NRW-Impftermin-Portal für Buchungen für Corona-Schutzimpfungen völlig überlastet

Impftermine sind vorübergehend nicht buchbar. Kassenärztliche Vereinigung ist in der Pflicht.

Ab heute sollte es den über 80-Jährigen eigentlich möglich sein, sich unter der kostenfreien Rufnummer 0800 116 117 01 oder im NRW-Impftermin-Portal www.116117.de zwei nacheinander geschaltete Termine für die Corona-Schutzimpfung zu sichern.

Stattdessen erwartete die Anruferinnen und Anrufer und diejenigen, die sich online auf den Weg machten, ein Chaos.

„Ich bin empört, wie hier mit den Menschen umgegangen wird.“

Burkhard Mast-Weisz, Oberbürgermeister der Stadt Remscheid

Bereits seit den frühen Morgenstunden berichten Menschen, die sich in ihrer Not auch an die unterschiedlichen Stellen der Stadtverwaltung Remscheid wenden, von Fehlermeldungen, Hinweisen auf technische Defekte, Fehlverbindungen und Dauerbesetztzeichen.

Kurzum: Die groß angekündigte Terminoffensive für den Impfstart der über 80-jährigen Menschen in den lokalen Impfzentren ab dem 8. Februar ist ein Desaster.

Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz zum Fehlstart der Terminbuchung: „Ich bin empört, wie hier mit den Menschen umgegangen wird. Es kann doch nicht sein, dass die Landesregierung die Terminvergabe ab heute vollmündig ankündigt und bereits nach kürzester Zeit alle Buchungsmöglichkeiten zusammenbrechen. Uns erreichen unzählige Beschwerden, denen wir machtlos gegenüber stehen. Nicht wir, sondern die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein verantwortet im Auftrag des Landes NRW die Coronaschutzimpfungen und damit auch die Terminvergaben vor Ort.“

Die Stadt Remscheid hat keinerlei Einfluss auf die Impfterminvergabe.

Die Stadt Remscheid bittet alle Remscheiderinnen und Remscheider, die 80 Jahre und älter sind, weiter um Geduld. Leider wird es bei den vom Land in Aussicht gestellten Impflieferungen ab dem 8. Februar jetzt schon absehbar monatelang dauern, bis alle impfbereiten Bürgerinnen und Bürger über 80 Jahre den ersten und zweiten Impftermin bekommen haben.

Die Stadt Remscheid wird umgehend öffentlich informieren, wenn das Land NRW oder die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein die Funktionsfähigkeit der Terminsysteme sichergestellt hat.

Weiterer wichtiger Hinweis:

Unter der Senioren-Hotline mit den Rufnummern (0 21 91) 46 45 351 und (0 21 91) 46 45 581 lässt sich grundsätzlich kein Corona-Impftermin sichern!

Quelle: Stadt Remscheid

Corona in Remscheid

Alle unsere Meldungen zu Corona in Remscheid und den Inzidenzwert Remscheid findet man auch direkt und einfach unter www.corona-remscheid.de.

Hotline für Ältere und Vorerkrankte verstärkt

Um den Service für Ältere und Vorerkrankte zu verbessern, wird ab Montag, 25. Januar 2021, eine weitere Telefonnummer freigeschaltet. Die Hotline ist von Montag – Freitag jeweils von 8 bis 16 Uhr unter den Rufnummern (0 21 91) 4 64 53 51 und (0 21 91) 4 64 55 81  zu erreichen!

Termine für Kfz-Angelegenheiten mit Abwicklung bequem von zu Hause aus

Seit Beginn der Pandemie wurde zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger sowie der Mitarbeitenden das Zulassungswesen ausschließlich durch sogenannte Zulassungsdienste geregelt. Ab sofort bietet der Bürgerservice zwei Alternativen bei der Kfz-Zulassung zu den privaten Dienstleistungsunternehmen (Schildermacher, Zulassungsdienste etc.) an.

