Erfolgreiche Ausbildung: Neun neue Bankkaufleute bei der Volksbank im Bergischen Land

Vom Azubi zum festangestellten Bankmitarbeiter – diesen Wechsel haben neun Mitglieder des Volksbank-Ausbildungsjahrgangs 2019 jetzt gewissermaßen über Nacht vollzogen. Nach den erfolgreich bestandenen mündlichen Prüfungen begann für Agnieszka Borkowski, Ahmet Demirelli, Döne Er, Greta Hinz, Nida Kasim, Anton Krafczyk, Madeleine Losse, Joshua Raab und Lucas Sambill der Arbeitsalltag gleich am nächsten Morgen. Die Volksbankvorstände gratulierten ihren jungen Kolleginnen und Kollegen. „Schön, dass Sie bei uns bleiben“, sagte Vorstandsvorsitzender Andreas Otto und betonte: „Das Wichtigste in unserem Haus sind Sie: die Menschen, die für andere Menschen, unsere Kunden, da sind.“

„Es macht Spaß, sein gesamtes Berufsleben bei der Volksbank im Bergischen Land zu verbringen“, befand ein Kollege Lutz Uwe Magney, der nach 50 Jahren als Volksbanker Ende des Monats in den Ruhestand geht. „Sie können hier viel erreichen“, ergänzte Christian Fried mit einem Lächeln – er gehört 27 Jahre nach seiner eigenen Lossprechung als Azubi nun zum Vorstand der Bank.

Auch Ramona Fresen, die diesen Ausbildungsjahrgang begleitete, ist stolz auf ihre Schützlinge, schließlich war bei ihnen ein Großteil der Ausbildungszeit von den Einschränkungen der Corona-Pandemie geprägt. Dass eine Auszubildende, mit einem sehr guten Abschlusszeugnis abgeschlossen hat, freut die Ausbildungsleiterin besonders.

Im nächsten Ausbildungsjahrgang der Volksbank im Bergischen Land, der im August startet, sind noch Plätze frei. Interessenten wenden sich unter 02191 699-1602 oder ramona.fresen@voba-ibl.de an Ramona Fresen.

Ein Baum für jedes Baby – Jugendorganisationen der Ampel ziehen an einem Strang

Vor zwei Wochen forderten die Jusos Remscheid, dass Ihre Stadt es anderen Städten gleichtun und jedem Baby zur Geburt einen Baum schenken solle. Jetzt schließen sich die Grüne Jugend und die Jungen Liberalen diesem Vorstoß an. Das Projekt bietet die Grundlage für eine neuartige Zusammenarbeit und zeigt gleichzeitig, dass auch die Jugend der Ampelkoalition in Remscheid
Schlagkraft besitzt.

Auf kommunaler Ebene ist das Ganze in Remscheid ein absolutes Novum. Die drei Jugendorganisationen der Ampelmehrheit im Stadtrat machen sich gemeinsam für das Projekt „Ein Baum für jedes Baby“ stark.

Die Jusos haben dazu bereits einen Antrag in die eigene Fraktion eingebracht, der bald auch den Partnern der Ampel vorliegen wird. Der Prozess ist bereits in vollem Gange.

Alle drei Jugendorganisationen sind sich darüber einig, dass das Projekt keinen Raum für unnötiges Schachern zwischen Parteien lässt. Für eine schnelle und gute Umsetzung müssen jetzt alle an einem Strang ziehen. „Es wurde genug geredet, die Remscheiderinnen und Remscheider wollen Ergebnisse sehen. Natürlich sind wir auch bereit mit anzupacken, daran soll es nicht scheitern. Für uns ist das Projekt ein Herzensprojekt, weil es neben den ökologischen auch einige soziale Effekte mit sich bringt und das richtige Signal für ein zukunftsfähiges Remscheid ist“, fasst der Vorsitzende der Jusos, Daniel Pilz, die Stimmung der drei Jugendorganisationen zusammen.

