GRÜNE als Ideengeber für die CDU? Klingt komisch, ist aber so!

Zu den CDU-Anträgen „Starker ÖPNV: Bezahlbare, klimafreundliche und saubere Mobilität für Remscheid“ (Hauptausschuss 22. April) sowie „Avatare für langzeitkrankte Kinder (Prüfauftrag)“ (Schulausschuss 2. Juni) erklärt GRÜNEN-Fraktionssprecher David Schichel:

„Wir haben die Anträge der CDU mit großem Interesse gelesen und fühlen uns äußerst geschmeichelt. Schließlich hat Markus Kötter zur Inspiration seiner Avatar-Anfrage offenbar auf so berühmte Quellen wie ,Die Sendung mit der Maus‘ zurückgegriffen. Da freuen wir GRÜNE uns natürlich, dass er bei der Suche nach weiteren Inhalten auch in der mit der SPD und FDP gemeinsam beschlossenen Gestaltungsvereinbarung fündig geworden ist. Wir befinden uns also in prominenter Gesellschaft.“

Zum Hintergrund: Die CDU hatte am 16. April einen Antrag zur Prüfung einer Anschaffung von Avataren für langzeiterkrankte Kinder eingereicht, ein Thema, das Anfang März in der Geburtstagssendung mit der Maus dargestellt wurde. https://www.checkeins.de/sendungen/die-sendung-mit-der-maus/sendung/die-geburtstagssendung-mit-der-maus-100.html

In ihrem Antrag zum Nahverkehr fordern die Christdemokraten eine Prüfung, wie man diesen attraktiver machen kann. „Die im Antrag aufgeführten Punkte haben verblüffende Ähnlichkeit mit denen, die wir zum Punkt Mobilität im Bündnispapier zusammengefasst haben. Dass wir die CDU damit so überzeugen konnten, dass sie diese Vorschläge gleich übernimmt, macht uns zwar ein bisschen stolz, irritiert aber auch: Hatte die CDU im Wahlkampf doch noch darauf hingewiesen, dass es für mehr Busverkehr in Remscheid keine Nachfrage gäbe“, kommentiert David Schichel. „Andererseits liegt es aber auch nahe: Wer sich bei der schlauen Maus informiert, der schaut auch in die klugen Vorschläge der Gestaltungsmehrheit und möchte helfen, sie umzusetzen. Klingt komisch, ist aber so.“

Flüchtlingsheim: Solinger (50) zündet Brandsatz

Gestern Abend (19.04.2021) kam es gegen 20:00 Uhr in der Kronprinzenstraße in Solingen zu einem polizeilichen Einsatz. An einem als Übergangsheim genutzten Gebäude konnte eine Rauchentwicklung festgestellt werden.

Nach ersten Erkenntnissen ging die Rauchentwicklung von einem vor dem Haus aufgefundenen pyrotechnischen Gegenstand aus.

Ein 50-jähriger Solinger, der im Verdacht steht, den Gegenstand vor dem Haus abgelegt zu haben, konnte im Nahbereich festgenommen und nach Abschluss der Maßnahmen entlassen werden.

Der polizeiliche Staatsschutz hat die Ermittlungen zu den Hintergründen des Geschehens aufgenommen.

Lokalnachrichten aus Remscheid: Die Woche – KW16/2021

Diese Ausgabe vom Fernsehformat „Die Woche“ mit Lokalnachrichten aus Remscheid wird präsentiert von Sabrina Ottersbach. Die Kurznachrichten präsentiert Daniel Schmidt. Sendetermin ist immer montags ab 18.30 Uhr.

Das sind die Themen der aktuellen Sendung:

  • Das Deutsche Werkzeugmuseum in der Corona-Pandemie.
  • Anlieferung von Modulen für den Kita-Neubau der Stadtsparkasse.
  • Corona und kein Ende. Wie ist die Situation an Remscheider Schulen?

Sendetermin und Sendeorte

„Die Woche“ ist ein Kooperation vom Remscheider Stadtfernsehen rs1.tv und Lüttringhauser. Weltweit gesendet wird jeden Montag ab 18.30 Uhr auf den Plattformen Youtube, Facebook, Twitch und den Webseiten von rs1.tv und Lüttringhauser. „Die Woche“ wird außerdem landesweit auf NRWision im digitalen Kabelfernsehen in Nordrhein-Westfalen ausgestrahlt. Bundesweit ist NRWision auf Magenta TV (Programmplatz 492) und Zattoo (in der Senderliste „Regional“) zu sehen. Die nächsten Sendetermine finden Sie allein auf der Webseite von NRWision unter „nächste Sendetermine“.

