Ausweichmanöver endete an Baum

Der Versuch einem Reh auszuweichen, endete am Samstagabend (21. November) für einen 24-jährigen Autofahrer und seine beiden Mitfahrer in Radevormwald vor einem Baum.

Gegen 21.40 Uhr war der Fahrer aus Recklinghausen auf der Straße Schmittensiepen unterwegs, als plötzlich ein Reh im Scheinwerferlicht auftauchte. Der Mann konnte einen Zusammenstoß mit dem Reh durch ein Ausweichmanöver verhindern, verlor dabei aber die Kontrolle über seinen BMW, der von der Fahrbahn abkam und frontal gegen einen Baum krachte. Der Fahrer und eine 17-jährige Beifahrerin kamen mit schweren Verletzungen in umliegende Krankenhäuser; ein weiterer Mitfahrer überstand den Unfall unverletzt. Der BMW wurde von einem Abschleppunternehmen geborgen und dürfte nur noch Schrottwert haben.

Bundeskanzlerin Merkel: Wir dürfen bei Gewalt gegen Frauen niemals wegschauen!

„Wir dürfen niemals wegschauen, wenn Mädchen oder Frauen Gewalt angedroht oder gar angetan wird“, sagt Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrem aktuellen Podcast zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November. Die Zahl der Fälle steige sowohl weltweit, beispielsweise in den vielen Konflikten und kriegerischen Auseinandersetzungen, aber auch in Deutschland. Die Bundesregierung stelle sich dieser Entwicklung mit aller Kraft entgegen.

Die statistischen Fakten sind aus Sicht von Kanzlerin Merkel „beklemmend“: Jede dritte Frau in Deutschland sei mindestens einmal im Leben von physischer oder sexualisierter Gewalt betroffen, alle 45 Minuten werde eine Frau durch aktuelle oder ehemalige Partner verletzt oder angegriffen. „Jeder einzelne Fall erzählt eine schreckliche Geschichte und steht für ein schlimmes Schicksal“, sagt die Kanzlerin.

Um diese Entwicklung zu bekämpfen, setze die Bundesregierung vor allem auf vier Punkte:

  • Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ und ein breites Netzwerk von Hilfsangeboten wie zum Beispiel Frauenhäuser in ganz Deutschland
  • Die Initiative „Stärker als Gewalt“ – trägt das Thema in die Öffentlichkeit
  • Der „Runde Tisch gegen Gewalt an Frauen“ – dort werden politische Maßnahmen von Bund, Ländern und Kommunen verzahnt
  • Ein Förderprogramm in Höhe von 120 Millionen Euro – der Bund investiert für die nächsten vier Jahre in den Ausbau von Beratungsstellen

Zudem setze sich die Bundesregierung auch international dafür ein, dass Gewalt gegen Frauen verhindert, bekämpft und Betroffenen Schutz und Unterstützung geboten werde. Das Engagement gegen Gewalt an Mädchen und Frauen zähle nicht nur am 25. November, sondern „immer und überall“, so Kanzlerin Merkel.

Eine Herzensangelegenheit geht in die sechste Runde

Weihnachtsbaumverkauf des SPD-Ortsverein Stadtmitte / Hasten soll den Förderverein Christliches Hospiz Bergisches Land e.V. auf der Zielgeraden unterstützen.

Der Weihnachtsbaumverkauf des SPD-Ortsvereins Stadtmitte / Hasten geht in diesem Jahr in seine sechste Auflage. Im Vorfeld der diesjährigen Saison habe man sich gefragt, ob man diesen aufgrund der aktuellen Infektionszahlen nicht lieber überspringen sollte, doch habe man sich, nach einem Gespräch mit dem Ordnungsamt, bewusst für eine Fortsetzung dieser schönen Tradition entschieden.

„Es gibt Veranstaltungen, die einem im Laufe der Jahre ans Herz gewachsen sind. Und eine Herzensangelegenheit gibt man nicht so einfach auf“, so der stellvertretende Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Stadtmitte / Hasten, Sigmar Paeslack. Die Entscheidung, den Weihnachtsbaumverkauf in diesem Jahr fortzusetzen, hat auch etwas mit der Wahl des letztjährigen Begünstigten zu tun. Im vergangenen Jahr ging der Erlös an den Verein „Freundeskreis Palliatives Hospiz“. Dieser hat aus dem Erlös Tablets angeschafft, damit die Bewohnerinnen und Bewohner während des Kontaktverbots in der ersten Pandemie-Welle im März und April diesen Jahres mit ihren Angehörigen kommunizieren konnten. „Diese Geschichte hat uns nachhaltig beeindruckt!“, so der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Stadtmitte / Hasten, Sebastian Thiel.

Burhan Türken, Peter Edmund Uibel und Sebastian Thiel waren schon 2019 beim Weihnachtsbaumverlauf der SPD fleißig. Foto: Sascha von Gerishem
Burhan Türken, Peter Edmund Uibel und Sebastian Thiel waren schon 2019 beim Weihnachtsbaumverlauf der SPD fleißig. Foto: Sascha von Gerishem

Mit dem Weihnachtsbaumverkauf 2020 wird sich ein Kreis schließen. Der Erlös der ersten Aktion aus dem Jahr 2015 ging an den Förderverein Christliches Hospiz Bergisches Land e.V. Nach vielen Jahren intensiver Arbeit steht der Verein auf der Zielgeraden dieses für Remscheid so wichtigen Projektes. „Wir bewundern die Ausdauer dieses Vereins und haben uns deshalb entschlossen, dass der Erlös aus dem diesjährigen Verkauf wieder an den Förderverein Christliches Hospiz Bergisches Land e.V. gehen soll“, so der zweite stvellvertretende Vorsitzende des SPD-Ortsvereins, Jörg-Dieter Krause.

Der Verkauf startet am 11. Dezember 2020 und findet vor der SPD-Geschäftsstelle, Elberfelder Straße 39 / Ecke Friedrich-Ebert-Platz statt.

