Verkehrsunfall mit Verletzten im Bereich Norwegerkurve

Am 23.01.2021 gegen 19:50 Uhr befuhr ein 21-jähriger Mann aus Wiehl die B55a aus Richtung Autobahn kommend in Richtung Bergneustadt. In Höhe der 90-Grad-Kurve am Beginn des Südrings kam er aus ungeklärter Ursache von der Fahrbahn ab und geriet in den unterhalb gelegenen Waldbereich. Dort kam der Wagen zum Stillstand.

Bei dem Unfall wurden der 21-jährige Fahrer sowie eine 18-jährige Mitfahrerin aus Gummersbach verletzt. 3 weitere Insassen, ein 21-jähriger und ein 20-jähriger Mann, beide aus Wiehl, sowie ein 18-jähriger Mann aus Bergneustadt, blieben unverletzt.

Im Zuge der Unfallaufnahme stellte sich heraus, dass der Fahrer nicht im Besitz eines Führerscheins war und zudem auch unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand. Bei ihm wurde daher eine Blutprobe entnommen. Ebenfalls wurde der Wagen sichergestellt. Ein Ermittlungsverfahren zur Klärung des Unfallhergangs wurde eingeleitet. Für die Dauer der Unfallaufnahme und die Bergung des verunfallten Fahrzeugs wurde der Südring komplett gesperrt.

Presseschau 23. Januar 2021

Diese Themen waren am 23. Januar 2021 Gegenstand von Berichterstattung in der Presse.

Deutschland

Tierschutz

Schwerpunktkontrolle in NRW: Behörden entdecken Tierschutzprobleme in vielen Ställen

Abschlussbericht vorgelegt – „Umgang mit kranken Tieren deutlich verbesserungsbedürftig“

Osnabrück. Bei einer Schwerpunktkontrolle zum Umgang mit kranken oder verletzten Schweinen in der Landwirtschaft haben Veterinärbehörden in Nordrhein-Westfalen in vielen Ställen Tierschutzprobleme entdeckt. Wie die „Neue Osnabrücker Zeitung“ berichtet, geht das aus einem Abschlussbericht des Agrarministeriums hervor, der jetzt an den Landtag übermittelt worden ist und dem Blatt vorliegt. Demnach seien im vierten Quartal 2019 etwa 380 Betriebe überprüft worden. Dabei sei „in 59 Prozent der besuchten Betriebe mindestens ein tierschutzrelevanter Mangel“ festgestellt worden. So habe in mehr als jedem vierten Stall eine geeignete Krankenbucht für tierische Patienten gefehlt.

Im Bericht wird festgehalten: „Im Ergebnis der durchgeführten Schwerpunktaktion muss festgestellt werden, dass der Umgang mit kranken Einzeltieren sowie die Durchführung erforderlicher Nottötungen von Tieren im Bestand durch den Tierhalter deutlich verbesserungsbedürftig sind.“ Das Ministerium hat die für Tierschutzfragen zuständigen Kommunen laut „NOZ“ in einem Schreiben aufgefordert, auch unangekündigte Überprüfungen von Ställen durchzuführen. Zudem soll eine Arbeitsgruppe eingerichtet werden, die Probleme im Umgang mit kranken und verletzten Tieren angehen soll.

Das Bundeslandwirtschaftsministerium hatte zu dem Thema kürzlich einen Gesetzentwurf veröffentlicht. Das Tierschutzgesetz soll dahingehend verschärft werden, dass Amtsveterinäre künftig auch Kadaver in Entsorgungseinrichtungen kontrollieren dürfen. Bislang ist das rechtlich nicht möglich. Durch die erweiterten Kontrollen sollen Rückschlüsse auf Tierschutzverstöße in Ställen möglich werden. Eine Untersuchung der Tierärztlichen Hochschule Hannover hatte 2017 gezeigt, dass täglich möglicherweise bis zu 1200 Schweine in den Kadaverentsorgungsanlagen entsorgt werden, die zu Lebzeiten „länger anhaltende erhebliche Schmerzen und Leiden“ erlitten haben. Das ist laut Tierschutzgesetz verboten, blieb aber bislang in der Regel unentdeckt.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung – www.noz.de

Politik

Armut in größten Städten deutlich höher und stärker gestiegen als im Bundesschnitt

Antwort des Arbeitsministeriums – Linkspartei fordert mehr geförderte Jobs in Brennpunkt-Städten

Osnabrück. Der Anteil armer Menschen ist in Deutschlands Ballungsräumen deutlich höher als in den meisten Städten und auf dem Land, und die Schere geht weiter auseinander. Am höchsten war die relative Armutsquote 2019 in Duisburg (28,5 Prozent), Dortmund (24,7 Prozent) und Bremen (24,5 Prozent), am niedrigsten in München (11,2 Prozent) und Stuttgart (13,6 Prozent). Bundesweit lag sie bei 15,9 Prozent.

Das geht aus einer Antwort des Arbeits- und Sozialministeriums auf eine Anfrage der Linkspartei hervor, die der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ) vorliegt. Als armutsgefährdet beziehungsweise relativ arm gilt dabei eine Person, die über weniger als 60 Prozent des bundesweiten sogenannten Äquivalenzeinkommens verfügt.

In vielen großen Städten ist auch eine überproportionale Armutszunahme zu verzeichnen. Bundesweit stieg der Anteil relativ armer Personen von 14,7 Prozent im Jahr 2005 auf 15,9 Prozent 2019, ein Plus von 1,2 Prozentpunkten. In Duisburg ging sie hingegen um 11,5 Prozentpunkte nach oben, in Dortmund um 6,5 und in Düsseldorf um 5,5.

Ähnlich sieht es im Vorjahresvergleich aus: In Frankfurt am Main stieg die Quote von 2018 bis 2019 um 3,6 Prozentpunkte, in Bremen um 2,9 und in Nürnberg um 2,5. Leichte Entspannung gegenüber dem Vorjahr zeigt sich nur in Stuttgart, Köln und Essen.

