Ein Tag in Orange – Gewalt ist nie PRIVAT

Die Stadt Remscheid beteiligt sich in diesem Jahr erstmalig an der Kampagne des Zonta-Clubs Wuppertal „Orange the World“: Am Abend des 25. November (Mittwoch), dem Internationalen Tag gegen Gewalt gegen Frauen, wird das Remscheider Rathaus in orangenes Licht getaucht, um auf die weltweit bestehenden Gewalttaten und Einschränkungen der Freiheiten von Frauen aufmerksam zu machen.

Der Remscheider „Runde Tisch gegen Häusliche Gewalt“ beschäftigt sich regelmäßig mit der Thematik: In Remscheid ist  Gewalt gegen Frauen nach wie vor an der Tagesordnung. Gewalt findet in allen Bevölkerungsschichten, allen Altergruppen unabhängig von Nationalität und ethnischer Herkunft statt. Die Kriminalstatistik 2019 weist für Remscheid 271 Strafanzeigen wegen häuslicher Gewalt aus. „In 95 Fällen wurde der Täter zum Schutz der Opfer für zehn Tage der Wohnung verwiesen oder ein Rückkehrverbot ausgesprochen“, so der Kriminalbericht. Über 93% der Tatverdächtigen waren Männer. 18 Frauen wurden Opfer einer Vergewaltigung.

Die Coronakrise hat die Situation von Frauen und Kindern noch einmal verschärft. Sie sind aufgrund von Kontaktbeschränkungen isoliert und suchen sich seltener Hilfe in ihrem Umfeld, bei einer Beratungsstelle oder im Frauenhaus. „Viele Taten werden in diesem Jahr ohne Anzeige bleiben“, so Christel Steylaers, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte der Stadt.

Ermutigung für Opfer

Der Runde Tisch unterstützt die bundesweite Kampagne des Weißen Rings: „Schweigen macht schutzlos, mach dich laut“. Diese Kampagne ermutigt Opfer, erlittene Straftaten zur Anzeige zu bringen.

Alle Bürgerinnen und Bürger können etwas gegen die alltägliche Gewalt tun: Hinsehen und Helfen! Wer im Beruf oder im sozialen Umfeld mit Gewalt konfrontiert wird, darf nicht wegsehen, sondern sollte handeln. Eine im Frauenbüro und an vielen Stellen ausliegende Notfallkarte bietet Übersicht über geeignete Stellen. Schnelle Hilfe für Betroffene gibt es in 18 Sprachen online und per Telefon beim Hilfetelefon.de unter 08000 116 016

Der Runde Tisch gegen häusliche Gewalt Remscheid arbeitet seit vielen Jahren unter dem Motto „Gewalt ist nie privat“ an der fachlichen Aufarbeitung verschiedener Formen von häuslicher und sexualisierter Gewalt, bemüht sich um Vernetzung der Anlauf- und Beratungsstellen und betreibt Aufklärung. Am Runden Tisch sind viele Institutionen, Beratungsstellen, wie die Beratungsstelle für Frauen und Mädchen sowie die Fachberatungsstelle gegen sexualisierte Gewalt – Indigo des SkF e.V. Bergisch Land, Betreuungseinrichtungen wie das Frauenhaus des SkF, Polizei und Justiz vertreten.

Der Gedenktag geht zurück auf den Tod der drei Schwestern Mirabal, die am 25.11.1960 in der Dominikanischen Republik vom militärischen Geheimdienst gefoltert, vergewaltigt und ermordet wurden. Auf einem Treffen von lateinamerikanischen und karibischen Feministinnen 1981 in Bogotá, Kolumbien, gedachten die Teilnehmerinnen dieser Frauen und riefen den 25. November als internationalen Gedenktag an die Opfer von Gewalt an Frauen und Mädchen aus. 1999 wurde er von der UN Generalversammlung festgelegt.

Legal Highs – Ein Feature über Drogen im Onlinehandel

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„Legal Highs“ sind Designerdrogen, meist legal und sehr gefährlich. Sie werden online zum Kauf angeboten und per gewünschter Versandart zugestellt. Die Drogenköche nutzen die Langsamkeit der Gesetzgebung: Sobald eine Substanz erkannt und verboten ist, erscheinen bald neue chemische Verbindungen in den Versandläden und versprechen einen noch größeren Kick.