Verkaufszeiten für die Weihnachtsbäume

  • Freitag, 11.12.2020: 14 bis 18 Uhr
  • Samstag, 12.12.2020: 10 bis 14 Uhr
  • Montag, 14.12.2020: 14 bis 18 Uhr
  • Dienstag, 15.12.2020: 14 bis 18 Uhr
  • Mittwoch, 16.12.2020: 14 bis 18 Uhr
  • Donnerstag, 17.12.2020: 14 bis 18 Uhr
  • Freitag, 18.12.2020: 14 bis 18 Uhr
  • Samstag, 19.12.2020: 10 bis 14 Uhr

Reservierungen werden unter (0 21 91) 4 600 622 oder unter UB.Remscheid.NRW@spd.de gerne entgegengenommen.

Die Begünstigten der vergangenen Jahre im Überblick:

  • 2019: Freundeskreises „Palliative Hospiz e.V.“
  • 2018: Remscheider Tafel e.V.
  • 2017: Ärztlichen Kinderschutzambulanz Remscheid e.V.
  • 2016: Förderverein „Möhrchen“ e.V.
  • 2015: Förderverein Christliches Hospiz Bergisches Land e.V.

Event-Dreiteiler „Unsere wunderbaren Jahre“ zu Weihnachten im WDR Fernsehen

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Neues zu wagen und seine Träume zu leben – genau darum geht es in dem hochkarätig besetzten Film „Unsere wunderbaren Jahre“, den das WDR Fernsehen ab dem zweiten Weihnachtstag noch einmal ausstrahlt.

Der Dreiteiler erzählt spannend und emotional die Geschichte einer Familie zwischen Währungsreform, Wirtschaftswunder, dem Aufarbeiten der Vergangenheit und dem Aufbruch in eine neue Zeit. In den Hauptrollen: Katja Riemann, Anna Maria Mühe, Elisa Schlott, Vanessa Loibl, Ludwig Trepte, David Schütter, Franz Hartwig, Hans-Jochen Wagner und Thomas Sarbacher.

Jörg Schönenborn, WDR-Programmdirektor „Information, Fiktion und Unterhaltung“: „Der Dreiteiler ‚Unsere wunderbaren Jahre‘ gehört in diesem Jahr zum erfolgreichsten Programm im Ersten und in der ARD-Mediathek. Umso mehr freue ich mich, dass wir dieses bis dahin unerzählte Stück deutscher und zugleich regionaler Nachkriegsgeschichte zu Weihnachten noch einmal im WDR Fernsehen zeigen können. ‚Unsere wunderbaren Jahre‘ spielt bei uns in Nordrhein-Westfalen – in der Provinz und nicht in einer schillernden Metropole. Es geht in der Familien-Geschichte um Umbruch, Aufbruch und Veränderung. Themen, die auch in Zeiten der Corona-Pandemie sehr aktuell sind.“

Deutschland, Altena, 21. Juni 1948

Ulla Wolf (Elisa Schlott) strahlt Tommy Weidner (David Schütter) an, als sie hinter ihm auf dem Motorrad sitzt. Foto: WDR/UFA Fiction/Willi Weber
Ulla Wolf (Elisa Schlott) strahlt Tommy Weidner (David Schütter) an, als sie hinter ihm auf dem Motorrad sitzt. Foto: WDR/UFA Fiction/Willi Weber

Deutschland, 21. Juni 1948. In Altena, einer Kleinstadt in Nordrhein-Westfalen, bilden sich – so wie überall im Land – lange Schlangen vor der örtlichen Bank: Heute erhält jeder Bürger, ob arm oder reich, alt oder jung, die Chance auf einen Neuanfang mit der Einführung der neuen Währung. Wer sich in die Schlange vor der Umtauschstelle einreiht, bekommt 40 druckfrische D-Mark in die Hand gedrückt – das „Startgeld“ für einen Neuanfang. Auch das Fabrikanten-Ehepaar Christel und Eduard Wolf (Katja Riemann und Thomas Sarbacher), ihre drei Töchter Ulla, Gundel und Margot (Elisa Schlott, Vanessa Loibl und Anna Maria Mühe) und deren Freunde Jürgen, Benno und Tommy (Ludwig Trepte, Franz Hartwig und David Schütter) sowie der Geschäftsmann Walter Böcker (Hans-Jochen Wagner) sind darunter. Jeder erträumt sich seine Zukunft in der noch jungen Bundesrepublik auf unterschiedliche Weise. Hinter ihnen liegen ein entsetzlicher Krieg und der Ballast der Vergangenheit. Vor ihnen liegt der Aufbruch in eine neue Zeit! Die verschiedenen Lebenswege der Freunde führen nach Düsseldorf, Tübingen und Ost-Berlin. Sie feiern Erfolge, kämpfen um Anerkennung, scheitern mit ihren Träumen, finden oder verlieren die große Liebe: ein mitreißendes Gesellschaftspanorama des Wirtschaftswunder-Deutschlands der 40er und 50er Jahre.

„Unsere wunderbaren Jahre“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von Autor Peter Prange: „Wichtig war mir das innere Erleben, das Denken und Fühlen, das Hoffen und Bangen und Sehnen der Menschen, die in die historischen Geschehnisse verwickelt sind und diese zugleich mitgestalten. Die bedrohlichste Krise ist ja immer diejenige, in der man selbst gerade steckt – das erleben wir ja gerade mit aller Härte. Dabei ist allen Krisen, ob damals oder heute, eines gemeinsam: der Verlust des Vertrauten und scheinbar Verlässlichen, und dadurch die Angst, dem Schicksal wehrlos ausgesetzt zu sein. Was wir aber von unseren Vorfahren lernen können, ist der Umgang mit Krisen – die Bereitschaft, darin stets die Möglichkeit für einen Neuanfang zu sehen.“

Sendetermine und Mediathek

WDR Fernsehen UNSERE WUNDERBAREN JAHRE TEIL 3, am Montag (28.12.20) um 20:15 Uhr. Christel Wolf (Katja Riemann). Foto: WDR/UFA Fiction/Willi Weber
WDR Fernsehen UNSERE WUNDERBAREN JAHRE TEIL 3, am Montag (28.12.20) um 20:15 Uhr. Christel Wolf (Katja Riemann). Foto: WDR/UFA Fiction/Willi Weber

Das WDR Fernsehen zeigt „Unsere wunderbaren Jahre“ in drei Teilen am Samstag, 26. Dezember, Sonntag, 27. Dezember und Montag, 28. Dezember 2020, jeweils um 20.15 Uhr.

