LIVE: Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

Die Gedenkandacht in der evangelischen Stadtkirche Remscheid beginnt heute, 27. Januar 2022 um 18.30 Uhr. Wer nicht zur Kirche kann, hat die Möglichkeit der Andacht mit Superintendentin Antje Menn und City-Pfarrer Martin Rogalla. Im Anschluss ziehen Gruppen von Menschen los, um Stolpersteine zu reinigen.

Der Livestream beginnt gegen 18.30 Uhr.

WTT: Frühschicht bei Tiffany

Auch in der kommenden Woche zeigt das WTT Schauspiel Remscheid noch einmal die Komödie „Frühschicht bei Tiffany“. Das WTT bittet darum, die geltenden Regeln bzgl. der Pandemie zu beachten und Karten vorzubestellen.

Frühschicht bei Tiffany

Eine Komödie von Kerry Renard, deutsche Bearbeitung von Angela Burmeister.

Chris, der seit zwei Jahren geschieden ist, lebt in einem kleinen Apartment in Lower East Side Manhattan. Sein ganzer Stolz ist der kleine Balkon, der zur Wohnung gehört. Hier sitzt der Journalist in jeder freien Minute und tippt an seinem ersten Roman. Oft ärgert sich Nachbar Bob darüber, der ein Stockwerk über Chris wohnt, da dieser Computer ablehnt und noch immer auf seiner alten Schreibmaschine tippt, während Bob die Ruhe zwischen seinen zahlreichen Balkonpflanzen genießen möchte. Turbulent wird es, als die überaus attraktive Verkäuferin bei Tiffany (Amy) in das leerstehende Apartment neben Bob einzieht…

Mit: Matthias Knaab, Björn Lukas, Alina Rohde

Regie: Björn Lenz, Claudia Sowa

Termin

Samstag, 5. Februar 2022, um 19:30 Uhr

Trailer

Preise

Tickets kosten 15 Euro. Der ermäßigte Ticketpreis von 10 Euro gilt für Schüler*innen, Studierende, Auszubildende, Personen im Bundesfreiwilligendienst bis zum vollendeten 30. Lebensjahr, Personen mit Grundsicherung, Schwerbehinderte ab 80% Schwerbehinderung. Entsprechende Nachweise sind bei Kauf bzw. Abholung bitte vorzulegen.

Veranstaltungsort

Westdeutsches Tourneetheater / Schauspiel Remscheid, Bismarckstraße 138 in 42859 Remscheid

Kartenreservierung

Kartenvorbestellung entweder per E-Mail: info@schauspiel-remscheid.de, per Telefon 02191 – 3 22 85 oder online auf remscheid-live.de

Weitere Informationen

Auf der neuen Website vom Westdeutschen Tourneetheater sind weiterführende Informationen zu den Veranstaltungen zu finden: www.schauspiel-remscheid.de

Die Linke Remscheid zum Gerichtsentscheid über das geplante DOC

„Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat entschieden, dass der Bebauungsplan für das geplante Designer Outlet Center unwirksam ist! Das DOC darf also in dieser Form nicht gebaut werden!

Als DOC-Kritische Fraktion stellt sich bei uns dennoch keine wirkliche Freude ein, angesichts der Tatsache, dass in Remscheid schon wieder große Summen und etliche Ressourcen für die ergebnislose Planung und handfeste Vorarbeiten für ein Großprojekt verpulvert wurden.
Wir haben seit Jahren auf die ökologischen, sozialen und infrastrukturellen Probleme und Folgen eines möglichen DOCs hingewiesen aber auch immer wieder betont, dass erst einmal Rechtssicherheit herrschen muss, bevor die Stadt Geld in Vorarbeiten investiert und dass wir dringend einen Plan B brauchen, falls das DOC nicht gebaut werden kann. Dafür wurden wir belächelt und angefeindet.

Es wurden nicht nur Millionen von Euros in den Sand gesetzt, sondern ein Stillstand der Lenneper Stadtentwicklung in Kauf genommen.

Nun müssen gute, kreative und nachhaltige Lösungen für die Weiterentwicklung Lenneps gefunden werden und auf keinen Fall sollten die Stadt und andere Parteien denselben Fehler begehen und weiter am DOC festhalten!

Lennep darf keine weiteren Jahre vertrödeln, es muss JETZT etwas geschehen!“

BVerwG erklärt DOC-Bebauungsplan für nichtig – Verwaltungsspitze reagiert mit Unverständnis und großem Bedauern

Das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) in Leipzig hat gestern (25.01.) den Bebauungsplan für das Designer Outlet Center im Stadtteil Lennep in letzter Instanz als unwirksam erklärt und damit die Hoffnung der Stadt Remscheid auf eine Fortführung des infrastrukturellen Großprojektes vorerst zunichte gemacht. Vertan ist damit zunächst auch die große Chance auf eine Stärkung Remscheids und der Region, des lokalen Arbeits- und Ausbildungsmarktes, der örtlichen Wirtschaft und des regionalen Tourismus, die mit der Realisierung  des DOC einherging. Eine bittere Niederlage, wie heute der Verwaltungsvorstand in einer ersten Lageeinschätzung nach Kenntnis des gestrigen Gerichtstermins feststellte.

