Digitale Unterstützung bei der Behandlung von COVID-19 Patienten

Das Land Nordrhein-Westfalen führt die Vorstufe des Virtuellen Krankenhauses fort und fördert die Anschaffung von Televisitenwagen in Krankenhäusern mit bis zu drei Millionen Euro. Ziel ist, dass sich die Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen schnellstmöglich technisch so ausstatten können, dass sie bei der Behandlung von an COVID-19 erkrankten Patienten auch Televisiten und Telekonsile durchführen können.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales teilt mit:

Bei der Visite am Krankenbett kann der Arzt dann mittels Videokonferenztechnik und weiterer technischer Komponenten Kontakt zu Fachärzten aufnehmen, die über besondere hochschulmedizinische Fachkenntnisse verfügen, um eine digitale Konsultation durchzuführen.

„Die Telemedizin kann die medizinische Versorgung unterstützen und verbessern.“

Karl-Josef Laumann, Gesundheitsminister des Landes Nordrhein-Westfalen

„Die Telemedizin kann die medizinische Versorgung unterstützen und verbessern. Das zeigt sich insbesondere in der Pandemie sehr deutlich. Unsere neue Förderung unterstützt Kliniken dabei, sich fit für die Telemedizin zu machen. Die Landesregierung leistet damit einmal mehr einen Beitrag dazu, eine hochklassige medizinische Versorgung landesweit – also auch außerhalb der Ballungsräume – sicherzustellen”, so Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann.

Um die intensivmedizinischen Kapazitäten aller Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen optimal zu nutzen und die Behandlung von an COVID-19 erkrankten Patienten sicher zu stellen, wurde im April letzten Jahres die Vorstufe des Virtuellen Krankenhauses mit dem Fokus auf die Intensivmedizin und die Infektiologie in Betrieb genommen. Durch Telekonsile und Televisiten wird hochschulmedizinische Fachexpertise zur Behandlung von schwer an COVID-19 erkrankten Patienten landesweit zur Verfügung gestellt. Patientengefährdende Transporte zwischen Krankenhäusern werden auf diese Weise verringert und die vor Ort vorhandenen Ressourcen können bestmöglich genutzt werden. Krankenhäuser können unter virtuelles-krankenhaus.nrw/home Termine für Telekonsile und elektronische Visiten vereinbaren.

Hintergrundinfos Virtuelles Krankenhaus Nordrhein-Westfalen 

  • Das Virtuelle Krankenhaus ist ein Landesprojekt, das mittels digitaler Versorgungsstrukturen – über Krankenhäuser und niedergelassene Ärzte – landesweit spezialisierte medizinische Expertise für alle Menschen in Nordrhein-Westfalen verfügbar macht.
  • Hierzu geht das Virtuelle Krankenhaus Kooperationen mit den einschlägigen medizinischen Spitzenzentren ein. Fehlt zum Beispiel in einem Krankenhaus oder in einer Arztpraxis eine spezielle Expertise, kann das entsprechende Zentrum über ein zentrales Verzeichnis „per Mausklick“ kontaktiert werden.

Hintergrundinfos zum Förderprogramm

  • Die Förderung soll anbieterunabhängig dem konkreten Bedarf in der Versorgung zugutekommen. Da die technischen und räumlichen Voraussetzungen in den Einrichtungen sehr unterschiedlich sind, sind die Krankenhäuser daher in der Auswahl und Kombination der Komponenten und Maßnahmen grundsätzlich frei. Sowohl Komplettangebote als auch individuell angepasste Lösungen können berücksichtigt werden. Die technische Ausstattung muss lediglich zu Durchführung von Telekonsilen und Televisiten geeignet sein.
  • Zur Durchführung von Telekonsilen und Televisiten wird grundsätzlich Videokonferenztechnik benötigt. Daher kommen insbesondere folgende Komponenten für die Förderung in Betracht: Mobile Endgeräte wie Tabletcomputer oder Notebooks, Videokonferenzsoftware und Peripheriegeräte, wie ein zweiter Monitor, Tastatur, Kamera, Lautsprecher, Mikrofon. Zur mobilen Nutzung, u. a. am Patientenbett, können auch Visitenwagen oder Rollständer mit (eigener) Stromversorgung und weiteren Anschlussmöglichkeiten beschafft werden.
  • Die Lösungen müssen den Anforderungen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung für Videosprechstunden entsprechen. Bei den Geräten ist darauf zu achten, dass die spezifischen Anforderungen im Krankenhaus, wie Hygienevorschriften, Gebrauchstauglichkeit oder elektrische Sicherheit, eingehalten werden.
  • Primär antragsberechtigt sind Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen mit einer Intensivstation oder einer Intensivüberwachungspflege (Intermediate Care). Daneben können auch Krankenhäuser mit Fachabteilungen der Nephrologie, Kardiologie, Pneumologie oder mit einer Fachabteilung für Innere Medizin mit entsprechenden Schwerpunkten die Förderung beantragen.
  • Eine Förderung kann für maximal zwei Wagen pro Krankenhaus beantragt werden. Der finanzielle Zuschuss beträgt bis zu 80 Prozent der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben bis zu einem Maximalbetrag in Höhe von 5.000 Euro pro Televisitenwagen.
  • Anträge sind spätestens bis zum 28.02.2021 bei der Bezirksregierung Arnsberg (nicole.skaruppe@bra.nrw.de) einzureichen. Diese informiert auch bei Fragen zum Förderaufruf und der Antragsstellung.

LKW fährt bei Unfall gegen Hauswand

Gegen 4.40 Uhr kam es auf der Nockenbergstraße in Sprockhövel zu einem Verkehrsunfall, bei dem der Fahrer des Lkw verletzt wurde.

