Natalia Lange (ganz links), zweite Sprecherin der Linksjugend Solid Remscheid, fordert mit weiteren Mitstreitenden
Natalia Lange (ganz links), zweite Sprecherin der Linksjugend Solid Remscheid, fordert mit weiteren Mitstreitenden "Wald statt Asphalt" und positioniert sich bei einer Mahnwache deutlich gegen einen Durchstich Intzestraße. Foto: Sascha von Gerishem

Die Linksjugend Solid Remscheid unterstützt die Remscheider Jusos in ihrer Forderung für jedes in Remscheid neugeborene Baby einen Baum zu pflanzen. Bäume sind ein einfaches und wirksames Mittel im Kampf gegen den Klimawandel und das Artensterben und helfen Kommunen dabei, sich besser an verändernde klimatische Bedingungen anzupassen.

Besser als neupflanzen ist es jedoch, gesunde Bäume gar nicht erst zu fällen. „Wir freuen uns über jeden Baum mehr in der Stadt, doch Neupflanzungen sind teuer und aufwendig und es braucht Jahrzehnte, bis ein junger Baum die Leistungen eines ausgewachsenen Baums erbringen kann, daher sollte das oberste Gebot der Schutz der bestehenden Bäume sein“, so der Sprecher Louis Achenbach. Darin sieht die Linksjugend die größte Baustelle, denn jedes Jahr verliert Remscheid mehrere Hundert Stadtbäume und daran ist die SPD nicht ganz unschuldig. Zusammen mit anderen Fraktionen spricht sie sich gegen eine strengere Baumschutzsatzung aus und initiiert oder unterstützt Großprojekte, für die etliche Bäume gefällt werden müssen, wie z.B. am geplanten Durchstich Intzestraße. An dieser Stelle sollen Dutzende große alte Laubbäume einer neuen Straße weichen.

„Unökologischer geht es kaum. Da nützt es dann auch nichts am Waldesrand ein paar neue Bäume zu pflanzen. Wir brauchen vor allem in der Stadt gesunde Bäume, die vor Ort die Luft filtern und abkühlen, Lärm mindern und Mensch und Tier erfreuen“, so die zweite Sprecherin Natalia Lange. „Wenn die Jusos es mit dem Umwelt- und Baumschutz ernst meinen, müssen sie auch bei solchen Fragen und Themen mehr Druck auf ihre Partei in Remscheid ausüben“, so Lange weiter.

Die Linksjugend Solid begrüßt Baumpflanzaktionen aber sie dürfen nicht bestehende Probleme oder Handlungen verschleiern oder grünwaschen. Wir brauchen vor allem einen effektiven Bestandsschutz und daneben gerne auch Neupflanzungen!

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