Schon ab Samstag, 19. Dezember, sind „Unsere wunderbaren Jahre“ online first in einer Fassung von 6 x 45 Minuten in der ARD-Mediathek zu sehen.

Produktionsinfos

„Unsere wunderbaren Jahre“ ist eine Produktion der UFA Fiction (Produzent: Benjamin Benedict/Christian Rohde) in Koproduktion mit Mia Film im Auftrag von WDR und ARD Degeto für Das Erste, gefördert von der Filmstiftung NRW unter Federführung des Westdeutschen Rundfunks. Regie führte Elmar Fischer nach dem Drehbuch von Florian Puchert und Robert Krause, basierend auf dem Roman von Peter Prange. Producerin ist Alena Jelinek (UFA Fiction). Die Redaktion haben Caren Toennissen (WDR) und Christine Strobl (ARD Degeto).

Brand in einer Gebäudedurchfahrt

Der Brand einer Mülltonne und Unrat sorgte Freitagabend, 20. November 2020, für einen Feuerwehreinsatz in Hattingen. In der Gebäudedurchfahrt zum Hinterhof eines Mehrfamilienhauses brannten gegen 20.10 Uhr eine Mülltonne und abgelegter Unrat.

Als die Einsatzkräfte am Rathausplatz eintrafen war bereits eine starke Rauchentwicklung erkennbar. Sofort ging ein Trupp unter schwerem Atemschutz vor und bekämpfte den Brand mit einem C-Rohr. Die Flammen hatten bereits Versorgungsleitungen unter der Decke der Durchfahrt beschädigt. Die nahegelegenen Kellertüren wurden ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen. Hierdurch ist auch Brandrauch in den Treppenraum des großen Mehrfamilienhauses gezogen.

Parallel zur Brandbekämpfung kontrollierten die Einsatzkräfte den Treppenraum. Da dieser verraucht war, kam ein Hochleistungslüfter zum Einsatz. Mit einem zweiten wurde die Durchfahrt entraucht, nachdem der Brand gelöscht war. Der Rettungsdienst untersuchte insgesamt zehn Personen. Hier bestand jedoch kein Behandlungsbedarf.

Da es sich bei den beschädigten Versorgungsleitungen u.a. auch um Stromkabel handelte, wurde das zuständige Versorgungsunternehmen alarmiert.

Für die Einsatzkräfte der Hattinger Feuerwehr war der Einsatz gegen 21 Uhr wieder beendet. Alarmiert waren, neben der Hauptwache, der Löschzug Mitte sowie die Schutzzielergänzungseinheiten Nord, Oberbredenscheid und Niederwenigern.

Polizei warnt vor Masche von Trickbetrügern!

Aus aktuellem Anlass warnt die Polizei erneut und eindringlich vor Trickbetrügern am Telefon! Aktuell sind der Polizei Fälle bekannt geworden, in denen sich Kriminelle am Telefon als Mitarbeiter von Bürgerbüros ausgegeben haben und Termine für eine „Beglaubigung“ vereinbaren wollten.

Einen solchen Anruf registrierte die Polizei zum Beispiel auch in Hilden. Hier meldete sich ein bislang noch unbekannter Täter vergangene Woche unter einer Hildener Vorwahl bei einer Seniorin. Der Anrufer gab an, für das Bürgerbüro der Stadt Hilden zu arbeiten und versuchte hartnäckig, einen Termin für eine Beglaubigung mit der Seniorin zu vereinbaren. Außerdem fragte er die Hildenerin nach Wertgegenständen und Bargeld in ihrer Wohnung aus und setzte sie gezielt verbal unter Druck.

Glücklicherweise reagierte die Seniorin genau richtig, in dem sie das Gespräch einfach beendete und sich anschließend bei der Polizei meldete, die Ermittlungen wegen des Anfangsverdachts eines Betrugsdeliktes eingeleitet hat. Nach dem aktuellen Stand der Ermittlungen geht die Polizei davon aus, dass hinter dem Anrufer eine professionelle Betrügerbande steckt. So wollte sich der Anrufer nach Einschätzung der Polizei mit seiner Geschichte Zugang zur Wohnung der Seniorin verschaffen, um dort Beute zu machen.

Dabei ging der Anrufer äußerst professionell vor, in dem er per Call-ID-Spoofing eine Hildener Telefonnummer nutzte, um der Angerufenen so zu suggerieren, er sei tatsächlich ein Mitarbeiter des Bürgerbüros. Beim so genannten „Call-ID-Spoofing“ handelt es sich um eine Methode, mit der Anrufe unter einer für den Angerufenen vorgetäuschten Rufnummer geführt werden können. Durch diese Methode haben Trickbetrüger die Möglichkeit, tatsächlich existierende Amtsnummern, auch die 110-Notrufnummer, im Display der Angerufenen anzeigen zu lassen, um so ihrer Geschichte Nachdruck zu verleihen. Die Trickbetrüger am Telefon fälschen also ihre Anruferkennung: Eine Ortsvorwahl ist somit kein Hinweis auf die Rechtmäßigkeit des Anrufs.

