06.01.2021: Corona in Wuppertal

Am 6. Januar um 8 Uhr sind für Wuppertal folgende Zahlen gemeldet:

Bestätigte Fälle (Gesamtzahl infizierte Menschen):10073
– davon aktuell infizierte Personen:1175
– davon genesene Personen:8664
– davon verstorbene Personen234
Gesamtzahl in Quarantäne1857
– davon in häuslicher angeordneter Quarantäne1769
– davon in freiwilliger Quarantäne88
Anzahl Neuinfektionen vom Vortag:85
Neuinfektionen der letzten 7 Tage:492
Neuinfektionen der letzten 7 Tage pro 100.000 Einwohner:138,59

Quelle: Stadt Wuppertal

Robert Koch Institut heute für Wuppertal

Es gibt insgesamt 10.031 positiv getestete Wuppertalerinnen und Wuppertaler. Die 7-Tage-Inzidenz liegt momentan bei 138,6. 233 Menschen sind leider verstorben.

Fälle letzte 7 Tage492
Fälle letzte 7 Tage/100.000 EW138,6
Fälle gesamt10.031
Fälle gesamt/100.000 EW2.824,8
Todesfälle gesamt233
Einwohnerzahl355.100
BundeslandNordrhein-Westfalen
Meldung des RKI.

06.01.2021: Corona in Solingen

Insgesamt wurden seit Ausbruch der Pandemie in Solingen bisher 5.027 bestätigte Fälle gemeldet.

Aktuell sind 340 Personen nachgewiesen infiziert, 54 Patient:innen werden derzeit stationär behandelt, die übrigen ambulant betreut. 4.578 Menschen sind wieder genesen. 109 mit dem Virus infizierte Menschen sind bisher verstorben.

In den letzten sieben Tagen sind insgesamt 193 Corona-Neuinfektionen festgestellt worden. Damit entfallen 121,2 neue Fälle auf je 100.000 Menschen, die in der Klingenstadt leben.

In Quarantäne befinden sich derzeit insgesamt 903 Personen. Die Quarantäne beenden konnten 20.935 Personen.

Zahlen zeugen noch nicht von Entspannung!

Dass die Sieben-Tages-Inzidenz in Stadt und Land in den vergangenen Tagen gesunken ist, weist noch nicht auf eine Entspannung der Infektionslage hin. Bei der Interpretation der Fallzahlen muss man beachten: Wegen der Feiertage suchten weniger Menschen eine Ärztin oder einen Arzt auf. In Solingen und in anderen Städten wurde weniger getestet, zum Teil pausierten die Testzentren ganz. Auch die Labore arbeiteten über die Feiertage nur eingeschränkt.

Quelle: Stadt Solingen – Stand: 05.01.2021 – 17:19 Uhr

Aktuelle Meldung vom Robert Koch Institut für Solingen

Es gibt insgesamt 5.027 positiv getestete Solingerinnen und Solinger. Die 7-Tage-Inzidenz liegt momentan bei 121,2. 109 Menschen sind leider verstorben.

Fälle letzte 7 Tage193
Fälle letzte 7 Tage/100.000 EW121,2
Fälle gesamt5.027
Fälle gesamt/100.000 EW3.156,8
Todesfälle gesamt109
Einwohnerzahl159.245
BundeslandNordrhein-Westfalen
Meldung des RKI.

Corona-Hotline für Solingen

Abstand halten, Mund und Nase bedecken, Einschränkungen und Schutzmaßnahmen beachten – jede und jeder von uns kann dazu beitragen, die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Nur gemeinsam können wir es schaffen. Die Stadt Solingen hat eine Corona-Hotline eingerichtet: 0212 / 290-2020. Infos aus Solingen: Wir alle sind gefordert.

06.01.2021: Aktuelle Gesundheitslage in Remscheid

Leider sind drei weitere Remscheider (alle männlich, 55 Jahre, 88 Jahre, 62 Jahre) mit Corona verstorben.

Laut Gesundheitsamt gibt es aktuell 132 Remscheiderinnen und Remscheider, die an Covid-19 erkrankt sind und sich in angeordneter Quarantäne befinden.

Damit gibt es insgesamt 2.953 positiv getestete Remscheiderinnen und Remscheider. 2.724 Remscheiderinnen und Remscheider gelten als genesen, 97 Menschen sind leider verstorben.

Zusätzlich gibt es mit heutigem Datum 275 Personen, die als Verdachtsfälle unter häuslicher Quarantäne stehen.

Die Krankenhäuser vermelden 20 positive Fälle in stationärer Behandlung, darunter 6 intensivpflichtige Behandlungen (3 beatmet), Stand 06.01.2021 (Das sind nicht unbedingt Remscheiderinnen und Remscheider.).

