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Corona-Unterricht: Eine Schule vertraut ihrem digitalen Netzwerk

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Die Entscheidung der Bund-Länder-Konferenz, den Lockdown bis zum 14. Februar zu verlängern, beunruhigt Angelika Büscher nicht. Die Rektorin der evangelischen Johannes-Löh-Gesamtschule in Burscheid (Rheinisch-Bergischer Kreis, NRW) sagt: „Im Moment läuft es.“

Dafür hat die Schule große Anstrengungen unternommen. Und dabei vor allem die Schülerinnen und Schüler in den Blick genommen, die sich mit der ersten Phase des Homeschoolings im vergangenen Frühjahr schwergetan haben. „Wir haben uns im Sommer gefragt, bei wem sich der Distanzunterricht spürbar nachteilig ausgewirkt hat, und fast einhundert Namen identifiziert“, blickt Büscher zurück.

„Und alle Laptops der Schule, die wir nicht für die Notbetreuung benötigen, haben wir ausgeliehen.“

Angelika Büscher, Johannes-Löh-Gesamtschule Burscheid, Rektorin

Es folgten „Back to school“-Gespräche mit den Sozialpädagogen des Ganztagsteams. Ihr Ziel: herauszufinden, was das Problem der aufgelisteten Schülerinnen und Schüler war. Parallel brachte sich das Kollegium in Sachen Digitalunterricht auf Stand – nicht nur technisch, sondern auch pädagogisch.

Seit dem Ende der Präsenzpflicht Mitte Dezember läuft der komplette Unterricht in allen Jahrgangsstufen digital – und nach Stundenplan. Wo die Klasse sich vorher im Klassenraum traf, trifft sie sich jetzt per Videokonferenz. Es gibt ein digitales Klassenbuch, Wochen- und Stundenpläne, von denen man sich direkt in den jeweiligen Unterricht einloggen kann.

Die Ausstattung soll sich noch verbessern: 150 Endgeräte sind über den Digitalpakt bestellt und zugesagt worden. Und die Schule hat für Zwischenlösungen gesorgt. Im Ganztagsgebäude wurden digitale Arbeitsplätze eingerichtet, die von Fünft- und Sechstklässlern im Notfall genutzt werden können. „Und alle Laptops der Schule, die wir nicht für die Notbetreuung benötigen, haben wir ausgeliehen“, so die Rektorin.

Gerätespenden haben zusätzlich geholfen, manche Not zu lindern. So konnten auch Flüchtlingskinder, denen noch jede digitale Möglichkeit fehlt, mit Tablets versorgt werden. „Wir wurden sogar schon von Schülern für die gute Qualität des Unterrichts gelobt“, erzählt die Rektorin. „Und ich mache heute Sachen, von denen ich im vergangenen März noch gar nicht wusste, dass es sie gibt.“

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