Neue Kita-Plätze: Stadt entlastet freie Träger

Die Stadt übernimmt die Trägeranteile für neu geschaffene Betreuungsplätze in Tageseinrichtungen für Kinder dauerhaft. Das schlägt Oberbürgermeister Uwe Schneidewind dem Rat zur Entscheidung vor.

„Jeder einzelne neu geschaffene Kita-Platz ist ein Gewinn für unsere Gesellschaft. Jeder einzelne Platz bereichert die Bildung in unserer Stadt“, betont Oberbürgermeister Uwe Schneidewind. „Jede erfolgreiche Quartiersentwicklung muss vom Grundsatz getragen sein, „Bildung für Alle“ und „Bildung von Anfang an“. Künftig gelte es daher die Errichtung von Kitas, Grund- und weiterführenden Schulen und Betreuungsangeboten noch stärker als integralen Baustein der Quartiersentwicklung zu verstehen und ihn mit dem bestehenden gesellschaftlichen Engagement und der politischen Arbeit vor Ort zu verknüpfen. „Vor diesem Hintergrund ist jeder Euro, den wir in eine Finanzierungslücke kirchlicher oder privater Träger stecken, ein sehr gut investierter Euro.“

„Ein Kostenvergleich macht deutlich, dass der Betrieb einer gleichgroßen Anzahl an Betreuungsplätzen durch die Stadt Mehrkosten verursachen würde.“

Dr. Stefan Kühn, Sozialdezernent der Stadt Wuppertal

Bislang war diese Kosten-Übernahme bis Juli 2022 begrenzt. Grund war, dass eine gesetzliche Neuregelung erwartet wurde. Diese wurde im August vorigen Jahres mit einer neuen Fassung des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz) umgesetzt. Dabei handelt es sich aber nicht um eine grundlegende Neuregelung der Finanzierung der Kindertagesbetreuung. Die Trägeranteile wurden prozentual zu Gunsten der Träger neu festgelegt und auch die sogenannten Kindpauschalen wurden zu Lasten des Landes und der Kommunen deutlich angehoben. Geblieben ist jedoch, dass die Träger nach dieser Finanzierungssystematik weiterhin einen Trägeranteil leisten müssen. Gleichzeitig wurde konkretisiert, dass es den Trägern untersagt ist, von den Eltern Zusatzbeiträge zur Deckung einer Finanzierungslücke (Trägeranteil) zu erheben (Ausnahme Elterninitiativen). Hier will die Stadt einspringen und auch künftig die Träger unterstützen, die neue Kita-Plätze schaffen.

20 neue Gruppen

Seit der Übernahme der Trägeranteile für zusätzlich geschaffene Betreuungsplätze durch die Stadt 2017 haben neun Träger diese finanzielle Unterstützung beantragt und damit den Betrieb von rund 20 zusätzlichen Gruppen realisiert.

Der von der Stadt übernommene Trägeranteil betrug für das Kita-Jahr 2019/2020 insgesamt 295.000 Euro. Für das Kita-Jahr 2020/2021 werden voraussichtlich 311.000 Euro zu leisten sein. „Diese zusätzlichen Zuwendungen müssen in Relation gesetzt werden zu den Kosten, die die Stadt tragen müsste, wenn sie den Trägeranteil nicht übernimmt und stattdessen die Einrichtungen in eigener Trägerschaft betreibt. Ein Kostenvergleich macht deutlich, dass der Betrieb einer gleichgroßen Anzahl an Betreuungsplätzen durch die Stadt Mehrkosten verursachen würde“, erläutert Sozialdezernent Dr. Stefan Kühn. „Weiteres Argument: Wir wollen so die wertvolle Arbeit der freien Träger weiter unterstützen.“ 

Quelle: Stadt Wuppertal

L418: Wartungsarbeiten im Burgholztunnel

Bis zum 23. Februar werden im Burgholztunnel Wartungsarbeiten durchgeführt. Das hat der Landesbetrieb Straßenbau NRW mitgeteilt.

