Christoph und Anja Spengler gaben einen Duo-Abend im evangelischen Gemeindesaal am Ludwig-Steil-Platz in Lüttringhausen.

Wer sich für Musik interessiert, sollte Christoph Spengler kennen. Der Kirchenmusiker, 1969 in Wermelskirchen geboren, besticht immer wieder durch seine vielfältigen musikalischen Aktivitäten. So spielte er in diversen Produktionen Keyboards (z.B. Musicals „Das Phontom der Oper“ und „We Will Rock You“), hat eine Vielzahl von Dirigentenarbeit zu absolvieren, lehrt – auch das unter Anderem – an der Evangelischen Pop-Akademie in Witten und ist Kantor der Evangelischen Auferstehungsgemeinde in Remscheid. Er komponiert und arrangiert. Das ist nur ein kleiner Ausschnitt seiner Tätigkeiten. Im Jahr 2018 erhielt er von der Stadt Remscheid die Bürgermedaille.

Ehepaar Spengler musiziert

Christoph und Anja Spenger während ihres Konzertes in Lüttringhausen. Foto: Peter Klohs
Christoph und Anja Spenger während ihres Konzertes in Lüttringhausen. Foto: Peter Klohs

Selbstverständlich ist Christoph Spengler auch ein hervorragener Pianist, Organist und Keyboarder. Zusammen mit seiner Frau Anja gab das Ehepaar am Abend des 6. Oktober 2019 ein Konzert im evangelischen Gemeindesaal zu Lüttringhausen. Der Abend war der Liebe gewidmet, wie schon das Motto „We’re In This Love Together“ verriet.

Die Sängerin klang leicht erkältet, was sie auch tatsächlich war. Sie kündigte in ihrer Anmoderation an, dass das Konzert unter Umständen frühzeitig abgebrochen werde, falls sie nicht mehr singen könne. Dazu kam es gottlob nicht, im Gegenteil, man darf es vorweg nehmen: Anja Spenglers Leistung an diesem Abend war tadellos – und an einer Stelle des Konzertes herausragend.

Von Christoph am Keyboard begleitet, sang Anja sich durch einige anspruchsvolle Pop- und Soulklassiker. So durch den Al-Jarreau-Titel, der dem Abend das Motto lieferte. Auch „Upside Down“ (Diana Ross), von Christoph Spengler beinahe minimalistisch begleitet, war zu hören, desgleichen das von Michael Bublé bekannte „Sway With Me“, den Evergreen „Fever“ (Peggy Lee) mit obligatorischem Fingerschnippen, „The Closest Thing To Crazy“ (Katie Melua) und Marvin Gayes Hymne „Ain’t No Mountain High Enough“.
Das fünfundsiebzigminütige Programm war ausgewogen und dynamisch wohl durchdacht. Die Begleitung war stets songdienlich, auch in seinen Soli übertrieb Christoph Spengler das Virtuosentum niemals.

Hingebungsvoll und voller Herzblut

Christoph und Anja Spenger während ihres Konzertes in Lüttringhausen. Foto: Peter Klohs
Christoph und Anja Spenger während ihres Konzertes in Lüttringhausen. Foto: Peter Klohs

Das alles war gut bis sehr gut. Aber dann kam doch noch ein einsamer Stern am Musikhimmel dieses Abends, strahlend wie der Polarstern, wenn man nicht nach Hause findet. Stings „Fields Of Gold“, dargeboten in der herzzerreißenden Balladenversion der viel viel viel zu früh verstorbenen amerikanischen Sängerin Eva Cassidy. Anja Spengler sang unter der sensiblen Begleitung ihres Mannes im Geiste Cassidys, hingebungsvoll und voller Herzblut. Als wäre dies der tiefgründigste Song, der jemals auf dieser Erde komponiert worden ist. Und vielleicht ist er das ja auch.

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