(* Die Differenz in der Zahl der Todesfälle (1) resultiert aus zeitlichen Meldeverzögerungen.)

Quelle: Stadt Remscheid – 06.01.2021 – 10.24 Uhr

Robert Koch Institut für Remscheid heute

Es gibt insgesamt 2.953 positiv getestete Remscheiderinnen und Remscheider. Die 7-Tage-Inzidenz liegt momentan bei 69,2. 96 Menschen sind leider verstorben.

Fälle letzte 7 Tage77
Fälle letzte 7 Tage/100.000 EW69,2
Fälle gesamt2.953
Fälle gesamt/100.000 EW2.652,3
Todesfälle gesamt96
Einwohnerzahl111.338
BundeslandNordrhein-Westfalen
Meldung des RKI.

Corona in Remscheid

Alle unsere Meldungen zu Corona in Remscheid und den Inzidenzwert Remscheid findet man auch direkt und einfach unter www.corona-remscheid.de.

Hotline für Ältere und Vorerkrankte verstärkt

Um den Service für Ältere und Vorerkrankte zu verbessern, wird ab Montag, 25. Januar 2021, eine weitere Telefonnummer freigeschaltet. Die Hotline ist von Montag – Freitag jeweils von 8 bis 16 Uhr unter den Rufnummern (0 21 91) 4 64 53 51 und (0 21 91) 4 64 55 81  zu erreichen!

Presseschau 5. Januar 2021

Diese Themen waren am 5. Januar 2021 Gegenstand von Berichterstattung in der Presse.

Die Politik in der Pflicht

Es ist keine Frage, dass die Politik zur Linderung der schlimmsten ökonomischen Pandemiefolgen bereits einiges auf die Beine gestellt hat. Aber spätestens jetzt wäre etwas ganz anderes gefragt: Wir brauchen so etwas wie ein Vertragsangebot des Staates an die Gesellschaft. Dieses müsste endlich hinausgehen über das Versprechen, dass alles irgendwann wieder so werden wird, wie es war. Es ginge um nichts weniger als eine Perspektive. Um den Anstoß zum Wettbewerb der Ideen, wie wir der Krise einen Sinn geben können, indem wir aus ihr lernen. Wir können von Woche zu Woche warten, bis alles so wird wie zuvor. Oder wir nutzen die Zeit, um uns eine Vorstellung zu machen von einem besseren, sichereren, womöglich gerechteren Leben danach.

Quelle: Frankfurter Rundschau – www.fr.de

Saar-Ministerpräsident Hans wirft SPD Beschädigung der Impfbereitschaft vor

Im Koalitionsstreit um die Corona-Impfungen hat der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) der SPD vorgeworfen, die Impfbereitschaft der Deutschen zu unterwandern. Hans sagte der „Saarbrücker Zeitung“ (Mittwoch), er habe für die Vorwürfe aus den Reihen der Sozialdemokraten kein Verständnis. „Dieses Verhalten ist für eine Regierungspartei wie der SPD unwürdig.“

Dass es anfangs zu Engpässen beim Impfstoff kommen könne, darauf habe Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) von Anfang an klar hingewiesen und bei der Impfung entsprechende Prioritäten gesetzt. Das Vorgehen sei von der SPD im Corona-Kabinett der Bundesregierung sowie von allen Ländern in der Ministerpräsidentenkonferenz mitgetragen worden. „Es ist daher unfair, jetzt einseitig dem Bundesgesundheitsminister den Schwarzen Peter zuzuschieben. Dieses Herumkritisieren dient einzig und allein der politischen Stimmungsmache gegen einen beliebten Politiker und ist geeignet, die Impfbereitschaft der Deutschen zu beschädigen“, so Hans.

Gefragt sei stattdessen „Geschlossenheit aller politisch Verantwortlichen statt vorzeitig in den Wahlkampf-Modus zu schalten“, betonte der Ministerpräsident. Bund und Länder müssten sich jetzt darauf konzentrieren, „die begonnenen Impfaktionen erfolgreich und reibungsloser als bisher fortzuführen“.

Quelle: Saarbrücker Zeitung – www.saarbruecker-zeitung.de

Unnötig – Kommentar von Christian Matz zum Koalitionskrach ums Impfen

Unabhängig davon, ob man die Kritik am Impfstoffmangel in Deutschland für richtig oder für überzogen hält: Der Fragenkatalog des SPD-Ministers Scholz an seinen CDU-Kollegen Spahn ist ein Hammer. Und er lässt nichts Gutes erwarten für das Superwahljahr 2021, in dem sich viele Ministerpräsidenten und einige Kanzlerkandidaten, ob sie schon gekürt sind oder noch nicht, profilieren müssen. Die Fragen, die Scholz aufwirft, sind zwar völlig berechtigt. Der Stil aber erinnert wahlweise an einen Untersuchungsausschuss oder eine Große Anfrage im Parlament – klassisches Instrument der Opposition.

