Gartenvögel: Ihre Teilnahme ist gefragt

Zwei Begleitaktionen der Natur-Schule Grund zur „Stunde der Gartenvögel“.

Wollten Sie immer schon mal wissen, welche Vögel es in den Gärten des Bergischen Landes gibt? Und welche bei Ihnen im eigenen Garten?

Da bietet sich die kommende Woche an, denn dann ist von Freitag bis Sonntag (13. – 15. Mai) wieder die „Stunde der Gartenvögel“ angesagt.

Am Freitag, 13.05., um 17:30 Uhr, sowie am Samstag, 14.05.2022, um 08:00 Uhr bietet die Natur-Schule Grund jeweils zweistündige Aktionen an, bei denen die Erkennungsmerkmale und vor allem die Stimmen der Vögel beschrieben werden. Die Leitung der Veranstaltungen haben die Biologen Andrea Stratmann-Poguntke und Jörg Liesendahl. Die Teilnahme ist kostenlos, um Spenden wird gebeten.

Bitte melden Sie sich online unter info@natur-schule-grund.de an.

Jörg Liesendahl, Diplom-Biologe und Pädagogischer Leiter der Natur-Schule: „Der Vorteil ist, dass Vogelbeobachtung während der hellen Tagesstunden jederzeit und an jedem Standort möglich ist, also sowohl zu Hause beim Blick aus der eigenen Wohnstube in den Garten oder auch im Wald. Jetzt in der Brutzeit gibt es besonders viel zu sehen und zu hören.“ Leider, so der Biologe, könnten heute viele Menschen die Vogelarten in ihrem Umfeld gar nicht mehr richtig benennen.

Warum also nicht „mal gucken“, den Vögeln beim Singen zuhören und gemeinsam mit Spaß lernen?

Anleitungen für die Zählung zur „Stunde der Gartenvögel“ gibt es beim Naturschutzbund im Internet unter https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/stunde-der-gartenvoegel/index.html; die Methode kann natürlich auch außerhalb der viertägigen Aktion genutzt werden.

Die Expert:innen weisen darauf hin, dass das Naturerlebnis nicht viel braucht. Ein gutes Fernglas hilft, die Tiere näher zu beobachten, die häufig relativ scheu auf den Menschen reagieren. Da wäre es für den Anfang möglicherweise gut, sich bei geschlossenem Fenster in einem Raum aufzuhalten, damit die Vögel den sie beobachtenden Menschen nicht so leicht erkennen; das Raumlicht sollte dabei aus sein.

Besonders ertragreich sind die ersten Stunden nach Tagesanbruch und die Zeit vor der Abenddämmerung, da dann die Vögel intensiv auf Nahrungssuche sein werden.

Für weniger erfahrene Beobachtende ist sicher eine Bestimmungshilfe sinnvoll, entweder als Buch, über einschlägige Internetseiten oder aber mit einer App für das Smartphone (z.B. vom Naturschutzbund NABU, https://www.nabu.de/natur-und-landschaft/natur-erleben/spiele-apps-klingeltoene/vogelwelt.html#).
Vielfältige Hinweise zu den Grundlagen der Vogelbestimmung bietet ebenfalls der NABU im Internet.

Dabei geht es vor allem darum, die wahre Zahl der Vögel zu erkennen und nicht darauf reinzufallen, wenn ein- und dieselbe Meise innerhalb einer Stunde dreißigmal hin- und hergeflogen ist. Dann ist es nämlich immer noch nur eine Meise. Die Zahlen für alle Vogelarten sollten an den NABU gemeldet werden. Wie das geht, dazu gibt es zahlreiche Informationen auf den genannten Internet-Seiten.

Filmvorführung „Donbass“ – ein Land im Krieg

Aus dem aktuellen Anlass des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine und 77 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs zeigt der SPD-Ortsverein Lüttringhausen den preisgekrönten Film „Donbass“ des ukrainischen Regisseurs Sergei Loznitsa.

Der Krieg in der Ukraine hat nicht erst im Februar 2022 begonnen – seit dem Jahr 2014 kämpfen im ostukrainischen Donbass prorussische Separatisten mit ukrainischen Regierungstruppen.

In 13 kaleidoskopartigen Episoden zeigt der 2018 gedrehte Film eine Gesellschaft im Kriegszustand. Der Film zeigt ein Land, das zwischen informellen Machtstrukturen, Korruption und Fake News zerrieben wird. Eine Gruppe Schauspieler inszeniert einen TV-Beitrag über einen fingierten feindlichen Anschlag; aus Rache für einen vermeintlichen Rufmord kippt eine Politikerin Fäkalien über den Kopf eines Chefredakteurs; ein Mann führt durch eine weitverzweigte Bunkeranlage, in dem dutzende Menschen Zuflucht vor Feuerbeschuss suchen. Beschlagnahmungen, Kontrollschikanen und Prügelstrafen sind an der Tagesordnung. Der kalte Horror von Angst, Gewalt und Hysterie erfasst mehr und mehr Bereiche des Lebens und nimmt immer groteskere Züge an …

„Donbass“ wurde 2018 in Cannes von der internationalen Presse als Meisterwerk gefeiert. Sergei Loznitsa erhielt für seine medienkritische und hochpolitische Farce den Sektions-Preis für die beste Regie.

