Corona in Schulen und Kitas: 473 Kinder in Quarantäne

Infektionszahlen der KTE- und schulpflichtigen Kinder für den Zeitraum 17 – 31. August:

  • In der Altersgruppe der Kinder 1 – 5 Jahre sind 13 Kinder positiv getestet.
  • In der Altersgruppe 6 – 18 Jahre sind derzeit 113 Kinder positiv getestet.

Inklusive dieser positiv Getesteten befinden sich aktuell 473 Kinder und Jugendliche (ab Jahrgang 2002) in Quarantäne.

Seit Beginn des Schuljahres sind 29 Schulklassen betroffen. In einem Fall musste eine ganze Klasse in Quarantäne (gemeinsamer Sportunterricht ohne Maske und Abstand) in allen übrigen Fällen wurden i.d.R. nur die direkten Sitznachbarn bzw. enge Freunde in Quarantäne geschickt, Hier ist jeweils eine sehr personalintensive Einzelfallprüfung erforderlich. Für den Kitabereich sind 13 Kindertageseinrichtungen betroffen; hier muss im Regelfall jeweils die komplette Gruppe in Quarantäne.

Aufgrund der gestiegenen Fallzahlen und der personalintensiven Einzelfallprüfungen in den Schulen ist die Personalsituation im Gesundheitsamt schwierig. Es soll ein erneuter Unterstützungsantrag an die Bundeswehr gestellt werden.

Der Krisenstab wird in einem mehrsprachigen Brief an alle Schülerinnen und Schüler und deren Eltern intensiv über die bestehenden Impfmöglichkeiten informieren und appellieren, diese auch zu nutzen.

IHK unterstützt die Initiative der Firma Berger

Dr. Andreas Groß setzt auf eigene Lösung gegen künftige Hochwasser. IHK wird in Antragsstellung für Landeshilfen eingebunden.

Nach dem Hochwasser am 14. Juli gibt es Eigeninitiative aus der Unternehmerschaft, um in Zukunft besser auf solche Ereignisse vorbereitet zu sein. Dr.-Ing. Andreas Groß, Geschäftsführer der Heinz Berger Maschinenfabrik GmbH & Co. KG, hat ein internet-basiertes Hochwasserschutzsystem 4.0 entwickelt. Das soll künftig helfen, frühzeitig kritische Wasserstände zu erkennen und besser zu reagieren.

Die Bergische IHK unterstützt Groß dabei nach Kräften. „Andreas Groß, der auch IHK-Vizepräsident ist, beweist wieder einmal, mit welchem Entwicklergeist die Bergischen Unternehmer ausgestattet sind“, sagt IHK-Präsident Henner Pasch. Hauptgeschäftsführer Michael Wenge sagt zu, dass die IHK Groß und dessen Entwicklung so gut es geht unterstützen wird, um zu helfen, weitere Katastrophen dieser Art zu verhindern.

Vom Hochwasser am 14. Juli sind schätzungsweise 1500 Unternehmen im Bergischen Städtedreieck getroffen worden. Der Schaden liegt bei ca. 300 Millionen Euro. Die IHK hat früh Spenden gesammelt und verteilt. Bei den Hochwasserhilfen von Land und Bund soll die IHK jetzt eingebunden werden. Thomas Grigutsch, Stellvertreter des Hauptgeschäftsführers der Bergischen IHK, erklärt: „Die Unternehmen können ab dem 13. September die Hochwasserhilfe des Bundes und Landes beantragen. Wir werden als IHK dabei unsere Unternehmen von der Erstberatung bis zur konkreten Antragstellung unterstützen. Erst mit dem abschließenden Votum der IHK wird die Landesbank die Anträge entgegennehmen.“

Dr. Becker Klinik Juliana informiert SPD-Bundes- und Landtagspolitiker über Rehabilitation

Während der Corona-Pandemie ist die Bedeutung der medizinischen Rehabilitation für die Gesundheitsversorgung noch einmal gestiegen. Über diese wichtige Säule des Gesundheitswesens informierten sich am Montag SPD-Politiker in der Wuppertaler Dr. Becker Klinik Juliana. Die Chefärztin der Dr. Becker Klinik Juliana und der Geschäftsführer der Dr. Becker Klinikgruppe forderten sie dazu auf, sich für einen Rehazukunftspakt zu engagieren.