So können Sie sich vor Abzocke am Telefon schützen

  • Seien Sie am Telefon aufmerksam und lassen Sie sich nicht unter Druck setzen! Wenn Sie den Anruf einer fremden Person erhalten, lassen Sie sich nicht in lange Gespräche verwickeln: Legen Sie im Zweifel einfach auf – das ist keineswegs unhöflich!
  • Seien Sie insbesondere dann misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte, Bekannte oder Amtsträger ausgeben, die Sie nicht zweifelsfrei als solche erkennen.
  • Legen Sie sofort auf, wenn Sie der Anrufer nach persönlichen Daten und Ihren finanziellen Verhältnissen fragt, z.B. ob Sie Bargeld, Schmuck oder andere Wertgegenstände im Haus haben.
  • Halten Sie nach finanziellen Forderungen unbedingt Rücksprache mit anderen Familienmitgliedern. Rufen Sie Ihre(n) Verwandte(n), Bekannte(n) oder angeblich beteiligte Ämter und Dienststellen unter der Telefonnummer zurück, die Sie auch bei eigenveranlassten Gesprächen üblicher Weise wählen und besprechen Sie die Angelegenheit noch einmal.

Fußgängerin bei Verkehrsunfall schwer verletzt

Am Donnerstag (19.11) kam es gegen 13 Uhr auf der Paffrather Straße zu einem Verkehrsunfall, bei der eine 56-jährige Bergisch Gladbacherin schwer verletzt wurde.

Ein 34-jähriger Ford Fiesta Fahrer kam aus noch ungeklärter Ursache auf der Paffrather Straße auf Höhe der Einmündung Langemarckweg von der Fahrbahn ab und prallte im Zuge dessen ungebremst gegen das dort stehende Bushäuschen der gleichnamigen Bushaltstelle. Durch den Zusammenstoß wurde eine 56-jährige Fußgängerin, die sich unmittelbar am Bushäuschen aufhielt, schwer verletzt.

Der Gesamtsachschaden wird auf einen Betrag im mittleren vierstelligen Bereich geschätzt; ob technisches Versagen beim dem Unfall eine Rolle spielt, wird derzeit geprüft. Auf den Ford-Fahrer kommt nun eine Anzeige wegen Fahrlässiger Körperverletzung beim Verkehrsunfall zu.

Zeugen, die nähere Angaben zum Unfallgeschehen machen können, werden gebeten, sich unter der Rufnummer 02202 205-0 an die Polizei RheinBerg zu wenden. (ma)

Paketzusteller aus dem Verkehr gezogen

Am Mittwoch stoppte die Polizei auf der L 528 in Halver-Sundern einen Paketzusteller aus Wuppertal. Der voll beladene Kleintransporter wirkte so marode, dass ihn die Polizeibeamten umleiteten auf den Prüfstand eines Sachverständigen in Lüdenscheid.

Als erstes kam heraus, dass der Wagen mit einem falschen Kennzeichen unterwegs war. Das ABS-Steuergerät und sämtliche Sensoren der Räder waren abgeklemmt somit nicht mehr in Funktion. Eine zusätzliche Feder verstärkte die Blattfedern, damit der Lkw in voll beladenem Zustand „nicht so auffällig tief hängt“, so der Prüfingenieur. Als der Prüfer im Motorraum an einen nicht ordnungsgemäß verlegten Kabelbaum fasste, ging durch einen Kurzschluss der Motor aus und ließ sich nicht wieder starten. Es bestand akute Brandgefahr.

Der Lkw wurde mit insgesamt 64 Mängeln für absolut verkehrsunsicher eingestuft und entstempelt. Die Pakete mussten noch auf dem Prüfgelände umgeladen werden. Der Lkw wurde im Anschluss abgeschleppt. Fahrer und Halter erwarten nun neben den technischen Manipulationen eine Strafanzeige wegen Kennzeichenmissbrauchs.

Maskenverweigerer wurde mit Haftbefehl gesucht

Am vergangenen Dienstag, 17. November 2020, kontrollierten Beamte der Polizei Remscheid im Bereich Friedrich-Ebert-Platz die Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen.

Gegen 18:30 Uhr fiel ihnen dabei eine männliche Person auf, die in eine verbale Auseinandersetzung mit einem Busfahrer verwickelt war. Der 36-jährige Mann weigerte sich vehement, einen geeigneten Mund-Nasen-Schutz in dem öffentlichen Verkehrsmittel zu tragen. Bei der Überprüfung seiner Daten stellten die Beamten fest, dass gegen den 36-Jährigen ein Vollstreckungshaftbefehl vorlag.

Weil sich der Randalierer auch im Beisein der Polizisten nicht beruhigte und diese beleidigte, erhielt er neben einer Ordnungswidrigkeitenanzeige wegen des Verstoßes gegen die Coronaschutzverordnung auch noch eine Strafanzeige wegen Beleidigung.

Den Bus musste er anschließend auch nicht mehr nehmen – die Polizisten brachten ihn mit dem Streifenwagen direkt in eine Justizvollzugsanstalt. (weit)

Corona in Remscheid

Alle unsere Meldungen zu Corona in Remscheid und den Inzidenzwert Remscheid findet man auch direkt und einfach unter www.corona-remscheid.de.

Hotline für Ältere und Vorerkrankte verstärkt

Um den Service für Ältere und Vorerkrankte zu verbessern, wird ab Montag, 25. Januar 2021, eine weitere Telefonnummer freigeschaltet. Die Hotline ist von Montag – Freitag jeweils von 8 bis 16 Uhr unter den Rufnummern (0 21 91) 4 64 53 51 und (0 21 91) 4 64 55 81  zu erreichen!

Ein Tag in Orange – Gewalt ist nie PRIVAT

Die Stadt Remscheid beteiligt sich in diesem Jahr erstmalig an der Kampagne des Zonta-Clubs Wuppertal „Orange the World“: Am Abend des 25. November (Mittwoch), dem Internationalen Tag gegen Gewalt gegen Frauen, wird das Remscheider Rathaus in orangenes Licht getaucht, um auf die weltweit bestehenden Gewalttaten und Einschränkungen der Freiheiten von Frauen aufmerksam zu machen.