Der 33-jährige Mann aus Velbert fuhr mit seinem Lkw auf der Nockenbergstraße in Richtung Wuppertaler Straße. Aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit bei Schnee und Eis auf der Fahrbahn, geriet der Fahrer mit seinem LKW aus der Kurve und fuhr geradeaus gegen eine Hauswand und einen dort abgestellten Pkw.

Nach bisherigen Erkenntnissen ist das Haus unbewohnt.

Der Fahrer des Lkw wurde schwer am Bein verletzt und mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Bisher kann nicht ausgeschlossen werden, dass das Haus einsturzgefährdet ist, aus diesem Grund wird die Nockenbergstraße vorerst einspurig an der Unfallstelle weitergeführt.

Bus und Bahn: Medizinische Masken sind Pflicht

Heute, Montag, 25. Januar, ist die neue Coronaschutzverordnung in NRW in Kraft getreten. Das bedeutet auch: Ab diesem Zeitpunkt gilt für Nutzer des öffentlichen Personennahverkehrs in Bussen und Bahnen sowie an Haltestellen eine Pflicht zum Tragen von medizinischen Masken. Bei diesen handelt es sich gemäß Coronaschutzverordnung um so genannte OP-Masken, Masken des Standards FFP2 oder diesen vergleichbaren (KN95/N95).

Die Verkehrsgesellschaften werden über verschiedene Kanäle auf die Pflicht zum Tragen medizinischer Masken hinweisen. Ähnliche Wege hatten die Unternehmen bereits seit Beginn der Maskentragepflicht im letzten Jahr beschritten. Neu ist jetzt die Vorgabe, medizinische Masken nutzen zu müssen.

Das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen hat sich in der Pandemie als besonders wirkungsvoll erwiesen. Gerade vor dem Hintergrund möglicher besonders ansteckender Mutationen weisen Bund und Länder darauf hin, dass medizinische Masken eine höhere Schutzwirkung haben als zum Beispiel Alltagsmasken aus Stoff.

Presseschau 24. Januar 2021

Diese Themen waren am 24. Januar 2021 Gegenstand von Berichterstattung in der Presse.

Deutschland

Kühnert hält Scholz für idealen Kanzler eines Linksbündnisses

Der stellvertretende SPD-Vorsitzende Kevin Kühnert hält Olaf Scholz wegen seiner Kompromissbereitschaft für den idealen Kanzler des von ihm angestrebten Linksbündnisses mit Grünen und Linkspartei: „Er würde aus der wöchentlichen Kabinettssitzung vermutlich keinen Marx-Lesekreis machen – auch wenn er vermutlich mehr Marx gelesen hat, als die meisten anderen“, sagte Kühnert in einem Interview mit dem „Tagesspiegel am Sonntag“: „Man sagt ja über Olaf Scholz, dass er im besten Sinne ein Pragmatiker ist und nicht in ideologischen Schablonen denkt“.

Online unter: https://plus.tagesspiegel.de/politik/spd-vize-kevin-kuehnert-wenn-linke-parteien-nicht-streiten-laeuft-etwas-schief-93089.html

Quelle: Der Tagesspiegel – www.tagesspiegel.de

SPD-Vize Kühnert für höheren Spitzensteuersatz

Der SPD-Vizechef Kevin Kühnert fordert zur Finanzierung der Corona-Krise eine Erhöhung des Spitzensteuersatzes. Es gehe um eine sehr moderate Erhöhung, sagte Kühnert in einem Interview mit dem „Tagesspiegel am Sonntag“. „Gleichzeitig wollen wir die Schwelle, von der an er greift, einige 10.000 Euro nach oben heben, um mittlere Einkommen zu entlasten.“

Online unter: https://plus.tagesspiegel.de/politik/spd-vize-kevin-kuehnert-wenn-linke-parteien-nicht-streiten-laeuft-etwas-schief-93089.html

Quelle: Der Tagesspiegel – www.tagesspiegel.de

Stuttgarter Nachrichten: Kommentar zum Landesparteitag der Südwest-CDU

Deutlicher könnte die CDU ihren Führungsanspruch kaum formulieren. „Regierungsprogramm“ lautet die Überschrift über dem Wahlprogramm für die Landtagswahl. Auf dem Landesparteitag verbreiteten die Christdemokraten vor allem eine Botschaft: Wir stehen einig zusammen, um stärkste Kraft zu werden – mit einer Ministerpräsidentin Susanne Eisenmann. Die Hand für eine Zusammenarbeit mit den Grünen bleibt aber ausgestreckt. Selbstverständlich. Denn die Grünen sind nach aktuellen Umfragen der einzige Koalitionspartner, mit dem die CDU in einer Zweierkonstellation überhaupt eine Regierungsmehrheit hätte. Trotzdem formulieren die Christdemokraten selbstbewusst den Anspruch, nicht erneut als Juniorpartner in eine Landesregierung zu gehen. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob sie das auch einlösen können.

Quelle: Stuttgarter Nachrichten – www.stuttgarter-nachrichten.de

Corona

Anforderungen an Corona-Tests für zuhause: Einfach, schnell, wirksam

von Martin Fröhlich.

Die Verzweiflung im Land wächst. Die Pandemie grassiert weiter, trotz aller Schutzmaßnahmen. Nun soll eine Maßnahme helfen, die bislang ausgeschlossen wurde: der Corona-Selbsttest durch Laien zu Hause. Ohne medizinisch geschultes Personal. So jedenfalls der Vorstoß von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Unternehmen fordern schon lange eine solche Möglichkeit. Privatpersonen hätten sie vor einem Besuch bei Oma und Opa auch gern. In Testzentren kann man sich schnelltesten lassen, aber zu Hause ist das bislang unmöglich. Sollte Berlin es erlauben?

