Greenpeace Remscheid: Onlinevortrag „Klimawandel“

Wie bereits berichtet, gibt es mittlerweile einen Remscheider Greenpeace-Zweig. Die Ortsgruppe lädt zu einem Onlinevortrag in Zoom ein. Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich.

Klimawandel ist das Thema des Vortrages vom Wuppertaler Physiker Dr. Ralf Weyer, den er für Greenpeace Remscheid online halten wird. Die Veranstaltung findet auf Zoom-Basis statt. Wer dem Vortrag am 16. Februar 2021 ab 18 Uhr beiwohnen möchte, meldet sich vorab per Mail unter gp-remscheid@web.de an, um rechtzeitig die Zugangsdaten zum Vortragsraum zu erhalten.

LINKE zufrieden über Ergebnis

Sehr zufrieden über das im Gespräch zwischen Sportbund Remscheid, SG Hackenberg, BV 1910 Remscheid, dem Remscheider SV, dem FC Remscheid und der Verwaltung am 08.02.2021 erzielte Ergebnis, zeigte sich der Sportpolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Remscheider Rat, Peter Lange: „Hier wurde inhaltlich nahezu eins zu eins unser Antrag für den Sportausschuss und den Rat vorab zwischen den beteiligten Parteien vereinbart.“ Deshalb sei es letztlich nicht mehr notwendig gewesen, so Lange, den Antrag noch zur Abstimmung zu stellen, der Sport in Remscheid werde mit dieser Einigung wieder auf eine solide Grundlage gestellt.

Lange kündigte in diesem Zusammenhang an, dass DIE LINKE die inhaltliche Umsetzung des Kompromisses aufmerksam beobachten und natürlich unterstützen werde. Vor dem Hintergrund eines stark ins Wanken geratenen DOC Projektes, sieht DIE LINKE auch die weitere Nutzung des Röntgenstadions als eine realistische und wünschenswerte Option, einen Zwang die für das DOC eingeplanten Grundstücke einer gewerblichen Nutzung zuzuführen gibt es entgegen anders lautender Aussagen nachweislich nicht.

Deutsche Umwelthilfe veröffentlicht geheim gehaltenes Regierungsdokument

Beleg für Milliardenangebot an US-Regierung für Nord Stream 2 bringt Vizekanzler Scholz und Bundesregierung in Bedrängnis.

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) veröffentlicht heute ein bislang geheim gehaltenes Schreiben aus dem August 2020 von Bundesfinanzminister und Vizekanzler Olaf Scholz an seinen damaligen US-amerikanischen Amtskollegen Steven Mnuchin. Darin bietet er an, den Import US-amerikanischen Flüssigerdgases (liquified natural gas, LNG) mit einer Milliarde Euro aus deutschen Steuermitteln zu fördern. Im Gegenzug sollten die USA auf Sanktionen gegen die Fertigstellung der Nord Stream 2-Pipeline verzichten. Über einige Inhalte des Schreibens war schon vergangenes Jahr in der „Zeit“ berichtet worden. Trotz öffentlichen Drucks, einer Anfrage aus dem Bundestag und Anträgen auf Herausgabe durch die DUH hat die Bundesregierung das Dokument und seinen Inhalt bislang aber nicht bestätigt und weiter geheim gehalten. Um den angebotenen Geheimdeal endlich eindeutig belegen zu können, hat sich die DUH zur Veröffentlichung des ihr inzwischen vorliegenden Originaldokuments entschieden. Nur so kann die Öffentlichkeit über das Vorgehen und die wahren Motive der Bundesregierung bezüglich Klimaschutz, Nord Stream 2 und LNG-Terminals aufgeklärt werden. Die Verbraucher- und Umweltschutzorganisation verlangt von Vizekanzler Scholz und der Bundesregierung eine Erklärung für ihr Verhalten sowie Aufklärung, ob das Angebot auch gegenüber der neuen US-Regierung unter Joe Biden aufrechterhalten wird.