Jusos, Grüne Jugend und JuLis gemeinsam

Auch die Grüne Jugend Remscheid steht hinter dem Projekt. Man freute sich, als die Jusos auf sie zukamen und um Unterstützung gebeten haben: „Wir halten es für eine ganz fantastische Idee und wollen schnellstmöglich loslegen“, so der Geschäftsführer der Grünen Jugend, Marvin Schneider. Dabei ginge es auch nicht darum, wem wann der Einfall gekommen sei, Bäume zu pflanzen. „Es wäre doch eine sehr harmonische Sache, wenn so viele demokratische Parteien wie möglich solidarisch ins neue Jahr 2022 starten. Reden können die meisten, auf das Umsetzen kommt es an. Wir sind definitiv Befürworter des umgehenden Transfers von Wort zu Tat. Die Grüne Jugend freut sich auf den zukünftigen Austausch und kann es kaum erwarten, aktiv zu werden!“

Die Jungen Liberalen (JuLis) sehen in diesem Projekt außerdem die Chance für mehr Aufenthaltsqualität für alle Remscheiderinnen und Remscheider: „Wir JuLis unterstützen die Idee eines Generationenwaldes in unserer Stadt. Das geplante Projekt ist eine gute Möglichkeit, Nachhaltigkeit durch Neupflanzungen zur Tradition in unserer Stadt werden zu lassen und dabei gleichzeitig einen Ort für alle Remscheider zu schaffen. Nun gilt es, diese Idee in die Tat umzusetzen, indem man die Finanzierung sichert und geeignete Flächen findet“, bekräftigt der Kreisvorsitzende der Jungen Liberalen, Philipp Leuchten.

„Wir arbeiten gemeinsam mit anderen Organisationen daran, dass schon dieses Jahr für jedes Neugeborene zur Geburt ein Baum gepflanzt wird. Ich bin den JuLis und der Grünen Jugend sehr dankbar für Ihre Unterstützung. Genau so funktioniert konstruktive, projektbezogene Kommunalpolitik für ein zukunftsfähiges Remscheid: Weniger reden, mehr umsetzen. Vom Reden bewegt sich in Remscheid nichts. Deshalb kann ich nur jede demokratische Partei dazu auffordern, unseren Vorstoß zu unterstützen“, appelliert der Juso-Vorsitzende Daniel Pilz abschließend.

Die Ampeljugend wird sich noch diese Woche zu einem ersten ausführlichen Austausch per Zoom zusammensetzen. Dabei soll der Grundstein für eine intensivere Zusammenarbeit gelegt werden, um in Zukunft auch andere Projekte gemeinsam anzugehen.

Es muss nicht immer Nurejew sein

Das Weihnachtsfest liegt gut zwei Wochen hinter uns, meine Kindheit schon etwas länger und trotzdem ist immer die richtige Zeit, sich in ein Märchen oder eine zauberhafte Welt entführen zu lassen.

So geschehen am 15. Januar 2022 im Teo Otto Theater bei „THE NUTCRACKER AND I“ von Alexandra Dariescu. Dariescu und eine Ballerina (Imogen-Lily Ash) lassen hier mit einem Konzertflügel und einer Projektion – stets auf die Musik genauestens abgestimmt – auf einer durchsichtigen Gaze (Technik Sander Loonen) das gesamte Ballett und die Musikgewalt eines ganzen Orchesters entstehen.

Nicht, dass ich unsere Symphoniker nicht lieben würde, vor Weihnachten sehe ich auch immer gern ein namhaftes Ballettcorps, das das vielen bekannte Märchen von E.T.A. Hoffmann „Mäusekönig und Nussknacker“ tanzt, aber diese Performance von der Meisterin am Flügel hebt diese Performance auf eine neue, andere Ebene.

Tausende, tanzende Schneeflocken tanzen auf der fast durchsichtigen Wand, es schneit und wirbelt und eine gezeichnete Clara tritt auf, verschmilzt fast mit Alexandra Dariescu am Konzertflügel. Wir erleben den Weihnachtsabend noch einmal und träumen mit Clara vom feschen Nussknacker-Prinzen. Der Traum erwacht buchstäblich zum Leben, als Zeichentrick-Clara mit Ballerina Imogen-Lily Ash verschmilzt. Mit ihr kämpfen und besiegen wir den Mäusekönig und reisen an der Hand des Prinzen ins Land der Zuckerfee.