„Die Zahlen des vergangenen Jahres sind dramatisch genug, bilden aber die Folgen der Corona-Pandemie noch gar nicht ab“, sagte Linken-Sozialexpertin Sabine Zimmermann im Gespräch mit der NOZ. Sie forderte mehr Bundesmittel für geförderte Jobs etwa in Stadtteilzentren, kulturellen Projekten und sozialen Unterstützungsdiensten. „So kann man Arbeitsmarktintegration mit der Sicherung solcher Angebote kombinieren, die gerade in Städten so wichtig, aber derzeit finanziell gefährdet sind.“

Auch bei den Kommunalfinanzen forderte Zimmermann mehr Geld vom Bund: „Strukturschwache Städte brauchen zusätzliche Unterstützung.“ Es könne nicht sein, dass Städte, die ohnehin von Industrieabbau und Wandel in der Wirtschaftsstruktur betroffen seien, „auch noch die geringsten Einnahmen und zugleich die höchsten Ausgaben für übertragene soziale Pflichtaufgaben haben“.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung – www.noz.de

Hartz-IV-Reform: DGB verlangt 200 Euro zusätzlich für Langzeitarbeitslose, die sich weiterbilden

Hoffmann lobt Pläne von Arbeitsminister Heil und verlangt noch weitergehende Schritte

Osnabrück. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat die Vorschläge des Arbeitsministers für eine Reform des Hartz-IV-Grundsicherungssystems verteidigt und zugleich noch weitergehende Schritte verlangt. DGB-Chef Reiner Hoffmann sagte der „Neuen Osnabrücker Zeitung“: „Wir brauchen unter anderem eine deutliche Aufstockung der niedrig bemessenen Regelsätze.“

Der DGB drängt zudem auf verstärkte Anreize für die Arbeitsaufnahme. Hoffmann betonte: „Wenn die Menschen eine Qualifizierung durchlaufen, statt irgendwelche unqualifizierte Arbeit anzunehmen, reicht es nicht, ihnen 75 Euro im Monat mehr zu zahlen. Wir fordern 200 Euro zusätzlich im Monat für Bezieher von Grundsicherung, die sich weiterbilden.“

Geändert werden müssen nach den Worten des DGB-Vorsitzenden auch die Zumutbarkeitskriterien für die Annahme eines Stellenangebots. „Es kann nicht sein, dass Menschen, die jahrelang einen ordentlichen Job gemacht haben, nach Ablauf des Arbeitslosengeldes I unter Druck gesetzt werden, dass sie quasi jede Tätigkeit annehmen müssen. Das ist entwürdigend.“

Hoffmann lobte zugleich die Reformvorschläge von Arbeitsminister Hubertus Heil. „Dass wir den erleichterten Zugang zur Grundsicherung haben, dass wir in den ersten zwei Jahren des Bezugs der Grundsicherung das Vermögen bis 60.000 Euro nicht anrechnen und dass wir den Wohnraum in dieser Zeit nicht überprüfen, ist völlig richtig.“

Der Gewerkschafter wies in diesem Zusammenhang den Vorwurf zurück, Heils Pläne seien ein Schritt in Richtung eines bedingungslosen Grundeinkommens. Er sagte: „Das sehe ich komplett anders. Die Anreize zur Weiterbildung folgen doch einer klaren Strategie: Wir bieten den Menschen keine ‚Abwrackprämie‘ an, sondern fördern die Wiederaufnahme von Arbeit. Das bedingungslose Grundeinkommen ist etwas völlig anderes.“

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung – www.noz.de

Wirtschaft

DGB prangert massenhaften „Lohndiebstahl“ im Homeoffice an

Hoffmann drängt auf klare Regeln für digitale Arbeitswelt – „Schon jetzt werden jährlich eine Milliarde Überstunden nicht bezahlt“

Osnabrück. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) drängt auf klare Regeln für das Arbeiten im Homeoffice, um massenhaften „Lohndiebstahl“ zu unterbinden. DGB-Chef Reiner Hoffmann sagte der „Neuen Osnabrücker Zeitung“: „Wir erleben aktuell, dass Arbeitszeiten im Homeoffice in der Regel überhaupt nicht erfasst werden. Dabei leisten die Beschäftigten in Deutschland heute schon jährlich eine Milliarde Überstunden, die nicht bezahlt werden. Das ist Lohndiebstahl. Und der wird verstärkt, wenn es keine vernünftigen Regeln für die digitale Arbeitswelt gibt.“

Hoffmann forderte erneut ein Recht auf Homeoffice und betonte, das Thema müsse ganz oben auf der Agenda bleiben. Er sagte voraus, die Gestaltung der digitalen Arbeitswelt werde eine der großen Aufgaben nach der Corona-Pandemie sein. Und das Recht auf Homeoffice sei ein ganz wichtiges Element, „wenn wir die Chancen der Digitalisierung nutzen wollen“. So könnten die Menschen mehr Selbstbestimmung bekommen über „Arbeitszeiten, die zu ihrem Leben passen“. Der DGB-Vorsitzende verlangte zudem, die Gewerkschaften müssten ein digitales Zugangsrecht zum Betrieb bekommen – „ähnlich wie das Betriebsverfassungsgesetz bereits regelt, dass wir Zugang zur analogen Arbeitsstätte haben“.

Eine Arbeitsschutzverordnung, die Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) gerade vorgestellt hat, sieht vor, dass Arbeitgeber Homeoffice überall dort möglich machen sollen, wo es die Tätigkeiten zulassen. Die Maßnahme ist aber bis zum 15. März befristet. Weitergehende Pläne des Ministers für ein Recht auf Homeoffice waren unlängst am Widerstand der Unionsfraktion gescheitert.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung – www.noz.de

Tagesspiegel exklusiv – Digital-Staatsministerin Dorothee Bär will „Clubhouse“ eine Chance geben.

