Großes Fest hinter dem Rathaus

Bürgerfest am Rathaus Lüttringhausen zur Einweihung der neuen
Grün- und Platzanlage am Samstag, 21. Mai 2022. Umfassende Neugestaltung der Rathausumgebung abgeschlossen.

Als vor einigen Jahren der Bebauungsplan „Neue Mitte Lüttringhausen“ im Bereich zwischen Rathaus Lüttringhausen und Kreuzung Eisernstein nicht realisiert werden konnte,ergriff der Heimatbund Lüttringhausen die Initiative. Damit dennoch eine städtebauliche Aufwertung im Zentrum von Lüttringhausen erfolgen könnte, schlug der Heimatbund vor, zumindest die Flächen am Rathaus aufzuwerten. Die Bezirksvertretung Lüttringhausen unterstützte diese Überlegungen und so konnten in den letzten Jahren mit hohem finanziellen Aufwand zunächst die Grünanlage an der Gertenbachstraße und im zweiten Schritt die Flächen vor dem Rathaus neu gestaltet werden. Jetzt wurde der dritte Schritt vollzogen: Die umfassende Neugestaltung der Flächen hinter dem Rathaus.

So verwildert sah es hinter dem Rathaus Lüttringhausen früher aus. Foto: Maar
So verwildert sah es hinter dem Rathaus Lüttringhausen früher aus. Foto: Maar

Dort, wo noch bis vor wenigen Monaten eine total verwilderte frühere Gartenanlage, eine große Betongarage und ein Flickwerk aus Asphaltbelag das Bild im unmittelbaren Bereich des unter Denkmalschutz stehenden Rathauses prägte, ist eine attraktive Grün- und Platzanlage entstanden. Den Mittelpunkt dieser neuen Parkanlage stellt die auf einem Sockel aufgestellte Skulptur „Kinderpärchen“ dar, die früher über dem Eingang des abgerissenen Lüttringhauser Hallenbades die Fassade verschönerte. Ergänzt wird diese „Erinnerungsskulptur“ durch ein Wasserspiel und zahlreiche Sitzgelegenheiten.

Großes Bürgerfest am Rathaus zur Einweihung

So schaut der Rathauspark Lüttringhausen jetzt aus. Foto: Maar
So schaut der Rathauspark Lüttringhausen jetzt aus. Foto: Maar

Am Samstag, 21. Mai 2022, in der Zeit von 15 bis 22 Uhr, wird die Neugestaltung des Rathaushofes und des Rathausgartens mit einem vom Heimatbund Lüttringhausen organisierten großen Bürgerfest eröffnet. Die Übergabe an die Bürgerschaft hat Oberbürgermeister Mast-Weisz übernommen. Ergänzt wird das Bürgerfest um den „Tag der offenen Tür“ der Nebenstelle Lüttringhausen der Städt. Musik- und Kunstschule, die im Untergeschoss des Rathauses untergebracht ist.

Die Mitwirkenden

Die Besucher erwartet ein umfangreiches Musikprogramm und natürlich ein reichhaltiges Angebot an Speisen und Getränken. Für Musik, Speisen und Getränke werden sorgen:

  • Der Posaunenchor der Ev. Kirchengemeinde Lüttringhausen (15.00 – 15.45 Uhr)
  • Die Städt. Musik- und Kunstschule (16.00 – 17.30 Uhr)
  • Die Beale-Street-Jazzband (18.00 – 22.00 Uhr)
  • Der Heimatbund Lüttringhausen mit Bierwagen und Biergarten
  • Der Lüttringhauser Männerchor mit Grillwurst und Wein
  • Der Flair-Weltladen Lüttringhausen mit veganem Nudelgericht aus fairen Zutaten und Informationen
  • Die Lütteraten mit Kinderschminken, Präsentation und Informationen
  • Die Fleischerei Nolzen als Nachbarin mit Stand und Spezialitäten
  • Die Bäckerei Beckmann als Nachbarin mit Spielplatz und Gartenterasse
  • Das THW Remscheid mit Bereitstellung der Bühne
  • Für die Stromversorgung ist die Firma Elektro Breest zuständig
  • Für ausreichend Bier, Limonade, Wasser auf dem Bierwagen der Engelsburger
    Getränkevertrieb mit Unterstützung der Warsteiner Brauerei
  • Für Sauberkeit der Toilettenanlage im Rathaus sorgt das Ehepaar Jacobs

Presseinformation vom Heimatbund Lüttringhausen

Film: Donbass im Rathaus war schwere Kost

Vorführung des preisgekrönten Films „Donbass“ durch die SPD-Lüttringhausen im Lütterkuser Rathaus.

Knapp 20 Zuschauende folgten der Einladung von Gerhilt Dietrich und Ulla Wilberg ins Rathaus Lüttringhausen, um den Film des ukrainischen Regisseurs Sergei Loznitsa zu schauen. Dietrich machte bei der Begrüßung deutlich, dass der Film in Remscheid bisher noch nie öffentlich gezeigt wurde. Anlass waren der Jahrestag zum Ende des Zweiten Weltkrieges und der Krieg in der Ukraine.