„Dass der Import von schmutzigem Fracking-Gas aus den USA mit einer Milliarde Euro unterstützt werden soll, ist ein Skandal.“

Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer Deutsche Umwelthilfe

„Bundesfinanzminister Olaf Scholz hat der Regierung von Donald Trump noch vor wenigen Monaten einen schmutzigen Deal auf Kosten Dritter vorgeschlagen. Die Leidtragenden sind das Klima und der Steuerzahler. Dass der Import von schmutzigem Fracking-Gas aus den USA mit einer Milliarde Euro unterstützt werden soll, ist ein Skandal. Scholz versucht hier ganz offensichtlich, den USA den Verzicht auf Sanktionen gegen die Mega-Pipeline Nord Stream 2 gegen Cash abzukaufen. Die Mär vom privatwirtschaftlichen Gasgeschäft, die die Bundesregierung uns seit Jahren aufzutischen versucht, ist damit endgültig entlarvt. Klimaschutz ist für den Vizekanzler offenbar nur ein Lippenbekenntnis, das diesem Doppel-Deal zugunsten der Gaslobby willfährig geopfert wird. Wir wollen wissen, ob der schmutzige Deal zwischen Scholz und der Trump-Regierung weiter gilt und wie der Bundesfinanzminister der deutschen Bevölkerungen die Verwendung von Steuergeld für dieses durchsichtige Kompensationsgeschäft erklären möchte“, sagt Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH.

„Die Bundesregierung opfert den Klimaschutz den fossilen Gasprojekten.“

Constantin Zerger, Leiter Energie und Umweltschutz Deutsche Umwelthilfe

Dem persönlich gehaltenen Schreiben des Bundesfinanzministers ist ein sogenanntes Non-Paper beigefügt. In diesem wird schon in der Überschrift der unmittelbare Zusammenhang zwischen der Nord Stream 2 Pipeline und zwei geplanten Flüssigerdgas-Terminals an der norddeutschen Küste dargestellt. Der Bundesfinanzminister bietet der US-Administration eine Paketlösung aus finanziellen und politischen Maßnahmen zur Unterstützung des Importes von amerikanischem Flüssigerdgas an, das mit der umwelt- und klimaschädlichen Fracking-Methode gewonnen wird. Außerdem offeriert er eine Reihe von Kompensationsmaßnahmen für die vom Bau der Nord Stream 2-Pipeline wirtschaftlich betroffenen Gastransitländer Ukraine und Polen. Im Gegenzug soll die US-Regierung den Weiterbau und Betrieb der Nord Stream 2-Pipeline zulassen und auf den Einsatz bestehender oder zukünftiger Sanktionsmöglichkeiten verzichten. Die klimapolitischen Auswirkungen der genannten fossilen Mega-Projekte werden im Angebot des Bundesfinanzministers ausgeblendet. Alle genannten Gasprojekte werden von der DUH abgelehnt, weil mit ihrem Bau die deutschen Klimaziele nicht mehr erreicht werden können.

„Die Bundesregierung opfert den Klimaschutz den fossilen Gasprojekten. Sie versucht ein extrem umwelt- und klimaschädliches Projekt abzusichern, in dem sie Geld der Steuerzahler verschwendet und damit noch mehr umwelt- und klimaschädliche Erdgas-Infrastruktur baut. Dieser schmutzige Deal hat einen Gegenwert von jährlich rund 130 Millionen Tonnen CO2. Das aberwitzigste dabei ist, dass alle diese Projekte überhaupt nicht benötigt werden, um den Erdgasbedarf Deutschlands zu decken. Der Gasverbrauch ist selbst nach eigenen Prognosen der Bundesregierung rückläufig, Nord Stream 2 und LNG-Terminals damit vollkommen unnötig. Wir verlangen deshalb eine Erklärung der Bundesregierung zu diesem dreisten, unnötigen und verhängnisvollen Bruch der eigenen Klimaverpflichtungen“, sagt Constantin Zerger, Leiter Energie und Klimaschutz bei der DUH.