Termine

Ergänzend zu Terminen für Melde- und Ausweisangelegenheiten bietet der städtische Bürgerservice wieder Termine für Dienstleistungen im Kfz-Wesen an. Ein passender Termin ist via www.remscheid.de/ → TERMINE ONLINE → Link „Melde- und Zulassungswesen → Bürgerservice → Zulassungswesen oder telefonisch über das Bergische ServiceCenter unter der Rufnummer (0 21 91) 16 – 00 buchbar.

Online-Dienstleistungen

Die Stadt Remscheid bietet immer häufiger online-Dienstleistungen an. Hiermit verbunden ist jetzt auch die internetbasierte Fahrzeugzulassung. Hier einige Vorgänge, die ab sofort online abgewickelt werden können:

Antrag auf

  • Neuzulassung eines Kfz,
  • Wiederzulassung eines Kfz,
  • Umschreibung eines Kfz mit Kennzeichenwechsel.

Vollautomatisierte

  • Umschreibung eines Kfz ohne Kennzeichenwechsel
  • Außerbetriebsetzung (Abmeldung) eines Kfz
  • Adressänderung des Halters eines Kfz

Informationen dazu, welche Voraussetzungen es für die online-Abwicklung gibt und welche Vorgänge zur Zeit noch die persönliche Vorsprache oder die Inanspruchnahme eines Dienstleisters erfordern, finden Interessierte hier:

Stadt Remscheid – KFZ Online-Dienstleistungen. Von hieraus gelangen Interessierte auch ins STVA (Straßenverkehrsamt)-Portal der Zulassungsbehörde: https://stvaportal.remscheid.de/home.

Weitere nützliche Links:

Quelle: Stadt Remscheid

Vorfahrt eines Streifenwagens missachtet: Zwei Verletzte

Sonntagnacht (24.01.) um 01:15 befuhr ein Streifenwagen Mercedes-Benz Vito in Burscheid die Luisenstraße aus Richtung Mittelstraße kommend in Richtung Luisental.

Aus der Straße Sauers Weiden kam zu diesem Zeitpunkt eine 21-jährige Leverkusenerin mit einem Suzuki und bog nach links ebenfalls in Richtung Luisental ab. Sie missachtete dabei die Vorfahrt des aus ihrer Sicht von rechts kommenden Streifenwagens, so dass der Streifenwagen trotz eingeleiteter Notbremsung gegen die Beifahrerseite des Suzuki stieß.

Beide Airbags des Polizeifahrzeugs lösten bei der Kollision aus und die Beamten (25 / 22 Jahre) wurden durch den Aufprall leicht verletzt. Sie wurden mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht und dort ambulant behandelt. Beide Fahrzeuge mussten anschließend abgeschleppt werden. Der Sachschaden wird insgesamt auf circa 15.000 Euro geschätzt. (ct)

Vorschlag des Sportbunds auf der Höhe der Zeit

Der Vorschlag des Sportbundes Remscheid e.V., die bestehende Stadionplanung Hackenberg solange ruhen zu lassen bis die Entscheidung zum DOC endgültig ist, und stattdessen so schnell wie möglich den Ascheplatz Hackenberg in einen Kunstrasenplatz umzuwandeln, wird von Peter Lange, sportpolitischer Sprecher DIE LINKE Remscheid und stellvertretender Vorsitzender des Sportausschusses begrüßt (siehe: Sportbund Remscheid: Sportstättenentwicklung Hackenberg und Neuenkamp).

Lange führt aus: „Dieser Vorschlag des Sportbunds ist auf der Höhe der Zeit. Alles Zuwarten auf eine Entscheidung der Gerichte in Sachen DOC und auch ein neuer Sportstättenentwicklungsplan wird die SG Hackenberg nicht vor weiterem erheblichen Mitgliederschwund schützen. Der Verein braucht jetzt Hilfe. Der Vorschlag des Sportbunds muss im Interesse einer positiven Entwicklung des Vereinssports umgesetzt werden. Die SG Hackenberg ist Willens und in der Lage den Eigenanteil zu stemmen. Nun liegt es an der Politik die finanziellen Mittel im Haushalt einzuplanen.“

Drei Wohnungseinbrüche im Stadtgebiet

Am gestrigen Sonntag (24.01.) ist die Polizei RheinBerg zu insgesamt drei Wohnungseinbrüchen im Stadtgebiet gerufen worden.