Der Autor Jörn Klare zeigt das System hinter einem Drogenhandel auf, der sich weitgehend im Rahmen der Gesetze bewegt, und hat dafür sowohl Konsumenten als auch einen Drogendesigner getroffen. „Legal Highs – Ein Feature über Drogen im Onlinehandel“ heißt das neue ARD radiofeature, das ab Mittwoch, 25. November 2020, in sieben Wort- und Kulturwellen der ARD zu hören und im Internet unter www.ardaudiothek.de als Podcast verfügbar ist.

„Jeder Mensch in jeder Gesellschaft hat ein Recht auf Rausch“, sagt Drogenkoch „Dr. Zee“, dem es angeblich um die Erkundung innerer Räume geht. Ein Drogenkonsument, der nicht genannt werden möchte, erzählt: „Legal Highs sind in der Feierszene allgegenwärtig.“ Viele Stoffe sind hochkonzentriert. Für einen Trip reichen dann schon wenige Mikrogramm. Eine falsche Dosis kann verheerend wirken. Allein der Hautkontakt mit kaum sichtbaren Mengen ist potenziell tödlich.

„Legal Highs“ ist ein Sammelbegriff, unter dem Räuchermischungen, Badesalze und sogenannte Research Chemicals zusammengefasst sind. Vom Betäubungsmittelgesetz werden sie nicht oder nur unzureichend erfasst. Daran hat auch das 2016 verabschiedete Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz kaum etwas geändert. Verfolgungsbehörden und Drogenlabore liefern sich ein Katz- und Maus-Spiel.

Über den Autor

Jörn Klare, 1965 geboren, ist ein deutscher Journalist, Buchautor und Dramatiker. Für seine Radiofeatures wurde er mehrfach ausgezeichnet, unter anderem zweimal mit dem Robert-Geisendörfer-Preis.

Sendetermine

  • SWR 2 – Mittwoch, 25. November 2020, 22:03 Uhr
  • BR 2 – Samstag, 28. November 2020, 13:05 Uhr
  • SR 2 KulturRadio – Samstag, 28. November 2020, 17:04 Uhr
  • Bremen Zwei (RB) – Samstag, 28. November 2020, 18:05 Uhr
  • NDR Info – Sonntag, 29. November 2020, 11:05 Uhr
  • WDR 5 – Sonntag, 29. November 2020, 11:04 Uhr
  • hr2-kultur – Sonntag, 29. November 2020, 18:05 Uhr

Festnahme nach gefährlicher Körperverletzung

Staatsanwaltschaft und Polizei gehen bei gefährlicher Körperverletzung vor kommunaler Unterbringungseinrichtung in Schwelm von politisch motivierter Tat aus.

Am Mittwoch, 11. November 2020, randalierte ein 24-Jähriger mit zwei weiteren Tatverdächtigen gegen 2 Uhr vor einer kommunalen Unterbringungseinrichtung für Asylsuchende in der Kaiserstraße in Schwelm. Dort schlugen sie zunächst mit Stangen auf Verkehrsschilder ein.

Rechtsextreme Gewalttäter

Als ein 21-jähriger Syrer nach dem Grund des Lärms sehen wollte, provozierten die Randalierer den Mann, sodass es zunächst zu einem Streit kam. Als der 21-Jährige die Flucht ergriff, rannten die Männer hinter ihm her, ergriffen ihn und schlugen auf ihn ein. Das Opfer konnte sich kurz darauf mithilfe eines Wachmannes in der Unterkunft in Sicherheit bringen.

Nach umfangreichen Ermittlungen der Hagener Staatsanwaltschaft und des Staatsschutzes der Polizei konnte der 24-jährige Hauptverdächtige am vergangenen Freitag, 13. November 2020, festgenommen werden. Zivilfahnder des Staatsschutzes stellten den polizeibekannten Mann gegen 17 Uhr an seiner Wohnanschrift in Schwelm. Er sitzt jetzt wegen Flucht- und Wiederholungsgefahr in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen dauern an.

