Sonderausstellung FLOTT – Bohrmaschinen der Extraklasse

Die aktuelle Sonderausstellung des Deutschen Werkzeugmuseums heißt ‚FLOTT – Bohrmaschinen der Extraklasse‘ und reflektiert den Zeitraum von 1854 – 2019.

165 Jahre Tradition und noch in Familienbesitz. Grund genug auf die Geschichte der Firma und die Entwicklung der Bohrmaschine zu blicken.

Vom Drillbohrer über Bohrwinden, von der Regulator-Bohrmaschine über elektrische Bohrmaschinen bis zu digital gesteuerten Standbohrmaschinen erstreckt sich die Entwicklungsreihe. Auch heute gibt es keinen Stillstand, sondern ständige Innovationen zeichnen die Firma aus und machen sie zum Technologieführer bei den industriellen Bohrmaschinen. Dabei werden regionale und soziale Verantwortung großgeschrieben und unter dem Leitspruch ‚Made in Remscheid‘ zusammengefasst.

Begleitprogramm zur Ausstellung

Das Poster zur Ausstellung. Poster: Deutsches Werkzeugmuseum
Das Poster zur Ausstellung. Poster: Deutsches Werkzeugmuseum

Als Begleitprogramm zu der Sonderausstellung bieten wir unterschiedliche Aktionen an. Den Auftakt macht am 20. Februar 2020 ab 19 Uhr Jan Peter Arnz als Geschäftsführender Gesellschafter, der aus erster Hand erläutert, was man mit den unterschiedlichen Bohrmaschinen machen kann. Anhand von praktischen Vorführungen können Sie miterleben, welchen Möglichkeiten Sie haben. Auch wenn Sie besondere Wünsche und Fragen haben, versuchen wir, diese zu beantworten.

Sparkasse: Kostenloses Haushaltsbuch in vier Sprachen

Übersetzung unterstützt noch mehr Menschen bei der Ausgabenkontrolle.

Kostenloses Haushaltsbuch in vier Sprachen. Foto: obs/Geld und Haushalt - Beratungsdienst der Sparkassen-Finanzgruppe
Kostenloses Haushaltsbuch in vier Sprachen. Foto: obs/Geld und Haushalt – Beratungsdienst der Sparkassen-Finanzgruppe

Ein Haushaltsbuch hilft, die Ausgaben im Blick zu behalten und auch mit knappem Budget gut über die Runden zu kommen. Das jetzt neu erschienene „einfache Haushaltsbuch“ vom Beratungsdienst Geld und Haushalt geht noch einen Schritt weiter: Um auch Menschen mit geringen Deutschkenntnissen bei der Ausgabenkontrolle zu unterstützen, gibt es dieses Haushaltsbuch ab sofort neben der deutschen Version auch in englischer, französischer und arabischer Sprache. Die Broschüre kann kostenfrei über www.geldundhaushalt.de oder telefonisch unter 030 204 55 818 bestellt werden.

Große Hilfe im Alltag

Das „einfache Haushaltsbuch“ unterstützt mit klaren Symbolen, einfachen Beispielen und Farbleitfäden besonders Einsteiger. Durch die fremdsprachigen Übersetzungen können auch Menschen, die erst seit kurzem in Deutschland leben, das Haushaltsbuch für sich nutzen. Das „einfache Haushaltsbuch“ wird von Geld und Haushalt, dem unabhängigen Beratungsdienst der Sparkassen-Finanzgruppe herausgegeben. Über die Broschüre hinaus gibt es weitere kostenlose Angebote, die die Finanzbildung der Menschen stärken und sie dabei unterstützen, gute Finanzentscheidungen im Alltag zu treffen.

Konsumentenwunsch nach mehr heimischer Öko-Ware

Deutscher Bauernverband (DBV): Öko-Umstellungsinteresse der deutschen Landwirte hoch – Hohe Importanteile im Öko-Markt trotz Konsumentenwunsch nach mehr heimischer Öko-Ware.

Immer mehr Bauern interessieren sich für eine Umstellung auf den Ökolandbau. Laut aktuellem DBV-Konjunkturbarometer vom Dezember 2019 können sich 18,4 Prozent der Landwirte eine Umstellung zum Ökolandbau vorstellen. Darunter sind allerdings nur knapp 3 Prozent derzeit fest zur Umstellung entschlossen. Bei den schweinehaltenden Betrieben beträgt dieser Anteil an die 4 Prozent. Das Umstellungsinteresse steigt seit Jahren an: 2018 lag es bei 16 Prozent und 2017 bei 15 Prozent, in den Jahren zuvor lag es bei etwa 11 Prozent.

Liegt es am Markt?