Am 23.08.21 besuchten drei SPD-Politiker die Dr. Becker Klinik Juliana: Der Bundestagsabgeordnete Helge Lindh, Bundestagskandidat Ingo Schäfer sowie Josef Neumann, Landtagsabgeordneter und Sprecher der SPD-Landtagsfraktion für Arbeit, Gesundheit und Soziales. In der psychosomatischen Rehaklinik in Wuppertal-Oberbarmen verschafften sie sich einen Eindruck von dem Leistungsumfang der medizinischen Rehabilitation und den Herausforderungen, vor denen die Branche steht.

Vierte Säule des Gesundheitswesens

Empfangen wurden sie von der Chefärztin der Dr. Becker Klinik Juliana, Iman Farhat und dem Geschäftsführer der Dr. Becker Klinikgruppe, Bastian Liebsch. Sie übergaben den Politikern ihre Forderungen nach einem Rehazukunftspakt für die kommende Legislaturperiode. „Medizinische Rehabilitation ist ein wichtiger Pfeiler unseres Gesundheitswesens. Als solcher sollte der Chancengeber Rehabilitation auch von der Politik betrachtet und einbezogen werden“, so Bastian Liebsch, der bei dem Termin das Unternehmen mit seinen acht Rehakliniken vertrat. Der direkte Austausch vor Ort mit den Mandatsträgern sei dafür sehr wichtig.

Pandemie hat Bedarf an psychosomatischer Reha verstärkt

Dass die Pandemie den Bedarf an psychosomatischer Reha weiter verstärkt hat, erlebt auch Chefärztin Iman Farhat in ihrem Klinikalltag: „Viele Menschen hat die Pandemie mit all ihren Facetten psychisch belastet. Fehlende Kontakte während des Lockdowns konnten beispielsweise bereits vorhandene psychische Erkrankungen verstärken oder auslösen. Auch die Sorgen um Angehörige, die sich mit dem Virus infiziert haben, sind sehr belastend.“ Daher sei eine psychosomatische Rehabilitation aktuell eine wichtige Versorgungsleistung, um den Weg zurück ins Leben zu finden. Diese Leistung auch zeitnah und unkompliziert zu bekommen, sei für viele Betroffene wichtig. Der Zugang zur Reha müsse daher für Patienten/innen dringend vereinfacht werden, betonte die Chefärztin.

Reha durch Ausbildungsbefähigung und Digitalisierung zukunftsfähig machen

„Um unsere Aufgaben in der Gesundheitsversorgung weiter zu erfüllen, ist es wichtig, dass die Reha zukunftsfähig bleibt,“ so Bastian Liebsch. Zentrale Forderungen dafür sind unter anderem, dass Rehakliniken ebenso wie Krankenhäuser in Gesundheitsberufen ausbilden dürfen. Dadurch können sie dem Fachkräftemangel selbst entgegenwirken. Zudem sollte das Antragsverfahren in der Reha zugunsten einer ärztlichen Verordnung abgeschafft werden“.

Als Appell an die Politik wurden die Forderungen nach einem Rehazukunftspakt symbolisch an Josef Neumann, Helge Lindh und Ingo Schäfer überreicht.

Hintergrund

Die Dr. Becker Klinik Juliana ist eine Wuppertaler Rehaklinik für Psychosomatik, Psychiatrie und Psychotherapie für 120 Patienten/innen. Behandlungsschwerpunkte sind psychosomatische Erkrankungen wie Depressionen, Angst- und Schmerzstörungen (Migräne/Kopfschmerzen), somatoforme Störungen (Rückenschmerzen), Posttraumatische Belastungsstörung, Tinnitus, Migräne und Burn-out. Sie wurde am 31. Mai 2011 eröffnet und ist die fünfte psychosomatische Einrichtung der Dr. Becker Klinikgruppe. Die Klinik beschäftigt rund 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Standort Wuppertal. Die Dr. Becker Klinik Juliana bietet Rehabilitationsleistungen für Patienten/innen aller Kassen und Rentenversicherer sowie für Privatpatienten/innen, Beihilfeempfänger/innen und Selbstzahler/innen an. www.dbkg.de/kliniken/klinik_juliana

Einladung zu Beerdigung und Trauerfeier für Stefan Wagner

Am 2. August 2021 ist Stefan Wagner, ehemaliger Vorsitzender der Remscheider SPD (1995 – 1998), verstorben. Er war darüber hinaus Mitglied des Rates der Stadt Remscheid (1994 – 1999 und seit 2009) sowie Vorsitzender des AWO-Ortsvereins West bzw. Mitte.

