Colin Cyrus, Bezirksvertreter BV Lennep, Sachkundiger Bürger im Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Mobilität, Umweltpolitischer Sprecher und Kreisgeschäftsführer von Die Linke.Remscheid. Foto: Sascha von Gerishem
Colin Cyrus, Bezirksvertreter BV Lennep, Sachkundiger Bürger im Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Mobilität, Umweltpolitischer Sprecher und Kreisgeschäftsführer von Die Linke.Remscheid. Foto: Sascha von Gerishem

„Bei der gestrigen Ratssitzung stellte DIE LINKE einen Antrag zur Erneuerung der Remscheider Baumschutzsatzung, der von allen anderen Fraktionen abgelehnt wurde. Hintergrund des Antrags waren die hohen Zahlen von Fällungen geschützter Stadtbäume in den letzten drei Jahren – 678 an der Zahl.

Die Anzahl der Fällungen von kleineren Bäumen, die nicht unter die Baumschutzsatzung fallen, dürfte ungleich höher sein. Nachgepflanzt wurden lediglich 448 Bäume. „Jeder einzelne Stadtbaum ist wichtig im Kampf gegen den Klimawandel und das Artensterben. Wir können es uns nicht leisten mehr Bäume zu fällen als nachzupflanzen. Es müsste genau andersherum sein,“ so der umweltpolitische Sprecher Colin Cyrus. „Daher müssen wir mehr Bäume unter Schutz stellen, sodass mehr erhalten bleiben oder im Zweifel wenigstens mehr Gelder für Nachpflanzungen generiert werden.“

Gerade einmal knapp 20.000 Euro bekam die Stadt letztes Jahr an Ausgleichszahlungen für gefällte Bäume. Mit den Forderungen der Linken wären es deutlich mehr. Der Antrag der Linken orientierte sich zudem 1zu1 an der Musterbaumschutzsatzung des Städte- und Gemeindebunds NRW. „Das ist kein linksradikales Gremium, der Vorsitzende ist ein Bürgermeister der CDU. Dass sich die anderen Fraktionen nicht einmal überwinden können, den Schutz der Bäume in Remscheid auf dieses Niveau anzuheben, macht mich fassungslos“, so Cyrus weiter. „Alle reden vom Baum- und Klimaschutz und schmücken ihre Plakate mit ökologischen Phrasen, wenn es aber drauf ankommt, ist das nichts mehr wert. Besonders enttäuschen uns dabei die Grünen. Die Argumente gegen eine neue Baumschutzsatzung sind vorgeschoben und inhaltsleer. Es geht nur darum, potenzielle Investoren nicht abzuschrecken. In Remscheid erkennt man wie Umweltschutzbelange immer wieder Kapitalinteressen untergeordnet werden. Diese kurzfristige Politik müssen dann die jüngeren Generationen ausbügeln und bezahlen.“

Pressemitteilung der Fraktion DIE LINKE im Rat der Stadt Remscheid

- Anzeige -