Die Antwort ist nicht ganz einfach. Grundsätzlich kann es helfen, das Infektionsgeschehen zu verlangsamen, wenn Selbsttests eine Corona-Infektion frühzeitig aufdecken. Selbst die – mit dem PCR-Verfahren verglichen – recht hohe Quote an falsch positiven Ergebnissen bei Antigen-Tests führt das nicht ad absurdum. Wer sich selbst falsch positiv testet, verzichtet zwar unnötig auf den Besuch bei den Großeltern. Doch das ist besser als die zweite Variante falsch negativ. Dann würde man die Großeltern unter Umständen infizieren, weil man sich für negativ hält. Bisherigen Erfahrungen nach ist die Wahrscheinlichkeit eines falsch positiven Ergebnisses höher als die eines falsch negativen.

Helfen würde für Selbsttests ein einfacheres Verfahren. Schieben Sie sich oder Ihren Lieben mal ein Wattestäbchen in den Rachen bis zum Würgreflex oder in die Nase, wo Verletzungen entstehen können. Das wird nichts. Dafür brauchen wir erst die einfache Schweizer Speicheltestvariante, wo Probanden in einen Trichter spucken. Doch es gibt Anzeichen dafür, dass diese hierzulande bald zugelassen wird. Doch mit dem schnellen Resultat ist es nicht getan. Was passiert bei einem positiven Befund? Jetzt muss der Fall einem Gesundheitsamt gemeldet werden, es muss eine Quarantäne angeordnet und die Infektionskette nachverfolgt werden. Ein bestätigender PCR-Test muss durchgeführt werden. Wie wird das sichergestellt? Dafür müssten verbindliche Regeln und Kontaktstellen geschaffen werden – angesichts des mancherorts herrschenden Chaos‘ in überlasteten Gesundheitsämtern eine Mammutaufgabe.

Es kann auch passieren, dass sich all das von selbst erledigt. Jens Spahn muss seine Idee ja erst an Bundeskanzlerin Angela Merkel vorbeikriegen. Zuletzt waren die beiden häufig unterschiedlicher Meinung im Umgang mit der Pandemie. Merkel aber macht immer wieder klar, dass sie sich für die alles entscheidende Instanz im Corona-Zeitalter hält. Wenn ihr Beraterstab die Idee von Spahns Ministerium ablehnt, sind Schnelltests zu Hause vom Tisch.

Quelle: Neue Westfälische (Bielefeld) – www.nw.de

Kommentar Mitteldeutsche Zeitung zu Impfstoffknappheit

Normalerweise ist die Hackordnung zwischen Regierung und Wirtschaft geklärt. Die Unternehmen betteln, drängeln, schicken ihre Lobbyisten los – aber am Ende entscheidet die Politik. Beim Gerangel um den Corona-Impfstoff jedoch kehren sich die Kräfteverhältnisse um. Die Hersteller der weltweit begehrten Vakzine diktieren die Lieferbedingungen, und der Politik bleibt nichts anderes übrig, als die Ansagen der Konzerne zähneknirschend zu akzeptieren. Es herrscht die Devise „Fresst oder sterbt“ – was im konkreten Fall mehr als nur eine Floskel ist. Das muss sich ändern. Europa muss selbstbewusster auftreten und notfalls auch die Muskeln spielen lassen. Nicht im Sinne einer Europe-First-Politik, sondern in dem Sinn, dass sich die EU und ihre 450 Millionen Einwohner nicht auf der Nase herumtanzen lassen.

Quelle: Mitteldeutsche Zeitung – www.mz-web.de

2000 Mitarbeiter und Patienten in Quarantäne

Vivantes setzt Sammeltaxen für Arbeitswege und Einkäufe des Klinikpersonals ein

Hunderte Mitarbeiter der unter Quarantäne stehenden Vivantes-Klinik in Berlin sollen ab diesem Montag mit Charter-Bussen durch Berlin pendeln, um Masseninfektionen durch die mutierte Coronavirus-Variante zu verhindern. Nach Informationen des „Tagesspiegels“ (Montagausgabe) greift der Vorstand der landeseigenen Vivantes-Kliniken dazu auf die „Berlkönig“-Kleinbusse der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) zurück. Der BVG-Vorstand habe Unterstützung angeboten, bestätigte Vivantes-Chef Johannes Danckert dem „Tagesspiegel“ am Sonntag.

Online unter: https://www.tagesspiegel.de/berlin/personal-muss-im-sammeltaxi-zur-klinik-2000-berliner-nach-b117-ausbruch-in-quarantaene/26846988.html

Quelle: Der Tagesspiegel – www.tagesspiegel.de

Private Tests sind eine große Erleichterung

Kommentar von Birgit Marschall

Corona-Schnelltests sollen künftig auch Privatpersonen vornehmen dürfen, nicht mehr nur Ärzte, Apotheker oder Labor-Mitarbeiter. So will es Gesundheitsminister Jens Spahn, und das ist gut so. Wer sich unmittelbar vor nicht abwendbaren Treffen mit anderen vergewissern will, ob er ansteckend ist, sollte das schnell und problemlos per Schnelltest tun können. Spahns Freigabe bedeutet eine enorme Erleichterung etwa für Angehörige älterer Menschen oder Geschäftsleute. Allerdings muss Spahn diese Freigabe mit einer umfassenden Aufklärung begleiten. Denn auch ein Schnelltest, nicht nur ein PCR-Test, muss richtig abgenommen werden, andernfalls ist er wertlos.

Mit der Schnelltest-Freigabe kann der umtriebige Spahn aber kaum überdecken, dass bei der Impfstoffbereitstellung vieles im Argen liegt. Während die USA, Großbritannien und Israel ihre Bevölkerungen fleißig weiter durchimpfen, steht die Kampagne in Deutschland und Europa still. In den Hauptstädten wächst der Unmut über die Hersteller, die ihre Lieferpläne nicht einhalten können. Die EU-Kommission versucht, den Schwarzen Peter an die Hersteller weiterzugeben, indem sie nun den Druck auf die Firmen erhöht.