Der DBV-Öko-Beauftragte und Brandenburger Bauernpräsident Hendrik Wendorff hält die Realisierung des 20-Prozent-Ziels von Bund und Ländern für möglich: „An den Bauern wird es nicht scheitern, wenn der Markt unsere heimischen Öko-Produkte aufnimmt. Die Bauern stellen um, wenn die Vermarktung und das Öko-Preisniveau gesichert sind.“

Derzeit liegt der Öko-Flächenanteil bei rund 10 Prozent. Über 12 Prozent der deutschen Betriebe wirtschaften ökologisch. Für weitere Umstellung muss die Nachfrage im Mittel der Jahre im Einklang mit der zusätzlichen Öko-Erzeugung wachsen und die Importe müssten durch heimische Rohstoffe ersetzt werden. Durch die starke Umstellungstätigkeit in den letzten fünf Jahren reicht das deutsche Öko-Rohstoffaufkommen bereits jetzt, um den inländischen Öko-Konsum an Getreideprodukten, Milch und Fleisch zu decken. Derzeit werden beispielsweise noch etwa 30 Prozent des inländischen Verbrauchs an ökologischen Milchprodukten importiert, obwohl deutsche Milchviehbetriebe auf der Umstellungswarteliste der Molkereien stehen.

Okö-Anteile seit Jahren steigend

Die deutsche Öko-Ackerfläche hat seit 2015 laut Daten der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft um 53 Prozent zugenommen, die Öko-Schweinehaltung um 57 Prozent und die Öko-Milcherzeugung wuchs in den letzten fünf Jahren sogar um 64 Prozent. Damit legen im Ökolandbau die marktrelevanten Bereiche besonders stark zu, während vorher lange Zeit überproportional nur extensive Grünlandstandorte umgestellt wurden. Der Einfluss des Öko-Marktpreises auf die ökonomische Nachhaltigkeit der Öko-Betriebe ist infolge stark gewachsen. Der DBV-Ökobeauftragte Wendorff, selbst Ökolandwirt, erklärt, dass die im Rahmen der Agrar-Umweltprogramme gezahlte Öko-Prämie zwar sehr wichtig sei, aber in der Öko-Tierhaltung nicht stabile Erzeugerpreise ersetzen könne. Sinke der Öko-Milchpreis beim Bauern von derzeit etwa 47 Cent pro kg nur um 10 Prozent werde die durchschnittlich in Deutschland gewährte Öko-Prämie aufgezehrt. Der beim Verbraucher erzielte Öko-Mehrpreis könne also nur begrenzt durch staatliche Prämien ausgeglichen werden. Es gelte aber auch die Öko-Prämie als Ausgleichzahlung für die besonderen Umweltleistungen des Ökolandbaus abzusichern. Dazu müsse entsprechend Budget in den Agrarhaushalten von Bund und Ländern eingeplant werden.

Detailliertere Daten zur Umstellungsbereitschaft aus dem DBV-Konjunkturbarometer HIER.

Für das DBV-Konjunkturbarometer werden im Westen Deutschlands Betriebe über 30 Hektar landwirtschaftlich genutzte Fläche und im Osten Deutschlands Betriebe über 100 Hektar und mehr befragt, um vor allem die Konjunkturlage der Haupterwerbsbetriebe abzubilden.

Einladung: Singproben für den Weltgebetstag

Sylvia Tarhan studiert die Lieder zum Weltgebetstag mit dem Singkreis ein. Die Proben des Singkreises im Gemeindehaus Hardtstraße sind für den 18. Februar und 3. März um 18 Uhr geöffnet für Interessentinnen.

Herzliche Einladung an alle Frauen, die beim Projekt Weltgebetstag mitmachen möchten.

Infos bei Sylvia Tarhan, Telefon: 02191 55184

DUH: Verbesserungen bei Luftbelastung 2019

Deutsche Umwelthilfe sieht Verbesserungen, aber keine Entwarnung bei der Luftbelastung in Deutschland 2019.

Umweltbundesamt stellt Bericht zur Luftqualität 2019 mit vorläufiger Auswertung der Messstationen vor – Luftbelastung durch Feinstaub und das Dieselabgasgift Stickstoffdioxid noch immer zu hoch – Deutsche Umwelthilfe fordert verbindliche Hardware-Nachrüstungen für alle Diesel-Fahrzeuge der Abgasstufe Euro 5 und 6 sowie Vorbereitung auf die Einhaltung der strengeren Luftqualitätsvorgaben der WHO.

Die Belastung der Luft in deutschen Städten mit Schadstoffen ist nach wie vor deutlich zu hoch. Zu diesem Schluss kommt die Deutsche Umwelthilfe (DUH) angesichts des Berichtes des Umweltbundesamts (UBA) „Luftqualität 2019“ zu den Luftschadstoffdaten von Stickstoffdioxid (NO2), Feinstaub und Ammoniak. Demnach überschritten im Jahr 2019 rund 20 Prozent der verkehrsnahen Messstellen den EU-Grenzwert für NO2 von 40 Mug/m³ im Jahresmittel. Die im Jahr 2019 ermittelten NO2-Belastungen durch Passivsammlermessungen sind leider nicht vollständig veröffentlicht. Die DUH geht davon aus, dass dadurch auch die Zahl der von Grenzwertüberschreitungen betroffenen 21 Städte wesentlich steigt. Die DUH fordert die Einhaltung des Grenzwerts so schnell wie möglich, jedoch spätestens im Jahresmittel 2020.