Dorothee Bär (CSU) will der neuen Social Media Plattform „Clubhouse“ trotz Bedenken beim Datenschutz eine Chance geben. „Ich fände es falsch, jede digitale Innovation gleich pauschal mit der Datenschutz-Keule zu zerschlagen und ihr keine Chance zu geben“, sagte die Beauftragte der Bundesregierung für Digitalisierung dem Tagesspiegel (Online).

Weiterführende Informationen finden Sie hier: https://www.tagesspiegel.de/politik/neue-social-media-plattform-wie-die-politik-den-hype-um-clubhouse-nutzen-will/26843686.html

Quelle: Der Tagesspiegel – www.tagesspiegel.de

Altmaier mischt sich in Chip-Krise bei Autos ein

Die massiven Engpässe der deutschen Autoindustrie bei wichtigen Halbleiterprodukten wie Mikrochips und Sensoren rufen nun auch Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) auf den Plan. Wie die „Saarbrücker Zeitung“ (Samstag) berichtet, hat sich der Minister per Brief an die taiwanesische Regierung gewandt und um Hilfe bei der Lösung der aktuellen Versorgungsprobleme gebeten. Das Schreiben liegt der Zeitung vor.

Taiwan ist Sitz des Herstellers TSMC, der für die deutsche Automobilindustrie der zentrale Lieferant ist. In dem Schreiben an Wirtschaftsministerin Wang sowie Vize-Premier Shen erinnert Altmaier an die hohe Bedeutung zusätzlicher Kapazitäten an Halbleitern für den Fahrzeugbau. Die Lösung der aktuellen Versorgungsprobleme sei für ihn „von herausragender industriepolitischer Bedeutung“, da ansonsten die wirtschaftliche Corona-Erholung der Branche gefährdet werde. Außerdem betont Altmaier, dass der deutsche Automobilsektor und die mit ihm verbundenen Industriezweige „für die Revitalisierung der Weltwirtschaft sehr wichtig“ seien.

Der Branchenverband VDA und einige Hersteller waren kürzlich an Altmaier herangetreten, weil der Chip-Mangel die Autoproduktion erheblich beeinträchtigt. Hintergrund sind unter anderem Corona-Ausfälle bei den asiatischen Lieferanten sowie Umstellungen der Produktion auf Halbleiter für Unterhaltungselektronik und Medizintechnik.

Quelle: Saarbrücker Zeitung – www.saarbruecker-zeitung.de

Gesellschaft

Hinweisgeberstelle der Bafin meldet Höchstwert für 2020

Immer mehr Hinweisgeber:innen wenden sich mit Insiderinformationen an die deutsche Finanzaufsicht. Wie die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) der Frankfurter Rundschau auf Anfrage mitteilte (Samstagsausgabe), gingen im vergangenen Jahr 1319 Meldungen bei deren Hinweisgeberstelle ein. Das ist ein neuer Höchststand und knapp 43 Prozent mehr als 2019. Damals hatte die Behörde 925 Hinweise erhalten.

„Die öffentliche Wahrnehmung hat sich verändert“, erklärte ein Sprecher der Bafin die Zunahme. „Hinweisgeber wurden früher als Denunzianten verpönt“, sagte er der FR, doch jetzt werde immer mehr anerkannt, dass sie in der Gesellschaft einen wertvollen Beitrag leisten könnten.

Damit verfestigt sich der Trend, dass Jahr für Jahr mehr Whistleblower:innen die anonyme Anlaufstelle nutzen. Waren es 2018 noch 665 Meldungen, stieg die Anzahl im Folgejahr um knapp 40 Prozent. Hinweisgeber:innen können seit 2017 mutmaßliche Verstöße gegen das Aufsichtsrecht über ein elektronisches System bei der Bafin melden.

Quelle: Frankfurter Rundschau – www.fr.de

„20 Tage sind schnell weg“: DGB fordert weitere Verbesserungen beim Kinderkrankengeld

Hoffmann: Regelung muss sich an Dauer der pandemiebedingten Schul- und Kita-Schließungen orientieren

Osnabrück. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) drängt auf weitere Verbesserungen beim Kinderkrankengeld. DGB-Chef Reiner Hoffmann sagte der „Neuen Osnabrücker Zeitung“: „Nach wie vor fehlen Lösungen, wie Eltern bei länger andauernden Schul- und Kita-Schließungen abgesichert werden.“ Die Neuregelung der Bundesregierung orientiere sich nicht an der Dauer der Pandemie.

„20 oder 40 Tage klingt erst mal nach viel“, so Hoffmann mit Blick auf die verbesserten Ansprüche von Eltern und Alleinerziehenden im laufenden Jahr, „aber bei sechs Wochen oder mehr ohne Betreuungsangebote sind die schnell weg“. Und wenn die Kinder dann im Verlauf des Jahres noch einmal krank würden, fehlten die Tage.

Nach dem von Bundestag und Bundesrat verabschiedeten neuen Gesetz können gesetzlich versicherte Familien in diesem Jahr 20 statt zehn Tage Kinderkrankengeld pro Kind und Elternteil beantragen. Der Anspruch besteht auch dann, wenn die Präsenzpflicht an der Schule aufgehoben oder der Zugang zum Betreuungsangebot der Kita eingeschränkt ist.