Gerade bei brandneuen Produkten ist es jedoch immer möglich, ja sogar wahrscheinlich, dass unvorhergesehene Ereignisse auftreten. Brüssel kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Schwarze Peter bei der Kommission selbst liegt. Hätte Brüssel früher und deutlich mehr bei allen potenziellen Impfstoffproduzenten bestellt, würden Lieferengpässe bei dem einen oder anderen Hersteller die EU jetzt nicht in Verzweiflung stürzen. Der Bundesregierung und Spahn als verantwortlichem Minister kommt dabei eine Mitschuld zu: Sie hätten der Kommission unbedingt mehr auf die Finger schauen müssen.

Quelle: Rheinische Post – www.rp-online.de

Schwer fassbar

Kommentar von Christian Matz zu schärferen Einreisekontrollen

Ende Januar 2021. Seit Sonntag gibt es an den deutschen Flughäfen schärfere Kontrollen bei Reisenden aus Corona-Hochrisikogebieten. Zudem eine Testpflicht vor der Einreise. Das sind nur schwer fassbare Nachrichten. Warum gibt es das erst jetzt? Es ist doch seit Langem klar, dass Stichproben allein sowie das Vertrauen in die Reisenden, sich an die Quarantäneauflagen zu halten, ein sehr hohes Risiko sind.

Nun ist der Aufwand bei schärferen Kontrollen ebenfalls sehr hoch; und da man Deutschland nicht abriegeln kann, sind sie auch kein Allheilmittel. Zudem bringt natürlich auch nicht jeder Reisende das Coronavirus mit ins Land, man wird also sehr oft nicht „fündig“. Aber angesichts der internationalen Lage und der sonstigen, immensen Beschränkungen in der Pandemie müssen schärfere Kontrollen im Flugverkehr ein zumutbarer Aufwand sein, für alle. Wenn Bürger und Firmen an hohe Sicherheitsauflagen gewöhnt sind – dann doch wohl dort.

Auf dem Land sind Grenzkontrollen innerhalb der EU ein Problem, die Hürden sind zu Recht sehr hoch. Aber: Wenn nötig, müssen Regeln auch dort verschärft werden. Wie zum Beispiel für die Arbeitnehmer aus Tschechien (Inzidenz derzeit um die 500), die täglich nach Sachsen und Bayern pendeln. Schon warnt der DGB: „Ein grenzüberschreitender Arbeitsmarkt funktioniert nicht, wenn sich Beschäftigte alle 48 Stunden vor Einreise testen lassen müssen.“ Da mag ja was dran sein. Aber erfolgreiche Pandemiebekämpfung funktioniert ohne Überprüfung und zielgerichtete Tests halt auch nicht. Wenn jemand ein Beispiel sucht für eine falsche Prioritätensetzung: Beim Thema fehlende Einreisekontrollen wird er fündig.

Quelle: Allgemeine Zeitung Mainz – www.allgemeine-zeitung.de

Welt

Russland

Kommentar Mitteldeutsche Zeitung zu Protesten in Russland

Viele Jahre hat Russlands Präsident Wladimir Putin nicht nur sein Reich kontrolliert, sondern auch die Bilder, und über die Bilder die Menschen. Es waren Bilder eines starken Mannes. Putin mit freiem Oberkörper, Putin zu Pferde, Putin mit Tiger, Putin in Uniform. Putin, Putin, Putin. Doch es waren Bilder für die alten Medien, und es sind Bilder eines alternden Mannes. Putin ist 68 Jahre alt. Er war Geheimdienstler und ist es geblieben. Nun hat er einen Gegner gefunden, der andere Bilder produziert, in anderen Medien: Alexej Nawalny, 44, hat knapp sechs Millionen Abonnenten auf Youtube, 3,6 Millionen auf Instagram, 2,4 Millionen auf Twitter. Sein Video über „Putins Palast“ bekam in drei Tagen 60 Millionen Aufrufe. Nawalny ist der größte Influencer-Dissident des Social-Media-Zeitalters. Wie man mit so einem umgeht, steht in keinem KGB-Handbuch.

Quelle: Mitteldeutsche Zeitung – www.mz-web.de

„nd.DerTag“ zu den Auswirkungen der Demonstrationen in Russland

Mit ihrem harten Vorgehen gegen Alexej Nawalny und seine Unterstützer schadet sich die russische Regierung selbst. Ihr Gegenspieler, der sich in Haft befindet, dürfte noch populärer werden. Vor einigen Jahren war es für Nawalny ein Achtungserfolg, als er bei der Wahl zum Moskauer Bürgermeister 27 Prozent der Stimmen holte. Inzwischen ist ihm mehr zuzutrauen. Das zeigen die großen Demonstrationen, die am Samstag landesweit für seine Freilassung stattfanden.

Ein souveräner Umgang mit Nawalny wäre, wenn man ihn zu Wahlen zulassen und seiner Partei die Registrierung nicht weiter erschweren würde. Doch davon ist in naher Zukunft nicht auszugehen. Nawalny hat sich mit seinen jüngsten Provokationen endgültig zum Staatsfeind gemacht. Angeblich hat er bei einem Anruf unter falschem Namen einen Geheimdienstmitarbeiter dazu gebracht, über die Details seiner eigenen Vergiftung zu plaudern. Hinzu kommen die jüngsten Veröffentlichungen von Nawalnys Team über „Putins Palast am Schwarzen Meer“, der mit öffentlichem Geld gebaut worden sein soll. Die Vorwürfe kursieren zum Teil schon seit Jahren, wurden aber von öffentlicher Seite stets zurückgewiesen. Selbst wenn die Geschichte ein Lügenmärchen sein sollte, ist es nicht von der Hand zu weisen, dass es in Russland viele Fälle von Korruption und eine Machtelite gibt, die sich bereichert.

