Konzert: Unterhaltsames der 30er bis 50er-Jahre

Konzert mit Hae Min Geßner und Johannes Geßner am 25. Oktober 2020 in der Evangelischen Stadtkirche Lennep. Anmeldung erforderlich.

Eigentlich war 2020 ein Konzert mit dem Lenneper Kammerorchester und dem Kasseler ResiDance-Orchester geplant, in dem Tanz- und Unterhaltungsmusik der 30er-Jahre gespielt worden wäre. Aber es geht auch eine Nummer kleiner, und nicht weniger unterhaltsam. In dem neugestalteten Programm spielen die Sopranistin Hae Min Geßner und Pianist Johannes Geßner berühmte Schlager aus den UFA-Filmen der 30er-Jahre, genauso wie den ein oder anderen Chanson. Lustiges wie „Tante Paula liegt im Bett und isst Tomaten“ oder „In Büsum gibt’s einen Keuschheitsverein“ wechseln sich mit Romanzen wie „Zwei Herzen im Dreivierteltakt“ ab.

Termin und Voranmeldung

Das Konzert findet statt am 25. Oktober 2020 um 18 Uhr in der Evangelischen Stadtkirche Lennep, Kirchplatz 3 in 42897 Remscheid. Situationsbedingt gibt es nur eine begrenzte Anzahl von nummerierten Sitzplätzen, weshalb dringend um eine Voranmeldung unter johannes.gessner@ekir.de oder (01 76) 84 26 09 49 gebeten wird. Das Eintrittsgeld von 10 Euro, bzw. für Schüler, Studenten, Menschen mit Handicap auf 5 Euro ermäßigt, möge bitte passend mitgebracht werden. Auch ein Mund-Nasenschutz ist unbedingt mitzubringen. Das Konzert wird ca. 60-75 Minuten dauern.

Burgleuchten auf Schloss Burg

Das erste Burgleuchten-Wochenende liegt hinter dem Schlossbauverein von Schloss Burg. In Anbetracht des sehr schlechten Wetters und auch der angestiegenen Coronazahlen mit der daraus resultierenden Zurückhaltung der Besucher, freut man sich über die 800 Besucher, die an den drei Tagen nach Solingen kamen.

Peter Wendland hat die Veranstaltung streckenweise bereichert mit kleinen Spontaneinlagen, wie live gespielter Gitarrenmusik in der Kapelle oder auch dem Erschrecken der Besucher im nebelgetränkten Engelbertturm. Seine Kollegen sorgen für das rechte Licht und lenken die Scheinwerfer. Uli Hoppert und seine Jungs von Siren Media schlagen sich hier ebenfalls bei Wind und Wetter die Abendstunden um die Ohren. Das Ergebnis kann sich allerdings wirklich sehen lassen.

Hinsichtlich der Coronazahlen ist der Schlossbauverein sehr bemüht den Besuchern einen sorgenfreien Aufenthalt zu ermöglichen: Der Rundweg ist vorgeschrieben, die Räume werden gelüftet, die Besucherzahlen sind begrenzt, um Menschenmengen zu vermeiden. Zudem ist die Besichtigung nur mit Mund/Nasenschutz gestattet. Eine Museumsbesichtigung mit dem Rundgang durch die Anlage und die Höfe zählt sicher zu den Unternehmungen, bei denen man sich eher weniger Sorgen machen muss.

006: Ab in den Keller mit Hagen Thiele…

In dieser Ausgabe von Steph Hoffmanns Podcast „Kultur untereinander“ begrüßt sie Hagen Thiele, Remscheider Autor von Krimis, Thrillern und Horrorgeschichten.

Thiele erzählt nicht nur wie und über welche Umwege er überhaupt zur Schreiberei gekommen ist, er lässt die Zuhörenden auch daran teilhaben, wie er seine Bücher entwickelt. Einige seiner Geschichten spielen an bekannten Orten in Remscheid, wie etwa im Saxo. Doch auch in der Wolfskuhle hat er schon Mitbürger*innen vergraben. Wir lernen, dass man ordentlich arbeiten muss, damit es ein Erfolg wird, es aber deutlich länger dauert, bis man dem Täter dann auf die Schliche kommt. Darauf einen Talisker 18. Skol.