Der Film, als Warnung gedacht, wurde in Deutschland bisher nur wenig gezeigt. Der Film „Donbass“ gibt uns jetzt den Anstoß zu überdenken, was in der Außen- und Sicherheitspolitik der vergangenen Jahre versäumt wurde. Wir müssen nicht nur den betroffenen Menschen helfen, sondern uns auch den aktuellen und künftigen politischen Herausforderungen stellen.

Der Film ist in deutscher Sprache synchronisiert und dauert 120 Minuten. Im Anschluss an den Film gibt es die Möglichkeit zur Diskussion.

Mittwoch, 11. Mai um 19 Uhr im Rathaus Lüttringhausen, Kreuzbergstr. 15, 42899 Remscheid

Der Eintritt ist frei.

Die SPD Ortsvereinsvorsitzende Gerhilt Dietrich bittet um freiwillige Spenden für die queere Nothilfe Ukraine. LSBTIQ-Menschen in der Ukraine brauchen dringend Unterstützung. Anmeldungen werden erbeten unter: ursula.wilberg@spd.de

Kirchenkonzert: Barockmusik im Tannenhof

Das „Ensemble Amabile“ spielt am 8. Mai ab 16 Uhr das Konzert „Blockflötenmusik des Barock“ in der Kirche der Evangelischen Stiftung Tannenhof. Der Eintritt ist frei, eine Kollekte ist erbeten.

Nach zwei Jahren Coronapause findet wieder ein Konzert in der Kirche vom Tannenhof statt. Das „Ensemble Amabile“ bilden Martin Storbeck (Blockflöten), Ulrich Merkens (Kontrabass) und Angelika Kozonowski-Werler (Spinett). Pfarrerin Barbara Schröder-Möring trägt Texte vor, die die einzelnen Stücke verbinden.

Konzert: Piano & Voice in der Kirche

Am Sonntag, 1. Mai, findet um 17 Uhr in der Evangelischen Kirche Lüttringhausen das Konzert „Piano&Voice“ statt.

Christos Kalavitis (Klavier) und Celine Kammin (Gesang) führen durch ein Programm mit Werken von Chopin, Schubert, Scarlatti, Nicolas Economou, Szymanowski, Händel, Messiaen, Reinhold Heil, Tom Tykwer und Johnny Klimek.

Eintritt frei, der Spendenerlös soll der Ukraine Hilfe Diakonie-Remscheid zu Gute kommen.

Kulturkreis.jetzt: Danke, Ulla Wilberg!

Die Tötterrunde mit den demokratischen Kandidaten der NRW-Landtagswahl 2022 war die letzte Kulturkreis-Veranstaltung unter Leitung von Ulla Wilberg, die die Leitung vom Kulturkreis.jetzt wie angekündigt niedergelegt hat. Sie hat die Leitung des Kulturkreises im Oktober 2019 nach dem überraschenden Tod von Volker Beckmann spontan übernommen.

„Ich wollte die unvollendeten Pläne von Volker Beckmann zu Ende führen und seine Dinge in Ordnung bringen, die er nicht zu Ende führen konnte“, sagt Ulla Wilberg, und genau das ist ihr auch mit Bravour gelungen. Während der Pandemie waren es vor allem Veranstaltungen vom Kulturkreis.jetzt, die den Heimatbund nicht in Vergessenheit gerieten ließen.

Kleiner Kreis mit großer Präsenz

Mit einem kleinen Kreis aktiver Mitlieder hat der Kulturkreis.jetzt in den vergangenen zweieinhalb Jahren Erstaunliches auf die Beine gestellt. „Ich danke Judith und Udo Bintakies, Ulrich Hochfeld, Michael Itschert, Ulrike Donner, Thorsten Greuling, Christiane Lamb, Christian Wüster und Sascha für ihr Engagement und ihre Zuverlässigkeit“, bedankt sich Ulla Wilberg. „Ohne Judith und Udo Bintakies wäre gar nichts gelaufen. Sie haben für den reibungslosen Ablauf unserer Veranstaltungen gesorgt, Getränke geschleppt und Stühle gerückt. Während des ersten Lockdowns haben wir gemeinsam bi-linguale Lesungen gefilmt und gestreamt. Das war eine tolle Aktion mit viel positiver Resonanz“, hebt sie noch hervor.

