3sat-Dokumentation fragt „Was heißt schon Geschlecht?“

Unter Jugendlichen ist die Zahl der Mädchen, die sich als Junge fühlen, weit höher als umgekehrt. Viele wünschen sich eine Hormonbehandlung vor der Pubertät. Wie schwierig der Weg der Geschlechtsangleichung ist und wie bürokratische Hürden überwunden werden können, darüber berichten junge Transmenschen auf Social-Media-Plattformen. 3sat zeigt „Männlich, Weiblich, Trans* – Was heißt schon Geschlecht?“ am Mittwoch, 21. April, um 20.15 Uhr. Die Dokumentation steht vom 21. April 2021, 6.00 Uhr, bis zum 21. Mai 2021, 6.00 Uhr, in der 3sat-Mediathek. 3sat zeigt im Anschluss, um 21.05 Uhr, den Film „Gabrielle – kopfüber in ein neues Leben“.

„Es waren früher nicht weniger Patientinnen und Patienten, sondern wir haben es nur nicht gesehen.“

Mick van Trotsenburg, Gynäkologe

Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO sind Transmenschen nach wie vor eine besonders verletzliche Gruppe. „Es waren früher nicht weniger Patientinnen und Patienten, sondern wir haben es nur nicht gesehen. Jetzt wird es deutlicher. Und natürlich auch durch die mediale Aufmerksamkeit, die das Ganze derzeit bekommt“, meint Mick van Trotsenburg. Der Gynäkologe gilt als Pionier der Transgender-Medizin und leitete das „Transgender Kompetenzzentrum“ in Amsterdam. Heute kann die Pubertät mit einer Hormonbehandlung unterbrochen werden, was eine spätere Geschlechtsangleichung erleichtert. Für manche ist das eine große psychische Entlastung, aber es gibt auch Menschen, die diesen irreversiblen Schritt später bereuen. Und dann gibt es Menschen, die sich dafür einsetzen, Geschlechtergrenzen als „Spektrum“ mit individuellen Schattierungen zu verstehen.

Der „Regenbogen“ hat mit Kerstin Ott einen prominenten Platz in der Schlagerwelt gefunden. Diese sei eben nicht so konservativ, wie manche annehmen, sagt Ott stolz über ihre Fangemeinde. Die Sängerin ist offen lesbisch und verheiratet. Bei der Fernsehshow „Let’s Dance“ war ihre Tanzpartnerin eine Frau, sie selbst ist im Anzug aufgetreten.

Auch als Kabarettistin getarnte antisemitische Hetzerin kommt zu Wort

Ist „Diversity“ als Vielfalt damit im Mainstream angekommen? Oder handelt es sich bloß um ein Etikett, mit dem Firmen ihr Image aufpolieren? „Firmen wissen, dass sie eine bestimmte Klientel hinter sich haben, wenn sie sich jetzt als queerfreundlich geben. Das ist einfach Opportunismus“, konstatiert Kabarettistin Lisa Eckhart. Die junge Grazerin tritt radikal sexy vor ihr Publikum und verrät, dass sie sich als Kind eine Zeit lang eher als Junge gefühlt hat. Ihr Vorbild: der faule Willy aus „Biene Maja“. Danny hingegen hat sich schon immer als Mann gefühlt. Mit Einsetzen der Menstruation und seinem Brustwachstum konnte er nicht sofort handeln. Erst nach seiner Schulzeit hat er mit Testosteron begonnen. Offen und mit Humor berichtet er auf Social-Media-Plattformen über seinen Weg zum „richtigen“ Mann. Doch was ist schon ein richtiger Mann? Die Frage beantwortet Journalist Malcolm Ohanwe, der sich mit Identität und Rassismus sowie toxischer Männlichkeit beschäftigt.

Direkt im Anschluss

Im Anschluss, um 21.05 Uhr, folgt „Gabrielle – kopfüber in ein neues Leben“. Mit Respekt und ohne Spur von Voyeurismus zeigt der Film, wie Gabrielle – früher Bruno, verheiratet und zwei Kinder – mit Alltagssituationen umgeht, wie sie sich an ihre veränderten Lebensumstände anpasst und wie die Gesellschaft mit ihr heute umgeht. Mit klaren Worten macht Gabrielle anderen verständlich, warum dieser Schritt für sie notwendig war. Der Film zeigt die folgenschwere Entscheidung einer Geschlechtsumwandlung – und das Leben danach.

