Das Auswärtsspiel des IGR-Bundesligateams der Herren gegen die SG Eldagser Falcons am 24. Oktober fällt aus, das gegnerische Team hat zur Zeit kein einsatzbereites Team zur Verfügung. Das Spiel der IGR-Bundesligistinnen gegen den SC Bison Calenberg findet wie geplant in der Sporthalle der Grundschule Eldagsen statt. Anpfiff am 24. Oktober 2020 ist um 17 Uhr.
Es gab eine große Störung bei Vodafone. Es handelte sich bei der Störung, die Vodadone seit ca. 7.2.2022 – 22.10 Uhr bekannt war, um einen Kaskadenfehler (Ausfall eines Netzelements). Die Behebung kann langwierig sein. In Einzelfällen dauerte es länger als 14 Tage den Fehler zu beheben. Aber Remscheid hatte Glück, der Fehler wurde noch in der Nacht behoben.
Der Ausfall betraf indestens den Bereich der Altstadt Lüttringhausens, über die Barmer Straße bis Linde.
Am Sonntag (06.02.) kann es im Bergischen Land zu erhöhten Niederschlägen kommen. Wachsamkeit ist angezeigt.
Der Hochwassereinsatzstab der Bezirksregierung Düsseldorf und der Wupperverband informierten darüber, dass es am Sonntag, 6. Februar 2022, zu erhöhten Niederschlägen kommen kann. Demnach wird im Bergischen Land ein Dauerregen mit 25 bis 40 mm/m2 Niederschlag erwartet. Vereinzelt sind auch Mengen über 50 mm/m2 nicht ganz ausgeschlossen. Diese Niederschlagsmengen können dazu führen, dass die Gewässer über die Ufer treten.
Die Situation wird fortlaufend beobachtet, etwa vom Hydrologen vom Dienst beim Wupperverband. Wenn sich die Vorhersagen bestätigen, werden die Feuerwehren Kontrollfahrten an möglichen Hotspots wie Brücken und Auenlagen vornehmen.
Sollte es tatsächlich zu bedrohlichen Niederschlagsmengen kommen, wird aktuell und kurzfristig informiert.
Die nächste Müllsammelaktion von Greenpeace Remscheid an der Wupper ist am Samstag, 12. Februar 2022. Mit dabei sind dieses Mal außer Greenpeace Remscheid u.a. der Bund Umwelt und Naturschutz (BUND), der Naturschutzbund (NABU), der Verschönerungs- und der Angelverein von Burg an der Wupper.
Um ein großes Uferstück vom Unrat zu befreien, stehen zwei verschiedene Treffpunkte zur Auswahl. Um 11 Uhr starten die freiwilligen Helfer*innen am Wiesenkotten und um 12 Uhr am Parkplatz Hasencleverstraße, gegenüber der ehemaligen Grundschule, in Solingen Unterburg.
Die Technischen Betriebe Solingen werden für die Müllentsorgung einen Container aufstellen. In Abstimmung mit der Biologischen Station Mittlere Wupper werden wir Desinfektionsmittel zur Verfügung stellen, damit über die Stiefel nicht unabsichtlich die Salamanderpest verbreitet wird. Nach den erfolgreichen Aktionen diesen Januar und letzten Juli hofft Greenpeace auf zahlreiche freiwillige Helfer*innen. Geeignete Kleidung, insbesondere Gummistiefel, sind dringend empfohlen.
Wenn man alle Ordner, die der Bauantrag zum größten Umbau in der Geschichte des Allee-Centers Remscheid umfasst, aufeinanderstapelt, ergibt das einen kleinen Turm. Kein Wunder, umfasst der Antrag zahlreiche dicke Ringbuchordner. Eingeflossen ist die sorgfältige Arbeit von mehr als einem Dutzend Expertinnen und Experten, die im Vorfeld geprüft und erarbeitet haben, wie ein Umbau in dieser Größenordnung sicher und möglich ist. „Ende letzten Jahres haben wir den Bauantrag planmäßig und offiziell beim Bauordnungsamt der Stadt eingereicht“, freut sich Center Manager Nelson Vlijt, der die enge Zusammenarbeit mit dem Bauordnungsamt zu schätzen weiß.
