Achtung! Corona: Betrüger melden sich als erkrankte Enkel!

Als wäre die Corona-Pandemie allein nicht schon schlimm genug. Gestern Mittag wurde eine 81-jährige Hattingerin von ihrer angeblichen Tochter angerufen, welche schwer an Corona erkrankt sei. Für die Behandlung im Hattinger Krankenhaus würden 30.000,- Euro benötigt. Zunächst übergab die Hattingerin in der Moltkestraße eine Tasche mit Schmuck an einen unbekannten Mann. Dieser kann wie folgt beschrieben werden:

  • ca. 30 – 40 Jahre alt
  • ca. 175cm groß
  • vermutlich deutsch
  • dunkle Haare
  • etwas dickere Statur

Anschließend machte sie sich auf den Weg zur Postbank, um Geld von ihrem Konto abzuheben. Dies kam dem Bankangestellten komisch vor und er informierte die Polizei. So konnte der Betrug aufgedeckt und zum Glück Schlimmeres verhindert werden. Denken Sie dran: Die Polizei fordert niemals Bargeld oder Wertsachen! Sprechen Sie mit ihren Angehörigen über das Thema.

Sexuelle Belästigung: Polizei fasst 57-jährigen Hildener

Die Polizei hat am Mittwoch (18. November 2020) in Hilden einen 57-jährigen Mann vorläufig festgenommen. Der Hildener war im Bereich einer Bushaltestelle vor einer Grundschule an der Beethovenstraße auffällig geworden, weil er laut Zeugenangaben in schamverletzender Weise sexuelle Handlungen an sich vorgenommen haben soll.

Bereits am Dienstagmorgen (17. November 2020) wurde die Polizei gegen 7:30 Uhr von einer Zeugin alarmiert. Die Frau gab an, dass sich an einer Bushaltestelle an der Grundschule an der Beethovenstraße ein Mann aufhalte, der sich pornographische Videos auf seinem Smartphone ansehe und in schamverletzender Weise sexuelle Handlungen an sich vornehmen würde.

Leider konnte die Polizei im Rahmen einer sofort eingeleiteten Fahndung am Dienstagmorgen jedoch den Verdächtigen nicht antreffen.

Gestern Morgen (Mittwoch, 18. November 2020) wurde der Polizei der Mann dann erneut telefonisch gemeldet. Wieder habe er im Bereich der Bushaltestelle sexuelle Handlungen an sich vorgenommen. Aufgrund des Einsatzes vom Vortag war die Polizei in Hilden bereits vorgewarnt und hatte den Bereich im Rahmen der Schulwegsicherung und Streife verstärkt in den Fokus genommen – so konnte der Mann um kurz vor 8 Uhr morgens an der Bushaltestelle angetroffen werden. Die Polizeibeamten legten dem Mann Handschellen an und nahmen ihn vorläufig fest.

Konsequenzen für den Hildener

Er musste mir zur Wache, wo er erkennungsdienstlich behandelt wurde. Sein Smartphone wurde als Beweismittel sichergestellt, um es auf möglicherweise strafbare Inhalte zu untersuchen. Die Polizisten führten eine Gefährderansprache durch und leiteten ein Strafverfahren wegen sexuellen Handlungen vor Kindern nach § 176 (4) des StGB gegen ihn ein.

Beginn der herbstlichen Waldpflegesaison

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Unser Wald ist durch den Klimawandel akut bedroht. Er ist auch in Remscheid im Klimastress und benötigt Hilfe.

Der gesellschaftlich geforderte und in Remscheids Wäldern seit Jahren bereits praktizierte ökologische Waldumbau erfordert laufend konkrete Maßnahmen. Stufig aufgebaute und naturnahe Waldbestände mit möglichst vielen unterschiedlichen Baumarten, in denen Bäume aller Altersklassen und Dimensionen in einem Bestand vertreten sind, erfordern eine turnusmäßige Waldpflege – auch und insbesondere in der aktuell problematischen Situation.

Vorrangiges Ziel dieser Pflegemaßnahmen ist es, vitale oder in ihrer Wuchsdynamik gegenüber anderen Baumarten unterlegene Bäume, wie z.B. Eichen, Vogelkirschen und Ahorne durch Öffnung des zuvor geschlossenen Kronendaches zu fördern. Vitale Bäume und der bereits vorhandene Baumnachwuchs erhalten so mehr Wuchsraum. So wird Licht in zuvor geschlossene Waldbestände gebracht und die so eingeleitete natürliche Verjüngung des Waldes unterstützt.

NRW-Preis für vorbildliche Waldbewirtschaftung

Dafür, dass dies im TBR-Stadtforstamt seit bereits 20 Jahren erfolgreich und vorausschauend umgesetzt wurde, erhielt die Stadt Remscheid im vergangenen Jahr im NRW-Landtag sogar den NRW-Preis für vorbildliche Waldbewirtschaftung, verliehen durch die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald e.V. und das NRW-Umweltministerium.

Dennoch sorgen sich viele Bürger*innen um ihren Wald und fragen nach den vielfach sichtbaren Farbmarkierungen auch auf gesunden Bäumen. Der für alle mittlerweile spürbare Klimawandel zwingt dazu, die Waldbestände in puncto Stabilität durch mehr Ungleichaltrigkeit und Mischung von verschiedenen Baumarten auf die Folgen der Klimaveränderung weiter vorzubereiten. Somit werden Risiken für den Wald, z.B. durch Stürme, Schädlinge oder Trocknis durch Mischung und Altersgliederung möglichst breit verteilt und insgesamt verringert.

