Global Brunch in Wuppertal: Schwarz ist der Ozean

In netter Runde frühstücken, neue Menschen kennenlernen und sich dabei über globale Zusammenhänge austauschen. Für wen das nach einem perfekten Start in den Sonntag klingt, ist beim Global Brunch in Wuppertal gut aufgehoben.

Anlässlich des Internationalen Tages zur Abschaffung der Sklaverei und dem Tag der Menschenrechte geht es während des fairen Frühstücks darum, was volle Flüchtlingsboote vor Europas Küsten mit der Geschichte von Sklavenhandel und Kolonialismus zu tun haben und was jede*r tun kann, um sich gegen Ungleichheit und für Menschenrechte zu engagieren. Dazu zeigt Serge Palasie vom Eine-Welt Netz NRW die Ausstellung „Schwarz ist der Ozean“. In einem kurzen Impuls wird er aufzeigen, wieso es wichtig ist, die Geschichte zu kennen, um die Gegenwart verstehen zu können.

Der Global Brunch findet am 5. Dezember 2021 im BürgerBahnhof Vohwinkel, Bahnstraße 16 in 42329 Wuppertal statt. Der Eintritt kostet 5 Euro und beinhaltet ein leckeres Frühstück inklusive einer kulinarischen Überraschung aus Marokko und einen Kaffee oder ein Freigetränk nach Wahl.

Coronamaßnahmen

Während der Veranstaltung sind alle Corona-Schutzmaßnahmen einzuhalten. Für eine Teilnahme gelten daher die 2G-Regeln: geimpft oder genesen. Bitte entsprechende Nachweise mitbringen.

Anmeldung

Anmeldung bis spätestens 30. November 2021 bei AHM Abdul Hai per Mail unter ahm.abdul.hai@eine-welt-netz-nrw.de oder telefonisch (01 60) 98 75 07 74 oder bei Amana e.V. unter info@amana-ev.de.

Hintergrund

Die Frühstücksreihe Global Brunch ist im Herbst 2018 in Düsseldorf gestartet.

Die Idee: Bei einem fairen Frühstück wird ein spannendes Thema rund um die Globalen Nachhaltigkeitsziele durch einen kurzen Impuls beleuchtet und anschließend in lockerer Atmosphäre darüber diskutiert. Das Frühstück wird dabei immer von einem anderen Verein vorbereitet. So lernen alle Teilnehmenden neue Engagierte aus der Zivilgesellschaft kennen. Wir waren begeistert von der Idee und bringen den Global Brunch deswegen jetzt auch nach Wuppertal. Hier soll der Global Brunch jedes Mal an einem neuen Ort stattfinden, so dass wir nicht nur lecker frühstücken, sondern auch viele spannende Ecken in unterschiedlichen Wuppertaler Quartieren kennenlernen.

Crowdfunding: Aktiver Klimaschutz durch Zero Waste

Unverpacktes Einkaufen ist vielen Menschen nach wie vor fremd. Diese Kluft möchte der Unverpackt Verband nun mit einem eigenen Handbuch schließen. Der Leitfaden zum unverpackten Einkaufen zeigt bereits in digitaler Form, wie einfach und freudvoll müllfreies Einkaufen ist. Mit dem Crowdfunding soll der erste Druck des Buches finanziert werden, sodass auch nicht digital-affine Menschen Zugang zu den Informationen erhalten und das Thema Unverpackt noch breiter in der Gesellschaft aufgestellt wird.

Im Mai 2021 brachte der Unverpackt Verband ein rund hundert Seiten langes Buch rund um das unverpackte Einkaufen raus, das Verbrauchern erstmals die Möglichkeit bietet, sich intensiv mit dem unverpackten Einkaufen zu beschäftigen, sich motivieren zu lassen und sich einfache Alltagstipps anzueignen. Die Resonanz war positiv und die Anfragen nach einer gedruckten Version des Handbuches zahlreich. Schnell stand die Frage im Raum, ober der Verband das Buch drucken könnte.

Aus kostenlosem Leitfaden wird ein gedrucktes Handbuch

Die Vorteile einer Printversion des Buches überwogen dann schließlich denn mit dem Oekom-Verlag hat der Verband nun einen Partner gefunden, der das Buch so ökologisch wie möglich produziert. Unverpackt einzukaufen geschieht mit allen Sinnen und ein Buch in der Hand zu halten spricht viele dann doch nochmal mehr an, als ein digitales Produkt. Außerdem kann der Unverpackt Verband den Läden mit dem gedruckten Buch ein analoges Tool an die Hand geben, mit dem das unverpackte Einkaufen vielen Menschen näher gebracht werden kann. Denn viele Unverpackt-Läden kämpfen seit Beginn der Pandemie mit rückläufigen Kundschaftszahlen.