Alexandra Dariescu am Flügel mit Ballerina Imogen-Lily Ash in "The Nutcracker And I". ©Nigel Norrington
Alexandra Dariescu am Flügel mit Ballerina Imogen-Lily Ash in „The Nutcracker And I“. ©Nigel Norrington

15 virtuose Sätze aus der ursprünglichen Tschaikowsky Partitur spielt Dariescu, arrangiert von Mikhail Pletnev, Stepan Esipoff, Percy Grainger und drei neue Adaptionen von Gavin Sutherland und stets ist die Musik, der Tanz und die Projektion über den 20K Lumen Beamer eine einzige Einheit. Es gibt neben dem arabischen, russischen und chinesischen und dem Tanz der Zuckerfee sogar mein über alles geliebtes Pas de Deux des 2. Aktes und Imogen tanzt dies so hingebungsvoll mit ihrem auf Leinwand gezauberten Prinzen, dass es mit Nurejev fast nicht hätte schöner sein können. 

Viel zu schnell ist die Stunde voller Magie vergangen, stehender Applaus war fast zu wenig Lohn für diese grandiose Leistung von Spiel, Tanz und Technik. Der Zauber dieses Abends hing meiner Begleitung und mir noch lange nach. Was gibt es in den Zeiten von heute schöneres, als sich einmal vom Alltag zu verabschieden und sich wieder in eine sorglosen Welt der Kindheit zu flüchten? Vielen Dank für diesen besonderen #Theatermoment und großen Dank an das gesamte Team des Teo Otto Theaters für Service und Sicherheit.

Falscher Polizist: Seniorin um fünfstelligen Betrag betrogen

Am 13.01.2022, gegen 22:15 Uhr, meldete sich ein unbekannter Mann bei einer Remscheiderin (80). Er gab vor, von der Polizei zu sein und bat sein Opfer zunächst, aufgrund eines vorgeblichen Überfalls in der Nachbarschaft, zur Sicherheit die Türen zu schließen.

In der Folge konnte der Unbekannte die Seniorin davon überzeugen, dass eine Bankmitarbeiterin Daten veruntreut hätte und es daher sicherer wäre, ihr Erspartes an einen Polizisten zu übergeben, der bei der 80-Jährigen vorbeikomme.

Am folgenden Morgen fuhr die Remscheiderin zunächst zur Bank, hob einen fünfstelligen Betrag ab und übergab diesen schließlich gegen 11:00 Uhr an einen falschen Polizisten (circa 1.80 m und dunkel gekleidet), der an ihrer Haustür klingelte.

An dieser Stelle nochmals der dringende Appell und die Warnung der Polizei Wuppertal:

  • Bei einem Anruf der echten Polizei erscheint NIE die 110 in Ihrem Telefondisplay!
  • „Rate mal, wer dran ist!“ Achtung! Enkeltrick! Echte Familienangehörige melden sich mit Namen! Trickbetrüger lassen Sie raten!
  • Wenn die falsche Polizei, Staatsanwaltschaft oder Anwälte nach Geld oder Wertsachen fragen: SOFORT auflegen!
  • Lassen Sie sich nicht ausfragen! Die echte Polizei fragt NIE nach Kontostand, Bank-/Kreditkartendaten, Passwörtern und PIN.
  • Fordert man Sie auf, im laufenden Telefonat 110 zu wählen oder sich von dem Anrufer mit 110 verbinden zu lassen: Legen Sie sofort auf!
  • Warten Sie unbedingt das Freizeichen ab. Wählen Sie 110 selbst!
  • Lassen Sie keine Unbekannten in Ihre Wohnung!
  • Übergeben Sie NIEMALS Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen!
  • Sind Sie Opfer geworden? SOFORT die Polizei informieren!

Die Polizei bittet zudem Angehörige oder nahstehende Personen, mit älteren Menschen über die verschiedenen Methoden der Trickbetrüger zu sprechen. (jb)

Gibt es dann zwei Bäume für Neugeborene?