Bis gestern noch hatte die Hoffnung bestanden, dass das BVerwG das Urteil des Oberverwaltungsgerichts (OVG) NRW in Münster vom 28.10.2020 zur Unwirksamkeit des Bebauungsplans Nr. 657 aufheben und das Verfahren zur Verhandlung der bislang überhaupt noch nicht behandelten Einwände des Klägers zurück an das OVG NRW verweisen würde. Immerhin hatte das OVG im Oktober 2020 die Revision gegen sein Urteil zugelassen und damit von sich aus den Weg für eine Überprüfung seiner Entscheidung durch das Bundesverwaltungsgericht freigemacht.

Das hatte die Stadt Remscheid als positives Signal gewertet. Wäre das Verfahren wie erhofft an das OVG zurückverwiesen worden, hätte nach einer positiven Entscheidung dort noch eine private Klage gegen die Baugenehmigung und eine weitere gegen die Einziehung der Wupperstraße vor dem Verwaltungsgericht Düsseldorf angestanden.

Mit der Zurückweisung der Revision gegen das Urteil des Oberverwaltungsgerichts Münster ist dieser Weg nun verbaut. Die Entscheidung des höchsten Richtergremiums ist nicht mehr anfechtbar. Die Enttäuschung und das Unverständnis auf Seiten der Stadtspitze ist sehr groß. Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz: „Wir bedauern den gestern getroffenen Richterspruch sehr. Es ist für uns unverständlich, dass ein für uns und diese Region so wertvolles und chancenreiches Großprojekt an rein formaljuristischen Fragen scheitert. Wer kann schon verstehen, wenn ein DOC nicht gebaut wird, weil das Gericht die im Bebauungsplan enthaltenen Bestimmungen zur Verkaufsfläche als rechtsfehlerhaft festgestellt hat? Und das deswegen, weil sich hierzu erst nach dem Satzungsbeschluss die Rechtsprechung geändert hat! Die vom Kläger vorgetragenen und von der Bürgerinitiative Lennep e.V. unterstützten Argumente zu Verkehrsbelastung und Umweltverträglichkeit haben bei der Entscheidung der Gerichte überhaupt keine Rolle gespielt.“

Das Erstinstanzurteil: OVG NRW erklärte Bebauungsplan Nr. 657 der Stadt Remscheid für unwirksam

Das Oberverwaltungsgericht NRW hatte am 28. Oktober 2020 den Bebauungsplan Nr. 657 der Stadt Remscheid auf Grundlage einer erst im Oktober 2019 geänderten höchstrichterlichen Rechtsprechung für unwirksam erklärt. Dass diese 2019 geänderte Rechtsprechung im Bebauungsplanverfahren und zum Zeitpunkt des zugehörigen Satzungsbeschlusses des Rates im Dezember 2016, also 2 ½ Jahre vor dem jetzt zugrundegelegten Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes vom Oktober 2019, nicht berücksichtigt werden konnte, liegt auf der Hand.

Die Stadt Remscheid hatte hingegen alles getan und beachtet, was zum Zeitpunkt des Satzungsbeschlusses im Dezember 2016 und zum Zeitpunkt der Bekanntmachung des Bebauungsplanes im April 2017 aus rechtlicher und städtebaulicher Sicht zu tun und zu beachten war.

Noch weniger war für die Stadt Remscheid nachvollziehbar, dass das OVG NRW entgegen der zwischenzeitlichen Rechtsprechung von Oberverwaltungsgerichten anderer Bundesländer die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichtes vom 17.10.2019 noch verschärfend angewandt hatte. Eine planerhaltende Auslegung des Urteils des Bundesverwaltungsgerichtes wäre insofern auch für den Bebauungsplan Nr. 657 der Stadt Remscheid durchaus möglich gewesen.

Rechtsdezernentin Barbara Reul-Nocke: „Das Urteil zeigt, dass eine rechtsichere Stadtentwicklungsplanung heutzutage kaum mehr möglich ist. Eine ständig wechselnde Rechtsprechung zum Bauplanungsrecht ist weder für uns als Stadt noch für potentielle Investoren vorhersehbar und kalkulierbar.“

In Kenntnis des Urteils wird sich die Stadtspitze nun in enger Abstimmung mit dem Rat der Stadt und dem Investor neu positionieren und die strategischen Zukunftsfragen systematisch abarbeiten.

Remscheid: Quarantänen in Kitas & Schulen

Die Stadt Remscheid hat auch erneut mit ordnungsbehördlichen Allgemeinverfügungen Quarantänen angeordnet. Sie betreffen die Kinder der