Der selbst ernannte Antikorruptionsaktivist wäre aber nicht der Richtige, um mit diesem System zu brechen. Nawalny greift Fälle auf, die für Empörung in der Öffentlichkeit sorgen, ohne die in diesem Zusammenhang notwendige Kapitalismuskritik zu üben. Das entspricht auch den Interessen von USA und EU, die ihren Druck auf Moskau verstärken, damit Nawalny aus der Haft kommt. Wenn er als Politiker Karriere machen sollte, wird er seine Freunde im Westen nicht vergessen.

Quelle: neues deutschland – www.neues-deutschland.de

Nawalny ist der falsche Anführer

Kommentar Von Ulrich Krökel.

Von Wladiwostok bis Kaliningrad schwappte am Wochenende eine Welle der Empörung durch Russland. Moskau war das natürliche Zentrum der Demonstrationen. Aber die Hauptstädter waren diesmal, anders als bei früheren Massenprotesten, in ihrem gerechten Zorn nicht allein. Selbst auf der annektierten Krim, die als Hort des Patriotismus gilt, gingen Menschen auf die Straße. Sie forderten die Freilassung des inhaftierten Kremlkritikers Alexej Nawalny und protestierten gegen Korruption, Willkürherrschaft und Illiberalismus. Kurz: gegen Präsident Wladimir Putin.

Noch vor einer Woche, als Nawalny in seine Heimat zurückkehrte und sofort ins Gefängnis geworfen wurde, hätte mit einer solch wuchtigen Reaktion wohl niemand gerechnet. Umso faszinierender, den Mut, die Kreativität und die Energie der fast durchweg jungen Putin-Herausforderer zu sehen. Sie vernetzten sich online, teilten die skurrilsten Protestaufrufe und warfen Schneebälle auf schwer bewaffnete Sonderpolizisten. All das zeigte: Es gibt ein anderes Russland als das Reich der Kreml-Clans, der hybriden Kriegführung, der superreichen Oligarchen und des Staatsdopings.

Und dennoch: Niemand möge sich etwas vormachen. Das System Putin verfügt über gigantische Machtressourcen. Der Opposition dagegen fehlt es an allem. Zum Beispiel an Masse: Mehrere Zehntausend Menschen sind nicht viel. Und auch wenn den Jungen die Zukunft gehört, so werden sie ohne Unterstützung der Älteren wenig erreichen. Und Nawalny ist der falsche Anführer. So mutig er ist, so schädlich sind seine Selbstverliebtheit und sein Hang zur Clownerie.

Was bleibt, ist die berechtigte Hoffnung auf einen Wandel. Denn viel spricht dafür, dass eine wachsende Zahl von Menschen in Russland auch in Putin nicht mehr lange den richtigen Anführer sehen wird.

Quelle: Rheinische Post – www.rp-online.de

Risse im System

Der Unmut in Russland über den staatlich geduldeten Mordversuch auf Alexej Nawalny wird das Land nicht so schnell verändern, wie es das verdient hat. So stabil, wie Putin sein System darstellt, ist es aber auch nicht. Zwar lehnten sich viele Menschen immer wieder mal gegen die Autokratie auf. Aber bis auf die Proteste nach den gefälschten Parlamentswahlen 2011 kochte der Zorn im Volk meistens nur lokal begrenzt auf. Dieses Mal eint die Demonstrierenden die Einsicht, dass das Attentat gegen einen Unbequemen auch ein Attentat auf die eigene Freiheit ist. Es wird für die Machthabenden in Moskau und die Provinzfürsten immer schwieriger, mit Stabilität für sich zu werben. Nach den chaotischen 1990er Jahren verfing dieses Argument noch. Doch längst haben die Menschen erkannt, dass von dieser Art der Stabilität nur eine kleine Elite profitiert. Der Frust wächst. Er breitet sich wie ein Geflecht feiner Risse in einem Bauwerk aus. Und mit Gewalt lassen sich diese Risse nicht mehr kitten.

Quelle: Frankfurter Rundschau – www.fr.de

Gegen Sanktionen und Stopp von Nord Stream II

Russland-Koordinator Saathoff fordert vom Kreml Aufklärung über Korruptionsvorwürfe

Der Koordinator der Bundesregierung für die zivilgesellschaftlichen Beziehungen mit Russland, Johann Saathoff (SPD), hat die Regierung in Moskau aufgefordert, die von Kreml-Kritiker Nawalny erhobenen Vorwürfe gegen Präsident Putin um eine Villa am Schwarzen Meer zu entkräften. „Wenn die Vorwürfe nicht zutreffen sollten, kann die russische Regierung das ja ihren Bürgerinnen und Bürgern gegenüber aufklären, statt sie festzunehmen“, sagte Saathoff der „Saarbrücker Zeitung“ (Montagausgabe). Putin habe die Korruptionsbekämpfung in der Vergangenheit immer als sein Ziel benannt. „Hier wäre jetzt eine gute Gelegenheit, das im Konkreten darzustellen.“ Saathoff verteidigte das Demonstrationsrecht und kritisierte das Vorgehen der Sicherheitskräfte. „Friedliche Demonstranten müssen friedlich demonstrieren dürfen.“ Die Spontaneität der Proteste am Wochenende deute darauf hin, dass Staat und Regierung in der Bevölkerung Vertrauen verloren hätten. „Ich hoffe, dass die russische Seite das jetzt erkennt und daran arbeitet, wieder Vertrauen bei ihren Bürgerinnen und Bürgern zurückzugewinnen.“ Der Russlandbeauftragte sprach sich zugleich gegen neue Sanktionen aus. „Wirtschaftsbeziehungen abzubrechen, sobald es politisch schwierig wird, löst die Probleme nicht“, sagte Saathoff. Forderungen, wegen der Verhaftung Nawalnys die Gaspipeline Nord Stream II zu stoppen, lehnte er ebenfalls ab. „Beide Themen haben nichts miteinander zu tun.“

Quelle: Saarbrücker Zeitung – www.saarbruecker-zeitung.de

Jahrestag der Befreiung von Auschwitz im ZDF und in ZDFinfo

Das ZDF überträgt am Mittwoch, 27. Januar 2021, 11 Uhr, live aus dem Deutschen Bundestag die Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus. Am Jahrestag der Befreiung von Auschwitz erinnert zudem ZDFinfo in sechs Dokumentationen, von 18.45 bis 0.45 Uhr, an den Holocaust und lässt die letzten Zeugen von Auschwitz zu Wort kommen. Was junge Juden heute bewegt, das zeigt die Dokumentation „Hey, ich bin Jude! – Jung. Jüdisch. Deutsch“, die am Gedenktag ab 0.45 Uhr im ZDF zu sehen ist.