In der Broicher Straße in Kaule haben Unbekannte am Abend bzw. in der Nacht nach 18 Uhr ein Küchenfenster eingeschlagen und sind in das Haus des Geschädigten eingestiegen. Sie durchwühlten Schränke und Schubladen und entwendeten zwei alte Kofferradios. Aufgrund fehlender Spuren im Schnee dürfte die Tat vor 04 Uhr geschehen sein, bevor der Schneefall eingesetzt hat.

Am Nachmittag gegen 17 Uhr wurde die Polizei zum Talweg nach Heidkamp gerufen. Dort haben Unbekannte ein Fenster mit einem Stein zerstört und aus dem Einfamilienhaus einen Laptop gestohlen. Die Hauseigentümer sind allerdings kurz davor, aus dem Haus auszuziehen, so dass das Haus überwiegend leer stand.

Abends um 20 Uhr fiel dann ein dritter Einbruch in der Karl-Ernst-Rahtgens-Straße in Paffrath auf, weil die Terrassentüren offen standen, als die Hausbesitzer heim kamen. Als sie gegen 15 Uhr das Haus verlassen hatten, war noch alles in Ordnung. Die Täter hatten die Türen aufgehebelt und sämtliche Schränke und Schubladen im Haus durchsucht. Sie machten nach einer ersten Einschätzung jedoch keine Beute, so dass es lediglich bei einem Sachschaden von circa 350 Euro blieb.

Zu allen drei Tatorten wurde der Erkennungsdienst bestellt, um mögliche Spuren zu sichern.

Hinweise und Zeugen

Wer kann Aussagen treffen oder sachdienliche Hinweise geben? Bitte an die Polizei RheinBerg unter der Rufnummer 02202 205-0 wenden.

Raub in Barmen

Am vergangenen Freitag (22.01.2021), gegen 23:20 Uhr, beraubten bislang Unbekannte einen Mann in Barmen.

Einer der späteren Täter pöbelte den 39-Jährigen zunächst am Alten Markt an. Später schlugen und traten an der Straße Zur Schafbrücke mehrere dazugehörige junge Männer auf ihr Opfer ein und stahlen Getränke aus seinem Rucksack.

Im Zuge der polizeilichen Fahndung konnten zwei verdächtige Personen angetroffen werden, die für die Tat mitverantwortlich sein könnten. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. (sw)

Zeug*innen gesucht und Hinweise erbeten

Die Polizei bittet Zeug*innen und Hinweisgebende, die sich zu diesem Sachverhalt äußern können, sich unter der Telefonnummer 0202/284-0 zu melden.

25.01.2021: Corona im Rheinisch-Bergischen Kreis

12 weitere bestätigte Corona-Fälle im Rheinisch-Bergischen Kreis

Im Rheinisch-Bergischen Kreis sind 12 weitere bestätigte Corona-Fälle bekannt geworden: 4 in Bergisch Gladbach, 1 in Burscheid, 2 in Kürten, 2 in Leichlingen, 1 in Rösrath und 2 in Wermelskirchen. Es gelten 47 weitere Personen als genesen. 522 Personen sind aktuell infiziert. Es befinden sich 1.184 Personen in Quarantäne, das sind 25 weniger als am Vortag. Über die Anzahl der stationären Patienten kann heute keine Angabe gemacht werden. Die 7-Tage-Inzidenz liegt laut Landeszentrum für Gesundheit NRW (LZG) nun bei 86,1.

Aktuelle Zahlen

Insgesamt gibt es nun 6.459 bestätigte Corona-Fälle im Rheinisch-Bergischen Kreis. Diese verteilen sich wie folgt auf die Kommunen: Bergisch Gladbach (2.592), Burscheid (479), Kürten (290), Leichlingen (780), Odenthal (248), Overath (744), Rösrath (550) und Wermelskirchen (776).