Dank der Kooperation mit anderen Organisationen und dem weitgehenden Verzicht auf Gagen im eigenen Kreis, konnte sparsam gewirtschaftet werden. „Ulrich Hochfeld war stets mit einem Büchertisch präsent und immer da, wenn man ihn gebraucht hat. Bemerkenswert auch die Konzerte von Ulrike Donner. Ihre pandemiebedingten Online-Konzerte fanden viel Resonanz und wurden zum Teil an die Remscheider Altenheime weitergeleitet. Präsenzkonzerte waren ebenso sehr erfolgreich. Ich möchte niemanden vergessen, also allen die immer da waren, herzlichen Dank. Vielen Dank an Christiane Karthaus und dem Vorstand vom Heimatbund Lüttringhausen für die Unterstützung und die Freiheiten, die wir hatten“, schwärmt Wilberg.

„Mein größter Wunsch wäre es, wenn der Heimatbund sich um den Bahnhof Lüttringhausen kümmern würde. Es könnte ein neues Zuhause werden. Als Mitglied im Rat der Stadt Remscheid bin ich gerne bereit zu vermitteln und Kontakte zu knüpfen. Die nächste Sitzung der Bezirksvertretung ist auf Mai verschoben worden. Bis dahin kann ein Interesse am Bahnhof bekundet werden.“

Ulla Wilberg

Ulla Wilberg wird sich nicht still zur Ruhe setzen. Als Mitglied des Remscheider Stadtrates wird sie in Remscheid weiterhin präsent sein und die zahlreichen damit verbundenen Verpflichtungen wahrnehmen. Auch dem Beirat des Heimatbundes bleibt Ulla Wilberg erhalten. Aber mehr Zeit für ihre Kinder und die vier Enkelkinder zu haben, wird ihr niemand missgönnen.

Danke, Ulla!

Ulla Wilberg. Foto: Sascha von Gerishem
Ulla Wilberg. Foto: Sascha von Gerishem

Im Anschluss an die letzte Runde Töttern wurde es leider versäumt, Ulla Wilberg öffentlich für ihr großartiges Engagement für den Kulturkreis.jetzt und den Heimatbund zu danken. Stellvertretend für den Kulturkreis möchte ich daher sagen: „Danke, Ulla! Es war eine unterhaltsame und aufregende kulturelle Reise, auf die Du uns mitgenommen hast, bunt und sehr facettenreich. Wir wissen nicht, wer die Lücke füllen wird, die Du hinterlässt. Wir wissen nur: Sie ist groß.“

Webseite: www.kulturkreis-jetzt.de
Facebook: www.facebook.com/kulturkreis.jetzt

Töttern: Die Landtagskandidaten in Lüttringhausen

Die Landtagswahl am 15. Mai wirft ihre Schatten voraus. Traditionsgemäß lädt der Kulturkreis.jetzt im Heimatbund Lüttringhausen vor einer Wahl die Kandidaten zu einer Gesprächsrunde ein, die gemeinhin unter der beliebten Rubrik „Töttern“ stattfindet. So auch diesmal.

Am Mittwochabend trafen sich fünf Politiker im CVJM-Heim an der Gertenbachstraße, um ihre Sicht der Dinge den Besuchern nahe zu bringen. Von der CDU war Jens Nettekoven dabei, Sven Wolf vertrat die Auffassungen der SPD, David Schichel vertrat die Grünen, Torben Clever kandidiert für die FDP und Peter Lange für die Linke. Thorsten Greuling moderierte die zweistündige Veranstaltung.

Corona in Pflege und Bildung

Töttern mit den Landtagskandidaten für Remscheid und Radevormwald, Moderation: Thorsten Greuling. Foto: Peter Klohs
Töttern mit den Landtagskandidaten für Remscheid und Radevormwald, Moderation: Thorsten Greuling. Foto: Peter Klohs

Wie bei vielen ähnlichen Formaten zeigten sich recht schnell die verschiedenen Politikansätze der Parteien – und deren Gemeinsamkeiten. Zum Thema „Sind wir gut durch die Coronakrise gekommen?“ fragte Sven Wolf nach dem Grund, warum die Landesregierung kleinere Krankenhäuser in Frage stelle. Was Torben Clever entschieden konterte. „Ich halte diese Diskussion für falsch“, sagte er. „Ein Krankenhaus ist nicht schlechter, wenn es privat geführt wird.“ Jens Nettekoven war sich sicher, dass am Remscheider Sana-Klinikum „nicht gerüttelt wird. Und genauso wenig am Klinikum in Radevormwald.“

Peter Lange, David Schichel und Sven Wolf (v.l.) Foto: Peter Klohs
Peter Lange, David Schichel und Sven Wolf (v.l.) Foto: Peter Klohs