Eine kleine Auswahl des Remscheider Autors Hagen Thiele

Wählen ab 16: Wolf stimmt dafür, Nettekoven dagegen

CDU und FDP im Landtag NRW verweigern auch weiterhin jungen Menschen im Land die aktive Beteiligung an demokratischen Prozessen. Den SPD-Vorschlag, das Wahlalter auf 16 Jahre abzusenken, haben die Regierungsfraktionen im Landtag gestern erneut abgelehnt. Der Landtagsabgeordnete für Remscheid und Radevormwald, Sven Wolf, stimmte dafür, der Abgeordnete Nettekoven dagegen.

„Insbesondere die FDP macht sich damit unglaubwürdig“, meint dazu Sven Wolf, der in der Debatte für den Antrag sprach.

Auf ihrem Bundesparteitag im September beschloss die FDP, das Wahlalter herabzusetzen. „Erst zeigt sich der stellvertretende Ministerpräsident Joachim Stamp begeistert von der Initiative seiner Partei und twittert euphorische Meldungen, nun lässt er seinen Worten keine Taten folgen.“ Wählen ab 16 nicht nur bei Kommunal-, sondern auch bei Landtagswahlen zu ermöglichen, wäre ein Meilenstein in der demokratischen Geschichte Nordrhein-Westfalens.

CDU und FDP positionieren sich gegen Jugend

„Junge Menschen haben ein großes Interesse an politischen Themen, wie ihre Teilnahme an den Demonstrationen von ‚Fridays for Future‘ zeigt. Es geht um das Gefragt-Werden und Mit-Reden bei Entscheidungen, die Zukunft gestalten und für junge Menschen ihre zukünftigen Lebensbedingungen bestimmen. Das Wahlrecht ist der Schlüssel zur politischen Teilhabe. Diese Chance für junge Menschen im Land Nordrhein-Westfalen haben CDU und FDP heute verspielt.“, so Wolf. „In meiner Rede hatte ich die Abgeordneten aufgefordert: Geben Sie sich einen Ruck und treten Sie mit uns für ein Wahlalter ab 16 ein. Jetzt ist die richtige Zeit!“

Einbruch ins Gesundheitsamt Remscheid

Erneut Unbekannte haben in der Nacht von Freitag auf Samstag im Gesundheitshaus an der Hastener Straße eingebrochen. Dabei wurden Fenster zerschlagen, zahlreiche Büros aufgebrochen und durchwühlt. Rechner wurden offensichtlich nicht entwendet, die genaue Schadensermittlung läuft noch einige Tage.

„Es ist nun das zweite Mal, dass hier bei uns im Gesundheitsamt ein Einbruch stattgefunden hat“, beginnt Dr. Frank Neveling, Leiter des Gesundheitsamtes, betroffen. Aufgefallen ist der neuerliche Einbruch am Samstagmorgen, als Mitarbeitende zur Arbeit erschienen.

Vandalismus ohne Sinn und Verstand

Es bot sich ein Bild der Verwüstung: Mobiliar wurde zerstört, Fensterscheiben eingeschlagen, Unterlagen und Akten wurden aus den Schränken herausgerissen, alles Material liegt auf dem Boden verteilt. Durch die Wut, die sich an den Schäden ablesen lässt, sind die Mitarbeitenden verängstigt und ein Stück weit erschrocken. Durch die Corona-Pandemie stehen die Mitarbeitenden des Gesundheitsamtes ohnehin schon unter Druck und arbeiten am Limit, das Amt ist nämlich sieben Tage die Woche besetzt, da gleicht ein solcher Eingriff einer Katastrophe. Statt sich mit aller Kraft dem Wohl der Bürger*innen widmen zu können, die auch so schon oft Ungeduld an den Tag legen, werfen die Aufräumarbeiten das Team von Dr. Neveling jetzt deutlich zurück: „Das ist natürlich eine erhebliche Belastung und es tut mir für die Kolleg*innen und für uns alle auch sehr leid, und das können wir im Augenblick wirklich nicht gebrauchen.“

Die Frage nach dem „Warum“ bleibt. Es gibt keine Wertgegenstände im Gesundheitsamt, kein Bargeld, was treibt den oder die Täter*innen an, eine so wichtige Institution mitten in der Krise zu beschädigen? Die Polizei jedenfalls fährt nach den Einbrüchen verstärkt Streife.