Verkehrsprävention per Postkarte

Da aufgrund der Pandemie noch immer keine Präventionsveranstaltungen stattfinden können, müssen andere Wege gesucht werden.

Die Verkehrssicherheitsberater haben heute im Laufe des Tages mehrere Kindergärten und Tagesstätten im Kreis aufgesucht und selbstgestaltete Karten mit guten Tipps für praktische Übungen für die Sicherheit im Straßenverkehr verteilt. Die Karten richten sich an die Eltern und geben einen kurzen Überblick darüber, wie man ein paar Übungen im Straßenverkehr spielerisch und nachhaltig mit seinem Kind durchführen kann.

Verhaltensregeln singen

Haben Sie schon mal Verhaltensregeln gesungen? Probieren Sie es mal aus und Sie werden sehen, dass neben dem Spaß auf beiden Seiten, auch die Regeln viel besser in Erinnerung bleiben. Der Polizei EN liegt die Sicherheit der Kinder im Straßenverkehr am Herzen. Die derzeitigen Einschränkungen dürfen nicht dazu führen, dass Kinder im Straßenverkehr unsicher werden. Auch wenn der direkte Kontakt zu den Kindern nicht ersetzt werden kann, so ist das ein Weg, um Eltern dabei zu unterstützen, mit ihren Kindern das richtige Verhalten im Straßenverkehr zu üben.

Ronsdorf: Drei beschädigte Fahrzeuge nach Brand

Heute (13.04.2021), in den frühen Morgenstunden (gegen 03:30 Uhr), meldeten Anwohner einen Brand an der Staubenthaler Straße in Wuppertal – Ronsdorf.

An drei geparkten Autos (Mercedes-Benz, Honda, Opel) entstand dadurch erheblicher Sachschaden. Das Feuer schädigte darüber hinaus einen Container, einen Baum und eine Hecke. Nach vorläufigen Erkenntnissen kann eine Brandstiftung nicht ausgeschlossen werden.

Zeug*innen gesucht und Hinweise erbeten

Die Polizei bittet Zeug*innen und Hinweisgebende, die sich zu diesem Sachverhalt äußern können, sich unter der Telefonnummer 0202/284-0 zu melden.

Staatsschutz ermittelt zu mutmaßlich rechtsextremem Brandanschlag in Berlin-Spandau

Im Fall der Brandstiftung in einem linken Hausprojekt in der Jagowstraße in Spandau hat der für politisch motivierte Kriminalität zuständige Staatsschutz im Landeskriminalamt die Ermittlungen übernommen. Das teilte ein Sprecher der Polizei der Tageszeitung „nd.Der Tag“ mit (Mittwochausgabe). Zuvor hatte es Vermutungen gegeben, dass es sich um einen Brandanschlag von Neonazis handeln könnte, da das Haus in der Vergangenheit mehrfach Ziel rechter Aktivitäten geworden war.

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag vergangener Woche hatten Unbekannte gegen drei Uhr im Treppenhaus des Hausprojekts zwei Sofas und einen Tisch angezündet. Das Feuer konnte von den Bewohner*innen gelöscht und ein Übergreifen der Flammen auf den Rest des Hauses verhindert werden, bevor die Feuerwehr eintraf. Ein 21-Jähriger, der über dem in Brand gesetzten Bereich wohnt, versuchte sich mit einer Leiter in Sicherheit zu bringen und fiel dabei aus dem ersten Stock. Er und eine weitere Person mit einer Rauchvergiftung wurden ins Krankenhaus gebracht.