  • gesamten Hasen-Gruppe der Kindertageseinrichtung Windvogel in 42899 Remscheid, die in der Zeit vom 20.01.2022 bis 24.01.2022 die Einrichtung besucht haben.
  • gesamten Elmogruppe der Kindertageseinrichtung Am Holscheidsberg in 42853 Remscheid, die in der Zeit vom 24.01.2022 bis 26.01.2022 die Einrichtung besucht haben.
  • gesamten Rabauken-Gruppe der Städt. Kindertageseinrichtung Eisernstein in 42899 Remscheid, die in der Zeit vom 21. bis 25.01.2022 die Einrichtung besucht haben.
  • gesamten Regenbogen-Gruppe der Städt. Kindertageseinrichtung Eisernstein in 42899 Remscheid, die am 21.01.2022 die Einrichtung besucht haben.
  • gesamten Gruppe 2 der Städt. Kindertageseinrichtung Fürberg in 42857 Remscheid, die in der Zeit vom 21. bis 24.01.2022 die Einrichtung besucht haben.
  • gesamten Sonnengruppe der Ev. Kindertageseinrichtung Pusteblume in 42853 Remscheid, die in der Zeit vom 21.01.2022 bis 25.01.2022 die Einrichtung besucht haben.
  • gesamten Mondgruppe der ev. Kita Himmelszelt in 42855 Remscheid, die in der Zeit vom 20. Januar bis 24. Januar die Einrichtung besucht haben.
  • gesamten Bärengruppe der Kindertageseinrichtung Hagedornweg in 42857 Remscheid, die am 21.01.2022 die Einrichtung besucht haben.
  • gesamten Sternengruppe der Kindertageseinrichtung Rosenhügel in 42859 Remscheid, die in der Zeit vom 17.01.2022 bis 21.01.2022 die Einrichtung besucht haben.
  • gesamten Käfergruppe der Kindertageseinrichtung St. Marien in 42853 Remscheid, die in der Zeit vom 19.01.2022 bis 20.01.20200 die Einrichtung besucht haben.
  • Kindertagespflegestelle Kremenholler Str. 93 in 42857 Remscheid, die am 21.01.2022 die Einrichtung besucht haben.
  • gesamten Waldorf-Kindertageseinrichtung Zaunkönig e.V. in 42897 Remscheid, die in der Zeit vom 17. bis 21.01.2022 die Einrichtung besucht haben.
  • gesamten Sternengruppe der ev. Kita Himmelszelt in 42855 Remscheid, die in der Zeit vom 20.01.2022 bis 24.01.2022 die Einrichtung besucht haben.
  • gesamten Kindertageseinrichtung Villa Kunterbunt e.V. in 42857 Remscheid, die in der Zeit vom 19.01.2022 bis 24.01.2022 die Einrichtung besucht haben.
  • gesamten Tigergruppe der Ev. Kindertageseinrichtung Reinshagen in 42857 Remscheid, die in der Zeit vom 17.01.2022 bis 20.01.2022 die Einrichtung besucht haben.
  • gesamten Mäusegruppe der Kindertageseinrichtung Ahörnchen e.V. in 42855 Remscheid, die in der Zeit vom 17. bis 19.01.2022 die Einrichtung besucht haben.
  • gesamten Fischgruppe der Ev. Kindertageseinrichtung Klausen (Hans-Böckler-Str.) in 42899 Remscheid, die in der Zeit vom 19. bis 21.01.2022 die Einrichtung besucht haben.
  • gesamten Krümelmonstergruppe der Kindertageseinrichtung Am Holscheidsberg in 42853 Remscheid, die am 21.01.2022 die Einrichtung besucht haben.

Mit ordnungsbehördlichen Allgemeinverfügungen sind außerdem Quarantänen angeordnet für die Schülerinnen und Schüler der

  • gesamten Klasse 9a der Heinrich-Neumann-Schule in 42853 Remscheid, die in der Zeit vom 24.01.2022 bis 25.01.2022 die Einrichtung besucht haben.
  • gesamten Klasse VU4 der Förderschule Hilda-Heinemann-Schule in 42897 Remscheid, die am 24.01.2022 die Einrichtung besucht haben.

Sofia Rodriguez: „Wenn Du schüchtern bist, dann komm mit in den Jugendrat!“

Mit 14 Jahren wollte Sofia Rodriguez unbedingt in den Jugendrat gewählt werden. Zunächst fehlte eine Unterschrift und dann war die Post zu lange unterwegs. Das hielt die zielstrebige Jungpolitikerin jedoch nicht davon ab, sich dennoch für das Jugendgremium zu engagieren.

Die sechzehnjährige Sofia Rodriguez gehört beim 9. Jugendrat Remscheid zu den engagiertesten Mitgliedern. Sie wollte sich vor zwei Jahren gerne ganz regulär zur Wahl aufstellen lassen, vergaß aber die Elternunterschrift. Die Bewerbung kam zurück, die Eltern unterschrieben, doch die Post brauchte über eine Woche – die Bewerbungsfrist war überschritten. „Ich wollte da unbedingt hin, weil ich immer schon etwas verändern wollte“, sagt Sofia im Interview rückblickend. Ihr besonderes Potenzial wurde erkannt und sie auch weiterhin zu allen Veranstaltungen eingeladen, und das war auch der Grund, warum sie weitermachte, sonst hätte ihr damals vielleicht die Motivation gefehlt, dabei zu bleiben, wie sie gesteht.

Bewerbung für den 10. Jugendrat

Jetzt hat sich Sofia erneut beworben, um offizielles gewähltes Mitglied des 10. Remscheider Jugendrates zu werden. Die Bewerbungsfrist läuft noch bis zum 31. Januar. Bei ihr an der Sophie-Scholl Gesamtschule bewerben sich auch noch weitere Schüler*innen. Denen kann sie dann erzählen, dass es gar nicht so ist, wie sie es sich vor zwei Jahren vorgestellt hat: „Ich dachte das sei alles ein bisschen spießiger und nicht, dass das so cool eigentlich ist!“ Nach außen würden ja eher die formellen und offiziellen Sachen dringen, aber dieses lockere Zusammensein und Spaßhaben, diese Kameradschaft, das hat sie sehr positiv überrascht.

Verändert hat Sie während der Zeit beim Jugendrat aber nicht nur Dinge und Ansätze in Remscheid, sondern auch bei sich selbst. Durch das Planen, Machen und Organisieren hat sie sich selbst nämlich auch weiterentwickelt. War sie am Anfang eher schüchtern, ist es für sie heute ganz normal auch vor großem Publikum zu reden oder Interviews zu geben, zum Beispiel auch im Fernsehen.