Neue Rollsteige im Anmarsch – bis dahin steht die bisherige still
Nicht nur optisch, sondern auch technisch wird das Allee-Center in den kommenden knapp anderthalb Jahren aufgewertet. Zum Beispiel mit der nagelneuen Rollsteige, die im März angeliefert wird. Eine logistisch herausfordernde Aktion, denn sie wird in einem Stück ins Center gebracht, nachdem die bisherige auf dieselbe Art entfernt wurde. Bis dahin wird die Rollsteige, die nach oben führt, übrigens nicht rollen, sondern weiterhin stehen: „Wir hätten sie gerne noch repariert, aber aktuell dauert die Ersatzteillieferung sehr lange. Die neue Rollsteige trifft vermutlich früher ein als die Ersatzteile. Daher bitten wir unsere Besucherinnen und Besucher um Verständnis, dass es auf dem neuen Weg, den wir mit dem Umbau beschreiten, auch immer mal Umwege gibt“, erklärt Nelson Vlijt.
Schätzspiel zum Bauantrag in den Sozialen Medien – Umbau-Infos auf der Website
Der gesamte Center-Umbau wird in den nächsten Monaten von vielen kleineren und größeren Geschichten und Infos, sowie Gewinnspielen und weiteren Aktionen begleitet.
So gibt es auf der Instagram-Seite des Centers direkt zum Bauantrag ein Schätzspiel: Ab dem 4. Februar dürfen die Follower raten, wie schwer dieser wohl ist.
Zu gewinnen gibt es einen Center-Gutschein im Wert von 100 Euro. „Schätzen tun wir in dem Sinne nicht nur das Gewicht, sondern auch die Aufgabe des Bauordnungsamtes, den Antrag nun zu prüfen,“ so Nelson Vlijt „auf unserer Website ist ein neuer Bereich eingerichtet, auf dem alle weiterführenden Informationen und Hintergründe zum Umbau für Interessierte zu finden sind.“
Ab sofort können sich auch Kinder im Alter von 5 bis 11 Jahren montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr in der städtischen Impfstelle (Rosenhügeler Straße 2-8) mit ihrem Kinderimpfstoff von BioNTech impfen lassen. Das Online-Buchungsportal lässt ab sofort die Reservierung des passenden Wunschtermins zu. Die Impfung von Jugendlichen (12 – 17 Jahre) und Erwachsenen ab 18 Jahren läuft parallel weiter. Um den Schutzbereich für die Kleinen wie bisher zu gewährleisten, werden sie in einem separaten Impfbereich betreut und versorgt.
Neu ist voraussichtlich ab Mitte nächster Woche (09.02.) bei der Buchung des Ersttermins für die Kleinen: Ein Zweitimpftermin wird zwar weiterhin nach exakt drei Wochen automatisch vom Buchungssystem eingebucht. Wenn dieser automatisch vergebene Zweitimpftermin wegen Krankheit oder anderer Umstände nicht wahrgenommen werden konnte, besteht dann die Möglichkeit, diesen Termin online neu zu buchen. Auch die individuelle Buchung eines Kinder-Zweitimpftermins – ohne dass die Erstimpfung in der städtischen Impfstelle stattgefunden hat –, wird dann möglich.
Das städtische Impfteam sorgt mit dieser Erweiterung der Terminbuchungsmöglichkeiten für eine noch flexiblere und vereinfachte Kinder-Coronaschutzimpfung. Mehr Informationen zum Kinderimpfen gibt es hier.
Am vergangenen Wochenende nahmen acht Schütz*innen der Bogensportabteilung an den Landesmeisterschaften in Mönchengladbach teil. Drei Silbermedaillen lautete die Ausbeute der LTG-Löwen. Bei den Compoundschützen*innen erreichten Cedric Neumann (Herren), Sabine Neumann (Master weibl.) und die Herren-Mannschaft mit Oliver Manz, Cedric Neumann und Ralf Werner jeweils den zweiten Platz und konnten eine Silbermedaille mit nach Hause nehmen.