Nachhaltigkeit im Vordergrund

Schön anzuschauen ist die Natur um Remscheid zu jeder Jahreszeit. Foto: Sascha von Gerishem

Die Bewirtschaftung des Remscheider Waldes erfolgt dabei nach den Grundsätzen einer naturgemäßen Waldwirtschaft und ist bereits seit dem Jahre 2001 nach den allgemein anerkannten Prinzipien des PEFC zertifiziert.

Wesentlicher Bestandteil des forstlichen Auftrages des TBR-Stadtforstamtes ist es, nachhaltig zu wirtschaften und darüber hinaus auch die regionale Nachfrage nach Rundholz zu befriedigen und so den nachwachsenden Rohstoff Holz wertschöpfend zu vermarkten. Nachweislich werden durch den Einschlag und die Verarbeitung von je 100 Cbm Rohholz in Deutschland ein Arbeitsplatz in der Forst- und Holzbranche dauerhaft gesichert.

Was die Nachhaltigkeit betrifft, so wird in den Remscheider Wäldern nachweislich nur etwas mehr als die Hälfte des tatsächlich zuwachsenden Holzes genutzt.

Um einen ökologischen Waldumbau zu erzielen, ist es erforderlich, die Waldbestände regelmäßig zu pflegen, d.h. auch gesunde Bäume zu entnehmen. Dies geschieht im Remscheider Wald planmäßig in einem Turnus von i.d.R. fünf Jahren – auch und gerade in den hiesigen Naturschutzgebieten.

Kein „aufgeräumter“ Wald notwendig

Dass die Pflege und Durchforstung von Waldbeständen in Naturschutzgebieten nicht nur seine Richtigkeit hat, sondern sogar explizit den Schutzzwecken dient, geht u.a. aus den rechtsgültigen Landschaftsplänen für Remscheid hervor. Daher sind Waldpflegemaßnahmen und -konzepte auch langfristig mit der Biologischen Station und den Naturschutzbehörden abgestimmt und werden auch von den örtlichen Naturschutzverbänden wie dem NABU oder der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald mit unterstützt.

Das bei den Waldpflegemaßnahmen anfallende Holz wird durch das TBR-Stadtforstamt verkauft. Rückepferde helfen uns dabei diese Maßnahmen besonders bodenschonend und vorbereitend für die eingesetzte Forsttechnik durchführen zu können. Es kann vorkommen, dass bereits verkaufte Stämme von Fuhrunternehmern der Holzkäufer übersehen oder der Wald als zeitweises Außenlager von Sägewerken und holzverarbeitenden Betrieben liegengelassen werden.

Restholz, das nicht einer stofflichen oder energetischen Verwertung zugeführt wird, verbleibt als für den Wald wichtige Biomasse auf der Fläche und bietet einer Vielzahl von Organismen einen Lebensraum. Die im Holz gebundenen Nährstoffe werden bei der Verrottung wieder freigesetzt und dem Waldboden zugeführt.

Der Wald muss nicht „aufgeräumt“ sein, um gut in Schuss zu sein, ganz im Gegenteil. Foto: Sascha von Gerishem

Für den unbedarften Waldbesuchenden hinterlässt das allerdings den Eindruck eines eher „unaufgeräumten“ Waldes. Die Natur selbst kennt und braucht dabei keinen „aufgeräumten“ Wald. Das für das Waldökosystem erhaltenswerte stehende Totholz kann innerhalb des Bestandes bei der Maßnahme gezielt markiert und dauerhaft als Lebensraum für viele Vogelarten, Fledermäuse, Insekten und Pilze erhalten werden.

Von den vielerorts deutlich sichtbaren Erfolgen dieses Waldumbaus der letzten Jahre können sich Waldbesucher in vielen Waldgebieten Remscheids, insbesondere im Bereich Küppelstein, in Lüttringhausen oder an Eschbach- und Neyetalsperre (Wipperfürth) vor Ort selbst überzeugen.

Mehrere Fahrzeuge beschädigt

Unbekannte beschädigten am Mittwochvormittag (18. November 2020) zahlreiche Fahrzeuge, welche an der Schützenstraße in Hilden abgestellt waren. Die Beamten stellten frische Schäden fest, welche vermutlich mit einem spitzen Gegenstand verursacht worden waren. Die Polizei ermittelt und bittet um Zeugenhinweise.

Am Mittwoch (18. November 2020) bemerkte der Halter eines Audi A4 einen frischen Lackschaden an der Beifahrerseite seines an der Schützenstraße geparkten Fahrzeuges. Ein unbekannter Täter hatte die rechte Fahrzeugseite, welche zum Gehweg der Schützenstraße weist, augenscheinlich mit einem spitzen Gegenstand absichtlich beschädigt. Weitere, im unmittelbaren Umfeld abgestellte Fahrzeuge, wiesen gleichartige Kratzer auf.

