Die Feuerwehr. Symbolfoto.
Die Feuerwehr. Symbolfoto.

Pressemitteilung der Feuerwehr. Bildmaterial bei Oelbermann Fotografie.

Am Abend des 04.01.2020 gingen bei der Feuerwehr Remscheid mehrere Anrufe ein, die ein Brandereignis in der Straße Neuenteich meldeten. Daraufhin wurde die Feuerwehr um 20:12 Uhr dorthin entsandt.

Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte wurde ein mittlerweile voll entwickelter Brand im Bereich des vorderen linken Gebäudes erkannt. Flammen hatten bereits die Dachhaut durchschlagen und Fenster im rückwärtigen Bereich bersten lassen. Zudem war eine massive Verrauchung festzustellen, die sich bereits in der gesamten Zoohandlung ausgebreitet hatte.

Es wurde unverzüglich eine umfangreiche Brandbekämpfung eingeleitet, wobei neben der Innenbrandbekämpfung auch zwei Drehleitern zum Sichern der Dachhaut und zum Schutz der angrenzenden Gebäudeteile eingesetzt wurden. Hier wurden neben der Berufsfeuerwehr auch die Löscheinheiten Lennep und Bergisch-Born tätig.

Nachdem die ersten Flammen zurückgedrängt werden konnten, wurde mit der Tierrettung durch die Löscheinheit Lüdorf im Brandbereich begonnen. Durch diese schnell eingeleitete Tierrettung konnten letztlich mehrere Kaninchen, Meerschweinchen und Mäuse gerettet werden. Diese Tiere wurde unverzüglich im sicheren Bereich durch Feuerwehrkräfte mit Sauerstoff versorgt und beruhigt. Hinzugezogene Tierärzte und eine Amtstierärztin des Bergischen Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamtes untersuchten die geretteten Tiere, so dass diese im Anschluss in privat organisierte Unterkünfte gebracht werden konnten.

Im weiteren Verlauf des Einsatzes wurden eine weitere umfangreiche Brandbekämpfung und anschließende Nachlöscharbeiten durchgeführt. Glücklicherweise befanden sich die Aquarien der Zoohandlung nicht im unmittelbar vom Brand betroffenen Bereich, so dass diese intakt blieben. Zur Sicherstellung der Sauerstoffzuführung durch die Aquarienpumpen wurde eine Stromversorgung durch die Feuerwehr ermöglicht.

Leider ist von einer größeren Anzahl verendeter Vögel und Kleintiere (Kaninchen, Hamster, Meerschweinchen, Mäuse und Ratten) auszugehen. Eine genaue Anzahl kann zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgeschätzt werden.

Aktuell befinden sich noch Einsatzkräfte an der Einsatzstelle, um die weitere Stromversorgung sicherzustellen. Im Laufe der Nacht wird eine regelmäßige Überprüfung der Einsatzstelle durch die Feuerwehr durchgeführt.

Während des mehrstündigen Einsatzes wurde die Hauptwache durch die Löscheinheit Nord zur Sicherstellung des Grundschutzes besetzt. Das Deutsche Rote Kreuz stellte die Versorgung der Einsatzkräfte während des Einsatzes sicher.

Die Brandursachenermittlung wird nun durch die Kriminalpolizei durchgeführt. Die Straße Neuenteich wurde während des Einsatzes voll gesperrt.