Hintergrund

Die DUH wehrt sich sowohl gegen den Bau der geplanten LNG-Terminals als auch gegen die Fertigstellung von Nord Stream 2. Zu den geplanten LNG-Standorten Brunsbüttel, Wilhelmshaven und Stade hat die DUH jeweils Rechtsgutachten vorgelegt, in denen die Genehmigungsfähigkeit der Anlagen u.a. aus Klimaschutzgründen widerlegt wird. Alle LNG-Terminals kämpfen mit planerischen und wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die Pläne für Wilhelmshaven wurden inzwischen auf Eis gelegt. Auch gegen den Weiterbau von Nord Stream 2 geht die DUH mit rechtlichen Mitteln vor. Nach Widersprüchen von DUH und NABU wurden die Arbeiten in deutschen Gewässern im Januar gestoppt.

Links

Verkehrsunfall an der Kamper Straße

Auf der Kamper Straße in Solingen kam gestern (10.02.2021), gegen 19:30 Uhr, ein 31-jähriger Mercedesfahrer nach rechts von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen geparkten Ford. Durch den Zusammenstoß wurden im Weiteren drei weitere Autos und eine Hauswand beschädigt.

Der Solinger fuhr in Richtung Merscheider Straße, verlor die Kontrolle über sein Auto und fuhr gegen den geparkten Ford Fiesta. Dieser stieß durch die Wucht des Aufpralls gegen einen geparkten Dacia und eine dortige Hauswand. Der Dacia wurde gegen einen geparkten Honda geschoben, der wiederum gegen den davor geparkten VW stieß. Bei der Unfallaufnahme stellten die Polizisten fest, dass der 31-Jährige vermutlich unter dem Einfluss von Alkohol stand und stellten seinen Führerschein sicher. Auf der Polizeiwache wurde ihm eine Blutprobe entnommen. Es entstand circa 32.500 Euro Sachschaden. (hm)

Zeugenaufruf nach Raub auf der Burger Straße

Ein unbekannter Täter stieß gestern (10.02.2021), gegen 14:50 Uhr, eine 42-jährige Remscheiderin auf der Burger Straße zu Boden und entriss ihr das Portemonnaie.

Die Dame verließ kurz zuvor einen Kiosk, als der Räuber sie von hinten auf den Gehweg stieß und ihre Geldbörse stahl. Mitsamt der Beute floh der Mann in Richtung Adlerstraße. Er war circa 30 Jahre alt, hatte kurze Haare und eine dickliche Figur. Er war bekleidet mit einer dunklen Jacke. (hm)

Zeug*innen gesucht und Hinweise erbeten

Die Polizei bittet Zeug*innen und Hinweisgebende, die sich zu diesem Sachverhalt äußern können, sich unter der Telefonnummer 0202/284-0 zu melden.

11.02.2021: Corona in Wuppertal

Am 11. Februar um 8:00 Uhr sind für Wuppertal folgende Zahlen gemeldet:

Bestätigte Fälle (Gesamtzahl infizierte Menschen):12298
– davon aktuell infizierte Personen: 555
– davon genesene Personen:11390
– davon verstorbene Personen353
Gesamtzahl in Quarantäne1000
– davon Infizierte: Hinweis: In einigen Fällen (z. B. während einer Isolierung im Krankenhaus) wird keine Quarantäne angeordnet.507
– davon Haushaltsangehörige von Infizierten190
– davon sonstige Kontaktpersonen der Kategorie 1257
– davon andere Quarantänen (z.B. wegen freiwilliger Quarantäne)46
Anzahl Neuinfektionen vom Vortag:50
Neuinfektionen der letzten 7 Tage:226
Neuinfektionen der letzten 7 Tage pro 100.000 Einwohner:63,66

Robert Koch Institut für Wuppertal heute

Es gibt insgesamt 12.191 positiv getestete Wuppertalerinnen und Wuppertaler. Inzidenzwert Wuppertal: Die 7-Tage-Inzidenz liegt momentan bei 63,6. 351 Menschen sind leider verstorben.

