Digitale Unterstützung bei der Behandlung von COVID-19 Patienten

Das Land Nordrhein-Westfalen führt die Vorstufe des Virtuellen Krankenhauses fort und fördert die Anschaffung von Televisitenwagen in Krankenhäusern mit bis zu drei Millionen Euro. Ziel ist, dass sich die Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen schnellstmöglich technisch so ausstatten können, dass sie bei der Behandlung von an COVID-19 erkrankten Patienten auch Televisiten und Telekonsile durchführen können.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales teilt mit:

Bei der Visite am Krankenbett kann der Arzt dann mittels Videokonferenztechnik und weiterer technischer Komponenten Kontakt zu Fachärzten aufnehmen, die über besondere hochschulmedizinische Fachkenntnisse verfügen, um eine digitale Konsultation durchzuführen.

„Die Telemedizin kann die medizinische Versorgung unterstützen und verbessern.“

Karl-Josef Laumann, Gesundheitsminister des Landes Nordrhein-Westfalen

„Die Telemedizin kann die medizinische Versorgung unterstützen und verbessern. Das zeigt sich insbesondere in der Pandemie sehr deutlich. Unsere neue Förderung unterstützt Kliniken dabei, sich fit für die Telemedizin zu machen. Die Landesregierung leistet damit einmal mehr einen Beitrag dazu, eine hochklassige medizinische Versorgung landesweit – also auch außerhalb der Ballungsräume – sicherzustellen”, so Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann.

Um die intensivmedizinischen Kapazitäten aller Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen optimal zu nutzen und die Behandlung von an COVID-19 erkrankten Patienten sicher zu stellen, wurde im April letzten Jahres die Vorstufe des Virtuellen Krankenhauses mit dem Fokus auf die Intensivmedizin und die Infektiologie in Betrieb genommen. Durch Telekonsile und Televisiten wird hochschulmedizinische Fachexpertise zur Behandlung von schwer an COVID-19 erkrankten Patienten landesweit zur Verfügung gestellt. Patientengefährdende Transporte zwischen Krankenhäusern werden auf diese Weise verringert und die vor Ort vorhandenen Ressourcen können bestmöglich genutzt werden. Krankenhäuser können unter virtuelles-krankenhaus.nrw/home Termine für Telekonsile und elektronische Visiten vereinbaren.

Hintergrundinfos Virtuelles Krankenhaus Nordrhein-Westfalen 

  • Das Virtuelle Krankenhaus ist ein Landesprojekt, das mittels digitaler Versorgungsstrukturen – über Krankenhäuser und niedergelassene Ärzte – landesweit spezialisierte medizinische Expertise für alle Menschen in Nordrhein-Westfalen verfügbar macht.
  • Hierzu geht das Virtuelle Krankenhaus Kooperationen mit den einschlägigen medizinischen Spitzenzentren ein. Fehlt zum Beispiel in einem Krankenhaus oder in einer Arztpraxis eine spezielle Expertise, kann das entsprechende Zentrum über ein zentrales Verzeichnis „per Mausklick“ kontaktiert werden.

Hintergrundinfos zum Förderprogramm

  • Die Förderung soll anbieterunabhängig dem konkreten Bedarf in der Versorgung zugutekommen. Da die technischen und räumlichen Voraussetzungen in den Einrichtungen sehr unterschiedlich sind, sind die Krankenhäuser daher in der Auswahl und Kombination der Komponenten und Maßnahmen grundsätzlich frei. Sowohl Komplettangebote als auch individuell angepasste Lösungen können berücksichtigt werden. Die technische Ausstattung muss lediglich zu Durchführung von Telekonsilen und Televisiten geeignet sein.
  • Zur Durchführung von Telekonsilen und Televisiten wird grundsätzlich Videokonferenztechnik benötigt. Daher kommen insbesondere folgende Komponenten für die Förderung in Betracht: Mobile Endgeräte wie Tabletcomputer oder Notebooks, Videokonferenzsoftware und Peripheriegeräte, wie ein zweiter Monitor, Tastatur, Kamera, Lautsprecher, Mikrofon. Zur mobilen Nutzung, u. a. am Patientenbett, können auch Visitenwagen oder Rollständer mit (eigener) Stromversorgung und weiteren Anschlussmöglichkeiten beschafft werden.
  • Die Lösungen müssen den Anforderungen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung für Videosprechstunden entsprechen. Bei den Geräten ist darauf zu achten, dass die spezifischen Anforderungen im Krankenhaus, wie Hygienevorschriften, Gebrauchstauglichkeit oder elektrische Sicherheit, eingehalten werden.
  • Primär antragsberechtigt sind Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen mit einer Intensivstation oder einer Intensivüberwachungspflege (Intermediate Care). Daneben können auch Krankenhäuser mit Fachabteilungen der Nephrologie, Kardiologie, Pneumologie oder mit einer Fachabteilung für Innere Medizin mit entsprechenden Schwerpunkten die Förderung beantragen.
  • Eine Förderung kann für maximal zwei Wagen pro Krankenhaus beantragt werden. Der finanzielle Zuschuss beträgt bis zu 80 Prozent der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben bis zu einem Maximalbetrag in Höhe von 5.000 Euro pro Televisitenwagen.
  • Anträge sind spätestens bis zum 28.02.2021 bei der Bezirksregierung Arnsberg (nicole.skaruppe@bra.nrw.de) einzureichen. Diese informiert auch bei Fragen zum Förderaufruf und der Antragsstellung.