96 Todesfälle im Rheinisch-Bergischen Kreis stehen im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion: Bergisch Gladbach (35), Burscheid (1), Kürten (2), Leichlingen (23), Odenthal (2), Overath (15), Rösrath (4) und Wermelskirchen (14).

Von den 6.459 bestätigten Fällen gelten 5.841 Personen inzwischen als genesen. Diese verteilen sich wie folgt auf die Kommunen: Bergisch Gladbach (2.373), Burscheid (433), Kürten (271), Leichlingen (712), Odenthal (236), Overath (642), Rösrath (495) und Wermelskirchen (679).

522 Personen sind aktuell infiziert. Diese verteilen sich wie folgt auf die Kommunen: Bergisch Gladbach (184), Burscheid (45), Kürten (17), Leichlingen (45), Odenthal (10), Overath (87), Rösrath (51) und Wermelskirchen (83).

1.184 Personen befinden sich in Quarantäne. Bergisch Gladbach (330), Burscheid (115), Kürten (46), Leichlingen (87), Odenthal (21), Overath (197), Rösrath (139) und Wermelskirchen (249).

Quelle: Rheinisch-Bergischer-Kreis

Robert Koch Institut für den Rheinisch-Bergischen Kreis heute

Es gibt insgesamt 6.458 positiv getestete Menschen aus dem Rheinisch-Bergischen Kreis. Die 7-Tage-Inzidenz liegt momentan bei 86,1. 96 Menschen sind leider verstorben.

Fälle letzte 7 Tage244
Fälle letzte 7 Tage/100.000 EW86,1
Fälle gesamt6.458
Fälle gesamt/100.000 EW2.279,8
Todesfälle gesamt96
Einwohnerzahl283.271
BundeslandNordrhein-Westfalen
Meldung des RKI.

Corona: Bürgertelefon im Rheinisch-Bergischen Kreis

Das Bürgertelefon des Rheinisch-Bergischen Kreises ist von Montag bis Donnerstag von 8 bis 16 Uhr sowie Freitag von 8 bis 15 Uhr und am Wochenende von 10 bis 14 Uhr unter der Telefonnummer 02202 131313 erreichbar.

Tankstelleneinbrecher schneiden Loch in die Gebäudefassade

In der Nacht zu Sonntag (24.01.) sind bislang Unbekannte in eine Tankstelle an der Burger Straße in Wermelskirchen eingebrochen.

Am Vorabend gegen 22:30 Uhr hatte ein Angestellter die Tankstelle zuletzt verlassen und ordnungsgemäß verschlossen. Im Tatzeitraum haben die Täter auf der Rückseite des Gebäudes ein Loch in die Fassade geschnitten und gelangten so in den Verkaufsraum.

Aus einem Schrank entwendeten sie zahlreiche Zigarettenpackungen. Zum Tatort wurde der Erkennungsdienst gerufen, um Spuren zu sichern. Die Auswertung der Videoüberwachung wurde ebenso veranlasst. Wer verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet hat, die mit dieser Tat zusammenhängen können, wendet sich bitte an die Polizei. (ct)

Hinweise und Zeugen

Wer kann Aussagen treffen oder sachdienliche Hinweise geben? Bitte an die Polizei RheinBerg unter der Rufnummer 02202 205-0 wenden.

25.01.2021: Aktuelle Gesundheitslage in Remscheid

Laut Gesundheitsamt gibt es aktuell 155 Remscheiderinnen und Remscheider, die an Covid-19 erkrankt sind und sich in angeordneter Quarantäne befinden.

Damit gibt es insgesamt 3.284 positiv getestete Remscheiderinnen und Remscheider. 3.010 Remscheiderinnen und Remscheider gelten als genesen, 119 Menschen sind leider verstorben.

Zusätzlich gibt es mit heutigem Datum 450 Personen, die als Verdachtsfälle unter häuslicher Quarantäne stehen.