Am Donnerstag findet die Beerdigung auf dem ev. Westfriedhof in Reinshagen statt – am Freitag die Trauerfeier.

Wir veröffentlichen die Meldung, so dass ggfs. Freunde und Weggefährten von Herrn Wagner, die die Nachricht seines Todes noch nicht mitbekommen haben, informiert werden können:

Einladung

zur Beerdigung und Trauerfeier für

Stefan Wagner

(03.06.1953 – 02.08.2021)

Liebe Freundinnen und Freunde,

auch wenn es schon fast vier Wochen her sind, können wir es eigentlich immer noch richtig fassen oder – im wahrsten Sinne des Wortes – begreifen: unser Stefan Wagner hat am 2. August unsere Welt verlassen und wird uns künftig von einem anderen Ort aus zur Seite stehen.

Wir haben allen Grund, unseren Stefan in guter Erinnerung zu behalten – und werden ihn auf seinem letzten Weg begleiten.

Die Beerdigung von Stefan findet am

Donnerstag, 02.09.2021 um 11:00 Uhr
auf dem ev. Westfriedhof in Reinshagen, Wallburgstraße 64, 42857 Remscheid

statt.

Aus organisatorischen Gründen findet die Trauerfeier einen Tag später statt – und zwar am

Freitag, 03.09.2021 um 15:00 Uhr
im Mehrgenerationenhaus „Neuer Lindenhof“, Honsberger Straße 38, 42857 Remscheid.

Wir würden uns freuen, wenn ihr an einem oder an beiden Tagen unseren Stefan auf seinem letzten Weg begleitet. Wir bitten Euch um eine kurze Rückmeldung unter UB.Remscheid.NRW@spd.de, ob Euch eine Teilnahme an einem oder an beiden Tagen möglich ist.

Bitte beachtet: aufgrund der aktuellen Inzidenzzahlen gelten Abstands- und Hygieneregeln. Eine Teilnahme ist ausschließlich bei Vorliegen eines vollständigen Impfschutzes möglich, oder wenn man genesen ist.

Mit freundlichen Grüßen

Ralf Gassen
Für die Remscheider SPD

Sven Wolf MdL
Für die SPD-Ratsfraktion

Rainer Bannert
Für den AWO-Kreisverband

Nadine Gaede
Für den SPD-Ortsverein West

Alice Rohloff-Schumacher
Für den AWO-OV Mitte

Ralf Noll
Für den Stadtteil e.V.

Bibliotheken mit neuen Öffnungszeiten

Ab sofort öffnen sowohl die Zentralbibliothek als auch die Stadtteilbibliothek Lüttringhausen an Dienstagen wieder bis 19 Uhr. Damit soll insbesondere auch Berufstätigen die Möglichkeit gegeben werden, nach der Arbeit noch einmal die Bibliothek aufzusuchen, im Bestand zu stöbern und Medien auszuleihen. Es gilt zu beachten, dass in Entsprechung der aktuellen Coronaschutzverordnung des Landes NRW auch weiterhin eine Mund-Nasen-Bedeckung beim Besuch der Bibliotheken vonnöten ist.

Öffnungszeiten der Remscheider Bibliotheken

Zentralbibliothek: Dienstag 11 – 19 Uhr, Mittwoch bis Freitag 11 – 17 Uhr, Samstag 10 – 13 Uhr

Stadtteilbibliothek Lüttringhausen: Dienstag 14 – 19 Uhr, Mittwoch 14 – 17 Uhr, Donnerstag und Freitag 11 – 17 Uhr, Samstag 10 – 12 Uhr.

Stadtteilbibliothek Lennep: Dienstag und Mittwoch 14 – 17 Uhr, Donnerstag und Freitag 11 – 17 Uhr und Samstag 10 – 12 Uhr

picobello: Anmelden für den 14. Bergischen Müllsammeltag

Auch in diesem Jahr heißt es wieder: Remscheid wird „picobello“. Der 14. Bergische Müllsammeltag findet am 2. Oktober 2021 statt.