Im Film wird in 13 teilweise verstörenden Szenen der Alltag im Kriegsgebiet im Südosten der Ukraine nachgestellt und wirkt dabei wie eine Dokumentation. Korruption und Propaganda werden beleuchtet und der wachsende Hass auf beiden Frontseiten ungeschönt dargestellt. Ein deutlicher Blick wird auf die teilweise unmenschliche Gewalt an der Front gelenkt. Beim Filmfestival in Cannes gewann der Film den Jurypreis für die beste Regie.

Schwer zu ertragen sind die Szenen, wenn die Besatzer, die „Neue Macht“, die Bürger*innen schikaniert und drangsaliert. Enteignungen und Drohungen werden zur Ausweitung der Macht benutzt, die Bevölkerung systematisch eingeschüchtert. Schon damals, der Film ist von 2018, wird eine vermeintliche Befreiung vom Faschismus kommuniziert, der nicht da ist. Eine der vielen Parallelen zum heutigen Krieg, unterstützt durch Putins Lügenpropaganda. Nicht verwunderlich, dass der Film in Russland unerwünscht war und nicht gezeigt werden durfte.

Der Film ist frei ab 12 Jahren, doch ist die Sprache im Krieg sehr derb. Ein Politiker wird mit flüssigem Kot übergossen, Waffen und Korruption sind allgegenwärtig, die dargestellte Gewalt ist drastisch und deutlich. Die Szenen sind furchtbar realistisch und gehen schwer an die psychische Substanz.

Nach Ende der Vorführung herrschte betretenes Schweigen. Die Menschen verließen den Ratssaal in Stille.

Am Samstag ist internationaler Weltladentag

Auch der Flair-Weltladen in Lüttringhausen macht mit.

In jedem Jahr wird am zweiten Maisamstag der Weltladentag begangen. Wie 900 andere Weltläden, die bundesweit tätig sind, wird sich auch der Flair-Weltladen in der Gertenbachstraße in Lüttringhausen daran beteiligen. Die beiden Vorsitzenden der Ökumenischen Initiative, die den 1999 eröffneten Weltladen in Lüttringhausen betreibt, Johannes Haun und Manfred Brauers, erläutern, was in diesem Jahr das bestimmende Thema sein wird.

„Der Weltladentag wird unter dem Motto ‚Mächtig unfair‘ stehen“, sagt Manfred Brauers, „und die unfaire Preisgestaltung im Handel thematisieren. Es ist doch absurd, wenn einzelne Unternehmen immense Gewinne machen, während produzierende Menschen am Anfang der Lieferkette um ihre Existenz kämpfen. Oft sind die Preise, die sie für ihr Produkt erhalten, niedriger als die Produktionskosten. Wir glauben, dass das wirklich mächtig unfair ist.“

„Es ist doch absurd, wenn einzelne Unternehmen immense Gewinne machen, während produzierende Menschen am Anfang der Lieferkette um ihre Existenz kämpfen.“

Manfred Brauers

„Solche ausbeutenden Dumping-Preise müssen verboten werden“, ergänzt Johannes Haun. „Stattdessen braucht es endlich eine gerechte Verteilung der Gewinne entlang der Lieferkette. Und vor Allem existenzsichernde Einkommen weltweit.“

„Es braucht endlich eine gerechte Verteilung der Gewinne entlang der Lieferkette.“

Johannes Haun

Zwei Erfolge können die Weltläden für das Jahr 2021 bereits vorweisen: Das Lieferkettengesetz wurde initiiert und unfaire Handelspraktiken wurden per Gesetz verboten. „Die beiden Gesetze sind ein wichtiger Anfang“, sagt Manfred Brauers, „sind aber aus Sicht der Fair-Handels-Bewegung noch nicht weitgehend genug.“ Die Gesetze, da ist sich Johannes Haun sicher, werden bald nachgeschärft. „Das ist schon in der Planung“, weiß er. „Wichtig ist, dass zukünftig keine Preise unterhalb der Produktionskosten gezahlt werden, dass die Löhne und Einkommen existenzsicher sind und die Menschenrechte eingehalten werden. Und das alles weltweit.“

Aktion vor dem Lüttringhauser Rathaus

Am Freitag, dem 13.Mai, wird der Flair-Weltladen vor dem Lüttringhauser Rathaus eine Aktions-Ausstellung zum Thema durchführen. Von zehn bis dreizehn Uhr werden die Auswirkungen unfairen Handels gezeigt und auf die Wichtigkeit des fairen Handelns hingewiesen. Am folgenden Samstag werden vor dem Lüttringhauser Weltladen in der Gertenbachstraße zahlreiche Aktivitäten stattfinden.

Fairtrade: Podiumsdiskussion mit Landtagskandidaten

Am 15. Mai wird in Nordrhein-Westfalen ein neuer Landtag gewählt und damit Politiker*innen, die in dieser Zeit von globalen Krisen unsere Zukunft gestalten können. Das Bergische Forum für globale Verantwortung und Eine Welt wollte deswegen von den Kandidat*innen erfahren, wie sie ihrer Verantwortung nachkommen werden.