Bei planmäßigem Verlauf sind folgende Verkehrseinschränkungen vorgesehen (Planungsstand 5. Februar):

Südliche Tunnelröhre (Fahrtrichtung Remscheid)

Am 8. und 9. Februar kann hier von 9 bis 17 Uhr nur auf einer Spur gefahren werden.

Ab 15. Februar, 20 Uhr, bis zum 16. Februar um 5 Uhr muss die südliche Röhre voll gesperrt werden. Die Umleitung für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen erfolgt durch den Kiesbergtunnel nach Elberfeld und dann über die Cronenberger Straße zurück zur L418. Fahrzeuge über 3,5 Tonnen werden bereits auf der A46 im Sonnborner Kreuz auf das Sonnborner Ufer geleitet. Die weitere Umleitung erfolgt über die Friedrich-Ebert-Straße nach Elberfeld und dann ebenfalls über die Cronenberger Straße zur L418. Alle Umleitungen sind mit deutlich sichtbaren roten Punkten ausgeschildert.

Am 22. Februar kann die Röhre von 9 bis 17 Uhr nochmals nur einspurig befahren werden.

Nördliche Tunnelröhre (Fahrtrichtung Düsseldorf)

Vom 10. bis 12. Februar kann hier von 9 bis 17 Uhr nur einspurig gefahren werden.

Ab dem 17. Februar um 20 Uhr bis zum 18. Februar um 5Uhr muss die nördliche Röhre voll gesperrt werden. Die Umleitung für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen erfolgt über die Cronenberger Straße nach Elberfeld und dann in Richtung Kiesbergtunnel zurück zur L418. Fahrzeuge über 3,5 Tonnen werden ab Elberfeld über die Friedrich Ebert Straße zum Sonnborner Kreuz geführt. Auch hier sind alle Umleitungen mit deutlich sichtbaren roten Punkten ausgeschildert.

Am 23. Februar kann die Röhre von 9 bis 17 Uhr nochmals nur einspurig befahren werden.

Quelle: Stadt Wuppertal

Elf Kita-Kinder wegen Corona in Quarantäne

Im laufenden Pandemiebetrieb der Remscheider Kindertagesstätten gibt es die ersten Quarantäneanordnungen wegen eines Coronafalls: Gestern hat das örtliche Gesundheitsamt elf Kinder der Bienengruppe der Ev. Kita Steinackerstraße in Quarantäne gesetzt.

Quelle: Stadt Remscheid

Corona in Remscheid

Alle unsere Meldungen zu Corona in Remscheid und den Inzidenzwert Remscheid findet man auch direkt und einfach unter www.corona-remscheid.de.

Hotline für Ältere und Vorerkrankte verstärkt

Um den Service für Ältere und Vorerkrankte zu verbessern, wird ab Montag, 25. Januar 2021, eine weitere Telefonnummer freigeschaltet. Die Hotline ist von Montag – Freitag jeweils von 8 bis 16 Uhr unter den Rufnummern (0 21 91) 4 64 53 51 und (0 21 91) 4 64 55 81  zu erreichen!

Geglückter Impfstart am 8. Februar im Remscheider Impfzentrum Halle West

Der Impfstart im Remscheider Impfzentrum Halle West am gestrigen Tag mit dem Impfstoff Biontech/Pfizer ist geglückt.

Ab dem offiziellen Impfstart ab 14 Uhr liefen bis 20 Uhr auf den zwei in Betrieb genommenen Impfstraßen die Corona-Erstimpfungen reibungslos. Trotz der winterlichen Wetterlage hatten es alle über 80-jährigen Remscheiderinnen und Remscheider, die für den gestrigen Tag einen der insgesamt 120 Impftermine ergattert hatten, in die Halle West geschafft.

Frau Decius nimmt sich viel Zeit, ist sehr einfühlsam und verständnisvoll. Bildnachweis: Viola Juric
Frau Decius nimmt sich viel Zeit, ist sehr einfühlsam und verständnisvoll. Bildnachweis: Viola Juric

Heute müssen also keine Impfungen nachgeholt werden. Die nächsten Termine für die Corona-Schutzimpfung im Impfzentrum hat die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein für morgen vergeben.