Alle Politiker äußerten im weiteren Verlauf des Gesprächs ihre Sorgen, wie sich die Lage der heimischen Industrie angesichts des Krieges in der Ukraine darstellt. Peter Lange äußerte ein ehrliches: „Die Menschen in diesen problematischen Zeiten zu beruhigen, ist schwierig.“ Einig waren sich die Politiker, dass man die ukrainischen Kinder in das deutsche Bildungssystem eingliedern müsse. Und als Sven Wolf die Meinung vertrat, dass viele Schulprobleme Kommunikationsprobleme der Landesregierung seien, wurde das Töttern auf einmal doch recht heftig. „Wenn das die Meinung der SPD ist“, widersprach Torben Clever von der FDP, „dann hat die Partei seit ihrer Abwahl vor fünf Jahren nichts gelernt.“

Alle waren sich einig, dass die Kinder die großen Verlierer der Pandemie sind. „Jetzt alles auf die Schulministerin Yvonne Gebauer zu schieben, ist sicher zu kurz gegriffen“, äußerte David Schichel und erntete Zustimmung. „Wir brauchen mehr Lehrer“, äußerte Sven Wolf. „Und mehr Lohn. A 13 für alle. Und das Projekt ‚Schule 2020‘ weiterzuführen, kann nicht falsch sein.“ Alles richtig, sagte Schichel. Trotzdem müsse die Kommunikation besser werden. Clever, der jetzt nicht mehr widersprach, wies auf den Grund für die zum Teil verspätete Kommunikation hin. „Die Ministerpräsidentenrunde tagt so spät.“ Ein Anflug von Humor ergab sich zu Thorsten Greulings Frage, wie denn das Bildungskonzept der Linken aussehe und aus dem Publikum ein „Steintafeln!“ deutlich zu hören war. Peter Lange lächelte milde und ging auf den Zwischenruf nicht ein.

Schulden der Stadt

Weitere Gesprächspunkte waren die mit 600 Millionen Euro extrem hohen Schulden der Stadt Remscheid („Der Bund muss sich an der Entschuldung der Kommunen beteiligen“ – Sven Wolf) und die innere Sicherheit, zu der Jens Nettekoven eine einfache Meinung hat: „Unser Innenminister ist Herbert Reul, und deshalb mache ich mir zu diesem Thema überhaupt keine Sorgen.“

David Schichel, Sven Wolf und Thorsten Greuling (v.l.). Foto: Peter Klohs
David Schichel, Sven Wolf und Thorsten Greuling (v.l.). Foto: Peter Klohs

Auch die Hochwasser-Katastrophe des vergangenen Jahres wurde angesprochen. „Wir wären heute sicher besser in der Früherkennung“, zeigte sich David Schichel überzeugt. Während Sven Wolf sicher war, dass der Katastrophenschutz in NRW völlig neu organisiert werden müsse, wollte der FDP-Vertreter das Ehrenamt stärken. „Wenn keiner mehr hilft, kann das Krisenmanagement nicht wirksam werden.“ In der das Gespräch abschließenden Fragerunde, wie sich das Land in den nächsten fünf Jahren darstelle, zeigten sich die fünf Politiker einig: Man müsse die Industrieregion Bergisches Land mit ihren vielen Mittelständlern erhalten und trotzdem gerne hier wohnen bleiben. Das zu bewerkstelligen und den Klimaschutz einzubeziehen, die Arbeitsplätze zu erhalten und die Stadtentwicklung nach Vorne bringen, sei eine anstrengende, aber eine lohnende Vision.

Abschied vom Kulturkreis

Ulla Wilberg hat die Leitung vom Kulturkreis.jetzt nach der Veranstaltung wie vorher angekündigt niedergelegt. Lesen Sie dazu: Danke, Ulla Wilberg!

Töttern: NRW wählt – Was kommt auf uns zu?

Der Kulturkreis.jetzt im Heimatbund Lüttringhausen lädt in Kooperation mit dem Katholischen Bildungswerk am 27. April 2022 ab 19 Uhr zum Töttern in den CVJM-Saal in Lüttringhausen.

Unter der Moderation von Thorsten Greuling wird mit den demokratischen Landtagskandidaten für den Wahlkreis Remscheid/Radevormwald diskutiert:

Durch Anklicken der Namen kommt man zu den Kandidaten-Profilen im WDR-Kandidat:innen-Check und kann sich so schon gezielt auf die Diskussion vorbereiten.

Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt haben beim Töttern die Möglichkeit mit den Landtagskandidaten zu diskutieren, wie sie die Zukunft gestalten wollen. Das Format Töttern bietet den direkten Kontakt, um Fragen zu stellen und die Kandidaten kennenzulernen.