Fälle letzte 7 Tage226
Fälle letzte 7 Tage/100.000 EW63,6
Fälle gesamt12.191
Fälle gesamt/100.000 EW3.433,1
Todesfälle gesamt351
Einwohnerzahl355.100
BundeslandNordrhein-Westfalen

11.02.2021: Aktuelle Gesundheitslage in Remscheid

Laut Gesundheitsamt gibt es aktuell 99 Remscheiderinnen und Remscheider, die an Covid-19 erkrankt sind und sich in angeordneter Quarantäne befinden.

Damit gibt es insgesamt 3.454 positiv getestete Remscheiderinnen und Remscheider. 3.228 Remscheiderinnen und Remscheider gelten als genesen, 127 Menschen sind leider verstorben.

Zusätzlich gibt es mit heutigem Datum 302 Personen, die als Verdachtsfälle unter häuslicher Quarantäne stehen.

Die Krankenhäuser vermelden 17 positive Fälle in stationärer Behandlung, darunter 5 intensivpflichtige Behandlungen (2 beatmet), Stand 11.02.2021 (Das sind nicht unbedingt Remscheiderinnen und Remscheider.).

Quelle: Stadt Remscheid

Robert Koch Institut für Remscheid heute

Es gibt insgesamt 3.454 positiv getestete Remscheiderinnen und Remscheider. Inzidenzwert Remscheid: Die 7-Tage-Inzidenz liegt momentan bei 60,2. 127 Menschen sind leider verstorben.

Fälle letzte 7 Tage67
Fälle letzte 7 Tage/100.000 EW60,2
Fälle gesamt3.454
Fälle gesamt/100.000 EW3.102,3
Todesfälle gesamt127
Einwohnerzahl111.338
BundeslandNordrhein-Westfalen

Corona in Remscheid

Alle unsere Meldungen zu Corona in Remscheid und den Inzidenzwert Remscheid findet man auch direkt und einfach unter www.corona-remscheid.de.

Hotline für Ältere und Vorerkrankte verstärkt

Um den Service für Ältere und Vorerkrankte zu verbessern, wird ab Montag, 25. Januar 2021, eine weitere Telefonnummer freigeschaltet. Die Hotline ist von Montag – Freitag jeweils von 8 bis 16 Uhr unter den Rufnummern (0 21 91) 4 64 53 51 und (0 21 91) 4 64 55 81  zu erreichen!

Bund und Länder verlängern Corona-Maßnahmen bis zum 7. März

Die Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie werden grundsätzlich bis zum 7. März verlängert. Die bisherigen Beschlüsse gelten fort. Das ist das Ergebnis der Videokonferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Regierungschefinnen und -chefs der Länder am Mittwoch.

Mit Blick auf die kommenden Wochen und Monate haben die Kanzlerin und die Regierungschefinnen und -chefs unter anderem dieses weitere Vorgehen festgelegt:

  • Schule und Kitas: Öffnungen in diesem Bereich haben Priorität. Hier soll als erstes schrittweise wieder geöffnet werden. Der Beschluss legt fest: Die einzelnen Bundesländer entscheiden über die schrittweise Rückkehr zum Präsenzunterricht und die Ausweitung desKita-Angebots. „Masken, Lüften und Hygienemaßnahmen werden dabei weiterhin nötig sein“, heißt es im Beschluss. Vermehrt sollen auch Schnelltests den sicheren Unterricht und die Betreuung in Kitas ermöglichen und Infektionsrisiken minimieren.
  • Öffnung von Friseuren ab 1. März: Unter Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts mit Reservierungen sowie unter Nutzung medizinischer Masken können Friseure ab dem 1. März wieder öffnen.
  • Weitere Öffnungen: Der nächste Öffnungsschritt kann durch die Länder bei einer stabilen Inzidenz von maximal 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner erfolgen. Dieser soll die Öffnung des Einzelhandels mit einer Begrenzung von einer Kundin oder einem Kunden pro 20 qm umfassen, darüber hinaus Museen und Galerien sowie die noch geschlossenen körpernahen Dienstleistungsbetriebe.
  • Regionale Regeln bei zu hohen Fallzahlen: In Ländern bzw. Landkreisen, die aufgrund ihrer hohen 7-Tages-Inzidenz weiterhin die Inzidenz von 50 nicht unterschreiten, werden die Länder bzw. Landkreise umfangreiche lokale oder regionale Maßnahmen beibehalten oder ausweiten.

