Schon Kinder und Jugendliche können an Depressionen leiden. Foto: María Prieto
Schon Kinder und Jugendliche können an Depressionen leiden. Foto: María Prieto

Die Tagesklinik der Kinder- und Jugendpsychiatrie (KJP) Wuppertal feiert in diesem Jahr 20-jähriges Bestehen. Sie wurde 2001 gegründet, um die seelische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen fünf und 21 Jahren wieder herzustellen. Und das ist enorm wichtig – nicht erst seit Corona: Eine Studie des Robert Koch-Instituts (RKI) bestätigt, dass immer mehr Kinder und Jugendliche in Deutschland unter psychischen Erkrankungen leiden.

Die Tagesklinik ist Teil des Zentrums für Seelische Gesundheit des Kinder- und Jugendalters des Sana-Klinikums Remscheid. Sie behandelt rund 150 Patientinnen und Patienten im Jahr und verfügt über 20 Therapieplätze. „Ob Depressionen, Angststörungen oder Persönlichkeitsstörungen: bei uns lernen die Kinder und Jugendlichen – mit Hilfe unseres großen therapeutischen Angebots – wieder aktiv zu sein und ihre Schwierigkeiten im Alltag möglichst selbstbestimmt zu lösen“, sagt Ulrike Kottsieper. Die Stationsleiterin der Tagesklinik ist, wie viele der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, von Anfang an dabei und bestätigt, dass der Leidensdruck vieler Familien, nicht nur aktuell, enorm hoch ist.

Ein besonderer Schwerpunkt der Tagesklinik ist die Dialektische-Behaviorale Therapie für Adoleszente (DBT-A). Sie richtet sich an Jugendliche mit Störungen im Umgang mit Gefühlen, im zwischenmenschlichen Bereich sowie mit Selbstverletzungen und Suizidgedanken. Das Team um Oberärztin Denise Hahn bildet einen der Therapiestandorte in Deutschland, die eine erfolgreiche Zertifizierung erreicht haben: „Wir sind sehr froh und auch stolz, dass wir das gemeinsam geschafft haben. Es ist ein fortlaufender Prozess mit regelmäßigen Fortbildungen und unabhängigen Qualitätskontrollen, wovon das ganze Team in seiner Arbeit weiter profitiert.“ Aber auch alle weiteren kinder- und jugendpsychiatrischen Krankheitsbilder werden leitliniengerecht in der Tagesklinik behandelt. Ein großes Augenmerk liegt dabei auf dem familiensystemischen Blick und der intensiven Arbeit mit den Patienten und ihrem Umfeld.

Neben der Tagesklinik gibt es am KJP-Standort Wuppertal auch eine große Institutsambulanz, in der Kinder und Jugendliche bei psychischen Auffälligkeiten, familiären Schwierigkeiten, Problemen in der Schule oder mit Gleichaltrigen unterstützt werden. Krankenpfleger, Erzieher, Psychotherapeuten, Ärzte, Ergotherapeuten, Sozialarbeiter: Das fast 30-köpfige Team von Tagesklinik und Ambulanz eint die Liebe zum Beruf und der Wunsch, Familien zu helfen.

Alle gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen übernehmen die Kosten für eine ambulante oder teilstationäre Behandlung. „Wir haben ganzjährig geöffnet und die Jugendlichen gehen währenddessen in unsere angegliederte Klinikschule. Unsere Erfolgsquoten sind hoch und der Kontakt zu vielen ehemaligen Patientinnen und Patienten bleibt lange bestehen. Das freut uns und bestätigt uns in unserer Arbeit“, sagt Ulrike Kottsieper. Der Dank des gesamten Teams geht auch an den Förderverein, der Patienten, Tagesklinik und Ambulanz seit vielen Jahren engagiert unterstützt und das Wohl der Kinder fördert.

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Kontakt

Institutsambulanz und Tagesklinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters. Anschrift: Weststraße 103, 42119 Wuppertal und Telefon 0202 758450.