Der Remscheider „Runde Tisch gegen Häusliche Gewalt“ beschäftigt sich regelmäßig mit der Thematik: In Remscheid ist  Gewalt gegen Frauen nach wie vor an der Tagesordnung. Gewalt findet in allen Bevölkerungsschichten, allen Altergruppen unabhängig von Nationalität und ethnischer Herkunft statt. Die Kriminalstatistik 2019 weist für Remscheid 271 Strafanzeigen wegen häuslicher Gewalt aus. „In 95 Fällen wurde der Täter zum Schutz der Opfer für zehn Tage der Wohnung verwiesen oder ein Rückkehrverbot ausgesprochen“, so der Kriminalbericht. Über 93% der Tatverdächtigen waren Männer. 18 Frauen wurden Opfer einer Vergewaltigung.

Die Coronakrise hat die Situation von Frauen und Kindern noch einmal verschärft. Sie sind aufgrund von Kontaktbeschränkungen isoliert und suchen sich seltener Hilfe in ihrem Umfeld, bei einer Beratungsstelle oder im Frauenhaus. „Viele Taten werden in diesem Jahr ohne Anzeige bleiben“, so Christel Steylaers, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte der Stadt.

Ermutigung für Opfer

Der Runde Tisch unterstützt die bundesweite Kampagne des Weißen Rings: „Schweigen macht schutzlos, mach dich laut“. Diese Kampagne ermutigt Opfer, erlittene Straftaten zur Anzeige zu bringen.

Alle Bürgerinnen und Bürger können etwas gegen die alltägliche Gewalt tun: Hinsehen und Helfen! Wer im Beruf oder im sozialen Umfeld mit Gewalt konfrontiert wird, darf nicht wegsehen, sondern sollte handeln. Eine im Frauenbüro und an vielen Stellen ausliegende Notfallkarte bietet Übersicht über geeignete Stellen. Schnelle Hilfe für Betroffene gibt es in 18 Sprachen online und per Telefon beim Hilfetelefon.de unter 08000 116 016

Der Runde Tisch gegen häusliche Gewalt Remscheid arbeitet seit vielen Jahren unter dem Motto „Gewalt ist nie privat“ an der fachlichen Aufarbeitung verschiedener Formen von häuslicher und sexualisierter Gewalt, bemüht sich um Vernetzung der Anlauf- und Beratungsstellen und betreibt Aufklärung. Am Runden Tisch sind viele Institutionen, Beratungsstellen, wie die Beratungsstelle für Frauen und Mädchen sowie die Fachberatungsstelle gegen sexualisierte Gewalt – Indigo des SkF e.V. Bergisch Land, Betreuungseinrichtungen wie das Frauenhaus des SkF, Polizei und Justiz vertreten.

Der Gedenktag geht zurück auf den Tod der drei Schwestern Mirabal, die am 25.11.1960 in der Dominikanischen Republik vom militärischen Geheimdienst gefoltert, vergewaltigt und ermordet wurden. Auf einem Treffen von lateinamerikanischen und karibischen Feministinnen 1981 in Bogotá, Kolumbien, gedachten die Teilnehmerinnen dieser Frauen und riefen den 25. November als internationalen Gedenktag an die Opfer von Gewalt an Frauen und Mädchen aus. 1999 wurde er von der UN Generalversammlung festgelegt.

Legal Highs – Ein Feature über Drogen im Onlinehandel

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„Legal Highs“ sind Designerdrogen, meist legal und sehr gefährlich. Sie werden online zum Kauf angeboten und per gewünschter Versandart zugestellt. Die Drogenköche nutzen die Langsamkeit der Gesetzgebung: Sobald eine Substanz erkannt und verboten ist, erscheinen bald neue chemische Verbindungen in den Versandläden und versprechen einen noch größeren Kick.

Der Autor Jörn Klare zeigt das System hinter einem Drogenhandel auf, der sich weitgehend im Rahmen der Gesetze bewegt, und hat dafür sowohl Konsumenten als auch einen Drogendesigner getroffen. „Legal Highs – Ein Feature über Drogen im Onlinehandel“ heißt das neue ARD radiofeature, das ab Mittwoch, 25. November 2020, in sieben Wort- und Kulturwellen der ARD zu hören und im Internet unter www.ardaudiothek.de als Podcast verfügbar ist.

„Jeder Mensch in jeder Gesellschaft hat ein Recht auf Rausch“, sagt Drogenkoch „Dr. Zee“, dem es angeblich um die Erkundung innerer Räume geht. Ein Drogenkonsument, der nicht genannt werden möchte, erzählt: „Legal Highs sind in der Feierszene allgegenwärtig.“ Viele Stoffe sind hochkonzentriert. Für einen Trip reichen dann schon wenige Mikrogramm. Eine falsche Dosis kann verheerend wirken. Allein der Hautkontakt mit kaum sichtbaren Mengen ist potenziell tödlich.

„Legal Highs“ ist ein Sammelbegriff, unter dem Räuchermischungen, Badesalze und sogenannte Research Chemicals zusammengefasst sind. Vom Betäubungsmittelgesetz werden sie nicht oder nur unzureichend erfasst. Daran hat auch das 2016 verabschiedete Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz kaum etwas geändert. Verfolgungsbehörden und Drogenlabore liefern sich ein Katz- und Maus-Spiel.

Über den Autor

Jörn Klare, 1965 geboren, ist ein deutscher Journalist, Buchautor und Dramatiker. Für seine Radiofeatures wurde er mehrfach ausgezeichnet, unter anderem zweimal mit dem Robert-Geisendörfer-Preis.