Das Klima als Fluchtgrund – Beitrag vom 17.10.2021 auf rs1.tv

Den Vorstand des Jugendrates hat sie immer als Rückhalt und Bereicherung erlebt. Konnte jemand nicht so, wie vielleicht eingeplant, rückten die anderen näher zusammen und füllten die Lücke. „Ich finde, die letzten zwei Jahre haben sehr gut geklappt mit dem Vorstand, ich kann mir aber vorstellen, mich auch für den Vorstand zu bewerben“, verkündet die Naturschützerin mit einem Lächeln.

Öffentlichkeitsarbeit und Vielfalt

Gerne würde sie die Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit weiter ausbauen, da braucht es ihrer Meinung nach noch viel, viel mehr, „und wenn ich die Chance hab, da noch weiter was zu machen, dann will ich das auf jeden Fall auch nutzen!“ Doch auch die Themen Öffentlichkeitsarbeit und Solidarität und Vielfalt gehören zu ihren Lieblingsthemen. Der Bereich Öffentlichkeitsarbeit richtet sich vor allem direkt an die Remscheider Jugend. Das klappt besonders gut und interaktiv über die Instagram-Seite vom Jugendrat. Die Kommunikation dort ist keine Einbahnstraße. Besonders gut kamen dort übrigens die Instaviews an, bei denen Jugendrät*innen die Kandidat*innen der demokratischen Parteien interviewten. Es sind aber auch lustige Momente zu sehen, etwa von Seminaren, wo man sich freut, umarmt und gemeinsam Spaß hat. Das Gefühl von Normalität spricht auch die Jugend schon sehr emotional an.

Beim Thema Vielfalt sieht Sofia für Remscheid noch Nachholbedarf. Zwar leben hier 120 Nationen friedlich zusammen, aber das Wissen über andere Kulturen und Religionen hinkt oftmals hinterher, „und das find ich so schade, wir sind doch alle Menschen, egal woher wir kommen und welche Religion wir haben“, mahnt Sofia eindrücklich.

Zitronen zu Limonade

Die gesamte Amtszeit des Jugendrates stand unter dem Fluch „Corona“. Sofias Wunsch war ursprünglich, möglichst viel zu erleben und sich miteinander zu treffen. Zunächst blieb ihr der Wunsch weitgehend verwehrt, es änderte sich im Verlauf der Pandemie aber noch. „Eigentlich nehm ich mit, dass Zusammenhalt zwischen einer Gruppe auch in so einer Zeit gar nicht so schwierig war“, blickt sie zurück und erinnert sich schmunzelnd an das allererste Seminar zurück, das in Präsenz stattfand: „Da haben wir uns alle erst mal kennengelernt, das war so komisch, am Ende aber noch so lustig.“ Seit dem richtigen Kennenlernen fiel es dann auch leichter sich etwa online nach den Zoom-Sitzungen noch zu verbreden. Eine ganze Weile lang traf man sich dann online zum Among Us-Spielen, das sei sehr lustig gewesen und habe richtig viel Spaß gemacht.

„Es wird sehr oft nur das Negative dargestellt, aber es gab auch sehr viele Chancen. Wir konnten uns auch viel öfter nur für ein, zwei Stunden treffen, online per Zoom, weil niemand irgendwo hinfahren musste, und auch wenn man krank war, konnte man trotzdem noch so ein bisschen daran teilnehmen, das hat viele Chancen ermöglicht. Wir haben es auf jeden Fall gut gemeistert“, erinnert Sofia begeistert, und man muss ihr da zustimmen.

Jugendrätinnen Belinda Tillmanns und Sofia Rodriguez im Foyer der Zentralbibliothek Remscheid. Foto: Sascha von Gerishem
Jugendrätinnen Belinda Tillmanns und Sofia Rodriguez im Foyer der Zentralbibliothek Remscheid. Foto: Sascha von Gerishem

Warum sollte man sich für den Jugendrat bewerben?

Wenn man Menschen erzählt, dass man im Jugendrat aktiv ist und welche Projekte man dort so begleitet oder angestoßen hat, freuen sich diese Menschen, weil sie sich über eine engagierte und aktive Jugend freuen. Schlauheit würden viele Menschen mitbringen, aber im Jugendrat lerne man vor allem auch Sozialkompetenz, also wie man im Team und gegenüber anderen Menschen und Gruppierungen seine Ideen vorstellt und diese vorantreiben kann. „Man lernt auch total selbstbewusst zu sein, und deswegen würde ich sagen: Wenn Du schüchtern bist, dann komm mit in den Jugendrat, wir beißen alle nicht und sind total lieb und helfen einander“, richtet sich Sofia direkt an interessierte Jugendliche, „deswegen bewirb dich, versuch es, nutz diese Chance, denn irgendwann hast du sie nicht mehr!“

Der Jugendrat ist ein offizielles politisches Gremium in Remscheid, das heißt man müsse natürlich gewisse Regeln und Normen einhalten, das habe man mit der Zeit schon manchmal gemerkt, aber es sei eben ein Jugendgremium, und das Lernen stünde dabei ganz klar auch im Vordergrund. „Erwachsene machen auch nicht immer alles richtig, und das müssen wir auch nicht.“ Unterstützung erhalten die Jugendrät*innen auch jederzeit von Marie Münstermann, der Geschäftsführerin des Jugendrates, die alle Mitglieder begleitet, „deswegen hab ich mir da auch nie Sorgen drüber gemacht“, lacht Sofia, „immer wenn wir wollen, können wir sagen: Marie, komm bitte mit, hilf uns“, und diese aktive und positive Unterstützung gibt jederzeit Rückenwind.