Für Alleinerziehende erhöht sich der Anspruch um 20 auf 40 Tage pro Kind und Elternteil. Eltern können das Kinderkrankengeld auch beantragen, wenn sie im Homeoffice arbeiten. Die neue Regelung soll rückwirkend zum 5. Januar gelten.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung – www.noz.de

Welt

Die Verlängerung der Rüstungskontrolle ist nur ein erster Schritt

Kommentar von Dietmar Ostermann

(…) Wie Russland will nun auch Joe Biden den im Februar auslaufenden Vertrag um fünf Jahre verlängern. Das ist eine gute, eine wichtige Nachricht. Ohne New Start gäbe es praktisch keine Begrenzung der Nukleararsenale Russlands und der USA mehr. Ebenso wichtig: Es gäbe keine Kontrollen, keine Möglichkeit zu überprüfen, was die andere Seite tut. Wer nicht weiß, ob der andere aufrüstet, tut es sicherheitshalber selbst. Wird New Start verlängert, kann das freilich nur ein erster Schritt sein. (…) http://mehr.bz/x7 (BZ-Plus)

Quelle: Badische Zeitung – www.badische-zeitung.de

Lauterbach kritisierte EU-Strategie für die Impfstoffbeschaffung

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat angesichts des Lieferengpasses beim britisch-schwedischen Hersteller AstraZeneca die EU-Impfstrategie kritisiert: „Der Aufbau der Produktion der Impfstoffe läuft in Europa zu spät und zu langsam an“, sagte Lauterbach dem „Tagesspiegel am Sonntag“. „Die USA haben mehr Impfstoff, als sie impfen können, in Europa ist es umgekehrt“, fügte er hinzu. „Das hat auch mit der Einkaufsstrategie der EU zu tun, die man so sicherlich nicht wiederholen sollte“, so Lauterbach.

Der vollständige Bericht online unter: https://www.tagesspiegel.de/politik/rueckschlag-fuer-impfkampagne-der-eu-astrazeneca-kappt-impfstoff-fuer-die-eu-aber-nicht-fuer-grossbritannien/26845558.html

Quelle: Der Tagesspiegel – www.tagesspiegel.de

Corona-Unterricht: Eine Schule vertraut ihrem digitalen Netzwerk

Die Entscheidung der Bund-Länder-Konferenz, den Lockdown bis zum 14. Februar zu verlängern, beunruhigt Angelika Büscher nicht. Die Rektorin der evangelischen Johannes-Löh-Gesamtschule in Burscheid (Rheinisch-Bergischer Kreis, NRW) sagt: „Im Moment läuft es.“

Dafür hat die Schule große Anstrengungen unternommen. Und dabei vor allem die Schülerinnen und Schüler in den Blick genommen, die sich mit der ersten Phase des Homeschoolings im vergangenen Frühjahr schwergetan haben. „Wir haben uns im Sommer gefragt, bei wem sich der Distanzunterricht spürbar nachteilig ausgewirkt hat, und fast einhundert Namen identifiziert“, blickt Büscher zurück.

„Und alle Laptops der Schule, die wir nicht für die Notbetreuung benötigen, haben wir ausgeliehen.“

Angelika Büscher, Johannes-Löh-Gesamtschule Burscheid, Rektorin

Es folgten „Back to school“-Gespräche mit den Sozialpädagogen des Ganztagsteams. Ihr Ziel: herauszufinden, was das Problem der aufgelisteten Schülerinnen und Schüler war. Parallel brachte sich das Kollegium in Sachen Digitalunterricht auf Stand – nicht nur technisch, sondern auch pädagogisch.

Seit dem Ende der Präsenzpflicht Mitte Dezember läuft der komplette Unterricht in allen Jahrgangsstufen digital – und nach Stundenplan. Wo die Klasse sich vorher im Klassenraum traf, trifft sie sich jetzt per Videokonferenz. Es gibt ein digitales Klassenbuch, Wochen- und Stundenpläne, von denen man sich direkt in den jeweiligen Unterricht einloggen kann.

Die Ausstattung soll sich noch verbessern: 150 Endgeräte sind über den Digitalpakt bestellt und zugesagt worden. Und die Schule hat für Zwischenlösungen gesorgt. Im Ganztagsgebäude wurden digitale Arbeitsplätze eingerichtet, die von Fünft- und Sechstklässlern im Notfall genutzt werden können. „Und alle Laptops der Schule, die wir nicht für die Notbetreuung benötigen, haben wir ausgeliehen“, so die Rektorin.

Gerätespenden haben zusätzlich geholfen, manche Not zu lindern. So konnten auch Flüchtlingskinder, denen noch jede digitale Möglichkeit fehlt, mit Tablets versorgt werden. „Wir wurden sogar schon von Schülern für die gute Qualität des Unterrichts gelobt“, erzählt die Rektorin. „Und ich mache heute Sachen, von denen ich im vergangenen März noch gar nicht wusste, dass es sie gibt.“

„Leschs Kosmos Spezial“ im ZDF über Impfung und Virus-Mutation

Ein Wettlauf um Leben und Tod: Noch nie wurde ein Impfstoff in so kurzer Zeit entwickelt. Zugleich verändert sich das Coronavirus, es droht ansteckender und damit gefährlicher zu werden. Am Dienstag, 26. Januar 2021, 22.15 Uhr, zeigt das ZDF die Sonderausgabe „Leschs Kosmos Spezial: Impfen – Wettlauf mit dem Virus„. Harald Lesch nimmt den aktuellen Stand der Forschung und die Sorgen der Impfskeptiker unter die Lupe.

In einer Zeit, in der sich die Lage täglich zu ändern scheint, ist Wissenschaft die Konstante, die aus der Krise führen kann. Harald Lesch erkundet den aktuellen Stand der Forschung. Für die Zuschauerinnen und Zuschauer ordnet er die Sicherheit der Impfungen sowie drohende Gefahren ein: Neue Mutationen sind infektiöser und verbreiten sich zum Beispiel in Großbritannien und Irland schnell. Aber: Mutationen müssen nicht unbedingt ein größeres Risiko bedeuten. Die Geschichte eines anderen Coronavirus, das SARS-1-Virus, lehrt, dass die Veränderung des Virus zu seinem Rückzug beigetragen haben. Gilt das auch für SARS-CoV-2?

