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Remscheid

Jeden Stadtteil in den Blick nehmen

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„Digitalisierung muss als Gesamtkonzept gedacht werden. Was nützen und tolle, teure und neue Geräte in der Schule, wenn wir keinen Internetzugang haben und andersherum?“

Elen Albrink ist 15 Jahre alt, besucht aktuell die 10. Klasse der Albert-Schweitzer Realschule in Lennep und ist Kandidatin für den 10. Jugendrat Remscheid. Später möchte sie Abitur machen und danach studieren gehen. In ihrer Freizeit trifft sie am liebsten Freund*innen und macht viel Sport. Vor allem liegen ihr Teamsportarten, wie Basketball oder Fußball. Die Arbeit des Jugendrates verfolgt sie schon sehr lange mit großem Interesse, bereits vor zwei Jahren wollte sie als Kandidatin selbst antreten, war aber leider zum Zeitpunkt der Wahl noch zu jung. Jetzt ist sie alt genug und möchte Remscheid selbst aktiv mitgestalten und attraktiver für Jugendliche machen.

„So können wir die Belange junger Menschen laut in die Remscheider Politik tragen!“

Elen Albrink

Begonnen hat ihr soziales Engagement für andere Jugendliche  in der Schülervertretung ihrer Schule. Dort haben Aktionen, wie ein gemeinsamer Talentwettbewerb, oder das gemeinsame Diskutieren über die Umgestaltung des Schulhofes, Elen auf die gemeinsame Arbeit aufmerksam gemacht und zum ständigen Teil der SV werden lassen. Seit Beginn dieses Schuljahres ist sie sogar Schülersprecherin und kann sich noch intensiver um die Belange und Probleme der Mitschüler*innen kümmern. Jetzt möchte sie den Schritt in den Jugendrat wagen und baut dabei vor allem auf die Unterstützung ihrer Mitschüler*innen. Neben diesen Aktivitäten ist Elen in der neugegründeten Stadtschülervertretung aktiv „Um meine SV weiter zu vernetzen, denn nur so können wir die Belange junger Menschen laut in die Remscheider Politik tragen, das erhoffe ich mir auch vom Jugendrat“, wie sie selbst sagt.

Zu ihren Kernthemen gehören insbesondere das Vorantreiben der Digitalisierung und mehr Klimaschutz in Remscheid. Vor allem soll der Fokus im neuen Jugendrat nicht mehr nur auf die Innenstadt, sondern auch endlich auf andere Stadtteile gelegt werden: „Ich finde, es kann nicht sein, dass wir seit Jahren über einen Jugendtreff in der Innenstadt sprechen und nichts passiert. Wir müssen außerdem anfangen die anderen Stadtteile wie Lennep oder Lüttringhausen auch zu beachten. Da wohnen auch viele Jugendliche, dort muss die Stadt auch attraktiver werden.“

„Wir müssen außerdem anfangen die anderen Stadtteile wie Lennep oder Lüttringhausen auch zu beachten. Da wohnen auch viele Jugendliche, dort muss die Stadt auch attraktiver werden.“

Elen Albrink

Im Bereich der Digitalisierung wünscht sie sich ein durchdachtes Gesamtkonzept. Vor allem der Punkt des freien und besonders auch zuverlässigen WLANs in den Schulen, sowie an den meisten öffentlichen Plätzen,  beschäftige die Jugendlichen an den Schulen sehr: „Ohne stabiles und kostenloses WLAN kann man nicht ernsthaft von Digitalisierung in Remscheid reden!“

Im Bereich Klimaschutz müssen die Jugendlichen in ihren Augen weiter darauf setzen, die Stadtgesellschaft durch gemeinsame Aktionen, wie zum Beispiel Klimademonstrationen vom Bündnis Remscheid, oder gemeinsame Müllsammelaktionen  mit einzubinden und so wachzurütteln.  Dazu gehört auf der anderen Seite allerdings auch, dass in den Schulen weiter aufgeklärt wird und die Schüler*innen weiter motiviert werden, aktiv zu bleiben.

„Ohne stabiles und kostenloses WLAN kann man nicht ernsthaft von Digitalisierung in Remscheid reden!“

Elen Albrink

Elen hat einen sehr engagierten Wahlkampf geführt. In Form von vielen direkten Gesprächen mit Schüler*innen der Albert-Schweitzer Realschule, konnte sie viele Themen aufgreifen, die auch später in ihre eigene Wahlkampagne eingeflossen sind, wie sie berichtet. Vor allem das übliche Instrument des Vorstellens in den Klassen habe sie aber nicht genutzt, da sie als Vertreterin in der Schülervertretung und als Schülersprecherin sowieso für alle  ein offenes Ohr hat und immer ansprechbar sei. Besonders interessant ist , dass Elen ihre Plakate nicht nur in der Schule hat aufhängen dürfen, sondern sich auch die Arbeit gemacht hat, Geschäfte und soziale Einrichtungen, vor allem in Lennep, abzuklappern, um auf ihre Kandidatur aufmerksam zu machen. Meistens durfte sie ihre Plakate auch dort platzieren.

Für Elen ist es, wie für viele der Kandidierenden, der erste Wahlkampf. Vor allem das gemeinsame Fotoshooting und das erste Zusammentreffen aller Kandidierenden in der Kraftstation sind ihr als schöner Auftakt in die Zeit des Wahlkampfes besonders im Kopf geblieben. Sie freue sich immer sehr neue Menschen kennenzulernen, deshalb habe ihr der Kennenlernnachmittag auch viel Spaß gemacht. Für den neuen Jugendrat wünscht sie sich neben einem guten und freundschaftlichen miteinander vor allem Dynamik und das gemeinsame ziehen an einem Strang. In ihren Augen ist es wichtig, dass an den Themen aus dem Wahlkampf angeknüpft wird und keines der Anliegen in Vergessenheit gerät. „Alle Themen, die wir als Wahlkampfthemen nutzen, sind Themen junger Menschen in Remscheid. Ich würde mir wünschen, dass wir nach den zwei Jahren in allen Bereichen, die uns Jugendliche hier vor Ort betreffen, einen großen Schritt weiter sind“, sagt Elen abschließend.

10. Jugendrat – Die Wahl

Der 10. Remscheider Jugendrat wird aus 15 Mitgliedern bestehen. Die Wahl findet vom 14. bis 18. März an allen weiterführenden und berufsbildenden Schulen in Remscheid statt. Diejenigen, die wahlberechtigt sind aber nicht in Remscheid zur Schule gehen, können ihre Stimme am 16. März auf einer Aktionsfläche im Allee-Center abgeben.

Wahlberechtigt sind alle Jugendlichen, die zum Stichtag 14. März 2022 zwischen 14 und 17 Jahren alt und seit mindestens 3 Monaten in Remscheid wohnhaft sind.

Am Freitag, 18. März um 19 Uhr wird das vorläufige Wahlergebnis in der Gelben Villa, Eberhardstraße 29, öffentlich bekanntgegeben.

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