Coronabedingt wurde der klassische Frühjahrsputz in den Oktober verlegt. Die Organisator*innen hoffen auf goldenes Wetter und eine rege Beteiligung durch Bürger*innen, Schulen, Kitas und Firmen.

Bei der gemeinschaftlichen Putz- und Aufräumaktion, die in diesem Jahr bereits in die 14. Runde geht, greifen Remscheider Freiwillige gemeinsam zu Handschuhen und Müllbeuteln und säubern ihre Umgebung von allem, was da nicht hingehört. Schulen und Kindertageseinrichtungen können bereits einen Tag vorher – also am 1. Oktober – auf Müllsammeltour gehen.

Die Technischen Betriebe (TBR) sorgen, wie in den Jahren zuvor, für die nötige Logistik, geben Handschuhe und Müllsäcke an die Helfer aus und fahren den gesammelten Müll in Sondertouren ab.

Tue Gutes und sprich drüber

Die Stadt ruft dazu auf die Ergebnisse der Arbeiten auch in den Sozialen Medien zu teilen. Dazu einfach die Fotos über den eigenen Account hochladen und mit #picobellors markieren. Zusätzlich, oder alternativ, können auch die Accounts der Stadt im Text verlinkt werden: @stadt_remscheid für Instagram oder @StadtRemscheid für Facebook.

Anmeldung und Kontakt

Wem ein sauberes Remscheid am Herzen liegt und wer Lust dazu hat, sich an der Müllsammelaktion aktiv zu beteiligen, der sollte sich bis zum 22. September 2021 beim Remscheider Stadtmarketing unter stadtmarketing@remscheid.de anmelden.

Jusos: Vorstandswahlen in Die Welle

Die Remscheider Jusos laden für Samstag, 4. September 2021 um 17 Uhr zu ihrer diesjährigen Jahreshauptversammlung mit Vorstandsneuwahlen ein. Die Versammlung findet im Jugendzentrum „Die Welle“, Wallstraße 54 am Rande der Lenneper Altstadt ein.

Der Juso-Vorsitzende Burhan Türken wird sich nicht erneut als Vorsitzender bewerben. „Seit 2018 bin ich im Vorstand der Jusos Remscheid und seit 2019 Vorsitzender. Wir haben gemeinsam viele Themen angepackt und viele junge Menschen für die Jusos begeistern können. Nun ist es an der Zeit, den Weg für neue Köpfe frei zu machen“, so Türken, der seit der Kommunalwahl vom vergangenen Herbst direkt gewähltes Mitglied im Rat der Stadt Remscheid ist.

Die Jusos freue sich, dass Vertreter mehrerer Jugendorganisationen angekündigt haben, als Gäste an der Jahreshauptversammlung der Jusos teilzunehmen. Man habe in den vergangenen Jahren viele Netzwerke geknüpft, um gemeinsam mehr für die Jugend in Remscheid bewegen zu können. „Ich bin mir sicher, dass auch der neue Juso-Vorstand diesen Weg weitergeht“, so Türken.

Die Remscheider Jusos setzen sich intensiv mit dem Überlebensthema Klimaschutz auseinander. „Wir haben den Anspruch, ein gesellschaftlich tragbares Konzept zu entwickeln, das alle Menschen mitnimmt und keine Gruppe gegen die andere ausspielt. Wir wollen radikalen Klimaschutz und sozialen Ausgleich gleichermaßen verwirklichen. Einen Klimaschutz, aus dem sich ökonomisch starke Gruppen freikaufen können, ist sozial spalterisch und wird von uns entschieden abgelehnt!“, so der stv. Vorsitzende der Remscheider Jusos, Daniel Pilz. Weitere Themen, mit denen man sich auf der Jahreshauptversammlung sowie im kommenden Jahr beschäftigen möchte, sind zukunftsfähige Mobilität und faire Ausbildungsvergütung.

Anmerkung

Bei den Jusos können alle Jugendlichen mitmachen, die das 14. Lebensjahr vollendet haben.

Bürgerservice erweitert Angebot

Der Bürgerservice der Stadt Remscheid erweitert ab 01.09.2021 das Dienstleistungs-Angebot.