3sat-Dokumentation fragt „Was heißt schon Geschlecht?“

Unter Jugendlichen ist die Zahl der Mädchen, die sich als Junge fühlen, weit höher als umgekehrt. Viele wünschen sich eine Hormonbehandlung vor der Pubertät. Wie schwierig der Weg der Geschlechtsangleichung ist und wie bürokratische Hürden überwunden werden können, darüber berichten junge Transmenschen auf Social-Media-Plattformen. 3sat zeigt „Männlich, Weiblich, Trans* – Was heißt schon Geschlecht?“ am Mittwoch, 21. April, um 20.15 Uhr. Die Dokumentation steht vom 21. April 2021, 6.00 Uhr, bis zum 21. Mai 2021, 6.00 Uhr, in der 3sat-Mediathek. 3sat zeigt im Anschluss, um 21.05 Uhr, den Film „Gabrielle – kopfüber in ein neues Leben“.

„Es waren früher nicht weniger Patientinnen und Patienten, sondern wir haben es nur nicht gesehen.“

Mick van Trotsenburg, Gynäkologe

Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO sind Transmenschen nach wie vor eine besonders verletzliche Gruppe. „Es waren früher nicht weniger Patientinnen und Patienten, sondern wir haben es nur nicht gesehen. Jetzt wird es deutlicher. Und natürlich auch durch die mediale Aufmerksamkeit, die das Ganze derzeit bekommt“, meint Mick van Trotsenburg. Der Gynäkologe gilt als Pionier der Transgender-Medizin und leitete das „Transgender Kompetenzzentrum“ in Amsterdam. Heute kann die Pubertät mit einer Hormonbehandlung unterbrochen werden, was eine spätere Geschlechtsangleichung erleichtert. Für manche ist das eine große psychische Entlastung, aber es gibt auch Menschen, die diesen irreversiblen Schritt später bereuen. Und dann gibt es Menschen, die sich dafür einsetzen, Geschlechtergrenzen als „Spektrum“ mit individuellen Schattierungen zu verstehen.

Der „Regenbogen“ hat mit Kerstin Ott einen prominenten Platz in der Schlagerwelt gefunden. Diese sei eben nicht so konservativ, wie manche annehmen, sagt Ott stolz über ihre Fangemeinde. Die Sängerin ist offen lesbisch und verheiratet. Bei der Fernsehshow „Let’s Dance“ war ihre Tanzpartnerin eine Frau, sie selbst ist im Anzug aufgetreten.

Auch als Kabarettistin getarnte antisemitische Hetzerin kommt zu Wort

Ist „Diversity“ als Vielfalt damit im Mainstream angekommen? Oder handelt es sich bloß um ein Etikett, mit dem Firmen ihr Image aufpolieren? „Firmen wissen, dass sie eine bestimmte Klientel hinter sich haben, wenn sie sich jetzt als queerfreundlich geben. Das ist einfach Opportunismus“, konstatiert Kabarettistin Lisa Eckhart. Die junge Grazerin tritt radikal sexy vor ihr Publikum und verrät, dass sie sich als Kind eine Zeit lang eher als Junge gefühlt hat. Ihr Vorbild: der faule Willy aus „Biene Maja“. Danny hingegen hat sich schon immer als Mann gefühlt. Mit Einsetzen der Menstruation und seinem Brustwachstum konnte er nicht sofort handeln. Erst nach seiner Schulzeit hat er mit Testosteron begonnen. Offen und mit Humor berichtet er auf Social-Media-Plattformen über seinen Weg zum „richtigen“ Mann. Doch was ist schon ein richtiger Mann? Die Frage beantwortet Journalist Malcolm Ohanwe, der sich mit Identität und Rassismus sowie toxischer Männlichkeit beschäftigt.

Direkt im Anschluss

Im Anschluss, um 21.05 Uhr, folgt „Gabrielle – kopfüber in ein neues Leben“. Mit Respekt und ohne Spur von Voyeurismus zeigt der Film, wie Gabrielle – früher Bruno, verheiratet und zwei Kinder – mit Alltagssituationen umgeht, wie sie sich an ihre veränderten Lebensumstände anpasst und wie die Gesellschaft mit ihr heute umgeht. Mit klaren Worten macht Gabrielle anderen verständlich, warum dieser Schritt für sie notwendig war. Der Film zeigt die folgenschwere Entscheidung einer Geschlechtsumwandlung – und das Leben danach.

Verkehrsprävention per Postkarte

Da aufgrund der Pandemie noch immer keine Präventionsveranstaltungen stattfinden können, müssen andere Wege gesucht werden.