Einbrecherpaar bei Einbruchsversuch gefilmt

Die Polizei sucht Zeugen, die Angaben zu einem Einbrecherpaar geben können. Bilder finden Sie in dem Link. Das Paar steht im Verdacht am 3. November 2019 einen versuchten Einbruch in ein Einfamilienhaus in Ennepetal begangen zu haben. Die Täter flüchteten mit einem schwarzen Ford Galaxy mit der Städtekennung EU. Hinweise können sie bei der Polizei oder unter folgendem Link abgeben.

Hier finden Sie auch weitere Informationen zum Sachverhalt: https://polizei.nrw/fahndungen/unbekannte-tatverdaechtige/ennepetal-wohnungseinbruchdiebstahl

Verkehrsunfall mit Straßenbahn

Am Donnerstagnachmittag fuhr ein 79-jähriger Hattinger mit seinem Ford Focus auf der Martin-Luther-Straße in Richtung Nierenhofer Straße. Im Kreuzungsbereich wollte er rechts abbiegen und fuhr beim Farbwechsel der Lichtzeichenanlage von Gelb- auf Rotlicht in das Gleisbett ein. Der kreuzende Straßenbahnfahrer bemerkte den Ford und konnte nur auf Grund einer eingeleiteten Notbremsung den Zusammenstoß zwischen beiden Fahrzeugen verhindern. Durch die Notbremsung stürzte eine 63-Jährige Hattingerin in der Straßenbahn und verletzte sich leicht. Eine sofortige ärztlichen Behandlung benötigte sie jedoch nicht.

Werkzeuge aus Lagerhalle gestohlen

In der vergangenen Woche (16.11- 19.11) brachen Unbekannte in eine Firma an der Hagener Straße in Gevelsberg ein und entwendeten Werkzeugmaschinen. Nach bisherigen Erkenntnissen drangen die Täter über das Dach in einen Lagerraum ein und entwendeten hier Werkzeuge wie eine Flex der Marke Makita, mehrere Akkuschrauber und verschiedene Sägegeräte.

Versuchter Einbruch in Wohnung

In der Zeit vom Mittwoch auf Donnerstag versuchten Unbekannte in eine Wohnung eines Mehrfamilienhauses am Ulmenweg in Schwelm einzubrechen. Am Donnerstagmorgen stellte der Bewohner fest, dass das Türschloss seiner Wohnungstür manipuliert wurde und ein auf- bzw. abschließen nicht mehr möglich war. Das Öffnen der Tür gelang den Tätern nicht. Hinweise gibt es bisher keine.

Rechtsberatung im Dezember bei den Schlawinern

Die Schlawiner bieten am Mittwoch, 2. Dezember 2020, von 17 Uhr bis 19 Uhr im Kinder- und Jugendzentrum Lüttringhausen (Klausen 22, 42899 Remscheid) eine Rechtsberatung für diejenigen Bürgerinnen und Bürger an, die Beratungs- und Prozesskostenhilfe in Anspruch nehmen können. Ein Rechtsanwalt berät in allen juristischen Fragen.

Anmeldung erforderlich

Aufgrund der aktuellen Corona Pandemie ist eine Voranmeldung dringend erforderlich. Telefonische Anmeldung bei Anja Westfal per Telefon: (01 72) 9 07 15 45 oder E-Mail: anja.westfal@dieschlawiner.de

Corona-Verstöße in Shisha-Bar lösen Polizeieinsatz aus

In der Nacht zu Freitag (20. November 2020) hat die Polizei im Rahmen ihrer Streife eine Shisha-Bar im Berliner Viertel in Monheim am Rhein kontrolliert und gegen den Betreiber gleich mehrere Straf- und Ordnungswidrigkeiten-Anzeigen gefertigt.

Am späten Donnerstagabend (19. November 2020) erhielt die Polizei Hinweise von Zeugen, dass trotz des Verbots durch die geltende Coronaschutz-Verordnung eine Shisha-Bar im Berliner Viertel betrieben werde und sich auch Gäste darin aufhalten würden.

Als daraufhin Polizeibeamte gegen Mitternacht die in Rede stehende Shisha-Bar aufsuchten, nahmen sie tatsächlich Stimmen mehrerer Personen daraus war. Nur kurz darauf konnten sie fünf Männer beobachten, welche die Bar fluchtartig durch den Haupteingang verließen. Die Polizeibeamten konnten die Männer jedoch stoppen und einer Kontrolle unterziehen.