Das in Solingen beheimatete „Forum Globale Verantwortung und Eine Welt“ hatte für den Abend des 6. Mai zu einer Podiumsdiskussion mit Landtagskandidaten des Wahlkreises Wuppertal II zum Thema Nachhaltigkeit und fairer Handel eingeladen. Im CVJM-Haus an der Lüttringhauser Gertenbachstraße fanden sich Josef Neumann (SPD) sowie die Grüne Eva Miriam Fuchs und der Kandidat der Linken Kai Merkel ein. Die CDU sah sich außer Stande, diesen Termin wahrzunehmen, und auch die FDP-Kandidatin Alexandra Trachte hatte sehr kurzfristig abgesagt. Dazu Josef Neumann: „Es kann nicht sein, dass sich zwei demokratische Parteien der Diskussion über Nachhaltigkeit und fairen Handel immer wieder entziehen.“ 25 Interessierte verfolgten die zweistündige Diskussion und beteiligten sich mit Zwischenfragen an der Runde.

SPD Landtagsabgeordneter Josef Neumann und RGA-Redakteur Sven Schlickowey. Foto: Peter Klohs
SPD Landtagsabgeordneter Josef Neumann und RGA-Redakteur Sven Schlickowey. Foto: Peter Klohs

Wenig überraschend waren sich die drei Diskussionsteilnehmer im Großen und Ganzen in den beiden Gesprächsblöcken zu den Themen „Internationale Zusammenarbeit“ und „Fairer Handel“ einig. Dass es keine langweilige Veranstaltung wurde lag auch an der lebhaften und engagierten Moderation von RGA-Redakteur Sven Schlickowey.

„Zeigt die aktuelle Krise nicht, dass wir ein viel radikaleres Lieferkettengesetz bräuchten?“

Frage aus dem Publikum

Unterschiedliche Positionen wurden zum Lieferkettengesetz deutlich. Neumann sowie Fuchs betonten, sie seinen froh, dass es überhaupt ein solches gebe, während Merkel die Meinung vertrat, das Lieferkettengesetz verdiene diesen Namen nicht. „Das ist ein zahnloses Gebilde.“ Eva Miriam Fuchs zitierte dazu Robert Habeck: „Wir müssen und wir werden besser werden.“ Dazu ergab sich eine interessante Frage aus dem Publikum: „Zeigt die aktuelle Krise nicht, dass wir ein viel radikaleres Lieferkettengesetz bräuchten?“ Josef Neumann drückte seine Sorge aus, dass die Globalität angesichts der weltweiten Krisen zumindest kurzfristig verloren gehen könne. „Wobei“, fügte er hinzu, „der faire Handel unbestritten eine globale Angelegenheit ist.“ „Immer billiger produzieren ist auf jeden Fall nicht die Lösung“, fand Kai Merkel, der hinzufügte, dass die Lieferketten in Teilen auch noch nicht nachhaltig seien.

Kai Merkel, Landtagskandidat für Die Linke. Foto: Peter Klohs
Kai Merkel, Landtagskandidat für Die Linke. Foto: Peter Klohs

Etwas ausführlicher wurde über die aktuellen Probleme in der Weltwirtschaft gesprochen. „Die Probleme stammen nicht alleine von der Coronakrise oder des Krieges in der Ukraine. Die Preiserhöhungen sind von China gewollt. Da werden auch mal zwei Millionen Chips einfach mal eine Woche irgendwo stehen gelassen“, war Neumann überzeugt. Eva Miriam Fuchs brachte es auf den Punkt: „Die Welt wird – wenn überhaupt – von Menschen gerettet werden, die sich einen fairen Einkauf leisten können.“ Das sah Kai Merkel etwas differenzierter: „Ich finde die Frage unangemessen, ob wir es uns leisten können, auf fairen Handel zu achten.“

„Ich finde die Frage unangemessen, ob wir es uns leisten können, auf fairen Handel zu achten.“

Kai Merkel, Landtagskandidat Die Linke.NRW

Ein weiteres Thema war die Bildungspolitik. „Es ist ein neues Schulfach ‚Wirtschaft‘ eingeführt worden, wusste Moderator Schlickowey und erfragte die Meinung der Diskutanten hierzu. „Ein Fach ‚politische Bildung‘ hätte mir besser gefallen“, äußerte der Vertreter der Linken. „Und da kann man auch direkt über internationale Zusammenhänge lehren.“ „Vielleicht“, ergänzte ergänzte Eva Miriam Fuchs, „brauchen wir gar kein neues Schulfach, sondern neue Inhalte.“ Dazu ergäbe sich die spannende Frage, wie man eine Schule für Neues öffnen könne, fügte Neumann hinzu.

Landtagskandidatin für die Grünen: Eva Miriam Fuchs. Foto: Peter Klohs
Landtagskandidatin für die Grünen: Eva Miriam Fuchs. Foto: Peter Klohs

Zusammenfassend erklärte der SPD-Vertreter, dass es zu all diesen Themen keine einfachen Lösungen gebe. „Und wenn jemand sagt, er habe eine gefunden: Glaubt ihm Nicht.“ Kai Merkel beendete den diskussionsreichen Abend mit der Feststellung: „Man sieht auch immer häufiger fair gehandelten Kaffee bei den Discountern. Wir sind auf einem guten Weg.“

Volksbühne: Ein Dorf entsteht

Coronabedingt konnte die Lüttringhauser Volksbühne zwei Spielzeiten lang nicht auftreten. Nun stehen die Kulissen wieder auf der Heimatbühne in Lüttringhausen.