Über allem schwebt die Frage: Werden die Impfstoffe ebenso gegen die Neumutationen wirken? Und wie unterscheiden sich die verschiedenen Impfstrategien? Könnte gerade die vielversprechendste Impfstrategie mit mRNA-Impfstoff riskanter sein, weil sie noch nie am Menschen erprobt wurde? Es zeigt sich, dass die Forschenden auf mehr Erfahrung zurückgreifen können, als es die reine Entwicklungszeit vermuten lässt.

23.01.2021: Aktuelle Gesundheitslage in Remscheid

Bedauerlicherweise sind zwei weitere Personen in Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion verstorben: eine Remscheiderin im Alter von 58 Jahren und ein 73-jähriger Remscheider.

Laut Gesundheitsamt gibt es aktuell 169 Remscheiderinnen und Remscheider, die an Covid-19 erkrankt sind und sich in angeordneter Quarantäne befinden.

Damit gibt es insgesamt 3.262 positiv getestete Remscheiderinnen und Remscheider. 2.974 Remscheiderinnen und Remscheider gelten als genesen, 119 Menschen sind leider verstorben.

Zusätzlich gibt es mit heutigem Datum 420 Personen, die als Verdachtsfälle unter häuslicher Quarantäne stehen.

Die Krankenhäuser vermelden 29 positive Fälle in stationärer Behandlung, darunter 8 intensivpflichtige Behandlungen (6 beatmet), Stand 22.01.2021 (Das sind nicht unbedingt Remscheiderinnen und Remscheider.).

Quelle: Stadt Remscheid

Robert Koch Institut für Remscheid heute

Es gibt insgesamt 3.262 positiv getestete Remscheiderinnen und Remscheider. Die 7-Tage-Inzidenz liegt momentan bei 95,2. 119 Menschen sind leider verstorben.

Fälle letzte 7 Tage106
Fälle letzte 7 Tage/100.000 EW95,2
Fälle gesamt3.262
Fälle gesamt/100.000 EW2.929,8
Todesfälle gesamt119
Einwohnerzahl111.338
BundeslandNordrhein-Westfalen
Meldung des RKI.

Corona in Remscheid

Alle unsere Meldungen zu Corona in Remscheid und den Inzidenzwert Remscheid findet man auch direkt und einfach unter www.corona-remscheid.de.

Hotline für Ältere und Vorerkrankte verstärkt

Um den Service für Ältere und Vorerkrankte zu verbessern, wird ab Montag, 25. Januar 2021, eine weitere Telefonnummer freigeschaltet. Die Hotline ist von Montag – Freitag jeweils von 8 bis 16 Uhr unter den Rufnummern (0 21 91) 4 64 53 51 und (0 21 91) 4 64 55 81  zu erreichen!

„Sendung mit der Maus“ – 50 Jahre Lach- und Sachgeschichten

Mitmach-Aktion „Deine Sendung #mitdermaus“ und Sonderprogrammierung bei KiKA

Die Maus wird 50 – das wird auch bei KiKA groß gefeiert. Das Herzstück des KiKA-Programmschwerpunktes bildet eine Mitmach-Aktion, bei der Kinder Teil des Jubiläums werden und es aktiv mitgestalten. Noch bis zum 1. Februar sind „Maus“-Fans aufgerufen, auf kika.de für ihre liebsten Lach- und Sachgeschichten abzustimmen. Die populärsten Geschichten werden in der Geburtstagssendung „Deine Sendung #mitdermaus“ am 7. März gezeigt. Danach ist das Maus-Angebot im KiKA-Player abrufbar.

Seit 50 Jahren lachen und erfahren Kinder Sachen bei ‚Die Sendung mit der Maus‘. Inzwischen vermittelt das Format auf allen Plattformen unterhaltsam Wissen, ist von Kindern geliebt, von Eltern und Pädagog*innen hochgeschätzt und seit Sendestart ein wichtiges Element bei KiKA“, so KiKA-Programmgeschäftsführerin Dr. Astrid Plenk. „Gemeinsam mit der Maus und dem Elefanten blicken wir in die Zukunft und gratulieren von Herzen.“

„Maus“-Sonderprogrammierung ab 1. März bei KiKA

Ab dem 1. März stimmt ein besonderes Angebot auf das Jubiläum ein. Mit dem Wochenstart ist täglich zur Mittagszeit um 12:25 Uhr eine Folge „Die Sendung mit der Maus“ (WDR) im KiKA-Programm zu finden. Der Vorabend ab 17:40 Uhr stimmt mit einem „Maus-Spezial:Auslandsmaus“ und „Elefantastisch“ (beide WDR) auf den Geburtstag ein.

Geburtstagssendung am 7. März um 11:30 Uhr bei KiKA

Jana Forkel, Clarissa Correa da Silva und Johannes Büchs freuen sich auf den 50. Maus-Geburtstag. © WDR/Annika Fusswinkel
Jana Forkel, Clarissa Correa da Silva und Johannes Büchs freuen sich auf den 50. Maus-Geburtstag. © WDR/Annika Fusswinkel

„Die Geburtstagsendung mit der Maus – Hallo Zukunft“ (WDR) am 7. März um 11:30 Uhr bei KiKA (Das Erste um 9:00 Uhr) blickt nach vorne. Das Maus-Team möchte herausfinden, was es in den kommenden 50 Jahren mit der Maus zu erleben gibt. Gute Ideen für zukünftige Sachgeschichten-Themen haben die Kinder im Vorfeld an das Maus-Team geschickt. Einige davon werden in der Sendung zu sehen sein. Verantwortlicher Redakteur beim WDR ist Joachim Lachmuth.

„Deine Sendung #mitdermaus“ am 7. März um 14:00 Uhr bei KiKA

Für „Deine Sendung #mitdermaus“ (WDR) am 7. März um 14:00 Uhr bei KiKA kann das Publikum aktuell auf kika.de aus 50 Maus-Filmen abstimmen. Aus den zur Wahl stehenden Wunschfilmen werden dann 15 Lach- und Sachgeschichten in einer einstündigen Show angespielt und besprochen. Neben den jungen „Maus“-Fans kommentieren auch Prominente, bekannt aus dem KiKA-Programm, die Filme. Clarissa Corrêa da Silva und Ralph Caspers führen durch die Sendung. Verantwortlicher Redakteur beim WDR ist Nils Wohlfahrt.

