Salsa bis der Arzt kommt: Kai Heumann (Mitte im blauen Hemd) und Kollegen auf der Bühne in Lüttringhausen. Foto: Peter Klohs
Salsa bis der Arzt kommt: Kai Heumann (Mitte im blauen Hemd) und Kollegen auf der Bühne in Lüttringhausen. Foto: Peter Klohs

Kai Heumann und Kollegen auf Einladung des Lüttringhauser Kulturkreises zu Latino-Festival auf der Heimatbühne in Lüttringhausen.

Der Remscheider Gitarrist Kai Heumann ist dafür bekannt, dass er „seine“ Musik in den unterschiedlichsten Gruppen stilecht spielen kann, vom Trio bis zur Beinahe-Big-Band. Immer stellt er die Gitarre in den Mittelpunkt, immer ist die Musik perfekt arrangiert und gut gespielt.

Am Abend des 14. Juli 2019 hatte Heumann zahlreiche musikalische Weggefährten eingeladen, um mit ihnen gemeinsam die Lüttringhauser Heimatbühne mit Samba, Salsa, Tango und anderer Musik aus Latein- und Südamerika zum Kochen zu bringen. Stars der lateinamerikanischen Musikszene aus Kuba, Argentinien und El Salvador drängten sich auf der nicht eben ausladenden Bühne. Manche der (superben) Musiker verschwanden im Dunkel der Bühne und des Abends. Vielleicht hätte eine frühere Beleuchtung hier Abhilfe geschaffen.

Ein Dutzend Musiker zu organisieren erfordert sicher Geduld und Langmut. Gewiss war das auch der Grund, warum die Musiker gut fünfundvierzig Minuten später als angekündigt ihr Konzert begannen. Vor einem übersichtlichen, jedoch enorm kenntnisreichen Publikum schafften die Gitarristen und Sänger, die Rhythmusfraktion und die Bläser die Verbindung zu den Zuhörern schnell. Ein rhythmisches Feuerwerk zog das nächste nach sich, und so mancher wippender Fuß mag am Folgetag für einen Muskelkater hergehalten haben. Trotz der größe des Ensembles traten Improvisationen immer wieder in den Vordergrund. Die Nähe dieser Musik zum Jazz war stets spürbar. Kein Wunder: Die Komponisten Tito Puente, Antonio Carlos Jobim, Astor Piazzolla und Kai Heumann haben alle ihre Verbindung zum Jazz gehabt – oder haben und lieben sie noch.

Kulinarisches aus Argentinien

Zahlreiche Vertreter des Kulturkreises bewirtschafteten den Getränkewagen, auf dem durch die Steuerungsgruppe der Fairtrade-Town Remscheid auch fairgehandelte argentinische Weine angeboten wurden. Am Essensstand der Vereinigung Gertenbachstraße gegenüber gab es Locro, einen herzhaften argentinischen Eintopf und Feta mit Chorizo-Kruste.

Der Locro

Die Vereinigung Gertenbachstraße überzeugte mit Locro, einem traditionellen Eintopf aus Argentinien. Foto: Sascha von Gerishem
Die Vereinigung Gertenbachstraße überzeugte mit Locro, einem traditionellen Eintopf aus Argentinien. Foto: Sascha von Gerishem

Der Locro ist ein Eintopf aus dem Norden Argentiniens. Er besteht aus sehr vielfältigen Zutaten, hauptsächlich aus Maiskörnern, verschiedenen Arten von Würstchen, Fleischstückchen und Kürbis. Er ist meist sehr pikant gewürzt.

Zutaten: Argentinisches Rindfleisch aus der Oberschale, Rinderwürstchen, Chorizo, Kürbis, Riesenbohnen, dicke Bohnen grün und braun, Kidneybohnen, Zwiebeln, Thymian, Oregano, Sambal Oelek, Chili, Salz

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