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Ed Sheeran, der große Bach und Benjamin Beck

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Das Leibniz-Gymnasium in Lüttringhausen veranstaltete auch in diesem Jahr ein Adventskonzert.

Man darf die Adventskonzerte des Lüttringhauser Leibniz-Gymnasiums mit Fug und Rechts als schöne musikalische Tradition bezeichnen. Und manchmal hört man dort hoffnungsvolle Talente, deren weiterer Weg mit Spannung zu beobachten sein wird.

Tradition und Moderne

Der Schulchor, wie immer mit viel mehr Mädchen als Jungen, begann die kurzweiligen zwei Stunden mit Ed Sheerans „I See Fire“, fügte einen Hit von Mariah Carey an und schloss seinen Vortrag mit „Stille Nacht“. Der Singer/Songwriter Walerian Schröder schloss sich mit seiner Mischung aus lyrischen Pianopassagen und schrägen deutschen Texten an. Die unterschiedlichen Musikklassen des Leibniz-Gymnasiums spielten die Titelmelodie der beliebten TV-Serie Game Of Thrones, musizierten Volkslieder aus Russland und Israel und hatten sichtlich Spaß dabei.

Das Salonorchester wagte sich an Melodien der Mega-Gruppe Queen, Christoph Spengler leitete die Gospel AG des Gymnasiums schwungvoll wie gewohnt und die Evergreens, eine Verbindung aus Lehrern und Eltern, sang das berühmte „Still A Bach Christmas“, bei dem verschiedene Themen des Barock-Komponisten verschmelzen.

Das Trio Eleven

Eleven: Tom Schröder (Schlagzeug), Gian-Luca Villione (Bass), Benjamin Beck (Gitarre und Gesang) (v.l.). Foto: Peter Klohs
Eleven: Tom Schröder (Schlagzeug), Gian-Luca Villione (Bass), Benjamin Beck (Gitarre und Gesang) (v.l.). Foto: Peter Klohs

Und dann das Talent! In Gestalt von Benjamin Beck und seinem Trio Eleven. Im vergangenen Jahr ließen die Kompositionen von Benjamin bereits aufhorchen. Zwei deutliche Einflüsse waren es, die die Musik von Eleven prägten: Kurt Cobain (Nirvana) und Paul McCartney. In seinen neueren Kompositionen ist der Einfluss zurückgegangen und hat einem eigenen Stil Platz gemacht: Eine Art lyrisch-kraftvoller Pop-Punk mit deutschen Texten, sehr rockig, sehr dynamisch, sehr effektvoll, mit deutlichen Einflüssen des Progressiven Rock der 80er Jahre, als stundenlange Soli schon nicht mehr so wichtig waren und die Gestalt oder die Gestaltung eines Songs wichtiger wurde. Die Hinzunahme eines Bassisten hat dem Gruppensound gut getan.

Der junge Musiker wächst, und es wird spannend sein, seine weitere Entwicklung zu verfolgen. Das werden wir – wie immer gerne – auch tun.

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