LKW fährt bei Unfall gegen Hauswand

Gegen 4.40 Uhr kam es auf der Nockenbergstraße in Sprockhövel zu einem Verkehrsunfall, bei dem der Fahrer des Lkw verletzt wurde.

Der 33-jährige Mann aus Velbert fuhr mit seinem Lkw auf der Nockenbergstraße in Richtung Wuppertaler Straße. Aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit bei Schnee und Eis auf der Fahrbahn, geriet der Fahrer mit seinem LKW aus der Kurve und fuhr geradeaus gegen eine Hauswand und einen dort abgestellten Pkw.

Nach bisherigen Erkenntnissen ist das Haus unbewohnt.

Der Fahrer des Lkw wurde schwer am Bein verletzt und mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Bisher kann nicht ausgeschlossen werden, dass das Haus einsturzgefährdet ist, aus diesem Grund wird die Nockenbergstraße vorerst einspurig an der Unfallstelle weitergeführt.

25.01.2021: Corona in Wuppertal

Am 25. Januar um 8 Uhr sind für Wuppertal folgende Zahlen gemeldet:

Bestätigte Fälle (Gesamtzahl infizierte Menschen):11374
– davon aktuell infizierte Personen:850
– davon genesene Personen:10233
– davon verstorbene Personen291
Gesamtzahl in Quarantäne1126
– davon in häuslicher angeordneter Quarantäne1119
– davon in freiwilliger Quarantäne7
Anzahl Neuinfektionen vom Vortag:2
Neuinfektionen der letzten 7 Tage:433
Neuinfektionen der letzten 7 Tage pro 100.000 Einwohner:121,97

Quelle: Stadt Wuppertal

Robert Koch Institut für Wuppertal heute

Es gibt insgesamt 11.380 positiv getestete Wuppertalerinnen und Wuppertaler. Die 7-Tage-Inzidenz liegt momentan bei 122,2. 287 Menschen sind leider verstorben.

Fälle letzte 7 Tage434
Fälle letzte 7 Tage/100.000 EW122,2
Fälle gesamt11.380
Fälle gesamt/100.000 EW3.204,7
Todesfälle gesamt287
Einwohnerzahl355.100
BundeslandNordrhein-Westfalen
Meldung des RKI.

Bus und Bahn: Medizinische Masken sind Pflicht

Heute, Montag, 25. Januar, ist die neue Coronaschutzverordnung in NRW in Kraft getreten. Das bedeutet auch: Ab diesem Zeitpunkt gilt für Nutzer des öffentlichen Personennahverkehrs in Bussen und Bahnen sowie an Haltestellen eine Pflicht zum Tragen von medizinischen Masken. Bei diesen handelt es sich gemäß Coronaschutzverordnung um so genannte OP-Masken, Masken des Standards FFP2 oder diesen vergleichbaren (KN95/N95).

Die Verkehrsgesellschaften werden über verschiedene Kanäle auf die Pflicht zum Tragen medizinischer Masken hinweisen. Ähnliche Wege hatten die Unternehmen bereits seit Beginn der Maskentragepflicht im letzten Jahr beschritten. Neu ist jetzt die Vorgabe, medizinische Masken nutzen zu müssen.

Das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen hat sich in der Pandemie als besonders wirkungsvoll erwiesen. Gerade vor dem Hintergrund möglicher besonders ansteckender Mutationen weisen Bund und Länder darauf hin, dass medizinische Masken eine höhere Schutzwirkung haben als zum Beispiel Alltagsmasken aus Stoff.

25.01.2021: Corona in Solingen

Insgesamt wurden seit Ausbruch der Pandemie in Solingen bisher 5.495 bestätigte Fälle gemeldet.

Aktuell sind 244 Personen nachgewiesen infiziert, 39 Patient:innen werden derzeit stationär behandelt, die übrigen ambulant betreut. 5.130 Menschen sind wieder genesen. 121 mit dem Virus infizierte Menschen sind bisher verstorben.

In den letzten sieben Tagen sind insgesamt 169 Corona-Neuinfektionen festgestellt worden. Damit entfallen 106,1 neue Fälle auf je 100.000 Menschen, die in der Klingenstadt leben.

In Quarantäne befinden sich derzeit insgesamt 573 Personen. Die Quarantäne konnten 22.361 Personen beenden.

Quelle: Stadt Solingen – Stand: 24.01.2021 – 14:48 Uhr

Robert Koch Institut für Solingen heute

Es gibt insgesamt 5.494 positiv getestete Solingerinnen und Solinger. Die 7-Tage-Inzidenz liegt momentan bei 101,7. 121 Menschen sind leider verstorben.