Den Klimawandel durch unverpacktes Einkaufen aufhalten

Die Crowdfunding-Kampagne und das gedruckte Buch sollen den Läden helfen, Menschen noch mehr für das Thema Unverpackt zu begeistern. Denn Klimaschutz kann nur mit einer ressourcenschonenden Wirtschaft funktionieren. Die Unverpackt-Läden sorgen mit ihrem gemeinwohlorientierten Ansatz dafür, dass der ökologische Fußabdruck nach dem Einkauf so positiv wie eben möglich ist, und der Genuss obendrein dabei nicht auf der Strecke bleibt. Diese Art des Einkaufens und der ökologische Ansatz dahinter können viel bewirken, wenn noch mehr Menschen sich damit beschäftigen. Dazu möchte dieses Buch maßgeblich beitragen.

Darum freuen sich sowohl die Unverpackt-Läden als auch der Verband über Unterstützung beim Crowdfunding und über das bald erscheinende Buch!

Testsieger „Faires Pfund Bio Kaffee“

Bestnote Sehr gut bei Kaffeeanbau u. Transparenz, über die Hälfte der Kaffees fiel durch.

„Das beste Produkt im Test“: In der aktuellen November-Ausgabe der Zeitschrift ÖKO-TEST hat der Bio-Kaffee „Faires Pfund“ von Fair Trade-Pionier GEPA mit der Bestnote „gut“ als Testsieger abgeschnitten. Insgesamt fielen 14 von 20 untersuchten gemahlenen Kaffees durch. Auch in der Einzelkategorie „Kaffeeanbau/Transparenz“ konnte der GEPA-Kaffee als einziger mit der Bestnote „sehr gut“ überzeugen, wie auch ÖKO-TEST positiv hervorhebt. Hier gingen die sechs Bio-Anbieter im Gegensatz zu konventionellen Anbietern mit gutem Beispiel voran. Am schlechtesten im Testergebnis „Kaffeeanbau/Transparenz“ schnitten Kaffees namhafter Marken ab. Laut ÖKO-TEST zählt der „Faires Pfund Bio Kaffee“ auch in Sachen Inhaltsstoffe zu den Besten im Test. (Kategorien „Inhaltsstoffe“ und „Sensorik“ jeweils die Einzelnote „gut“), viele Kaffees landeten dagegen im Mittelfeld oder sogar bei Note „ausreichend“ und „mangelhaft“. Abwertungen gab es bei allen Kaffees für den Nachweis von Furan, das beim Rösten entsteht.

ÖKO-TEST: Transparenz Voraussetzung für Menschenrechte und Umweltschutz

Verantwortung bei Menschenrechten und Umweltschutz geht für ÖKO-TEST mit Transparenz einher. Deshalb mussten die 20 Kaffee-Anbieter einen umfangreichen Fragebogen zu allgemeiner sozialer und ökologischer Unternehmensverantwortung, menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten, Risikomanagement sowie Rückverfolgbarkeit ihrer Lieferkette ausfüllen. Diese Themen stehen für die GEPA und ihre Handelspartner an erster Stelle. Daher konnte der Vorreiter im Fairen Handel seine Aussagen durch Fairtrade- und Bio-Zertifikate, Lieferdokumente und Verweise auf www.gepa.de lückenlos belegen sowie seine Fair plus- Punkte bei der Zusammenarbeit mit Handelspartnern darstellen.