Unter ihnen befand sich auch der Betreiber der Shisha-Bar, gegen den nun eine Ordnungswidrigkeiten-Anzeige wegen eines Verstoßes gegen § 10 der Corona-Schutzverordnung erstattet wurde. Weil der Mann seine Bar trotz Verbot betrieben hatte, erwartet ihn nun ein Bußgeld in Höhe von 5.000 Euro. Ferner wurde gegen ihn und seine vier Gäste Ordnungswidrigkeiten-Anzeigen erstattet, da sie keine Mund-Nasen-Bedeckung trugen. Hier ist ein Regelsatz in Höhe von 50 Euro fällig. Zu diesen Verstößen wurde zuständigkeitshalber ein Bericht an das Ordnungsamt der Stadt Monheim am Rhein verfasst.

Anschließend kontrollierten die Polizeibeamten, ob sich noch weitere Personen in der Shisha-Bar aufhielten, was sich jedoch nicht bestätigte. Allerdings wurden die Polizisten auf andere Art und Weise fündig: So stellten sie insgesamt rund elf Kilogramm unversteuerten Shisha-Tabak sicher, woraufhin gegen den Betreiber auch ein Strafverfahren wegen eines Verstoßes gegen die Abgabenordnung (Steuerhehlerei) eingeleitet wurde. Hierzu wurde ein Bericht an das zuständige Zollamt gefertigt.

Volksbank Cronenberg feiert Jubiläum – seit 25 Jahren am Rathausplatz

Das Team Cronenberg feiert das 25-jährige Bestehen der Volksbank-Filiale am Rathausplatz (v.l.): Filialleiterin Carina Denise Erkelenz, ihr Elternzeit-Vertreter Benjamin Schulz, Anton Abeler und Christian Hörhager. Foto: Volksbank - Markus Kottsieper
Das Team Cronenberg feiert das 25-jährige Bestehen der Volksbank-Filiale am Rathausplatz (v.l.): Filialleiterin Carina Denise Erkelenz, ihr Elternzeit-Vertreter Benjamin Schulz, Anton Abeler und Christian Hörhager. Foto: Volksbank – Markus Kottsieper

Wenn die Cronenberger Volksbank-Kunden nächste Woche beim Bankbesuch mit einem Stückchen Kuchen empfangen werden, liegt das nicht daran, dass das Filialteam frühzeitig in den Advent startet. Nein, am Rathausplatz wird Geburtstag gefeiert: Seit 25 Jahren beraten die Volksbanker ihre Kunden in den Filialräumen im Herzen des Stadtteils.

Ende 1995 verlegte die damalige Credit- und Volksbank ihre Räume von der Hauptstraße in den Neubau am Rathausplatz. Die neue Filiale war offen, modern, bot mehr Platz und war fußläufig zu erreichen. Kostenlose Kundenparkplätze gibt es immer noch direkt vor der Tür. Es war ein aufsehenerregender Umzug, erinnert sich Firmenkundenberater Martin Steinhaus, der damals Filialleiter war: Per Tieflader und unter Polizeischutz wurde der Tresorschrank mit Wertsachen der Kunden an den neuen Standort transportiert. Der festeingebaute Tresor blieb allerdings an Ort und Stelle – die Weinhandlung Lapinski, die das alte Gebäude von der Volksbank übernahm, nutzt ihn heute noch als Lager.

Am Rathausplatz ist ein dreiköpfiges Team der Volksbank im Bergischen Land für die Kunden da. Diese werden an der Seite von Christian Hörhager und Anton Abeler ein neues Gesicht entdecken: Benjamin Schulz, Leiter der Volksbank-Filiale in Wülfrath, vertritt in den nächsten Monaten Filialleiterin Carina Denise Erkelenz, für die gerade der Mutterschutz begonnen hat. Immer montags und dienstags sowie bei Bedarf nach Vereinbarung wird Benjamin Schulz die Kunden in Cronenberg beraten.

Die aktuelle Situation erlaubt keine konzentrierte Feier, stattdessen wird die ganze Woche vom 23. bis zum 27. November zur Jubiläumswoche. Kunden, die in dieser Woche vorbeischauen, danken die Volksbanker mit einem – in Coronazeiten hygienisch verpackten – Stück Kuchen für ihre Treue.