Neuer Juso-Vorstand: Pilz folgt auf Türken

Remscheider Jusos wählten neuen Vorstand: Daniel Pilz löst Burhan Türken ab, Rekordbeteiligung bei Wahlen

Das hatte es schon lange nicht mehr gegeben: 22 stimmberechtigte Mitglieder der Jugendorganisation der Remscheider SPD fanden am Samstagnachmittag den Weg ins Soziokulturelle Zentrum „Die Welle“ am Rande der Lenneper Altstadt, um einen neuen Vorstand zu wählen.

Zum neuen Vorsitzenden wurde der 19-jährige Student Daniel Pilz gewählt. Daniel Pilz kam über die „Fridays for Future“ – Bewegung in die Politik, kandidierte im Herbst vergangenen Jahres als jüngstes Mitglied auf der Liste der Remscheider SPD zur Kommunalwahl. Er folgt auf Burhan Türken, der nach zwei Jahren an der Spitze des SPD-Nachwuchses auf eine erneute Kandidatur verzichtet hatte.

„Eine Partei ohne Jugend ist eine Partei ohne Zukunft!“, so Burhan Türken. „Es war keine einfache Aufgabe junge Menschen für sozialdemokratische Politik zu begeistern. Doch mit Hartnäckigkeit und kreativen Ansätzen haben wir das Fundament für die jugendpolitische Arbeit bei den Jusos Remscheid festigen können. Wir befinden uns in der heißen Phase des Wahlkampfs. Wir haben junge und engagierte Köpfe, die für die Inhalte der SPD brennen und diese aktiv sichtbar machen wollen.“

Der ehemalige Juso-Vorsitzende begleitet den neuen Vorstand als Beisitzer und möchte als Mentor den neuen Vorstand unterstützen. Er wird weiterhin die Themen wie E-Sport in der Remscheider Jugendszene bestärken.

Brücke zwischen Jugend und Politik

Daniel Pilz machte in seiner Vorstellungsrede deutlich, dass er ein sichtbares Signal des Aufbruchs in die junge Generation unserer Stadt setzen möchte: „Die jungen Menschen haben viele frische Ideen und Wünsche, das weiß ich aus meiner Zeit im Jugendrat und als Schülersprecher des Röntgen-Gymnasiums. Oft fehlt Ihnen aber der direkte Ansprechpartner auf Augenhöhe. Deshalb müssen wir Jusos wieder die Brücke sein zwischen den jungen Menschen und der Politik.“

Gemeinsam mit den Gewerkschaften wolle man sich mit den drei großen Zukunftsfragen für Remscheid beschäftigen: „Erstens: Wie sieht die gute Arbeit der Zukunft aus? Zweitens: Wie und in welchen Bereichen genau machen wir Remscheid zukunftsfähig? Und drittens: Was brauchen junge Menschen neben einem guten Job, um hier zu bleiben und sich eine Existenz aufzubauen?“

Pilz machte in seiner Vorstellungsrede deutlich, dass er für den Klimaschutz brenne, dieser aber nicht isoliert von sozialen Fragen betrachtet werden darf: „Klimaschutz ist eines meiner Herzensthemen. Bei den anstehenden Klimaschutzmaßnahmen darf keiner zurückgelassen und niemand vergessen werden. Wir Jusos haben dafür zu sorgen, dass man jungen Menschen in Arbeit oder in der Ausbildung, die sich gerade eine Existenz aufbauen, abgefedert werden. Man darf Ihnen nicht den Boden unter den Füßen wegziehen!“

Als weiteren Schwerpunkte nannte Pilz das Thema Kampf gegen Rechtsextremismus. „Unsere Aufgabe in Remscheid muss es sein, die Menschen in Remscheid immer wieder daran zu erinnern, was 120 Nationen gemeinsam leisten können und schon geleistet haben. Wir geben Rassismus, Hass und Hetze keinen Platz in unserer Stadt.“

Die Jusos machten deutlich, dass sie künftig in der Remscheider Stadtgesellschaft eine größere Rolle spielen und mit zahlreichen Akteuren vernetzen wollen. So wurden u.a. Mitglieder des Remscheider Jugendrates sowie der Kreisvorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Peter Lange, zur Jahreshauptversammlung der Jusos eingeladen.