Die Krankenhäuser vermelden 30 positive Fälle in stationärer Behandlung, darunter 6 intensivpflichtige Behandlungen (5 beatmet), Stand 25.01.2021 (Das sind nicht unbedingt Remscheiderinnen und Remscheider.).

Quelle: Stadt Remscheid

Robert Koch Institut für Remscheid heute

Es gibt insgesamt 3.284 positiv getestete Remscheiderinnen und Remscheider. Die 7-Tage-Inzidenz liegt momentan bei 97,9. 119 Menschen sind leider verstorben.

Fälle letzte 7 Tage109
Fälle letzte 7 Tage/100.000 EW97,9
Fälle gesamt3.284
Fälle gesamt/100.000 EW2.949,6
Todesfälle gesamt119
Einwohnerzahl111.338
BundeslandNordrhein-Westfalen
Meldung des RKI.

Corona in Remscheid

Alle unsere Meldungen zu Corona in Remscheid und den Inzidenzwert Remscheid findet man auch direkt und einfach unter www.corona-remscheid.de.

Hotline für Ältere und Vorerkrankte verstärkt

Um den Service für Ältere und Vorerkrankte zu verbessern, wird ab Montag, 25. Januar 2021, eine weitere Telefonnummer freigeschaltet. Die Hotline ist von Montag – Freitag jeweils von 8 bis 16 Uhr unter den Rufnummern (0 21 91) 4 64 53 51 und (0 21 91) 4 64 55 81  zu erreichen!

Klimagipfel in Den Haag: Klimaanpassung viel stärker ins globale Rampenlicht rücken

Eine neue Dynamik im Kampf gegen die fortschreitende Klimakrise erwartet Umweltministerin Ursula Heinen-Esser von dem in Den Haag stattfindenden ersten globalen Klimaanpassungsgipfel.

Das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz teilt mit:

Eine neue Dynamik im Kampf gegen die fortschreitende Klimakrise erwartet Umweltministerin Ursula Heinen-Esser von dem am 25. und 26. Januar in Den Haag stattfindenden ersten globalen Klimaanpassungsgipfel. „Klimaanpassung gehört viel stärker als bisher ins globale Rampenlicht. Deshalb ist der Gipfel ein sehr wichtiges politisches Signal. Wir erleben auch in Deutschland heute schon die Folgen des Klimawandels mit Trockenheit, Hitze und Starkregen. Wir müssen unsere Städte, unsere Wälder, unsere Natur stärken gegen den Klimawandel. Klimaschutz und Klimaanpassung sind deshalb zwei Seiten einer Medaille, der Teufelskreis des Klimawandels duldet kein Entweder-oder.“ Ohne eine konsequente Vorsorge seien die Folgen gravierend und zerstörerisch. „Wir müssen die Widerstandsfähigkeit des Immunsystems unserer Erde gegen die Folgen des Klimawandels stärken“, sagte Heinen-Esser im Vorfeld des Gipfels.

„Wir müssen die Widerstandsfähigkeit des Immunsystems unserer Erde gegen die Folgen des Klimawandels stärken.“

Ursula Heinen-Esser, Umweltministerin des Landes Nordrhein-Westfalen

Der Klimawandel ist die globale Herausforderung unserer Zeit. Nach dem in der vergangenen Woche vom Weltwirtschaftsforum vorgelegten Weltrisikobericht ist der Klimawandel und in der Folge dramatische Wetterereignisse die größte Gefahr für unsere Erde. Auch in Nordrhein-Westfalen ist der Klimawandel längst angekommen und spürbar. Die vergangenen Hitze-, Trocken- und Extremwetterereignisse haben gezeigt, wie der Klimawandel zunehmend wirkt. Das Jahr 2020 war laut Deutschem Wetterdienst das wärmste Jahr in Nordrhein-Westfalen seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881. Klimamodelle projizieren bei ungebremstem Treibhausgasausstoß im Vergleich zur Periode 1971-2000 eine Temperaturzunahme von 2,8 bis 4,4 Grad Celsius für den Zeitraum 2071-2100.