Erste Ermittlungen vor Ort ergaben, dass mindestens 13 Fahrzeuge unterschiedlichen Fabrikates durch unbekannte Täter beschädigt worden waren. Ein Teil der Kratzer soll nach Angaben von Zeugen bereits vor mehreren Tagen entstanden sein, während die Fahrzeuge an der Schützenstraße geparkt waren. Die Beamten leiteten ein Ermittlungsverfahren wegen Sachbeschädigung ein, der Gesamtsachschaden wird derzeit auf circa 16.000 Euro geschätzt.

Zeugen, die sachdienliche Angaben zur Tatbegehung oder dem Tatverdächtigen tätigen können, werden gebeten, sich jederzeit mit der Polizei Hilden, Telefon 02103 / 898 6410, in Verbindung zu setzen.

Gleich mehrere Hubschrauber-Einsätze für die Polizei

Am späten Mittwochabend, 18. November 2020, sowie am frühen Donnerstagmorgen, 19. November 2020, hat die Polizei in Langenfeld und Monheim am Rhein in jeweils einzelnen Einsätzen mit starken Kräften nach vermissten Personen gesucht, von denen eine akute Eigengefährdung nicht ausgeschlossen werden konnte. Dabei setzte die Polizei neben Personenspürhunden („Mantrailern“) auch jeweils einen Polizeihubschrauber ein. In allen drei Fällen konnten die gesuchten Personen wohlbehalten aufgefunden werden.

Gegen 22:10 Uhr wurde der Leitstelle der Kreispolizeibehörde Mettmann eine aus einem Leverkusener Klinikum abgängige Person gemeldet, welche sich möglicherweise in Langenfeld aufhalten könnte. Ein wegen eines kurz zuvor erlittenen Herzinfarkts behandelter Patient war aus dem Krankenhaus abgängig. Da die Polizei aufgrund der gesundheitlichen Situation des Mannes eine akute Selbstgefährdung nicht ausschließen konnte, wurden umgehend intensive Fahndungsmaßnahmen nach ihm eingeleitet und in dessen Rahmen auch bekannte Anlaufadressen des Patienten in Langenfeld überprüft. Nur wenige Minuten später erhielt die Polizei Hinweise auf eine verdächtige Person, welche sich im Langenfelder Ortsteil Mehlbruch auf der Niederstraße aufhalten solle. Da die Personenbeschreibung mit der des gesuchten Mannes aus dem Klinikum übereinstimmte, fahndete die Polizei daraufhin im Bereich Mehlbruch, Gieslenberg und Hausingen nach dem Mann und setzte dabei auch einen Polizeihubschrauber ein. So konnte der desorientierte Mann gegen 23:15 Uhr auf der Rheindorfer Straße angetroffen und einer ärztlichen Behandlung zugeführt werden.

Nur wenige Stunden später, um kurz nach 3 Uhr morgens am Donnerstag (19. November 2020), musste die Polizei dann erneut nach einem als vermisst gemeldeten Mann suchen – diesmal war ein Monheimer von seiner privaten Wohnanschrift abgängig. Da auch in diesem Fall von einer akuten Eigengefährdung ausgegangen werden musste, wurden erneut ein Mantrailer sowie ein Polizeihubschrauber als Verstärkung hinzugezogen. Auch hier suchte die Polizei nicht nur in Monheim am Rhein, sondern auch in Langenfeld-Mitte nach dem als vermisst gemeldeten Mann. Dabei wurde auch der Bereich des Rheins abgesucht. In der Nacht konnte der Mann jedoch nicht mehr angetroffen werden. Am Donnerstagmorgen konnten die Suchmaßnahmen dann allerdings gegen 10:20 Uhr eingestellt werden, da sich der Mann in Düsseldorf selbstständig in eine Behandlung begeben hatte.

Noch während der Suchmaßnahmen nach dem Monheimer wurde der Polizei dann gegen 6:45 Uhr erneut eine vermisste Person gemeldet: Eine junge Frau war aus dem LVR-Klinikum in Langenfeld-Reusrath als abgängig gemeldet worden. Da auch hier von einer akuten Eigengefährdung ausgegangen werden musste, wurde erneut der Polizeihubschrauber angefordert. Entwarnung gab es hier gegen 8:45 Uhr, als das Klinikpersonal die gesuchte Frau auf dem Klinikgelände antreffen konnte. Die Frau hatte sich in einem Raum eingeschlossen und das Gelände nicht verlassen.

Motorradfahrer gestürzt – schwerverletzt

Ein 66-jähriger Radevormwalder ist am Mittwochnachmittag, 18. November, auf der K13 in Oberröttenscheid mit seinem Motorrad gestürzt und hat sich dabei schwere Verletzungen zugezogen. Um 16:30 Uhr fuhr der 66-Jährige mit seiner Honda auf der K 13 von Wipperfürth kommend in Fahrtrichtung Radevormwald. In Höhe der Ortsdurchfahrt Oberröttenscheid bog ein 50-jähriger Wipperfürther mit seinem Pkw auf die K 13 in Richtung Wipperfürth ab. Der 66-Jährige bremste und verlor dabei die Kontrolle über seine Maschine. Bei dem Sturz zog er sich schwere Verletzungen zu. Ein Rettungswagen brachte ihn zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus.

Herrnhuter Sterne hängen schon

Das Sternendorf in der Lütterkuser Altstadt, organisiert vom Heimatbund Lüttringhausen, nahm heute wieder Gestalt an.