Bereits vorher Einschüchterungsversuche durch Neonazis

Die Polizei prüft nun einem möglichen Zusammenhang mit Einschüchterungsversuchen durch Neonazis. „Im Februar 2021 wurden im Zusammenhang mit dem gleichen Tatort Schmierereien festgestellt, die eine rechtsextremistische Konnotation zum Inhalt hatten“, so ein Polizeisprecher. „Inwieweit ein Tatzusammenhang zwischen dem Brand und den Schmierereien besteht, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.“ Allerdings konnten laut Polizei bislang keine Hinweise auf den oder die Täter erlangt werden, auch zur Tatmotivation lägen derzeitig keine belastbaren Anhalte vor.

Die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin (MBR) hält einen rechtsextremen Hintergrund der Tat durchaus für möglich. „Das betroffene Hausprojekt war in der Vergangenheit wiederholt mit rechtsextremen Anfeindungen konfrontiert und wurde unter anderem durch die gesprühte Parole >Arbeit macht frei< markiert und dadurch bedroht“, sagte Kerstin Kuballa vom MBR auf nd-Anfrage. Auch wenn Spandau kein Schwerpunkt rechtsextremer Strukturen sei, seien dort rechtsextreme Aktivitäten zu beobachten. Es sei nicht auszuschließen, dass es im Bezirk Rechtsextreme gebe, „die nicht davor zurückschrecken, Menschen in ihrem beruflichen und privaten Umfeld anzugreifen“, so Kuballa weiter. „Wer eindeutig Haltung zeigt, wie diese Projekte, aber auch ihre Bewohner*innen und andere aktive Engagierte, gilt Rechtsextremen als Feindbild und wird dafür bedroht und angegriffen.“

Quelle: neues deutschland – www.neues-deutschland.de

Reul-Nocke zu Einschränkungen und Krankenhaussituation

Seit heute greift die schärfere Corona-Notbremse in Remscheid, die auch eine Ausgangssperre von 21 bis 5 Uhr beinhaltet. Park- und Sportanlagen sind geschlossen, es gibt weitere Kontaktbeschränkungen und eine ausgeweitete Maskenpflicht. Zudem ist die Krankenhaus-Situation weiterhin kritisch. Die dritte Welle ist die bisher schwerste. Arunava Chaudhuri sprach für rs1.tv mit Rechtsdezernentin Barbara Reul-Nocke über die derzeitige Corona-Situation in Remscheid.

77-Jähriger in Remscheid ausgeraubt

Gestern (12.04.2021), gegen 16:10 Uhr, beraubte ein Unbekannter einen 77-Jährigen in Remscheid.

Der Senior hielt sich in dem Hausflur eines Gebäudes an der Luisenstraße in Remscheid auf, als der Räuber ihm die Tasche entriss. Mit der Beute flüchtete der Täter aus dem Hausflur in unbekannte Richtung.

Er ist circa 25 bis 30 Jahre alt, 170 cm bis 180 cm groß, hat eine dunklere Hautfarbe und schwarze Haare. Bei Tatausübung trug er ein dunkles Oberteil. Der ältere Herr blieb unverletzt.

SOS-Kinderdörfer: 4,5 Millionen Menschen vom Hungertod bedroht

Nach über sechs Monaten Bürgerkrieg erhalten humanitäre Organisationen wie die SOS-Kinderdörfer endlich Zugang zur Krisenregion Tigray in Äthiopien. Hilfe ist dringend nötig. 4,5 Millionen Menschen sind vom Hungertod bedroht, das sind drei Viertel der Bevölkerung. Kinder sind besonders betroffen.

Seit der Krieg in Tigray wütet, ist die Bevölkerung weitgehend von der Außenwelt abgeschnitten. Im Zuge der Kampfhandlungen wurden Internetverbindungen und Telefonleitungen zerstört, die Straßen blockiert und der Flugverkehr eingestellt. Die Nachrichten, die aktuell aus der Region nach außen dringen, sind grauenhaft.

Massaker, Vergewaltigung und Hunger

„Augenzeugen berichten von Massakern, Hunderten von Mädchen und Frauen, die vergewaltigt wurden, Kindern mit Schusswunden, die nicht versorgt werden können“, sagt Boris Breyer, Pressesprecher der SOS-Kinderdörfer. „Die Strom- und Wasserversorgung ist weitgehend zusammengebrochen, es kam zu Plünderungen, ein Großteil der medizinischen Einrichtungen und ein Viertel aller Schulen in der Region wurden zerstört.“ Als Folge dessen sind rund 2,5 Millionen Menschen auf der Flucht. Doch auch in den Flüchtlingscamps an der Grenze zum Sudan gehen Wasser und Nahrung zur Neige.