Die SPD ist aber nicht Opposition. Olaf Scholz ist vielmehr Finanzminister und Vizekanzler einer Koalition, in der es genau jetzt auf geschlossenes und entschlossenes Handeln ankäme. Wenn Scholz nach möglichen Versäumnissen fragt, dann muss er auch an seine eigene Partei Briefe schreiben. Die Umsetzung der Impfstrategie obliegt den Ländern; hakt Scholz also auch bei den SPD-Ministerpräsidenten nach, wenn/wo es hakt? Richtet er sich angesichts des Dauerkonfliktherdes Schule demnächst mit einem Fragenkatalog etwa auch an seine Frau Britta Ernst, SPD-Bildungsministerin in Brandenburg und derzeit Vorsitzende der Kultusministerkonferenz? Die Herausforderungen für eine Regierung in der Corona-Pandemie sind gewaltig. In einer Koalition ist Streit grundsätzlich programmiert. Streit kann grundsätzlich Probleme offenlegen und die Dinge voranbringen. Aber ein solch durchsichtiges Manöver und einen solchen Koalitionskrach – das braucht jetzt kein Mensch.

Quelle: Allgemeine Zeitung Mainz – www.allgemeine-zeitung.de

Welt

Trumps Erpressungsversuch: Verhalten gibt Rätsel auf – Kommentar von Frank Herrmann

Das Muster ist bekannt. Donald Trump verhält sich nicht zum ersten Mal wie einer jener von ihm so bewunderten Diktatoren, die sich ungeniert ihrer Macht bedienen, um anderen ihren Willen aufzuzwingen. Diesmal sollte ein Parteifreund in Georgia nachträglich das Ergebnis einer Wahl korrigieren, die mit dem Sieg Bidens geendet hatte. (..) Vielleicht verbringt er die letzten Wochen seiner Präsidentschaft tatsächlich in einer mentalen Festung, zu der nur noch Zugang hat, wer ihn in seinen Ansichten bekräftigt. Bleibt abzuwarten, wie viele Republikaner ihm die Stange halten, wenn der US-Kongress am Mittwoch das Wahlergebnis zu bestätigen hat. http://www.mehr.bz/khs5i

Quelle: Badische Zeitung – www.badische-zeitung.de

Deutschland

Middelberg fordert Studie zu Linksextremismus

Mehr Anhänger, mehr körperliche Gewalt: Innenpolitischer Sprecher der Union will „beunruhigende Entwicklungen“ auf den Grund gehen

Osnabrück. Der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Mathias Middelberg (CDU), fordert die Bundesregierung auf, eine Studie über Linksextremismus in Deutschland auf den Weg zu bringen. Es gebe „neue, beunruhigende Entwicklungen, die einer näheren Untersuchung bedürfen“, sagte Middelberg der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ).

Derzeit gingen zwar die größten Gefahren von Rechtsextremisten und Islamisten aus. Aber auch die Zahl der Linksextremisten steige seit Jahren (auf 33.500 im Jahr 2019). Der Verfassungsschutz zählt damit mehr Links- als Rechtsextremisten (32.100 im Jahr 2019). Zwar sei die Anzahl der linksextremistisch motivierten Gewalttaten zuletzt rückläufig gewesen. Art und Intensität der Taten hätten sich allerdings geändert. „Kam es früher vor allem im Zuge von Demonstrationen zu Ausschreitungen, greifen Linksextremisten heute immer häufiger gezielt Repräsentanten des Staates oder ,politische Gegner‘ an“, erklärte Middelberg. Der früher im linksextremen Lager beschworene Konsens, Gewalt dürfe nur gegen Sachen, nicht aber gegen Personen verübt werden, gelte offenbar nicht mehr. Als Beispiel nennt Middelberg den gewalttätigen Überfall auf eine Immobilienmaklerin in Leipzig im Herbst 2019. Nach zwei versuchten Tötungsdelikten 2019 habe es in diesem Jahr bereits sechs solcher Delikte gegeben.

Middelberg hält deshalb eine „tiefer gehende Analyse“ für notwendig. Die Studie müsste aufklären, warum sich immer mehr Menschen dem Linksextremismus zuwenden und wie die gewandelte Militanz zu erklären ist. Außerdem müssten Ansätze erarbeitet werden, die Entwicklung zu stoppen. „Wir haben es mit einem länderübergreifenden Phänomen zu tun – Linksextremismus-Hotspots finden sich in Hamburg, Berlin und Leipzig. Die Szene ist zudem europäisch und international vernetzt. Daher sollte der Bund vorangehen und eine Studie in Auftrag geben, die Antworten auf diese Fragen gibt“, sagte Middelberg.

Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung – www.noz.de

Hintergrund zu Matthias Middelberg (CDU): Middelberg warnte als innenpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion in der Debatte um den Entwurf eines Fachkräfteeinwanderungsgesetzes vor „Missbrauchsmöglichkeiten und möglichen Fehlanreizen“. Er sah die Zuwanderungsmöglichkeit für Menschen aus Nicht-EU-Staaten, die keine Qualifikation und Ausbildungsstelle vorweisen können, kritisch. Der Gesetzentwurf wurde daraufhin mehrfach abgeändert. Was Middelberg als „sehr guten und ausgewogenen Kompromiss“ bezeichnete, diskriminiert Menschen nun aufgrund ihrer Herkunft. Auch bei der Abschiebung von Asylbewerbern sorgte Middelberg für Verschärfungen. Er spricht sich dafür aus, die Maghreb-Staaten Algerien, Marokko und Tunesien zu sicheren Herkunftsstaaten zu erklären. Dies sorgte bei Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International und in der Opposition bei den Grünen und den Linken für Kritik, da es in Algerien und Marokko weiterhin zu Menschenrechtsverletzungen komme. Bei aus Seenot geretteten Migranten spricht er sich für eine Reduzierung der Migration aus, indem die Zusammenarbeit mit den Herkunfts- und Transitländern intensiviert wird, sowie Ausschiffungsplattformen an den Mittelmeerküsten. Kommentar von Sascha von Gerishem: Unchristliche, menschenverachtende Ansätze zum Schaden der Schwächsten, während er Klientelpolitik für den rechten Rand betreibt und hufeisenkonform nach links zeigt.

„nd.DerTag“: Primat der Arbeit – Kommentar zu den Lockdown-Maßnahmen vor allem im privaten Bereich

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen, heißt ein bekanntes deutsches Sprichwort. Doch in der Pandemie fällt der zweite Teil weitgehend aus. Private Treffen sind nur mit einem weiteren Haushalt möglich, Kultur- und Sportstätten sowie Gastronomie bleiben vorerst geschlossen. Glücklich die, deren liebstes Hobby schon immer Fernsehen, Lesen oder Spazierengehen war. Am Dienstag berieten die Regierungschef*innen nun darüber, den Bewegungsradius der Menschen geografisch zu begrenzen.

Doch während es epidemiologisch kaum interessieren dürfte, ob ich 15 oder 500 Kilometer von Zuhause entfernt allein spazieren gehe, bleibt die Arbeitswelt unangetastet. Nach wie vor dürfen hier unbegrenzt viele Haushalte aufeinandertreffen. Reguliert wird das allein nach Gutdünken der Unternehmen. Nur 14 Prozent der Beschäftigten arbeiteten im „Lockdown“-Monat November überwiegend oder ausschließlich im Homeoffice. Trotzdem werden Infektionszahlen am Arbeitsplatz – außer in Gemeinschaftseinrichtungen wie Krankenhäusern, Pflegeheimen oder Kitas – laut einer Sprecherin des Robert-Koch-Instituts „nicht erfasst“. Auch das Arbeitsministerium und der Spitzenverband Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung können darüber keine Aussage treffen.

Parallel wird darüber debattiert, Schulen zu öffnen, damit Eltern arbeiten können. Und bis dahin wird von ihnen erwartet, gleichzeitig zu Hause zu arbeiten und auf die Kinder „aufzupassen“ (ergo, sie zu bespaßen und zu unterrichten). Dass uns Daten darüber fehlen, in welchen Branchen ein erhöhtes Infektionsrisiko besteht, verhindert auch, dass verstärkte Schutzmaßnahmen ergriffen werden – oder ein wirksamer dezentraler Lockdown in bestimmten Branchen verhängt wird.

Stattdessen bleibt uns der Lockdown des Privaten und die Behauptung, dort liege das höchste Infektionsrisiko. Richtig ist: Wir wissen es nicht.

Quelle: neues deutschland – www.neues-deutschland.de

Wirtschaft und Finanzen

Post-Pandemie-Preisschock, Kommentar zu den Inflationserwartungen von Stefan Reccius

Unpräzise, teuer, kontraproduktiv: Die Kritik an der Bundesregierung für die vorübergehende Senkung der Mehrwertsteuer reißt nicht ab – zu Recht. Trotz hoher Kosten ist der Effekt verpufft wie bei einem Feuerwerk: viel Spektakel, kaum Substanz. Sicher, der Handel hat die gerade ausgelaufene Steuersenkung überwiegend an die Kunden weitergereicht und für etwas Ersparnis gesorgt. Auch lockten Kfz-Händler manchen Kunden mit Extrarabatten ins Autohaus. Unter dem Strich fällt die Bilanz der Mehrwertsteuersenkung aber ernüchternd aus. Mehr noch: In Kombination mit anderen Faktoren dürfte der Schuss nach hinten losgehen, weil er einer Rückkehr der Inflation Vorschub leistet.