Schon morgens ging es los, dass ein Team um einen hiesigen Elektriker die Herrnhuter Sterne des Heimatbundes in der Lüttringhauser Altstadt aufgehängt hat. Mit einem Steigwagen wurden die gelben Sterne, die der Altstadt in Lüttringhausen das bekannte Adventsgesicht verleihen, über der Gertenbachstraße und der Richthofenstraße angebracht. Fotos und Videos vom Aufhängen werden wir hier nicht veröffentlichen.

Jährliche Spendensammlung

Jedes Jahr ruft der Heimatbund Lüttringhausen zu einer Spendensammlung zur Finanzierung der adventlichen Beleuchtung auf. Spenden kann man an den Heimatbund-Förderverein Lüttringhausen bei der Stadtsparkasse Remscheid (IBAN DE66 3405 0000 0000 2222 24) oder bei der Volksbank im Bergischen Land (IBAN DE 22 3406 0094 0004 6398 11). Der Heimatbund stellt auf Wunsch ab 50 Euro auch eine Spendenbescheinigung aus, dazu gibt man bitte die eigene Anschrift bei der Überweisung an.

Wer selbst Herrnhuter Sterne kaufen möchte, wird im Flair-Weltladen in der Gertenbachstraße 17 in Lüttringhausen fündig. Der Weltladen hält eine große Auswahl verschiedener Modelle für innen und außen vor und verfügt über eine breite Auswahl an Farben. Im November und Dezember verzichtet der Flair-Weltladen der Ökumenischen Initiative Lüttringhausen zudem auf die Mittagspause und hat von Montag bis Freitag durchgängig von 10 bis 18 Uhr und samstags weiter von 10 bis 13 Uhr geöffnet. Herrnhuter Sterne gibt es auch als Lichterkette für den Weihnachtsbaum oder sogar als kleine Hängeskulptur für den Schreibtisch. Die Adventszeit kann kommen.

Brennende Gartenlauben sorgten für Großeinsatz

Um 2.25 Uhr rückten die hauptamtlichen Kräfte am heutigen Donnerstag nach Welper aus. In einer Kleingartenanlage „Am Büchsenschütz / Am Schewenkamp“ wurde der Brand einer Gartenlaube gemeldet.

Bereits auf der Anfahrt war Feuerschein sichtbar. Vor Ort brannten zwei Gartenlauben sowie mehrere Nebengebäude. Da hier schnell eine Vielzahl von Einsatzkräften erforderlich war rückten auch die freiwilligen Einheiten aus Nord und Oberbredenscheid aus. Diese waren sehr schnell vor Ort, so dass mit den umfangreichen Löscharbeiten begonnen werden konnte. Über rd. 250 Meter wurden B-Leitungen verlegt und eine Wasserversorgung aufgebaut. Unter schwerem Atemschutz begannen die Einsatzkräfte mit den Löscharbeiten. Der Brand hat sich schnell ausgebreitet, so dass beide Lauben sowie die Nebengebäude und Anbauten in Vollbrand standen. Außerdem hatte das Feuer bereits auf die angrenzende Böschung übergegriffen.

Massiver Personaleinsatz der Feuerwehr Hattingen bei dem Brand von Gartenlauben. Foto: Jens Herkströter
Massiver Personaleinsatz der Feuerwehr Hattingen bei dem Brand von Gartenlauben. Foto: Jens Herkströter

Neben dem massiven Löschangriff in der Gartenlage wurde ein zweiter Abschnitt oberhalb der Gärten aufgebaut. Von der Straße Am Hissenberg bekämpften die Einsatzkräfte zusätzlich den Brand der Böschung. Der aufkommende Wind fachte das Feuer immer wieder an. Eine besondere Gefahr stellten mehrere 11 kg Propangasflaschen in den Lauben dar. Hier mussten die Einsatzkräfte mit besonderer Sorgfalt arbeiten. Teilweise hatten die Sicherheitsventile schon ausgelöst und die Flaschen entleert. Auch war unklar, ob sich noch Personen in den Gebäuden befanden. Dies bestätigte sich zum Glück nicht.

Feuerwehr mit massivem Personaleinsatz

Dank dem massiven Personal- und Materialeinsatz ist es der Hattinger Feuerwehr gelungen, die Ausbreitung auf weitere Gartenlauben zu verhindern. In der Hochphase des Einsatzes waren ein B- und vier C-Rohre vorgenommen worden. Insgesamt 12 Trupps unter schwerem Atemschutz waren im Verlauf der Löscharbeiten im Einsatz. Daher wurde auch der Abrollcontainer Atemschutz ergänzend zur Einsatzstelle gebracht.

Während der Löscharbeiten verletzte sich ein Feuerwehrmann am Fuß und begab sich vorsorglich ins Krankenhaus. Dieses konnte er nach einer Kontrolle wieder verlassen.

Nachdem die Flammen bekämpft waren, musste eine Vielzahl von Glutnestern gelöscht werden. Um an diese zu gelangen, mussten die Feuerwehrleute teilweise mit Brechwerkzeug an den verbliebenen Resten der Gebäude arbeiten. Daher gestalteten sich die Nachlöscharbeiten auch sehr zeit- und personalintensiv. Abschließend wurden Teile der Einsatzstelle mit einem Schaumteppich abgedeckt.