Büro geplündert, Familien vertrieben

Auch zahlreiche der 3.200 Kinder und Eltern, die die SOS-Kinderdörfer in der Region Tigray betreuen, seien betroffen. Breyer sagt: „Viele Familien, die einen Kleinbetrieb aufgebaut oder sich in Kooperativen zusammengeschlossen hatten, haben alles wieder verloren. Sie wurden vertrieben, ihre Häuser beschädigt und ihre Tiere getötet. Einige Eltern, die mit HIV/AIDS lebten, sind gestorben, weil sie keinen Zugang zu Medikamenten hatten. Auch Büros der SOS-Kinderdörfer wurden geplündert.“

Nothilfe gestartet

In Mekelle ist die SOS-Nothilfe bereits angelaufen, wie Sahlemariam Abebe, Leiter der SOS-Kinderdörfer in Äthiopien berichtet. „Wir konnten 300 geflüchtete Kinder und ihre Familien mit Lebensmitteln und Hygienematerial für die nächsten sechs Monate versorgen. Doch es braucht noch viel mehr, um den Kindern und Familien wieder eine Perspektive zu geben.“

AstraZeneca- und Biontech-Impfstoff millionenfach über Zwischenhändler angeboten

ZDF-Magazin „Frontal 21“: Spahn sieht „Goldgräber-Stimmung“ in der Pandemie.

Regierungen aus aller Welt versuchen über Zwischenhändler schneller als bisher an Corona-Impfstoffe zu kommen. Die Preise für solche Deals liegen in manchen Fällen um ein Vielfaches höher, als die Pharmaunternehmen mit der EU vereinbart haben. Das geht aus Dokumenten hervor, die dem ZDF-Magazin „Frontal 21“ vorliegen. AstraZeneca spricht von Betrug. Die potenziellen Lieferanten bestreiten dies vehement. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sieht „eine Goldgräber-Stimmung“ in der Pandemie. „Frontal 21“ berichtet am Dienstag, 13. April 2021, um 21.00 Uhr im ZDF.

Die Verhandlungen sind schon gelaufen

Dem ZDF liegen eine Reihe sogenannter „Letters of Intent“ vor. Demnach bestellen unter anderem Barbados, Libyen und das EU-Mitglied Slowakei über Zwischenhändler Covid-19-Impfstoffe von Biontech und AstraZeneca. Die Sprecherin des slowakischen Gesundheitsministeriums, Zuzana Eliášová, erklärte, der Vertrag sei noch nicht abgeschlossen, „aber die Verhandlungen sind schon gelaufen“. Die Slowakei habe „primär versucht, den Impfstoffkauf über den zentralen Ankauf der Europäischen Kommission zu regeln“, erklärte Eliášová. Doch jetzt brauche das Land schnell mehr und sicheren Impfstoff. „Wir wollen das Tempo erhöhen.“

Trotz mehrfacher Nachfrage antwortete Biontech nicht auf ZDF-Anfragen zu Impfstoff-Geschäften über Zwischenhändler. AstraZeneca erklärte, es gebe derzeit „keine Lieferung, keinen Verkauf oder Vertrieb des Impfstoffs durch den privaten Sektor“. Wenn jemand private Impfstoffe anbiete, handele es sich wahrscheinlich um Fälschungen.

In den Handel mit den Impfstoffen ist nach „Frontal 21″-Recherchen ein Großhändler aus den USA involviert, die Firma Akers Nanotechnology in New Jersey. Das Unternehmen weist den Vorwurf, mutmaßlich Fälschungen zu verkaufen, von sich. Schriftlich teilte die Firma mit, sie sei Vertriebspartner von AstraZeneca in den USA und habe als Pharmagroßhändler eine offizielle Lizenz, Impfstoffe weiterzuverkaufen. „Wir verhandeln derzeit mit allen potenziellen Herstellern über Mengen, Preise und Lieferdaten für deren Covid19-Impfstoffe.“ Akers Nanotechnology teilte mit, es könne Covid-19-Impfstoffe weltweit liefern. Auf Grund von Exportbestimmungen gäbe es derzeit lediglich Verzögerungen.

