Kanzlerin Merkel im Podcast zur Pandemiebekämpfung im Januar.

In ihrem ersten Video-Podcast im neuen Jahr betont Bundeskanzlerin Merkel, dass die kommenden Winterwochen die wohl schwierigsten der Pandemie sein werden. Die von Bund und Länder nun verlängerten und zum Teil verschärften Maßnahmen seien „einschneidend“, sagt die Kanzlerin. Dies sei allen politisch Verantwortlichen bewusst. Die Einschränkungen seien „hart, aber auch zwingend erforderlich.“ Gleichzeitig gebe es Anlass zur berechtigten Hoffnung auf Besserung – durch den Start der Impfungen in Deutschland. 

„Ärzte und Pflegepersonal arbeiten in vielen Krankenhäusern am Rande der Überforderung“, sagt sie mit Blick auf die weiter hohen Infektionszahlen. „Auch was wir über Mutationen des Virus hören, macht die Sorgen nicht geringer – im Gegenteil“, so die Kanzlerin. Das Ziel sei deshalb, die Zahl der Neuinfektionen sehr deutlich zu senken, um die Gesundheitsämter wieder in die Lage zu versetzen, jede Neuinfektion nachzuverfolgen.

Ziel: Neuinfektionen senken

Die Kanzlerin betont, was auch die Wissenschaft sage: „Je konsequenter wir heute sind, desto schneller werden wir den Zustand der Kontrolle wiederherstellen können, desto kürzer wird die Zeit sein, in der wir mit solchen Einschränkungen leben müssen.“ Besonnenheit und Rücksicht aufeinander würden sich auszahlen.

Hoffnung auf Besserung mache der Impfstart. Das Tempo beim Impfen werde zunehmen, so Merkel. Und es werde genügend Impfstoff geben, um schließlich jedem in Deutschland ein Impfangebot machen zu können. Zur europäischen Beschaffung des Impfstoffs sagt die Kanzlerin: „Ich bin fest überzeugt, dass es gut war, auf den europäischen Weg zu setzen. Ein Virus, das uns alle trifft, lässt sich von keinem Land allein besiegen. Kein Land, auch Deutschland nicht, wäre sicher vor dem Virus, wenn seine Freunde und Nachbarn es nicht wären.“