Die Verkehrssicherheitsberater haben heute im Laufe des Tages mehrere Kindergärten und Tagesstätten im Kreis aufgesucht und selbstgestaltete Karten mit guten Tipps für praktische Übungen für die Sicherheit im Straßenverkehr verteilt. Die Karten richten sich an die Eltern und geben einen kurzen Überblick darüber, wie man ein paar Übungen im Straßenverkehr spielerisch und nachhaltig mit seinem Kind durchführen kann.

Verhaltensregeln singen

Haben Sie schon mal Verhaltensregeln gesungen? Probieren Sie es mal aus und Sie werden sehen, dass neben dem Spaß auf beiden Seiten, auch die Regeln viel besser in Erinnerung bleiben. Der Polizei EN liegt die Sicherheit der Kinder im Straßenverkehr am Herzen. Die derzeitigen Einschränkungen dürfen nicht dazu führen, dass Kinder im Straßenverkehr unsicher werden. Auch wenn der direkte Kontakt zu den Kindern nicht ersetzt werden kann, so ist das ein Weg, um Eltern dabei zu unterstützen, mit ihren Kindern das richtige Verhalten im Straßenverkehr zu üben.

Ronsdorf: Drei beschädigte Fahrzeuge nach Brand

Heute (13.04.2021), in den frühen Morgenstunden (gegen 03:30 Uhr), meldeten Anwohner einen Brand an der Staubenthaler Straße in Wuppertal – Ronsdorf.

An drei geparkten Autos (Mercedes-Benz, Honda, Opel) entstand dadurch erheblicher Sachschaden. Das Feuer schädigte darüber hinaus einen Container, einen Baum und eine Hecke. Nach vorläufigen Erkenntnissen kann eine Brandstiftung nicht ausgeschlossen werden.

Zeug*innen gesucht und Hinweise erbeten

Die Polizei bittet Zeug*innen und Hinweisgebende, die sich zu diesem Sachverhalt äußern können, sich unter der Telefonnummer 0202/284-0 zu melden.

Staatsschutz ermittelt zu mutmaßlich rechtsextremem Brandanschlag in Berlin-Spandau

Im Fall der Brandstiftung in einem linken Hausprojekt in der Jagowstraße in Spandau hat der für politisch motivierte Kriminalität zuständige Staatsschutz im Landeskriminalamt die Ermittlungen übernommen. Das teilte ein Sprecher der Polizei der Tageszeitung „nd.Der Tag“ mit (Mittwochausgabe). Zuvor hatte es Vermutungen gegeben, dass es sich um einen Brandanschlag von Neonazis handeln könnte, da das Haus in der Vergangenheit mehrfach Ziel rechter Aktivitäten geworden war.

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag vergangener Woche hatten Unbekannte gegen drei Uhr im Treppenhaus des Hausprojekts zwei Sofas und einen Tisch angezündet. Das Feuer konnte von den Bewohner*innen gelöscht und ein Übergreifen der Flammen auf den Rest des Hauses verhindert werden, bevor die Feuerwehr eintraf. Ein 21-Jähriger, der über dem in Brand gesetzten Bereich wohnt, versuchte sich mit einer Leiter in Sicherheit zu bringen und fiel dabei aus dem ersten Stock. Er und eine weitere Person mit einer Rauchvergiftung wurden ins Krankenhaus gebracht.

Bereits vorher Einschüchterungsversuche durch Neonazis

Die Polizei prüft nun einem möglichen Zusammenhang mit Einschüchterungsversuchen durch Neonazis. „Im Februar 2021 wurden im Zusammenhang mit dem gleichen Tatort Schmierereien festgestellt, die eine rechtsextremistische Konnotation zum Inhalt hatten“, so ein Polizeisprecher. „Inwieweit ein Tatzusammenhang zwischen dem Brand und den Schmierereien besteht, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.“ Allerdings konnten laut Polizei bislang keine Hinweise auf den oder die Täter erlangt werden, auch zur Tatmotivation lägen derzeitig keine belastbaren Anhalte vor.