Dass man von den Jusos noch einiges hören werde, machte Daniel Pilz am Ende seiner Vorstellungsrede deutlich: „Wir wollen uns daran messen lassen, dass wir unseren Worten auch Taten folgen lassen – und wollen in einem Jahr auf vielen Feldern einen Schritt weiter sein!“

Der neue Vorstand: Insgesamt sieben Personen bilden den neuen Vorstand: Neben Daniel Pilz wurden Rosana Düring (19 Jahre alt, Studentin) und Tobias Niebergall (24 Jahre alt, Student) zu stv. Vorsitzenden gewählt. Zu Beisitzer*innen wurden gewählt: Burhan Türken (29, Mitarbeiter bei der Stadtverwaltung Solingen), Benedikt Matthes (16 Jahre alt, Schüler), Phillip Schulze (15 Jahre alt, Schüler) und Turgut Sahin (19 Jahre, Student).

Heimat shoppen: Kinder bemalten Jutebeutel

Die Imagekampagne Heimat shoppen der Bergischen Industrie- und Handelskammer (IHK) hat vor den Sommerferien Stoffbeutel und Malsachen an sechs Ferienbetreuungen verschenkt. Die Kunstwerke der Kinder sind jetzt in verschiedenen Ausstellungen zu sehen.

„Wir wollten Kindern während der anstrengenden Corona-Zeit eine Freude machen“, erklärt Katrin Becker, Centermanagerin der City-Arkaden Wuppertal und Vize-Präsidentin der Bergischen IHK. „Gleichzeitig sollen die Taschen den Nachhaltigkeitsgedanken, der ja auch ein Aspekt der Aktion Heimat shoppen ist, betonen.“

Die Stofftaschen werden aktuell an fünf Standorten in den drei bergischen Großstädten ausgestellt. In Solingen sind die Malereien der Kinder von der Offenen Ganztagsschule (OGS) Klauberg in der Clemens-Galerie und die der Ferienbetreuung der OGGS Kreuzweg in Wald beim Paritätischen (Stresemannstr. 23) zu sehen. In Wuppertal haben die Taschen der Kinder der Alten Feuerwache und des Unterbarmer Kindertellers einen Vitrinenplatz in den City-Arkaden in Elberfeld erhalten. Die Werke aus der Remscheider GGS Reinshagen werden im Allee-Center ausgestellt und die des Sportbundes Remscheid im Modehaus Johann in Lennep (Kölner Str. 12).

Spontane Idee vor den Ferien

„Die Idee kam spontan zehn Tage vor den Ferien“, sagt Dr. Daria Stottrop, Heimat shoppen-Beauftragte der Bergischen IHK. „Zum Glück hatten wir durch unser Netzwerk Unterstützung bei der kurzfristigen Umsetzung.“ Wuppertal Marketing GmbH hat Stoffbeutel gesponsert und EinFach Kreativ hat Stoffmalfarben geschenkt. Zusätzlich unterstützte Bürobedarf Illert beim Einkauf von Stoffmalstiften.

Angelika Finkernagel, ehrenamtliches Mitglied im Team Heimat shoppen, konnte die Taschen bei den Einrichtungen abholen: „Ich habe richtige Kunstwerke gesehen, die es verdient haben, von vielen gesehen zu werden“. Die Beteiligten bedanken sich bei den Betreuerinnen und Betreuern dafür, dass sie die Aktion kurzfristig in ihr Ferienprogramm aufgenommen haben.

Die Imagekampagne Heimat shoppen wird 2021 von den Sparkassen Wuppertal, Solingen und Remscheid unterstützt. Zudem stehen die Westdeutsche Zeitung, das Solinger Tageblatt und der Remscheider Generalanzeiger als Medienpartner zur Seite.

Hoher Geldgewinn der Deutschen Fernsehlotterie geht nach Remscheid

Glücklicher Mitspieler gewinnt 100.000 Euro in der Prämienziehung von Deutschlands traditionsreichster Soziallotterie

Für einen Mitspieler der Deutschen Fernsehlotterie aus Remscheid startet der September mit einer großen Freude: Als am Sonntag um 19.59 Uhr im Ersten die Gewinnzahlen der Deutschen Fernsehlotterie bekannt gegeben wurden, war für ihn klar: Sein großes Los wurde gezogen. Er gewinnt 100.000 Euro mit einem MEGA-LOS im zweiten Rang der Prämienziehung!