Das Töttern zur NRW-Landtagswahl (15. Mai 2022) findet am Mittwoch, 27. April 2022 ab 19 Uhr im CVJM-Lüttringhausen in der Gertenbachstraße 38 statt. Bis zum Sitzplatz ist eine Maske zu tragen.

Ankündigungsplakat

Töttern mit den Landtagskandidaten Torben Clever, Peter Lange, Jens-Peter Nettekoven, David Schichel und Sven Wolf.
Töttern mit den Landtagskandidaten Torben Clever, Peter Lange, Jens-Peter Nettekoven, David Schichel und Sven Wolf.

Charity Fußball: Jusos, 1. FC Klausen und Remscheid halten zusammen

Die Jusos Remscheid organisierten mit dem 1. FC Klausen ein Benefiz-Fußballturnier zu Gunsten des Nachbarschaftnetzwerkes Remscheid.LOVE (RS-Love).

Die Geschichte des Benefiz-Fußballturniers, das am Samstag in der Lüttringhauser Sporthalle durchgeführt wurde, begann, als die Remscheider Jusos gemeinsam mit der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Spenden für ukrainische Flüchtlinge sammelten. Und als die jungen Politiker mitbekamen, dass der 1. FC Klausen zu diesem Thema auch sehr umtriebig ist, haben die Jusos den Kontakt mit dem Verein aus dem Remscheider Norden gesucht. Wie der Vorsitzende der Remscheider Jusos, Daniel Pilz, berichtet, habe man sich sehr kurzfristig zusammengesetzt. Dabei sei die Idee eines Benefiz-Fußballturniers unter dem Motto „Remscheid hält zusammen“ entstanden.

Planung innerhalb von zwölf Tagen

„Innerhalb von zwölf Tagen haben wir sieben F-Jugend-Mannschaften sowie zwölf Hobby-Teams ab 16 Jahren rekrutieren können“, erzählt Carsten Balke, Geschäftsführer des 1. FC Klausen, der zusammen mit den Jusos und dem Nachbarschafts-Netzwerk RS-Love das Turnier veranstaltete. „Das ist nicht viel Zeit, um Plakate drucken zu lassen, Pressearbeit zu leisten, das Catering zu organisieren und die Halle von der Stadt Remscheid zu mieten. Insgesamt betrug der Organisationsaufwand etwa 100 Stunden.“

Ohne die tatkräftige Hilfe einiger Spender, Unternehmen und Privatpersonen wäre die Durchführung des Turniers nicht möglich gewesen. Hier sind zuvorderst zu nennen: Bäckerei Steinbrink, Fleischerei Nolzen, Eiscafé Belfi, Marcel Filodda, Getränke Doeden, Café Hellwig, Sascha von Gerishem sowie Antonio Scarpino.

„Alle jungen Kicker haben ihr Bestes gegeben, also haben auch alle etwas bekommen. So dürfen sich alle als Gewinner betrachten.“

Carsten Balke, Geschäftsführer 1. FC Klausen
Zwei F-Jugenden in vollem Einsatz. Foto: Philip Schulze / instagram.com/da.unterkraehe/
Zwei F-Jugenden in vollem Einsatz. Foto: Philip Schulze / instagram.com/da.unterkraehe/

Am Samstagvormittag trafen sieben F-Jugend-Teams aus Remscheid aufeinander. „Die Halle war proppenvoll“, weiß Carsten Balke, „und die Stimmung war grandios. Und um keine Mannschaft zu bevorteilen und keine zu frustrieren, gab es keine Preise für den ersten Platz. Alle jungen Kicker haben ihr Bestes gegeben, also haben auch alle etwas bekommen. So dürfen sich alle als Gewinner betrachten. Zusätzlich gab es eine finanzielle Auffrischung für die jeweilige Mannschaftkasse.“

Die Hobby-Teams traten ab 14 Uhr in Aktion. „Eigentlich sollten es 16 Teams sein“, berichtet Daniel Pilz, „aber das hätte mit der Zeit nicht mehr gepasst. Wir mussten das Turnier auf zwölf Mannschaften beschränken.“ Folgende Organisationen und Privatpersonen meldeten sich mit einem Team an: Arbeit Remscheid, Interunion All Stars, Team FDM, Kegelfreunde Linde, Elie FC (Röntgen-Gymnasium), Polonia RS, Dynamo Tresen, Wodka Juniors, Jugendrat Remscheid, Tabaluga (die weiblichen Mitglieder des Remscheider Jugendrates), Remscheid-Süd sowie die Jusos.