Richtig still wurde es um die Lüttringhauser Volksbühne nie, auch nicht während der Pandemie, die den Remscheider Verein für mundartliches Theater in den vergangenen beiden Jahren ausgebremst hatte. Dafür gesorgt hatte Christian Wüster, der Vereinsvorsitzende. Statt die Hände oder die Schreibfeder in den Schoß zu legen, bemühte sich Wüster um Fördermittel, um die in die Jahre gekommenen Bänke des Freispielgeländes renovieren zu lassen. Beim Remscheider Kulturdezernenten Sven Wiertz rannte Wüster offene Türen ein. Rechtzeitig zur neuen Saison erstrahlen neue Bänke in sattem bergischem Grün.

Alle Bänke auf dem Freispielgelände Lüttringhausen sind ganz neu. Foto: Sascha von Gerishem
Alle Bänke auf dem Freispielgelände Lüttringhausen sind ganz neu. Foto: Sascha von Gerishem

Mit Jusos und Arbeit Remscheid

Traditionell Anfang Mai verwandelt sich die Heimatbühne Lüttringhausen von einem Parkplatz in ein Freilufttheater. Vierzehn Menschen und zwei Lastwagen sind dafür notwendig. In den Vorjahren wurde die Volksbühne dabei von Freigängern der JVA Lüttringhausen unterstützt, in diesem Jahr war das coronabedingt nicht möglich. „Die JVA Remscheid-Lüttringhausen sorgt sich, dass die Leute, die hier helfen würden, sich mit Corona infizieren und das Virus mit ins Gefängnis tragen“, klärt Christian Wüster auf.

Warten auf ein Stück vom G-Haus. Foto: Sascha von Gerishem
Warten auf ein Stück vom G-Haus. Foto: Sascha von Gerishem

Es mussten neue Unterstützende gefunden werden, die tatkräftig mit anfassen. „Ich hatte gedacht Arbeit Remscheid hat immer fleißige Leute, und davon sind auch drei Stück gekommen die haben sogar noch ne Pritsche mitgebracht, zum Transportieren. Und ich habe die Jusos angesprochen, weil ich da die Erfahrung tatsächlich gemacht hab, dass sie sehr hilfsbereit sind und auch mit anpacken, wenn es nötig ist. Und wie man sieht, hat es sehr gut funktioniert“, strahlt Theatermann Wüster.

Riesige Mengen Material müssen nicht nur bewegt, sondern auch sortiert und anschließend zusammengebaut werden. Foto: Sascha von Gerishem
Riesige Mengen Material müssen nicht nur bewegt, sondern auch sortiert und anschließend zusammengebaut werden. Foto: Sascha von Gerishem

Direkte Kontakte zwischen der Volksbühne und den Jusos gab es vorher nicht. Wüster wandte sich einfach direkt an Daniel Pilz: „Wir kannten uns von verschiedenen Kulturveranstaltungen vom Sehen und haben auch ein paar Mal miteinander gesprochen, aber so aktionsmäßig bisher noch nicht.“ Insgesamt fünf Jusos haben das Team so gleich tatkräftig unterstützt. Lange überlegen mussten die Jusos jedenfalls nicht, wie Daniel Pilz versichert: „Genau dafür sind die Jusos natürlich auch da, um in der Stadt bei solchen ehrenamtlichen Projekten mit zu unterstützen.“ So dachte wohl auch Jugendrätin und Juso-Mitglied Lara Heibeck, die das Ensemble der Volksbühne seit diesem Jahr auch schauspielerisch, zunächst mit einer kleinen Rolle, unterstützt.

Schauspielende müssen leidensfähig sein: Lara Heibeck schleppt Brett um Brett. Foto: Sascha von Gerishem
Schauspielende müssen leidensfähig sein: Lara Heibeck schleppt Brett um Brett. Foto: Sascha von Gerishem

Auf dem Heimatspielgelände werden derweil unzählige Bretter, Wände, Böden und Kisten geschleppt, frei nach dem Motto „Viele Hände – schnelles Ende“. Aufgebaut werden müssen sechs Häuser, die das Bühnenbild für das neue von Christian Wüster verfasste Stück „Sechs Richtige für Nepomuk“ darstellen. Außerdem benötigt die Technik eine eigene Hütte und drei weitere Hütten dienen der Versorgung des Theaterteams und dem späteren Publikum. Es entsteht ein Dorf im Dorf.

Dennie Leonhardt dirigiert den Reigen, Christian Wüster schleppt. Foto: Sascha von Gerishem
Dennie Leonhardt dirigiert den Reigen, Christian Wüster schleppt. Foto: Sascha von Gerishem

Gut acht bis neun Stunden werden für den groben Aufbau benötigt, den der technische Leiter, Dennie Leonhardt, mit Argusaugen überwacht: „Das ist für das G-Haus, leg das bitte da hinten in die Mitte!“ Begonnen wurde morgens schon um 8 Uhr, darum werden die fleißigen Mitarbeitenden auch ordentlich und warm verpflegt. Trotz der harten Arbeit ist die Stimmung ausgelassen und gut. Tags drauf folgen noch ein paar Restarbeiten. Und nach zwei Jahren Pause ist es nun nur noch weniger als ein Monat hin, bis die Heimatspiele endlich wieder Premiere feiern.