Einhaltung der Grenzwerte gefordert

Dazu Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH: „Wir freuen uns über die teilweise gesunkenen Werte. Es gibt noch immer Überschreitungen des Grenzwerts für das gesundheitsschädliche Dieselabgasgift NO2. Leider wurden die Messwerte aus den häufig besonders stark belasteten engeren Straßenschluchten, die per Passivsammler ermittelt werden, nicht veröffentlicht. Hier finden sich gerade die besonders hohen Überschreitungen. Insofern ist die Zahl der 36 Messstellen mit Überschreitungen nicht korrekt. Ein Grund für die Verringerung der Werte im Jahr 2019 liegt – so ein Experte der TU Berlin – an der besonderen Wetterlage dieses Jahres. In weniger windabhängigen Messorten, wie Innenstadtbereichen von Frankfurt, in denen der Wind nicht gut zirkulieren kann, blieb die Belastung in 2019 gleich oder ist sogar angestiegen. Das Problem der hohen NO2-Belastungen in vielen unserer Innenstädte löst sich nicht von alleine – es muss konkrete Maßnahmen für die Saubere Luft und die Verkehrswende geben. Diesel-Fahrzeuge müssen mit wirksamen Hardwarenachrüstungen auf Kosten der Hersteller eine auch im Winterhalbjahr funktionierende Abgasreinigung erhalten. Hier sind wir insbesondere auf die bevorstehende Entscheidung des Europäischen Gerichtshof zur Frage gespannt. Damit wird höchstrichterlich entschieden, ob die vom Verkehrsministerium und dem nachgelagerten Kraftfahrtbundesamt akzeptierten Abschaltungseinrichtungen bei winterlichen Temperaturen im Einklang mit Europarecht stehen. Diese Entscheidung wird auch Auswirkungen auf die so genannten Software-Updates haben. Wir halten diese für illegal. Die anhaltenden NO2-Grenzwertüberschreitungen im nunmehr elften Jahr zeigen überdeutlich, dass die bisher getroffenen Maßnahmen nicht ausreichen. Politisches Handeln muss sich an den besonders schutzbedürftigen Kindern und Asthmakranken orientieren.“

Zudem atmet die Bevölkerung in weiten Teilen Deutschlands nach wie vor zu viel Feinstaub ein. Eine besonders relevante Quelle von Feinstaub und vor allem von ultrafeinen Partikeln sind Holzfeuerungsanlagen wie z.B. Kaminöfen. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) sollte der Tagesmittelwert für Feinstaub nicht öfter als 3-mal im Jahr eine Belastung von 50 Mug/m³ überschreiten. Trotz des vergleichsweise milden Wetters in der Heizperiode war laut UBA-Bericht die Luft jedoch an mehr als einem Drittel der Messstellen höher belastet als die WHO für tolerabel hält. Zudem wird die Belastung vielerorts gar nicht erfasst: In Wohngebieten und im ländlichen Raum, wo die Feinstaubbelastung durch das Heizen mit Holz besonders hoch sein kann, sind in der Regel keine Messstellen vorhanden.

Mehr Feinstaub in Heizperiode

„Emissionsarme Anlagen mit wirksamer Abgasreinigung müssen Pflicht werden. Wir fordern Länder und Kommunen auf, die Kriterien des neuen Blauen Engels für Kaminöfen als Mindeststandard in lokalen Verordnungen für Einzelraumfeuerungen zu nutzen. Auch das neue Marktanreizprogramm der Bundesregierung zur Förderung erneuerbarer Wärme muss nachgebessert werden. Effektive Partikelabscheider sollten bei der Förderung von Holzheizkesseln und Pelletöfen verpflichtend sein – sowohl im Neubau als auch im Bestand“, so Dorothee Saar, Bereichsleiterin Verkehr und Luftreinhaltung bei der DUH.

Einfluss auf die Luftqualität haben ebenfalls Emissionen aus der Landwirtschaft. Ammoniak führt zur Bildung von Feinstaub, Methan zur Bildung von bodennahem Ozon. Beide Schadstoffe beeinflussen die Luftqualität in Städten und dem ländlichen Raum und damit die Gesundheit der Einwohner. Diese Schadstoffe stammen vorwiegend aus der Landwirtschaft, werden bislang aber nur unzureichend adressiert. Im Zeitraum von 2017 bis 2019 überschritten 41 Prozent aller Ozon-Messstellen den Zielwert zum Schutz der Gesundheit. Das sind im Vergleich zum letzten Zeitraum 13 Prozent mehr.

Barbara Metz, Stellvertretende Bundesgeschäftsführerin der DUH, betont: „Die landwirtschaftlichen Ammoniak-Emissionen in Deutschland steigen seit 2010. Der dadurch entstehende Feinstaub schadet der Gesundheit. Reduktionsmaßnahmen müssen insbesondere in der Nutztierhaltung und bei der Düngung auf dem Feld ansetzen. Das ist seit langem bekannt, wird aber auch von der amtierenden Ministerin Klöckner nicht angepackt.“

Hintergrund

Die gesundheitliche Relevanz von Luftschadstoffen werden durch mehrere Papiere und Stellungnahmen verschiedener wissenschaftlicher Vereinigungen, wie beispielsweise der Internationalen Gesellschaft für Umweltepidemiologie (ISEE) und der European Respiratory Society (ERS), der 900 Mitglieder zählende Gesellschaft der Kinder-Pneumologen – Gesellschaft für Pädiatrische Pneumologie (GPP), des Forum of International Respiratory Societies (FIRS) und des Bundesverband der Pneumologen, Schlaf- und Beatmungsmediziner (BdP) verdeutlicht. Diese verteidigen die WHO-Grenzwerte und fordern deren Einhaltung. Demnach sind die gesundheitsschädlichen Wirkungen der diskutierten Luftschadstoffe wissenschaftlich eindeutig belegt.

