Das Remscheider Blechbläserquintett in der Kirche der evangelischen Stiftung Tannenhof in Lüttringhausen. Foto: Peter Klohs
Das Remscheider Blechbläserquintett in der Kirche der evangelischen Stiftung Tannenhof in Lüttringhausen. Foto: Peter Klohs

Remscheider Blechbläserquintett spielte im Tannenhof.

Unter dem Motto „Machet die Tore weit“ gastierte das Remscheider Blechbläserquintett am 15. Dezember in der Kirche an der Stiftung Tannenhof in Lüttringhausen. Unterstützt von Sprecher Alexander Radday spielten die fünf Musikerinnen und Musiker ein breitgefächertes Repertoire, das von der Musik des Barock bis hin zum (Beinahe-) Jazz reichte.

Sehr große Bandbreite

Die launigen Texte von Radday, der die eine oder andere Anekdote aus dem Leben der gespielten Komponisten oder direkt deren Charakter erläuterte, ergänzten die Musik für Blechbläser. Sigrid Blödorn (Horn), Georg Frericks (Tuba), Jürgen Kammin (Posaune) sowie Nikolaus Tschöpe und Christina Walther an den Trompeten brachten eine musikalische Andacht von Andreas Hammerschmidt zu Gehör (Radday dazu: „Ein schwieriger Mensch, jähzornig und missgelaunt.“), eine Hymne von Paul Scheidt, eine Canzone von Paul Breuer, ganz unter dem Einfluss Orlandi di Lassos komponiert, einen Choral des großen Bach sowie eine feine Bearbeitung des bizarren österreichischen Blechbläser-Orchesters Mnozil Brass des alten Liedes „Maria durch einen Dornwald ging.“ Jazz und Verwandtes gab es von Lennie Niehaus, mittlerweile neunzigjähriger ehemaliger Saxofonist der Band von Stan Kenton und von Irving Berlin.

Die Kirche am Tannenhof war zwar nur gut halb gefüllt, das tat der guten Qualität der Musik jedoch keinen Abbruch. Die Musiker waren nicht zum ersten Mal zu Gast in der Kirche am Tannenhof. Und gewiss auch nicht zum letzten Mal.