Infotheke Bürgerservice

Zu folgenden Öffnungszeiten wird die Infotheke Bürgerservice im Dienstleistungszentrum Elberfelder Straße ab dem 01.09.2021 wieder ein begrenztes Angebot an terminlosen Dienstleistungen freigeben: Mo – Do: 8:30 Uhr – 12:30 Uhr und Fr: 8:30 Uhr – 12:00 Uhr

Das Ziehen eines Tickets am Ticket-Automat ist für Leistungen der Infotheke nicht erforderlich.

Was wird angeboten?

  • Führungszeugnis
  • Meldebescheinigung
  • Lebensbescheinigung
  • Beglaubigung
  • UB-Scheine
  • Abmeldung ins Ausland
  • Ausstellung neuer Adressaufkleber für den BPA oder eAT (wenn beschädigt oder unleserlich)
  • Verlängerung eines Schwerbehindertenausweises (bei „alten“ Ausweisen, in denen noch ein Verlängerungsfeld frei ist)
  • Verkauf von amtlichen Müllsäcken
  • Aushändigung von Formularen

Kfz-Zulassungsstelle

Ebenfalls wird es ab dem 01.09.2021 wieder einen Schnellschalter für kurzfristige KFZ-Angelegenheiten geben. Hierfür ist im Erdgeschoss am Ticket-Automaten eine entsprechende Wartemarke zu ziehen! Die Tickets werden dann im Großraumbüro (Raum 105) aufgerufen.

Was wird angeboten?

  • Abmeldung (oder Außerbetriebsetzung, max. 5 Stück)
  • Kurzzeitkennzeichen (max. 2 Stück)
  • Reparatur-Kennzeichen (beschädigte Kennzeichen/Siegel)
  • Feinstaubplakette und/oder 100er Plakette
  • Korrektur Fahrzeugpapiere (nach Umzug oder Änderung des Namens)

Auch hier gelten die Öffnungszeiten: Mo – Do: 8:30 Uhr – 12:30 Uhr und Fr: 8:30 Uhr – 12:00 Uhr.

Für alle anderen Anliegen im Melde- und Kfz-Wesen sind zwingend online oder telefonisch Termine unter folgenden Kontaktdaten zu vereinbaren:

Termine buchen | Stadt Remscheid

Telefon: 02191/16 00

Abholung von Dokumenten

Weiterhin terminlos wird die Abholung von Dokumenten sein. Die Öffnungszeiten der terminlosen Abholung sind:

  • Montag: 8 – 12 Uhr
  • Dienstag: 8 – 12 und 14 – 17:30 Uhr
  • Mittwoch: 8 – 12 Uhr
  • Donnerstag: 8 – 12 Uhr
  • Freitag: 8 – 12 Uhr

Die Lieferung der Pin-Briefe seitens der Bundesdruckerei verzögert sich derzeit. Bitte holen Sie Ihren Ausweis erst nach Erhalt des Pin-Briefes ab. Bei Fragen oder Dringlichkeiten ist je nach Anliegen eine E-Mail an eine der folgenden E-Mail-Adressen zu senden:

Weiterhin sind natürlich zwingend die bestehenden Abstands- und Hygienemaßnahmen einzuhalten. Vorsprache nur mit einer FFP2-Maske oder einer medizinischen Maske. Einhaltung des Mindestabstandes von 1,5 m.

Löffelfest: Zwei faire Suppenrezepte

Eine Stärkung bei einem gemeinsamen Mahl gehört zur Pilgerkultur. Man kommt ins Gespräch, tauscht die Erlebnisse des Tages aus, lernt sich und den anderen (neu) kennen. Solche Gemeinschaft im „Antlitz des anderen“ soll mit dem Lenneper Löffelfest der katholischen Kirchengemeinde St. Bonaventura und der Lenneper Pilgerfreunde auf dem Alter Markt gefeiert werden.

Um die Förderung dessen bemüht sich auch die Fairtrade-Town Remscheid, die sich mit zwei fairen Suppen am Fest beteiligt. Fair, weil es den Großteil der Zutaten aus fairem Handel gibt, die im Flair-Weltladen in Lüttringhausen gekauft werden können.