Die DUH macht sich auch auf dem Rechtsweg für saubere Luft in Städten stark. Mit Informationskampagnen setzt sich der Umwelt- und Verbraucherschutzverband dafür ein, Feinstaub- und Rußemissionen aus Öfen und Heizkesseln zu senken und die gesetzlichen Rahmenbedingungen zu Silvesterfeuerwerken zu verändern. Darüber hinaus adressiert die DUH im Projekt „Clean Air Farming“ (LIFE17 GIE/DE/610 CLEAN AIR FARMING) die Luftbelastung durch Methan und Ammoniak aus der Landwirtschaft.

Weitere Informationen

www.clean-air-farming.eu, www.clean-heat.eu, www.right-to-clean-air.eu

Links

Zum Bericht „Luftqualität 2019“ des Umweltbundesamtes: https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/luftqualitaet-2019

 

Quelle: https://www.presseportal.de/pm/22521/4517650

Zeugenaufruf: Autounfall auf der Bismarckstraße

Am 5. Februar 2020 kam es auf der Bismarckstraße in Fahrtrichtung Burgerstraße gegen 15.30 Uhr zu einem Autounfall zwischen einem PKW und einem LKW sowie in der Folge zwei weiteren parkenden PKW.

Zwischen den geparkten Fahrzeugen (blauer Hyundai und schwarzer Audi) und dem LKW war ein grauer VW Polo eingeklemmt. Die Insassen blieben allesamt leicht- oder unverletzt. Der Sachschaden liegt bei circa 33.000 Euro.

Um den Ablauf des Unfallgeschehens zu klären, werden Zeugen, die sachdienliche Hinweise zu dem Unfall geben können, gebeten, sich unter 0202 / 284 0 telefonisch bei der Polizei zu melden. (jb)

Bürgerbüro Lüttringhausen an zwei Tagen geschlossen

Presseinformation der Stadt Remscheid.

Am kommenden Freitag, 14. Februar 2020 und am Rosenmontag, 24. Februar 2020 muss das Bürgerbüro Lüttringhausen leider geschlossen bleiben.

Die Stadt Remscheid hofft auf Verständnis.

Öffnungszeiten Bürgerbüro Lüttringhausen

Infos und Öffnungszeiten vom Bürgerbüro Lüttringhausen auf der Homepage der Stadt Remscheid: www.remscheid.de

Johannes und Hae Min Geßner stellen Liederzyklus vor

Musik von großer Emotionalität: CD-Vorstellung von Johannes und Hae Min Geßner in der Lenneper Stadtkirche.

Sonntagabend in der Lenneper Stadtkirche. Draußen tobt sich das Orkantief Sabine aus und hält wohl einige potentielle Besucher vom Gang durch die Lenneper Altstadt ab. Johannes und Hae Min Geßner, beide in traditionellen koreanischen Gewändern gekleidet, erwarten zu ihrem CD-Release-Konzert dennoch einige Gäste.

Dreißig werden es sein, die den von Johannes Geßner komponierten und von Hae Min gesungenen acht Liedern zuhören mögen.

Geschichte und Geschichten

Acht Lieder sang Hae Min Geßner in der Lenneper Stadtkirche. Foto: Peter Klohs
Acht Lieder sang Hae Min Geßner in der Lenneper Stadtkirche. Foto: Peter Klohs

„Korea“, so der Kreiskantor vor dem Konzert, „ist 1917 von Japan eingenommen worden. Erst zum Ende des 2. Weltkrieges wurde das Land wieder befreit. Zahlreiche koreanische Dichter haben sich mit dieser unseligen Zeit, die von der Unterdrückung des koreanischen Volkes und deren Kultur geprägt war, auseinander gesetzt und darüber geschrieben. Ich habe versucht, diese Worte mit meiner Tonsprache zu unterstützen. Natürlich möchte ich auch die Texte der koreanischen Dichter besser bekannt machen.“

In der Tat sind die Namen der Poeten in Europa weitgehend unbekannt: Shim Hun, Yun Dong-Ju oder die junge Frau Yu Gwan-Sun sind nur einige Beispiele. Besonders letztere hat einige beklemmende Zeugnisse in Worte gefasst, traurig und dennoch gefasst, mitunter hart am Rand des Erträglichen. Die Zeit unter der japanischen Herrschaft muss grausam gewesen sein.

Die Form und die Sprache der koreanischen Gedichte sind für Europäer schwer zugänglich. Johannes Geßners Kenntnisse der koreanischen Sprache haben ihm bei der Übersetzung sicher gute Dienste geleistet. Die Arbeit an den Kompositionen haben ein Jahr angedauert, aber diese Zeit war keineswegs vertan: Die Musik ist groß!