Klimawandel hat die ökonomische Lage von Kleinbäuer*innen weiter verschlechtert

Im Hintergrundartikel „Kaffee ist alle“ geht ÖKO-TEST auf die dramatischen Auswirkungen des Klimawandels für Kaffee ein: Viele Arten sind vom Aussterben bedroht, Schädlinge und Krankheiten wie der Kaffeerost nehmen zu. Im Artikel wird auch GEPA-Einkaufsmanager Kaffee, Kleber Cruz Garcia, befragt. Er sieht die Schuld bei der Verbreitung von Kaffeerost vor allem bei den niedrigen Kaffeepreisen: „Wenn die Kosten des Kaffeeanbaus die Einnahmen aus dem Verkauf übersteigen, werden die Kaffeepflanzen nicht mehr gepflegt, mit Düngemitteln nicht versorgt, das Unkraut nicht entfernt, die Insekten nicht bekämpft.“ Der Klimawandel verschärft das Phänomen. Kleber Cruz Garcia: „Bei steigender Temperatur und höherer Feuchtigkeit hat der Kaffeerost schwache und alte Kaffeepflanzen gefunden, die zu einer schnellen Verbreitung des Pilzes beigetragen haben.“ Sein Fazit: „Der Klimawandel hat die schlechte ökonomische Situation der kleinen Bauern verstärkt“. Aufgrund seiner langjährigen Verbindung mit den Kaffeeproduzent*innen ist er davon überzeugt, dass es keinen Klimaschutz ohne faire Preise gibt. Kaffee ist hier ein repräsentatives Beispiel unter vielen. Deshalb hat die GEPA unter dem Motto #ClimateJusticeNow in diesem Jahr einen mehrjährigen Schwerpunkt für mehr Klimagerechtigkeit gestartet. Alle Infos dazu unter www.gepa.de/Klimagerechtigkeit.

Als Fair Trade-Pionier steht die GEPA seit über 45 Jahren für Transparenz und Glaubwürdigkeit ihrer Arbeit. Wir handeln als größte europäische Fair Handelsorganisation mit Genossenschaften und sozial engagierten Privatbetrieben aus Lateinamerika, Afrika, Asien und Europa. Durch faire Preise und langfristige Handelsbeziehungen haben die Partner mehr Planungssicherheit. Hinter der GEPA stehen MISEREOR, Brot für die Welt, die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland (aej), der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“. Für ihre Verdienste um den Fairen Handel und die Nachhaltigkeit ist die GEPA vielfach ausgezeichnet worden, u. a. beim Deutschen Nachhaltigkeitspreis mit TOP3 in der Kategorie „Unternehmenspartnerschaften 2020“ für die langjährige Zusammenarbeit mit dem Teepartner Tea Promoters India und mit dem „CSR-Preis der Bundesregierung 2020“ in der Kategorie „Verantwortungsvolles Lieferkettenmanagement“. Als eines von wenigen Unternehmen in Deutschland hat sich die GEPA nach dem Garantiesystem der WFTO prüfen lassen. Näheres zu Preisen und Auszeichnungen sowie zur GEPA allgemein unter www.gepa.de.

Flair-Weltladen: Handgearbeitete Schuhe

Sonderaktion mit handgearbeiteten Schuhen aus Südafrika im Flair-Weltladen in Lüttringhausen.

„Remscheid war bekannt für gute Schuhe, aber nun herrscht Ebbe“, sagt Johannes Haun, Vorsitzender der Ökumenischen Initiative Lüttringhausen als Betreiber des Flair-Weltladens in der Lüttringhauser Gertenbachstraße. Haun freut sich sehr, dass er ab sofort und bis zum 13. November 2021 eine große Auswahl an fair produzierten Schuhen aus Südafrika anbieten kann. „Diese Aktion ist als Ausgleich gedacht, für die fehlenden Fachhändler in Remscheid“, unterstreicht Haun.

Überzeugt von den Schuhen haben den Vorsitzenden gleich mehrere Aspekte. Denn das Unternehmen Veldskoen, das die Schuhe in Südafrika produziert, ist ein alteingesessenes Familienunternehmen, das von Schwarzen geführt wird. Etwa 140 Mitarbeitende stehen in der „Hopewell Factory“ in Durban in Lohn und Brot, im Unternehmen werden die Mitarbeitenden selbst ausgebildet. Im gesamten Unternehmen werden europäische Sicherheitsstandards eingehalten, was sich besonders bei den Arbeitsbedingungen positiv niederschlägt, denn beim Umgang mit Leder ist der Einsatz von Chemikalien und Farben unumgänglich. Und obwohl höhere Sicherheitsstandards angelegt werden, als vor Ort eigentlich erforderlich, werden die Mitarbeitenden gerecht bezahlt, deutlich über dem Mindestlohn.