„Es sieht immer schlecht aus, wenn der Veranstalter sein eigenes Turnier gewinnt.“

Jusos Remscheid

Schnell entwickelte sich ein typisches Fußball-Hallenturnier. Da spielten bessere gegen nicht so gute Teams, gelegentlich trafen gleichstarke Mannschaften aufeinander, was in der Regel ein zähes Ringen bedeutete, da wurde geschimpft, vergebenen Großchancen nachgetrauert, schöne Tore geschossen, Zufallstreffer eingeleitet, fliegend gewechselt. Die Schiedsrichter, die sich freundlicherweise vom Fußballkreis Remscheid zur Verfügung gestellt hatten, leiteten die Partien souverän und blieben auch in den wenigen hitzigen Phasen ruhig.

Es stellte sich rasch heraus, dass die Jusos gegen die Konkurrenz fußballerisch nicht mithalten konnten. Nach dem zweiten verlorenen Spiel waren sich die Kicker mit Galgenhumor einig: „Besser so. Es sieht immer schlecht aus, wenn der Veranstalter sein eigenes Turnier gewinnt.“

Die Mannschaften wurden vor den Spielen in drei Gruppen aufgeteilt. Die Spielzeit betrug einmal acht Minuten. Gerd Kirchhoff, 1. Vorsitzender des 1. FC Klausen, plante schon einmal vor: „Sollte nichts dramatisches geschehen, wird das Endspiel gegen 18:45 Uhr stattfinden.“

Die Turniersieger: Der Elite FC. Foto: Peter Klohs
Die Turniersieger: Der Elite FC. Foto: Peter Klohs

Und so kam es dann auch. Im Finale standen sich Elite FC vom Rögy und die private Mannschaft von FDM gegenüber. Das Team vom Röntgen-Gymnasium gewann das spannende und spielerisch starke Endspiel im Siebenmeterschießen. Gerd Kirchhoff war mit dem Verlauf des Turniers sehr zufrieden und lobte die Fairness aller Spieler sowie die Leistung der Schiedsrichter besonders.

"Eis für alle von Belfi!" Foto: Peter Klohs
„Eis für alle von Belfi!“ Foto: Peter Klohs

Als vorläufig ermittelter Betrag, der den neuankommenden Geflüchteten in Remscheid zu Gute kommt, standen Euro 932,97 zu Buche, die vom 1. FC Klausen auf 1000 Euro aufgerundet wurden. Wie Daniel Pilz abschließend erklärte, würde man sehr genau darüber nachdenken, dieses Turnier auch in den Folgejahren durchzuführen. Er kann sich das sehr gut vorstellen.

Impressionen vom Turnier

Fernsehbeitrag vom Remscheider Stadtfernsehen rs1.tv

Frühlingskonzert vom Posaunenchor Lüttringhausen

Konzert im geistlichen Sinne in der evangelischen Kirche Lüttringhausen.

Wie so viele musikalische Vereine hat auch der Lüttringhauser Posaunenchor in den vergangenen drei Jahren nicht öffentlich musizieren können. Am Samstagabend beendete der Posaunenchor das musikalische Schweigen in der evangelischen Kirche im Dorf mit einem Frühlingskonzert. Gerne hätte man – wie es normal gewesen wäre – die musikalische Saison mit einem großen weltlichen Konzert begonnen. Aber wie der Vorsitzende des Posaunenchores Sebastian Brüninghaus sagte: „Die Zeiten sind nicht normal“, weshalb man sich zu einem geistlichen Konzert entschlossen habe. Der Innenraum der Kirche war sehr gut besucht, auch auf der Empore hatten Musikfreunde Platz genommen.

Jan Heynen solierte brillant

Gemälde von Marc Chagall boten auf der Leinwand den Rahmen für spannende Musik. Foto: Peter Klohs
Gemälde von Marc Chagall boten auf der Leinwand den Rahmen für spannende Musik. Foto: Peter Klohs

Das gut siebzig minütige Konzert begann stilvoll mit Mendelssohns „Jauchzet dem Herren, alle Welt“, einer in vier kurzen Sätzen aufgeteilten Komposition mit melancholischem Charakter, die auch ohne die Worte des Textes aus Psalm 100, auch bekannt als „Jubilate deo“, funktioniert. Der 12-jährige Nachwuchsposaunist Jan Heynen legte mit seiner Premiere die Basis für eine vielversprechende Karriere und solierte brillant in „Peace like a river“, bevor zwei dunkeltönige Kompositionen von Anton Bruckner (Locus iste und Sanctus) die Stimmung etwas verschattete. Sehr interessant klangen die drei Fantasien über Bilder von Marc Chagall, die der zeitgenössische Komponist Jens Uhlenhoff (geboren 1987 im baden-württembergischen Emmendingen) geschrieben hatte. Dias zeigten die Gemälde, zu denen der Posaunenchor adäquat die Töne und Melodien zur Farbe Blau oder in einem Fall zu Rot und Gelb spielte. So wurden die „Lieblingsfarben“ des Malers sozuschreiben in Musik verwandelt.