Große Musik und große Stimme

Johannes Geßner am Piano, dazu die unglaubliche Stimme von Hae Min Geßner. Foto: Peter Klohs
Johannes Geßner am Piano, dazu die unglaubliche Stimme von Hae Min Geßner. Foto: Peter Klohs

Wie die zu Grunde gelegten Worte sind die Töne tiefsinnig, melancholisch, voller tiefer Trauer um Menschen und Heimat, voller Liebe für die Heimat und Menschen, emotional, sensibel, empathisch. Die Tonsprache ist durchweg tonal. Schubladen sind für diese Musik entbehrlich, sie würden nicht passen. Kunstlieder erklingen, halb mit koreanischen Tönen duchzogen, halb europäisch, von der modernen Klassik geprägt. Hier hat der Kreiskantor ein Glockengeläut eingearbeitet, dort den Klang und den Rhythmus einer Trommel, an anderen Stellen die koreanische Nationalhymne oder ein Volkslied. Alleine die ins Deutsche übertragenden Titel der Lieder lassen zuweilen einen Schauder zurück: „Das Schweigen der Geliebten“, „Letzter Wille“ (vielleicht das bewegendste Dokument der sehr jung verstorbenen Dichterin Yu Gwan-Sun), „Die Augen schließen“. Zuletzt genanntes ist auch das letzte Lied im Zyklus und klingt wie ein Wiegenlied. Die Neo-Klassik ist nicht weit.

Einige Male zeigt Hae Min Geßner Emotionen, immerhin singt sie über schwere Zeiten in ihrem Heimatland. Foto: Peter Klohs
Einige Male zeigt Hae Min Geßner Emotionen, immerhin singt sie über schwere Zeiten in ihrem Heimatland. Foto: Peter Klohs

Hae Min Geßner hat eine unglaubliche Stimme zwischen Zärtlichkeit und unbändiger Kraft, leuchtend, stark und sensibel zur gleichen Zeit. Auch die schwierigsten Oktavsprünge meistert sie scheinbar leichterhand. Einige Male zeigt sie Emotionen, was verständlich ist, immerhin singt sie über schwere Zeiten in ihrem Heimatland.

Die Schwierigkeiten und die Möglichkeiten der Kompositionen dieser acht Lieder haben sich am besten Punkt getroffen. Große Musik für Piano und Stimme, ein Fest für jedes neugieriges Ohrenpaar.

Die CD kann man kaufen

Die CD zu dem Konzert kann für 10 Euro erworben werden. Interessierte wenden sich bitte an Johannes Geßner unter Tel. 02191 – 5 60 83 10 oder an johannes-gessner@ekir.de

Kleiner Einblick in die Musik

Nicht beim Konzert, sondern schon vorher entstanden ist dieses Video, das Johannes Geßner auf seinem YouTube-Kanal veröffentlicht hat.

„Gedopte Gesellschaft“: ZDFinfo über den Missbrauch von ADHS-Medikamenten

ADHS zählt zu den häufigsten psychischen Verhaltensstörungen bei Kindern und Jugendlichen. Betroffene werden mit Medikamenten wie Ritalin behandelt. Die ZDFinfo-Doku „Gedopte Gesellschaft – Streitfall Ritalin und Co.“ beschäftigt sich am Sonntag, 16. Februar 2020, um 20.15 Uhr, mit den umstrittenen Wirkstoffen. Die Dokumentation von Filmautor Christian Stracke ist bereits ab Freitag, 14. Februar 2020, 10 Uhr, in der ZDFmediathek abrufbar.

Für die einen sind sie ein Segen, für andere „Kinder-Koks“: ADHS-Medikamente wie Ritalin. Ihr Wirkstoff zählt wie Kokain zu den Amphetaminen. Genau das macht Ritalin auch für einige Gesunde interessant – denn bei ihnen wirkt es wie ein Aufputschmittel. Es steigert die Leistung und fördert die Konzentration. Weil sie sich für besondere Herausforderungen wappnen wollen, greifen deshalb auch immer häufiger Schüler, Studenten und Berufstätige zu Ritalin und ähnlichen Präparaten. Experten warnen entschieden vor dem Missbrauch von ADHS-Medikamenten, denn die Nebenwirkungen des Hirndopings sind fatal.

Andere Drogen

Ebenfalls am Sonntag, 16. Februar 2020, zeigt ZDFinfo ab 18.00 Uhr die zweiteilige Dokumentation „Drug Wars“ über feierfreudige Briten, für die Kokain inzwischen zum Wochenendritual gehört.

Wiederholungstermine

ZDFinfo wiederholt „Gedopte Gesellschaft – Streitfall Ritalin und Co.“ am Mittwoch, 19. Februar 2020, ab 3.30 Uhr, am Freitag, 21. Februar 2020, 10.45 Uhr sowie am Samstag, 22. Februar 2020, 6.00 Uhr. Die beiden Folgen von „Drug Wars“ werden ab Donnerstag, 20. Februar 2020, ab 5.30 Uhr, sowie Freitag, 21. Februar 2020, ab 9.15 Uhr, und am Samstag, 22. Februar 2020, ab 7.30 Uhr erneut gezeigt.