Weitere Teilnehmende
Luis Lohoff, Recurve Schüler A, 9. Platz
Jürgen Neumann, Compound Master, 11. Platz
Jasmin Körschgen, Langbogen, 14. Platz
Klaus-Peter Prost, Blankbogen Master, 14. Platz
Die Wertungen im Detail
2. Platz
Cedric Neumann: 570 Ringe, Compound Herren
Sabine Neumann: 537 Ringe, Compound Master weibl.
Oliver Manz, Cedric Neumann, Ralf Werner: 1671 Ringe, Compound Mannschaft Herren
Die Siegerehrung: Compound Mannschaft Herren mit den LTG-Löwen auf Platz 2. Foto: Lenneper Turngemeinde
Vom 11. bis 13. Februar ist Kinowochenende im WTT Schauspiel Remscheid. Im Seniorenkino und Programmkino wird der Filmklassiker „Das Schweigen der Lämmer“ gezeigt, das Familienkino hält „Jim Knopf und die wilde 13“ bereit.
Seniorenkino
Das Schweigen der Lämmer, Krimi / Drama / Thriller
Freitag 11. Februar 2022, 15 Uhr
Programmkino
Das Schweigen der Lämmer, Krimi / Drama / Thriller
Samstag 12. Februar 2022, 19:30 Uhr
Familienkino
Jim Knopf und die wilde 13, Abenteuer / Komödie / Familienfilm
Prädikat: besonders wertvoll, empfohlen ab 7 Jahren
Samstag 12. Februar 2022, 16 Uhr und Sonntag 13. Februar 2022, 16 Uhr
Aufgrund der aktuellen Corona-Lage und der damit verbundenen Regelungen besteht weiterhin eine Testpflicht für Sportler*innen zur Teilnahme am Vereinssportbetrieb, sofern diese noch keine Booster-Impfung haben. Um zukünftig auch offizielle Testungen im Verein durchführen zu können, lädt der Sportbund ein:
Schulung zur Durchführung der Coronavirus-Antigentests im Sportverein – inklusive Zertifikat
Dank der freundlichen Unterstützung von Herrn Dr. Volker Peinke (Mannschaftsarzt der IGR Remscheid und Facharzt für Innere Medizin) können in den kommenden Wochen weitere Schulungstermine in den Räumlichkeiten des Sportbundes angeboten werden:
Die Dauer der Schulung beträgt 90 Minuten. Die Schulung ist ausschließlich für Mitgliedsvereine (und deren Mitglieder) des Remscheider Sportbundes vorgesehen.
Weitere Informationen zur Teilnahme an der Schulung
Teilnahmevoraussetzung ist 2G+ (tagesgültiger Antigentest oder Booster-Impfung)
Für die Teilnehmenden der Schulung entstehen keine Kosten
Pro Termin können maximal 10 Personen teilnehmen – daher ist eine Anmeldung Pflicht!
14 Tage lang – vom 05.02. bis zum 19.02.2022 – bietet die Buchhandlung im Flair-Weltladen Lüttringhausen neuwertige, gute Bücher zu niedrigen Aktionspreisen an. Es sind natürlich Bücher, deren gesetzliche Buchpreisbindung aufgehoben wurde. Verlage können die Preisbindung aufheben, wenn z.B. das Buch schon einige Zeit auf dem Markt war und nur noch Reste zu bekommen sind. Die sind überhaupt nicht zu verachten. Der Buchmarkt ist sehr schnelllebig. Titel sind oft nach wenigen Jahren vergriffen und werden nicht neu aufgelegt. Deshalb sind vom 05.02.22 an richtige Schätze in der Buchhandlung des Flair-Weltladen Lüttringhausen zu heben.
Wer nach neuer Lektüre für sich selbst und Kinder sucht, kann fündig werden. Eine gute Gelegenheit, das ein oder andere Geschenk jetzt schon zu besorgen und zum geeigneten Zeitpunkt zu überreichen.
