Mit die größte Gefahr für das Leben und die Umwelt des Planeten ist der industrielle Fischfang. Foto: Stefan Zier
Mit die größte Gefahr für das Leben und die Umwelt des Planeten ist der industrielle Fischfang. Foto: Stefan Zier

Prof. Dr. Jörg Krone von Greenpeace Remscheid referiert via ZOOM.

Wer träumt nicht vom nächsten Urlaub am Meer? Was nicht in dieses Wunschbild passt, sind vermüllte Strände und an Plastik verendete Meerestiere. Trotzdem landen Jahr für Jahr viele Millionen Tonnen Plastik in den Weltmeeren. Teilweise sinkt es ab auf den Meeresgrund, zum Teil schwimmt es auch in großen Müllstrudeln an der Wasseroberfläche. Der größte bekannte Müllstrudel ist der „Great Pacific Garbage Patch*“ im Nord-Pazifik. Er wurde 1997 entdeckt, hat die Größe von Mitteleuropa und besteht aus schätzungsweise etwa 80.000 Tonnen Plastik. Hierzu bietet Greenpeace Remscheid am Dienstag den 27.4.2021 um 18 Uhr einen Online-Informationsabend zum Thema Mikroplastik und Plastikmüll im Meer an.

Der Referent, Prof. Dr. Jörg Krone, wird über Greenpeace-Exkursionen in die Antarktis und auf dem Rhein berichten. Krone führt aus: „Ich werde diese und andere Forschungsergebnisse vorstellen aber auch auf die Frage eingehen, wie das Plastik ins Meer gelangt.“ So ist der Abrieb von Reifen auf den Straßen weltweit für mehr als ein Viertel der Mikroplastik-Emissionen verantwortlich. Die kleinen Partikel gelangen bei Regen in die Kanalisation und damit in den Wasserkreislauf. Allein in Deutschland sind das rund 110.000 Tonnen im Jahr. Beim Bremsen entsteht auch Abrieb von Bremsscheiben und Bremsbelägen. „Hier sind Wissenschaft, Industrie und der Gesetzgeber gefordert, Abhilfe zu schaffen“, meint Krone. Ein neu entwickeltes System der Solinger Firma Plastic Fischer wird ebenfalls thematisiert. Dieses System soll verhindern, dass Plastikmüll in die Weltmeere gelangt und wird zurzeit an einigen asiatischen Flüssen erprobt.

Auch Verbraucher/innen können dazu beitragen, Plastikmüll zu vermeiden. Alle Teilnehmende des Infoabends haben die Möglichkeit zur Mitwirkung, indem sie praxistaugliche Tipps erarbeiten, die Greenpeace Remscheid dann auf Facebook und Instagram veröffentlichen wird.

Martin Kuske, Pressesprecher von Greenpeace Remscheid erläutert: „Wir laden die Remscheiderinnen und Remscheider zu dieser kostenlosen Onlineveranstaltung mittels ZOOM herzlich ein. Die Zugangsdaten können via Email bei info@remscheid.greenpeace.de angefordert werden.“

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* Der Great Pacific Garbage Patch besteht zu deutlich mehr als die Hälfte allein aus Plastikabfällen aus der Fischerei-Industrie, wie Schleppnetze.

Netflix: Seaspiracy

Eine sehr gute Zusammenfassung wichtiger Erkenntnisse aus dem Netflix-Film „Seaspiracy“.

Petition der Filmschaffenden zum Schutz der Meere und damit des Planeten