Der Verkauf von Biontech- und AstraZeneca-Impfstoffen durch Zwischenhändler ist nach Auskunft von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) grundsätzlich legal. Man könne zwar nicht einfach Impfstoffe importieren, aber wenn alle erforderlichen Genehmigungen vorlägen, sei der Impfstoff-Handel erlaubt, sagt Spahn auf „Frontal 21″-Nachfrage. Es sei auch hier wie immer in der Pandemie: „Es entsteht dann so eine Goldgräberstimmung.“

Remscheider Allgemeinverfügung vom 12. April 2021

Die Allgemeinverfügung vom 12. April, mit der die Stadt Remscheid passend zur Gültigkeitsdauer der aktuellen Coronaschutzverordnung ein Bündel von zusätzlichen Corona-Schutzmaßnahmen anordnet, kann hier eingesehen werden.

Zu den neuen Maßnahmen gehören eine Ausgangssperre von 21 bis 5 Uhr morgens, eine verschärfte Kontaktbeschränkung im privaten Bereich, die Schließung von Sportfreianlagen und einzelnen Parkanlagen sowie eine erweiterte Maskenpflicht im Auto für Beifahrerinnen und Beifahrer (nicht für die Fahrerin oder den Fahrer). Außerdem gilt: Bei Beerdigungen und Trauerfeiern wird die Anzahl der Teilnehmenden auf 25 Personen begrenzt.

Die Allgemeinverfügung tritt morgen, 13. April, um 0 Uhr in Kraft und gilt bis zum 18. April. Eine ausführliche Berichterstattung zum Thema und die Erklärung der neuen Regeln finden Interessierte hier.

Lokalnachrichten aus Remscheid: Die Woche – KW15/2021

Diese Ausgabe vom Fernsehformat „Die Woche“ mit Lokalnachrichten aus Remscheid wird präsentiert von Nicole Dahmen. Die Kurznachrichten präsentiert Marcus Schmidt. Sendetermin ist immer montags ab 18.30 Uhr.

AKTUELL: Im Laufe des Abends veröffentlichen wir zudem ein brandaktuelles Interview mit Rechtsdezernentin Barbara Reul-Nocke zu den ab morgen in Remscheid geltenden Einschränkungen, die aufgrund des zu hohen Inzidenzwertes veranlasst werden mussten. Remscheid ist heute, 12. April 2021, mit einem Inzidenzwert von 255,1 negativer Spitzenreiter in Nordrhein-Westfalen.

Das sind die Themen der aktuellen Sendung:

  • Veränderung in Lüttringhausen, ein großes Fachhandelsunternehmen zieht um.
  • Der Kärst kocht – Express: Teriyaki Lachs.

Sendetermin und Sendeorte

„Die Woche“ ist ein Kooperation vom Remscheider Stadtfernsehen rs1.tv und Lüttringhauser. Weltweit gesendet wird jeden Montag ab 18.30 Uhr auf den Plattformen Youtube, Facebook, Twitch und den Webseiten von rs1.tv und Lüttringhauser. „Die Woche“ wird außerdem landesweit auf NRWision im digitalen Kabelfernsehen in Nordrhein-Westfalen ausgestrahlt. Bundesweit ist NRWision auf Magenta TV (Programmplatz 492) und Zattoo (in der Senderliste „Regional“) zu sehen. Die nächsten Sendetermine finden Sie allein auf der Webseite von NRWision unter „nächste Sendetermine“.

12.04.2021: Remscheid mit höchstem Inzidenzwert in NRW

Laut Gesundheitsamt gibt es aktuell 484 Remscheiderinnen und Remscheider, die an Covid-19 erkrankt sind und sich in angeordneter Quarantäne befinden.

Damit gibt es insgesamt 4.801 positiv getestete Remscheiderinnen und Remscheider. 4.177 Remscheiderinnen und Remscheider gelten als genesen, 140 Menschen sind leider verstorben.