Als einer der ersten erhielt der 81-jährige Remscheider Rudi Greinacher seine erste Corona-Schutzimpfung. Er wurde von Kira Decius geimpft, die, gemeinsam mit ihrem Ehemann Tim, die Hausärztliche Gemeinschaftspraxis Tim Decius und Kira Decius in der Gertenbachstraße 31 in Lüttringhausen führt.

Das Impfen im Impfzentrum ist nur mit dem passenden Termin möglich!

Die Stadt Remscheid erinnert an die Möglichkeit, bei der An- und Abreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln den kostenfreien Shuttlebus-Dienst im 20-Minuten-Takt ab Bahnhof Güldenwerth (Buslinien 654, 658/S-Bahn S 7) in Anspruch zu nehmen.

Corona in Remscheid

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Hotline für Ältere und Vorerkrankte verstärkt

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09.02.2021: Aktuelle Gesundheitslage in Remscheid

Laut Gesundheitsamt gibt es aktuell 74 Remscheiderinnen und Remscheider, die an Covid-19 erkrankt sind und sich in angeordneter Quarantäne befinden.

Damit gibt es insgesamt 3.424 positiv getestete Remscheiderinnen und Remscheider. 3.224 Remscheiderinnen und Remscheider gelten als genesen, 126 Menschen sind leider verstorben. Zusätzlich gibt es mit heutigem Datum 355 Personen, die als Verdachtsfälle unter häuslicher Quarantäne stehen.

Die Krankenhäuser vermelden 19 positive Fälle in stationärer Behandlung, darunter 5 intensivpflichtige Behandlungen (2 beatmet), Stand 09.02.2021 (Das sind nicht unbedingt Remscheiderinnen und Remscheider.).

Quelle: Stadt Remscheid

Robert Koch Institut für Remscheid heute

Es gibt insgesamt 3.424 positiv getestete Remscheiderinnen und Remscheider. Inzidenzwert Remscheid: Die 7-Tage-Inzidenz liegt momentan bei 55,7. 126 Menschen sind leider verstorben.

Fälle letzte 7 Tage62
Fälle letzte 7 Tage/100.000 EW55,7
Fälle gesamt3.424
Fälle gesamt/100.000 EW3.075,3
Todesfälle gesamt126
Einwohnerzahl111.338
BundeslandNordrhein-Westfalen

Corona in Remscheid

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Hotline für Ältere und Vorerkrankte verstärkt

Um den Service für Ältere und Vorerkrankte zu verbessern, wird ab Montag, 25. Januar 2021, eine weitere Telefonnummer freigeschaltet. Die Hotline ist von Montag – Freitag jeweils von 8 bis 16 Uhr unter den Rufnummern (0 21 91) 4 64 53 51 und (0 21 91) 4 64 55 81  zu erreichen!

Pkw prallt gegen Baum: Beifahrerin verstorben

Am Freitagabend (05.02.) um 18:45 Uhr hat ein 78-jähriger Rösrather mit seinem Peugeot die Feldstraße aus Richtung Kleineichen kommend in Richtung Forsbach befahren.

Aus bislang ungeklärten Gründen kam er nach rechts von der Fahrbahn ab, durchfuhr den Straßengraben und prallte mit der rechten Fahrzeugseite gegen einen Baum. Der Pkw prallte ab und und drehte sich um 180 Grad. Anschließend kam das Fahrzeug entgegengesetzt zur Fahrtrichtung zum Stehen. Der Fahrer und die 83-jährige Ehefrau, die sich als Beifahrerin im Pkw befand, wurden bei dem Unfall schwer verletzt. Die Beifahrerin wurde im Pkw eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden. Beide Insassen wurden mit einem Rettungwagen in ein Krankenhaus gebracht. Die Ehefrau verstarb noch in der gleichen Nacht aufgrund ihrer Verletzungen.

Der Pkw und die Fahrzeugschlüssel wurden vor Ort sichergestellt. Wegen einer möglichen Beeinflussung von Medikamenten wurde dem Fahrer eine Blutprobe entnommen und der Führerschein beschlagnahmt.