Fälle letzte 7 Tage162
Fälle letzte 7 Tage/100.000 EW101,7
Fälle gesamt5.494
Fälle gesamt/100.000 EW3.450,0
Todesfälle gesamt121
Einwohnerzahl159.245
BundeslandNordrhein-Westfalen
Meldung des RKI.

Corona-Hotline für Solingen

Abstand halten, Mund und Nase bedecken, Einschränkungen und Schutzmaßnahmen beachten – jede und jeder von uns kann dazu beitragen, die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Nur gemeinsam können wir es schaffen. Die Stadt Solingen hat eine Corona-Hotline eingerichtet: 0212 / 290-2020. Infos aus Solingen: Wir alle sind gefordert.

25.01.2021: Corona im Oberbergischen Kreis

Robert Koch Institut für Oberbergischer Kreis heute

Es gibt insgesamt 7.383 positiv getestete Menschen aus dem Oberbergischen Kreis. Die 7-Tage-Inzidenz liegt momentan bei 123,1. 123 Menschen sind leider verstorben.

Fälle letzte 7 Tage335
Fälle letzte 7 Tage/100.000 EW123,1
Fälle gesamt7.383
Fälle gesamt/100.000 EW2.713,8
Todesfälle gesamt123
Einwohnerzahl272.057
BundeslandNordrhein-Westfalen
Meldung des RKI.

25.01.2021: Corona im Ennepe-Ruhr-Kreis

Robert Koch Institut für Ennepe-Ruhr-Kreis heute

Es gibt insgesamt 7.714 positiv getestete Menschen aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis. Die 7-Tage-Inzidenz liegt momentan bei 101,2. 225 Menschen sind leider verstorben.

Fälle letzte 7 Tage328
Fälle letzte 7 Tage/100.000 EW101,2
Fälle gesamt7.714
Fälle gesamt/100.000 EW2.380,1
Todesfälle gesamt225
Einwohnerzahl324.106
BundeslandNordrhein-Westfalen
Meldung des RKI.

Presseschau 24. Januar 2021

Diese Themen waren am 24. Januar 2021 Gegenstand von Berichterstattung in der Presse.

Deutschland

Kühnert hält Scholz für idealen Kanzler eines Linksbündnisses

Der stellvertretende SPD-Vorsitzende Kevin Kühnert hält Olaf Scholz wegen seiner Kompromissbereitschaft für den idealen Kanzler des von ihm angestrebten Linksbündnisses mit Grünen und Linkspartei: „Er würde aus der wöchentlichen Kabinettssitzung vermutlich keinen Marx-Lesekreis machen – auch wenn er vermutlich mehr Marx gelesen hat, als die meisten anderen“, sagte Kühnert in einem Interview mit dem „Tagesspiegel am Sonntag“: „Man sagt ja über Olaf Scholz, dass er im besten Sinne ein Pragmatiker ist und nicht in ideologischen Schablonen denkt“.

Online unter: https://plus.tagesspiegel.de/politik/spd-vize-kevin-kuehnert-wenn-linke-parteien-nicht-streiten-laeuft-etwas-schief-93089.html

Quelle: Der Tagesspiegel – www.tagesspiegel.de

SPD-Vize Kühnert für höheren Spitzensteuersatz

Der SPD-Vizechef Kevin Kühnert fordert zur Finanzierung der Corona-Krise eine Erhöhung des Spitzensteuersatzes. Es gehe um eine sehr moderate Erhöhung, sagte Kühnert in einem Interview mit dem „Tagesspiegel am Sonntag“. „Gleichzeitig wollen wir die Schwelle, von der an er greift, einige 10.000 Euro nach oben heben, um mittlere Einkommen zu entlasten.“

Online unter: https://plus.tagesspiegel.de/politik/spd-vize-kevin-kuehnert-wenn-linke-parteien-nicht-streiten-laeuft-etwas-schief-93089.html

Quelle: Der Tagesspiegel – www.tagesspiegel.de

Stuttgarter Nachrichten: Kommentar zum Landesparteitag der Südwest-CDU

Deutlicher könnte die CDU ihren Führungsanspruch kaum formulieren. „Regierungsprogramm“ lautet die Überschrift über dem Wahlprogramm für die Landtagswahl. Auf dem Landesparteitag verbreiteten die Christdemokraten vor allem eine Botschaft: Wir stehen einig zusammen, um stärkste Kraft zu werden – mit einer Ministerpräsidentin Susanne Eisenmann. Die Hand für eine Zusammenarbeit mit den Grünen bleibt aber ausgestreckt. Selbstverständlich. Denn die Grünen sind nach aktuellen Umfragen der einzige Koalitionspartner, mit dem die CDU in einer Zweierkonstellation überhaupt eine Regierungsmehrheit hätte. Trotzdem formulieren die Christdemokraten selbstbewusst den Anspruch, nicht erneut als Juniorpartner in eine Landesregierung zu gehen. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob sie das auch einlösen können.

Quelle: Stuttgarter Nachrichten – www.stuttgarter-nachrichten.de

Corona

Anforderungen an Corona-Tests für zuhause: Einfach, schnell, wirksam

von Martin Fröhlich.

