Der personifizierte Inbegriff für Haltung und eine klare Kante: Antifaschist Fritz Beinersdorf. Foto: Antifaschist Sascha von Gerishem
Der personifizierte Inbegriff für Haltung und eine klare Kante: Antifaschist Fritz Beinersdorf. Foto: Antifaschist Sascha von Gerishem

Die Geschäftsordnung des Rates lässt nur persönliche Erklärungen zur Aufklärung von Missverständnissen zu. Deshalb erfolgt die persönliche Erklärung des Fraktionsvorsitzenden der Remscheider LINKEN, Fritz Beinersdorf in Form einer Medienmitteilung.

Beinersdorf erklärte: „Ich werde das Mandat für die 16. Wahlperiode des Rates der Stadt Remscheid nicht wahrnehmen.“

Begründung: „Im Verlaufe des Kommunalwahlkampfes bekam ich Probleme mit meinem Magen, die zum Ende des Wahlkampfes äußerst schmerzlich wurden, so dass ich mich auf Anraten meines Arztes am Montag, 14. September, sofort in das Sana Klinikum begab. Mit Datum vom 22. September steht fest, ich habe Krebs. Deshalb werde ich all meine Kraft und Zeit darauf verwenden diese Krankheit zu überwinden. Eine Ausübung meines Mandats ist also nicht möglich.“

Fritz der Fels: Immer eine klare Kante

Weiter führte Beinersdorf aus: „Mein Aufenthalt im Sana Klinikum hat mir gezeigt, dass Gesundheit keine Ware sein kann, und die Forderung der LINKEN nach einem Gesundheitswesen in öffentlicher Hand richtig ist. In meinem Aufenthalt habe ich es als sehr positiv empfunden wie die multikulturelle Belegschaft dieser Einrichtung nur ein Ziel kennt, alles zu tun für die Gesundheit der Patienten. Ich habe mir manchmal vorgestellt wie ein rassistischer Neonazi aus diesem Rat, sich verhält, wenn er denn auf einem OP Tisch liegen würde, ob er die türkischstämmige OP Schwester oder den Chirurgen aus Syrien nach einem Ariernachweis fragen würde?

Zum Schluss möchte ich mich bei den demokratischen Fraktionen und Gruppen und der Verwaltung für die faire und sachliche Zusammenarbeit bedanken.“