Während der Einsatzmaßnahmen besetzten Kräfte des Löschzuges Mitte die Hauptwache und stellten so den Grundschutz im Stadtgebiet weiterhin sicher.

Massiver Personaleinsatz der Feuerwehr Hattingen bei dem Brand von Gartenlauben. Foto: Jens Herkströter
Massiver Personaleinsatz der Feuerwehr Hattingen bei dem Brand von Gartenlauben. Foto: Jens Herkströter

Aufgrund der starken Rauchentwickelung wurde die Bevölkerung zwischenzeitlich über die App NINA gewarnt. Eine Gefahr durch die Rauchgase bestand für die Bürgerinnen und Bürger zu keiner Zeit.

Um 7.30 Uhr konnte der Einsatz zunächst beendet und die Einsatzstelle an die Polizei übergeben werden. Die Straße „Am Büchsenschütz“ war während der Einsatzmaßnahmen beidseitig gesperrt.

Große Kraftanstrengung plus Nacharbeit

Aber auf die Frauen und Männer der Hattinger Feuerwehr wartet im Anschluss noch eine Menge Arbeit. Neben der umfangreichen Dokumentation des Einsatzgeschehens müssen mehr als 20 Atemschutzgeräte gereinigt und wieder befüllt werden. Eine Vielzahl von Schläuchen ist zu reinigen. Die verschmutzte Einsatzkleidung aber auch die Fahrzeuge müssen gereinigt und wieder einsatzbereit gemacht werden.

An dem Einsatz waren mehr als 40 Kräfte der Hattinger Feuerwehr aus Haupt- und Ehrenamt im Einsatz. Sie alle haben durch ihre gute Leistung zum Erreichen des Einsatzziels beigetragen.

In den Gegenverkehr geraten – Drei Verletzte

Zwei Schwerverletzte, eine Leichtverletzte und hoher Sachschaden ist die Bilanz eines Verkehrsunfalls, der sich am Mittwoch (18.November) in Bergneustadt-Wiedenest ereignet hat.

Gegen 13:10 Uhr fuhr eine 18-jährige Fahranfängerin aus Gummersbach zusammen mit ihrer 17-jährigen Beifahrerin aus Richtung Olpe kommend auf der Olper Straße in Fahrtrichtung Bergneustadt. Nach einer Linkskurve verlor sie aus bislang noch ungeklärter Ursache die Kontrolle über ihren blauen BMW. Sie geriet in den Gegenverkehr, wo sie frontal mit dem entgegenkommenden Mercedes einer 60-jährigen Drolshagenerin kollidierte.

Durch die Wucht des Aufpralls zogen sich die Drolshagenerin und die 17-jährige Beifahrerin im BMW schwere Verletzungen zu. Die 18-jährige BMW-Fahrerin verletzte sich leicht. Alle mussten zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden. An den beiden Fahrzeugen entstand erheblicher Sachschaden; sie waren nicht mehr fahrbereit.

Die Olper Straße war für die Dauer der Unfallaufnahme und die anschließende Reinigung der Fahrbahn für etwa drei Stunden komplett gesperrt. Es kam zu erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen.

Motorradfahrer kollidiert frontal mit entgegenkommendem Fahrzeug

In den Gegenverkehr geraten ist am Mittwoch, 18. November, ein 63-jähriger Harley-Fahrer in Wipperfürth. Bei dem Unfall zog er sich schwere, die zwei Insassen eines Hyundai leichte Verletzungen zu.

Der 63-jährige Kölner fuhr um 12:20 Uhr mit seiner Harley-Davidson auf der L 302 in Fahrtrichtung Dohrgaul. Nach eigenen Angaben blendete ihn die tiefstehende Sonne, so dass er eine Rechtskurve nicht rechtzeitig sehen konnte. Er geriet in den Gegenverkehr und kollidierte dort frontal mit dem entgegenkommenden Hyundai i30 eines 65-jährigen Engelskircheners. Der Harleyfahrer zog sich bei dem Sturz schwere Verletzungen zu. Er wurde zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus verbracht.

Der Engelskirchener und seine 64-jährige Begleiterin verletzten sich leicht; sie wurden vor Ort vom Rettungsdienst behandelt. An den beiden Fahrzeugen entstand erheblicher Sachschaden. Sie waren nicht mehr fahrbereit. Im Bereich der Unfallstelle kam es aufgrund der Unfallaufnahme für etwa eine Stunde zu Verkehrsbeeinträchtigungen.

Stiftung Warentest vergibt „gut“ an faire Schokolade

Auch Nachhaltigkeit im Check: GEPA zahlt Erzeugern Preise „weit über Weltmarktniveau“.

Fair und gut: In der aktuellen Dezember-Ausgabe der Zeitschrift „test“ hat die Schokolade „Grand Noir Zarte Bitter 70%“ von Fair Trade-Pionier GEPA mit „gut“ abgeschlossen. Bei den Einzelbewertungen erhielt die GEPA zweimal „sehr gut“ („Mikrobiologische Qualität, Nutzerfreundlichkeit Verpackung) und dreimal „gut“ (Sensorik, Inhaltsstoffe, Deklaration). Warentest bescheinigte der GEPA außerdem, den Erzeugern Preise „weit über Weltmarktniveau“ zu zahlen. Insgesamt hat Warentest

24 Bitterschokoladen untersucht. Davon schnitten 13 Anbieter mit „gut“, neun mit „befriedigend“ und zwei mit „ausreichend“ ab. Darüber hinaus hat Warentest auch die Nachhaltigkeitsaussagen auf den Verpackungen von acht Anbietern überprüft.