Aktion am 10. Oktober: Tag der seelischen Gesundheit

Der 10. Oktober ist der Tag der seelischen Gesundheit, das Motto lautet „Angst ist auch nur ein Gefühl“. Das Team der ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB) ist an diesem Tag von 10-17 Uhr unter der Rufnummer (0 21 91) 4 49 70 50 für Fragen und für Weitervermittlung erreichbar, stellvertretend für die vielen Netzwerkpartner, die in Remscheid aktiv sind.

Posteraktion zum Tag der seelischen Gesundheit am 10. Oktober.
Posteraktion zum Tag der seelischen Gesundheit am 10. Oktober.

Wolf: Wir brauchen eine Studie, um Hintergründe rechtsextremer Chatgruppen aufzuklären

„Rechtsradikalismus ist die größte Bedrohung für die Sicherheit und den inneren Frieden in unserem Land“, stellt der Landtagsabgeordnete für Remscheid und Radevormwald Sven Wolf fest. „Das haben die Chatgruppen mit extremistischen Inhalten in der Polizei gezeigt. Selbst Vertreter der Staatsgewalt sind nicht immun“, so Wolf.

„Wir haben alle ein grundsätzliches Vertrauen in unsere Polizei. Diese Radikalen beschädigen aber das hohe Ansehen. Wir brauchen daher mehr Wachsamkeit innerhalb der Sicherheitsbehörden. Die auf unser Nachfragen eilig erfolgte Blitzumfrage des Ministers zeigt: Das Problem ist größer, als von der Landesregierung bisher dargestellt. Es gibt Verdachtsfälle auch in anderen Behörden und Ministerien.

Studie zu Rechtsextremismus bei Polizei angeregt

Die SPD-regierten Bundesländer haben deshalb in einer gemeinsamen Initiative eine wissenschaftliche Studie zu Rechtsextremismus und Rassismus in der Polizei angeregt.
Vor diesem Hintergrund begrüßen wir die Kehrtwende von Innenminister Reul, sich endlich offen für eine wissenschaftliche Untersuchung zu zeigen. Seine bisherige Zögerlichkeit in dieser Frage war nicht nachvollziehbar und im Hinblick auf die Brisanz dieses Themas auch nicht angemessen. Es geht darum, die Lage umfänglich zu analysieren und daraus die notwendigen Handlungsempfehlungen zu entwickeln. Dieser Schritt ist jetzt wichtiger denn je. Dann nutzen wir das große Potenzial der jungen Polizistinnen und Polizisten, die mit einer klaren Haltung für unsere Demokratie, für Gerechtigkeit den Dienst antreten.“

Leiter der Kämmerei zum Beigeordneten und Kämmerer von Schwerte gewählt

Presseinformation der Stadt Remscheid: Remscheider Kämmereileiter wurde vom Rat der Stadt Schwerte einstimmig zum Beigeordneten gewählt.

Der Rat der Stadt Schwerte hat in seiner gestrigen Sitzung den Remscheider Kämmereileiter Niklas Luhmann einstimmig zum Beigeordneten gewählt und zum Kämmerer berufen. Der studierte Sozial- und Verwaltungswissenschaftler ist seit 2014 bei der Stadtverwaltung tätig und begann seine Tätigkeit mit der Leitung des Beteiligungsmanagements, bevor er vor zwei Jahren die Leitung der Kämmerei übernahm. Zuvor war er Referent für Kommunalwirtschaft im Geschäftsbereich des Leipziger Oberbürgermeisters.