Obstbäume schneiden – aber richtig!

Die Natur-Schule Grund bietet im März wieder Schnittkurse für die heimischen Obstbäume an.

Wie immer zu Jahresbeginn bietet die Natur-Schule Grund einen mehrteiligen Obstbaum-Schnittkurs an. Für gesundes Wachstum der Obstbäume und eine hohe Ertragsleistung ist die richtige, regelmäßige Pflege unerlässlich. In den ersten zehn Standjahren sollte durch jährlichen Schnitt ein stabiles Kronengerüst aufgebaut werden. Weitere Pflegeschnitte im Abstand von drei bis fünf Jahren wirken sich auf Ertrag und Fruchtqualität aus.

Das Praxisseminar der Natur-Schule Grund mit Obstbaum-Praktiker Detlef Regulski bietet die hierfür nötigen Informationen und Hilfestellungen. Detlef Regulski erläutert die geeigneten Werkzeuge und die für die einzelnen Obstarten unterschiedlichen Schnitt-Methoden.

Mehrteiliger Kurs mit Theorie und Praxis

Das Seminar startet mit einem Theorie-Teil am Freitag, 6. März 2020, um 19.30 Uhr. Am nächsten Tag, Samstag, 7. März, geht es ab 14 Uhr um die Praxis der Jungbaumpflege,
und eine Woche später, Samstag, 14. März, folgt ab 14 Uhr die Praxis des Altbaumschnitts.

Ort der Theorie-Veranstaltung ist die Natur-Schule Grund, Grunder Schulweg 13, in Remscheid-Grund. Ort der beiden Praxis-Termine ist die Obstwiese der Katholischen Kirchengemeinde in Remscheid-Lüttringhausen, Richard-Pick-Straße 7.

Anmeldung erfoderlich

Als Ganzes gebucht kostet die Teilnahme an allen drei Kursen 35 Euro. Es ist aber auch möglich, einzelne Kursteile zu buchen. Dann beträgt der Einzelpreis für die Praxisteile jeweils 14 Euro, für den Theorieteil 12 Euro.

Wegen begrenzter Teilnehmerzahlen ist eine Anmeldung unbedingt erforderlich.
Anmeldungen nimmt die Natur-Schule Grund ab sofort entgegen: 02191 3748239 oder info@natur-schule-grund.de.

Hip Hop & Streetdance: „Thrive“ der LTG holt 2. Platz

Die Turniertanzgruppe „Thrive“ der Lenneper Turngemeinde hat am bei den Bergischen Tanztagen in Hückeswagen am vergangenen Wochenende den 2. Platz belegt.

Die ambitionierte Tanz-Formation „Thrive“ der LTG hat unter der Leitung von Monique Rosa mit einer Choreo zum Cardi B Remix an den Bergischen Tanztagen in Hückeswagen teilgenommen. Für die jungen Tänzerinnen sprang dabei in der Juniorengruppe „Hip Hop & Streetdance“ ein hervorragender zweiter Platz heraus.

Stolz und Dankbarkeit

Pokal und Urkunde für die erfolgreichen Tänzerinnen von "Thrive" der Lenneper Turngemeinde. Foto: LTG
Pokal und Urkunde für die erfolgreichen Tänzerinnen von „Thrive“ der Lenneper Turngemeinde. Foto: LTG

Durch das Unwetter Sabine war es nicht allen Tanzgruppen möglich zur Veranstaltung anzureisen, doch ungeachtet dessen konnten die Lenneperinnen mit ihrer Leistung überzeugen. Ohnehin steht besonder der Spaß bei allen im Vordergrund. Der Vorstand der Lenneper Turngemeinde hat den Tanzsportlerinnen herzlich zu Ihrem Erfolg gratuliert.

Die Tänzerinnen von „Thrive“ bedanken sich wiederum herzlich bei der LTG, die für unzählige Zusatztrainings die Sporthallen zur Verfügung gestellt haben und es auch sonst nicht an Unterstützung oder Vertrauen mangeln ließen. Tanztrainerin Monique Rosa dankt ihrem Team: „Es war wie immer ein wundervoller Tag mit Euch!“

Die nächsten Auftritte

Die Tänzerinnen freuen sich jetzt auf die nächsten anstehenden Auftritte und Turniere. Dazu zählt ein Auftritt am 8. März bei der Sportlerehrung im Teo Otto Theater in Remscheid und die Duisburger Tanztage am Samstag, 14. März 2020. Außerdem sind sie am Samstag, 23. Mai 2020 beim Tanzfestival „Bergischer Löwe“ in Wuppertal vertreten. Die Tänzerinnen freuen sich schon auf die weiteren Auftritte und Herausforderungen.

Bei Kaufland eigene Behälter mitbringen

Nachhaltiger Einkauf an der Frischetheke: Kaufland ermöglicht überall das Mitbringen eigener Behälter.

Kaufland bietet seinen Kunden in allen Filialen die Möglichkeit, ihre eigenen Behälter an die Frischetheke mitzubringen und somit Plastik einzusparen. Mit der Einführung eines neuen Frischetabletts hat das Unternehmen eine für alle Filialen praktikable Möglichkeit gefunden, Fleisch, Wurst oder Käse nicht in Folie zu verpacken, sondern direkt in die eigene Mehrwegdose der Kunden zu legen.

