Schön anzuschauen ist die Natur um Remscheid zu jeder Jahreszeit. Foto: Sascha von Gerishem
Schön anzuschauen ist die Natur um Remscheid zu jeder Jahreszeit. Foto: Sascha von Gerishem

„Wir haben zum Glück noch eine große biologische Vielfalt in Remscheid, Radevormwald und im gesamten Bundesland. In NRW sind über 43.000 verschiedene Tier-, Pilz- und Pflanzenarten zu finden. Für diese müssen wir Naturräume erhalten“, plädiert Sven Wolf, Landtagsabgeordneter für Remscheid und Radevormwald.

„Gerade in der Corona-Krise haben viele Menschen Spaziergänge wieder und neu für sich entdeckt und sich für unsere heimische Natur begeistern können“, so Wolf. Naturerlebnisse könnten mehr Lebensqualität vermitteln, beim Nachdenken unterstützen und durch manche Krise helfen. „Ich selbst nutze oft die Gegend rund um den Vieringhauser Bach oder die Eschbachtalsperre um einmal abzuschalten und mir manches durch den Kopf gehen zu lassen“, erzählt Wolf. „Spaziergänge können ein schönes Ritual sein – zum Beispiel am Sonntag nach der Kirche oder vor einem gemütlichen Kaffeetrinken.“

Aktionsprogramme und Schutzzonen

Leider sei in NRW zu beobachten, dass Flora und Fauna unter Druck geraten und Arten immer mehr verschwinden. Rund 45 Prozent der Tier- und Pflanzenarten seien gefährdet, vom Aussterben bedroht oder bereits ausgestorben. Nach der „Roten Liste NRW“ seien dabei Schmetterlinge (55 Prozent), Moose (60 Prozent), Kriechtiere (71 Prozent), Vögel (52 Prozent) und Wildbienen/Wespen (52 Prozent) überdurchschnittlich gefährdet. 

„Wir brauchen Aktionsprogramme und Schutzzonen. Hecken und Feldgehölze sind meist in der Folge und als Ergänzung der Landwirtschaft entstanden. Sie erfüllen zahlreiche ökologische Funktionen und zählen zu den besonders erhaltenswerten Landschaftselementen. Leider verschwinden auch diese oft bei Baumaßnahmen und damit wertvoller Lebens-, Nahrungs- und Schutzraum.

Wir wollen daher eine besondere Förderung von Hecken, Feldrainen und Feldgehölzen. Mit unserem Antrag zum Plenum fordern wir die Landesregierung auf, einen Plan und Maßnahmenkatalog zur Entwicklung und Vernetzung der Feldgehölze innerhalb des Biotopverbundsystems in NRW zu erstellen. Die Mittel für die Entwicklung und Vernetzung der Feldgehölze im NRW-Programm Ländlicher Raum sollen erhöht werden. Wir schlagen vor, ein Förderprogramm  ‚Landschaft gestalten – mehr Artenvielfalt durch einen Verbund von Hecken und Feldgehölze‘ zu erstellen.“