Philipp Jeßberger dirigierte den Posaunenchor gewohnt unaufgeregt. Foto: Peter Klohs

Drei Jubilare des Posaunenchores waren vor dem Konzert gebeten worden, ihren Lieblingschoral zu benennen, den der Chor im Konzert spielen würde. Karl Müller, seit 80 Jahren (!) Mitglied im Lüttringhauser Posaunenchor und noch immer aktiv, hatte sich „In dir ist Freude“ ausgesucht, Karl-Ernst Rau, seit 70 Jahren im Chor, hatte „O Gott du frommer Gott“ genannt und der seit 60 Jahren den Posaunenchor treu begleitende Hans-Herbert Brüninghaus wurde mit „Bleib bei mir Herr“ geehrt, alle drei Stücke von getragener Atmosphäre und moderater Dynamik geprägt. Eine deutliche Aufhellung war nur bei „Jesus Christ Superstar“ zu hören, immer noch eines der bekanntesten Musical-Songs von Andrew Lloyd Webber. Mit John Rutters „Look at the world“ schloss das Konzert sehr harmonisch. Dirigent Philipp Jeßberger leitete den Posaunenchor gewohnt unaufgeregt und souverän.

echt.Remscheid: Umzug in die Gertenbachstraße

Neues Bürgerbüro von echt.Remscheid in der Gertenbachstraße in Lüttringhausen.

Die Wählergruppe echt.Remscheid bezieht ein neues Büro und zieht von Lennep nach Lüttringhausen. In den Räumlichkeiten wird eine Dauerausstellung mit Bildern des spanischen Malers Jose de Martin Simon und Holzskulpturen des Wuppertaler Künstlers Johannes Küßner gezeigt.

„Wir freuen uns auf viele Besuche!“

Bettina Stamm

Die Eröffnung des Bürgerbüros findet am Sonntag, 20. März um 11 Uhr in der Gertenbachstraße 35 im Hochzeitshaus in Lüttringhausen statt.

Neue Eis-Saison gestartet: Eiscafé Belfi wieder geöffnet

Best of Bergisch von Radio RSG: Sieger-Eiscafé Belfi in der Altstadt von Lüttringhausen nach langer Winterpause wieder geöffnet.

Wenn es wirklich stimmt, dass Süßes glücklich macht, dann waren die Remscheider*innen, vor allem aber die Lüttringhauser*innen in den vergangenen Monaten eher unglücklich. Denn etwas länger als fünf Monate war das Eiscafé Belfi im Dorfkern von Lüttringhausen verwaist. Die Familie Belfi war Mitte Oktober 2021 in ihr Winterquartier in das heimische Zoppè di Cadore in den Dolomiten zurückgekehrt. Das italienische Dorf, rund 1500 Meter hoch gelegen, ist von zahlreichen Skigebieten umringt. „Wenn wir uns genug ausgeruht haben, dann kann man dort sicher irgendwo aushelfen“, sagt Daniele Belfi, Inhaber des Eiscafés. Das Ausruhen ist ihm und den Mitarbeitern wichtig, denn wenn die Eissaison, zumeist in der ersten Märzhälfte beginnt, haben die Belfis keinen Ruhetag und oftmals mehr als zwölf Stunden zu tun. „Das ist manchmal schon stressig und zehrt an den Kräften“, sagt Daniele.

„Eine Frau kam herein und sagte, ihre Tochter aus Frankfurt habe ihr geschrieben, dass Belfi wieder geöffnet habe.“

Daniele Belfi

Seit dem vergangenen Mittwoch, dem 9. März, ist das Eiscafé wieder geöffnet und bietet seine 25 Eissorten an. Allerdings dürfen die Gäste angesichts der Corona-Pandemie noch nicht im Café Platz nehmen. Das Eis und die verschiedenen Kaffee- oder Espresso-Sorten werden aktuell ausschließlich zum Mitnehmen angeboten. „In diesem Jahr haben wir keine neuen Eissorten“, berichtet Daniele Belfi. „Wenn wir neue Sorten einführen, muss eine andere Sorte weichen, alleine aus Platzgründen, und dann kommen sicher einige Kunden und beschweren sich, dass ihr Lieblingseis nicht mehr verfügbar ist. Und wenn man das weiß, dann möchte man gar nicht so viel verändern.“ Er hat Erfahrung in diesen Dingen, schließlich sind annährend 100% der Kund*innen Stammkund*innen, die immer die gleichen Eissorten favorisieren. „Natürlich laufen die Klassiker immer“, weiß er, „Vanille, Schokolade, Stracciatella. Hingegen sind das Snickers-Eis und die Sorte Cookies besonders bei Kindern sehr beliebt.“ Sobald die Corona-Regeln gelockert werden, können auch wieder Gäste im Café Platz nehmen. „Schade, dass man bei uns nicht draußen vor dem Café sitzen kann“, bedauert Daniele Belfi. „Aber unsere Stammkunden finden schon ihr Plätzchen“, schmunzelt der Inhaber. Das glaubt man ihm sofort. Stammkund*innen kennen das begrenzte Platzangebot in der Eisdiele und haben sicher längst „ihren Stammplatz“ im Herzen Lüttringhausens „ausgeguckt“ und schlecken an ihm besonders gerne ihr Eishörnchen.