Kakao-Anbau: Preis bestimmt das Familieneinkommen

Die GEPA konnte die Fragen zu Produktionsbedingungen bei ihrem Kakaopartner COOPROAGRO (Dominikanische Republik) und zu Nachhaltigkeitsversprechen allgemein – unter anderem auf der Verpackung – anhand konkreter Angaben wie Preise, Lieferkette, externe Kontrolle sowie Rechnungen, Zertifikate, Verträge transparent und plausibel belegen. Wie Michael Windfuhr, stellvertretender Direktor des Deutschen Instituts für Menschenrechte, hervorhebt, hängt vom Preis das Familieneinkommen ab. Warentest wies auch darauf hin, dass ausbeuterische Kinderarbeit bislang nur unzureichend eingedämmt wird.

Die GEPA zahlte im letzten Jahr ihren Partnergenossenschaften in Lateinamerika und Afrika durchschnittlich etwa 3.600 US-Dollar pro Tonne Bio-Kakao. Die GEPA lag damit 56,5 Prozent über dem durchschnittlichen Weltmarktpreis (2.300 US-Dollar, de.statista.com) und im Durchschnitt mehr als 22 Prozent über dem Fairtrade-Mindestpreis (2.940 US-Dollar inkl. Fairtrade- und Bioprämien). Dieser Fairtrade-Preis wurde inklusive Prämien im Herbst 2019 angehoben.

COOPROAGRO: Verbesserte Infrastruktur

Die GEPA arbeitet seit 2007 mit der Genossenschaft COOPROAGRO (Dominikanische Republik) zusammen, die zu ihren wichtigsten Lieferanten für Bio-Kakao zählt. Aus der Fairtrade-Prämie wurden u.a. Straßen, Stromleitungen und Straßenlaternen sowie ein Gemeindesaal finanziert. Außerdem investierte die Genossenschaft in eine dezentrale Verarbeitungsanlage und stellte Gelder für Angestellte und Arbeiter*innen bereit. Über die Verwendung entscheidet ein Arbeiterkomitee, in dem Angestellte, Arbeiter*innen und Saisonarbeiter*innen gleichermaßen entscheiden. COOPROAGRO entwickelt darüber hinaus einen Drei-Jahres-Plan mit Prämien-Ausschüttungen für die Gemeinden sowie ein Ausbildungs- und Fortbildungsprogramm für die Kleinbäuer*innen.

Transparente Lieferkette

Die GEPA verzichtet bei der Produktion ihrer Schokolade auf Mengenausgleich. Die bei COOPROAGRO zu fairen Bedingungen angebauten Kakaobohnen sind tatsächlich in der von Warentest untersuchten Lot-Nummer enthalten (physische Identität). Die Schokolade ist laut GEPA-Slogan „von der Bohne bis zur Tafel fair“, was die GEPA auch anhand von Verträgen, Rechnungen, Rezepturen und Produktionsprotokollen belegen konnte.

Lieferkettengesetz zur Einhaltung der Menschenrechte

Tritt das geplante Lieferkettengesetz in Kraft, müssen Hersteller dokumentieren, wie Menschenrechte entlang der Lieferkette eingehalten werden. Laut Bundverband der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI) reicht der Einkauf von nachhaltig zertifiziertem Kakao aus, was Warentest anders bewertet.

Für die GEPA als 100-prozentige Fair Handelsorganisation sind die Hauptkriterien des Fairen Handels wie Mindestpreise, Vorfinanzierung bei nachhaltig zertifiziertem Kakao nicht abgedeckt. Dort liegt der Schwerpunkt mehr auf Ertrags- und Qualitätsverbesserung.

Als Mitglied des Forums Fairer Handel unterstützt die GEPA die Kampagne lieferkettengesetz.de. Sie spricht sich daher für zivilrechtliche Haftung im Lieferkettengesetz aus. Darüber hinaus ist die GEPA erst kürzlich für ihre eigene Pionierarbeit in der Kategorie „Verantwortungsvolles Lieferkettenmanagement“ beim „CSR-Preis der Bundesregierung“ ausgezeichnet worden.

Hintergrund

Als Fair Trade-Pionier steht die GEPA seit 45 Jahren für Transparenz und Glaubwürdigkeit ihrer Arbeit. Wir handeln als größte europäische Fair Handelsorganisation mit Genossenschaften und sozial engagierten Privatbetrieben aus Lateinamerika, Afrika, Asien und Europa. Durch faire Preise und langfristige Handelsbeziehungen haben die Partner mehr Planungssicherheit. Hinter der GEPA stehen MISEREOR, Brot für die Welt, die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland (aej), der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“. Für ihre Verdienste um den Fairen Handel und die Nachhaltigkeit ist die GEPA vielfach ausgezeichnet worden, u. a. beim Deutschen Nachhaltigkeitspreis mit TOP3 in der Kategorie „Unternehmenspartnerschaften 2020“ für die langjährige Zusammenarbeit mit dem Teepartner Tea Promoters India und mit dem „CSR-Preis der Bundesregierung 2020“ in der Kategorie „Verantwortungsvolles Lieferkettenmanagement“. Als eines von wenigen Unternehmen in Deutschland hat sich die GEPA nach dem Garantiesystem der WFTO prüfen lassen. Näheres zu Preisen und Auszeichnungen sowie zur GEPA allgemein unter www.gepa.de