„Der Kundenwunsch nach mehr Nachhaltigkeit steht für uns im Mittelpunkt“, sagt Patrick Höhn, Geschäftsführer Frische. „Deshalb freuen wir uns, dass wir jetzt mit der Einführung des Frischetabletts in allen Filialen eine einfache und einheitliche Lösung anbieten können und somit eine weitere Maßnahme im Rahmen unserer Plastikstrategie erfolgreich umsetzen.“

Die Durchführung

Der Ablauf ist ganz einfach: Kauft der Kunde an der Frischetheke ein, wird der mitgebrachte und bereits geöffnete Behälter auf das Frischetablett gestellt und über die Theke gereicht. Der Mitarbeiter stellt das Frischetablett mit Behälter auf die Waage und füllt die gewünschte Ware in die Dose. Berechnet wird selbstverständlich nur das Nettogewicht. Das Gewicht für Tablett und Dose wird automatisch abgezogen. Nachdem der Kunde seine Mehrwegdose wieder erhalten hat, befestigt er den Kassenbon darauf. „So werden alle Hygienevorschriften hundertprozentig eingehalten“, betont Höhn.

Weitere Maßnahmen

Im Rahmen der Plastikstrategie der Schwarz Gruppe REset Plastic hat sich Kaufland das Ziel gesetzt, den eigenen Kunststoffverbrauch bis 2025 um 20 Prozent zu reduzieren. Deshalb arbeitet das Unternehmen kontinuierlich daran, den Einsatz und Verbrauch von Plastik in seinen Prozessen und weiteren Einflussbereichen zu reduzieren. Neben der Plastikreduktion bei den Produkten im Eigenmarkenbereich und einer nachhaltigen Sortimentsgestaltung setzt Kaufland auf einen umweltfreundlichen Einkauf. Damit Kunden komfortabel und nachhaltig einkaufen können, bietet das Unternehmen langlebige Einkaufshelfer, wie Frischetaschen im Obst- und Gemüsebereich, Stoffbeutel aus bio-zertifizierter Baumwolle, stabile Permanent-Tragetaschen, Einkaufsboxen aus nachhaltig-zertifiziertem Karton oder platzsparende Kunststoff-Klappboxen

Zur Plastikstrategie der Schwarz Gruppe

Die Schwarz Gruppe, die mit den Handelssparten Lidl und Kaufland zu den international größten Handelsunternehmen gehört, ist sich ihrer Verantwortung für die Umwelt bewusst und nimmt diese wahr. Mit REset Plastic hat sie eine ganzheitliche, internationale Strategie entwickelt, die sich in fünf Handlungsfelder gliedert: Vermeidung, Design, Recycling, Beseitigung sowie Innovation und Aufklärung. Damit wird die Vision „Weniger Plastik – geschlossene Kreisläufe“ Wirklichkeit.

Die fünf Leitsätze der Handlungsfelder von REset Plastic – die Plastikstrategie der Schwarz Gruppe

  1. REduce – Vermeidung Wir verzichten wo immer möglich und nachhaltig auf Plastik.
  2. REdesign – Design Wir gestalten Produkte so, dass sie recyclingfähig sind, und schließen Kreisläufe.
  3. REcycle – Recycling Wir sammeln, sortieren, recyceln und schließen Wertstoffkreisläufe.
  4. REmove – Beseitigung Wir unterstützen bei der Beseitigung von Plastikmüll aus der Umwelt.
  5. REsearch – Innovation und Aufklärung Für innovative Lösungen investieren wir in Forschung und Entwicklung und klären über Recycling und Ressourcenschonung auf.

Mehr Informationen unter www.reset-plastic.com/de/

Helau und Alaaf – Echte Narren lassen das Auto stehen

Klare Grenzen für Blutalkoholgehalt am Steuer Bei Verstoß Strafen bis hin zum Freiheitsentzug. Sie steht unmittelbar bevor, die fünfte Jahreszeit! Die Rede ist von Karneval, Fasching oder Fastnacht. Auf den zahllosen Veranstaltungen, aber auch im Straßenkarneval, fließt der Alkohol um einiges schneller als sonst das Jahr über. Solange das Auto stehen bleibt, ist das alles kein Problem. Die KÜS informiert zu geltenden Vorschriften und den Konsequenzen bei Zuwiderhandlung.

Alkohol am Steuer ist nicht grundsätzlich verboten. Es gibt jedoch ganz klare, gesetzliche Vorgaben, was erlaubt ist und was nicht, wo die relevanten Grenzwerte liegen und welche Sanktionen erfolgen. Entscheidend ist immer der Blutalkoholwert.

0,0 Promille Alkohol im Blut gelten für Fahranfänger in der Probezeit und Fahrer unter 21 Jahren.

