Schloss Burg in Solingen.
Schloss Burg in Solingen.

Bevölkerungsentwicklung 2020: Seit zehn Jahren kommen mehr Menschen nach Solingen als fortgehen.

Im Jahr 2020 hat Solingen 172 Einwohner:innen verloren. Das geht aus dem aktuellen Bericht der Abteilung Statistik und Zensus hervor. Danach waren zum Stichtag 31. Dezember 2020 162.940 Menschen in der Klingenstadt gemeldet, eben 172 Menschen weniger als zum Ende des Jahres 2019.

Die Gründe für den Verlust an Einwohnern ist vor allem in so genannten Registerbereinigungen zu suchen. Diese erfolgten bereits 2019 im Nachgang zur Europawahl sowie auch noch einmal 2020 durch die Kommunalwahl. Im Zusammenhang mit diesen beiden Wahlen wurden insgesamt etwa 700 Personen von Amts wegen abgemeldet: Es hatte sich herausgestellt, dass diese Personen zwar nicht mehr in Solingen wohnten, jedoch keine Abmeldung erfolgt war.

Erneut erfreulich entwickelte sich 2020 der Saldo zwischen Zuzügen und Fortzügen: Dieser blieb im zehnten Jahr in Folge positiv. Während im vergangenen Jahr 7.131 Menschen nach Solingen zogen, verließen nur 6.573 Menschen die Klingenstadt.

Auch die Bilanz der Wanderungsbewegung bezogen auf das direkte Umland bleibt positiv: 1.666 Menschen aus Solingens direkter Umgebung zogen in die Klingenstadt, aber nur 1.272 Menschen verließen Solingen, um im Umland zu wohnen.

Selbst im Vergleich mit den Großstädten Köln und Düsseldorf schneidet die Klingenstadt positiv ab: 798 Zuzügen aus den beiden Metropolen standen 2020 lediglich 536 Fortzüge nach Köln und Düsseldorf gegenüber.

Und auch ein wenig jünger geworden ist die Solinger Bevölkerung im vergangenen Jahr: Das Durchschnittsalter der Solinger:innen sank 2020 auf 43,8 Jahre. Im Jahr 2019 waren die Solinger:innen im Durchschnitt 44,2 Jahre alt.

Quelle: Stadt Solingen