Die Verzweiflung im Land wächst. Die Pandemie grassiert weiter, trotz aller Schutzmaßnahmen. Nun soll eine Maßnahme helfen, die bislang ausgeschlossen wurde: der Corona-Selbsttest durch Laien zu Hause. Ohne medizinisch geschultes Personal. So jedenfalls der Vorstoß von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Unternehmen fordern schon lange eine solche Möglichkeit. Privatpersonen hätten sie vor einem Besuch bei Oma und Opa auch gern. In Testzentren kann man sich schnelltesten lassen, aber zu Hause ist das bislang unmöglich. Sollte Berlin es erlauben?

Die Antwort ist nicht ganz einfach. Grundsätzlich kann es helfen, das Infektionsgeschehen zu verlangsamen, wenn Selbsttests eine Corona-Infektion frühzeitig aufdecken. Selbst die – mit dem PCR-Verfahren verglichen – recht hohe Quote an falsch positiven Ergebnissen bei Antigen-Tests führt das nicht ad absurdum. Wer sich selbst falsch positiv testet, verzichtet zwar unnötig auf den Besuch bei den Großeltern. Doch das ist besser als die zweite Variante falsch negativ. Dann würde man die Großeltern unter Umständen infizieren, weil man sich für negativ hält. Bisherigen Erfahrungen nach ist die Wahrscheinlichkeit eines falsch positiven Ergebnisses höher als die eines falsch negativen.

Helfen würde für Selbsttests ein einfacheres Verfahren. Schieben Sie sich oder Ihren Lieben mal ein Wattestäbchen in den Rachen bis zum Würgreflex oder in die Nase, wo Verletzungen entstehen können. Das wird nichts. Dafür brauchen wir erst die einfache Schweizer Speicheltestvariante, wo Probanden in einen Trichter spucken. Doch es gibt Anzeichen dafür, dass diese hierzulande bald zugelassen wird. Doch mit dem schnellen Resultat ist es nicht getan. Was passiert bei einem positiven Befund? Jetzt muss der Fall einem Gesundheitsamt gemeldet werden, es muss eine Quarantäne angeordnet und die Infektionskette nachverfolgt werden. Ein bestätigender PCR-Test muss durchgeführt werden. Wie wird das sichergestellt? Dafür müssten verbindliche Regeln und Kontaktstellen geschaffen werden – angesichts des mancherorts herrschenden Chaos‘ in überlasteten Gesundheitsämtern eine Mammutaufgabe.

Es kann auch passieren, dass sich all das von selbst erledigt. Jens Spahn muss seine Idee ja erst an Bundeskanzlerin Angela Merkel vorbeikriegen. Zuletzt waren die beiden häufig unterschiedlicher Meinung im Umgang mit der Pandemie. Merkel aber macht immer wieder klar, dass sie sich für die alles entscheidende Instanz im Corona-Zeitalter hält. Wenn ihr Beraterstab die Idee von Spahns Ministerium ablehnt, sind Schnelltests zu Hause vom Tisch.

Quelle: Neue Westfälische (Bielefeld) – www.nw.de

Kommentar Mitteldeutsche Zeitung zu Impfstoffknappheit

Normalerweise ist die Hackordnung zwischen Regierung und Wirtschaft geklärt. Die Unternehmen betteln, drängeln, schicken ihre Lobbyisten los – aber am Ende entscheidet die Politik. Beim Gerangel um den Corona-Impfstoff jedoch kehren sich die Kräfteverhältnisse um. Die Hersteller der weltweit begehrten Vakzine diktieren die Lieferbedingungen, und der Politik bleibt nichts anderes übrig, als die Ansagen der Konzerne zähneknirschend zu akzeptieren. Es herrscht die Devise „Fresst oder sterbt“ – was im konkreten Fall mehr als nur eine Floskel ist. Das muss sich ändern. Europa muss selbstbewusster auftreten und notfalls auch die Muskeln spielen lassen. Nicht im Sinne einer Europe-First-Politik, sondern in dem Sinn, dass sich die EU und ihre 450 Millionen Einwohner nicht auf der Nase herumtanzen lassen.

Quelle: Mitteldeutsche Zeitung – www.mz-web.de

2000 Mitarbeiter und Patienten in Quarantäne

Vivantes setzt Sammeltaxen für Arbeitswege und Einkäufe des Klinikpersonals ein

Hunderte Mitarbeiter der unter Quarantäne stehenden Vivantes-Klinik in Berlin sollen ab diesem Montag mit Charter-Bussen durch Berlin pendeln, um Masseninfektionen durch die mutierte Coronavirus-Variante zu verhindern. Nach Informationen des „Tagesspiegels“ (Montagausgabe) greift der Vorstand der landeseigenen Vivantes-Kliniken dazu auf die „Berlkönig“-Kleinbusse der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) zurück. Der BVG-Vorstand habe Unterstützung angeboten, bestätigte Vivantes-Chef Johannes Danckert dem „Tagesspiegel“ am Sonntag.