Kennenlernparty in der Kraftstation online: Sofia Rodriguez interviewt Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz. Screenshot: Jugendrat Remscheid
Kennenlernparty in der Kraftstation online: Sofia Rodriguez interviewt Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz. Screenshot: Jugendrat Remscheid

So verwundert es nicht, dass Sofia auch zum Abschluss des Gespräches nochmal deutlich unterstreicht: „Bewirb Dich als Jugendlicher einfach! Man hat nur Chancen daraus und es macht so viel Spaß, auch wenn man das vielleicht am Anfang gar nicht denkt, nutz die Chance, verspiel’s dir nicht. Ganz einfach: Bewirb Dich!“

Die Jugendratswahlen

Bewerben können sich alle Einwohnenden Remscheids, die am 14. März 2022 mindestens 14 und höchstens 17 Jahre alt sind. Den Bewerbungsbogen kann man noch bis zum 31. Januar 2022 um 14 Uhr in der Geschäftsstelle des Jugendrates beim Fachdienst Jugend der Stadt Remscheid in der Haddenbacher Straße 38-42 in 42855 Remscheid abgeben.

Die Wahlen finden in der Woche vom 14. März bis zum 18. März 2022 an allen weiterführenden und berufsbildenden Schulen in Remscheid statt.

Gericht kassiert Bebauungsplan: Das Aus fürs DOC

Seit mehr als zehn Jahren planen Remscheid und McArthurGlen ein Outlet-Center in Remscheid. 2017 wurde die Baugenehmigung erteilt. Doch Klagen von Anwohnenden und handwerkliche Fehler der Stadt bremsten das Projekt immer wieder aus. Heute ging es erneut vor Gericht.

Der Bebauungsplan für das Gelände des geplanten DOC in Lennep wurde 2020 in erster Instanz vom Oberverwaltungsgericht in Münster für ungültig erklärt, da der Bebauungsplan allein auf einen einzigen Investor, nämlich McArthurGlen, zugeschnitten wurde.

Nach mehr als einstündiger Verhandlung vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig wurde in der Berufungsverhandlung das Erstinstanzurteil bestätigt. Damit gibt es kaum noch realistische Chancen auf ein Outlet-Center in Lennep.

Hier die Pressemitteilung vom Bundesverwaltungsgericht in Leipzig im Originallaut:

Bebauungsplan für Designer Outlet Center in Remscheid unwirksam

Der Bebauungsplan für ein Designer Outlet Center im Remscheider Stadtteil Lennep ist unwirksam. Dies hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig heute entschieden.

Der angegriffene Bebauungsplan Nr. 657 („Gebiet: Röntgen-Stadion, Jahnplatz und Kirmesplatz in Remscheid-Lennep“) überplant ein 11,5 ha großes Gebiet und soll die Voraussetzungen für ein Einkaufszentrum im sog. Village-Stil schaffen. Auf einer etwa 5 ha großen Teilfläche („SO1“) sollen auf mindestens 12 000 qm und maximal 20 000 qm Verkaufsfläche heruntergesetzte Markenartikel – also etwa Produkte 2. Wahl, Auslaufmodelle, Restposten, Überproduktion – verkauft werden. Auf einer zweiten Teilfläche („SO2“) ist ein Parkhaus vorgesehen.

Auf den Antrag eines Plannachbarn hat das Oberverwaltungsgericht Münster den Bebauungsplan für unwirksam erklärt (OVG Münster, Urteil vom 28. Oktober 2020 – 10 D 43/17.NE). Die dagegen gerichteten Revisionen der Gemeinde und der Vorhabenträgerin hat das Bundesverwaltungsgericht zurückgewiesen. Denn die Bestimmungen des Plans zur Verkaufsfläche waren rechtsfehlerhaft. Solche Festsetzungen lässt die Baunutzungsverordnung (BauNVO) nur als Bestimmungen zur Art der baulichen Nutzung zu. Die Gemeinde ist befugt, die Verkaufsfläche für einzelne Vorhaben festzusetzen. Einen solchen Vorhabenbezug hatte der Plan aber nicht wirksam hergestellt; aus Umständen außerhalb des Plans, etwa städtebaulichen Verträgen oder den Eigentumsverhältnissen, kann sich der Vorhabenbezug nicht ergeben. Die Gemeinde hatte die Verkaufsfläche auch nicht für ein einziges Buchgrundstück bestimmt, sondern nur für das im Zeitpunkt des Satzungsbeschlusses aus mehreren Grundstücken bestehende ­Sondergebiet SO1. Dieser Fehler führte zur Gesamtunwirksamkeit des Plans, weil es ein zentrales Anliegen der Antragsgegnerin war, die Verkaufsfläche zu begrenzen.

BVerwG 4 CN 5.20 – Urteil vom 25. Januar 2022

Vorinstanz: OVG Münster, 10 D 43/17.NE – Urteil vom 28. Oktober 2020 –

Stolpersteine: Remscheid gedenkt der Opfer des Nationalsozialismus

Der 27. Januar ist ein internationaler Gedenktag, der den Opfern des Nationalsozialismus gewidmet ist. Das Datum erinnert dabei an den Tag der Befreiung von Auschwitz durch die Rote Armee am 27. Januar 1945.