Die ersten beiden Tage beschreibt Daniele Belfi als „sehr erfreulich. Die Menschen in Lüttringhausen freuen sich, dass wir wieder geöffnet haben. Eine Frau kam herein und sagte, ihre Tochter aus Frankfurt habe ihr geschrieben, dass Belfi wieder geöffnet habe. Das muss man sich mal vorstellen: Eine Frau, die mehr als 200 Kilometer entfernt lebt, weiß, dass eine kleine Eisdiele in Remscheid-Lüttringhausen wieder geöffnet hat.“ Lächelnd schüttelt er den Kopf. „Im Dorf spricht sich das noch schneller rum“, weiß er.

„Dies ist jetzt meine 27. Saison!“

Daniele Belfi

Die Familie Belfi stellt das Eis komplett selber her, inklusive der Rohmasse. „Das Fruchteis ist vegan“, sagt Daniele, „und da sind wirklich nur Früchte drin, keine Geschmacksverstärker und so ein Unsinn. Deshalb hat das Erdbeereis manchmal eine andere Farbe als am Vortag. Das liegt an den Erdbeeren.“ Im Hintergrund werkelt Filipi, der aus Brasilien stammt, herum und bereitet Eis vor.

Daniele Belfi arbeitet seit 1995 in der Eisdiele. „Dies ist jetzt meine 27. Saison“, sagt er. „Das Geschäft ist natürlich stark wetterabhängig, aber im Gesamtüberblick ist jede Saison in etwa gleich, mal mit etwas weniger Kunden und mal mit mehr. Es gab wie überall nicht so leichte Zeiten, vor allem dann, wenn das Personal krank wurde oder nicht den Anforderungen entsprach. Aber in der Regel haben wir ein gutes Team. Und das ist – neben der Kundschaft – auch sehr wichtig.“

Über dem Eiscafé Belfi in der Altstadt von Lüttringhausen prangt ein neues Schild. Foto: Peter Klohs
Über dem Eiscafé Belfi in der Altstadt von Lüttringhausen prangt ein neues Schild. Foto: Peter Klohs

Zur Zeit ist das Team bei Eis Belfi ein Quartett: Daniele und seine Schwester Marzia, daneben noch Filipi, der die natürlichen Sprachbarrieren im Handumdrehen gelöst hat und sogar den Dialekt der Belfis versteht und sprechen kann („Der Mann ist ein Sprachgenie!“), sowie dessen Frau Aline, die noch mit der Sprache hadert. „Aber das wird schon noch“, ist Daniele überzeugt. Wenn die Saison dem Höhepunkt nahekommt, wird eine weitere Aushilfskraft eingestellt. Außerdem arbeitet die Mutter von Daniele und Marzia im Hintergrund mit und hilft so der Familie, ihre Konzentration auf die Eisdiele legen zu können.

Auf jeden Fall ist die Eisversorgung in Lüttringhausen bis zur Oktobermitte gesichert. Zur Freude der Kunden ist der Preis für eine Kugel Eis mit einem Euro unverändert geblieben. „Wir haben den Preis noch nie innerhab der Saison geändert“, sagt Daniele. „Ob das in diesem Jahr auch so sein wird, kann ich noch nicht sagen.“ 

Auch von unserer Seite aus: Benvenuto rinnovato, Familia Belfi. Ci siete mancati. Und jetzt bitte drei Kugeln. Natürlich die Klassiker.

Fußball um Mitternacht

Die Schlawiner bieten gemeinsam mit dem 1. FC Klausen am Freitag, 1. April 2022 von 19 Uhr bis 23 Uhr in der Sporthalle Lüttringhausen (Klausener Straße 50, 42899 Remscheid) die Veranstaltung „Fußball um Mitternacht“ an.

Es können Mannschaften oder Einzelspielende im Alter von 12 bis 21 Jahre – ohne vorherige Anmeldung – mitmachen. Die Teilnahme ist kostenlos. Wer als Spieler*in oder als Zuschauer*in dabei sein möchte, ist herzlich willkommen.

Weitere Informationen erteilen „Die Schlawiner“ unter den Telefonnummern 02191-953266 oder 0177-6422050.