Seit 1996 wird in der Bundesrepublik Deutschland die Befreiung des deutschen Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz durch sowjetische Truppen am 27. Januar 1945 als „Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus“ begangen. Die Live-Übertragung der diesjährigen Gedenkstunde kommentiert ZDF-Reporter Micha Wagenbach.

Niemals vergessen!

Der Doku-Abend in ZDFinfo startet um 18.45 Uhr mit der „Frontal 21“-Dokumentation „Die letzten Zeugen von Auschwitz – Mahner der Zukunft“, die anlässlich des 75. Jahrestags im Januar 2020 erstmals im ZDF zu sehen war. Um 19.30 Uhr folgt die Dokumentation „Die Deutschen und der Holocaust – Schluss mit Schlussstrich?“, die am 5. Dezember 2020 ihre Erstausstrahlung hatte. In ZDFinfo-Erstausstrahlung steht ab 20.15 Uhr die 90-minütige Dokumentation „1944 – Bomben auf Auschwitz?“ auf dem Programm, die im vergangenen Jahr in ARTE lief. Ab 21.45 Uhr folgt in ZDFinfo die ebenfalls knapp 90-minütige Dokumentation „Ein Tag in Auschwitz“, die 2020 mit dem Bayerischen Fernsehpreis ausgezeichnet wurde. Mit den Dokumentationen „Schindlers Liste – Eine wahre Geschichte“ um 23.15 Uhr und „Die Wahrheit über den Holocaust – Das Jahrhundertverbrechen““ ab 24 Uhr endet der sechsstündige Doku-Abend.

Die Dokumentation „1944 – Bomben auf Auschwitz?“ von Tim Dunn, die ab Dienstag, 26. Januar 2021, 10 Uhr, in der ZDFmediathek bereitsteht, schildert, wie im April 1944 zwei Gefangene dem Konzentrationslager Auschwitz entkamen und wie ihre Informationen über die Lagerrealität an die Alliierten gelangten. In szenischen Darstellungen, mit Archivaufnahmen und O-Tönen von Holocaust-Überlebenden und Historikern erzählt der Film zudem von hinter verschlossenen Türen heftig geführten Debatten infolge dieser „Auschwitz-Protokolle“ über die Frage, wie die industrielle Ermordung der Juden in Auschwitz gestoppt werden könnte.

Was Jugendliche jüdischen Glaubens heute in ihrem Alltag zwischen Sportplatz und Synagoge, Thora und Instagram, Schabbat und Party bewegt, das zeigt die Doku „Hey, ich bin Jude! – Jung. Jüdisch. Deutsch“ im ZDF, die am 9. November 2020 erstmals gesendet wurde und in der ZDFmediathek zur Verfügung steht. Der Film besteht ausschließlich aus Gesprächen mit jüdischen Jugendlichen zwischen zwölf und 25 Jahren, die der Filmemacher Jan Tenhaven in Berlin, Frankfurt am Main, Osnabrück, Essen, München und Weßling geführt hat. Ergänzt werden diese Gespräche von Protokollen antisemitischer Vorfälle, vorgelesen von Iris Berben.

In der ZDF-Mediathek verfügbar

Verkehrshistorische Kulturgüter: 700.000 Euro für ehrenamtliche Initiativen und Vereine

Zwölf Initiativen und Vereine aus dem Bereich der historischen Mobilität erhalten in diesem Jahr eine Förderung durch das Programm „Verkehrshistorische Kulturgüter“.

Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung teilt mit:

Zwölf Initiativen und Vereine aus dem Bereich der historischen Mobilität erhalten in diesem Jahr eine Förderung durch das Programm „Verkehrshistorische Kulturgüter“.

„Mit den Förderprogramm erkennen wir das große Engagement der vielen Ehrenamtlichen an und sprechen zugleich unseren Dank und unsere Anerkennung aus.“

Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen

„Auch im Jahr 2021 setzen wir das Programm ,Verkehrshistorische Kulturgüter´ fort und fördern Initiativen und Vereine, die sich ehrenamtlich für den Erhalt und die Präsentation historischer Verkehrsmittel einsetzen. Damit unterstreichen wir als Landesregierung Nordrhein-Westfalen unseren Willen, das historisch-kulturelle Erbe unseres Landes zu bewahren. Die Vereine und ehrenamtlich Tätigen sind unverzichtbar für den Erhalt der Zeugnisse unserer verkehrshistorischen Geschichte und des technischen Wandels. Mit den Förderprogramm erkennen wir das große Engagement der vielen Ehrenamtlichen an und sprechen zugleich unseren Dank und unsere Anerkennung aus“, sagt Ministerin Ina Scharrenbach.

Mit dem „Förderprogramm verkehrshistorische Kulturgüter 2021“ hat die Landesregierung ehrenamtlichen Initiativen und Vereinen aus dem Bereich der historischen Mobilität bereits zum dritten Mal Fördermittel zur Verfügung gestellt. In diesem Jahr konnten die Mittel auf 700.000 Euro erhöht werden.