Der Flair-Weltladen befindet sich in der Gertenbachstraße 17 in 42899 Remscheid-Lüttringhausen: www.flair-weltladen.de

Tomate-Kokos

Nach dem Pürieren ist die Suppe fertig. Foto: Sascha von Gerishem
Nach dem Pürieren ist die Suppe fertig. Foto: Sascha von Gerishem
  • 800g geschälte Tomaten (aus der Dose, bei frischen Tomaten mindestens 1kg gut durchgereifte Tomaten)
  • 1 Zwiebel
  • 200ml Bio-Kokosmilch von der GEPA
  • 40ml Balsamico-Essig
  • 50ml Olivenöl
  • 25g Salz
  • 1 TL Thymian, 1 TL Oregano

Zubereitung

Mit Dosen-Tomaten: Die geschälten Bio-Tomaten aus der Dose inklusive der Flüssigkeit in einen Topf geben.

Mit frischen Tomaten: Frische Tomaten sind in der Regel nicht so lange gereift wie Bio-Dosentomaten, also unbedingt auf eine hohe Reife achten. Dann die frischen Tomaten in kochendes Wasser geben und überbrühen, bis die Haut platz. Dann die Tomaten mit einem Messerchen häuten, je heißer die Tomaten sind, desto leichter lässt sich die Haut lösen.

Die Zwiebel grob schneiden und mit dem Olivenöl, dem Balsamico-Essig, Salz, Thymian, Oregano und der Kokosmilch zu den Tomaten in den Topf geben und alles zusammen bei kleiner Flamme mindestens zwei Stunden köcheln lassen. Am Ende mit dem Stabmixer pürieren.

Als Croûtons eignen sich sehr gut die Bio Popquins Classic von der GEPA, das ist ein süßlicher Reis-Quinoa-Snack, etwas knusprig. Wer es schärfer mag: Es gibt von der GEPA auch eine Bio-Kokosmilch mit Chili, ansonsten mit Sambal Oelek würzen. Die Suppe ist vegan.

Fazit: Eine vegane Tomatensuppe, die im Sommer auch kalt schmeckt. Die Zubereitung ist sehr einfach, aber die lange Kochzeit ist wichtig, damit sich die Aromen der Kräuter voll entfalten können. Die Suppe ist ohen Geschmacksverstärker und ohne Zuckerzusatz.

Linsen-Kokos-Curry

Das fertige Linsen-Kokos-Curry. Foto: Sascha von Gerishem
Das fertige Linsen-Kokos-Curry. Foto: Sascha von Gerishem
  • 1,3l Brühe (entweder Brühe in Pulverform nach Anleitung oder selbstgekocht aus Wirsing, Zwiebel, Kohlrabi, Möhren, Petersilie, Salz)
  • 250g rote Linsen von El Puente
  • 200ml Bio-Kokosmilch von der GEPA
  • 2 EL Curry

Zubereitung

Entweder frische Gemüsebrühe ansetzen oder Brühe mit Pulver nach Anleitung anrühren. Die roten Linsen, das Curry und die Kokosmilch zugeben. Auch hier der Hinweis auf die Bio-Kokosmilch mit Chili von der GEPA, wer es schärfer mag. Gemeinsam köcheln lassen und immer wieder mal umrühren, da sich die Linsen gerne am Boden absetzen. Am Ende mit dem Stabmixer pürieren.

Zu der Suppe passen geröstete Sesamkörner, aber auch kleinste Hackbällchen, die mit Salz und Curry gewürzt sind, können in der heißen Suppe gegart werden. Ohne Hackfleisch ist die Suppe vegan.

Fazit: Wenn man die Brühe nicht selber kocht, kann man diese Suppe sehr schnell herstellen. Wer sie breiiger mag, nimmt weniger Flüssigkeit, lässt länger köcheln oder benutzt mehr Linsen.

Mitmachen: Kinderchorprojekt mir Ritter Rost

Obwohl das Projekt schon begonnen hat, werden noch Kinder gesucht, die gerne beim Lenneper Kinderchorprojekt mitmachen wollen.

Geprobt wird immer am Donnerstag um 16 Uhr (Musikgarten, 4 bis 6 Jahre) und um 16.30 Uhr (Schulkinder, 7 bis 10 Jahre) im Gemeindehaus Hardtstraße 14 in Lennep.