Präsentiert werden die Gewinnzahlen von Projekten der Soziallotterie, die dank des Einsatzes der Mitspielerinnen und Mitspieler gefördert werden können. Diesen Sonntag präsentierte das mit 300.000 Euro geförderte Petri Haus der Hospiz- und Palliativ- G. und R. Meier Stiftung seine Arbeit. Das Petri Haus ist das erste stationäre Hospiz in Schleswig. Es bietet den Menschen aus der Stadt Schleswig und dem umliegenden Kreisgebiet eine wohnortnahe Versorgung, die davor nicht möglich war.

Die Soziallotterie

„Wir gratulieren herzlich zu diesem großen Gewinn! Gewonnen haben auch die vielen Projekte, die über die durch den Loskauf finanzierte Förderung, Menschen in ganz Deutschland ein besseres Leben ermöglichen“, so Christian Kipper, Geschäftsführer der Deutschen Fernsehlotterie. Im Jahr 2020 gab es insgesamt 814.797 Gewinnerinnen und Gewinner bei der Deutschen Fernsehlotterie, darunter 83 hohe Geldgewinne von 100.000 Euro und mehr. Insgesamt wurden 2020 durchschnittlich über 4,7 Millionen Euro monatlich als Gewinn ausgeschüttet.

Dank ihrer Mitspielerinnen und Mitspieler erzielte die Deutsche Fernsehlotterie von 1956 bis heute einen karitativen Zweckertrag von über 2 Milliarden Euro. Damit konnte die Soziallotterie über ihre zugehörige Stiftung, das Deutsche Hilfswerk, mehr als 9.600 Projekte fördern. Im Jahr 2020 wurden über 42,4 Millionen Euro an 315 soziale Projekte vergeben. Mindestens 30 Prozent der Loseinnahmen fließen jedes Jahr über die Stiftung Deutsches Hilfswerk in den guten Zweck. Kindern, Jugendlichen, Familien, Seniorinnen und Senioren, Menschen mit Behinderung oder schwerer Erkrankung sowie Nachbarinnen und Nachbarn wird so ein besseres Leben ermöglicht. Bundesweit – in Städten und im ländlichen Raum. Die geförderten Projekte sollen dabei das solidarische Miteinander stärken und aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen begegnen.

Löf: Colbinger und Sean Taylor live

Der „Neustart Kultur“ wird in Remscheid im Löf am 12. und 13. September 2021 mit zwei Livekonzerten zelebriert.

Mit Colbinger und Sean Taylor hat Maximilian Süss hat zwei Singer-Songwriter ins Löf eingeladen. Möglich sind die Konzerte durch die 3G-Regeln, die einzuhalten und nachzuweisen sind (3G= geimpft, genesen oder offiziell getestet). Aufgrund der begrenzten Kapazitäten ist eine verbindliche vorherige Reservierung unbedingt erforderlich. Das geht ganz einfach per Mail an info@remscheidrockt.de. Unbedingt beachten: Ergebnisse der Bürgertestung dürfen nicht älter als 48 Stunden sein, sonst wird trotz Anmeldung kein Einlass gewährt.

Colbinger am 12. September

Der Singer Songwriter Poet Colbinger ist zum zweiten Mal zu Gast im Löf. Colbinger ist Singer-Songwriter aus Süddeutschland und begleitet sich selbst auf der Gitarre. Colbinger ist noch immer auf seiner „Machen wir uns auf und bleiben wir dran“ – Tour. Diese startete in 2018 und umfasst seither ca. 280 Konzerte in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Zu erwartet ist ein leidenschaftlicher Musikabend mit kräftigem Gitarrensound. Sein Stil entspricht typischem Akustik-Rock mit Einflüssen von Country, Folk und Blues. Die Texte sind deutsch.

Einlass ist ab 18 Uhr, das Konzert beginnt um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei, Hutspenden sind herzlich erbeten.

Sean Taylor am 13. September

Singer-Songwriter Sean Taylor aus England. Foto: offiziell
Singer-Songwriter Sean Taylor aus England. Foto: offiziell

Der englische Singer Songwriter Sean Taylor, ein ausgewiesen sozialkritischer Liedermacher mit ausdrucksstarker Stimme, feierte in England bereits einige Erfolge. Das Konzert im Löf ist Teil seiner Europatour. Taylor lebt den Blues und präsentiert tiefgründige Lieder. Er war bisher in Europa und in Australien auf Tour. Drei Mal trat er bereits auf dem berühmten Glastonbury Festival auf – auch auf der Acoustic Stage.