„Gestalte deine Geburtstagstorte für die Maus“ (AT)

Moderatorin Sabine Heinrich möchte gerne von der Geburtstagstorte naschen... © WDR/Annika Fusswinkel
Moderatorin Sabine Heinrich möchte gerne von der Geburtstagstorte naschen… © WDR/Annika Fusswinkel

Ab 2. Februar sind Kinder aufgerufen, eine Geburtstagstorte für die Maus zu zeichnen, zu malen oder zu basteln. Einige originelle Kunstwerke werden in „Deine Sendung #mitdermaus“ zu sehen sein. Auf kika.de werden ausgewählte Bilder der jungen Künstler*innen in einer Bildergalerie präsentiert.

Hier kommt die Maus

Mädchen mit Behinderung werden doppelt diskriminiert

Mädchen mit Behinderung dürfen oftmals nicht in die Schule gehen. Anlässlich des Internationalen Tages der Bildung am 24. Januar ruft die gemeinnützige Organisation Handicap International (HI) dazu auf, diese Ungerechtigkeit und Benachteiligung zu bekämpfen. Eine Untersuchung, die HI in Ländern der Sahelzone durchgeführt hat, zeigt, dass Mädchen mit Behinderung in vielen Familien als „Strafe“ oder „Tragödie“ angesehen werden. Nur wenige dürfen die Schule besuchen. Ein Mädchen zu sein und eine Behinderung zu haben, stellt eine doppelte Diskriminierung dar. So unterstützt Handicap International in Burkina Faso, Mali und Niger diese Kinder, schult Lehrer, klärt auf, spricht mit den Eltern und stärkt lokale Behindertenorganisationen.

Nach UN-Angaben ist die Analphabetenrate bei Frauen mit Behinderung weltweit dreimal höher als bei Männern. In der Sahelzone ist die Situation besonders gravierend. Nur sehr wenige Mädchen mit Behinderung gehen zur Schule. In Mali können weniger als 18% der Frauen mit Behinderung lesen und schreiben. In Niger und Mali haben mehr als die Hälfte der Mädchen, die die Grundschule besuchen, keinen Zugang zu einer weiterführenden Schule. In Burkina Faso hat nur 1% der Mädchen eine weiterführende Schule abgeschlossen.

Vorurteile und Aberglaube gegenüber Behinderungen

In ihrer Studie berichten die Expert*innen von Handicap International, dass ein Kind mit Behinderung von vielen Familien als „Tragödie“ oder „Strafe“ angesehen wird: Das Kind wird schlechter behandelt, bekommt weniger zu essen und wird weniger umsorgt. Es wird versteckt und weggesperrt, weil die Familie sich schämt. Manche denken, dass eine Behinderung ansteckend ist. Einige glauben sogar, dass Menschen mit Behinderung magische Eigenschaften haben. Mädchen mit geistiger Behinderung sind besonders gefährdet, sexuellen Missbrauch und Gewalt zu erleiden, da der Aberglaube herrscht, dass Sex mit ihnen Reichtum und Macht bringt oder von Aids heilt.

Erfolgreiche Inklusion

Insgesamt setzt Handicap International in 27 Ländern 52 Inklusionsprojekte um. So unterstützen unsere Teams in Burkina Faso, Mali und Niger beispielsweise Kinder mit Seh- oder Hörbeeinträchtigung. Dabei ist es wichtig, zuerst die Bedürfnisse der einzelnen Kinder zu ermitteln. Unsere Teams achten darauf, dass die Kinder in die Schule gehen dürfen und die Familien miteinbezogen werden. Wir schulen und sensibilisieren zahlreiche Interessenvertreter*innen, die sich für Menschen mit Behinderung und für eine inklusive Ausbildung einsetzen. Wir statten Schulen mit pädagogischen Materialien aus, die speziell auf die Bedürfnisse der Kinder zugeschnitten sind. Wir bilden Lehrer und Lehrerinnen zum Beispiel in Gebärdensprache oder Brailleschrift aus und motivieren sie, sich um diese Kinder zu kümmern. Wir fördern Initiativen, die sich für die Grundrechte von Kindern mit Behinderung einsetzen.

Stolze Mutter

Mariam, Mutter von Oumou aus Mali, die von HI eine Prothese bekommen hat und seitdem in die Schule gehen darf: „Mein Mann und ich sind sehr stolz auf unsere Tochter. Wir werden andere Eltern von Kindern mit Behinderung aufklären, damit sie verstehen, dass eine Behinderung keine lebenslange Verurteilung ist und dass auch sie das Recht haben, wie alle anderen Kinder zur Schule zu gehen.“

Über Handicap International

Handicap International (HI) ist eine gemeinnützige Organisation für Nothilfe und Entwicklungszusammenarbeit, die in rund 60 Ländern aktiv ist. Wir setzen uns für eine solidarische und inklusive Welt ein. Wir verbessern langfristig die Lebensbedingungen für Menschen mit Behinderung und unterstützen diejenigen, die besonderen Schutz benötigen. Außerdem kämpfen wir für eine Welt ohne Minen und Streubomben sowie gegen Bombenangriffe auf die Zivilbevölkerung. HI ist Co-Preisträgerin des Friedensnobelpreises von 1997. Handicap International e.V. ist der deutsche Verein der internationalen Organisation Humanity & Inclusion. Weitere Informationen: www.handicap-international.de

Bildungschancen für Flüchtlingskinder erhöhen

Der 24. Januar ist der Internationale Tag der Bildung.