Besonderer Gast: Jörg Hilbert

Jörg Hilbert mit Ritter Rost. Foto: Ellen Bischke
Jörg Hilbert mit Ritter Rost. Foto: Ellen Bischke

Als Special Guest ist der Erfinder von Ritter Rost, Jörg Hilbert, eingeladen, um gemeinsam am 22. Januar 2022 in der Lenneper Stadtkirche den Ritter Rost zu lesen, während der Kinderchor dazu die Musik machen wird. Wer neugierig ist, kommt einfach mal zu einer Probe vorbei. Und bringt gerne auch Freundinnen und Freunde mit. Die Leitung hat Hae Min Geßner: (01 76) 32 81 02 64.

Reinschauen und reinhören

Einen kleinen Vorgeschmack auf die Lieder gibt es hier aus dem Weihnachts-Video-Projekt:

Jüdisches Leben in Lüttringhausen

Im Rahmen eines Spazierganges am Sonntagnachmittag erklärten Günter Urspruch, Pfarrerin Kristiane Voll sowie Pfarrer Uwe Leicht mehr als 30 Interessierten die Belege für jüdisches Leben im Dorf.

Seit nunmehr 1700 Jahren ist jüdisches Leben in Deutschland dokumentiert. Am 11. Dezember 321 erließ der römische Kaiser Konstantin ein Edikt und legte darin fest, dass Juden städtische Ämter in der Kurie der Stadtverwaltung Kölns bekleiden durften und sollten.

Pfarrer Uwe Leicht berichtet über die Geschichte der beiden ehemaligen jüdischen Patient*innen. Foto: Peter Klohs
Pfarrer Uwe Leicht berichtet über die Geschichte der beiden ehemaligen jüdischen Patient*innen. Foto: Peter Klohs

Im Bergischen Städtedreieck konzentrierte sich das jüdische Leben seit jeher auf die Städte Solingen und ganz besonders auf Wuppertal. In Remscheid waren nie viele Menschen jüdischen Glaubens ansässig. Günter Urspruch, profunder Kenner der jüngeren Geschichte zwischen Wuppertal-Ronsdorf und Lennep, weiß den Grund. „Juden haben immer Handel getrieben“, berichtet er. „Da bot sich als Lebensmittelpunkt eher Wuppertal an. Hier in Remscheid, in einer Stadt mit Schwerindustrie, fanden die Juden keine Lebensgrundlage. Und die Wenigen, die hier gelebt haben, sind schlicht aus wirtschaftlichen Gründen wieder weggezogen.“

Auch in Lüttringhausen haben wenige Juden gelebt, und entsprechend spärlich sind die Zeugnisse ihres Lebens. In einem einstündigen Gang durch das Dorf kann man sie alle bequem an einem Nachmittag besuchen.

Und überall Naziverbrechen…

Pfarrer Uwe Leicht erklärt auf dem Gelände des Tannenhofs, wo der Gedenkstein für die beiden ehemaligen jüdischen Patienten ist. Foto: Peter Klohs
Pfarrer Uwe Leicht erklärt auf dem Gelände des Tannenhofs, wo der Gedenkstein für die beiden ehemaligen jüdischen Patienten ist. Foto: Peter Klohs

Auf dem Gelände der evangelischen Stiftung Tannenhof wurde in den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts ein Gedenkstein errichtet, der auf dem Friedhof der Stiftung steht. Der Stein erinnert an zwei ehemalige Patient*innen des Tannenhofs, an Ilse Gutmann und Siegfried Marienthal, zwei jüdische Menschen, deren Geschichte tragisch ist. Im Jahre 1941 drohte die Finanzdirektion Düsseldorf-Nord der Stiftung Tannenhof mit Aberkennung der Gemeinnützigkeit, wenn Menschen, die nicht der evangelischen Kirche angehörten, behandelt würden. Die damalige Leitung der Stiftung gab dem Druck nach und entließ die beiden jüdischen Patienten, die einen Tag nach ihrer Entlassung in Hadamar nahe Limburg ermordet wurden. Im Jahre 2006 wurden am Eingang zur Verwaltung zwei Stolpersteine zum Andenken an sie verlegt.