Einlass ist ab 18 Uhr, das Konzert beginnt um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei, Hutspenden sind herzlich erbeten.

Location

Das Löf Eventlokal ist in der Theodor-Körner-Straße 6 in 42853 Remscheid.

Ampel-Spitze: Zukunft des RöLab gesichert

„Das ist gut angelegtes Geld“, stellt Sven Chudzinski erfreut fest, nachdem der FDP-Fraktionsvorsitzende zwei Stunden gemeinsam mit seinen Ampel-Kollegen Sven Wolf (SPD) und David Schichel (GRÜNE) unter der fachkundigen Anleitung von Anna Kätker und Museumsdirektor Dr. Uwe Busch im RöLab experimentiert hat. Das Schülerlabor von Röntgenmuseum und –Gymnasium gibt es seit zehn Jahren. Maßgeblichen Anteil daran, dass man mit Anna Kätker eine eigene Fachkraft für das Labor einstellen konnte, hat die Entscheidung der Ampel-Koalition, das Geld für diese Stelle im letzten Haushaltsbegleitbeschluss bereitzustellen.

Das RöLab ist dank vieler Spenden und Fördergelder hervorragend ausgestattet, sodass hier Schüler und Studenten – oder auch mal Fraktionsvorsitzende – spannende Versuche durchführen können. So konnten die Politiker bei ihrem Besuch etwa amüsiert beobachten, wie sie mit einem Vakuumgerät einen Schokokuss zum Platzen bringen. Die Koalitionspartner bestaunten Klangfiguren und wie sie mit Hilfe eines Röntgengerätes Fledermäuse in Verpackungen erkennen, sahen woran man gefälschte Geldscheine erkennt und erzeugten Blitze.

Im gemeinsamen Gespräch machte Uwe Busch deutlich, wie viel man bereits mit diesem ungewöhnlichen Ort erreicht habe, dass es aber wichtig sei, jetzt auch für Beständigkeit zu sorgen. „Wir müssen dem RöLab jetzt eine verlässliche Perspektive geben“, so der Direktor des Deutschen Röntgen-Museums. Er stieß dabei auf offene Ohren der Politiker. „Wir müssen jetzt sehen, dass wir auch das Gebäude samt Anbau so erstrahlen lassen, dass es mit dem Innenleben mithalten kann“, erklärte Schichel und wurde ergänzt von Sven Wolf: „Es ist wichtig, dass die Zukunft des RöLab so finanziert ist, dass das Vorzeigeprojekt unabhängig von Spenden und Fördergeldern existieren kann.“

Trickbetrüger erbeuteten größeren Bargeldbetrag

Beinahe täglich kommt es im Bergischen Städtedreieck zu Anrufen durch Trickbetrüger, die sich als Polizeibeamte, Krankenhausmitarbeiter oder Bankangestellte ausgeben, um sich durch Vortäuschen von tragischen Unfällen, lebensbedrohlichen Krankheiten im familiären Umfeld oder aber auch vermeintlichen Betrugsmaschen in Bankfilialen das Vertrauen der Opfer erschwindeln und sich Bargeld oder Wertgegenstände aushändigen lassen.

Oft reagieren die Angerufenen am Telefon richtig, beenden das Telefonat und informieren die richtige Polizei. Leider gelingt es den professionell agierenden Straftätern immer wieder bei gutgläubigen Opfern Beute zu machen.

Wuppertal

Unbekannte Trickbetrüger täuschten gestern (02.09.2021) eine 72-jährige Wuppertalerin am Telefon und erbeuteten eine sechsstellige Bargeldsumme.

Die Seniorin erhielt gegen 12:00 Uhr einen Telefonanruf von einem unbekannten Mann, der sich als Polizeibeamter des LKA ausgab und die Dame überzeugte, die Echtheit ihres Bargelds, welches sie in einem Bankschließfach deponiert hatte, zu überprüfen. Die Wuppertalerin kam der Aufforderung nach und übergab im weiteren Verlauf einen sehr hohen Bargeldbetrag an einen unbekannten Mann in der Fußgängerzone, der sich nach der Geldübergabe in unbekannte Richtung entfernte. Der Mann ist circa 25-30 Jahre alt, 180 cm groß und hat eine kräftige Statur.