Ziel der Landesregierung ist es, sowohl die ländlichen Regionen als auch die Städte so gut es geht klimafest zu machen. Ministerin Heinen-Esser: „Klimaanpassung ist Daseins- und Zukunftsvorsorge. Wir müssen uns bestmöglich auf nicht mehr abzuwendende Veränderungen einstellen. Und dies geht am besten durch gemeinsamen Austausch, gegenseitige Unterstützung und ein Voneinander-Lernen – global und regional.“ Als erstes Land hat Nordrhein-Westfalen ein eigenständiges Klimaanpassungsgesetz vorgelegt. Danach sollen alle politischen Entscheidungen und kommunalen Planungsvorhaben fortan einem Klimaanpassungs-Check unterzogen werden.

Schottergärten verbannen

In der Klimavorsorge geht es um sehr konkrete Fragen: Wie gehen Kommunen mit Hitzetagen um, wo schaffen sie Frischluftschneisen? Wie werden vor Ort Zielkonflikte gelöst, etwa zwischen Landwirtschaft und Industrie in Trockenphasen? Von übergeordneter Bedeutung sind der Ausbau grüner Infrastruktur und ein angepasstes Wassermanagement insbesondere in Ballungsräumen. Maßnahmen wie Dach- und Fassadenbegrünungen, Bäume, Gartenanlagen und Parks kühlen ihr Umfeld, verbessern das Mikroklima, reinigen die Luft und fördern Biodiversität.

Ministerin Heinen-Esser: „Indem wird Schottergärten verbannen oder Niederschlagswasser nicht einfach in den Kanal leiten, können wir Überschwemmungen verhindern. Die Verdunstung wirkt sich positiv auf das Kleinklima aus und kann bei sommerlicher Hitze zur Absenkung der Umgebungstemperatur beitragen. Hierzu gibt es bereits zahlreiche Best-Practice-Beispiele, die allerorts zum festen Bestandteil in der Stadtplanung werden müssen“, so Heinen-Esser.

Hintergründe zum Klimaanpassungs-Gipfel in Den Haag: www.cas2021.com

Der „Climate Adaptation Summit (CAS) 2021“ ist der erste globale Gipfel von Staats- und Regierungschefs, der sich gezielt der Beschleunigung von Maßnahmen zur Klimaanpassung unseres Planeten widmet. Staatsoberhäupter aus aller Welt werden teilnehmen. Ziel des Gipfels ist es, den drängenden Handlungsbedarf sowie innovative und transformative Anpassungsmaßnahmen aufzuzeigen sowie Unterstützung für die Finanzierung und Umsetzung von Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel für die nächste Dekade zu mobilisieren. Unter anderem soll eine Anpassungsaktionsagenda (Adaptation Action Agenda) verabschiedet werden, ein Instrument zur Beschleunigung von Maßnahmen zur Klimaanpassung.