Stadtdirektor und Stadtkämmerer Sven Wiertz erklärte dazu: „Wir bedauern sehr, dass wir mit Herrn Luhmann einen engagierten und innovativen Mitarbeiter verlieren. Zugleich ist aber auch klar, dass die Wahl zum Beigeordneten mit einem erweiterten Aufgabenfeld für die Bereiche Finanzen, Ordnung und Feuerwehr eine neue berufliche Herausforderung darstellt, für die Herr Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz und ich ihm alles Gute und stets eine glückliche Hand wünschen.“ Herr Luhmann wird nach Absprache zwischen den Städten Remscheid und Schwerte seine neue Aufgabe ab 30. November 2020 wahrnehmen und an diesem Tage in einer Sitzung des Rates der Stadt Schwerte vereidigt werden.

Sparkassen-Filialen bleiben Freitag geschlossen

Aufgrund des Warnstreiks der Gewerkschaft ver.di bleiben die Geschäftsstellen der Stadtsparkasse Remscheid am heutigen Freitag, 9. Oktober 2020, geschlossen.

Die Selbstbedienungsbereiche sind wie gewohnt für die Kundinnen und Kunden geöffnet. Auch das Kundenservicecenter steht unter der Telefonnummer 02191 16-60 zur Verfügung. Ebenfalls uneingeschränkt stehen den Kundinnen und Kunden für ihre Bankgeschäfte die Internetfiliale unter www.stadtsparkasse-remscheid.de und die Sparkassen-App zur Verfügung.

Die Stadtsparkasse Remscheid hofft auf Verständnis für die Einschränkungen. Am Montag sind alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wieder wie gewohnt für Sie vor Ort.

Wochenendspiele von HGR und IGR fallen aus

Corona und kein Ende: Die für das Wochenende angesetzten Spiele der HG Remscheid und der IGR Remscheid müssen coronabedingt ausfallen. 

Beim Handball muss die HG Remscheid am Wochenende pausieren, weil es im gegnerischen Team aus Dinslaken einen aktuellen Coronafall gab.

Hotspot vs. Hotspot

Die Rollhockey-Bundesligisten der IGR Remscheid wären am Sonntag eigentlich in Hamm-Herringen zu Gast gewesen. Da die Infektionszahlen in Hamm immer noch zu hoch sind, würde es Corona Hotspot gegen Corona-Hotspot heißen. Da es sich um Amateurteams handelt, verzichtet man auf das Spiel, um die Gefahrenlage nicht weiter zu verschärfen, und damit die Spieler keine Nachteile durch die Arbeitgebenden zu erwarten haben. Solidarität funktioniert auch im Sport.

Rettungsmedaille für Pflegekräfte der Stiftung Tannenhof

Pflegekräfte, die bei einem Brand in der Stiftung Tannenhof 2018 Patienten in Sicherheit brachten, wurden mit der Rettungsmedaille des Landes NRW ausgezeichnet.

Dem beherzten Eingreifen der Pflegekräfte in der geschlossenen Abteilung des Jochen-Klepper-Hauses ist es zu verdanken, dass 60 Menschen im November 2018 vor dem Feuer in Sicherheit gebracht werden konnten. Nun wurden die Pflegekräfte Danja Rath aus Remscheid und Youcef Aroua, der mittlerweile in Neumünster lebt, mit der Rettungsmedaille des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet.

Couragierter Einsatz wird geehrt

„Das schnelle, verantwortungsvolle und mutige Handeln der Pflegekräfte hat dazu geführt, dass niemand ums Leben kam und die Situation bereits entschärft war, bevor die 180 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rotem Kreuz und Johannitern am Brandort eintrafen“, erinnert Sven Wolf, der den Vorschlag machte, diese Tat mit der Rettungsmedaille auszuzeichnen.

„Ich habe den Ministerpräsidenten angeschrieben und die tatkräftigen Helfenden vorgeschlagen. Die Hilfe erforderte in der Situation viel Nervenstärke, Umsicht und Besonnenheit, weil die Situation für psychisch erkrankte Bewohnerinnen und Bewohner der Stiftung Tannenhof eine besondere Belastung bedeutete. Die Würdigung und Anerkennung dieses couragierten Einsatzes durch die Verleihung der Rettungsmedaille des Landes Nordrhein-Westfalen ist eine schöne Geste.“

Zusammen mit weiteren Helfenden aus ganz Nordrhein-Westfalen wurden die Pflegekräfte gestern für ihren großen Einsatz zum Schutz der Mitmenschen bei in Königswinter ausgezeichnet.