Die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin (MBR) hält einen rechtsextremen Hintergrund der Tat durchaus für möglich. „Das betroffene Hausprojekt war in der Vergangenheit wiederholt mit rechtsextremen Anfeindungen konfrontiert und wurde unter anderem durch die gesprühte Parole >Arbeit macht frei< markiert und dadurch bedroht“, sagte Kerstin Kuballa vom MBR auf nd-Anfrage. Auch wenn Spandau kein Schwerpunkt rechtsextremer Strukturen sei, seien dort rechtsextreme Aktivitäten zu beobachten. Es sei nicht auszuschließen, dass es im Bezirk Rechtsextreme gebe, „die nicht davor zurückschrecken, Menschen in ihrem beruflichen und privaten Umfeld anzugreifen“, so Kuballa weiter. „Wer eindeutig Haltung zeigt, wie diese Projekte, aber auch ihre Bewohner*innen und andere aktive Engagierte, gilt Rechtsextremen als Feindbild und wird dafür bedroht und angegriffen.“

Quelle: neues deutschland – www.neues-deutschland.de

Reul-Nocke zu Einschränkungen und Krankenhaussituation

Seit heute greift die schärfere Corona-Notbremse in Remscheid, die auch eine Ausgangssperre von 21 bis 5 Uhr beinhaltet. Park- und Sportanlagen sind geschlossen, es gibt weitere Kontaktbeschränkungen und eine ausgeweitete Maskenpflicht. Zudem ist die Krankenhaus-Situation weiterhin kritisch. Die dritte Welle ist die bisher schwerste. Arunava Chaudhuri sprach für rs1.tv mit Rechtsdezernentin Barbara Reul-Nocke über die derzeitige Corona-Situation in Remscheid.

77-Jähriger in Remscheid ausgeraubt

Gestern (12.04.2021), gegen 16:10 Uhr, beraubte ein Unbekannter einen 77-Jährigen in Remscheid.

Der Senior hielt sich in dem Hausflur eines Gebäudes an der Luisenstraße in Remscheid auf, als der Räuber ihm die Tasche entriss. Mit der Beute flüchtete der Täter aus dem Hausflur in unbekannte Richtung.

Er ist circa 25 bis 30 Jahre alt, 170 cm bis 180 cm groß, hat eine dunklere Hautfarbe und schwarze Haare. Bei Tatausübung trug er ein dunkles Oberteil. Der ältere Herr blieb unverletzt.

SOS-Kinderdörfer: 4,5 Millionen Menschen vom Hungertod bedroht

Nach über sechs Monaten Bürgerkrieg erhalten humanitäre Organisationen wie die SOS-Kinderdörfer endlich Zugang zur Krisenregion Tigray in Äthiopien. Hilfe ist dringend nötig. 4,5 Millionen Menschen sind vom Hungertod bedroht, das sind drei Viertel der Bevölkerung. Kinder sind besonders betroffen.

Seit der Krieg in Tigray wütet, ist die Bevölkerung weitgehend von der Außenwelt abgeschnitten. Im Zuge der Kampfhandlungen wurden Internetverbindungen und Telefonleitungen zerstört, die Straßen blockiert und der Flugverkehr eingestellt. Die Nachrichten, die aktuell aus der Region nach außen dringen, sind grauenhaft.

Massaker, Vergewaltigung und Hunger

„Augenzeugen berichten von Massakern, Hunderten von Mädchen und Frauen, die vergewaltigt wurden, Kindern mit Schusswunden, die nicht versorgt werden können“, sagt Boris Breyer, Pressesprecher der SOS-Kinderdörfer. „Die Strom- und Wasserversorgung ist weitgehend zusammengebrochen, es kam zu Plünderungen, ein Großteil der medizinischen Einrichtungen und ein Viertel aller Schulen in der Region wurden zerstört.“ Als Folge dessen sind rund 2,5 Millionen Menschen auf der Flucht. Doch auch in den Flüchtlingscamps an der Grenze zum Sudan gehen Wasser und Nahrung zur Neige.

Büro geplündert, Familien vertrieben

Auch zahlreiche der 3.200 Kinder und Eltern, die die SOS-Kinderdörfer in der Region Tigray betreuen, seien betroffen. Breyer sagt: „Viele Familien, die einen Kleinbetrieb aufgebaut oder sich in Kooperativen zusammengeschlossen hatten, haben alles wieder verloren. Sie wurden vertrieben, ihre Häuser beschädigt und ihre Tiere getötet. Einige Eltern, die mit HIV/AIDS lebten, sind gestorben, weil sie keinen Zugang zu Medikamenten hatten. Auch Büros der SOS-Kinderdörfer wurden geplündert.“

Nothilfe gestartet

In Mekelle ist die SOS-Nothilfe bereits angelaufen, wie Sahlemariam Abebe, Leiter der SOS-Kinderdörfer in Äthiopien berichtet. „Wir konnten 300 geflüchtete Kinder und ihre Familien mit Lebensmitteln und Hygienematerial für die nächsten sechs Monate versorgen. Doch es braucht noch viel mehr, um den Kindern und Familien wieder eine Perspektive zu geben.“