Auch an diesem 27. Januar, ein Donnerstag, wird in Remscheid der Millionen Menschen gedacht, deren Leben von Faschist*innen des nationalsozialistischen Regimes geraubt wurde. Gemeinsam mit der Citykirche Remscheid, MyViertel, Muteinander und einigen demokratischen Parteien lädt Remscheid Tolerant dazu ein, ein positives Zeichen für ein gesundes Miteinander zu setzen und die Remscheider Stolpersteine zu reinigen und der Menschen dahinter mit einer Kerze und vielleicht einer Blume zu gedenken.

180 Stolpersteine sind in Remscheid verlegt. Das sind diese kleinen Gedenktafeln aus Messing, die an das Schicksal der Menschen erinnern, die während der Nazidiktatur verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. Da Messing dunkel anläuft, ruft das Bündnis zum schonenden Reinigen mit Metall-Putzmittel auf, Drahtbürsten etc. sind ungeeignet. „Für uns von MyViertel ist es schon längst Tradition, die Stolpersteine in unserem Quartier zu reinigen und der Menschen zu gedenken“, so Marvin Schneider.

Gegen das Vergessen

„Wichtig ist, dass der Gedenktag nicht von antifaktischen Initiativen und Rechtsextremist*innen missbraucht wird“, mahnt Remscheid Tolerant in Richtung Polizei an, die für die Genehmigung von Versammlungen zuständig ist.

City-Pfarrer Martin Rogalla ist begeistert, wenn am Donnerstagabend wieder viele kleine Reinigungsteams durch die Straßen ziehen diesen wichtigen Gedenktag zelebrieren: „Ich freue mich sehr, dass wir so gemeinsam in Aktion treten!“ In der evangelischen Stadtkirche wird der Opfer bereits ab 18.30 Uhr gedacht. Gemeinsam mit Superintendentin Antje Menn erzählt Rogalla Stolpersteingeschichten, nachdem die fortdauernde Aktualität des Tages und die zugrundeliegende Geschichte erläutert wird. Die Gedenkstunde wird live im Internet übertragen (https://youtu.be/aFmfVbsYjPI).

Reinigungsteams sollten sich per Mail an kontakt@remscheidtolerant.de oder telefonisch unter 01575 7555550 anmelden, damit möglichst viele Stolpersteine berücksichtigt werden. Eine Anleitung zum schonenden Säubern der Steine gibt es auf www.remscheid-tolerant.de.

Social-Media Tipp

Unter dem Hashtag #LichterGegenDunkelheit veröffentlichen am 27. Januar über 100 Gedenk- und Bildungsstätten Fotos und Videos von beleuchteten Stätten der Erinnerung in den sozialen Medien.

WTT: Nathan der Weise als Bühnenkollage

Bühnenkollage nach dem dramatischen Gedicht von Gotthold Ephraim Lessing im Westdeutschen Tourneetheater (WTT) in der Bismarckstraße 138 in Remscheid.

„Alter schützt vor Weisheit nicht“ – so abgewandelt möchte man den Sinnspruch auf die Aufführung des Westdeutschen Tourneetheater vom 22.01.2022 anwenden! Denn die Schauspielerin und die Schauspieler samt Geigen-Virtuosen Stefan Steinröhder verstanden es auf hervorragende Art und Weise Lessings Stoff in die Moderne zu überführen und Sie zeitgemäß zu inszenieren.

Die Inszenierung, klug durch machbare Doppelrollen und ein bewegliches Bühnenbild in den Fokus gesetzt, verstanden es die Protagonisten dem Stück und Ihren Rollen Charakter und Unterscheidbarkeit einzuhauchen.

Zur Geschichte

Nathan der Weise spielt zur Zeit des Dritten Kreuzzuges (1189–1192) während eines Waffenstillstands in Jerusalem. Protagonist ist der jüdische Kaufmann Nathan, der für Humanität, Toleranz und Religionsfreiheit steht. Damit entspricht er dem Menschenbild der Aufklärung. Im Stück gelingt ihm die Versöhnung der drei monotheistischen Weltreligionen.

Nathan (Björn Lukas), ein reicher jüdischer Kaufmann, kommt von einer langen Geschäftsreise zurück. Er erfährt, dass es in seiner Abwesenheit zu einem Brand in seinem Haus gekommen sei. Ein christlicher Tempelherr (Björn Lenz) habe seine Tochter Recha (Katrin Mattila) gerettet. Nathan hört außerdem, dass jener Ordensritter sein Leben dem Sultan (Aydin Isik) verdanke. Der habe ihn als einzigen von zwanzig gefangenen Tempelherren begnadigt, weil er dem verschollenen Bruder des Sultans, Assad, ähnlichsehe.

Nathan möchte sich bei dem Tempelritter für die Rettung seiner Tochter bedanken. Er schickt Rechas Erzieherin, die Christin Daja (hervorragend mit Charme und Witz ebenfalls Aydin Isik!), mit einer Einladung zu ihm. Der Tempelherr lehnt ab, da er mit Juden nicht verkehren will. Doch Nathan gibt nicht auf und fängt den Ordensritter auf der Straße ab. Dieser verhält sich Nathan gegenüber zunächst sehr abweisend, lässt sich dann aber zunehmend von seiner toleranten Art einnehmen.