Seit den 1990 Jahren bin ich im Remscheider Naturschutz aktiv, viele Jahre bis heute im Naturschutzbeirat (NB) der Stadt. Ein Ziel der Arbeit ist, freie Flächen in der für die Artenvielfalt, an den Wasserscheiden, für die Lebensmittelerzeugung sowie der Erholung der Bürger Erholung zu erhalten.
Die Bereitschaft des Investors das Outletcenter, statt aufs freie Feld, direkt an der Wasserscheide an der Blume in Lüttringhausen, auf dem Schützenplatz in Lennep zu investieren, hatte ich zunächst mit Erleichterung aufgenommen. Auf den 1.Blick zeigte sich eine freie, stark verdichtete Fläche, darunter ein verrohrter Bachlauf. Das „bisschen“ Strauch- und Baumgrün am Rand würde ausgeglichen werden.
„Der Ausgleich für die Natur wird im Verfahren festgelegt“ lautet die Regelung bei allen Bebauungsplänen, der Vorlagen, die der NB zu entscheiden hat. So auch die Aussage der Verwaltung auf meine Anfrage im Rat (Nov. 2019) zum „Interkommunalen Gewerbegebiet-Gleisdreieck“ und vielen weiteren Bebauungsplänen.
Bewertet wird nach einem Punktesystem, das den ökologischen Wert der Fläche festlegt, die ausgeglichen werden muss. Es wird dann nach geeigneten Flächen gesucht. Findet sich keine Fläche, kann der Ausgleich auch monetär erfolgen. In Ausnahmefällen kann der Ausgleich auch außerhalb der Stadt erfolgen.
In Leverkusen, Nähe Panzersperre, erfolgte eine Ausgleichspflanzung 20 Jahre nach der Genehmigung und Umsetzung des Bebauungsplans. Das zeigt, wie schwierig es schon jetzt ist, Eingriffe in in Natur und Landschaft auszugleichen, weil auch hier die Flächen fehlen.
Zurück zum DOC:
Auf den 2.Blick wäre viel Stadtgrün (Bäume, Sträucher) verloren gegangen. Auch Bäume, die durch die Baumschutzsatzung geschützt sind, hätten entfernt werden müssen. Ein Baum ist ein Lebensraum für viele Arten. Seine Fähigkeit CO2 zu reduzieren sind bekannt, wie auch die deutlich geringeren Temperaturen in seiner Nähe an Hitzetagen. Die Darstellung der Bäume sind in den Modellen des DOC geschönt. Sie hätten ihre Größe und auch ihre wohltuende Funktion erst nach Jahren erreicht.
Geeigneter Ausgleich wird im Verfahren festgelegt- so die Gesetzgebung. Umsetzung in 20 Jahren?
Anders die Verkehrsplanung: Trecknase und weitere Straßenbereiche wurden bis heute vorausschauend „ertüchtigt“. Maßstab war allein der Verkehrsfluss der Autos. CO2 Reduktion spielte hier für Stadtplanung offenbar keine Rolle? Ein zukunftsweisendes Mobilitätskonzept ist hier nicht erkennbar. Große Straßenflächen wurden für das DOC ohne Begleitgrün versiegelt. Die Möglichkeit der Klimaerwärmung entgegenzuwirken wurde vertan.
Auch die Remscheider Sportflächen wurden vorausschauend auf das Outletcenter beplant.
Die Gesetzgebung Naturschädigungen im Verfahren auszugleichen ist nicht zeitgemäß. Sie berücksichtigt zudem nicht die Notwendigkeit von Klimaschutz und CO2-Reduktuktion.
Für eine nachhaltige Stadtentwicklungsplanung fehlen richtungsweisende ganzheitliche, kreative Ideen, die Zukunft der Stadt mit ihren Bürgern zu gestalten. Die Fläche der kleinsten kreisfreien Stadt in NRW im Außenbereich ist voll. Bebauungsplanungen von innerstädtischen Brachen muss ökologisch und klimarelevanten gestaltet werden.