Das Modell Heritage, hier mit gelber Sohle und gelben Schnürsenkeln. Foto: Sascha von Gerishem
Das Modell Heritage, hier mit gelber Sohle und gelben Schnürsenkeln. Foto: Sascha von Gerishem

Veldskoen #wietrageichmeine

„Die Schuhe haben aber auch einen ganz besonderen Gehkomfort und sind bequem“, wirft Berit Gehrt lachend ein, „und sie haben bunte Sohlen!“ Berit Gehrt macht eine Ausbildung zur Industriekauffrau bei Bauer & Böcker, ein Remscheider Unternehmen, das eher für LED-Technik denn für Schuhe bekannt ist, das aber die deutschlandweite Vermarktung der Veldskoen-Schuhe übernommen hat. Berit kümmert sich um die Aktivitäten in den sozialen Medien. Und das Modell „Heritage“, das mit farbigen Sohlen und den farblich passenden Schnürsenkeln daherkommt, hat besonders für die Instagram- und Influencer-Welt viel Potential zu bieten, spätestens seit Prinz Harry und Ashton Kutcher sich beteiligt haben. Und bei Preisen ab 125 Euro für ein Paar handgearbeiteter Lederschuhe kann sich niemand beschweren.

„Eigentlich sind es ja Arbeitsschuhe“, ergänzt Katja Gehrt, die ihre „Schuh“-Kollegin von Bauer & Böcker vertritt und ihre Tochter Berit beim Pressetermin unterstützt. „Veldskoen heißt Feldschuhe, und so wurden sie hauptsächlich eingesetzt, also früher“, so die Marketing-Fachfrau. Jetzt mit den bunten Sohlen und Schnürsenkeln sehen die Wildlederschuhe natürlich viel stylischer aus. Und obwohl sie aus Leder sind, gelten die Schuhe als nachhaltig, denn tatsächlich wurden die Felle früher sonst einfach im Müll entsorgt.

Es gibt verschiedene Schuhmodelle, auch in klassischeren Schuhfarben. Foto: Sascha von Gerishem
Es gibt verschiedene Schuhmodelle, auch in klassischeren Schuhfarben. Foto: Sascha von Gerishem

Die Materialien sind jeweils so naturbelassen wie möglich, vermeiden Müll bzw. auch Reste werden auch wieder zu neuen Sohlen verarbeitet. Die Schuhe sind recht wasserfest, was beim Remscheider Wetter schon mal ein Wettbewerbsvorteil ist. Zum jetzigen Zeitpunkt könnte der Weltladen die Schuhe noch nicht dauerhaft ins Sortiment aufnehmen, da Veldskoen noch nicht als fair zertifiziert ist. „Darum bieten wir die Schuhe hier als Aktionsverkauf an, denn alles wofür das Unternehmen steht und sich einsetzt, erfüllt die Ideen fairen Handels“, merkt Johannes Haun an. Die Zertifizierung des südafrikanischen Unternehmens ist schon angelaufen, aber die Mühlen der Bürokratie mahlen und mahlen und mahlen noch…

Anprobieren und bestellen

Die Nachfrage nach den Schuhen war schon am ersten Tag im Weltladen sehr groß. Es sind einige Modelle da, um sie anzuprobieren, sie anzufassen und auch, um sich die Farben anzuschauen. Es gibt die Modelle von Schuhgröße 36 bis 46 anzuprobieren, aber man kann sie nicht gleich mitnehmen. Anprobieren, Größe und Farbe auswählen und nach ein paar Tagen kann man das gewünschte Paar dann im Weltladen abholen, man wird per Telefon informiert. Und um sich die Zeit zu vertreiben, kann man ja schon mal überlegen, ob ein feiner Ledergürtel nicht auch noch chic wäre, die Farbe aus den Schuhen wird dort nämlich nochmal aufgenommen. Eine rundum durchdachte und gute Sache.

Die Ledergürtel mit dem Farbakzent gibt es in S, M und L für je 42,90 Euro. Foto: Sascha von Gerishem
Die Ledergürtel mit dem Farbakzent gibt es in S, M und L für je 42,90 Euro. Foto: Sascha von Gerishem

Der Flair-Weltladen

Der Flair-Weltladen befindet sich in der Gertenbachstraße 17 in 42899 Remscheid-Lüttringhausen, im Herzen der Lütterkuser Altstadt. Die Öffnungszeiten sind von Montag bis Freitag von 10–18 Uhr und samstags von 10-13 Uhr. Angeboten werden Lebensmittel, Getränke, Geschenkartikel, Schmuck, Kosmetik und Papeterie aus fairem Handel und es gibt einen Buchhandel. Alles was nicht vorrätig ist, kann kurzfristig bestellt werden – so wie etwa Schulbücher. Mehr Infos auf www.flair-weltladen.de.