Nicht zuletzt Christian Wüster (Doppel-Daumen-Mann) sorgt aktiv für beste Stimmung beim Aufbau. Foto: Sascha von Gerishem
Nicht zuletzt Christian Wüster (Doppel-Daumen-Mann) sorgt aktiv für beste Stimmung beim Aufbau. Foto: Sascha von Gerishem

Spieltermine

  • 4. und 5. Juni 2022 ab 16 Uhr
  • 11 und 12. Juni 2022 ab 16 Uhr
  • Fronleichnam, 16. Juni 2022 ab 16 Uhr
  • 18. und 19. Juni 2022 ab 16 Uhr

Karten für die Freilichtbühne sind ausschließlich am Spieltag vor Ort (Ludwig-Steil-Platz, 42899 Remscheid) an der Kasse des Heimatbühnengeländes erhältlich.

Spielleiter Udo Leonhardt in einer stillen Minute erwischt. Foto: Sascha von Gerishem
Spielleiter Udo Leonhardt in einer stillen Minute erwischt. Foto: Sascha von Gerishem

Gartenvögel: Ihre Teilnahme ist gefragt

Zwei Begleitaktionen der Natur-Schule Grund zur „Stunde der Gartenvögel“.

Wollten Sie immer schon mal wissen, welche Vögel es in den Gärten des Bergischen Landes gibt? Und welche bei Ihnen im eigenen Garten?

Da bietet sich die kommende Woche an, denn dann ist von Freitag bis Sonntag (13. – 15. Mai) wieder die „Stunde der Gartenvögel“ angesagt.

Am Freitag, 13.05., um 17:30 Uhr, sowie am Samstag, 14.05.2022, um 08:00 Uhr bietet die Natur-Schule Grund jeweils zweistündige Aktionen an, bei denen die Erkennungsmerkmale und vor allem die Stimmen der Vögel beschrieben werden. Die Leitung der Veranstaltungen haben die Biologen Andrea Stratmann-Poguntke und Jörg Liesendahl. Die Teilnahme ist kostenlos, um Spenden wird gebeten.

Bitte melden Sie sich online unter info@natur-schule-grund.de an.

Jörg Liesendahl, Diplom-Biologe und Pädagogischer Leiter der Natur-Schule: „Der Vorteil ist, dass Vogelbeobachtung während der hellen Tagesstunden jederzeit und an jedem Standort möglich ist, also sowohl zu Hause beim Blick aus der eigenen Wohnstube in den Garten oder auch im Wald. Jetzt in der Brutzeit gibt es besonders viel zu sehen und zu hören.“ Leider, so der Biologe, könnten heute viele Menschen die Vogelarten in ihrem Umfeld gar nicht mehr richtig benennen.

Warum also nicht „mal gucken“, den Vögeln beim Singen zuhören und gemeinsam mit Spaß lernen?

Anleitungen für die Zählung zur „Stunde der Gartenvögel“ gibt es beim Naturschutzbund im Internet unter https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/stunde-der-gartenvoegel/index.html; die Methode kann natürlich auch außerhalb der viertägigen Aktion genutzt werden.

Die Expert:innen weisen darauf hin, dass das Naturerlebnis nicht viel braucht. Ein gutes Fernglas hilft, die Tiere näher zu beobachten, die häufig relativ scheu auf den Menschen reagieren. Da wäre es für den Anfang möglicherweise gut, sich bei geschlossenem Fenster in einem Raum aufzuhalten, damit die Vögel den sie beobachtenden Menschen nicht so leicht erkennen; das Raumlicht sollte dabei aus sein.

Besonders ertragreich sind die ersten Stunden nach Tagesanbruch und die Zeit vor der Abenddämmerung, da dann die Vögel intensiv auf Nahrungssuche sein werden.

Für weniger erfahrene Beobachtende ist sicher eine Bestimmungshilfe sinnvoll, entweder als Buch, über einschlägige Internetseiten oder aber mit einer App für das Smartphone (z.B. vom Naturschutzbund NABU, https://www.nabu.de/natur-und-landschaft/natur-erleben/spiele-apps-klingeltoene/vogelwelt.html#).
Vielfältige Hinweise zu den Grundlagen der Vogelbestimmung bietet ebenfalls der NABU im Internet.

Dabei geht es vor allem darum, die wahre Zahl der Vögel zu erkennen und nicht darauf reinzufallen, wenn ein- und dieselbe Meise innerhalb einer Stunde dreißigmal hin- und hergeflogen ist. Dann ist es nämlich immer noch nur eine Meise. Die Zahlen für alle Vogelarten sollten an den NABU gemeldet werden. Wie das geht, dazu gibt es zahlreiche Informationen auf den genannten Internet-Seiten.

Filmvorführung „Donbass“ – ein Land im Krieg

Aus dem aktuellen Anlass des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine und 77 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs zeigt der SPD-Ortsverein Lüttringhausen den preisgekrönten Film „Donbass“ des ukrainischen Regisseurs Sergei Loznitsa.