Am Montag veröffentlichte Analysen von Ifo-Institut und DZ Bank zu Konsum- und Sparverhalten im Krisenjahr zeigen: Steuerausfällen von 20 Mrd. Euro, verursacht durch die Mehrwertsteuersenkung, steht ein Konsumplus von 6,3 Mrd. Euro gegenüber, 0,6 Prozent höheren Privatausgaben eine um fast die Hälfte emporgeschossene Sparquote von 16 Prozent – nicht gerade die Definition von Konsumfreude. Wie auch, wenn Restaurants, Hotels und Läden schließen müssen, Airports zu Flugzeugparkplätzen werden und jene um Jobs und Gehalt bangen, die ohnehin jeden Euro zweimal umdrehen müssen?

Nicht nur die Mehrwertsteuersenkung hat ihr Verfallsdatum erreicht, auch die konjunkturellen Vorzeichen haben sich fundamental geändert. Mit jeder Impfung rückt Normalität näher, wird Angstsparen zurückgehen, bricht sich aufgestauter Konsum Bahn. Massenarbeitslosigkeit ist dank Kurzarbeit kein Thema. Der Solidaritätszuschlag fällt für 90 Prozent der Steuerzahler weg, was zusätzliche Milliarden freisetzt. Unternehmen werden nach und nach vom Schuldenabbau- in den Investitionsmodus schalten.

Und die Preise erfahren nicht nur auf der Nachfrageseite einen Schub. Die enthemmte Globalisierung ist vorbei, Lieferketten werden lokaler – und Produktionskosten steigen. Der ausgeweitete CO2-Preis wird sich nicht nur umgehend auf den Konten von Verbrauchern und Firmen niederschlagen, sondern auch in einer steigenden Inflationsrate. Gleiches gilt für das Ende der Mehrwertsteuergroßzügigkeit, die zuletzt noch maßgeblich Deflationssorgen geschürt hat.

In den siebziger Jahren wähnten sich viele schon einmal in dem Irrglauben, die Inflation wäre überwunden. Dann kam der Ölpreisschock samt ruckartig steigender Inflation und Zinsen. Die Euro-Hüter müssen wachsam sein, damit der Post-Corona-Boom nicht in einem Post-Pandemie-Preisschock verglüht.

Quelle: Börsen-Zeitung – www.boersen-zeitung.de

Atempause, Kommentar zum Touristikkonzern Tui von Carsten Steevens

In keiner Tui-Hauptversammlung seit 2013 hat man den Optimisten Friedrich Joussen angestrengter und abgekämpfter erlebt als beim ersten virtuellen Aktionärstreffen des Touristikkonzerns. Nahezu emotionslos und weitgehend wortgetreu verlies der Vorstandsvorsitzende den vorgefertigten Redetext und auch die Antworten auf rund 50 vorab eingereichte Fragen von Aktionären und Aktionärsvertretern. Die Folgen der Corona-Pandemie und ihre Bewältigung haben Substanz gekostet. Für die Tui ging und geht es um die Existenz.

Für den Tourismus war 2020 ein Horrorjahr. Reisebeschränkungen haben der Branche zugesetzt und aus der Tui über Nacht ein Unternehmen ohne Produkt und nennenswerten Umsatz werden lassen. Der weltgrößte Touristikkonzern, der, wie Joussen in den vergangenen Monaten immer wieder betonte, vor der Pandemie ein kerngesundes Unternehmen war, das in das Geschäft investierte, Schulden aus der Vergangenheit reduzierte und attraktive Dividenden zahlte, geriet zum Stützungsfall.

Für die Bundesregierung „too big to fail“, erhielt die Tui staatliche Hilfen, um den gravierenden Mittelabflüssen zu begegnen und die Liquidität zu sichern. Das Anfang Dezember vereinbarte dritte Finanzierungspaket über insgesamt 1,8 Mrd. Euro hat dem Unternehmen erneut Luft verschafft. Um eine Insolvenz der Tui und einen möglichen Totalverlust ihres Engagements zu vermeiden, hatten die Aktionäre in der außerordentlichen Hauptversammlung am Dienstag keine andere Wahl, als zuzustimmen. Wäre schon einer der Beschlussvorschläge nicht gefasst worden, hätte etwa die geplante Kapitalerhöhung um rund 500 Mill. Euro, an der sich auch der russische Großaktionär Mordaschow beteiligen will, nicht umgesetzt werden können. Damit wiederum wäre die Rückzahlung einer im Oktober fälligen 300-Mill.-Euro-Anleihe akut gefährdet gewesen.

