Die Bergische Gastronomie ist in Existenznöten, und die Landespolitik ignoriert das geflissentlich. Foto: Sarah Richter
Die Bergische Gastronomie ist in Existenznöten, und die Landespolitik ignoriert das geflissentlich. Foto: Sarah Richter

DEHOGA NRW wendet sich in einem Brandbrief an Ministerpräsident Armin Laschet und fordert, alles dafür zu tun, dass es zu keinem Lockdown im Gastgewerbe kommt. In Bereichen wie dem Gastgewerbe, wo Infektionen nicht entstehen, darf es keine weitere Maßnahmen geben. Allen beteiligten Entscheidern muss klar sein, dass die Verluste der Branche vollumfänglich ausgeglichen werden müssen, unterstreichen die Unterzeichner.

Unter der Überschrift: „Wir sind Teil der Lösung, nicht des Problem! Deshalb kein Lockdown – weder light, rechtlich, faktisch“ haben sich gestern der Präsident des DEHOGA Nordrhein-Westfalen Bernd Niemeier und seine drei Vizepräsidenten Henning Graf von Schwerin, Andreas Büscher und Hans-Dietmar Wosberg in einem dringlichen Appell an Ministerpräsident Armin Laschet gewendet.

Gastronomie mit hohen Investitionen in Lösungen

Der DEHOGA sieht sich trotz gestiegener Infektionszahlen als Teil der Lösung und nicht des Problems, als das die Branche behandelt wird und verweist auf die durch das RKI bestätigte Nicht-Infektionsgefahr in der Branche. „Wir halten Mindestabstände ein, achten auf Mund-Nase-Bedeckungen bei Gästen und Mitarbeitern, bauen Plexi-Abtrennungen auf und übertreffen uns in hygienischen Vorkehrungen. Auch die Rückverfolgbarkeit steht oben auf der Agenda. Das alles sind Gründe, warum das negative Infektionsgeschehen der letzten Wochen mit uns nichts, allenfalls äußerst gering nur etwas zu tun hat. Wir glauben nicht, dass es uns und das Land in der jetzigen Situation weiterbringt, wenn man Sperrstunden einführt, Restaurantbesuche verbietet und das Reisen verteufelt“, machen die Unterzeichner deutlich.

Der DEHOGA verweist zudem auf die immer noch katastrophale wirtschaftliche Situation in vielen Restaurants, Kneipen, Hotels, Clubs- und Diskotheken, anderen Gaststätten und bei Caterern und fordert einen voll umfänglichen finanziellen Ausgleich für die betroffenen Betriebe, wenn es zu weiteren Beschränkungen kommen sollte und einen Beibehalt der Politik von „Maß und Mitte“, die „widerspruchsfrei, gut begründet und rechtmäßig“ sein müsse.

Der DEHOGA appelliert an den Ministerpräsidenten, Maßnahmen in den Fokus zu nehmen, wo Infektionsgeschehen tatsächlich besteht und es positiv beeinflusst werden kann, also im privaten Bereich.