Bisher blieb die Lüttringhauser Bezirksvertretung noch von Extremisten verschont. Foto: Sascha von Gerishem
Bisher blieb die Lüttringhauser Bezirksvertretung noch von Extremisten verschont. Foto: Sascha von Gerishem

Die Neonazis von Pro Remscheid, eine lokale Nachfolgepartei der als rechtsextremistisch und verfassungsfeindlich bekannten Kleinstpartei Pro NRW, schwärmt in unserer bunten Stadt aus und sammelt Unterschriften, um zur Kommunalwahl kandidieren zu können. 

Wenn am 13. September 2020 die Kommunalwahl stattfindet, planen Vertreter*innen von Pro Remscheid auch den Einzug in die Lüttringhauser Bezirksvertretung. Das bisher nazifreie Lüttringhauser Rathaus, das so bunt erstrahlt wie unsere Remscheider Gesellschaft mit Menschen aus 120 Nationen ist, soll von den Rechtsextremen erobert werden. Im Rat der Stadt Remscheid sind die beiden Vertreter der Kleinstpartei bisher vor eher mit Pöbeleien, Blockaden und geplanten Ausgrenzungen denn mit Inhalten auffällig geworden.

Erfahrung mit Rechtspopulismus

Uns wurde berichtet, dass die Tochter von Claudia Bötte (frühere Gehrhardt), der Geschäftsführerin der Remscheider Pro-Gruppe, schon an einigen Haustüren aufgetaucht sein soll, um Unterschriften zu sammeln. Das Mädchen hat durchaus Wahlwerbeerfahrung. Bereits als kleines Kind wurde sie von ihrer Mutter instrumentalisiert, um in einem Wahlwerbespot der rechtsextremen NPD mitzuwirken:

Nun wird die Jugendliche erneut instrumentalisiert, um mit unschuldigem Augenaufschlag Unterstützungsunterschriften für die extreme lokale Kleinstpartei zu sammeln.

Erfahrung mit Betrug

Ob Sie beim Einwerben der Unterschriften dem Vorbild ihrer Mutter folgt und etwas über einen neuen Kindergarten erzählt oder um Unterschriften für den Tierschutz erzählt, ist nicht bekannt. Bekannt ist hingegen, dass ihre Mutter, Claudia Bötte, sich bereits wegen Urkunden- und Wahlfälschung vor dem Strafgericht Schwelm verantworten musste: Der Westen vom 10. Dezember 2014. Per Eilentscheid von 2015 wurde Bötte selbst von der Führung der rechtsgerichteten damaligen Partei Pro NRW ihres Amtes enthoben, weil versucht wurde die ohnehin schon rechtsextreme Partei für militante Rechtsextremisten zu öffnen: Wuppertaler Rundschau vom 10. August 2015.

Achten Sie bitte unbedingt darauf, wem Sie Ihre Unterschrift geben und wofür Sie Ihre Unterschrift geben. 

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