Kommentar des Vorsitzenden der Jusos Remscheid, Daniel Pilz:

Vor zwei Wochen haben wir als Jusos den Aufschlag gemacht und uns als Jugendorganisation der SPD in Remscheid für das Projekt „Ein Baum für jedes Baby ab 2022“ eingesetzt. Das Projekt verbindet in unseren Augen Klimaschutz mit dem so wichtigen sozialen Aspekt, wie man bereits in einigen anderen Städten beobachten kann. Unser Vorstoß ist, zu unserer großen Freude, bei vielen außerpolitischen Organisationen sehr gut angekommen. Das nehmen wir als Schwung mit in die nächste Zeit, denn es geht jetzt in die Umsetzung.

Wir freuen uns außerdem sehr, dass die CDU-Fraktion in Person ihres Vorsitzenden offenbar unseren Vorstoß ebenfalls unterstützt. Die Aussage der Christlich Demokratischen Union lässt also auf eine breite Mehrheit im Stadtrat hoffen, welche zeigt, dass uns allen das Projekt „Ein Baum für jedes Baby“ am Herzen liegt.

Dennoch möchten wir das Vorgehen nicht schönreden. Die Jusos Remscheid beurteilen das Verhalten der CDU-Fraktion als problematisch. Offenbar geht es den Kolleginnen und Kollegen nicht um das Projekt, jedem Baby zur Geburt einen Baum zu schenken, vielmehr scheint es wieder einmal um die eigenen Parteilorbeeren zu gehen und aus einem solch schönen Projekt einen Parteien-Zirkus zu veranstalten. Daran sind wir  Jusos nicht interessiert, weil es nicht dem Wohle der Menschen in unserer Stadt, sondern nur den Interessen einzelner dient. Deshalb werden wir auf diesen Zug nicht aufspringen und weiter gemeinsam mit vielen anderen Organisationen an einer Umsetzung des Projektes arbeiten!

Die vermeintlichen „Herzensthemen“ der CDU aus dem Wahlkampf hätten bereits in den letzten eineinhalb Jahren in die entsprechenden Gremien gebracht werden können. Das ist nicht nur für eine Oppositionspartei möglich, das ist, wie allgemein bekannt, auch deren parlamentarische Aufgabe. Offenbar handelte es sich hierbei nur um leeres Wahlkampfgetöse ohne viel Inhalt und leider mit nur wenig Herzblut.

Abschließend kann ich sagen, dass ich mich sehr über die vielen positiven Rückmeldungen zu unserem Vorstoß gefreut habe. Das zeigt, wie gut es tut, wenn man für das Wohl unserer Stadt gemeinsam an einem Strang ziehen kann. Genau so geht effektive Kommunalpolitik für ein zukunftsfähiges Remscheid!

gez. Daniel Pilz

FFP2-Maskenpflicht auch für Gäste der Kultureinrichtungen

Die städtischen Kulturinstitute weisen darauf hin, dass ab sofort beim Besuch eine FFP2-Maske getragen werden muss. Eine medizinische OP-Maske reicht aktuell nicht mehr aus.

Dies gilt für einen Besuch

  • des Teo Otto Theaters (inklusive der Theaterkasse),
  • der Bibliotheken,
  • der Volkshochschule (inklusive aller Kursveranstaltungen),
  • der Musik- und Kunstschule,
  • des Deutschen Röntgenmuseums,
  • des Deutschen Werkzeugmuseums und
  • des Stadtarchivs.

Lesen Sie auch: Ab sofort: FFP2-Maskenpflicht in allen städtischen Gebäuden

Angebotserweiterung: Impfstelle des Sana-Klinikums impft ab 10. Januar auch 5 bis 11-Jährige

Nach dem kurzfristigen Erhalt des Kinderimpfstoffs BioNTech steigt die Impfstelle des Sana-Klinikums Remscheid ab der kommenden Woche (10. Januar) in die Impfung von Kindern im Alter von 5 bis 11 Jahren ein.