Online unter: https://www.tagesspiegel.de/berlin/personal-muss-im-sammeltaxi-zur-klinik-2000-berliner-nach-b117-ausbruch-in-quarantaene/26846988.html

Quelle: Der Tagesspiegel – www.tagesspiegel.de

Private Tests sind eine große Erleichterung

Kommentar von Birgit Marschall

Corona-Schnelltests sollen künftig auch Privatpersonen vornehmen dürfen, nicht mehr nur Ärzte, Apotheker oder Labor-Mitarbeiter. So will es Gesundheitsminister Jens Spahn, und das ist gut so. Wer sich unmittelbar vor nicht abwendbaren Treffen mit anderen vergewissern will, ob er ansteckend ist, sollte das schnell und problemlos per Schnelltest tun können. Spahns Freigabe bedeutet eine enorme Erleichterung etwa für Angehörige älterer Menschen oder Geschäftsleute. Allerdings muss Spahn diese Freigabe mit einer umfassenden Aufklärung begleiten. Denn auch ein Schnelltest, nicht nur ein PCR-Test, muss richtig abgenommen werden, andernfalls ist er wertlos.

Mit der Schnelltest-Freigabe kann der umtriebige Spahn aber kaum überdecken, dass bei der Impfstoffbereitstellung vieles im Argen liegt. Während die USA, Großbritannien und Israel ihre Bevölkerungen fleißig weiter durchimpfen, steht die Kampagne in Deutschland und Europa still. In den Hauptstädten wächst der Unmut über die Hersteller, die ihre Lieferpläne nicht einhalten können. Die EU-Kommission versucht, den Schwarzen Peter an die Hersteller weiterzugeben, indem sie nun den Druck auf die Firmen erhöht.

Gerade bei brandneuen Produkten ist es jedoch immer möglich, ja sogar wahrscheinlich, dass unvorhergesehene Ereignisse auftreten. Brüssel kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Schwarze Peter bei der Kommission selbst liegt. Hätte Brüssel früher und deutlich mehr bei allen potenziellen Impfstoffproduzenten bestellt, würden Lieferengpässe bei dem einen oder anderen Hersteller die EU jetzt nicht in Verzweiflung stürzen. Der Bundesregierung und Spahn als verantwortlichem Minister kommt dabei eine Mitschuld zu: Sie hätten der Kommission unbedingt mehr auf die Finger schauen müssen.

Quelle: Rheinische Post – www.rp-online.de

Schwer fassbar

Kommentar von Christian Matz zu schärferen Einreisekontrollen

Ende Januar 2021. Seit Sonntag gibt es an den deutschen Flughäfen schärfere Kontrollen bei Reisenden aus Corona-Hochrisikogebieten. Zudem eine Testpflicht vor der Einreise. Das sind nur schwer fassbare Nachrichten. Warum gibt es das erst jetzt? Es ist doch seit Langem klar, dass Stichproben allein sowie das Vertrauen in die Reisenden, sich an die Quarantäneauflagen zu halten, ein sehr hohes Risiko sind.

Nun ist der Aufwand bei schärferen Kontrollen ebenfalls sehr hoch; und da man Deutschland nicht abriegeln kann, sind sie auch kein Allheilmittel. Zudem bringt natürlich auch nicht jeder Reisende das Coronavirus mit ins Land, man wird also sehr oft nicht „fündig“. Aber angesichts der internationalen Lage und der sonstigen, immensen Beschränkungen in der Pandemie müssen schärfere Kontrollen im Flugverkehr ein zumutbarer Aufwand sein, für alle. Wenn Bürger und Firmen an hohe Sicherheitsauflagen gewöhnt sind – dann doch wohl dort.

Auf dem Land sind Grenzkontrollen innerhalb der EU ein Problem, die Hürden sind zu Recht sehr hoch. Aber: Wenn nötig, müssen Regeln auch dort verschärft werden. Wie zum Beispiel für die Arbeitnehmer aus Tschechien (Inzidenz derzeit um die 500), die täglich nach Sachsen und Bayern pendeln. Schon warnt der DGB: „Ein grenzüberschreitender Arbeitsmarkt funktioniert nicht, wenn sich Beschäftigte alle 48 Stunden vor Einreise testen lassen müssen.“ Da mag ja was dran sein. Aber erfolgreiche Pandemiebekämpfung funktioniert ohne Überprüfung und zielgerichtete Tests halt auch nicht. Wenn jemand ein Beispiel sucht für eine falsche Prioritätensetzung: Beim Thema fehlende Einreisekontrollen wird er fündig.

Quelle: Allgemeine Zeitung Mainz – www.allgemeine-zeitung.de

Welt

Russland

Kommentar Mitteldeutsche Zeitung zu Protesten in Russland

Viele Jahre hat Russlands Präsident Wladimir Putin nicht nur sein Reich kontrolliert, sondern auch die Bilder, und über die Bilder die Menschen. Es waren Bilder eines starken Mannes. Putin mit freiem Oberkörper, Putin zu Pferde, Putin mit Tiger, Putin in Uniform. Putin, Putin, Putin. Doch es waren Bilder für die alten Medien, und es sind Bilder eines alternden Mannes. Putin ist 68 Jahre alt. Er war Geheimdienstler und ist es geblieben. Nun hat er einen Gegner gefunden, der andere Bilder produziert, in anderen Medien: Alexej Nawalny, 44, hat knapp sechs Millionen Abonnenten auf Youtube, 3,6 Millionen auf Instagram, 2,4 Millionen auf Twitter. Sein Video über „Putins Palast“ bekam in drei Tagen 60 Millionen Aufrufe. Nawalny ist der größte Influencer-Dissident des Social-Media-Zeitalters. Wie man mit so einem umgeht, steht in keinem KGB-Handbuch.