Für die Dauer der Unfallaufnahme wurde die Unfallstelle gesperrt und mit Hilfe der Feuerwehr ausgeleuchtet. (ct)

Corona: Impfzentrum Remscheid ging an den Start

Am 8. Februar nahm das Remscheider Impfzentrum in der Halle West pünktlich seinen Betrieb auf. Begonnen wurde mit Erstimpfungen der über 80-Jährigen.

Bevor es um 14 Uhr losging, hatte rs1.tv die Chance sich umzuschauen und sich über den Impfablauf in der Sporthalle West zu informieren. Dazu sprach Arunava Chaudhuri mit Ulrich Schnell (Gesundheitsamt Remscheid), Andrea Saniter (Teil der medizinischen Leitung Impfzentrum), Sascha Ploch (Katastrophenschutz Feuerwehr Remscheid) und Thomas Book (Leiter der Polizeiinspektion Remscheid).

Das Impfen im Impfzentrum ist nur mit dem passenden Termin möglich!

Die Stadt Remscheid erinnert an die Möglichkeit, bei der An- und Abreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln den kostenfreien Shuttlebus-Dienst im 20-Minuten-Takt ab Bahnhof Güldenwerth (Buslinien 654, 658/S-Bahn S 7) in Anspruch zu nehmen.

Corona in Remscheid

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Hotline für Ältere und Vorerkrankte verstärkt

Um den Service für Ältere und Vorerkrankte zu verbessern, wird ab Montag, 25. Januar 2021, eine weitere Telefonnummer freigeschaltet. Die Hotline ist von Montag – Freitag jeweils von 8 bis 16 Uhr unter den Rufnummern (0 21 91) 4 64 53 51 und (0 21 91) 4 64 55 81  zu erreichen!

Hotline: Wenn der Impftermin verschoben werden muss

Das Solinger Impfzentrum bietet ab sofort einen neuen Service an: Wer 80 Jahre oder älter ist und einen bestätigten Impftermin hat, ihn aber aus wichtigen Gründen nicht wahrnehmen kann, etwa wegen Krankheit, kann über die städtische Hotline 290 2300 einen Ersatztermin vereinbaren. Eine erneute Anmeldung über die Hotline oder Homepage der Kassenärztlichen Vereinigung ist nicht notwendig.

„In solchen Fällen möchten wir einen unkomplizierten Weg anbieten, der ein weiteres langwieriges Anmeldeverfahren erspart“, erklärt Udo Stock, Leiter des Solinger Impfzentrums. Er betont jedoch, dass sich das Angebot ausschließlich an die Gruppe der Personen richtet, die jetzt an der Reihe sind und die einen bereits bestätigten Termin haben. Das werde nach dem Anruf auch zunächst überprüft, bevor in einem Rückruf der Ersatztermin vereinbart werden kann.

Auch eine weitere Optimierung arbeitet das Impfzentrum aktuell in Zusammenarbeit mit dem Solinger Ärztenetzwerk aus: Damit kein Impfstoff vergeudet wird, erstellen niedergelassene Ärzte eine Reserveliste. Sie verzeichnet impfwillige Patientinnen und Patienten, die 80 Jahre oder älter sind, die bei Bedarf schnell zum Impfzentrum kommen könnten. Sie könnten dann spontan mit Impfstoff geimpft werden, der am betreffenden Tag übrig geblieben ist. Das wäre zum Beispiel dann möglich, wenn angemeldete Impflinge etwa wegen Krankheit zum vereinbarten Termin nicht kommen konnten. Aufbewahrt werden kann der Impfstoff nämlich nicht. Udo Stock weist darauf hin, dass in solchen Fällen auf jeden Fall per Ausweis belegt werden muss, dass der Impfwillige zur Altersgruppe der Berechtigten gehört. Ein Anspruch auf Impfung könne aus diesem Konzept jedoch nicht abgeleitet werden.

Corona-Hotline für Solingen

Abstand halten, Mund und Nase bedecken, Einschränkungen und Schutzmaßnahmen beachten – jede und jeder von uns kann dazu beitragen, die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Nur gemeinsam können wir es schaffen. Die Stadt Solingen hat eine Corona-Hotline eingerichtet: 0212 / 290-2020. Infos aus Solingen: Wir alle sind gefordert.