Anlässlich des Internationalen Tags der Bildung beklagt die UNO-Flüchtlingshilfe, dass die Hälfte der Flüchtlingskinder weltweit nicht zu Schule gehen kann. Durch die Corona-Pandemie und die Eskalation bewaffneter Konflikte droht sich die Lage noch zu verschlechtern. Dabei hatte sich die Weltgemeinschaft im Rahmen der Globalen Nachhaltigkeitsagenda dazu verpflichtet, bis 2030 eine hochwertige, inklusive und chancengerechte Bildung für Menschen weltweit und lebenslang sicherzustellen. Die UNO-Flüchtlingshilfe unterstützt als nationaler Partner das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR), um Bildungschancen für junge Flüchtlinge weltweit zu verbessern.

„In Deutschland und weltweit gilt: ohne Bildung keine Perspektive. Es braucht viel mehr Anstrengungen, damit wir nicht eine ganze Generation verlieren“, fordert Peter Ruhenstroth-Bauer, Geschäftsführer der UNO-Flüchtlingshilfe.

Vor der Pandemie war die Wahrscheinlichkeit, dass ein Flüchtlingskind keine Schule besuchen kann, bereits doppelt so hoch wie die eines anderen Kindes. 77 Prozent der Flüchtlingskinder gehen zur Grundschule, aber nur 31 Prozent geflüchteter Jugendlicher besuchen in der Folge eine Sekundarschule. Eine Hochschulbildung erhalten derzeit nur 3 Prozent von ihnen. Schulschließungen, fehlender Zugang zu Technologien/Medien (Mobiltelefone, Tablets, Internet, Radios) oder Kosten für Unterricht, Schuluniformen und Bücher sind die Gründe, warum noch weniger Flüchtlingskinder Zugang zu Bildung erhalten.

Starthilfe für eine bessere Zukunft.

Besonders begabten Flüchtlingen kann ein Studium durch das DAFI-Programm ermöglicht werden. Die deutsche Bundesregierung hat die „Deutsche Akademische Flüchtlingsinitiative Albert Einstein„, kurz DAFI genannt, 1992 ins Leben gerufen, um besonders begabten Flüchtlingen ein Studium zu ermöglichen. Der UNHCR sorgt für die Umsetzung dieses Programms. Es vergibt Stipendien für ein drei- bis fünfjähriges Studium im jeweiligen Aufnahmeland.

Bildung: UNHCR-Hilfe im Sahel während Covid-19

Im Sahel (Burkina Faso, Mali, Niger, Tschad und Mauretanien), wo mehr als 3,6 Millionen vertriebene Menschen leben, ist die Bildungssituation für Flüchtlingskinder besonders dramatisch. Aufgrund der grassierenden Gewalt wurden mehr als 2.500 Schulen geschlossen, was die Bildung von 350.000 Schüler*innen massiv beeinträchtigt hat. In der Sahelzone haben der UNHCR und seine Partner bereits 2.000 Lehrer*innen in Präventions- und Schutzmaßnahmen geschult, um auch in Corona-Zeiten einen sicheren Unterricht durchführen zu können. Allein in Mali verteilten der UNHCR und Partner in Schulen der Regionen Gao und Timbuktu bislang mehr als 1.300 Solarradios und 1.300 Päckchen mit Bildungs- und Unterrichtsmaterialien.

Unterstützungsmöglichkeiten unter www.uno-fluechtlingshilfe.de

Sterbefallzahlen 31% über dem Durchschnitt der Vorjahre

Nach vorläufigen Ergebnissen sind in der 52. Kalenderwoche (21. bis 27. Dezember 2020) in Deutschland mindestens 24 470 Menschen gestorben. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, liegen die Sterbefallzahlen somit in diesem Zeitraum etwa 31 % oder 5 832 Fälle über dem Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019. In der Vorwoche lagen die Sterbefallzahlen nach aktuellem Stand 26 % über dem Vorjahresdurchschnitt. Dies geht aus einer Sonderauswertung der vorläufigen Sterbefallzahlen hervor, die aktuell bis zur 52. Kalenderwoche zur Verfügung steht.

352 COVID-19-Todesfälle mehr als in der Vorwoche 

Die Zahl der Todesfälle von Personen, die zuvor laborbestätigt an COVID-19 erkrankt waren, steigt seit Anfang Oktober von Woche zu Woche an. In der 52. Kalenderwoche gab es insgesamt 5 040 beim Robert Koch-Institut (RKI) gemeldete COVID-19-Todesfälle. Das waren 352 Fälle mehr als noch in der Vorwoche. 

Sterbefälle in Sachsen im Vergleich zum Durchschnitt der Vorjahre mehr als verdoppelt 

Besonders auffällig ist die Entwicklung der Sterbefallzahlen weiterhin in Sachsen. Wie schon in der Vorwoche (+111 %) hat sich dort auch in der 52. Kalenderwoche die Zahl der Sterbefälle bezogen auf den Durchschnittswert der vier Vorjahre für diese Woche mehr als verdoppelt (+114 % oder 1 288 Fälle). In Baden-Württemberg (+30 % oder 657 Fälle), Bayern (+35 % oder 943 Fälle), Brandenburg (+60 % oder 383 Fälle), Hessen (+36 % oder 478 Fälle), Sachsen-Anhalt (+46 % oder 292 Fälle) und Thüringen (+62 % oder 343 Fälle) lag die Zahl der Sterbefälle zuletzt ebenfalls mindestens 30 % über dem Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019.