Die Stolpersteine für Else Gutmann und Siegfried Marienthal vor der Verwaltung der Evangelischen Stiftung Tannenhof in Remscheid-Lüttringhausen. Foto: Peter Klohs
Die Stolpersteine für Else Gutmann und Siegfried Marienthal vor der Verwaltung der Evangelischen Stiftung Tannenhof in Remscheid-Lüttringhausen. Foto: Peter Klohs

Auf dem Weg vom Tannenhof in Richtung Dorfmitte kommt man an den Häusern Remscheider Straße 8 und 10 vorbei, die zu Beginn des 19. Jahrhunderts von der jüdischen Familie Löwenthal gekauft wurden. 1845 wurden sie an die Familie Kotthaus verkauft, die auch heute noch in Lüttringhausen lebt.

Ermordet wegen Homosexualität

Weitere Stolpersteine kann man in Lüttringhausen finden. Vor dem Haus Richard-Pick-Straße 10 erinnert ein Stein an Hans Hagen, der 1938 wegen Verstoßes gegen den ehemaligen §175 verhaftet und 1941 in Sachsenhausen ermordet wurde. 1945 wurde ebenso in Sachsenhausen der ehemalige Ratsherr Hermann Schmidt umgebracht, dessen Stolperstein an der Kreuzbergstraße 15 zu besuchen ist. In der Barmer Straße 22 liegen vier Steine, die an das Schicksal der Familie Julius und Klementine Winter und deren zwei Kinder Gertrud und Hermann erinnern. Julius starb in Theresienstadt, Klementine in Auschwitz, die beiden Kinder in Lodz.

Ein weiteres sichtbares Zeichen für jüdisches Leben in Lüttringhausen ist der „Jüdische Friedhof“ in Lüttringhausen. Die kleine Parzelle ist eigentlich die Familiengrabstätte der Familie Löwenthal. Nach jüdischem Glauben darf eine Grabstätte nicht mehrfach genutzt werden, so dass im Jahr 1906 dort keine Bestattungen mehr vorgenommen werden konnten. Die Grabstätte wurde 1939 von Lüttringhauser Nazis zerstört. Wie Günter Urspruch weiß, hielt sich jahrelang das Gerücht, Teile der Grabsteine würden in Gärten der Zerstörer liegen. Beweise dafür gab es allerdings nie. Im Jahr 1949 wurde die kleine Parzelle von der Stadt Remscheid wieder hergerichtet. Die Pflege der Grabstätte obliegt bis heute der Stadt. Wünschenswert wäre es, erklärt Urspruch, wenn vielleicht einmal eine Remscheider Straße nach der Familie Löwenthal benannt würde. Mehr Zeugnisse jüdischen Lebens sind in Lüttringhausen nicht vorhanden.

Streifenwagen kollidiert mit Fußgängerin

Bei einem Verkehrsunfall in Remscheid wurde am Mittwochnachmittag (25.08.2021) eine junge Wuppertalerin schwer verletzt.

Nach ersten Ermittlungen befuhr gegen 16.10 Uhr ein Streifenwagen der Wuppertaler Polizei mit eingeschaltetem blauem Blinklicht und Einsatzhorn die Freiheitstraße. Die Beamten befanden sich auf der Anfahrt zu einem Verkehrsunfall mit Verletzten.

An der Fußgängerfurt am Willy-Brandt-Platz beabsichtigte die 20jährige Fußgängerin die Straße bei der für sie grünlichtzeigenden Ampel zu überqueren. Dabei telefonierte die Frau nach Angaben von Zeugen und ihren eigenen Angaben mit ihrem Smartphone. Während andere Fußgänger stehenblieben, um die Beamten passieren zu lassen, bemerkte die Fußgängerin den Streifenwagen offensichtlich nicht.

Der Fahrzeugführer des Streifenwagens konnte sofort reagieren, leitete eine Notbremsung ein und wich nach rechts aus. Aber auch die Fußgängerin wich plötzlich in die gleiche Richtung rückwärts aus. Es kam zum Zusammenstoß der Fußgängerin mit dem Streifenwagen. Die 20-Jährige wurde durch den Notarzt und Rettungsdienst erstversorgt. Sie musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Es kam zu leichten Verkehrsstörungen im innerstädtischen Bereich. Aus Neutralitätsgründen hat das Verkehrskommissariat der Hagener Polizei die Ermittlungen aufgenommen. (sch)