Dachrinne an einem alten Haus. Foto: Sue Harris
Dachrinne an einem alten Haus. Foto: Sue Harris

In zwei Fällen ermittelt die Kriminalpolizei Gummersbach gegen drei Männer aus Dortmund, die am 12. und 13. November an zwei Häusern die Dachrinnen erneuert haben und nach getaner Arbeit mit deutlich überhöhte Geldforderungen stellten. In beiden Fällen waren die Tatverdächtigen mit einem weißen Mercedes-Lieferwagen aus dem Landkreis Unna vorgefahren und hatten den Hauseigentümern ungefragt ein Angebot zur Erneuerung der Dachrinnen unterbreitet.

Ein 73-Jähriger aus Waldbröl war von dem Angebot angetan, wollte dies aber zunächst in schriftlicher Form haben. Dessen ungeachtet begannen die Männer einfach mit den Arbeiten, um nach deren Abschluss eine deutlich vom ursprünglichen Angebot abweichende Rechnung zu präsentieren. Als Rechnung stellten die Männer einen handgeschriebenen Zettel ohne jegliche Firmendaten aus.

Ähnlich erging es einem 52-jährigen Reichshofer, der statt der vereinbarten 300 Euro plötzlich das Vierfache bezahlen sollte. Der Mann rief die Polizei, so dass die Personalien der Tatverdächtigen festgestellt werden konnten. Nach bisherigem Ermittlungsstand haben die Männer auch kein entsprechendes Gewerbe angemeldet.

Reisende Handwerker, die ungefragt ihre Arbeit anbieten, sind sehr oft ohne eine entsprechende Erlaubnis unterwegs. Vermeintlich gute Preise entpuppen sich beim Vergleich mit regionalen Handwerksbetrieben sehr oft als deutlich zu hoch. Daher sollte im Bedarfsfall mindestens ein Vergleichsangebot eingeholt werden; ein seriöser Handwerksbetrieb wird sich auf einen Angebotsvergleich einlassen. Neben überhöhten Preisen zahlen die Kunden auch mit der Gefahr unsachgemäß ausgeführter Arbeiten und haben bei nicht eingetragenen Betrieben keine Möglichkeit eine Gewährleistung einzufordern oder den Klageweg zu bestreiten.