Sendetermine

  • SWR 2 – Mittwoch, 25. November 2020, 22:03 Uhr
  • BR 2 – Samstag, 28. November 2020, 13:05 Uhr
  • SR 2 KulturRadio – Samstag, 28. November 2020, 17:04 Uhr
  • Bremen Zwei (RB) – Samstag, 28. November 2020, 18:05 Uhr
  • NDR Info – Sonntag, 29. November 2020, 11:05 Uhr
  • WDR 5 – Sonntag, 29. November 2020, 11:04 Uhr
  • hr2-kultur – Sonntag, 29. November 2020, 18:05 Uhr

FDP trauert um Peter Harnischmacher

Die Freien Demokraten in Remscheid trauern um ihren Ehrenvorsitzenden Peter Harnischmacher. Der Alt-Bürgermeister der Stadt Remscheid und ehemalige Kreis- und Fraktionsvorsitzende der FDP starb im Alter von 85 Jahren.

Peter Harnischmacher war seit 63 Jahren Mitglied der FDP. Er gehörte dem Rat von 1975 bis 1984 und 1989 bis 1992 – zuletzt als Fraktionsvorsitzender – an. Von 1979 bis 1984 war er als Bürgermeister der Stellvertreter des damaligen Oberbürgermeisters Willi Hartkopf. Den FDP-Kreisverband leitete er in Jahren 1992 bis 1995. Nach seinem Ausscheiden bestimmte ihn die Remscheider FDP zu ihrem Ehrenvorsitzenden.

Der Kreisvorsitzende Torben Clever würdigt die herausragende Rolle Harnischmachers in der FDP Remscheid: „Mit Peter Harnischmacher verlieren wir eine außergewöhnliche Persönlichkeit. Er hat über die vergangenen Jahrzehnte die verschiedensten Ämter und Funktionen in der Remscheider FDP ausgeübt und hat uns auf allen Ebenen vom Bund über das Land bis zum Bezirk vertreten. Nachdem er sich als Kreisvorsitzender zurückgezogen hatte, stand er uns bis in die Gegenwart mit seiner Freundschaft, seiner Erfahrung und seinem kritischen Geist zur Seite. Er hinterlässt mit seinem plötzlichen Tod eine große Lücke, und wir werden ihn sehr vermissen.“

Sven Chudzinski, Vorsitzender der Freien Demokraten im Rat, verabschiedet sich von Harnischmacher als einem der großen Remscheider Liberalen: „Peter Harnischmacher hat die Arbeit der Freien Demokraten in den vergangenen Jahrzehnten geprägt, wie es nur wenige seit der Gründung der FDP vor fast 75 Jahren getan haben. Er hat den politischen Liberalismus in Remscheid mit hohem Engagement und unermüdlicher Tatkraft mitgestaltet. Als Kommunalpolitiker setzte er sich pragmatisch und selbstbewusst zum Wohl der Stadt Remscheid ein. Seine Leidenschaft galt dabei auch immer besonders seiner Heimat Lüttringhausen. Wir sind Peter Harnischmacher zu großem Dank verpflichtet.“

Unsere Gedanken und unsere tief empfundene Anteilnahme sind in diesen schweren Stunden bei seiner Ehefrau, seinen Kindern und Enkelkindern und deren Familien.

Weihnachten – ohne ökologischen Schaden anzurichten

Die Adventszeit steht vor der Tür. Und damit in vielen Haushalten auch der Wunsch nach einem Weihnachtsbaum. Hier ein Natur-Tipp der Natur-Schule Grund zum Thema: Natur-Schule Grund weist auf Öko-Weihnachtsbäume hin.

Jährlich werden rund 25 Millionen Weihnachtsbäume in Deutschland verkauft. 90% davon stammen aus Plantagen-Anbau mit intensivem Gebrauch von Pestiziden und Düngemitteln: Insektizide gegen Rüsselkäfer und Läuse, Herbizide gegen konkurrierendes Gewächs und Mineraldünger für einen gleichmäßigen Wuchs und für eine intensive Grün- oder Blaufärbung der Nadeln (Quelle: www.nabu.de). „Das bekommt Tieren, Pilzen und Pflanzen ebenso wenig wie Gewässern und Boden, zumal Weihnachtsbaum-Kulturen oft im Mittelgebirge zu finden sind, wo all diese Umweltbereiche eng miteinander verwoben sind„, sagt Jörg Liesendahl, Biologe und Pädagogischer Leiter der Natur-Schule Grund in Remscheid.

Als der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (www.bund.de) im vergangenen Jahr „stichprobenartig die Nadeln von Weihnachtsbäumen an deutschen Verkaufsstellen testete, wurde man bei 76 Prozent der analysierten Bäume fündig. Insgesamt wurden bei dem Test neun verschiedene Pestizide gefunden, von welchen fünf zu den gefährlichsten zählen, die derzeit in der EU eingesetzt werden.“ Und solche Bäume holen wir uns dann in unser Wohnzimmer?

Angesichts der aktuellen Waldschäden ist auch die Fläche der Weihnachtsbaum-Monokulturen nicht zu verantworten, die alleine in Deutschland rund 50.000 Hektar ausmacht. Kaum auszumalen, wenn hier naturnahe Wälder stünden oder auf eigentlich landwirtschaftlichen Anbauflächen Nahrungsmittel angebaut würden. Rund 10% der in Deutschland verkauften Weihnachtsbäume stammen aus Nachbarländern wie Dänemark oder Polen. Schon alleine wegen der teilweise weiten Transportwege sind diese Bäume äußerst fragwürdig.

Schmuck für den Weihnachtsbaum kann man auch selber nähen.
Schmuck für den Weihnachtsbaum kann man auch selber nähen.

Einen Weihnachtsbaum in die Wohnung zu holen, ist also auch eine Frage der ökologischen Belastung, die wir der Umwelt (und uns) damit aufhalsen. Doch es gibt Alternativen, die diese Belastung deutlich verkleinern und unser Wohnzimmer von Schadstoffen frei halten.