ZeitraumGesamtzahl
2020
Differenz zum
Ø 2016-2019
COVID-19
Todesfälle
Relative Differenz zu…
Ø 2016-20192016201720182019
Anzahlin %
KW 1-39708 661+9 5739 488+1+6+1 -2+1
KW 4017 552+ 918 79+6+7+5+6+4
KW 4117 418+ 29 120000+3 -1
KW 4217 659+ 408 234+20+3+70
KW 4318 499+1 354 396+8+5+8+11+7
KW 4418 473+1 292 772+8+5+10+9+6
KW 4518 938+1 2841 190+7+7+9+8+6
KW 4619 586+1 7691 587+10+5+11+16+7
KW 4720 014+2 0372 018+11+12+13+13+8
KW 4821 059+2 8852 737+16+16+18+16+13
KW 4922 329+3 6863 169+20+19+22+22+17
KW 5023 531+4 9233 897+26+25+27+31+23
KW 5123 966+4 9844 688+26+24+30+26+26
KW 5224 470+5 8325 040+31+24+31+36+34
KW 1-52972 155+40 97335 415+4+7+5+2+4
Quellen: Sterbefallzahlen insgesamt: Statistisches Bundesamt (Stand 22.01.2021), COVID-19-Todesfälle: Robert Koch-Institut (Stand 20.01.2021)

Deutliche Befunde zur Übersterblichkeit in anderen europäischen Ländern

Das EuroMOMO-Netzwerk zur Beobachtung von Sterblichkeitsentwicklungen meldet derzeit für die 52. Kalenderwoche eine sehr hohe Übersterblichkeit („very high excess“) für die Schweiz und Slowenien. Eine hohe Übersterblichkeit („high excess“) wird für England und die Niederlande gemeldet. In anderen europäischen Ländern stellt EuroMOMO für diese Kalenderwoche maximal eine mäßige („moderate excess“) Übersterblichkeit fest.

Methodische Hinweise zu den Sterbefallzahlen für Deutschland:

Eigene Auswertungen zum Jahresverlauf der Sterbefallzahlen sind auf Basis der Sonderauswertung „Sterbefälle – Fallzahlen nach Tagen, Wochen, Monaten, Altersgruppen, Geschlecht und Bundesländern für Deutschland 2016 bis 2020“ möglich. Für das Jahr 2020 werden erste vorläufige Daten dargestellt. Bei den vorläufigen Daten handelt es sich um eine reine Fallzahlauszählung der eingegangenen Sterbefallmeldungen aus den Standesämtern ohne die übliche Plausibilisierung und Vollständigkeitskontrolle der Daten.

Durch gesetzliche Regelungen zur Meldung von Sterbefällen beim Standesamt und Unterschiede im Meldeverhalten der Standesämter an die amtliche Statistik sind aktuelle Aussagen zur Zahl der Sterbefälle mit einem Verzug von etwa vier Wochen möglich. Durch die verzögerten Meldungen werden sich die vorliegenden Ergebnisse für das Jahr 2020 noch leicht erhöhen.

Neben den direkten und indirekten Folgen der COVID-19-Pandemie können auch Verschiebungen in der Altersstruktur der Bevölkerung zu überdurchschnittlichen Sterbefallzahlen beitragen. Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie können allerdings auch dafür sorgen, dass weniger Sterbefälle durch andere Infektionskrankheiten wie beispielsweise die Grippe verursacht werden, was sich ebenfalls auf die Differenz zum Durchschnitt auswirkt. Über die Häufigkeit einzelner Todesursachen können die Sterbefallzahlen jedoch keine Auskunft geben.

Anhand der vorläufigen Sterbefallzahlen können Phasen der Übersterblichkeit identifiziert werden. Für eine abschließende Einordnung der Sterblichkeitsentwicklung eines Jahres werden die Sterbefälle unter anderem ins Verhältnis zur Bevölkerung gesetzt, um beispielsweise auch den Alterungsprozess der Bevölkerung adäquat einzubeziehen. Die dafür erforderlichen endgültigen Ergebnisse werden Mitte des Jahres 2021 vorliegen.

Die vorläufigen Sterbefallzahlen beziehen sich auf den Sterbetag, nicht auf das Meldedatum. Da die gemeldeten COVID-19-Todesfälle vom RKI nach Sterbetag ebenfalls mit einem Verzug von vier Wochen veröffentlicht werden, ist ein zeitlicher Vergleich mit den vorläufigen Gesamt-Sterbefallzahlen möglich.

Weitere Informationen:

Weitere Informationen zur Sonderauswertung der tagesgenauen Sterbefallzahlen finden Sie auf der Themenseite „Sterbefälle und Lebenserwartung“, der Sonderseite „Corona-Statistiken“ und im Podcast „Sterbefallzahlen und Übersterblichkeit während der Corona-Pandemie“ des Statistischen Bundesamtes.

Die nächste Sonderauswertung erscheint am 29. Januar 2021 mit Daten bis einschließlich der 53. Kalenderwoche vom 28. Dezember 2020 bis zum 3. Januar 2021. Mit dieser Veröffentlichung werden somit auch erste Ergebnisse für das gesamte Jahr 2020 vorliegen.

Medizinische Maskenpflicht im Rathaus

Ab Montag, 25. Januar 2021, medizinische Maskenpflicht für Besucherinnen und Besucher des Rathauses in Wermelskirchen.

Alle Bürgerinnen und Bürger werden weiterhin gebeten, das Rathaus und die Außenstellen nur im unbedingten Notfall zu betreten und nur für den Fall, soweit sich deren Anliegen nicht telefonisch, per E-Mail oder online erledigen lassen.

Dringende Anliegen, die persönliches Erscheinen im Rathaus erfordern, können weiterhin nur nach vorheriger Terminabsprache während der eingeschränkten Öffnungszeiten erfolgen.

Diese sind:

  • montags bis freitags von 09:00 – 12:00 Uhr,
  • dienstags nachmittags von 14:00 – 17:00 Uhr,
  • donnerstags nachmittags von 14:00 – 17:30 Uhr.

Der Zugang zum Rathaus bleibt weiterhin auf den Haupteingang beschränkt, es finden Zugangskontrollen statt.

Zusätzlich gilt ab Montag, 25.01.2021, dass alle Besucher, genau wie im Öffentlichen Nahverkehr und beim Einkaufen, auch im Rathaus eine medizinische Maske tragen müssen.