Zusätzlich gibt es mit heutigem Datum 955 Personen, die als Verdachtsfälle unter häuslicher Quarantäne stehen (Hinweis: Da noch nicht alle Verdachtsfälle vom gestrigen Sonntag  abschließend erfasst wurden, wird sich die Zahl der Verdachtsquarantänen voraussichtlich noch erhöhen.)

Es gibt aktuell insgesamt 541 PCR-bestätigte infizierte Remscheider Personen mit der britischen Coronavariante und einen bestätigten Fall der südafrikanischen Variante. Die brasilianische Variante wurde bislang nicht in Remscheid nachgewiesen.

Das RKI meldet heute diese Zahlen für Remscheid: 

  
Fälle letzte 7 Tage/100.000 EW255,1 (Land NRW 130,7)
Fälle insgesamt4.801
Fälle/100.000 EW4.312,1
Todesfälle140
Einwohnerzahl111.338
Aktualisierung12.04.2021, 00:00

Die Stadt Remscheid weist die höchste Infektionszahl für NRW aus. Laut Gesundheitsamt ist die Tendenz weiter stark steigend.

Die Krankenhäuser vermelden 31 positive Fälle, darunter 12 intensivpflichtige Behandlungen (10 beatmet), Stand 12.04.2021 (Das sind nicht unbedingt Remscheiderinnen und Remscheider.). Die Altersspanne der stationär behandelten Personen liegt zwischen 10 und 89 Jahren.

Das Sana-Klinikum berichtet von einer weiterhin kritischen Versorgungssituation.

Ab 13. April: Ausgangssperre und verschärfte Kontaktbeschränkungen

Zur Eindämmung des pandemischen Geschehens in Remscheid erlässt die Stadt Remscheid in Abstimmung mit dem Gesundheitsministerium NRW am kommenden Montag (12.04.) eine Allgemeinverfügung, mit der sie ein Bündel von zusätzlichen Coronaschutzmaßnahmen anordnet. Hierzu gehören eine Ausgangssperre von 21 bis 5 Uhr morgens, eine verschärfte Kontaktbeschränkung im privaten Bereich, die Schließung von Park- und Sportanlagen und eine erweiterte Maskenpflicht im Auto. Die Allgemeinverfügung tritt am Dienstag (13.04.) in Kraft und gilt wie die aktuelle Coronaschutzverordnung NRW bis zunächst zum 18. April.

Der Remscheider Covid-19-Krisenstab hat sich am Samstag (10.04.) zu diesen neuen einschneidenden Maßnahmen entschieden. Die 7-Tages-Inzidenz von deutlich über 200 macht eine weitere Verschärfung der bestehenden Kontaktreduzierungen dringend erforderlich.

Mit dem zeitversetzten Inkrafttreten der neuen Schutzreglungen ab Dienstag erhalten Gewerbetreibende, Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber Zeit, sich insbesondere auf die Ausgangssperre, beispielsweise für die Ausgabe einer Arbeitsgeberbescheinigung (siehe Anlage) für nachts Tätige, vorzubereiten.

Nachstehend die Regelung im Einzelnen. Verstöße gegen die Regelungen können als Ordnungswidrigkeit mit einem Bußgeld geahndet werden.

Ausgangssperre

Zwischen 21 und 5 Uhr darf die eigene Wohnung oder das eigene Grundstück nicht mehr verlassen werden. Zu dieser Regel gibt es nur wenige Ausnahmen für Einzelpersonen:

  • zur Abwendung einer Gefahr für Leib, Leben oder Eigentum, insbesondere eines medizinischen oder veterinärmedizinischen Notfalls oder anderer medizinisch unaufschiebbarer Behandlungen,
  • zur Berufsausübung und zur Ausübung des Dienstes (Nachweis/Ausweis/Arbeitgeberbescheinigung ist in Verbindung mit einem amtlichen Lichtbildausweis mitzuführen),
  • zum Besuch von Ehegattinnen/Ehegattengatten, Lebenspartnerinnen/ Lebenspartnern sowie Partnerinnen/Partnern einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft in deren Wohnung oder sonstigen Unterkunft auch über Nacht,
  • zur Wahrnehmung des Sorge- und Umgangsrechts,
  • zur unaufschiebbaren Betreuung unterstützungsbedürftiger Personen und Minderjähri­ger,
  • zur Begleitung Sterbender,
  • zur der Versorgung von Tieren oder
  • zu ähnlich gewichtigen und unabweisbaren Zwecken, die im Einzelfall glaubhaft nachgewiesen werden müssen.