Der Krieg in der Ukraine hat nicht erst im Februar 2022 begonnen – seit dem Jahr 2014 kämpfen im ostukrainischen Donbass prorussische Separatisten mit ukrainischen Regierungstruppen.

In 13 kaleidoskopartigen Episoden zeigt der 2018 gedrehte Film eine Gesellschaft im Kriegszustand. Der Film zeigt ein Land, das zwischen informellen Machtstrukturen, Korruption und Fake News zerrieben wird. Eine Gruppe Schauspieler inszeniert einen TV-Beitrag über einen fingierten feindlichen Anschlag; aus Rache für einen vermeintlichen Rufmord kippt eine Politikerin Fäkalien über den Kopf eines Chefredakteurs; ein Mann führt durch eine weitverzweigte Bunkeranlage, in dem dutzende Menschen Zuflucht vor Feuerbeschuss suchen. Beschlagnahmungen, Kontrollschikanen und Prügelstrafen sind an der Tagesordnung. Der kalte Horror von Angst, Gewalt und Hysterie erfasst mehr und mehr Bereiche des Lebens und nimmt immer groteskere Züge an …

„Donbass“ wurde 2018 in Cannes von der internationalen Presse als Meisterwerk gefeiert. Sergei Loznitsa erhielt für seine medienkritische und hochpolitische Farce den Sektions-Preis für die beste Regie.

Der Film, als Warnung gedacht, wurde in Deutschland bisher nur wenig gezeigt. Der Film „Donbass“ gibt uns jetzt den Anstoß zu überdenken, was in der Außen- und Sicherheitspolitik der vergangenen Jahre versäumt wurde. Wir müssen nicht nur den betroffenen Menschen helfen, sondern uns auch den aktuellen und künftigen politischen Herausforderungen stellen.

Der Film ist in deutscher Sprache synchronisiert und dauert 120 Minuten. Im Anschluss an den Film gibt es die Möglichkeit zur Diskussion.

Mittwoch, 11. Mai um 19 Uhr im Rathaus Lüttringhausen, Kreuzbergstr. 15, 42899 Remscheid

Der Eintritt ist frei.

Die SPD Ortsvereinsvorsitzende Gerhilt Dietrich bittet um freiwillige Spenden für die queere Nothilfe Ukraine. LSBTIQ-Menschen in der Ukraine brauchen dringend Unterstützung. Anmeldungen werden erbeten unter: ursula.wilberg@spd.de

Kirchenkonzert: Barockmusik im Tannenhof

Das „Ensemble Amabile“ spielt am 8. Mai ab 16 Uhr das Konzert „Blockflötenmusik des Barock“ in der Kirche der Evangelischen Stiftung Tannenhof. Der Eintritt ist frei, eine Kollekte ist erbeten.

Nach zwei Jahren Coronapause findet wieder ein Konzert in der Kirche vom Tannenhof statt. Das „Ensemble Amabile“ bilden Martin Storbeck (Blockflöten), Ulrich Merkens (Kontrabass) und Angelika Kozonowski-Werler (Spinett). Pfarrerin Barbara Schröder-Möring trägt Texte vor, die die einzelnen Stücke verbinden.

Konzert: Piano & Voice in der Kirche

Am Sonntag, 1. Mai, findet um 17 Uhr in der Evangelischen Kirche Lüttringhausen das Konzert „Piano&Voice“ statt.

Christos Kalavitis (Klavier) und Celine Kammin (Gesang) führen durch ein Programm mit Werken von Chopin, Schubert, Scarlatti, Nicolas Economou, Szymanowski, Händel, Messiaen, Reinhold Heil, Tom Tykwer und Johnny Klimek.

Eintritt frei, der Spendenerlös soll der Ukraine Hilfe Diakonie-Remscheid zu Gute kommen.

Kulturkreis.jetzt: Danke, Ulla Wilberg!

Die Tötterrunde mit den demokratischen Kandidaten der NRW-Landtagswahl 2022 war die letzte Kulturkreis-Veranstaltung unter Leitung von Ulla Wilberg, die die Leitung vom Kulturkreis.jetzt wie angekündigt niedergelegt hat. Sie hat die Leitung des Kulturkreises im Oktober 2019 nach dem überraschenden Tod von Volker Beckmann spontan übernommen.

„Ich wollte die unvollendeten Pläne von Volker Beckmann zu Ende führen und seine Dinge in Ordnung bringen, die er nicht zu Ende führen konnte“, sagt Ulla Wilberg, und genau das ist ihr auch mit Bravour gelungen. Während der Pandemie waren es vor allem Veranstaltungen vom Kulturkreis.jetzt, die den Heimatbund nicht in Vergessenheit gerieten ließen.

Kleiner Kreis mit großer Präsenz

Mit einem kleinen Kreis aktiver Mitlieder hat der Kulturkreis.jetzt in den vergangenen zweieinhalb Jahren Erstaunliches auf die Beine gestellt. „Ich danke Judith und Udo Bintakies, Ulrich Hochfeld, Michael Itschert, Ulrike Donner, Thorsten Greuling, Christiane Lamb, Christian Wüster und Sascha für ihr Engagement und ihre Zuverlässigkeit“, bedankt sich Ulla Wilberg. „Ohne Judith und Udo Bintakies wäre gar nichts gelaufen. Sie haben für den reibungslosen Ablauf unserer Veranstaltungen gesorgt, Getränke geschleppt und Stühle gerückt. Während des ersten Lockdowns haben wir gemeinsam bi-linguale Lesungen gefilmt und gestreamt. Das war eine tolle Aktion mit viel positiver Resonanz“, hebt sie noch hervor.