Tragischer Unglücksfall: Baum stürzt auf 12-jährigen Radfahrer

Bei einem Unglücksfall auf der Straße Bracken in Gruiten ist heute ein zwölfjähriger Junge lebensgefährlich verletzt worden. Er und ein Freund waren auf Fahrrädern auf der Straße unterwegs, als ein Baum umstürzte und den Jungen erfasste. Er wurde mitsamt Fahrrad in Höhe des Oberkörpers unter dem etwa 25 Meter langen Baum eingeklemmt.

Die Feuerwehr Haan wurde um 18.12 Uhr mit dem Stichwort „eingeklemmte Person“ durch die Leitstelle alarmiert. Den ersteintreffenden Einsatzkräften gelang es, den Baum so weit anzuheben, dass der Zwölfjährige binnen kürzester Zeit befreit und dem Rettungsdienst übergeben werden konnte. Aufgrund des Verletzungsmusters forderte der Notarzt einen Rettungshubschrauber an. Durch die schlechten Wetterbedingungen konnte allerdings zeitnah kein nachtflugtauglicher Hubschrauber starten, so dass der Transport des verletzten Jungen mit dem Rettungswagen in ein Krankenhaus erfolgte.

Die Feuerwehr beseitigte anschließend den umgestürzten Baum von der Fahrbahn und fällte noch einen weiteren Baum, der ebenfalls umzustürzen drohte.

Nach Auskunft der behandelnden Ärzte des Krankenhauses wurde der Zwölfjahrige noch am Dienstagabend notoperiert. Sein Gesundheitszustand ist nach wie vor sehr kritisch.

Nach dem aktuellen Stand der Ermittlungen und nach Rücksprache mit der zuständigen Staatsanwaltschaft Wuppertal bewertet die Polizei den Sachverhalt als Unglücksfall. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen und ein Strafverfahren gegen den Eigentümer wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet. Es werden am heutigen Tag weitere Untersuchungen an der Unglücksstelle, gemeinsam mit einem Sachverständigen, durchgeführt, um festzustellen, ob das Unglück hätte vermieden werden können. Derzeit gehen die Ermittler davon aus, dass der Baum aufgrund der Stürme in den vergangenen Tagen und der ungünstigen Witterungsbedingungen umgestürzt und dabei entwurzelt worden war.

Pilz on Fire: Politik, Leben und was sonst noch dazu gehört

Junger Lenneper startet einen Live Politikpodcast im Radio.

Trotz eines sehr guten Listenplatzes und einem engagierten Wahlkampf mit vielen frischen Ideen und Aktionen hat es der 18-jährige Daniel Pilz bei der Kommunalwahl im September nicht in den Rat der Stadt Remscheid geschafft. Doch schon am Wahlabend  war für den jungen Nachwuchspolitiker klar: „Ich mache weiter! Wir haben als Team gemeinsam viele Themen angestoßen und da wollen die Remscheiderinnen und Remscheider jetzt auch Bewegung sehen. Einfach ist das jetzt nicht, aber wer etwas bewegen will braucht einen langen Atem“, so Daniel Pilz.

Jetzt meldet sich Pilz mit einer eigenen Sendung im Radio zurück. Der moderne Musiksender „Radio Alex FM“ mit Studio in Lennep möchte sein Programm mit Gästen erweitern und ist offenbar schon im Wahlkampf mit dem frischen Student und jüngsten Kommunalwahlkandidaten in Kontakt getreten. Jetzt hat der Sender die Reihe „Pilz on Fire: Politik, Leben und was sonst noch dazu gehört“ auf den Weg gebracht.

Junge Menschen für Politik begeistern

Ein etwas sperriger Titel mit wichtigem Hintergrund. Chefredakteur Benjamin Hesse freut sich auf die Zusammenarbeit und erklärt die Hintergründe: „Im Wesentlichen soll es bei diesem Live Politikpodcast um allgemeine politische Themen gehen, mit und ohne kommunalen Bezug. Immer in Verknüpfung mit dynamischem Entertainment und frischer Unterhaltung. Eine Mischung aus Talk und Musik. Wichtig ist, die Themen so rüberzubringen, dass es vor allem den jungen Menschen Spaß macht zuzuhören. Im besten Fall bewegen wir so mehr Menschen dazu politisch aktiv zu sein. Ich weiß, dass vor allem das auch Daniels Ziel ist.“

Auch der Vorsitzende der Remscheider Jusos, Burhan Türken, sieht in dem neuen und ungewöhnlichem Projekt eine Chance mehr junge Menschen für Politik zu begeistern: „Es braucht neue Wege, um Menschen dazu zu bewegen sich vor Ort zu engagieren. Mit diesem Radioprojekt beschreiten wir Jusos neue Wege. Auch wenn Daniel da als objektiver Moderator aktiv ist, so lässt sich wieder einmal erkennen, dass die Jusos eine innovative Jugendorganisation in Remscheid sind.“

Pilz, der selbst immer schon am journalistischem  Arbeiten interessiert ist, freut sich auf die spannende Erfahrung: „Vor allem freue ich mich darauf politische Themen aufzugreifen und dynamisch, innovativ und locker rüberzubringen. Besonders in der aktuellen Zeit der Pandemie muss man helfen wo man kann. Dazu gehört aus meiner Sicht auch die sinnvolle Unterhaltung als Gastmoderator über das Radio.“

Termin: On air

Die erste Ausgabe der wöchentlichen Sendung startet am Samstag, 21. November 2020 um 20 Uhr, die Sendung läuft dann bis 22 Uhr. Der Sender ist in Lennep und Lüttringhausen über UKW auf den Frequenzen 96,1 und 88,2 oder sonst auch als Webradio oder über die kostenlose App aus dem Playstore empfangbar.