Impfzentrum: Betreiber und Bürger trotzen Schnee und Eis

„Kompliment an alle. Kompliment an diejenigen, die das Impfzentrum innerhalb kürzester Zeit aus dem Aldi-Markt gestampft haben, Kompliment an diejenigen, die ab heute für den Impfbetrieb sorgen und Kompliment an die ersten ab 80-jährigen und ihre Begleiter, die ihren heutigen Termin trotz des Wetters wahrgenommen haben.“ Landrat Olaf Schade ließ es sich nicht nehmen, sich vom Start der in der Geschichte größten Impfaktion in Nordrhein-Westfalen und damit auch im Ennepe-Ruhr-Kreis ein persönliches Bild zu machen.

Bereits Mitte Dezember war die Einrichtung startbereit gewesen, die Wochen bis zum Startschuss hatten alle Beteiligten genutzt, um an letzten Details zu feilen und Abläufe zu üben. Auf der Zielgeraden zu den ersten 168 Impfungen an Tag 1 sorgten Schnee und Eis für eine gewisse Unsicherheit.

Geduld wurde auf harte Probe gestellt

Landrat Olaf Schade tauscht sich mit Dr. Christian Füllers aus. Immer wieder suchte er zudem den Kontakt mit den ersten Bürgerinnen und Bürgern, die in das Impfzentrum in Ennepetal gekommen waren. Foto: UvK/Ennepe-Ruhr-Kreis
Landrat Olaf Schade tauscht sich mit Dr. Christian Füllers aus. Immer wieder suchte er zudem den Kontakt mit den ersten Bürgerinnen und Bürgern, die in das Impfzentrum in Ennepetal gekommen waren. Foto: UvK/Ennepe-Ruhr-Kreis

Diese wich erstmals, als am Montagmorgen das Eintreffen des Impfstoffes vermeldet werden konnte. Dieser fand über zum Teil sehr verschneite Straßen ebenso den Weg nach Ennepetal wie die überwiegende Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger ab 80, die für heute einen Termin vereinbart hatten.

„Sie alle haben sehr lange auf diesen Schutz vor Corona gewartet. Niemand wollte sich da vom Wetter einen Strich durch den Temin machen lassen“, berichtet Schade von seinen Erkenntnissen aus zahlreich geführten Gesprächen.

Spätestens zweieinhalb Stunden nach dem Impfstart wich so zum zweiten Mal die Verunsicherung. Die Verantwortlichen verzeichneten weniger als eine Handvoll nicht wahrgenommener Termine. Ebenso positiv: Entgegen der Befürchtungen im Vorfeld tauchte auch niemand auf, der zwar einen Temin hatte, aber jünger als 80 Jahre ist.

Lob für die Besucher

„Wie heute werden wir mit dem Impfstoff, der uns zugesagt wurde, auch in den nächsten Tagen jeweils 168 Bürgerinnen und Bürger ab 80 Jahren impfen können. Wir planen mit 36 Impfungen pro Stunde. Um das zu schaffen, öffnen wir drei Impfstraßen“, skizziert Dr. Christian Füllers, ärztlicher Leiter des Impfzentrums, den weiteren Fahrplan. Dieser gilt übrigens durchgehend von montags bis sonntags, also an sieben Tagen in Woche.

Ähnlich wie der Landrat lobt auch Dr. Füllers die Premieren-Impflinge. „Viele waren bestens vorbereitet, von Angehörigen sehr gut begleitet und so frühzeitig da, dass es für uns überhaupt kein Problem war, unseren engen Zeitplan einzuhalten. Ganz im Gegenteil.“

Stand jetzt wird es an Tag 2 also nur sehr vereinzelte Fälle geben, in denen Bürger aufgrund von witterungsbedingten Anreiseschwierigkeiten ihren Termin einfach und unkompliziert 24 Stunden später wahrnehmen werden. Dieses am Vormittag gemachte Angebot wird weitestgehend ungenutzt bleiben. Mit Blick auf die anhaltend winterliche Wetterlage bleibt es voraussichtlich dennoch bis Ende der Woche bestehen.