Dank der Kooperation mit anderen Organisationen und dem weitgehenden Verzicht auf Gagen im eigenen Kreis, konnte sparsam gewirtschaftet werden. „Ulrich Hochfeld war stets mit einem Büchertisch präsent und immer da, wenn man ihn gebraucht hat. Bemerkenswert auch die Konzerte von Ulrike Donner. Ihre pandemiebedingten Online-Konzerte fanden viel Resonanz und wurden zum Teil an die Remscheider Altenheime weitergeleitet. Präsenzkonzerte waren ebenso sehr erfolgreich. Ich möchte niemanden vergessen, also allen die immer da waren, herzlichen Dank. Vielen Dank an Christiane Karthaus und dem Vorstand vom Heimatbund Lüttringhausen für die Unterstützung und die Freiheiten, die wir hatten“, schwärmt Wilberg.

„Mein größter Wunsch wäre es, wenn der Heimatbund sich um den Bahnhof Lüttringhausen kümmern würde. Es könnte ein neues Zuhause werden. Als Mitglied im Rat der Stadt Remscheid bin ich gerne bereit zu vermitteln und Kontakte zu knüpfen. Die nächste Sitzung der Bezirksvertretung ist auf Mai verschoben worden. Bis dahin kann ein Interesse am Bahnhof bekundet werden.“

Ulla Wilberg

Ulla Wilberg wird sich nicht still zur Ruhe setzen. Als Mitglied des Remscheider Stadtrates wird sie in Remscheid weiterhin präsent sein und die zahlreichen damit verbundenen Verpflichtungen wahrnehmen. Auch dem Beirat des Heimatbundes bleibt Ulla Wilberg erhalten. Aber mehr Zeit für ihre Kinder und die vier Enkelkinder zu haben, wird ihr niemand missgönnen.

Danke, Ulla!

Ulla Wilberg. Foto: Sascha von Gerishem
Ulla Wilberg. Foto: Sascha von Gerishem

Im Anschluss an die letzte Runde Töttern wurde es leider versäumt, Ulla Wilberg öffentlich für ihr großartiges Engagement für den Kulturkreis.jetzt und den Heimatbund zu danken. Stellvertretend für den Kulturkreis möchte ich daher sagen: „Danke, Ulla! Es war eine unterhaltsame und aufregende kulturelle Reise, auf die Du uns mitgenommen hast, bunt und sehr facettenreich. Wir wissen nicht, wer die Lücke füllen wird, die Du hinterlässt. Wir wissen nur: Sie ist groß.“

Webseite: www.kulturkreis-jetzt.de
Facebook: www.facebook.com/kulturkreis.jetzt

Töttern: Die Landtagskandidaten in Lüttringhausen

Die Landtagswahl am 15. Mai wirft ihre Schatten voraus. Traditionsgemäß lädt der Kulturkreis.jetzt im Heimatbund Lüttringhausen vor einer Wahl die Kandidaten zu einer Gesprächsrunde ein, die gemeinhin unter der beliebten Rubrik „Töttern“ stattfindet. So auch diesmal.

Am Mittwochabend trafen sich fünf Politiker im CVJM-Heim an der Gertenbachstraße, um ihre Sicht der Dinge den Besuchern nahe zu bringen. Von der CDU war Jens Nettekoven dabei, Sven Wolf vertrat die Auffassungen der SPD, David Schichel vertrat die Grünen, Torben Clever kandidiert für die FDP und Peter Lange für die Linke. Thorsten Greuling moderierte die zweistündige Veranstaltung.

Corona in Pflege und Bildung

Töttern mit den Landtagskandidaten für Remscheid und Radevormwald, Moderation: Thorsten Greuling. Foto: Peter Klohs
Töttern mit den Landtagskandidaten für Remscheid und Radevormwald, Moderation: Thorsten Greuling. Foto: Peter Klohs

Wie bei vielen ähnlichen Formaten zeigten sich recht schnell die verschiedenen Politikansätze der Parteien – und deren Gemeinsamkeiten. Zum Thema „Sind wir gut durch die Coronakrise gekommen?“ fragte Sven Wolf nach dem Grund, warum die Landesregierung kleinere Krankenhäuser in Frage stelle. Was Torben Clever entschieden konterte. „Ich halte diese Diskussion für falsch“, sagte er. „Ein Krankenhaus ist nicht schlechter, wenn es privat geführt wird.“ Jens Nettekoven war sich sicher, dass am Remscheider Sana-Klinikum „nicht gerüttelt wird. Und genauso wenig am Klinikum in Radevormwald.“

Peter Lange, David Schichel und Sven Wolf (v.l.) Foto: Peter Klohs
Peter Lange, David Schichel und Sven Wolf (v.l.) Foto: Peter Klohs