Fakten und Zahlen zum Klimawandel in Nordrhein-Westfalen

  • Im Zeitraum 1990 bis 2019 ist die mittlere Jahrestemperatur im Vergleich zum Zeitraum 1881 bis 1910 um 1,5 Grad auf inzwischen 9,9 Grad Celsius angestiegen. Die Zahl der Sommertage (>25 Grad) beziehungsweise Hitzetage (>30 Grad) hat in den vergangenen hundert Jahren um elf bzw. vier heiße Tage zugenommen. Das Grundwasser ist heute fast ein Grad wärmer als vor 30 Jahren. 
  • Die vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) ausgewerteten Daten im Klimafolgenmonitoring zeigen zudem eine signifikante Zunahme warmer und heißer Tage und eine Abnahme der Frost- und Eistage, auch die Gewässertemperatur im Rhein steigt. 
  • Vor allem stark verdichtete und hoch bebaute Innenstadtbereiche ohne Grünflächen wirken sich negativ auf die Klimabilanz aus. Durch sogenannte Wärme- oder Hitzeinseln können insbesondere in der Nacht die Temperaturen um bis zu zehn Grad Celsius höher liegen als im Umland. 
  • 23 Prozent der Siedlungsfläche Nordrhein-Westfalens werden in Bezug auf Hitzebelastung als ungünstig eingestuft, betroffen sind ca. 6,9 Millionen Menschen, was 38 Prozent der nordrhein-westfälischen Bevölkerung betrifft. Laut Prognose des Landesamts für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) steigt dieser Anteil bis 2050 auf 61 Prozent, was etwa elf Millionen Menschen entsprechen wird. 
  • Die vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) ausgewerteten Daten im Klimafolgenmonitoring zeigen zudem auch eine signifikante Zunahme von Niederschlagsextremen wie Niederschlagsdefizite oder lokale Starkregen. 
  • Starke Niederschläge führen zu Hochwasser, lange niederschlagsfreie Zeiträume zu Trockenheit im Boden, niedrigen Wasserständen in den Gewässern und sinkenden Grundwasserständen. 
  • Durch den Klimawandel ist weiterhin eine Verschiebung der saisonalen Niederschlagsmengen zu beobachten: Immer häufiger fallen die meisten Niederschläge im Winter und nicht, wie zu Beginn der Wetteraufzeichnungen, während der Vegetationsperiode. 

Aktivitäten und Maßnahmen der Landesregierung

  • Aufruf Kommunaler Klimaschutz: Im Rahmen des Aufrufs KommunalerKlimaschutz.NRW fördert die Landesregierung Maßnahmen zur Klimaanpassung, zudem wissenschaftliche Untersuchungen, Bildung, Vernetzung und Kommunikation. 
  • Starkregenkarten: Ein Beispiel ist die Erstellung von Starkregengefahrenkarten in den Kommunen, z.B. in Dortmund, Köln oder Wuppertal. Anfang 2019 hat das Umweltministerium eine „Arbeitshilfe kommunales Starkregenrisikomanagement“ für Kommunen eingeführt. 
  • Grüne und blaue Infrastruktur: Die Projekte „Offensive Grüne Infrastruktur 2030“ und „Klimaresiliente Region mit internationaler Strahlkraft“ sind Bestandteil der Ruhr-Konferenz. Im Bereich Grüne Infrastruktur wurden bis Ende 2020 bereits mehr als 70 geförderte Projekte umgesetzt. In den kommenden zehn Jahren investieren das Land Nordrhein-Westfalen und die Wasserverbände über 200 Millionen Euro im Ruhrgebiet, um die Lebensqualität und Attraktivität der Städte zu erhalten und Schäden zu vermeiden. 
  • NRW-Konjunkturprogramm: Mit dem Förderaufruf „Grüne Infrastruktur“ aus den Mitteln des Konjunkturpakets werden bis Mitte 2021 weitere rund 60 Maßnahmen mit bis zu 100 Prozent finanziert. Ergänzend werden mit dem Sonderprogramm „Klimaresilienz in Kommunen“ Klimaanpassungsmaßnahmen in Städten mit insgesamt 12 Millionen Euro gefördert. Die Gelder schaffen Abhilfe bei aufgeheizten Innenstädten und ermöglichen z.B. die Finanzierung von Dach- und Fassadenbegrünung an Gebäuden und Hitzeschutz an Plätzen. 
  • Beratung zur Klimafolgenanpassung: Seit dem Jahr 2019 stellt das Land Städten, Gemeinden und Kreisen eine Beratung zur Klimafolgenanpassung (beim Deutschen Institut für Urbanistik) zur Verfügung. Ziel ist es, Wissen zu vermitteln und integrierte Klimaanpassungskonzepte und -maßnahmen vorzubereiten. 
  • Valide Datengrundlage: Das LANUV sammelt kontinuierlich Daten zum Klimawandel und entwickelt diese ständig weiter. Ein Ergebnis ist das öffentlich zugänglich Fachinformationssystem Klimafolgenanpassung NRW. Die dort zusammengetragenen Informationen dienen als Grundlage für alle Bürgerinnen und Bürger und für Akteure im Bereich der Klimaanpassung.