Die beste Versicherung gegen Totalitarismus, Faschismus, Völkerhass und Nationalsozialismus ist und bleibt die aktive Auseinandersetzung mit der Geschichte. Und die Erinnerung. Am Donnerstag jährte sich zum 77. Mal die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch die Rote Armee. In Auschwitz ermordeten die Nazis eineinhalb Millionen Frauen, Männer und Kinder.
Auch in Remscheid wurde an den 27. Januar 1945 erinnert. Um 18:30 Uhr hatten Pfarrer Martin Rogalla und Superintendentin Antje Menn zu einer Gedenkstunde in die Stadtkirche eingeladen. Gut 30 Besuchende nahmen daran teil. Die vierzigminütige Veranstaltung begann und endete mit Orgelmusik, die die Kantorin Ursula Wilhelm ausgesucht hatte und spielte. Der Kantor der Lenneper Stadtkirche, Johannes Geßner, spielte und sang drei Kompositionen von Hans Eisler und Paul Dessau, jeweils unterlegt mit Texten von Bert Brecht. Schon heftiger Stoff, der seine Aktualität nicht verloren hat. „Wirklich, ich lebe in finsteren Zeiten…“
Pfarrer Martin Rogalla stellte in seiner Begrüßung auch die Frage, warum eine solche Veranstaltung nötig und wichtig sei. „Weil wir wollen, dass sich die Geschichte des Nationalsozialismus nicht wiederholt. Weil der Frieden in unserer Stadt ein sehr hohes Gut ist.“
„Dieser Tag ist ein Stolperstein in der Zeit.“
Superintendentin Antje Menn
Antje Menn ging auf die Bedeutung des 27. Januar ein. „Dieser Tag“, sagte sie, „ist ein Stolperstein in der Zeit. Der 27. Januar 1945 war der erste Tag des Endes des Nationalsozialismus. Erinnern ist der Weg in die Zukunft.“ Sie erinnerte an ein Zitat des Oberbürgermeisters, der in früher am Tag in der Gedenk- und Bildungsstätte Pferdestall stattgefundenen Veranstaltung gesagt habe: „Zukunft gestalten ohne Erinnerung ist bodenlos.“ Sodann las Menn einige Passagen aus den 126. Psalm, begleitet von sensibler Klaviermusik.
„In Remscheid“, so Pfarrer Rogalla anschließend, „liegen 180 Stolpersteine, die an Schicksalsorte erinnern. Menschen sind von dort aus in die Vernichtung deportiert worden. Die ersten dieser Steine wurden im Jahre 2004 in Remscheid verlegt. Es sind Denkmale im wahrsten Sinn. Wir möchten hier stellvertretend an vier Remscheider Familien erinnern.“
Stolpersteine der Familie Mandelbaum. Foto: Martin Rogalla
Die beiden Geistlichen nannten die Familie Mandelbaum, die in der Palmstraße gelebt hatte. Auch die Familie Artmann, aus Polen zugewandert und im Ghetto von Lodz gestorben, fand Erwähnung. Erinnerungen auch an die Familie Hugo Schiller und der am Gänsemarkt wohnenden Familie Isaak. Viele dieser Menschen wurden in die Ghettos in Minsk und Lodz deportiert, einige gelten offiziell noch immer als verschollen.
Tradition des Gedenkens
„Es ist Tradition, die in der Stadt liegenden Stolpersteine zu reinigen“, schloss Pfarrer Martin Rogalla die Veranstaltung. „Denn Messing läuft mit der Zeit dunkel an, und die Inschrift ist nicht mehr gut zu lesen. Setzen wir ein gemeinsames Zeichen für das Erinnern. Im Vorfeld haben sich bereits 20 Menschen bereit erklärt, beim Säubern zu helfen. Vielleicht finden sich spontan kleine Gruppen zusammen.“
Aufzeichnung der Gedenkandacht
Vor der Stadtkirche verteilte Marvin Christian Schneider (MyViertel) weiße Rosen für alle, denen das Erinnern wichtig ist. Es fanden sich schnell verschiedene kleinere Gruppen zusammen, die sich zu den Stolpersteinen in der Innenstadt aufmachten. Manche gingen in Richtung Alleestraße, andere verblieben in der Bismarckstraße und der direkten Umgebung der Stadtkirche. Unter ihnen Philip Roth und Katrin Volk, die vor dem Haus Bismarckstraße 16 sieben Stolpersteine vorfanden. Eine kurze Einweisung, und Roth und Volk säuberten die zehn mal zehn Zentimeter großen Stolpersteine zunächst mit einem Schwamm, bevor ein normaler Metallreiniger aufgetragen wurde. Danach wurden Kerzen aufgestellt, abschließend die weißen Rosen so ausgelegt, dass sie die Steine umrahmten.
