Der Hilbertshammer. Ein denkmalgeschütztes Bauwerk in Remscheid. Bild: WDR/Sigurd Tesche
Der Hilbertshammer. Ein denkmalgeschütztes Bauwerk in Remscheid. Bild: WDR/Sigurd Tesche

Abenteuer Erde: WDR zeigt den letzten Film von Sigurd Tesche Das Bergische Land – Wasser, Wälder, Wunderwelten am 27.10. um 20.15 Uhr.

Den Menschen die Schönheit und Vielfalt seiner geliebten Heimat zeigen, war Sigurd Tesche ein besonderes Anliegen. Er konnte sich diesen Wunsch gerade noch erfüllen: Der Tier- und Dokumentarfilmer starb im Januar 2020 im Alter von 79 Jahren. „Das Bergische Land – Wasser, Wälder, Wunderwelten“ wurde nach über 600 Dokumentationen sein letzter Film.

Die 2019 entdeckte Windloch-Höhle bei Engelskirchen. Bild: WDR/Sigurd Tesche
Die 2019 entdeckte Windloch-Höhle bei Engelskirchen. Bild: WDR/Sigurd Tesche

Darin geht es unter anderem in die erst 2019 entdeckte Windloch-Höhle hinab – ein rund acht Kilometer langes Höhlensystem unter dem Mühlenberg bei Engelskirchen. Bis zu einen Meter große Eisenblüten – Kristalle aus Aragonit – breiten sich an den Wänden aus. Selbst für erfahrene Forscher war die Entdeckung eine Sensation. Das „Windloch“ ist die größte Höhle Nordrhein-Westfalens und zählt zu den Top Ten in Europa.

Doch nicht nur die Unterwelt des Bergischen Landes ist eine Erkundung wert. Sanfte Hügel prägen die Landschaft, deren Name sich von den Grafen von Berg ableitet. Schloss Burg an der Wupper nahe Solingen war vom 12. bis 14. Jahrhundert ihre Residenz. Geblieben sind das Schloss als beliebtes Ausflugsziel und die Wupper als bekanntester unter rund 2000 Flüssen und Bächen.

Der Waschbär, Nachfahr von ausgebüxten Pelztieren, erobert langsam aber stetig ganz Deutschland Bild: WDR/Sigurd Tesche

An einigen hat sich ein Neubürger aus Amerika angesiedelt: Der Waschbär, Nachfahr von ausgebüxten Pelztieren, erobert langsam aber stetig ganz Deutschland. Im wasserreichen Bergischen Land fühlt er sich besonders wohl. Auch der Biber entdeckt die Region gerade wieder für sich und beginnt hier und da, die Landschaft nach seinen Wünschen umzugestalten. Der Uhu dagegen besiedelt gern, was der Mensch zuvor umgestaltet hat: die Kalksteinbrüche bei Wülfrath. Über 100 Jahre lang waren die scheuen Fisch- und Amphibienjäger in NRW ausgestorben – nun sind sie zurückgekehrt in die weiten Wälder des Bergischen Landes, wo sie ungestört brüten können.

Sigurd Tesche war ein genauer Beobachter und leidenschaftlicher Erforscher der Natur. Mit seinem letzten Film ist es ihm gelungen, seiner Heimat ein Denkmal zu setzen.

Sendetermin

Der WDR zeigt den letzten Film von Sigurd Tesche „Das Bergische Land – Wasser, Wälder, Wunderwelten“ am 27. Oktober um 20.15 Uhr. Unbedingt vormerken und einschalten!