Die Natur-Schule Grund in Remscheid weist vor allem auf folgende Alternativen zum konventionelle Weihnachtsbaum hin:
Wer nicht auf den grünen Baum verzichten will, sollte nur Bäume aus ökologischer Waldwirtschaft oder aus anerkannt ökologischen Weihnachtsbaumkulturen kaufen. Dies sind FSC-zertifizierte Forstbetriebe und Baumschulen, Gärtnereien und Biohöfe, die nach den Richtlinien des Naturland-, Bioland- oder des BIO-Siegels (sechseckiges Logo) produzieren. Auch einige Gartencenter haben inzwischen Bäume mit BIO-Siegel im Angebot. Im Jahr 2017 hat die Umweltorganisation Robin Wood eine Liste von Verkaufsstellen für ökologische Weihnachtsbäume veröffentlicht, die auch für Remscheid und das Bergische Städtedreieck Bezugsquellen beinhaltete.

Ein besonderes Erlebnis v.a. für Familien mit Kindern ist es, einen Weihnachtsbaum selbst im Wald zu fällen. Interessierte können sich hierfür an das örtliche Forstamt wenden. Fragen Sie gleichzeitig auch nach dem Einsatz von Pestiziden. I.d.R. werden im Forst Pestizide eher nicht angewendet, anders halt als auf Weihnachtsbaum-Kulturen. Wer kein eigenes Auto hat, kann sich den Baum von regionalen Anbietern liefern lassen oder das Angebot von www.bio-weihnachtsbaum-versand.de nutzen.

Gibt es weitere Alternativen?

Christbaumschmuck selbstgebastelt: Ein Engel aus einem alten Notenblatt.
Christbaumschmuck selbstgebastelt: Ein Engel aus einem alten Notenblatt.

Ständig beworben, aber ökologisch höchst fragwürdig sind Plastikbäumchen. Auch bei mehrjährigem Gebrauch bessert sich deren Ökobilanz nur unwesentlich. Den Weihnachtsbaum mit Ballen möchte die Natur-Schule ebenfalls nicht empfehlen, da dieser – nach Weihnachten in den Garten gepflanzt – dort wertvolle Fläche verbraucht, die dann für eine insekten- und vogelfreundliche Gestaltung Ihres Gartens fehlt.

Aber es gibt auch natürliche Alternativen zu den üblichen Nadelbäumen. So holten sich unsere Vorfahren um die Wintersonnenwende neben Tannen auch immergrüne Sträucher wie Buchsbaum, Mistel oder Wacholder als festlichen Schmuck in die Häuser. Später dienten Obstbäume, Eichen oder Birken als Gabenbäume, behängt mit Gebäck, Wurst, Obst, Geschenken und Papierblumen. Auch so manche große Zimmerpflanze eignet sich als Alternative zum Weihnachtsbaum.

Aus Naturmaterialien lassen sich Bäume und Christbaumschmuck leicht selber basteln. Der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt. Schnee- oder Glitzersprays als Deko sollten bitte niemals auf Weihnachtsbäumen landen, da Glitzer häufig aus PET besteht und sich dieses Mikroplastik in der Umwelt nur sehr langsam abbaut. Außerdem können Nadelbäume mit Glitzerspray nicht kompostiert werden.

Tatort: Jubiläums-Doppelfolge „In der Familie“ im Ersten

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50 Jahre TATORT: Jubiläums-Doppelfolge „In der Familie“ im Ersten und viele Extras im Netz.

Deutschlands älteste und erfolgreichste Krimi-Reihe wird 50! Die ARD feiert diesen runden Geburtstag mit einer Doppelfolge, in der die KommissarInnen des Dortmunder Teams gemeinsam mit ihren Kollegen aus München ermitteln. Teil I (WDR/BR) des Jubiläums-„Tatort: In der Familie“ ist am 29. November zu sehen, Teil II (BR/WDR) folgt am 6. Dezember, jeweils um 20:15 Uhr im Ersten.

Drehstart in München für die Jubiläums-Doppelfolge vom Tatort: Ivo Batic (Miroslav Nemec), Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl), Regisseurin Pia Streitmann, Peter Faber (Jörg Hartmann) und Produzent Michael Polle. Foto: WDR/BR/Hagen Keller
Drehstart in München für die Jubiläums-Doppelfolge vom Tatort: Ivo Batic (Miroslav Nemec), Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl), Regisseurin Pia Streitmann, Peter Faber (Jörg Hartmann) und Produzent Michael Polle. Foto: WDR/BR/Hagen Keller

Tom Buhrow, ARD-Vorsitzender und WDR-Intendant:

„Intensiv, vielfältig und spannend: Der ,Tatort‘ ist ein Dauerbrenner, der sich stetig weiterentwickelt und immer wieder für Gesprächsstoff sorgt. Zum Erfolgsgeheimnis gehören 22 großartige Teams, die mit ihren regionalen Eigenheiten auch gesellschaftlich relevante Themen vermitteln. Der ‚Tatort‘ ist damit so vielfältig wie die ganze ARD und zeigt seit Jahrzehnten, was unseren Senderverbund ausmacht. Als bekennender Fan sage ich: Man geht mit dem ,Tatort‘ durchs Leben. Auch in Zukunft. Herzlichen Glückwunsch zum 50. Jubiläum und Danke an unser ‚Tatort‘-Publikum für den großen Zuspruch!“

Volker Herres, Programmdirektor Erstes Deutsches Fernsehen:

„Seit einem halben Jahrhundert ist der ‚Tatort‘ Synonym und Leitwährung für den deutschen Krimi. Ein halbes Jahrhundert, das bedeutet im schnelllebigen Fernsehen eine gefühlte Ewigkeit. Und trotzdem ist dem ‚Tatort‘ ein kleines Wunder gelungen: Obwohl er Geschichte geschrieben hat, hat er nie Staub angesetzt. Im Gegenteil: Er ist mit der Zeit gegangen und hat sich dauernd neu erfunden. ‚In der Familie‘ heißt die außergewöhnliche Jubiläums-Doppelfolge – ein sprechender Titel: Denn am Sonntag um 20:15 Uhr sind die Deutschen im Ersten tatsächlich ‚in der Familie‘, in einer großen, generationsübergreifenden Fernsehfamilie! Ich freue mich, dieses Familienfest gemeinsam mit unseren ZuschauerInnen vor den Bildschirmen feiern zu können!“

