Oberarzt Dr. Christian Schnickmann (l.) und Professor Dr. Burkhard Sievers, Chefarzt der Kardiologie im Sana-Klinikum Remscheid, im neuen Hybrid-Labor. Hier gibt es alle Möglichkeiten der modernen Bildgebung und es können unter sterilen Bedingungen auch operative Eingriffe erfolgen. Foto: Sana Klinikum Remscheid
Oberarzt Dr. Christian Schnickmann (l.) und Professor Dr. Burkhard Sievers, Chefarzt der Kardiologie im Sana-Klinikum Remscheid, im neuen Hybrid-Labor. Hier gibt es alle Möglichkeiten der modernen Bildgebung und es können unter sterilen Bedingungen auch operative Eingriffe erfolgen. Foto: Sana Klinikum Remscheid

Wenn der Motor schwächelt: Beste Bedingungen für Herz-Patienten: 2017 wurde das Sana Klinikum Remscheid als erste Schwerpunktklinik für Herzinsuffizienz in Deutschland von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie zertifiziert und ausgezeichnet. Mit der Re-Zertifizierung wurden jetzt die hohe Behandlungsqualität und die Weiterentwicklung moderner Diagnostik- und Therapieverfahren bestätigt.

Die zur Medizinischen Klinik I unter Leitung von Chefarzt Professor Dr. med. Burkhard Sievers gehörende Schwerpunkteinheit für Herzinsuffizienz – Heart Failure Unit (HFU) – verfügt mit einer hoch-modernen Ausstattung und fortschrittlichen Therapiepfaden über die hohen Standards, die für die erneute Zertifizierung gefordert sind. „Dazu gehören neben der ärztlichen Expertise auch der Einsatz exzellenter Bildgebungsverfahren, Herzkatheterlabore und eine gute Intensivmedizin. Genauso ist eine enge Verzahnung zu den niedergelassenen Kardiologen und Hausärztinnen und Hausärzten essentiell“, erläutert Professor Sievers.

Herzinsuffizienz ist gleichbedeutend mit Herzschwäche – einem Krankheitsbild, das stetig zunimmt. Dies liegt zum einen an der älter werdenden Gesellschaft, in der zum Beispiel Durchblutungsstörungen eine Ursache für eine Erkrankung des Herzens sind. „Um mal ein Bild zu bemühen: Die Benzinleitungen des Herzens setzen sich zu, der Motor beginnt zu stottern“, erklärt Professor Sievers. Zum anderen tragen ein ungesunder Lebenswandel, Übergewicht und Stress zu einer verstärkten Zahl von Herzpatienten bei. Vielfach sich Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Diabetes mellitus und Fettstoffwechselstörungen auch angeboren. Und auch Herzklappen- und angeborene Herzfehler, aber auch Schwangerschaften und Krebstherapien können ursächlich für eine Herzschwäche sein. „Typische Symptome sind Leistungsmangel, zunehmende Luftnot, zunächst unter Belastung, später auch in Ruhe, sowie Wassereinlagerungen in den Beinen“, erklärt Dr. med. Christian Schnickmann, leitender Oberarzt und ärztlicher Leiter der Heart Failure Unit und ergänzt: „Durch unsere Kompetenz und Erfahrung in der interventionellen Kardiologie, der

Herzschrittmachertherapie, der kardiovaskulären Bildgebung und der Intensivmedizin können wir sämtliche diagnostische und therapeutische Möglichkeiten anbieten.“ Kommen Patientinnen und Patienten in eingeschränktem oder auch schlechtem Allgemeinzustand in die Klinik, werden sie hier nach einer umfangreichen Diagnostik durch verschiedene Maßnahmen behandelt. Dazu gehören unter anderem eine individuelle Einstellung mit Medikamenten, Katheterintervention oder Schrittmacher-Implantation. Auch modernste und innovative Therapieverfahren im Rahmen von internationalen Studien kommen zum Einsatz, ergänzt Professor Sievers.

Die Schwerpunkteinheit für Herzinsuffizienz bietet den Patientinnen und Patienten durch ihre Spezialisierung einen großen Mehrwert, um nach dem Klinikaufenthalt, ausgestattet mit einem individuellen Therapieplan auch ambulant gut versorgt zu werden und Lebensqualität zurückzugewinnen „Als Herzinsuffizienz Schwerpunktklinik sind wir auch Ausbildungszentrum auf dem Gebiet der Herzinsuffizienz“, nennt Professor Sievers ein weiteres wichtiges Kompetenzmerkmal. Jährlich werden zwei bis drei ärztliche Kolleginnen und Kollegen im Bereich Herzinsuffizienz bis zur Zusatzqualifikation der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie weitergebildet, darüber hinaus wird die Weiterbildung für Pflegekräfte als „Heart Failure Nurses“ gefördert. Aktuell werden zwei Gesundheits- und Krankenpflegerinnen ausgebildet.

- Anzeige -