Haus Cleff, das Patrizierhaus aus dem Rokoko in Remscheid-Hasten, ist bereits eingerüstet. Foto: Peter Klohs
Haus Cleff, das Patrizierhaus aus dem Rokoko in Remscheid-Hasten, ist bereits eingerüstet. Foto: Peter Klohs

Die Renovierungsarbeiten am Haus Cleff, dem Patrizierhaus aus dem Rokoko am Hasten, haben begonnen.

Das Banner am Haus Cleff weist auf die Renovierungsarbeiten hin. Foto: Peter Klohs
Das Banner am Haus Cleff weist auf die Renovierungsarbeiten hin. Foto: Peter Klohs

Seit Ende 2013 ist das renovierungsbedürftige Haus Cleff im Stadtteil Hasten in unmittelbarer Nähe des Deutschen Werkzeugmuseums nun geschlossen. Das Patrizierhaus aus dem Rokoko wurde Ende des 18. Jahrhunderts erbaut und diente zu Beginn des 19. Jahrhunderts auch einige Jahre als Remscheider Rathaus.

Neues Leben einhauchen

Doch nun soll neues Leben in das Haus Cleff einkehren. Unter der Federführung von Architekt Bernhard Bramlage, der sich seit einem Vierteljahrhundert auf die Restaurierung von Baudenkmälern spezialisiert hat, hat der Start der Sanierung begonnen. Das Haus ist auf der Vorder- und der Rückseite bereits eingerüstet. Riesige Gerüste sind aufgebaut worden, die Treppenaufgänge werden von Planen bedeckt, erste baufällige Teile wurden entfernt und werden erneuert bzw. restauriert.

Bei einer Führung über das Baugerüst erläuterte Bramlage die Herangehensweise der Sanierung. Foto vom sicheren Boden aus geschossen: Peter Klohs
Bei einer Führung über das Baugerüst erläuterte Bramlage die Herangehensweise der Sanierung. Foto vom sicheren Boden aus geschossen: Peter Klohs

Bei einer Führung über das Baugerüst erläuterte Bramlage die Herangehensweise der Sanierung. Wegen nicht zu bewältigender Höhenangst konnte der Berichterstatter daran leider nicht teilnehmen. Aber Infos gab es trotzdem noch genug.

Für die Sanierung des Hauses stehen insgesamt über 3,5 Millionen Euro zur Verfügung, wovon die Stadt Remscheid laut Stadtdirektor Sven Wiertz 1,2 Millionen Euro übernimmt. Die Deutsche Denkmalpflege beteiligt sich mit 120.000 Euro an den Baukosten, das Denkmalschutzprogramm des Bundes mit 490.000 Euro. Für vorbereitende Sanierungsuntersuchungen und Sicherungsmaßnahmen sind bisher knapp 400.000 Euro fällig geworden. Die Kostenschätzung ergibt einen Gesamtaufwand in Höhe von 2,2 Millionen Euro. Ein Antrag an die Denkmalförderung des Landes NRW ist gestellt.

Bei einer Führung über das Baugerüst erläuterte Bramlage die Herangehensweise der Sanierung. Foto vom sicheren Boden aus geschossen: Peter Klohs
Bei einer Führung über das Baugerüst erläuterte Bramlage die Herangehensweise der Sanierung. Foto vom sicheren Boden aus geschossen: Peter Klohs

Im Laufe der nächsten Monate und Jahre sollen folgende Arbeiten am Haus Cleff durchgeführt werden:

  • Austausch bzw. Ergänzung von nicht mehr tragfähigem Holzwerk, Ertüchtigung der Sparren, Pfetten der Dachkonstruktion
  • Wiederherstellung der Decken und Außenwände
  • Abbruch und Erneuerung der Schieferflächen
  • Abbruch und Erneuerung der Bedachung und der alten Bleianschlüsse
  • Restaurierung der Fensterelemente, Gesimse, Läden und Gauben
  • Ersetzen von vier fehlenden Fensterelementen
  • Anstrich des gesamten Holzwerks in den Außenwänden mit Leinöl

Architekt Bramlage plant, diese Arbeiten bis zum Ende des kommenden Jahres abschließen zu können. Die Koordinierung der Arbeiten erfolgt über das Architekturbüro Bramlage (www.bramlage-architekten.com) in Zusammenarbeit mit dem Gebäudemangement der Stadt Remscheid.

Etwa vier Jahre kann es dauern, bis das Haus Cleff wieder vollständig hergestellt ist. Foto: Peter Klohs
Etwa vier Jahre kann es dauern, bis das Haus Cleff wieder vollständig hergestellt ist. Foto: Peter Klohs

Von städtischer Seite wird das Projekt durch Frau Dipl. Ing. Architektin Anja Klein betreut. Sollte alles wie geplant über die Bühne gehen und die Finanzierung gesichert sein, dann könne, so Bramlage, das Haus Cleff in etwa vier Jahren wieder eröffent werden. Stadtkämmerer Sven Wiertz sieht das auch so. „Aber wir sind gerade erst am Anfang“, fügt er hinzu.

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