Die Tui und ihre Geldgeber setzen darauf, dass Impfstoffe gegen das Coronavirus vom kommenden Sommer an zu einer Wiederbelebung des internationalen Reisegeschäfts und zu einer kurzfristigen Rückkehr des Unternehmens zu profitablem Betrieb führen werden. Doch die Annahmen sind mit großen Unsicherheiten behaftet. Wann die Tui an das Vorkrisengeschäft anknüpfen kann, ist offen. Die im Verlauf der Krise deutlich gestiegene Verschuldung belastet das Unternehmen, die Refinanzierungsrisiken sind weiterhin beträchtlich. Das Geschäftsmodell mag intakt sein, eine Investition in die Tui bleibt 2021 aber mit hohen Risiken verbunden.

Quelle: Börsen-Zeitung – www.boersen-zeitung.de

Verkehrsunfall mit einer schwerverletzten Pkw- Insassin

Am 05.01.2021 gegen 19:20 Uhr befuhr eine 20-jährige Reichshoferin mit ihrem Pkw die Allenbacher Straße aus Richtung Berghausen kommend, in Fahrtrichtung Allenbach. Auf der Gefällstrecke verlor sie in einer Linkskurve die Kontrolle über das Fahrzeug und kam nach rechts von der Fahrbahn ab. Dort kollidierte sie mit dem hinteren Bereich ihres Pkw mit einem Baum. Durch die Wucht des Aufpralles verzog sich das Fahrzeug, weshalb sich die Fahrzeugführerin nicht selbstständig aus dem Fahrzeug befreien konnte. Der verständigten Feuerwehr gelang es, die Verletzte aus dem Pkw zu befreien. Die verletzte Fahrzeuginsassin wurde bezüglich Schmerzen im Halsbereich ins Krankenhaus Gummersbach verbracht. Das verunfallte Fahrzeug wurde abgeschleppt. Es entstand Sachschaden in Höhe von ca. 4000 Euro. Für die Dauer von ca. 1,5 Stunden wurde die Allenbacher Strasse komplett gesperrt.

„Einkommensarme Familien im Lockdown nicht allein lassen“ – Paritätischer fordert Sofortmaßnahmen

Angesichts der geplanten Verlängerung und Verschärfung des Lockdowns fordert der Paritätische Gesamtverband Sofortmaßnahmen des Bundes zur Unterstützung einkommensarmer Familien. Konkret fordert der Paritätische ein Sofortprogramm zur Unterstützung von einkommensschwachen Haushalten durch eine sofortige Erhöhung von Grundsicherungsleistungen um 100 Euro monatlich, die Finanzierung von schulisch notwendigen Notebooks durch die Jobcenter und eine Neuauflage des bereits letzten Juni ausgelaufenen Moratoriums bei Mietschulden.

„Die Bundesregierung hat es in den vergangenen Monaten versäumt, dafür zu sorgen, dass einkommensarme Haushalte in der Krise nicht noch weiter abgehängt werden“, kritisierte der Hautgeschäftsführer des Paritätischen, Ulrich Schneider. „Bei all den Milliarden, die bisher zur Bewältigung der Corona-Krise ausgegeben wurden, findet sich kaum ein Cent für Menschen in Hartz IV oder Altersgrundsicherung. Wir dürfen die Ärmsten nicht länger mit gestiegenen Ausgaben für Schutzmaßnahmen und weggefallenen Hilfsangeboten aufgrund von Einrichtungsschließungen alleine lassen. Es ist vordringliche Aufgabe der Politik, in dieser Pandemie die Gesellschaft zusammenzuhalten“, appellierte Schneider.

Homeschooling kostet Geld

Da die Ausstattung von Kindern aus einkommensarmen Familien mit Notebooks und anderen digitalen Lernmitteln noch immer nicht gesichert sei, müssten entsprechende Ausgaben für alle Bezugsberechtigten von Bildungs- und Teilhabeleistungen durch die Jobcenter übernommen werden. Um den unverändert hohen Bedarf an an Hygiene- und Schutzartikeln sicherzustellen und wegfallende Hilfen, etwa Schulmittagessen, unbürokratisch kompensieren zu helfen, seien die Regelleistungen in der Grundsicherung in der Pandemie um monatlich 100 Euro pro Person zu erhöhen. Darüber müsse das bereits im Juni letzten Jahres ausgelaufene Kündigungs- und Kreditmoratorium für Mieterinnen und Mieter erneuert werden. „Unsere Gesellschaft kann es sich nicht leisten, dass Menschen aufgrund der andauernden Einkommenseinbußen das Dach über dem Kopf verlieren oder aufgrund einer Verschuldung ihre Strom- oder Wasserversorgung verlieren“, betonte Ulrich Schneider. Arbeitsagenturen, Jobcenter und Grundsicherungsträger müssten darüber hinaus flächendeckend persönliche Beratungsangebote bereitstellen, da die bestehenden digitalen und telefonischen Angebote eine zu hohe Hürde für viele unterstützungsbedürftige Menschen, etwa Wohnungslose, darstellten.