Die Bundeskanzlerin und die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder haben vereinbart, am 3. März 2021 erneut zu beraten.

Der Bund-Länder-Beschluss zum Nachlesen: Zum Nachlesen: Alle Verordnungen rund um Corona

Netzwerk unterstützt Senioren in der Corona-Krise

Die Initiative „Zuhause leben“ informiert auch online über haushaltsnahe Hilfen

Die Initiative „Zuhause leben“ unterstützt gehandicapte Solinger:innen schon seit acht Jahren – und nun auch in der Corona-Krise. Um Senior:innen und Menschen mit Behinderung dabei zu unterstützen, so lange wie möglich selbstbestimmt in ihren eigenen vier Wänden zu leben, hilft die beim Stadtdienst Soziales angesiedelte Initiative bei der Vermittlung von Fachleuten aus ihrem Netzwerk zuverlässiger Handwerker und sozialer Dienstleister. Diese haben sich vertraglich zu Qualität, transparenten Geschäftsbedingungen und dem Schutz vor Übervorteilungen verpflichtet. Sie erbringen zu fairen Preisen handwerkliche oder personenbezogene Dienstleistungen in Haus, Garten oder bei der persönlichen Betreuung.

Die gedruckte Broschüre „Zuhause leben“ ist schon seit längerem bei der städtischen Pflege- und Wohnberatung im Rathaus erhältlich. Regelmäßig aktualisierte Inhalte gibt es auch im Netz unter www.initiative-solingen.de. Weitere Anbieter:innen, die sich dem freien Qualitätsverbund von Handwerk, Fachhandel, Pflege- und Betreuungsleistungen, Haushalts- und Alltagsunterstützung, Gesundheit und Therapie, Beratung und sozialen Dienstleistungen anschließen möchten, sind herzlich willkommen. Für die Umsetzung der  Dienstleistungen wurden die Standards gemeinsam mit der Stadt Solingen festgelegt, um die Versorgungsqualität für älter werdende und bedürftige Menschen in der Klingenstadt zu verbessern.

Solingen engagiert sich für nachhaltigen Handel

Resolution für ein starkes Lieferkettengesetz unterzeichnet, um Bund in die Pflicht nehmen

Als eine der ersten 34 Städte und Gemeinden aus ganz Deutschland hat die Klingenstadt jetzt die Resolution „Kommunen für ein starkes Lieferkettengesetz in Deutschland“ unterzeichnet. Damit spricht sie sich für faire, ökologische und menschenrechtskonforme Standards im öffentlichen Einkauf aus. Zudem fordert Solingen einen gesetzlich verbindlichen Rahmen als klares Signal an die Bundesregierung, um Menschen- und Umweltrechte zu schützen. Die Zeichnungskommunen greifen mit der Resolution die grundsätzlichen Forderungen der „Initiative Lieferkettengesetz“ auf.