Quelle: Mitteldeutsche Zeitung – www.mz-web.de

„nd.DerTag“ zu den Auswirkungen der Demonstrationen in Russland

Mit ihrem harten Vorgehen gegen Alexej Nawalny und seine Unterstützer schadet sich die russische Regierung selbst. Ihr Gegenspieler, der sich in Haft befindet, dürfte noch populärer werden. Vor einigen Jahren war es für Nawalny ein Achtungserfolg, als er bei der Wahl zum Moskauer Bürgermeister 27 Prozent der Stimmen holte. Inzwischen ist ihm mehr zuzutrauen. Das zeigen die großen Demonstrationen, die am Samstag landesweit für seine Freilassung stattfanden.

Ein souveräner Umgang mit Nawalny wäre, wenn man ihn zu Wahlen zulassen und seiner Partei die Registrierung nicht weiter erschweren würde. Doch davon ist in naher Zukunft nicht auszugehen. Nawalny hat sich mit seinen jüngsten Provokationen endgültig zum Staatsfeind gemacht. Angeblich hat er bei einem Anruf unter falschem Namen einen Geheimdienstmitarbeiter dazu gebracht, über die Details seiner eigenen Vergiftung zu plaudern. Hinzu kommen die jüngsten Veröffentlichungen von Nawalnys Team über „Putins Palast am Schwarzen Meer“, der mit öffentlichem Geld gebaut worden sein soll. Die Vorwürfe kursieren zum Teil schon seit Jahren, wurden aber von öffentlicher Seite stets zurückgewiesen. Selbst wenn die Geschichte ein Lügenmärchen sein sollte, ist es nicht von der Hand zu weisen, dass es in Russland viele Fälle von Korruption und eine Machtelite gibt, die sich bereichert.

Der selbst ernannte Antikorruptionsaktivist wäre aber nicht der Richtige, um mit diesem System zu brechen. Nawalny greift Fälle auf, die für Empörung in der Öffentlichkeit sorgen, ohne die in diesem Zusammenhang notwendige Kapitalismuskritik zu üben. Das entspricht auch den Interessen von USA und EU, die ihren Druck auf Moskau verstärken, damit Nawalny aus der Haft kommt. Wenn er als Politiker Karriere machen sollte, wird er seine Freunde im Westen nicht vergessen.

Quelle: neues deutschland – www.neues-deutschland.de

Nawalny ist der falsche Anführer

Kommentar Von Ulrich Krökel.

Von Wladiwostok bis Kaliningrad schwappte am Wochenende eine Welle der Empörung durch Russland. Moskau war das natürliche Zentrum der Demonstrationen. Aber die Hauptstädter waren diesmal, anders als bei früheren Massenprotesten, in ihrem gerechten Zorn nicht allein. Selbst auf der annektierten Krim, die als Hort des Patriotismus gilt, gingen Menschen auf die Straße. Sie forderten die Freilassung des inhaftierten Kremlkritikers Alexej Nawalny und protestierten gegen Korruption, Willkürherrschaft und Illiberalismus. Kurz: gegen Präsident Wladimir Putin.

Noch vor einer Woche, als Nawalny in seine Heimat zurückkehrte und sofort ins Gefängnis geworfen wurde, hätte mit einer solch wuchtigen Reaktion wohl niemand gerechnet. Umso faszinierender, den Mut, die Kreativität und die Energie der fast durchweg jungen Putin-Herausforderer zu sehen. Sie vernetzten sich online, teilten die skurrilsten Protestaufrufe und warfen Schneebälle auf schwer bewaffnete Sonderpolizisten. All das zeigte: Es gibt ein anderes Russland als das Reich der Kreml-Clans, der hybriden Kriegführung, der superreichen Oligarchen und des Staatsdopings.

Und dennoch: Niemand möge sich etwas vormachen. Das System Putin verfügt über gigantische Machtressourcen. Der Opposition dagegen fehlt es an allem. Zum Beispiel an Masse: Mehrere Zehntausend Menschen sind nicht viel. Und auch wenn den Jungen die Zukunft gehört, so werden sie ohne Unterstützung der Älteren wenig erreichen. Und Nawalny ist der falsche Anführer. So mutig er ist, so schädlich sind seine Selbstverliebtheit und sein Hang zur Clownerie.

Was bleibt, ist die berechtigte Hoffnung auf einen Wandel. Denn viel spricht dafür, dass eine wachsende Zahl von Menschen in Russland auch in Putin nicht mehr lange den richtigen Anführer sehen wird.