Bei allen anderen Autofahrern gilt eine Promillegrenze von 0,5 Promille. Wird bei einer Verkehrskontrolle ein Alkoholgehalt zwischen 0,5 und 1,09 Promille ermittelt, so ist das eine Ordnungswidrigkeit gemäß § 24a des Straßenverkehrsgesetzes (StVG). Dies gilt auch ohne Vorliegen eines Fahrfehlers und/oder eines Unfalls. Ist dies aber der Fall, so kann dies bereits ab der 0,3-Promillegrenze mit 3 Punkten in der Verkehrssünderkartei in Flensburg, dem Entzug der Fahrerlaubnis und einer Geld- oder sogar Freiheitsstrafe geahndet werden. Ansonsten gilt bei einem Erstverstoß gegen die 0,5-Promillegrenze ohne Verkehrsgefährdung ein Bußgeld von 500 Euro, ein Punkt und ein Monat Fahrverbot, bei einem erneuten Verstoß sind es 1.000 Euro, zwei Punkte und zwei Monate Fahrverbot. Kommt es zu einem dritten Verstoß, werden 1.500 Euro fällig, es gibt drei Punkte und drei Monate Fahrverbot.

Ab 1,1 Promille Blutalkohol geht der Gesetzgeber von einer absoluten Fahruntüchtigkeit aus, auch ohne Verkehrsgefährdung oder Unfall. Es handelt sich dann um eine Straftat. Es kommt in der Regel zu einer hohen Geldstrafe oder Freiheitsentzug. Zusätzlich wird die Fahrerlaubnis für mindestens sechs Monate entzogen, der Zeitraum kann jedoch verlängert werden. Dies liegt im Ermessen des Gerichtes. Dazu kommen drei Punkte in der Verkehrssünderkartei.

Bei einer Alkoholfahrt mit mehr als 1,6 Promille wird die Fahrerlaubnis entzogen. Es wird eine Sperrfrist (mindestens sechs Monate) festgelegt, in der keine neue Fahrerlaubnis beantragt werden darf. Zur Wiedererlangung sieht der Gesetzgeber zwingend eine sogenannte Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU) vor. Diese kann auch einen langwierigen Alkoholabstinenznachweis enthalten und sehr zeitaufwendig und teuer sein. Nur bei einem positiven Resultat wird die Fahrerlaubnis wieder erteilt.

Gilt auch bei Fahrrad oder E-Scooter

Übrigens: Wer fröhlich und alkoholisiert mit dem Fahrrad vom Karnevalsumzug heimfährt, für den gilt ab 1,6 Promille auch die absolute Fahruntüchtigkeit – mit den jeweiligen Konsequenzen. Für E-Scooter gelten die gleichen Alkoholgrenzen wie für Autofahrer.

Während der Polizeikontrollen in der Karnevalszeit stehen auch Drogentests bei Autofahrern auf dem Plan, mit den entsprechenden Folgen bei einem positiven Resultat. Neu sind hier die sogenannten Legal Highs. Das sind psychoaktiv wirkende Stoffe, die noch nicht als Drogen klassifiziert sind, etwa bestimmte Kräuter, Badezusätze oder verschiedene Räuchermischungen. Durch den Namen wird der grundsätzliche Eindruck erweckt, es handele sich um legale Mittel. Teile der enthaltenen Stoffe sind gesundheitsgefährdend. Im November 2016 startete das Gesetz zur Bekämpfung psychoaktiver Stoffe, ganze Gruppen dieser Mittel sind inzwischen verboten. Wer in einer Verkehrskontrolle positiv auf Legal Highs getestet wird, hat mit Konsequenzen zu rechnen.

Der Morgen danach

Ein Tipp noch für den Morgen danach: Im Blut kann nach durchzechter Nacht immer noch eine kritische Menge Alkohol vorhanden sein. Wird dieser bei einer Polizeikontrolle festgestellt, so gelten die gleichen Regularien wie bei einer Kontrolle unmittelbar nach dem Alkoholgenuss. Finger weg auch von Formeln und Tabellen, mit denen der Abbau des Alkohols errechnet wird, sie sind viel zu ungenau und geben keine verbindliche Information her. Das Auto sollte dann auch am nächsten Tag stehen bleiben.

Die KÜS empfiehlt, ausgelassen und fröhlich die närrische Zeit zu genießen – aber nur mit Bus, Bahn, Taxi oder zu Fuß!

Die KÜS ist die Kraftfahrzeug-Überwachungsorganisation freiberuflicher Kfz-Sachverständiger e.V.

Reul sieht Kramp-Karrenbauer als Opfer von Querulanten in den eigenen Reihen

Der Innenminister von Nordrhein-Westfalen, Herbert Reul, sieht die CDU-Vorsitzende Kramp-Karrenbauer als Opfer von Querulanten auf dem rechten Flügel der Partei. „Ich bedauere den angekündigten Rückzug sehr“, sagte der CDU-Politiker dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Dienstag-Ausgabe). Ohne Kramp-Karrenbauers Dauerkonkurrenten Friedrich Merz namentlich zu erwähnen, rief Reul dessen Kritik an der unionsgeführten Bundesregierung in Erinnerung. „Es beunruhigt mich, dass die Kräfte, die die Partei bereits mit ihren Debatten nach der Flüchtlingsdiskussion um Prozentpunkte gebracht haben, jetzt wieder mit ihren Querelen Erfolg haben.“