Kontaktbeschränkung

Ab Dienstag gilt im privaten Bereich dieselbe Kontaktbeschränkung wie im öffentlichen Bereich:Ein Hausstand darf mit maximal mit einer anderen Person zusammenkommen. Dabei gelten Paare, auch wenn beide nicht im gleichen Haushalt leben, als ein Hausstand. Kinder aus einem der beiden Hausstände bis einschließlich 14 Jahren werden nicht mitgezählt. Diese Regelung gilt selbstverständlich nur außerhalb der Ausgangssperre.

Schließung der Parkanlagen und der Sportfreianlagen

Zur Reduzierung von Kontakten im Freien werden die Parkanlage Kuckuck, der Stadtpark und der Hardtpark gesperrt. Gesperrt werden außerdem die städtischen Sportfreianlagen – bislang erfolgte ihre Sperrung über die Ausübung des Hausrechtes – und die privaten/vereinseigenen Sportfreianlagen. Damit bleibt nur noch der Individualsport unter Beachtung der oben ausgeführten Kontaktbeschränkungen möglich.

Mitfahrer-Maskenpflicht

Ab Dienstag müssen Mitfahrerinnen und Mitfahrer bei Fahrten mit einer haushaltsfremden Person im privaten PKW eine medizinische Maske tragen. Hiervon sind Kinder bis 6 Jahre ausgenommen.

Zum Hintergrund

Seit Inkrafttreten der CoronaSchVO vom 5. März liegt die 7-Tages-Inzidenz im Stadtgebiet Remscheid über dem Wert von 100. Seit dem 26. März ist sie auf über 200 gestiegen. Die leicht sinkende Infektionslage nach Ostern war nur kurzfristig und eingeschränkten Test- und Meldeprozessen über die Osterfeiertage geschuldet. Die heutige 7-Tages-Inzidenz liegt bei 217,4.

Mutationen haben einen überdurchschnittlich hohen Anteil an den Neuinfektionen in der Stadt Remscheid. Hierbei ist die britische Variante B. 1.1.7 dominierend und verbreitet sich schneller als der Ursprungsvirus. Inzwischen ist die Mutation im gesamten Stadtgebiet flächendeckend nachgewiesen. Sie ist noch leichter von Mensch zu Mensch übertragbar, als die zuvor zirkulierende Variante, und weist eine höhere Reproduktionszahl auf, so dass ihre Ausbreitung schwerer einzudämmen ist.

Auch die klinische Situation zeigt sich dramatisch: Laut Prof. Ulrich Sliwka, Ärztlicher Direktor der Remscheider Sana-Klinik, ist ein erheblicher Anstieg von Coronaerkrankten im stationären Bereich zu verzeichnen. Der Anteil an jüngeren Patientinnen und Patienten, bei denen eine deutlich längere Verweildauer im klinischen Bereich festzustellen sei als bei dem anfänglich überwiegend hochaltrigen Patientenkreis, sei deutlich gestiegen. Man müsse davon ausgehen, dass in den nächsten Wochen die Intensivbettenkapazitäten ausgeschöpft seien, so der Mediziner.

Die aktuellen Infektionsgeschehnisse in Remscheid lassen sich zurzeit nicht auf bestimmte Einrichtungen oder bestimmte Orte eingrenzen beziehungsweise nicht auf ganz bestimmte, einzelne Aktivitäten im öffentlichen Raum zurückverfolgen. Insgesamt stellt sich die Virusverbreitung daher als diffus dar. Nachweislich findet aber ein großer Teil der Ansteckung im privaten Bereich statt.