Stolpersteine der Familie Strauss in der Martin-Luther Straße 77 in Remscheid. Foto Beatrice Schlieper
Der Tag des Gedenkens der Opfer des Nationalsozialismus ist ein bundesweiter, gesetzlich verankerter Gedenktag. Er wurde 1996 vom damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog auf Anregung von Ignaz Bubis, damals Vorsitzender des Zentralrates der Juden in Deutschland, proklamiert. Das Bulletin vom 27. Januar 2008 der damaligen Bundesregierung sagt wörtlich aus: „Wir gedenken der Entrechteten, Gequälten und Ermordeten: der europäischen Juden, der Sinti und Roma, der Zeugen Jehovas, der Millionen verschleppter Slawen, der, Zwangsarbeiter, der Homosexuellen , der politischen Gefangenen, der Kranken und Behinderten, all derer, die die nationalsozialistische Ideologie zu Feinden erklärt und verfolgt hatte. Wir erinnern … auch an diejenigen, die mutig Widerstand leisteten oder anderen Schutz und Hilfe gewährten.“ Bleibt die Hoffnung, dass sich genug Menschen guten Willens finden, die dem aktuell erstarkten Antisemitismus die Stirn bieten und ihn mit allen demokratischen Mitteln bekämpfen.
Die BI Lennep e.V. ist erleichtert über die Bestätigung des Urteils von Münster durch das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig, da hierdurch die Umsetzung dieses umweltschädlichen Projektes in weite Ferne gerückt ist. Wie in der Vergangenheit wiederholt betont, hat es sich als Fehler erwiesen, die Stadtplanung in Lennep einzig auf das DOC auszurichten. Die Folge sind zwölf Jahre DOC-bedingter Stillstand der Entwicklung in Lennep und ein Schaden für die Bürger*innen und die sprichwörtlichen Steuerzahlenden, der bereits jetzt in die Millionen geht.
Die BI Lennep e.V. fordert nun den Stadtrat und die Verwaltung auf, dem DOC-Projekt eine eindeutige Absage zu erteilen. Ärger über die Klage gegen das DOC-Projekt ist absolut fehlgerichtet: Wer einen fehlerhaften Bebauungsplan aufstellt, darf sich am Ende nicht wundern, wenn dieser einer Prüfung durch die Gerichte nicht standhält. Fernab von formalen Fehlern lag aber die eigentliche Schwäche des Projekts von Anfang an in der mangelnden Mitnahme der Bürger*innen und in der kompletten Ignoranz sämtlicher umweltpolitischer Aspekte. Die BI Lennep e.V. hatte vor Jahren ausdrücklich zum neuen Standort in Lennep eine erneute Abstimmung der Bürger*innen eingefordert, was von Politik und Verwaltung zurückgewiesen wurde. Auch Kritik an den vorgelegten Gutachten wurde vom Tisch gefegt. Eine Diskussion annähernd auf Augenhöhe kam erst im Jahr 2020 zustande, als der Gerichtstermin näher rückte. Allerdings ließen Stadt und Investor jegliche Bereitschaft vermissen, das Projekt tatsächlich umwelt- und sozialverträglicher zu gestalten. Es ist jedoch unabdingbar, Bürger*innen bei großen städtischen Projekten zu beteiligen und eine nachhaltige Stadt(teil)politik nicht aus dem Blick zu verlieren. Hierzu bietet die BI Lennep e.V. ausdrücklich ihre aktive Mitarbeit an.