Ebenfalls in Wuppertal-Elberfeld verhinderte ein aufmerksamer Nachbar eine Geldübergabe an dreiste Betrüger.

Ein sehr aufmerksamer Nachbar verhinderte gestern (02.09.2021), gegen 18:00 Uhr an der Weststraße die Übergabe von Bargeld an einen Trickbetrüger. Dem 70-Jährigen fiel seine 91-jährige Nachbarin auf, die nervös vor dem Mehrfamilienhaus auf und ab lief und dabei einen Umschlag in der Hand hielt. Der Senior sprach die Dame an und nachdem sie ihm schilderte, dass sie einen Telefonanruf bekommen habe und nun an eine unbekannte Frau Bargeld übergeben wolle, reagierte der Mann sofort. Er schickte die Seniorin in ihre Wohnung und alarmierte die Polizei. Die Dame war kurz vorher von einem unbekannten Mann angerufen worden, der angab ein Krankenhausmitarbeiter einer Wuppertaler Klinik zu sein. Der Trickbetrüger machte gegenüber der Seniorin Angaben über eine schwere Erkrankung ihres Sohnes und versicherte ihr, dass nur durch eine Operation und die Behandlung mit einem Medikament aus der Schweiz eine Heilung möglich wäre. Für das Medikament bräuchte man nun eine Bargeldanzahlung.

Remscheid

In Remscheid sollte es auch gestern (02.09.2021) zu einer Geldübergabe kommen. Hier bemerkte ein wachsamer Taxifahrer den Betrugsversuch und fuhr eine 82-Jährige zur Polizeiwache statt zur Bankfiliale.

Die Seniorin wurde gegen 12:00 Uhr von einem unbekannten Mann angerufen, der ihr mitteilte, dass ihre Tochter schwer erkrankt in Solingen in einem Krankenhaus liege und eine sehr kostenintensive Behandlung nötig sei. Um den Geldforderungen nachzukommen, begab sich die Remscheiderin auf die Straße und beabsichtigte mit einem Taxi zur nächsten Bankfiliale zu fahren. Der besonnene Taxifahrer wurde bei den Schilderungen seines Fahrgastes stutzig und fuhr die Seniorin zur Polizeiwache.

Achtung!

Seien Sie misstrauisch, wenn sich Anrufer als Vertreter von Polizei, Krankenhaus, Staatsanwaltschaft oder anderen öffentlichen Stellen ausgeben und dramatische Notlagen schildern. Man sollte sich nie ausfragen lassen und auflegen, sobald der Anrufer Geld oder Wertsachen fordert.

Suchen Sie sich nach einem solchen Anruf selber die entsprechende Telefonnummer (Telefonbuch/ Auskunft) heraus und rufen erst dann unter dieser Nummer zurück. Auch sollte man sich vergewissern, ob es sich bei einem Anrufer tatsächlich um einen Verwandten handelt. Sie sollten den Angehörigen unter der ihnen bekannten Telefonnummer zurückrufen und sich den Sachverhalt bestätigen lassen. Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen.

Falls der Verdacht eines Telefonbetrugs bestehen sollte, melden Sie sich unter der Notrufnummer (-110) der Polizei. Wichtig: Beenden Sie dafür zwingend das laufende Telefonat und wählen sie die Notrufnummer. (hm)

Mordkommission ermittelt nach Messerstichen

Bei einer körperlichen Auseinandersetzung zweier Bekannter und einer anschließenden Messerstecherei erlitt ein Mann gestern (02.09.2021, gegen 18:00 Uhr) in Remscheid schwere Verletzungen.

Nach bisherigen Ermittlungen gerieten zwei Männer in ihrer gemeinsamen Wohnung an der Bornefelder Straße in Streit. Der Streit und die daraus resultierende körperliche Auseinandersetzung verlagerten sich auf die Straße, wo ein 41-Jähriger mehrfach mit einem Messer auf seinen 37-jährigen Kontrahenten einstach.

Das lebensgefährlich verletzte Opfer musste mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen werden.