Der Verband wies erneut darauf hin, dass die Leistungen der Grundsicherung schon bislang viel zu niedrig bemessen gewesen seien. Mit den pandemiebedingten Mehrausgaben, die durch die viel zu geringe Regelsatzerhöhung zu Jahresbeginn, nicht annähernd ausgeglichen worden seien, habe sich die Not einkommensarmer Familien noch vergrößert. Für Kinder zwischen 6 und 13 Jahren seien die Leistungen beispielsweise lediglich um einen Euro monatlich erhöht worden. „An grundlegenden Bildungs- und Teilhabeleistungen zu sparen, können wir uns nicht leisten“, betonte der Verband.

Corona-Impfaktion in Solingen ging am 2. Januar weiter

Bei zwei Terminen im alten Jahr waren in Solinger Senioreneinrichtungen bereits 830 Personen geimpft worden. Gestern wurden weitere 852 weitere Impfungen durchgeführt. 

Die Impfaktion begann am 2. Januar um 12 Uhr  zeitgleich in insgesamt sieben Einrichtungen (St. Lukas Pflegeheim, evangelischen Altenhilfe Wald, Seniorenresidenz am Theater, Zentrum für Betreuung und Pflege am Kirschbaumer Hof, Josef-Haus, Haus Elisabeth, Theodor-Fliedner-Heim). Unter der Federführung des Solinger Mediziners Dr. Stephan Kochen waren insgesamt 30 Ärztinnen und Ärzte im Einsatz sowie 28 medizinische Fachangestellte und zahlreiche Fachkräfte aus den verschiedenen Häusern. „Wir haben die Aktion im Vorfeld mit allen Beteiligten eng abgestimmt.  Alle waren bestens vorbereitet, so dass der Tag entspannt und reibungslos ablaufen konnte. Nach rund vier Stunden war alles erledigt“, berichtet Udo Stock, Leiter des Solinger Impfzentrums. 

Da die Verfahrensanleitung für den Impfstoff der Firma BioNTech inzwischen angepasst wurde, konnten spontan sogar mehr Personen geimpft werden als zunächst vorgesehen. So erhielten auch eine Reihe von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Intensivstationen und Notaufnahmen sowie Rettungssanitäter eine Corona-Schutzimpfung. Die Stadt Solingen folgt damit den Argumenten des städtischen Klinikums: Bereits in der ersten Impfphase müsse das medizinische Personal berücksichtigt werden, das einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sei. Eine entsprechende Forderung hatten Vertreter des Klinikums in einem offenen Brief an NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann gestellt.  

Corona-Hotline für Solingen

Abstand halten, Mund und Nase bedecken, Einschränkungen und Schutzmaßnahmen beachten – jede und jeder von uns kann dazu beitragen, die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Nur gemeinsam können wir es schaffen. Die Stadt Solingen hat eine Corona-Hotline eingerichtet: 0212 / 290-2020. Infos aus Solingen: Wir alle sind gefordert.

05.01.2021: Aktuelle Gesundheitslage in Remscheid

Laut Gesundheitsamt gibt es aktuell 118 Remscheiderinnen und Remscheider, die an Covid-19 erkrankt sind und sich in angeordneter Quarantäne befinden.

Damit gibt es insgesamt 2.928 positiv getestete Remscheiderinnen und Remscheider. 2.716 Remscheiderinnen und Remscheider gelten als genesen, 94* Menschen sind leider verstorben.

Zusätzlich gibt es mit heutigem Datum 338 Personen, die als Verdachtsfälle unter häuslicher Quarantäne stehen.

Die Krankenhäuser vermelden 21 positive Fälle in stationärer Behandlung, darunter 6 intensivpflichtige Behandlungen (3 beatmet), Stand 05.01.2021 (Das sind nicht unbedingt Remscheiderinnen und Remscheider.).

(* Die Differenz in der Zahl der Todesfälle (1) resultiert aus zeitlichen Meldeverzögerungen.)