Das Modell Heritage mit Rosa, Orange und Grün, aber es gibt noch Rot, Blau und Hot Pink. Foto: Sascha von Gerishem
Das Modell Heritage mit Rosa, Orange und Grün, aber es gibt noch Rot, Blau und Hot Pink. Foto: Sascha von Gerishem

Solingen könnte „Faire Hauptstadt 2021“ werden

Livestream: Klingenstadt tritt in der Oberpfalz als eine der zehn fairsten Kommunen Deutschlands an

Ein großer Erfolg ist es schon jetzt: In einem Bewerberfeld von 118 Städten, Gemeinden und Landkreisen aus allen Bundesländern hat Solingen das Finale der zehn besten Kommunen im Wettbewerb um den Titel „Hauptstadt des Fairen Handels 2021“ erreicht. Die Preisträgerkommunen wurden von einer unabhängigen Jury bestimmt und erhalten Geldgewinne im Gesamtwert von 250.000 Euro. Ob Solingen einen der neun Haupt- oder Sonderpreise gewinnt oder sogar „Faire Hauptstadt 2021“ wird, wird erst bei der Preisverleihung am 23. September im oberpfälzischen Neumarkt bekannt gegeben. Vor Ort werden Ariane Bischoff, Leiterin des Stabs Nachhaltigkeit und Klimaschutz, sowie Martina Dembny, Sprecherin der „Fairtrade Town“-Steuerungsgruppe, die Auszeichnung für die Klingenstadt entgegennehmen.

Damit auch zuhause gejubelt werden kann, wird die Preisverleihung aus Neumarkt per Livestream übertragen. In Solingen wird der Film nicht nur auf unserer Homepage verlinkt, sondern auch im Rahmen einer internen Veranstaltung für alle hier Engagierten am Donnerstag, 23. September, ab 18 Uhr im „Zentrum Frieden“ live gestreamt. Eingeladen wurden Vertreter:innen des Fairen Handels und der Fairen Kitas, des Beirats „Nachhaltige Kommune“ und der „Fridays for Future“-Bewegung, die im Rahmen der Preisverleihung aus dem Zentrum Frieden nach Neumarkt zugeschaltet werden. Bürgermeister Carsten Vogt wird den terminlich verhinderten Oberbürgermeister bei dieser Veranstaltung vertreten. Bundesminister Dr. Gerd Müller ist Schirmherr des vom Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung geförderten Wettbewerbs.

Klimagerechtigkeit: GEPA-Kampagne zur Fairen Woche

„Climate Justice – Let’s Do It Fair“: Die GEPA startet zur Fairen Woche europäische Klimagerechtigkeitskampagne und hat bietet als Aktionsprodukt vegane Klimaschokolade mit Dattelsüße: #Choco4Change vegan

Zu einem menschenwürdigen Leben für die Handelspartner im Globalen Süden gemäß dem Motto der Fairen Woche gehört auch das Thema Klimagerechtigkeit. Denn die Klimakrise verschärft auch die globalen Ungleichheiten: Diejenigen, die am wenigsten dafür verantwortlich sind – die Menschen im Globalen Süden – sind am stärksten von ihren Folgen betroffen.

Zusammen mit Mitgliedern der European Fair Trade Association (EFTA) aus insgesamt sechs Ländern hat die GEPA (mit einem Livestream) am 16.09.2021 eine europäische Klimakampagne unter dem Motto: „CLIMATE JUSTICE – LET’S DO IT FAIR“ gestartet. Ziel ist es, gerade auch vor dem Klimagipfel in Glasgow (UN-Klimakonferenz COP 26) vom 31.10. bis 12.11.2021 auf die Dringlichkeit von klimagerechtem Handeln für die Partnerorganisationen im Globalen Süden aufmerksam zu machen. Mit dem gemeinsamen visuellen und politischen Auftritt machen die Fair Handelsorganisationen aus Italien, Österreich, Frankreich, Belgien, Spanien und Deutschland darauf aufmerksam, wie der Faire Handel und alle Engagierten Teil der Lösung in der Klimakrise sein können.

Als Aktionsprodukt für die Kampagne hat die GEPA eine vegane Variante der Klimaschokolade #Choco4Change mit Dattelsüße statt Zucker vorgestellt. So wird konkret, was der Faire Handel vor Ort leistet und wie der GEPA-Partner Beni Ghreb aus Tunesien beim Umgang mit dem Klimawandel unterstützt werden kann.

