Pfarrerin Elke Mielke stellt die Kandidaten für verschiedene zu besetzende Ämter vor. Foto: Kirchenkreis Lennep / Volk
Pfarrerin Elke Mielke stellt die Kandidaten für verschiedene zu besetzende Ämter vor. Foto: Kirchenkreis Lennep / Volk

Mit der geweckten Neugier auf zwei geplante Großprojekte und der mahnenden Erinnerung an den Geburtstag des von den Nazis ermordeten niederländisch-deutschen Mädchens Anne Frank ist die außerordentliche Kreissynode (KSV) am Freitagabend zu Ende gegangen. Zuvor hatten die knapp 90 an der Zoom-Konferenz teilnehmenden Mitglieder des obersten Parlamentes der Kirchenkreises Lennep eine vollgepackte Tagesordnung abzuarbeiten. Das Tagungszentrum für die erstmals klimaneutrale Kreissynode war im Vaßbendersaal nahe der Citykirche in Remscheid aufgebaut worden.

In dem Gottesdienst, mit dem eine solche  Kreissynode traditionell startet, wurde Annette Schmid, bisher Pfarrerin in der Kirchengemeinde Lüttringhausen, in ihren Dienst als Schulpfarrerin am Städtischen Gymnasium Wermelskirchen eingeführt.

Amtseinführung von Pfarrerin Annette Schmid in der festlich erleuchteten Citykirche Remscheids. Foto: Kirchenkreis Lennep / Volk
Amtseinführung von Pfarrerin Annette Schmid in der festlich erleuchteten Citykirche Remscheids. Foto: Kirchenkreis Lennep / Volk

Mit welchen besonderen Herausforderungen Krankenhaus-Seelsorger*innen während der langen Lockdown-Monate konfrontiert waren, schilderte stellvertretend Pfarrerin Annette Stoll, die im Sana-Klinikum Remscheid tätig ist.

Auswirkungen von Corona auf die Seelsorge

Reinhard Rüsing, Pfarrer in der Ev. Kirchengemeinde Dhünn, erzählte anschaulich, vor welchen Problemen die Kirchengemeinden mit dem Inkrafttreten der pandemiebedingten drastischen Kontaktbeschränkungen standen. So mussten Gottesdienste und Konfirmationen, aber auch Beerdigungen und Trauungen neu organisiert und umstrukturiert werden. Kerstin Röhrig-Stephan, Religionslehrerin und  zweite Konrektorin an der Alexander-von-Humboldt-Realschule Remscheid, berichtete darüber, wie Schüler und  Lehrer diese herausfordernde Zeit bewältigen, bevor Bernd Jaspers, der als Schuldnerberater im Beratungszentrum der Diakonie im Kirchenkreis Lennep tätig ist, darlegte, dass sich die Zahl der Beratungen wegen Überschuldung vieler Menschen durch die langewährenden Corona-Restriktionen vermutlich dramatisch erhöhen werde.

Welche allgemeinen Folgen das Leben auf Distanz auf die psychische Konstitution der Menschen haben werde, führte Psychotherapeut Jochen Sahm aus, der Mitglied im KSV ist. 

- Anzeige -

Nachtragshaushalt verabschiedet

Der Nachtragshaushalt für das Jahr 2021 wurde im Anschluss mehrheitlich angenommen. Er war nötig geworden, da unter anderem die Ausgaben für die Erstellung eines Schutzkonzeptes gegen sexualisierte Gewalt und das Angebot für Schulungen der auf dem Gebiet des Kirchenkreises tätigen ehren-, haupt- und nebenamtlich tätigen Mitarbeiter zu Buche schlagen.

Pfarrerin Annette Stoll berichtet als Klinikseelsorgerin über die besonderen Herausforderungen während der Coronapandemie. Aufmerksam hört ihr Superintendentin Antje Menn zu. Foto: Kirchenkreis Lennep / Volk
Pfarrerin Annette Stoll berichtet als Klinikseelsorgerin über die besonderen Herausforderungen während der Coronapandemie. Aufmerksam hört ihr Superintendentin Antje Menn zu. Foto: Kirchenkreis Lennep / Volk

Anschließend erläuterte Superintendentin Pfarrerin Antje Menn den Mitgliedern der Kirchenleitung im Kirchenkreis die nächsten  Schritte des gemeinsamen Veränderungsprozesses im Kirchenkreis, der nach der Kreissynode im Sommer 2019 und einem gemeinsamen Studientag vor wenigen Wochen in seine neue Phase geht, um die Zusammenarbeit zwischen einzelnen Kirchengemeinden weiter zu erhöhen.

Mit dem Ausblick auf das veranstaltungsreiche Themenjahr „Kirche für Klima – Schöpfung bewahren“, das  am 4. September 2021 startet und der Information über das geplante  Rheinische Kirchencamp Pfingsten 2022 in Solingen, wurde die Frühjahrs-Kreissynode von Superintendentin Antje Menn beendet.