Alle bisher von der Stadt Remscheid unternommenen Anstrengungen und veranlassten Maßnahmen (Maskenpflicht in der Innenstadt, Sperrung von Sportanlagen, Beibehaltung der Corona-Notbremse) haben bislang nicht zur Senkung des Inzidenzwerts unter den Wert von 100 geführt. Durch die ab Dienstag angeordneten Ausgangsbeschränkungen, Kontaktbeschränkungen, Parksperrungen und Sperrungen der städtischen und privaten Sportfreianlagen als weitere Maßnahmen werden private Zusammenkünfte weiter eingeschränkt, um Sozialkontakte zu reduzieren und mit ihnen einhergehende Infektionen zu senken. Die Mitfahrer-Maskenpflicht ist logische Ausweitung der geltenden Maskenpflicht in Bus und Bahn. Sie vermindert zumindest für den Fahrer die Corona-Ansteckungswahrscheinlichkeit.

Die Allgemeinverfügung der Stadt Remscheid

gemäß § 16a der Coronaschutzverordnung (CoronaSchVO) des Landes Nordrhein-Westfalen vom 12. April in der ab 13. April geltenden Fassung ist zeitnah im Internetportal der Stadt Remscheid auffindbar.

Quelle: Stadt Remscheid

83-Jähriger überschlägt sich mit Auto

Auf der Landstraße 38 in Nümbrecht-Ahlbusch hat sich am Freitag (9. April) ein 83-Jähriger mit seinem Auto überschlagen; er kam in ein Krankenhaus.

Der Mann aus Nümbrecht war gegen 12.00 Uhr aus Richtung Waldbröl gekommen und in einer Linkskurve nach rechts auf den unbefestigten Seitenstreifen geraten. Dort überfuhr der Mercedes zunächst zwei Verkehrszeichen, bevor er gegen einen Baum prallte und sich in der Folge überschlug. Nachdem der Wagen auf dem Dach liegend zum Stillstand gekommen war, konnte der 83-Jährige das Auto mit vermutlich leichten Verletzungen verlassen; ein Rettungswagen brachte ihn in das Waldbröler Krankenhaus, wo er zur Beobachtung verblieb.

Unter Drogen stehender Autofahrer flüchtet vor der Polizei

Etwa eine Viertelstunde lang ist am späten Samstagabend (10. April) ein Autofahrer vor der Polizei geflüchtet; die Flucht endete in Remscheid-Lüttringhausen auf dem Gelände eines Krankenhauses.

Eine Streifenwagenbesatzung hatte den 27-jährigen Remscheider gegen 23.40 Uhr auf der Elberfelder Straße in Radevormwald mit seinem VW Golf anhalten wollen. Der Mann ignorierte die Anhaltezeichen der Polizei und fuhr weiter in Richtung Remscheid-Lennep. Bei Geschwindigkeiten um die 70 km/h fuhr der 27-Jährige in deutlichen Schlangenlinien und bremste seinen Golf zwischenzeitlich immer wieder scharf ab. Während seiner Flucht über das Wuppertaler und Remscheider Stadtgebiet missachtete er mehrfach das Rotlicht von Ampeln und fuhr entgegen von Einbahnstraßen; aufgrund des geringen Verkehrsaufkommens kam es dabei zu keinen Gefährdungen anderer Verkehrsteilnehmer. In Remscheid-Lüttringhausen bog er auf das Klinikgelände eines Krankenhauses an der Remscheider Straße ab, wobei der mit seinem Wagen die geschlossene Schranke in der Zufahrt durchbrach. Kurz darauf fuhr er sich aber in einer Sackgasse auf dem Krankenhausgelände fest.

Für seine Flucht nannte er gleich mehrere Gründe: Der Remscheider hatte vor der Fahrt Drogen konsumiert, war nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis und die am Fahrzeug angebrachten Kennzeichen hatte er zuvor gestohlen. Im Fahrzeug fand die Polizei noch ein weiteres Kennzeichenpaar, welches sich ebenfalls als gestohlen herausstellte. Die Polizei veranlasste eine Blutprobenentnahme und stellte das Auto samt der entwendeten Kennzeichen sicher.