Alle Politiker äußerten im weiteren Verlauf des Gesprächs ihre Sorgen, wie sich die Lage der heimischen Industrie angesichts des Krieges in der Ukraine darstellt. Peter Lange äußerte ein ehrliches: „Die Menschen in diesen problematischen Zeiten zu beruhigen, ist schwierig.“ Einig waren sich die Politiker, dass man die ukrainischen Kinder in das deutsche Bildungssystem eingliedern müsse. Und als Sven Wolf die Meinung vertrat, dass viele Schulprobleme Kommunikationsprobleme der Landesregierung seien, wurde das Töttern auf einmal doch recht heftig. „Wenn das die Meinung der SPD ist“, widersprach Torben Clever von der FDP, „dann hat die Partei seit ihrer Abwahl vor fünf Jahren nichts gelernt.“

Alle waren sich einig, dass die Kinder die großen Verlierer der Pandemie sind. „Jetzt alles auf die Schulministerin Yvonne Gebauer zu schieben, ist sicher zu kurz gegriffen“, äußerte David Schichel und erntete Zustimmung. „Wir brauchen mehr Lehrer“, äußerte Sven Wolf. „Und mehr Lohn. A 13 für alle. Und das Projekt ‚Schule 2020‘ weiterzuführen, kann nicht falsch sein.“ Alles richtig, sagte Schichel. Trotzdem müsse die Kommunikation besser werden. Clever, der jetzt nicht mehr widersprach, wies auf den Grund für die zum Teil verspätete Kommunikation hin. „Die Ministerpräsidentenrunde tagt so spät.“ Ein Anflug von Humor ergab sich zu Thorsten Greulings Frage, wie denn das Bildungskonzept der Linken aussehe und aus dem Publikum ein „Steintafeln!“ deutlich zu hören war. Peter Lange lächelte milde und ging auf den Zwischenruf nicht ein.

Schulden der Stadt

Weitere Gesprächspunkte waren die mit 600 Millionen Euro extrem hohen Schulden der Stadt Remscheid („Der Bund muss sich an der Entschuldung der Kommunen beteiligen“ – Sven Wolf) und die innere Sicherheit, zu der Jens Nettekoven eine einfache Meinung hat: „Unser Innenminister ist Herbert Reul, und deshalb mache ich mir zu diesem Thema überhaupt keine Sorgen.“

David Schichel, Sven Wolf und Thorsten Greuling (v.l.). Foto: Peter Klohs
David Schichel, Sven Wolf und Thorsten Greuling (v.l.). Foto: Peter Klohs

Auch die Hochwasser-Katastrophe des vergangenen Jahres wurde angesprochen. „Wir wären heute sicher besser in der Früherkennung“, zeigte sich David Schichel überzeugt. Während Sven Wolf sicher war, dass der Katastrophenschutz in NRW völlig neu organisiert werden müsse, wollte der FDP-Vertreter das Ehrenamt stärken. „Wenn keiner mehr hilft, kann das Krisenmanagement nicht wirksam werden.“ In der das Gespräch abschließenden Fragerunde, wie sich das Land in den nächsten fünf Jahren darstelle, zeigten sich die fünf Politiker einig: Man müsse die Industrieregion Bergisches Land mit ihren vielen Mittelständlern erhalten und trotzdem gerne hier wohnen bleiben. Das zu bewerkstelligen und den Klimaschutz einzubeziehen, die Arbeitsplätze zu erhalten und die Stadtentwicklung nach Vorne bringen, sei eine anstrengende, aber eine lohnende Vision.

Abschied vom Kulturkreis

Ulla Wilberg hat die Leitung vom Kulturkreis.jetzt nach der Veranstaltung wie vorher angekündigt niedergelegt. Lesen Sie dazu: Danke, Ulla Wilberg!

Töttern: NRW wählt – Was kommt auf uns zu?

Der Kulturkreis.jetzt im Heimatbund Lüttringhausen lädt in Kooperation mit dem Katholischen Bildungswerk am 27. April 2022 ab 19 Uhr zum Töttern in den CVJM-Saal in Lüttringhausen.

Unter der Moderation von Thorsten Greuling wird mit den demokratischen Landtagskandidaten für den Wahlkreis Remscheid/Radevormwald diskutiert:

Durch Anklicken der Namen kommt man zu den Kandidaten-Profilen im WDR-Kandidat:innen-Check und kann sich so schon gezielt auf die Diskussion vorbereiten.

Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt haben beim Töttern die Möglichkeit mit den Landtagskandidaten zu diskutieren, wie sie die Zukunft gestalten wollen. Das Format Töttern bietet den direkten Kontakt, um Fragen zu stellen und die Kandidaten kennenzulernen.

Das Töttern zur NRW-Landtagswahl (15. Mai 2022) findet am Mittwoch, 27. April 2022 ab 19 Uhr im CVJM-Lüttringhausen in der Gertenbachstraße 38 statt. Bis zum Sitzplatz ist eine Maske zu tragen.

Ankündigungsplakat

Töttern mit den Landtagskandidaten Torben Clever, Peter Lange, Jens-Peter Nettekoven, David Schichel und Sven Wolf.
Töttern mit den Landtagskandidaten Torben Clever, Peter Lange, Jens-Peter Nettekoven, David Schichel und Sven Wolf.