Termine für das Kinderimpfen gibt es von Montag bis Donnerstag zwischen 17 und 19 Uhr. Ein Termin lässt sich über das Online-Anmeldeportal www.doctolib.de vereinbaren. Es impfen die Ärztinnen der Kinderklinik.

Sana-Klinikum Remscheid: Zur Online-Buchung

Mehr Informationen zur Impfstelle des Sana-Klinikums gibt es hier (Wo wird in Remscheid noch geimpft?).

Nächster Kinderimpftermin (5-11 Jahre) am 15. Januar in der städtischen Impfstelle im Zentrum Süd

Nach erfolgter Zusage von weiteren 600 Dosen für die Coronaschutzimpfung von Kindern im Alter von 5 bis 11 Jahren bietet die städtische Impfstelle in der Rosenhügeler Straße 2-8 am Samstag, 15. Januar, das nächste ganztägige Impfangebot für diesen besonderen Personenkreis an. Die Erst-Impftermine sind ab sofort im städtischen Buchungssystem buchbar: Zur Online-Terminbuchung Kinderimpfung. Die Zweittermine im Abstand von drei Wochen werden automatisch mitgebucht.

Um den Kindern einen geschützten Raum getrennt von den Impfungen der Erwachsenen mit eigenem Kinderimpfstoff zu bieten, öffnet die Impfstelle am 15. Januar genauso wie bereits am 20. und am 27. Januar nur für sie. Für diesen Tag werden von den aktuell verfügbaren 600 Kinderimpfdosen BioNTech 300 Stück bereitgestellt. Die restlichen 300 Spitzen werden für die nach drei Wochen fälligen Zweitimpfungen am Samstag, 5. Februar, zurückgelegt. 

Die städtische Impfstelle bittet interessierte Eltern dringend darum, sich im Vorab zur Impfung bei der eigenen Kinderärztin oder dem eigenen Kinderarzt ausführlich zur Kinderschutzimpfung gegen Corona zu informieren. Umfassende Beratungsgespräche können in der Impfstelle nicht durchgeführt werden.

Die passenden Aufklärungsbögen und Anamnese- beziehungsweise Einwilligungsbögen finden Eltern hier. Sie sollten zur Impfung ausgefüllt mitgebracht werden. Ausreichend ist, wenn im Einwilligungsbogen ein Elternteil mit seiner Unterschrift die Zustimmung für beide Elternteile bestätigt. Zur Impfung muss nur ein Elternteil mitkommen. Mehr Information zu Kinderimpfung finden Interessierte auf der städtischen Kinderimpfseite.

Gleisdreieck: Kennenlernen was zerstört werden soll

Auch im neuen Jahr laden die drei Remscheider Naturschutzverbände RBN, BUND und NABU gemeinsam zum Spaziergang in das Gleisdreieck ein, in dem ein interkommunales Gewerbegebiet entstehen soll.

Die Spaziergänge finden an jedem zweiten Sonntag im Monat statt und zeigen die konkreten Kritikpunkte der Remscheider Naturschutzverbände an dem Vorhaben direkt vor Ort in Remscheid, Hückeswagen und Wermelskirchen auf. Das Gewerbegebiet ist direkt am Quellgebiet dreier Bäche geplant, die Überschwemmungsgefahr bei Starkregen, wie im vergangenen Juli auch in Remscheid erlebbar, wird bei zusätzlicher Flächenversiegelung in diesem Bereich drastisch ansteigen. Dass heimische Bauernhöfe weichen sollen, stößt den Naturschutzverbänden ebenso sauer auf wie das geplante Fällen eines kompletten Eichenwäldchens oder zu gering geplanten Pufferzonen zu den angrenzenden Naturschutzgebieten.