Folgende Projekte werden 2021 gefördert:

Und so soll der Teckel aus Ennepetal nach der Restaurierung auch wieder aussehen. Foto: Erich Westendarp
Und so soll der Teckel aus Ennepetal nach der Restaurierung auch wieder aussehen. Foto: Erich Westendarp
  • Restaurierung einer Großdiesellokomotive (Altenbeken)
  • Instandsetzung eines Schienenbusses (Bonn)
  • Instandsetzung eines Schienenbussteuerwagens (Dorsten)
  • Instandsetzung eines historischen Feuerwehrfahrzeugs (Emsdetten)
  • Restaurierung eines Schienenbusses (Ennepetal)
  • Restaurierung eines Schienenmesswagens (Erkrath)
  • Sanierung historische Fahrleitung (Extertal)
  • Restaurierung einer Dampflok (Mönchengladbach)
  • Restaurierung eines historischen Verkehrsflugzeugs „Tante Ju“ (Paderborn)
  • Errichtung Museums-Gleisanlage (Rheine)
  • Instandsetzung Eisenbahnbrücke (Wiehl)
  • Restaurierung einer Dampflok (Witten)

Land unterstützt Produktionsausweitung bei Impfstoffzulieferer

Impfungen sind der Schlüssel zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Damit schneller genug Impfstoff auf den Markt kommt, müssen Hersteller und Zulieferer ihre Produktion zügig ausweiten. Daher unterstützt Nordrhein-Westfalen die geplante Produktionsausweitung bei Impfstoffzulieferer PlasmidFactory aus Bielefeld und stellt 4,1 Millionen Euro in Aussicht.

Das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie teilt mit:

Impfungen sind der Schlüssel zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Damit schneller genug Impfstoff auf den Markt kommt, müssen Hersteller und Zulieferer ihre Produktion zügig ausweiten. Dabei unterstützt die Landesregierung hoch innovative Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen. Wirtschafts- und Innovationsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart tauschte sich heute mit dem Zulieferer PlasmidFactory GmbH & Co. KG in Bielefeld über die Impfstoffproduktion und die erfolgreichen Kooperationen des Unternehmens mit weltweit führenden Herstellern aus. Für die dringend benötigte Produktionsausweitung stellt das Land eine Förderung von 4,1 Millionen Euro in Aussicht.

„Hoch innovative Biotech- und Pharmaunternehmen aus Nordrhein-Westfalen unterstützen bei der Bewältigung der Pandemie.“

Prof. Dr. Andreas Pinkwart, Wirtschafts- und Innovationsminister, Nordrhein-Westfalen

Minister Pinkwart: „Die Corona-Pandemie können wir nur gemeinsam erfolgreich bewältigen: durch beständigen Dialog, Teamarbeit und Förderung von Forschung und Entwicklung. Nordrhein-Westfalen beheimatet viele hoch innovative und namhafte Biotech- und Pharmaunternehmen, die bei der Bewältigung der Pandemie Herausragendes leisten können. Die Erfolgsgeschichte der PlasmidFactory in Bielefeld zeigt: Biotechnologie aus Nordrhein-Westfalen ist gefragt.“

Dr. Martin Schleef, Chief Executive Officer der PlasmidFactory: „Wir sind stolz darauf, Partner im Herstellungsprozess des Covid-19-Impfstoffes und anderer Impfstoffe zu sein und geben alles technisch Mögliche für diesen wichtigen Kraftakt! Die Förderung des Landes hilft uns dabei, diese enormen Anstrengungen und Aufwendungen kurzfristig hier in OWL möglich zu machen.“

Die PlasmidFactory hat ein spezielles Herstellungsverfahren für Plasmid-DNA entwickelt und stellt damit einen der wesentlichen Ausgangsstoffe für die neuartigen mRNA-Impfstoffe her. DNA-Plasmide fungieren dabei als „Blaupause“ und enthalten die Informationen für das gewünschte Antigen des Erregers. Als eines von wenigen Unternehmen in Deutschland liefert PlasmidFactory das Vorprodukt in der benötigten Reinheit und nach den erforderlichen Qualitätsstandards an namhafte Impfstoffhersteller. Um die hohe Nachfrage an Plasmid-DNA zu bedienen, die aktuell für die Herstellung des Covid19-Impfstoffes benötigt wird, investiert das Unternehmen in eine neue Produktionsanlage. 

Schneebruch sorgt für Einsätze im gesamten Stadtgebiet

Seit dem frühen Morgen des heutigen Sonntags, dem 24. Januar, beschäftigen zahlreiche umgestürzte oder abgebrochene Bäume die Velberter Feuerwehr in allen drei Stadtteilen. Die hauptamtliche Wache und sechs der sieben freiwilligen Löschzüge rückten bisher drei Dutzend Mal aus, weitere Einsätze laufen zur Zeit noch.

Personen kamen zum Glück bisher nicht zu Schaden, allerdings kam es zu Sachschäden in bisher nicht bezifferter Höhe, da teilweise Strom- und Telefonleitungen betroffen und an mehreren Stellen Bäume auf Pkw gestürzt waren.

Elberfelder Straße: Baum auf der Fahrbahn. Foto: Feuerwehr Velbert
Elberfelder Straße: Baum auf der Fahrbahn. Foto: Feuerwehr Velbert

Eine ausführliche Berichterstattung folgt.

Kelleraufbruch in der Bredenscheider Straße

In der Zeit von Samstag, den 09.01.2021, 18 Uhr bis Samstag, den 23.01.2021, 16 Uhr gelangten unbekannte Täter durch Manipulation an einem Türschloss in den Keller eines Mehrfamilienhauses. Hier entwendeten der oder die Täter 100 Flaschen sehr hochpreisigen Weines und verschwanden im Anschluss unerkannt.