Unterdessen denkt Sultan Saladin darüber nach, wie er Frieden zwischen den Christen und Muslimen schaffen könne. Er weiß, dass seine Kassen leer sind und er seinen Gegnern nicht viel anzubieten hat, damit diese in den Frieden einwilligen. Auf der Suche nach einem Kreditgeber lässt er Nathan rufen. Dieser ist erstaunt, als der Sultan ihm plötzlich die Frage stellt, welche Religion er für die „wahre“ halte. Nathan wittert eine Falle; er weiß, dass eine falsche Antwort ihn seinen Kopf kosten könnte. Deshalb greift er auf eine alte Geschichte, die Ringparabel, zurück.

Die Ringparabel

In dieser Geschichte geht es um eine Familie, in deren Tradition ein besonderer Ring vom Vater an den jeweils liebsten Sohn vererbt wird. Der Träger des Rings – eine demütige Haltung vorausgesetzt – ist beliebt bei Gott und den Menschen. Ein Vater jedoch, der drei Söhne hat und alle gleichermaßen liebt, kann sich nicht entscheiden, an welchen der Söhne er den Ring vererbt. Deshalb beschließt er, von dem Ring Duplikate anzufertigen. Dann verteilt er die identischen Ringe an die Söhne. Nach dem Tod des Vaters kommt es zu einem Streit zwischen den Brüdern, welcher der echte Ring sei. Der angerufene Richter weigert sich ein Urteil zu sprechen. Er sagt vielmehr, jeder solle seinen Ring als den »wahren« ansehen, denn alle spiegeln die Liebe des Vaters wider. So sei es auch mit den Religionen.

Der Sultan ist beeindruckt von der Parabel und bietet Nathan seine Freundschaft an. Zur selben Zeit besucht der Tempelherr Nathans Haus, wo er nur Recha und Daja antrifft. Als dem jungen Mann bewusst wird, dass er sich in Recha verliebt, zieht er sich zunächst zurück.

Schließlich kann der Tempelherr seine Liebe nicht länger unterdrücken. Ungeachtet ihres unterschiedlichen Glaubens hält er um Rechas Hand an. Nathan erkundigt sich daraufhin bei einem Klosterbruder nach der Herkunft des Tempelherrn. Heimlich trifft sich in der Zwischenzeit Daja mit dem Ordensritter. Sie verrät ihm, dass Recha nicht die leibliche Tochter Nathans sei, sondern dessen Pflegetochter und zudem christlicher Herkunft.

Im Palast des Sultans kommt es zu einer Begegnung zwischen dem Tempelherrn und Nathan. Dabei stellt sich heraus, dass der Ordensritter und Recha Bruder und Schwester sind. Sultan Saladin findet dies in einem Abstammungsbuch bestätigt, das Nathan von einem Klosterbruder erhalten hat. Erstaunt stellt Saladin fest, dass es sich bei dem leiblichen Vater von Recha und dem Tempelherrn um seinen verschollenen Bruder Assad handelt.

Der christliche Ordensritter und die Pflegetochter eines jüdischen Kaufmanns sind also Neffe und Nichte eines muslimischen Sultans. Somit gehören alle drei Weltreligionen ein und derselben Familie an.

Unter der Regie von Claudia Sowa wurde den Zuschauerinnen und Zuschauern ein kurzweiliger Abend beschert, ohne moralischen Fingerzeig, jedoch mit viel Raffinesse, was zum Nachdenken und Vergleichen mit dem Jetzt beflügelte. Anachronistische Einschübe taten dem Stück gewollt gut und auch das Einweben von komischen Momenten lockerte den ernsten Stoff auf.

Daher: Prädikat besonders wertvoll!

Wer Lust und Laune bekommen hat, sollte auf der Seite des WTT (www.schauspiel-remscheid.de) nach weiteren Aufführterminen Ausschau halten, wie etwa am Freitag, 18. Februar 2022 um 19.30 Uhr!

Remscheid: Neue Kinderimpftermine in der 5. KW

In der städtischen Impfstelle im Zentrum Süd (Rosenhügeler Straße 2-8) sind die nächsten Erstimpftermine für Kinder im Alter von 5 bis 11 Jahren buchbar. Von Montag, 31. Januar, bis Freitag, 4. Februar, hat die Impfstelle von 16 bis 18 Uhr nur für sie geöffnet. Erstimpftermine sind ab sofort im städtischen Buchungssystem zu haben: https://remscheid-kinder.impf-buchung.de/. Zweittermine im Abstand von drei Wochen werden jeweils automatisch mitgebucht. 

Die städtische Impfstelle bittet interessierte Eltern dringend darum, sich im Vorab zur Impfung bei der eigenen Kinderärztin oder dem eigenen Kinderarzt ausführlich zur Kinderschutzimpfung gegen Corona zu informieren. Umfassende Beratungsgespräche können in der Impfstelle nicht durchgeführt werden.

Die passenden Aufklärungsbögen und Anamnese- beziehungsweise Einwilligungsbögen sind auf dieser Seite zu finden. Sie sollten zur Impfung ausgefüllt mitgebracht werden. Ausreichend ist, wenn im Einwilligungsbogen ein Elternteil mit seiner Unterschrift die Zustimmung für beide Elternteile bestätigt. Zur Impfung muss nur ein Elternteil mitkommen.

Mehr Informationen zur Kinderimpfung finden Interessierte hier.

Mehr BioNTech im Angebot

Nach einer neuen Impfstofflieferung konnte die städtische Impfstelle ihre BioNTech-Termine für Erst-, Zweit- und Auffrischungsimpfungen aufstocken. Rund 300 Dosen stehen jeweils in den nächsten Tagen zur Verfügung. Die passenden Impftermine gibt es hier: https://remscheid.impf-buchung.de/.