Stichwort Impfzentrum des Ennepe-Ruhr-Kreises

Die Einrichtung in einem ehemaligen Aldi-Markt an der Kölner Straße 205 in Ennepetal wird von der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe und dem Ennepe-Ruhr-Kreis gemeinsam getragen. Die KVWL ist für alle medizinischen Aspekte verantwortlich, der Ennepe-Ruhr-Kreis für das Organisatorische. Diese Aufgabe hat die Kreisverwaltung in weiten Teilen auf das DRK Schwelm übertragen.

Alle Informationen, die für den Besuch wichtig sind, sowie Hinweise zu Abläufen und notwendige Erklärungen und Formulare hat die Kreisverwaltung hier zusammengestellt. Dort finden sich auch Kontaktdaten städtischer Ansprechpartner, die ihren Bürgern bei Fragen rund um das Impfen weiterhelfen.

Erste Impfung: Interview mit Gerhard Jakschas

Gerhard Jakschas ist 86 Jahre alt und wohnt in Bergisch Gladbach. Der ehemalige evangelische Pfarrer ist einer der Ersten über 80-Jährigen, der im Rheinisch-Bergischen Kreis im Impfzentrum in der RheinBerg Galerie geimpft wird.

Wie fühlt es sich an der erste Impfling im Rheinisch-Bergischen Kreis zu sein?

„Sehr gut. Ich bin froh, einer der Ersten im Rheinisch-Bergischen Kreis zu sein, der heute geimpft wird. Es ist ein gutes Gefühl und ich habe die Impfung gerne gewollt. Daher freue ich mich, dass ich jetzt dran bin und die Impfung gegen das Corona-Virus erhalte.“

Was bedeutet Ihnen dieser Tag?

„Der Tag ist ein besonderer für mich, weil ich mich jetzt sicherer fühle und hoffentlich nicht an Corona erkranken werde und ein bisschen länger leben kann.“

Gerhard Jakschas im Wartebereich vom Impfzentrum Bergisch Gladbach. Bildquelle: Rheinisch-Bergischer Kreis/Joachim Rieger
Gerhard Jakschas im Wartebereich vom Impfzentrum Bergisch Gladbach. Bildquelle: Rheinisch-Bergischer Kreis/Joachim Rieger

Wie haben Sie den Ablauf hier im Impfzentrum des Rheinisch-Bergischen Kreises in der RheinBerg Galerie empfunden?

„Es sind einige Etappen, die man durchstehen muss“, sagt Gerhard Jakschas lächelnd. „Es ist alles sehr gut organisiert hier.“

Wie erleben Sie persönlich den Lockdown? Beeinträchtig es Sie sehr im Alltag?

„Nein, ich komme damit zurecht. Ich bin alleinstehend und es gewöhnt, mich mit mir selber zu beschäftigen. Ich habe mich mit Lebensmitteln versorgt und konnte auch mal rausgehen. In meiner Freiheit habe ich mich nicht sehr eingeschränkt gefühlt, das war in Ordnung.“

Würden Sie es Ihren Mitmenschen empfehlen sich impfen zu lassen und wenn ja warum?

„Ich hoffe, dass wir durch die Impfungen gegen das Corona-Virus die Statistik der täglichen Neuinfektionen verbessern und jeder ein Leben in Gesundheit leben kann, so wie er es möchte.“

Welche Wünsche haben Sie für die Zukunft?

„Ich bin gesund und wünsche mir weiterhin gute Gesundheit und hoffe, dass ich noch ein paar Jährchen leben kann.“

Corona: Bürgertelefon im Rheinisch-Bergischen Kreis

Das Bürgertelefon des Rheinisch-Bergischen Kreises ist von Montag bis Donnerstag von 8 bis 16 Uhr sowie Freitag von 8 bis 15 Uhr und am Wochenende von 10 bis 14 Uhr unter der Telefonnummer 02202 131313 erreichbar.