Zum Inhalt der Jubiläums-Doppelfolge „In der Familie“

Tatort - In der Familie: Juliane Modica (Antje Traue, rechts) führt mit ihrem Mann eine Pizzeria in Dortmund. Ihre 17-jährige Tochter Sofia (Emma Preisendanz, links) hilft nach der Schule aus. Foto: WDR/Frank Dicks
Tatort – In der Familie: Juliane Modica (Antje Traue, rechts) führt mit ihrem Mann eine Pizzeria in Dortmund. Ihre 17-jährige Tochter Sofia (Emma Preisendanz, links) hilft nach der Schule aus. Foto: WDR/Frank Dicks

Für Luca Modica (Beniamino Brogi) ist die Familie sein Ein und Alles. Mit seiner Ehefrau Juliane (Antje Traue) führt er eine kleine Pizzeria in Dortmund. Ihre 17-jährige Tochter Sofia (Emma Preisendanz) weiß nicht, woher das Geld stammt, von dem die Familie lebt. Das Restaurant läuft nicht gut, aber regelmäßig kommen Lieferungen, die vor Ort umgeladen werden. Mit einer Lieferung taucht plötzlich Pippo Mauro (Emiliano de Martino) auf. Er hat in München einen Mord begangen. Luca muss ihm Unterschlupf bieten, die ‚Ndrangheta verlangt es. Nach anfänglichem Zögern nähern sich die beiden Männer an. Pippo bringt Luca auf neue Geschäftsideen und dieser wittert das große Geld. Gleichzeitig drängt Juliane Luca, endlich aus den illegalen Geschäften auszusteigen.

Während die Dortmunder Ermittler Peter Faber (Jörg Hartmann), Martina Bönisch (Anna Schudt), Nora Dalay (Aylin Tezel) und Jan Pawlak (Rick Okon) das Restaurant der Modicas observieren, reisen ihre Münchner Kollegen Ivo Batic (Miroslav Nemec) und Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) nach Dortmund, um Mauro festzunehmen. Doch die Dortmunder wollen erst mehr über die Hintergrundorganisation der Familie erfahren, bevor sie zugreifen. Im zweiten Teil kulminieren die Ereignisse rund um Sofia, die die Geschehnisse in ihrer Familie mehr und mehr begreift.

Die Drehbücher für die „Tatort“-Doppelfolge „In der Familie“ stammen von Bernd Lange („Requiem“, „Was bleibt“, „Das Verschwinden“). Produzent beider Filme ist Michael Polle, X Filme Creative Pool. Die Redaktion liegt gemeinschaftlich bei Frank Tönsmann (WDR) und Stephanie Heckner (BR).

Tatort - In der Familie: Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl), Jan Pawlak (Rick Okon), Nora Dalay (Aylin Tezel), Peter Faber (Jörg Hartmann), Martina Boenisch (Anna Schudt), Ivo Batic (Miroslav Nemec). Foto: WDR/Frank Dicks
Tatort – In der Familie: Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl), Jan Pawlak (Rick Okon), Nora Dalay (Aylin Tezel), Peter Faber (Jörg Hartmann), Martina Boenisch (Anna Schudt), Ivo Batic (Miroslav Nemec). Foto: WDR/Frank Dicks

Der TATORT in der ARD-Mediathek

Zum Jubiläum bekommt der „Tatort“ einen eigenen Auftritt in der ARD-Mediathek, mit allen verfügbaren Videos zu den „Tatort“-Folgen, die im Ersten und in den Dritten Programmen gesendet werden. Von Erstausstrahlungen bis hin zu Klassikern, begleitenden Extras und Einblicken in die Dreharbeiten wartet ein umfangreiches Videoangebot. Übersichtlich gebündelt nach Teams und Städten kommen Krimifans hier auf ihre Kosten.

Teil I der Jubiläums-Doppelfolge „In der Familie“ ist bis einschließlich 29. Mai 2021, Teil II bis einschließlich 6. Juni 2021 in der ARD-Mediathek abrufbar: www.ardmediathek.de/ard/tatort/

Die TATORT-Homepage

Nicht nur im Fernsehen, auch in der digitalen Welt ist der „Tatort“ eine der erfolgreichsten und beliebtesten Marken der ARD. Die zentrale Anlaufstelle im Netz heißt www.tatort.de. Hier finden Krimi-Fans alle Informationen rund um den „Tatort“. Zum Jubiläum wird es neben einer multimedialen Web-Dokumentation, die auf die Erfolgsgeschichte zurückblickt, auch ein umfangreiches Webspecial geben.

Der TATORT auf Social Media

Natürlich wird das „Tatort“-Jubiläum nach allen Regeln der – digitalen – Kunst gefeiert! Die Community kann auf www.tatort.de und den „Tatort“-Kanälen bei Twitter, Facebook und Instagram selbst ermitteln und bei sogenannten Crimini-Cases kleine Kriminalfälle lösen, die alle im Zusammenhang mit dem „Tatort“ stehen. Wer Augmented Reality liebt, kann die berühmte Umrisszeichnung eines Tatorts ins heimische Wohnzimmer projizieren. Darüber hinaus werden sich in den kommenden Tagen bis zur Ausstrahlung der Jubiläums-Doppelfolge einige Überraschungen in den sozialen Medien finden: „Tatort“-Clips der ganz besonderen Art. Außerdem wird es eine virtuelle Preview geben. Insgesamt 50 glückliche GewinnerInnen können zusammen mit KommissarInnen und MacherInnen am 26. November bereits drei Tage vor Ausstrahlung des ersten Teils im Ersten beide Jubiläums-Filme sehen – und anschließend mit ihnen chatten. Zuvor muss man allerdings sein Wissen über 50 Jahre „Tatort“ unter Beweis gestellt und auf www.tatort.de 30 Quiz-Fragen aus 50 Jahren „Tatort“ richtig beantwortet haben.