„Ihren Mut und selbstlosen Einsatz auszuzeichnen erinnert uns daran, dass niemand in einer Notsituation hilflos allein gelassen wird, dass wir im Idealfalle alle zusammenhalten und füreinander sorgen. Und dass wir durch unser Handeln dazu beitragen können, dass dieser Zusammenhalt jeden Tag und jede Stunde ein Stück mehr verwirklicht wird.“

Nicht auf die lange Bank schieben

DIE LINKE Remscheid freut sich, dass das Probesitzen auf der Alleestraße auf den tollen Bänken so erfolgreich ist. Laut Verwaltung haben sich ja schon viele Bürger*innen an der Abstimmung beteiligt.

Hoffen wir, dass es nach der Abstimmung auch tatsächlich zum Aufstellen der Bänke kommt und es nicht so ausgeht, wie mit der Bank vor dem Teo Otto Theater. Die sollte auch eine dreimonatige Testphase durchlaufen „um die Akzeptanz und Praktikabilität einer Sitzbank“ (Zitat aus der Vorlage 15/6456 vom 16.08.2019!) festzustellen.

Nun – mehr als ein Jahr später – gammelt die Sitzbank still vor sich hin und ist weder ansehenswert noch praktisch.

Übrigens, in der zitierten Vorlage ist auch zu lesen, dass es sich um eine „auf Dauer an dieser Stelle nicht genehmigungsfähige Standardbank“ handelt.

Augenscheinlich ist die Bank–Situation in Remscheid schwierig, schließlich hatte es für diese eine Bank mehrere interne und externe Erörterungstermine sowie einen Ortstermin gegeben. Hoffen wir, dass die Remscheider Bürger*innen bald schöne Bänke benutzen können und nicht im Regen sitzen gelassen werden.

Der Erfinder von „Schmidteinander“ ist tot: WDR trauert um Herbert Feuerstein

Der Autor, Entertainer und Kabarettist Herbert Feuerstein ist im Alter von 83 Jahren in Erftstadt gestorben.

WDR-Intendant Tom Buhrow: „Wir bedanken uns bei Herbert Feuerstein nicht nur für ‚Schmidteinander‘, eine Kult-Show, die Fernsehgeschichte geschrieben hat und vieles verändert hat. Sondern auch für seinen klugen Humor, seine herrliche Albernheit, den intelligent durchdachten Anarchismus und viele, viele höchst unterhaltsame Fernseh- und Hörfunkstunden. So oft hat er uns zum Lachen gebracht. Heute sind wir traurig.“

Der RED von MAD

Geboren 1937 im österreichischen Zell am See, arbeitete der gelernte Musiker zunächst als Journalist. 20 Jahre lang war er Macher und Chefredakteur des deutschen MAD-Magazins. Dem Fernsehpublikum wurde er durch seine Zusammenarbeit mit dem WDR bekannt. Auf seine erste eigene Sendung – „Wild am Sonntag“, ausgestrahlt im Ersten – folgte 1990 die Ratesendung „Pssst …“. Herbert Feuerstein war Mitglied des Rateteams, Harald Schmidt der Moderator – eine Begegnung mit Folgen: Von 1990 bis 1994 führten die beiden erst im WDR Fernsehen, dann im Ersten durch die Satire- und Comedy-Sendung „Schmidteinander“.

Das Konzept stammte von Herbert Feuerstein. Dass Harald Schmidt es ignorierte, gehört zum Anekdotenschatz, den der feinsinnige, eigenwillige und sehr gebildete Österreicher selbst verbreitete. Später war er unter anderem als Kidnapper von Mutter Beimer zu sehen („Entführung aus der Lindenstraße“) und als Forscher und Entdecker in „Feuersteins Reisen“. In den beiden Ausgaben von „Feuersteins Nacht“ unterhielt er sein Publikum jeweils zwölf Stunden lang live, und auch in den ersten sechs Stunden des neuen Jahrtausends ging er im WDR Fernsehen live auf Sendung („Feuersteins Morgengrauen“). Zu seinem 70. und 75. Geburtstag widmete ihm der WDR jeweils eine eigene Sendung, erst mit Harald Schmidt, dann mit Bastian Pastewka. Ausgezeichnet wurde Herbert Feuerstein mit dem Grimme-Preis, einem Bambi und dem Comedy-Ehrenpreis.