Quelle: Stadt Remscheid – 05.01.2021 – 11.11 Uhr

Robert Koch Institut für Remscheid heute

Es gibt insgesamt 2.928 positiv getestete Remscheiderinnen und Remscheider. Die 7-Tage-Inzidenz liegt momentan bei 80,8. 93 Menschen sind leider verstorben.

Fälle letzte 7 Tage90
Fälle letzte 7 Tage/100.000 EW80,8
Fälle gesamt2.928
Fälle gesamt/100.000 EW2.629,8
Todesfälle gesamt93
Einwohnerzahl111.338
BundeslandNordrhein-Westfalen
Meldung des RKI.

Corona in Remscheid

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Hotline für Ältere und Vorerkrankte verstärkt

Um den Service für Ältere und Vorerkrankte zu verbessern, wird ab Montag, 25. Januar 2021, eine weitere Telefonnummer freigeschaltet. Die Hotline ist von Montag – Freitag jeweils von 8 bis 16 Uhr unter den Rufnummern (0 21 91) 4 64 53 51 und (0 21 91) 4 64 55 81  zu erreichen!

05.01.2021: Corona in Solingen

Insgesamt wurden seit Ausbruch der Pandemie in Solingen bisher 4.980 bestätigte Fälle gemeldet.

Aktuell sind 340 Personen nachgewiesen infiziert, 53 Patient:innen werden derzeit stationär behandelt, die übrigen ambulant betreut. 4.536 Menschen sind wieder genesen. 104 mit dem Virus infizierte Menschen sind bisher verstorben.

In den letzten sieben Tagen sind insgesamt 200 Corona-Neuinfektionen festgestellt worden. Damit entfallen 125,0 neue Fälle auf je 100.000 Menschen, die in der Klingenstadt leben.

In Quarantäne befinden sich derzeit insgesamt 864 Personen. Die Quarantäne beenden konnten 20.795 Personen.

Zahlen zeugen noch nicht von Entspannung!

Dass die Sieben-Tages-Inzidenz in Stadt und Land in den vergangenen Tagen gesunken ist, weist noch nicht auf eine Entspannung der Infektionslage hin. Bei der Interpretation der Fallzahlen muss man beachten: Wegen der Feiertage suchten weniger Menschen eine Ärztin oder einen Arzt auf. In Solingen und in anderen Städten wurde weniger getestet, zum Teil pausierten die Testzentren ganz. Auch die Labore arbeiteten über die Feiertage nur eingeschränkt.

Quelle: Stadt Solingen – Stand: 04.01.2021 – 17:39 Uhr

Aktuelle Meldung vom Robert Koch Institut für Solingen

Es gibt insgesamt 4.980 positiv getestete Solingerinnen und Solinger. Die 7-Tage-Inzidenz liegt momentan bei 121,2. 106 Menschen sind leider verstorben.

Fälle letzte 7 Tage193
Fälle letzte 7 Tage/100.000 EW121,2
Fälle gesamt4.980
Fälle gesamt/100.000 EW3.127,3
Todesfälle gesamt106
Einwohnerzahl159.245
BundeslandNordrhein-Westfalen
Meldung des RKI.

Corona-Hotline für Solingen

Abstand halten, Mund und Nase bedecken, Einschränkungen und Schutzmaßnahmen beachten – jede und jeder von uns kann dazu beitragen, die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Nur gemeinsam können wir es schaffen. Die Stadt Solingen hat eine Corona-Hotline eingerichtet: 0212 / 290-2020. Infos aus Solingen: Wir alle sind gefordert.

05.01.2021: Corona in Wuppertal

Am 5. Januar um 8 Uhr sind für Wuppertal folgende Zahlen gemeldet:

Bestätigte Fälle (Gesamtzahl infizierte Menschen):9985
– davon aktuell infizierte Personen:1250
– davon genesene Personen:8508
– davon verstorbene Personen227
Gesamtzahl in Quarantäne1964
– davon in häuslicher angeordneter Quarantäne1877
– davon in freiwilliger Quarantäne87
Anzahl Neuinfektionen vom Vortag:50
Neuinfektionen der letzten 7 Tage:556
Neuinfektionen der letzten 7 Tage pro 100.000 Einwohner:156,62

Quelle: Stadt Wuppertal

Robert Koch Institut heute für Wuppertal

Es gibt insgesamt 9.944 positiv getestete Wuppertalerinnen und Wuppertaler. Die 7-Tage-Inzidenz liegt momentan bei 151,2. 226 Menschen sind leider verstorben.

Fälle letzte 7 Tage537
Fälle letzte 7 Tage/100.000 EW151,2
Fälle gesamt9.944
Fälle gesamt/100.000 EW2.800,3
Todesfälle gesamt226
Einwohnerzahl355.100
BundeslandNordrhein-Westfalen
Meldung des RKI.