Filmclips, Social Media-Posts, Hintergrundinfos

Die Kampagne ist multimedial und international angelegt: Mit vier kurzen plakativen Filmclips auf Englisch mit Untertiteln in fünf Sprachen (Deutsch, Französisch, Spanisch, Italienisch und Englisch), einem längeren Beitrag mit O-Tönen von Handelspartnern aus dem Globalen Süden sowie mit Social Media-Posts und Hintergrundinformationen wendet sie sich an engagierte Konsument*innen und Multiplikator*innen, die Weltladenbewegung sowie die allgemeine Öffentlichkeit.

„Wir wollen mit dieser europäischen Kampagne dazu beitragen, dem Klimakolonialismus den Kampf anzusagen, und machen uns europäisch und international stark für Klimagerechtigkeit“, sagte GEPA-Geschäftsführer für Marke und Vertrieb, Peter Schaumberger. „Wir sind ganz nah an der zunehmend existenzbedrohenden Realität unserer Handelspartner – daher ist Handelsgerechtigkeit für uns die elementare Grundlage, damit die Menschen am Beginn der Lieferkette dem Klimawandel trotzen können.“

Klimaneutral, klimafreundlich, klimagerecht

„Für den Fairen Handel der GEPA ist Klimagerechtigkeit schon lange ein zentrales Anliegen“, erklärte Andrea Fütterer, Leiterin der GEPA-Abteilung Grundsatz und Politik. „Die Klimakrise ist eben keine reine Umweltkrise, sondern vor allem auch eine ethische und politische Krise, die nicht bewältigt werden kann, ohne die Grundlagen des globalen Wirtschaftssystems zu ändern. Unser umfassender Ansatz der Klimagerechtigkeit geht daher über „Klimaneutralität“ hinaus“, so Andrea Fütterer. Für die GEPA gehört dazu nicht nur, CO2-Emissionen zu vermeiden und zu reduzieren, sondern auch verschiedene Aufforstungsprojekte, Bio-Anbau und Bio-Diversität zu fördern sowie Bildungs-, Öffentlichkeits- und politische Lobby-Arbeit zu leisten.

Vegane Klimaschokolade #Choco4Change

Stück für Stück zur neuen Verarbeitungsanlage: Pro verkaufte Tafel fließen unter dem Motto „Mein Beitrag“ 20 Cent in die Anschaffung einer neuen Verarbeitungsanlage für gemahlene Datteln. Auf diese Weise haben die Kleinbäuer*nnen eine Chance, den Auswirkungen der Klimakrise entgegenzutreten. Neben angemessenen Preisen erhalten sie dafür zusätzlich eine Fairtrade-Prämie, die Investitionen in die Zukunft ermöglicht.

„Die Bauern von Beni Ghreb leiden natürlich sehr unter dem Klimawandel, denn der Temperaturanstieg und der Wassermangel haben zum Austrocknen der Früchte und zu einer verminderten Größe geführt. Das entspricht nicht den Wünschen der Kunden, die saftigere und größere Datteln haben möchten“, erklärte Sadok Saidi, Gründer und Geschäftsführer von Beni Ghreb aus Tunesien, einer Organisation von Dattelproduzent*innen. „Deshalb kann rund 30 Prozent der Früchte nicht vermarktet werden. Wegen dieses Problems setzen wir große Erwartung in die neue Dattelschokolade der GEPA, zumal die Früchte gesund sind und gut schmecken.“

Weitere Infos zur neuen veganen Klimaschokolade wie etwa eine Musterkalkulation finden sich unter www.gepa.de/choco4change

Nachhaltigkeitsbloggerin Sonja Walke setzt sich unter @tinygreenfootsteps zum Beispiel auf Instagram kritisch mit Nachhaltigkeitsthemen auseinander. Mit dem Blick auf junge Menschen sagte die 22-Jährige: „Für meine Generation ist Klimagerechtigkeit ein ganz zentrales Thema: Zum einen, weil es für uns bedeutet, von den älteren Generationen zu fordern, dass sie uns einen intakten Planeten hinterlassen. Zum anderen bedeutet es für uns, unsere eigene Verantwortung – vor allem gegenüber dem Globalen Süden und gegenüber marginalisierten Gruppen – anzuerkennen. Als Konsumentin freue ich mich, bei Firmen wie der GEPA faire Produkte einkaufen zu können, weil sie kein Greenwashing betreibt, sondern schon sehr lange faire Handelsbeziehungen pflegt“.