Flächenversiegelung stoppen

Forderung des BUND Remscheid nicht nur für das Gleisdreieck: Stoppt Flächenversiegelung! Foto: Sascha von Gerishem
Forderung des BUND Remscheid nicht nur für das Gleisdreieck: Stoppt Flächenversiegelung! Foto: Sascha von Gerishem

Das vorliegende Artenschutz-Gutachten, das nur geringfügigen Einfluss auf die Artenvielfalt attestiert, wird von den lokalen Naturschutzverbänden abgelehnt. Bei den Spaziergängen werden die Artenverluste durch das bereits bestehende Gewerbegebiet erläutert (ehemals größte Kiebitz-Kolonie im Bergischen Land bereits unwiederbringlich verloren). Anhand geschützter Arten, die überall im Planungsbereich leben und auf den Spaziergängen lebendig zu sehen sind, werden die Auswirkungen auf Flora und Fauna erklärt und deutlich gemacht. Die Spaziergänge geben den Teilnehmenden die Möglichkeit, sich selbst ein umfassendes Bild von der Natur und den Landwirtschaftsflächen zu machen, die entgegen aller klima- und umweltwissenschaftlichen Erkenntnisse und Beobachtungen der letzten Jahrzehnte, gerodet und zubetoniert werden sollen. „Einmal zerstört, ist dieses Naturschatzgebiet* für immer verloren. Durch den immer schneller fortschreitenden Klimawandel werden wir die Auswirkungen durch solche Bauprojekte nicht erst irgendwann, sondern schon kurzfristig erleben“, mahnt Hubert Benzheim vom BUND Remscheid mit deutlichen Worten.

Ein Naturschatzgebiet ist ein Gebiet, das nicht unter Naturschutz steht, aber für Natur und Umwelt als besonders wertvoll erachtet wird. Dazu zählen in Remscheid neben dem Planungsgebiet Gleisdreieck auch der Intzeforst, die Knusthöhe oder die Blume in Lüttringhausen.

Es gelten die 2G-Regeln, die vorgeschriebenen Abstandsregelungen von 1,5 Metern zwischen den Spazierenden oder medizinische Maske, falls die Abstände mal nicht eingehalten werden können. Impfbescheinigungen oder Belege der Genesung (nicht länger als sechs Monate her) sollten gemeinsam mit einem Ausweisdokument bereitgehalten werden. Einige Spaziergangsteilnehmende gehen im Anschluss noch gemeinsam zum Essen in den Restaurationsbetrieb „Melli’s Restaurant“ im Borner Sporttreff an den Tennishallen. Dort gibt es Essen à la carte zu humanen Preisen. Falls Sie mitgehen möchten, frühstücken Sie nicht zu üppig und planen Sie entsprechend mehr Zeit ein. Beim Essen tauscht man sich in geselliger Runde über die Eindrücke des Spazierganges und über weitere Ideen und Planungen aus.

Termin und Treffpunkt

Der Spaziergang findet am Sonntag, 9. Januar 2022 ab 11 Uhr statt, Treffpunkt ist am Parkplatz der Tennishallen, Bornbacher Straße 11, 42897 Remscheid.

Greenpeace reinigt Wupperufer und hofft auf Unterstützung

Die erste Aufräumaktion nach dem Hochwasser im Sommer 2021 die die Remscheider Greenpeace Gruppe organisiert hatte, war ein toller Erfolg. Viele Remscheider und Solinger Bürger, die von der Reinigungsaktion gelesen hatten, kamen mit Handschuhen und Gummistiefeln bewaffnet zum verabredeten Treffpunkt am Brückenpark und befreiten das Wupperufer in diesem Gebiet von dem Müll den die Flut mitgebracht und liegengelassen hatte. Weiterhin aber liegt sehr viel Unrat am Wupperufer der dringend entsorgt werden muss. Daher organisiert Greenpeace Remscheid eine weitere Aufräumaktion entlang des Wanderwegs zwischen Müngsten und Solingen-Unterburg.

Greenpeace Remscheid Gruppenkoordinator Prof. Dr. Jörg Krone hofft darauf, dass sich erneut viele freiwillige Umweltschützer am 15.01.2021 um 11:00 Uhr am Treffpunkt „Wanderparkplatz Schlossbergstrasse 4 in Solingen Unterburg“ einfinden werden.