Mehr Infos unter: https://www.radio.de/s/lautfm-radioalexfm.

Verkehrsbetrieb der Stadtwerke Remscheid testet Elektrobus

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Seit 16. November macht der Verkehrsbetrieb der Stadtwerke Remscheid für zwei Wochen Probefahrten mit einem vollelektrisch angetriebenen eCitaro-Bus.

Dr. Thomas Hoffmann und Peter Anton Seitz vor dem E-Bus. Foto: Stadtwerke Remscheid
Dr. Thomas Hoffmann und Peter Anton Seitz vor dem E-Bus. Foto: Stadtwerke Remscheid

Seit zwei Jahren setzen wir im Verkehrsbetrieb bei der Beschaffung neuer Busse auf die moderne Mild-Hybrid-Technologie. „Die Umstellung auf alternative Antriebe wie Elektromobilität oder Wasserstoff ist in den nächsten Jahren eines der zentralen Zukunftsthemen unseres Verkehrsbetriebes.“, so Prof. Dr. Hoffmann, Geschäftsführer der Stadtwerke Remscheid GmbH.

Ein 1:1-Tausch von konventionellen Bussen mit Verbrennungsmotor gegen Busse mit alternativen Antriebstechniken ist nicht ohne weiteres möglich. Bei der Umstellung auf Elektromobilität müssen verschiedene Aspekte, wie z.B. der Energieverbrauch und die daraus resultierende Reichweite detailliert unter die Lupe genommen werden – gerade in Bezug auf die Topografie Remscheids und Umgebung. Ebenfalls spielt die Energieversorgung der Busse und die damit verbundene Umrüstung der Werkstatt und die Weiterbildung der Mitarbeiter eine entscheidende Rolle.

Sammlung von Erfahrungen und Erkenntnissen

„Mit dem zweiwöchigen Testbetrieb des Elektrobusses wollen wir u.a. Erkenntnisse sammeln, welche unserer Linien in Remscheid für Elektrobusse gut geeignet sind und welche eher nicht. „Der lokal emissionslose und nahezu geräuschlose Bus wird u.a. auf den Linien 655, 664, 669 und 240 zum Einsatz kommen.“, so Peter A. Seitz, Bereichsleiter für Werkstatt und innovative Fahrzeugtechnik der SR.

Vollelektrischer Linienbus von Mercedes-Benz: Der eCitaro. Foto: Stadtwerke Remscheid
Vollelektrischer Linienbus von Mercedes-Benz: Der eCitaro. Foto: Stadtwerke Remscheid

Mit dem eCitaro der Firma Mercedes-Benz geht kein Prototyp bei der SR in den Testlauf, sondern ein vollständig ausgereifter E-Bus. Der voll-elektrisch angetrieben Bus hat bis zum Serienstart eine umfassende Erprobung absolviert. Er wurde vom Hersteller bei Temperaturen von unter minus 15 Grad Celsius am Polarkreis und bei mehr als 30 Grad Celsius in der Sommerhitze Spaniens getestet. Zu den Wintertests gehören auch Fahrtests auf glatter Fahrbahn zur Überprüfung von Fahrdynamikregelsystemen. Sommertests absolvierte der Bus im herausfordernden Stadtverkehr und bei steilen Auf- und Abfahrten in der Sierra Nevada. Für den zweiwöchigen Einsatz in Remscheid ist er somit bestens prädestiniert.

Der eCitaro ist mit umfangreichen Schutzsystemen ausgestattet, die im Stadtverkehr notwendig sind, um andere Verkehrsteilnehmer zu schützen. So verfügt er beispielsweise über das Acustic Vehicle Alerting System – ein Soundgenerator, der bei Geschwindigkeiten von bis zu 30 Stundenkilometern eine künstliche Geräuschkulisse erzeugt. Dieses System verbessert die Wahrnehmung des leisen vollelektrischen eCitaro und schützt damit Fußgänger und Radfahrer.

Der Solobus soll eine Reichweite von bis zu 200 Kilometern haben. Er besitzt 10 Hochvolt-Batterien-Baugruppen, mit einen Energieinhalt von 24 kWh pro Hochvolt-Batterie-Baugruppe, die sich auf dem Dach befinden. In der zweiwöchigen Testphase wird der E-Bus ausschließlich auf dem Betriebshof über ein mobiles Ladegerät geladen.

Vollelektrischer Linienbus von Mercedes-Benz: Der eCitaro. Foto: Stadtwerke Remscheid
Vollelektrischer Linienbus von Mercedes-Benz: Der eCitaro. Foto: Stadtwerke Remscheid