Der Tatverdächtige ließ sich vor Ort widerstandslos von der Polizei festnehmen. Er wird auf Antrag der Staatsanwaltschaft Wuppertal im Laufe des Tages einem Haftrichter vorgeführt.

Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und der Mordkommission „Bornefeld“ dauern an.

CDU Nord/Hasten: Quinting im Amt bestätigt

Bei den harmonisch verlaufenden Vorstandswahlen des CDU-Stadtbezirksverbands Nord/Hasten am vergangenen Samstag wurde der amtierende Vorsitzende Bernd Quinting im Amt bestätigt.

Als seine Stellvertreter wurden Domenico Larocca und Petra Küchelmann gewählt. Schriftführer bleibt Franz-Josef Rauscher, Rainer Pohlmann bleibt Schatzmeister. Die Beisitzer setzen sich aus Monika Hein, Wolfgang Kleinbongartz, Andreas Pillmann und Constanze Rockenberg zusammen. „Ich freue mich darauf, mit dem gewählten Vorstand weiterhin engagiert die Interessen der Bürgerinnen und Bürger vom Hasten zu vertreten. Bedanken möchte ich mich auch bei Ottmar Gebhardt, der bei dieser Wahl nicht erneut für den Vorstand kandidiert hat, für seine jahrelange Unterstützung und sein Engagement in unserem Stadtbezirksverband“, so Bernd Quinting.

CDU Süd wählt neuen Stadtbezirksvorstand

Am vergangenen Samstag hat sich der CDU-Stadtbezirksverband Süd zur Mitgliederversammlung mit Neuwahlen zusammengefunden. Dabei wurde Alessia Schaaf als neue Vorsitzende gewählt und tritt damit die Nachfolge von Mathias Heidtmann an. Heidtmann hatte im März das Amt des CDU-Kreisvorsitzenden übernommen.

Als stellvertretende Stadtbezirksvorsitzende wurden Elke Rühl und Fabian Knott gewählt. Schatzmeister wurde Kurt-Peter Friese. Als Beisitzer wählte die Versammlung Mustafa Al, Anke Fellner, Mathias Heidtmann, Hans-Jürgen Rühl und Manuela Hasse.

„Ich danke den Mitgliedern im Südbezirk für das Vertrauen und freue mich sehr auf die anstehenden Aufgaben und auf die Zusammenarbeit mit dem neu gewählten Vorstand. Mein herzlicher Dank gilt Mathias Heidtmann, der die Geschicke des Stadtbezirksverbands zuvor viele Jahre geleitet hat. Der neue Stadtbezirksvorstand setzt sich sowohl aus jungen wie auch erfahrenen Persönlichkeiten zusammen. Gemeinsam wollen wir generationenübergreifend die Probleme im Südbezirk anpacken und uns für einen lebenswerten Stadtbezirk einsetzen. Dabei wollen wir vor allem auf den Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern setzen“, sagt die neu gewählte Stadtbezirksvorsitzende Alessia Schaaf.

CDU-Innenstadt wählt neuen Vorstand

Am vergangenen Samstag hat der CDU-Stadtbezirksverband Innenstadt einen neuen Vorstand gewählt. Dabei wurde Roland Gedig, der auch Mitgliederbeauftragter des CDU-Kreisvorstands und Vorsitzender der KPV Remscheid ist, als neuer Vorsitzender gewählt. Er übernimmt damit das Amt von Ralf Wieber, welcher zuvor viele Jahre den Stadtbezirksverband Innenstadt geführt hat. Stellvertretender Vorsitzender wird Francesco Lo Pinto. Die Schriftführung übernimmt Ralf Wieber, Schatzmeister wird Christoph Wieber. Als Beisitzerinnen wurden Monika Gries, Rosemarie Stippekohl und Jutta Wilke gewählt.

„Zunächst möchte ich Ralf Wieber für seinen Einsatz in den vergangenen Jahren ganz herzlich danken! Ralf Wieber hat sich in den letzten Jahren maßgeblich für die Belange der Innenstadt eingesetzt. Viele Verschönerungs- und Verbesserungsmaßnahmen sind sein Verdienst. Dabei denke ich beispielsweise an die Blumenkästen oder Weihnachtssterne, die die Alleestraße schmücken, wie auch an die Gründung der ISG Alleestraße“, sagt der neue Stadtbezirksvorsitzende Roland Gedig.