„Vom Treffpunkt aus gehen wir dann in Richtung Müngsten um nach einem kurzen Spaziergang gemeinsam einen Teil des Wupperufers von Unrat zu befreien“, erläutert Greenpeace Remscheid Mitmacherin Jutta Breuer die Aktion. Mitzubringen sind nur Handschuhe, Gummistiefel, gute Laune und die Lust einen kleinen ehrenamtlichen Beitrag für eine saubere Umwelt unserer Heimat zu leisten. Weitere Infos unter: info@remscheid.greenpeace.de

Wintervögel beobachten und zählen: Stunde der Wintervögel in der Natur-Schule

Die Natur-Schule Grund begleitet die bundesweite NABU-Aktion „Stunde der Wintervögel“ (06. – 09.01.2022) mit zwei Veranstaltungen, die sich nicht nur an erwachsene Teilnehmer*innen richten.

Am Freitag, dem 07.01.2022, stellt der pädagogische Leiter der Natur-Schule, Dipl.-Biol. Jörg Liesendahl, in zwei Veranstaltungen Wintervögel in Deutschland allgemein und speziell im Gebiet rund um die Natur-Schule Grund vor und erläutert wichtige Bestimmungsmerkmale. Anschließend gibt es jeweils die Möglichkeit, Wintervögel im Außengelände der Natur-Schule Grund zu beobachten. Dabei kommt u.a. die Vogelbeobachtungsstation im Garten der Natur-Schule zum Einsatz. Teilnehmende sollten ein Fernglas und ggf. auch ein Lieblings-Vogelbestimmungsbuch mitbringen.

Aufgrund der Corona-Bestimmungen ist ein Verleih von Ferngläsern leider nicht möglich.

Ein Angebot für Eltern mit Kindern oder Großeltern mit Enkel*innen im Alter ab 7 Jahren startet um 10 Uhr in der Natur-Schule Grund, Grunder Schulweg 13, in Remscheid-Grund, und dauert zwei Stunden. Die Teilnehmenden zahlen 6 Euro, Kinder bis 15 Jahren 4 Euro.

An erwachsene Teilnehmende richtet sich das zweite Angebot des Tages von 14 bis ca. 16 Uhr. Hier sind nur noch wenige Plätze verfügbar, eine schnelle Anmeldung ist also zu empfehlen. Der Teilnahme-Beitrag für diese Veranstaltung liegt bei 7 Euro.

Um den Corona-Regeln zu genügen, müssen alle Teilnehmenden eine Mund-Nase-Bedeckung tragen. Für die Erwachsenen gilt die 2G-Regel. Die Kinder müssen negativ getestet sein mit einem Test, der nicht älter als 24 Stunden ist.

Zur Vorbereitung der Veranstaltung benötigt die Natur-Schule neben den Namen der angemeldeten Personen auch deren Anschrift und Telefonnummer, deshalb muss die Anmeldung per Mail erfolgen: info@natur-schule-grund.de.

Der NABU und und die Natur-Schule Grund rufen Naturfreund*innen auf, eine Stunde lang die Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park zu zählen und zu melden. Im Mittelpunkt der Aktion stehen vertraute und oft weit verbreitete Vogelarten wie Meisen, Finken, Rotkehlchen und Spatzen. Weiterführende Infos zur NABU-Aktion: www.stundederwintervoegel.de

Feuer in Remscheider Mehrfamilienhaus

Aus bislang ungeklärter Ursache brach gestern Nachmittag (04.01.2022) ein Feuer in einer Wohnung an der Büchelstraße in Remscheid aus.

Gegen 17:15 Uhr löste ein Rauchmelder des Hauses aus und alarmierte sämtliche Bewohner, die daraufhin ihre Wohnungen unversehrt verlassen konnten. Die hinzugerufene Feuerwehr brachte das Feuer unter Kontrolle und stellte fest, dass sich niemand in der Brandwohnung aufhielt

Die eigentliche Brandwohnung ist nicht mehr bewohnbar, sodass die Bewohner anderweitig untergebracht werden mussten. Die übrigen Anwohner konnten in ihre Wohnungen zurückkehren. Es entstand Sachschaden von etwa 20.000 Euro.

Die Ermittlungen zur Brandursache werden durch das zuständige Kommissariat geführt. (weit)