Politische Postkartenaktion

Mit einer Postkartenaktion begleitet von Social Media Posts will die GEPA alle Engagierten dazu auffordern, im Vorfeld der Klimakonferenz COP 26 einen Appell an den Kommissar für Klimaschutz in der EU-Kommission zu schicken: Die Bedürfnisse von Kleinbäuerinnen und -bauern und ihrer Organisationen im Hinblick auf Finanzmittel, Fortbildungen und fachkundige Beratung sollen berücksichtigt werden, damit diese sich gegen die unvermeidbaren Folgen der Klimakrise wappnen und ihre Lebensgrundlagen erhalten können. Weitere Infos zur Postkartenaktion und auch zur europäischen Klimakampagne finden sich im neuen Klimaspecial unter www.gepa.de/klimagerechtigkeit Dort sind auf der Kampagnenseite www.gepa.de/climatejustice-letsdoitfair auch die Kurzclips im GEPA-Youtube-Kanal verlinkt.

Bezugsquellen

Die neue vegane bio und faire Klimaschokolade ist erhältlich für 2,79 Euro pro Tafel (80 Gramm) und besteht rein aus natürlichen Zutaten wie Kakao, fein gemahlenen Datteln, Haselnussmark und Vanilleextrakt. Es gibt sie in den Weltläden und bei Weltgruppen, im Bio-, Lebensmittel-, und Naturkosthandel, im Vertrieb Außer-Haus-Service (Firmenkantinen, Tagungsstätten) sowie im Onlineshop für Endkunden unter www.gepa-shop.de

Löffelfest: Zwei faire Suppenrezepte

Eine Stärkung bei einem gemeinsamen Mahl gehört zur Pilgerkultur. Man kommt ins Gespräch, tauscht die Erlebnisse des Tages aus, lernt sich und den anderen (neu) kennen. Solche Gemeinschaft im „Antlitz des anderen“ soll mit dem Lenneper Löffelfest der katholischen Kirchengemeinde St. Bonaventura und der Lenneper Pilgerfreunde auf dem Alter Markt gefeiert werden.

Um die Förderung dessen bemüht sich auch die Fairtrade-Town Remscheid, die sich mit zwei fairen Suppen am Fest beteiligt. Fair, weil es den Großteil der Zutaten aus fairem Handel gibt, die im Flair-Weltladen in Lüttringhausen gekauft werden können.

Der Flair-Weltladen befindet sich in der Gertenbachstraße 17 in 42899 Remscheid-Lüttringhausen: www.flair-weltladen.de

Tomate-Kokos

Nach dem Pürieren ist die Suppe fertig. Foto: Sascha von Gerishem
Nach dem Pürieren ist die Suppe fertig. Foto: Sascha von Gerishem
  • 800g geschälte Tomaten (aus der Dose, bei frischen Tomaten mindestens 1kg gut durchgereifte Tomaten)
  • 1 Zwiebel
  • 200ml Bio-Kokosmilch von der GEPA
  • 40ml Balsamico-Essig
  • 50ml Olivenöl
  • 25g Salz
  • 1 TL Thymian, 1 TL Oregano

Zubereitung

Mit Dosen-Tomaten: Die geschälten Bio-Tomaten aus der Dose inklusive der Flüssigkeit in einen Topf geben.

Mit frischen Tomaten: Frische Tomaten sind in der Regel nicht so lange gereift wie Bio-Dosentomaten, also unbedingt auf eine hohe Reife achten. Dann die frischen Tomaten in kochendes Wasser geben und überbrühen, bis die Haut platz. Dann die Tomaten mit einem Messerchen häuten, je heißer die Tomaten sind, desto leichter lässt sich die Haut lösen.

Die Zwiebel grob schneiden und mit dem Olivenöl, dem Balsamico-Essig, Salz, Thymian, Oregano und der Kokosmilch zu den Tomaten in den Topf geben und alles zusammen bei kleiner Flamme mindestens zwei Stunden köcheln lassen. Am Ende mit dem Stabmixer pürieren.

Als Croûtons eignen sich sehr gut die Bio Popquins Classic von der GEPA, das ist ein süßlicher Reis-Quinoa-Snack, etwas knusprig. Wer es schärfer mag: Es gibt von der GEPA auch eine Bio-Kokosmilch mit Chili, ansonsten mit Sambal Oelek würzen. Die Suppe ist vegan.

