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terre des hommes: Stoppt den Krieg!

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Stellungnahme von terre des hommes Deutschland zum russischen Angriff auf die Ukraine.

Wir appellieren an die Staatengemeinschaft, sich mit aller Kraft für eine diplomatische Lösung des bestehenden Konflikts einzusetzen und ihr Handeln an den grundlegenden Zielen der Vereinten Nationen auszurichten, den Weltfrieden zu wahren und friedliche Mittel zur Beilegung internationaler Streitigkeiten einzusetzen. Das russische Narrativ einer vermeintlichen Zugehörigkeit der Ukraine in ein großrussisches Reich kann niemals die Begründung für einen Überfall auf einen Nachbarstaat sein. Kein Staat hat das Recht, einseitig Territorien anderer Staaten zu besetzen. Die gegenwärtigen russischen Angriffe auf die Ukraine bedeuten einen Bruch des Völkerrechts und müssen umgehend gestoppt werden! Bei allen Verhandlungen müssen die Interessen der ukrainischen Bevölkerung berücksichtigt werden.

Wie in allen Kriegen werden auch diesmal gewalttätige Auseinandersetzungen vor allem zulasten der Zivilbevölkerung gehen. Kinder und Jugendliche sind stets besonders betroffen, sie erleben Bombardierungen, Zerstörung, Leid und Tod und werden oft schwer traumatisiert. Orte wie Schulen und andere Einrichtungen, an denen Minderjährige sich aufhalten, müssen von etwaigen Kampfhandlungen verschont werden. Zigtausende Kinder und Jugendlichen sind zudem bereits seit Jahren von militärischen Auseinandersetzungen im Donbass betroffen. Gebraucht werden Lösungen, die sicherstellen, dass sie in Frieden und ohne permanente Angst vor einem kriegerischen Konflikt aufwachsen können.

Die EU-Staaten müssen sich auf eine schnelle und unbürokratische Aufnahme von flüchtenden Menschen aus der Ukraine vorbereiten und Unterbringungsmöglichkeiten schaffen, die die Rechte und die Würde der Menschen garantieren. Die ukrainischen Anrainerstaaten dürfen hier nicht allein gelassen werden. Wir sondieren, ob und inwieweit es möglich ist, über Projektpartner in der Region Flüchtlinge aufzunehmen und zu betreuen.

„Als internationales Kinderhilfswerk stehen wir dem heute Nacht ausgebrochenen offenen Krieg gegen die Ukraine fassungslos gegenüber“, erklärt Beat Wehrle, Vorstandsprecher von terre des hommes. „Wir stehen vor globalen Krisen wie den Folgen des Klimawandels, der Corona-Pandemie und dem Kampf gegen die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich. Diese Herausforderungen werden wir nur als Weltgemeinschaft überwinden können, die gemeinsam handelt und engstirnigen Rassismus, ethnische Ressentiments und nationalistische Machtfantasien überwindet.“

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