Quelle: Rheinische Post – www.rp-online.de

Risse im System

Der Unmut in Russland über den staatlich geduldeten Mordversuch auf Alexej Nawalny wird das Land nicht so schnell verändern, wie es das verdient hat. So stabil, wie Putin sein System darstellt, ist es aber auch nicht. Zwar lehnten sich viele Menschen immer wieder mal gegen die Autokratie auf. Aber bis auf die Proteste nach den gefälschten Parlamentswahlen 2011 kochte der Zorn im Volk meistens nur lokal begrenzt auf. Dieses Mal eint die Demonstrierenden die Einsicht, dass das Attentat gegen einen Unbequemen auch ein Attentat auf die eigene Freiheit ist. Es wird für die Machthabenden in Moskau und die Provinzfürsten immer schwieriger, mit Stabilität für sich zu werben. Nach den chaotischen 1990er Jahren verfing dieses Argument noch. Doch längst haben die Menschen erkannt, dass von dieser Art der Stabilität nur eine kleine Elite profitiert. Der Frust wächst. Er breitet sich wie ein Geflecht feiner Risse in einem Bauwerk aus. Und mit Gewalt lassen sich diese Risse nicht mehr kitten.

Quelle: Frankfurter Rundschau – www.fr.de

Gegen Sanktionen und Stopp von Nord Stream II

Russland-Koordinator Saathoff fordert vom Kreml Aufklärung über Korruptionsvorwürfe

Der Koordinator der Bundesregierung für die zivilgesellschaftlichen Beziehungen mit Russland, Johann Saathoff (SPD), hat die Regierung in Moskau aufgefordert, die von Kreml-Kritiker Nawalny erhobenen Vorwürfe gegen Präsident Putin um eine Villa am Schwarzen Meer zu entkräften. „Wenn die Vorwürfe nicht zutreffen sollten, kann die russische Regierung das ja ihren Bürgerinnen und Bürgern gegenüber aufklären, statt sie festzunehmen“, sagte Saathoff der „Saarbrücker Zeitung“ (Montagausgabe). Putin habe die Korruptionsbekämpfung in der Vergangenheit immer als sein Ziel benannt. „Hier wäre jetzt eine gute Gelegenheit, das im Konkreten darzustellen.“ Saathoff verteidigte das Demonstrationsrecht und kritisierte das Vorgehen der Sicherheitskräfte. „Friedliche Demonstranten müssen friedlich demonstrieren dürfen.“ Die Spontaneität der Proteste am Wochenende deute darauf hin, dass Staat und Regierung in der Bevölkerung Vertrauen verloren hätten. „Ich hoffe, dass die russische Seite das jetzt erkennt und daran arbeitet, wieder Vertrauen bei ihren Bürgerinnen und Bürgern zurückzugewinnen.“ Der Russlandbeauftragte sprach sich zugleich gegen neue Sanktionen aus. „Wirtschaftsbeziehungen abzubrechen, sobald es politisch schwierig wird, löst die Probleme nicht“, sagte Saathoff. Forderungen, wegen der Verhaftung Nawalnys die Gaspipeline Nord Stream II zu stoppen, lehnte er ebenfalls ab. „Beide Themen haben nichts miteinander zu tun.“

Quelle: Saarbrücker Zeitung – www.saarbruecker-zeitung.de

Jahrestag der Befreiung von Auschwitz im ZDF und in ZDFinfo

Das ZDF überträgt am Mittwoch, 27. Januar 2021, 11 Uhr, live aus dem Deutschen Bundestag die Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus. Am Jahrestag der Befreiung von Auschwitz erinnert zudem ZDFinfo in sechs Dokumentationen, von 18.45 bis 0.45 Uhr, an den Holocaust und lässt die letzten Zeugen von Auschwitz zu Wort kommen. Was junge Juden heute bewegt, das zeigt die Dokumentation „Hey, ich bin Jude! – Jung. Jüdisch. Deutsch“, die am Gedenktag ab 0.45 Uhr im ZDF zu sehen ist.

Seit 1996 wird in der Bundesrepublik Deutschland die Befreiung des deutschen Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz durch sowjetische Truppen am 27. Januar 1945 als „Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus“ begangen. Die Live-Übertragung der diesjährigen Gedenkstunde kommentiert ZDF-Reporter Micha Wagenbach.

Niemals vergessen!

Der Doku-Abend in ZDFinfo startet um 18.45 Uhr mit der „Frontal 21“-Dokumentation „Die letzten Zeugen von Auschwitz – Mahner der Zukunft“, die anlässlich des 75. Jahrestags im Januar 2020 erstmals im ZDF zu sehen war. Um 19.30 Uhr folgt die Dokumentation „Die Deutschen und der Holocaust – Schluss mit Schlussstrich?“, die am 5. Dezember 2020 ihre Erstausstrahlung hatte. In ZDFinfo-Erstausstrahlung steht ab 20.15 Uhr die 90-minütige Dokumentation „1944 – Bomben auf Auschwitz?“ auf dem Programm, die im vergangenen Jahr in ARTE lief. Ab 21.45 Uhr folgt in ZDFinfo die ebenfalls knapp 90-minütige Dokumentation „Ein Tag in Auschwitz“, die 2020 mit dem Bayerischen Fernsehpreis ausgezeichnet wurde. Mit den Dokumentationen „Schindlers Liste – Eine wahre Geschichte“ um 23.15 Uhr und „Die Wahrheit über den Holocaust – Das Jahrhundertverbrechen““ ab 24 Uhr endet der sechsstündige Doku-Abend.