Fazit: Eine vegane Tomatensuppe, die im Sommer auch kalt schmeckt. Die Zubereitung ist sehr einfach, aber die lange Kochzeit ist wichtig, damit sich die Aromen der Kräuter voll entfalten können. Die Suppe ist ohen Geschmacksverstärker und ohne Zuckerzusatz.

Linsen-Kokos-Curry

Das fertige Linsen-Kokos-Curry. Foto: Sascha von Gerishem
Das fertige Linsen-Kokos-Curry. Foto: Sascha von Gerishem
  • 1,3l Brühe (entweder Brühe in Pulverform nach Anleitung oder selbstgekocht aus Wirsing, Zwiebel, Kohlrabi, Möhren, Petersilie, Salz)
  • 250g rote Linsen von El Puente
  • 200ml Bio-Kokosmilch von der GEPA
  • 2 EL Curry

Zubereitung

Entweder frische Gemüsebrühe ansetzen oder Brühe mit Pulver nach Anleitung anrühren. Die roten Linsen, das Curry und die Kokosmilch zugeben. Auch hier der Hinweis auf die Bio-Kokosmilch mit Chili von der GEPA, wer es schärfer mag. Gemeinsam köcheln lassen und immer wieder mal umrühren, da sich die Linsen gerne am Boden absetzen. Am Ende mit dem Stabmixer pürieren.

Zu der Suppe passen geröstete Sesamkörner, aber auch kleinste Hackbällchen, die mit Salz und Curry gewürzt sind, können in der heißen Suppe gegart werden. Ohne Hackfleisch ist die Suppe vegan.

Fazit: Wenn man die Brühe nicht selber kocht, kann man diese Suppe sehr schnell herstellen. Wer sie breiiger mag, nimmt weniger Flüssigkeit, lässt länger köcheln oder benutzt mehr Linsen.

Global Brunch in Wuppertal

In netter Runde frühstücken, neue Menschen kennenlernen und sich dabei über globale Zusammenhänge austauschen. Für wen das nach einem perfekten Start in den Sonntag klingt, ist beim ersten Global Brunch in Wuppertal gut aufgehoben.

Während dem fairen Frühstück wird der Faire Handel thematisiert: Wo kommt der Kaffee her? Wie und unter welchen Bedingungen wird der angebaut? Wie kann man Fairen Handel unterstützen? Andrea Fütterer von der GEPA hält während des Frühstücks einen Impulsvortrag anhand eines Beispiels aus Honduras.

Der Global Brunch findet am 12. September 2021 beim Amana e.V., Gebhardtstraße 1 in 42329 Wuppertal, statt. Der Wuppertaler Verein setzt sich für ein friedliches Miteinander, Gleichberechtigung aller Mitbürger*innen und internationale Solidarität ein.

Der Eintritt kostet 5 Euro und beinhaltet ein leckeres Frühstück inklusive einer kulinarischen Überraschung aus Marokko und einen Kaffee oder ein Freigetränk nach Wahl.

Coronamaßnahmen

Während der Veranstaltung sind alle Corona-Schutzmaßnahmen einzuhalten. Für eine Teilnahme gelten daher die 3-G-Regeln: geimpft, genesen oder getestet. Das Testergebnis darf nicht älter als 48 Stunden sein. Bitte entsprechende Nachweise mitbringen.

Anmeldung

Anmeldung bis spätestens 6. September 2021 bei AHM Abdul Hai per Mail unter ahm.abdul.hai@eine-welt-netz-nrw.de oder telefonisch (01 60) 98 75 07 74.

Hintergrund

Die Frühstücksreihe Global Brunch ist im Herbst 2018 in Düsseldorf gestartet.

Die Idee: Bei einem fairen Frühstück wird ein spannendes Thema rund um die Globalen Nachhaltigkeitsziele durch einen kurzen Impuls beleuchtet und anschließend in lockerer Atmosphäre darüber diskutiert. Das Frühstück wird dabei immer von einem anderen Verein vorbereitet. So lernen alle Teilnehmenden neue Engagierte aus der Zivilgesellschaft kennen. Wir waren begeistert von der Idee und bringen den Global Brunch deswegen jetzt auch nach Wuppertal. Hier soll der Global Brunch jedes Mal an einem neuen Ort stattfinden, so dass wir nicht nur lecker frühstücken, sondern auch viele spannende Ecken in unterschiedlichen Wuppertaler Quartieren kennenlernen.