„Weg damit“: GRÜNE Frauen unterstützen die Abschaffung des Paragrafen 219a

Die Bundesregierung will das Werbeverbot für Abtreibung, den Paragrafen 219a, abschaffen. Das wird höchste Zeit, findet der Arbeitskreis Frauen von Bündnis 90/Die Grünen Remscheid und unterstützt die Pläne der Ampel-Koalition auf Bundesebene.

Beatrice Schlieper, fachpolitische Sprecherin im Ausschuss für Gleichstellung, Vielfalt und Antidiskriminierung (GVA): „Wie kann es sein, dass vor allem in den digitalen Medien, sich jeder zum Thema Abtreibung äußern darf, aber die Expert*innen, nämlich kompetente Ärzt*innen, keine Beratung geben dürfen? Das ist für mich ein Unding und obendrein gefährlich!“

„Informationen sind keine Werbung, sie sind ein wichtiger Teil der Aufklärung zu einer schwierigen Entscheidung für Schwangere“, stellt Sabine Yündem, Sprecherin im AK Frauen der Grünen und sachkundige Einwohnerin im GVA, klar. „Ärzt*innen, die ungewollt Schwangere vor sich sitzen haben, könnten bei Abschaffung des Paragrafen 219a einfach nur ein medizinisches Aufklärungsgespräch führen. Das war bisher nicht möglich, wenn die Ärzt*innen einen solchen Eingriff selbst vorgenommen haben. Sie durften bisher auch nicht auf ihrer Homepage über Schwangerschaftsabbrüche informieren. Das ist unverantwortlich und eine Entmündigung der Frauen.“ Dieser Paragraf hat seinen Ursprung im Nationalsozialismus. Dass 2022 noch immer über seine Abschaffung diskutiert wird, passt nicht in unsere Gesellschaft. Mehr Selbstbestimmung in dieser Frage erhalten Frauen jedoch erst, wenn auch der Paragraf 2018 abgeschafft wird, machen beide Politikerinnen deutlich.

Remscheids Antwort auf Roald Dahl

Und er hat es wieder getan, oder auch nicht, denn diesmal meldet sich nicht Markus Krüger mit neuen Geschichten aus dem unteren Reich zu Wort, sondern Hagen Thiele selbst, der von Krüger selbst ermächtigt wurde, die neusten Geschichten aus dem unteren Reich in die Welt zu tragen und die Schatten werden mit jedem Satz, den der geneigte Lesende aufnimmt und sacken lässt, länger.

Fünf meisterlich geschriebene Kurzgeschichten, die einen mit aufgewühlten Gefühlen zurücklassen. Gott sei Dank hat einen nicht das gleiche Schicksal der Protagonist*innen ereilt, Geister gibt es nicht, oder? Und dann wohne ich ja auch zum Glück nicht in Remscheid…

Ja, einige Geschichten haben wieder lokalen Bezug zu Remscheid, der Heimatstadt des Autors, was es für mich als Bürgerin aus ebenda nicht leichter macht. Thiele beschreibt Orte, die sich in meinem unmittelbaren Umfeld befinden, ich vermeide im Moment Spaziergänge nach Einbruch der Dunkelheit.

Keine abendlichen Spaziergänge

Hagen Thiele versteht es so großartig, seine Geschichten harmlos und unverbindlich anfangen zu lassen und zieht dann den Lesenden spätestens nach dem fünften Satz mit in die unheimlichen Abgründe der menschlichen Seelen.

Es ist der subtile Horror, der aus alltäglichen Situationen und Schicksalen entsteht. Was widerfährt der Mitarbeiterin des Callcenters, hätte sie einen Anruf besser nicht tätigen sollen? Ist jede Therapeutin, jeder Therapeut darauf bedacht, dich zu heilen? Und sollte man besser die Müngstener Brücke doch lieber nur von Profis geführt besteigen? Lesen Sie selbst und vielleicht finden Sie die Antwort? Auch wenn selbige nicht klar auf der Hand liegt, hallen die letzten Worte jeder Geschichte noch lange nach.

Hagen Thiele kann nicht nur brillante Kurzgeschichten, sondern auch großartige Romane schreiben. Sein neustes Projekt „Zwischen Licht und Dunkelheit“ ist ein Buchprojekt über die Missstände der Massentierhaltung und zur Unterstützung des Vereins „Schweinefreunde“. (Die erste Hürde zur Finanzierung wurde bereits genommen, aber das Crowdfunding geht in die zweite Runde, um evtl. auch ein Hörbuch zu ermöglichen. Hier geht es direkt zur zweiten Runde vom Crowdfunding von „Zwischen Licht und Dunkelheit“ auf Startnext. Die Crowdfunding Kampagne läuft bis zum 31. März.

Ein Gewinnspiel

Und wer bis hier gelesen hat, den erwartet auch noch zu guter Letzt ein Gewinnspiel:

Wir verlosen ein Exemplar GESCHICHTEN AUS DEM UNTEREN REICH Bd. 6 mit persönlicher Widmung des Autors, wenn Sie folgende Frage beantworten:

Unter welchem Autorennamen sind die Bände 1-5 GESCHICHTEN AUS DEM UNTEREN REICH erschienen?

Gewinnspielfrage

Einsendungen bis 27. Februar 2022 an redaktion@luettringhauser.de. Bei mehreren richtigen Einsendungen entscheidet das Los