Die Dokumentation „1944 – Bomben auf Auschwitz?“ von Tim Dunn, die ab Dienstag, 26. Januar 2021, 10 Uhr, in der ZDFmediathek bereitsteht, schildert, wie im April 1944 zwei Gefangene dem Konzentrationslager Auschwitz entkamen und wie ihre Informationen über die Lagerrealität an die Alliierten gelangten. In szenischen Darstellungen, mit Archivaufnahmen und O-Tönen von Holocaust-Überlebenden und Historikern erzählt der Film zudem von hinter verschlossenen Türen heftig geführten Debatten infolge dieser „Auschwitz-Protokolle“ über die Frage, wie die industrielle Ermordung der Juden in Auschwitz gestoppt werden könnte.

Was Jugendliche jüdischen Glaubens heute in ihrem Alltag zwischen Sportplatz und Synagoge, Thora und Instagram, Schabbat und Party bewegt, das zeigt die Doku „Hey, ich bin Jude! – Jung. Jüdisch. Deutsch“ im ZDF, die am 9. November 2020 erstmals gesendet wurde und in der ZDFmediathek zur Verfügung steht. Der Film besteht ausschließlich aus Gesprächen mit jüdischen Jugendlichen zwischen zwölf und 25 Jahren, die der Filmemacher Jan Tenhaven in Berlin, Frankfurt am Main, Osnabrück, Essen, München und Weßling geführt hat. Ergänzt werden diese Gespräche von Protokollen antisemitischer Vorfälle, vorgelesen von Iris Berben.

In der ZDF-Mediathek verfügbar

Verkehrshistorische Kulturgüter: 700.000 Euro für ehrenamtliche Initiativen und Vereine

Zwölf Initiativen und Vereine aus dem Bereich der historischen Mobilität erhalten in diesem Jahr eine Förderung durch das Programm „Verkehrshistorische Kulturgüter“.

Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung teilt mit:

Zwölf Initiativen und Vereine aus dem Bereich der historischen Mobilität erhalten in diesem Jahr eine Förderung durch das Programm „Verkehrshistorische Kulturgüter“.

„Mit den Förderprogramm erkennen wir das große Engagement der vielen Ehrenamtlichen an und sprechen zugleich unseren Dank und unsere Anerkennung aus.“

Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen

„Auch im Jahr 2021 setzen wir das Programm ,Verkehrshistorische Kulturgüter´ fort und fördern Initiativen und Vereine, die sich ehrenamtlich für den Erhalt und die Präsentation historischer Verkehrsmittel einsetzen. Damit unterstreichen wir als Landesregierung Nordrhein-Westfalen unseren Willen, das historisch-kulturelle Erbe unseres Landes zu bewahren. Die Vereine und ehrenamtlich Tätigen sind unverzichtbar für den Erhalt der Zeugnisse unserer verkehrshistorischen Geschichte und des technischen Wandels. Mit den Förderprogramm erkennen wir das große Engagement der vielen Ehrenamtlichen an und sprechen zugleich unseren Dank und unsere Anerkennung aus“, sagt Ministerin Ina Scharrenbach.

Mit dem „Förderprogramm verkehrshistorische Kulturgüter 2021“ hat die Landesregierung ehrenamtlichen Initiativen und Vereinen aus dem Bereich der historischen Mobilität bereits zum dritten Mal Fördermittel zur Verfügung gestellt. In diesem Jahr konnten die Mittel auf 700.000 Euro erhöht werden.

Folgende Projekte werden 2021 gefördert:

Und so soll der Teckel aus Ennepetal nach der Restaurierung auch wieder aussehen. Foto: Erich Westendarp
Und so soll der Teckel aus Ennepetal nach der Restaurierung auch wieder aussehen. Foto: Erich Westendarp
  • Restaurierung einer Großdiesellokomotive (Altenbeken)
  • Instandsetzung eines Schienenbusses (Bonn)
  • Instandsetzung eines Schienenbussteuerwagens (Dorsten)
  • Instandsetzung eines historischen Feuerwehrfahrzeugs (Emsdetten)
  • Restaurierung eines Schienenbusses (Ennepetal)
  • Restaurierung eines Schienenmesswagens (Erkrath)
  • Sanierung historische Fahrleitung (Extertal)
  • Restaurierung einer Dampflok (Mönchengladbach)
  • Restaurierung eines historischen Verkehrsflugzeugs „Tante Ju“ (Paderborn)
  • Errichtung Museums-Gleisanlage (Rheine)
  • Instandsetzung Eisenbahnbrücke (Wiehl)
  • Restaurierung einer Dampflok (Witten)