„Brennende Textilfabriken, vergiftetes Trinkwasser oder ausbeuterische Zwangs- und Kinderarbeit sind nur die Spitze des Eisbergs“, betont Oberbürgermeister Tim Kurzbach. Denn Schäden an Natur und Umwelt sowie prekäre Arbeitsbedingungen in den Ländern des Globalen Südens seien immer noch weit verbreitet. Das betreffe die gesamte Lieferkette vom Rohstofflieferanten bis zum ausführenden Unternehmen. „Ein gesetzlich verbindlicher Rahmen ist längst überfällig und unterstützt das faire und nachhaltige Beschaffungswesen auf kommunaler Ebene“, so Kurzbach. Und da liege die Klingenstadt mit ihrem Engagement für den Einsatz fair gehandelter, ökologisch und regional produzierter Waren weit vorn. Nicht nur Solingen, sondern insgesamt 32 der 34 Erst-Unterzeichnenden sind so genannte „Fairtrade-Towns“, die bei ihren Einkaufsentscheidungen die Lebensbedingungen von Menschen im Globalen Süden berücksichtigen wollen.

Aktuelles Vorhaben: „Klimaneutrale Verwaltung bis 2030“

Die Klingenstadt hat sich im Rahmen ihrer 2018 vom Rat verabschiedeten Nachhaltigkeitsstrategie beispielsweise verpflichtet, bis zum Jahr 2023 Produkte, die sie aus Entwicklungs- und Schwellenländern in Afrika, Lateinamerika und Asien bezieht, zu 100 Prozent als fair gehandelte, ökologisch produzierte Waren zu beschaffen. Die Stadtverwaltung hat bereits eine Reihe von Schritten umgesetzt, um den Lebensmittel-Einkauf getreu des Mottos „Fair.Regional.Ökologisch – Uns schmeckt Nachhaltiges!“ auszurichten. Bei der Arbeitskleidung wurden Produktbereiche auf ökologische und faire Beschaffung umgestellt. Die Verwendung von Recyclingpapier oder Büromöbeln, die den „Blauen Engel“-Standard erfüllen, sind weitere Beispiele eines nachhaltigen kommunalen Einkaufs. Mit dem aktuellen Vorhaben „Klimaneutrale Verwaltung bis 2030“ werden diese Aktivitäten weiter verstärkt.

Das Engagement der Kommunen erscheint der städtischen Nachhaltigkeitsbeauftragten Ariane Bischoff „wesentlich, um die Kräfte in der Regierungskoalition, die sich für ein Lieferkettengesetz aussprechen, öffentlichkeitswirksam zu ermutigen, die Einführung relevanter Umwelt- und Menschenrechtsstandards nicht länger zu verschieben, sondern noch in dieser Legislaturperiode tatkräftig anzugehen“. Umso mehr freut sich die Solinger Nachhaltigkeitsbeauftragte, dass Oberbürgermeister Kurzbach die Resoluten für ein starkes Lieferkettengesetz in Deutschland jetzt unterschrieben hat. Die Erstunterzeichner:innen laden nun bundesweit alle Kommunen ein, sich ebenfalls an der Resolution zu beteiligen.

Hintergrund zur Initiative Lieferkettengesetz

In der „Initiative Lieferkettengesetz“ haben sich bundesweit mehr als 140 Organisationen zusammengeschlossen, u.a. Bischöfliches Hilfswerk MISEREOR e.V., Oxfam Deutschland e.V., Brot für die Welt, Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND), Christliche Initiative Romero e.V. (CIR), Gewerkschaftsbund (DGB), ver.di, Deutsches Forum für Fairen Handel e.V., German Watch e.V., Greenpeace e.V., Südwind e.V., Weltladen-Dachverband e.V., Weed e.V., viele katholische Bistümer, die evangelische Kirche im Rheinland und in Westfalen, die Arbeitsgemeinschaft der Eine-Welt-Landesnetzwerke in Deutschland und viele weitere. Zudem haben sich 65 deutsche Unternehmen und zwei Investoren-Gruppen in einer gemeinsamen Erklärung für ein Gesetz zu menschenrechtlichen und umweltbezogenen Sorgfaltspflichten ausgesprochen.

Quelle: Stadt Solingen