Der WDR sendet in Gedenken an Herbert Feuerstein

WDR Fernsehen, Mittwoch, 7.10.2020, 22.15 Uhr – 23.15 Uhr: „Herr Feuerstein schreibt seinen Nachruf. Und lebt noch 2091 Tage“, ein Film von Klaus Michael Heinz

WDR5, Mittwoch, 7.10.2020, 20.04 – 22.00 Uhr, „Herbert Feuersteins Nachruf auf sich selbst“, eine Sendung von Michael Lohse

Sven Wolf und Jusos erleben bergische Industriegeschichte hautnah

Der SPD-Landtagsabgeordnete Sven Wolf und die Jusos aus Radevormwald und Hückeswagen erleben bergische Industriegeschichte hautnah im Drei-Städte-Depot.

Im Jahr 2014 gründete sich der gemeinnützige Verein „Drei-Städte-Depot“, um die gemeinsame Industriekultur der Region um die Städte Radevormwald, Hückeswagen und Wipperfürth zu bewahren und zu fördern. Am letzten Samstag im September besuchte der Landtagsabgeordnete Sven Wolf gemeinsam mit einer Gruppe von Jusos aus Radevormwald und Hückeswagen das Industriemuseum auf dem ehemaligen Firmengelände von Bêché & Grohs in Hückeswagen. Neben einer Präsentation der zirka 300 Exponate umfassenden Ausstellung aus verschiedenen Epochen der Industriegeschichte, stand vor allem der Austausch über die geplante Junior-Akademie, die mit in das Projektprogramm der Regionale 2025 „Bergisches RheinLand“ aufgenommen wurde, im Mittelpunkt des Besuchs.

Industrie erlebbar machen

„Ziel der Junior-Akademie ist es, Industrie durch Anfassen erlebbar zu machen. Angelehnt an die Wuppertaler Junior-Uni wollen wir den Kindern und Jugendlichen verschiedene Experimentier- und Labormöglichkeiten auf dem neusten Stand der Technik bieten. Die Junior-Akademie ist dabei fest in ein kreatives Umfeld mit technischen, historischen Maschinen integriert und soll ein Ort des Entdeckens, des Erlebens und der Kommunikation zwischen Jung und Alt sein“, sagte Karl-Heinz Vossenbrecher, Vorsitzender des Drei-Städte-Depots.

„Unsere Region gehört zur Wiege der Industrialisierung in Deutschland. Dieses Erbe wollen wir natürlich bewahren und gleichzeitig möchten wir mit Blick auf die Zukunft durch außerschulische Bildungsangebote auch weiterhin unseren Nachwuchs für Industrie und Technik begeistern. Besonders wichtig ist uns dabei, dass wir möglichst viele Akteure einbinden: Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Vereine. Dieses große Projekt lässt sich nur gemeinsam stemmen“, ergänzte der stellvertretende Vorsitzende Artur Krzyzanowski.

„Wir Bergische sind ja alle ein bisschen Tüftlerinnen und Tüftler. Ich freue mich, dass die Junior-Akademie diesen Teil unserer Bergischen DNA den jungen Menschen in der Region nahebringen will. Vielleicht entdecken ja einige durch den Besuch des Drei-Städte-Depots ihre bisher verborgene Leidenschaft zum Tüfteln und ergreifen später einen Beruf in der Industrie oder im Handwerk“, sagte Sven Wolf.

Bei der anwesenden Jusos stieß der Ansatz des Drei-Städte-Depots jedenfalls auf reges Interesse. „Dass man in der Ausstellung die historische Entwicklung der einzelnen Maschinen quasi zum Anfassen nachverfolgen kann, hat mir wirklich gut gefallen. Ich hatte ehrlich gesagt, außer vielleicht im Geschichtsunterricht, wenig Berührung mit der Industrie im Bergischen. Da war es natürlich spannend, die Maschinen hier in Aktion zu sehen.“, sagte das Radevormwalder Juso-Mitglied Rosanna Düring.