„Für das neue Team in der Innenstadt war uns wichtig, dass wir sowohl auf neue und junge Gesichter, wie auch auf die Erfahrung unserer langjährigen Kolleginnen und Kollegen setzten können. Mit dem frisch gewählten Vorstand haben wir ein schlagkräftiges und vielfältiges Team“, so Gedig. „Unser Erneuerungsprozess ist jedoch noch nicht abgeschlossen. Ich rufe gerne dazu auf, dass sich Bürgerinnen und Bürger aus Remscheid, die sich für die Innenstadt einsetzten wollen, bei uns einbringen können. Auch Fragen und Anregungen nehmen wir immer gerne auf. Gemeinsam schaffen wir es, einen Beitrag für eine lebenswerte Innenstadt zu leisten“, so Gedig abschließend.

Busunfall auf Elberfelder Straße

Gestern Nachmittag, 1. September 2021, kam es auf der Elberfelder Straße in Remscheid zu einem Alleinunfall mit einem Reisebus.

Die Fahrerin (54) des Busses befuhr die Scharffstraße ohne Fahrgäste. Aus bisher noch ungeklärter Ursache war es ihr nicht möglich, am Ende der Scharffstraße nach rechts auf die Elberfelder Straße einzuscheren. Stattdessen querte sie die Elberfelder Straße und durchbrach dabei den Zaun des Mittelstreifens. Das Fahrzeug blieb auf dem Mittelstreifen stecken, so dass es den Eingang des Ernst-Moritz-Arndt Gymnasiums nicht erreichte.

Aufgrund der Größe des verunfallten Fahrzeuges leitete die Polizei den Verkehr um. Die Fahrerin wurde vom Rettungsdienst ins Sana Klinikum verbracht. Sie stand unter Schock, eine Befragung zum Unfallhergang konnte bisher nicht erfolgen.

Ausstellung eröffnet: Mein Gott, Lennep!

Eröffnung einer ungewöhnlichen Ausstellung.

Ende Juli ist eine Gruppe von 19 Menschen mehrere Tage auf Entdeckungsreisen in ihrem Quartier Lennep gegangen. Psychisch erkrankte Menschen, geflüchtete Menschen, Menschen aus Kirchengemeinde und Quartier gingen gemeinsam Fragen nach wie: Wo sehe ich Strahlendes, Wohltuendes, Stärkendes? Welche Orte oder Situationen tun mir gut, geben Kraft? Spüre ich so etwas wie „Heimat“? Vielleicht auch: Ist in dieser Umgebung, in diesem Alltag Gott zu ahnen? Ausgehend von diesen Leitfragen machten die Teilnehmenden Fotos.

Gruppenbild: Diese Menschen waren in Lennep dem Leben auf der Spur und auf Entdeckungsreise durch Lennep. Foto: Roman Rösener
Gruppenbild: Diese Menschen waren in Lennep dem Leben auf der Spur und auf Entdeckungsreise durch Lennep. Foto: Roman Rösener

Diese Bilder werden auf 2,5m x 2m große Textilbanner gedruckt und in St. Bonaventura gehängt. Zur Vernissage spielt der Musiker Andre Enthöfer (Saxophon, Klarinette) und es wird ein Kurzfilm gezeigt, der diese Projektarbeit dokumentiert.

Die Ausstellung läuft bis zum 2. Oktober. Danach werden die Textilbanner zu Taschen umgearbeitet – von der Gruppe „HandMade“ im Übergangswohnheim für geflüchtete Menschen Wülfingstraße und von Besucher*innen des Viertel-Ateliers der Augusta-Hardt-Horizonte am Hasenberg. Die Taschen sollen später „unters Volk“ gebracht werden – und die Bilder der Ausstellung so im Straßenbild „weiterleben“. MEIN GOTT LENNEP! schlägt einen Bogen zwischen Alltag und Spiritualität.

Eine Kooperation von St. Bonaventura u. Hl. Kreuz, Augusta-Hardt-Horizonte gGmbH, Caritasverband Remscheid e.V. Gefördert von AKTION MENSCH und Caritasverband Remscheid e.V., Augusta-Hardt-Horizonte gGmbH.

Auf Fotosafari in Lennep. Foto: Andy Dino Iussa
Auf Fotosafari in Lennep. Foto: Andy Dino Iussa