die persiflierte EU-Flagge! Aus den 16 Sternen sind Haifischflossen geworden.

Und natürlich auch der Brexit! Wo soll das ganze Theater enden? Ein Karikaturist traf es deutlich und erzeugte innerhalb des Rathaussaales laute Lacher: Theresa May steht am Rednerpult und sagt: „An geraden Tagen bleiben wir drin, an ungeraden nicht.“ Oder der schrottreife englische Double-Decker-Bus. „Kein Problem“, sagt der Fahrer, „alles im Fahrplan.“ Zum Abschluss Frau May als Seiltänzerin, wobei das Seil immer mehr zum Stacheldraht wird.

Was wäre ein Jahresrückblick ohne die Verfehlungen des amerikanischen Präsidenten? Natürlich nicht vollkommen. Sehr schön die Karikatur vom Trump-Besuch in Großbritannien, auf der ein zerstörtes Ladengeschäft zu sehen ist. Der Inhaber dazu: „Es war ein großer, blonder Elefant.“ Auch Trump als Maurer (auch zu sehen als Neandertaler) erzeugte diverse Lacher. Ausgerechnet der nordkoreanische Diktator Kim Jong-un bringt es auf den Punkt, in dem er nicht unbedingt ein Freund Trumps werden möchte, weil der Präsident seine Verbündeten dermaßen schlecht behandelt…

Klaus Everling (re.) begrüßt die Gäste im Rathaus. | Foto: Judith Bintakies-Schenk – www.juudo-fotografie.de
Klaus Everling (re.) begrüßt die Gäste im Rathaus. | Foto: Judith Bintakies-Schenk – www.juudo-fotografie.de

Zum Schluss noch einmal die Innenpolitik: Warum kann sich Seehofer nicht im Spiegel sehen? Weil sein Ansehen im Keller ist. Söder als Froschkönig lacht dazu. Und wer auf dem Verlierertreppchen als No. 1 rangiert, dürfte auch klar sein. Und man verleiht „Die goldene Wahlschlappe“.

Das waren wieder einmal amüsante neunzig Minuten, für die Klaus Everling dem Referenten im Namen des Kulturkreises herzlich dankte. Und der langanhaltende Beifall bewies eindeutig: Dr. Manfred Diederichs ist ein immer wieder gerne gesehener Gast. Man freut sich schon auf den März 2020.

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