Einbruch in Vereinsgebäude

Im Zeitraum vom 14.01.2021 bis 22.01.2021 gegen 16:30 Uhr brachen unbekannte Täter die Lichtkuppel eines Vereinsgebäudes auf dem Gelände eines Sportvereins in der Hauptstraße in Schwelm auf. Anschließend kletterten sie in das Gebäude und durchsuchten die Räumlichkeiten. Nach bisherigem Ermittlungsstand wurde nichts entwendet.

Einsatzreiches Wochenende für Feuerwehr Hattingen

Ein einsatzreiches Wochenende liegt hinter der Hattinger Feuerwehr.

Die starken Schneefälle am frühen Sonntagmorgen haben einige Äste und Bäume unter der Last zusammenbrechen lassen. Neben den hauptamtlichen Kräften waren die freiwilligen Einheiten Mitte, Nord, Oberbredenscheid und Elfringhausen im Einsatz. An insgesamt 12 Einsatzstellen wurden abgebrochene Äste oder komplett umgestürzte Bäume zersägt und von der Fahrbahn geräumt. An einigen Einsatzstellen kam unterstützend die Drehleiter zum Einsatz. Die Einsatzstellen befanden sich u.a. im Wodantal, Am Homberg, Felderbachstraße, Dahlhauser Straße, Salzweg sowie auf den Bahngleisen zwischen Welper und Blankenstein.

Eine Baumkrone wurde am Salzweg über die Drehleiter abgetragen. Bild: Jens Herkströter
Eine Baumkrone wurde am Salzweg über die Drehleiter abgetragen. Bild: Jens Herkströter

Mehr als 50 Einsatzkräfte der Hattinger Feuerwehr waren bis zum Mittag an den verschiedenen Einsatzstellen tätig.

Bereits heute Nacht mussten die hauptamtlichen Kräfte zu einem brennenden Papiercontainer an der Blankensteiner Straße ausrücken. Da während des laufenden Einsatzes der Brand eines weiteren Papiercontainers am Rathaus gemeldet wurde, rückte hierzu der Löschzug Mitte aus. An beiden Einsatzstellen löschten die Rettungskräfte die Brände mit einem C-Rohr und deckten den Inhalt des Containers mit Löschschaum ab.

Ein Kaminbrand sorgte bereits am gestrigen Samstagabend für einen Feuerwehreinsatz in Holthausen. Aus einem Wohnhaus an der Holthauser Straße schlugen bereits Flammen aus dem Kamin. Da im Inneren des Gebäudes nichts festzustellen war, wurde zunächst die Luftzufuhr geschlossen. Im Anschluss versuchten die Einsatzkräfte den Kamin über die Drehleiter zu kehren. Ein weiterer Trupp wurde im Inneren des Gebäudes zur Entnahme des Kehrgutes eingesetzt. Nach rd. zwei Stunden konnte die Einsatzstelle an die Besitzer übergeben werden. Da es auch Meldungen gab, dass die Flammen aus dem Kamin bereits auf den Dachstuhl übergegriffen hatten, waren neben der Hauptwache und dem Löschzug Nord auch der Löschzug Oberbredenscheid sowie die Schutzzielergänzungseinheiten Mitte und Niederwenigern alarmiert. Diese Meldung bestätigte sich um Glück nicht.

Beim Kaminbrand in Holthausen kam auch die Drehleiter zum Einsatz. Bild: Jens Herkströter
Beim Kaminbrand in Holthausen kam auch die Drehleiter zum Einsatz. Bild: Jens Herkströter

Internistischer Notfall in der Luft – Hubschrauber „kapert“ Rettungswagen

Außergewöhnlicher Einsatz für die Besatzung des Nevigeser Rettungswagens: Der war zunächst am heutigen Mittwoch gegen Mittag zum Verkehrsunfall eines Pkw mit einem Motorrad an der Nordrather Straße, Einmündung Deilbachstraße ausgerückt. Der zum Glück nur leichtverletzte Motorradfahrer wollte sich eigenständig in ärztliche Behandlung begeben, so dass der Rettungswagen über die Windrather Straße zur Nevigeser Rettungswache zurückkehren konnte.

Während der Fahrt durch die abgelegene Landschaft nahm die Besatzung plötzlich heftigen Lärm wahr, den sie – einigermaßen besorgt – erst ihrem Fahrzeug zuschrieb. Sekunden später zeigte sich der eigentliche Verursacher: Ein Rettungshubschrauber, der in geringer Höhe neben dem Rettungswagen vorbeiflog und rund 100 Meter vor diesem auf der Windrather Straße aufsetzte.

Zustand des Patienten verschlechterte sich während des Fluges

Der Patient aus dem Rettungshubschrauber wurde im Nevigeser Rettungswagen für den weiteren Flug nach Aachen stabilisiert. Foto: Feuerwehr Velbert
Der Patient aus dem Rettungshubschrauber wurde im Nevigeser Rettungswagen für den weiteren Flug nach Aachen stabilisiert. Foto: Feuerwehr Velbert

Wie sich herausstellte, befand sich der Rettungshubschrauber Christoph 8 aus Lünen mit einem Patienten auf dem Weg von Dortmund zum Universitätsklinikum Aachen. Während des Fluges hatte sich der Zustand des Mannes verschlechtert, in der Kabine waren allerdings aufgrund der beengten Platzverhältnisse die Behandlungsmöglichkeiten sehr begrenzt. Der Pilot war daher gerade auf der Suche nach einem geeigneten Gelände für eine Außenlandung, um den Patienten außerhalb des Helikopters besser versorgen zu können, als der Nevigeser Rettungswagen unter ihm auftauchte.

Kurzerhand entschied der Pilot, die Besatzung um Hilfe zu fragen und dazu auf der Windrather Straße zu landen. Nach kurzer Absprache mit der Notärztin an Bord des Helikopters wurde der Patient in den Rettungswagen umgeladen, wo umgehend Maßnahmen zu dessen Kreislaufstabilisierung eingeleitet wurden. Nach einer halben Stunde war der Patient wieder transportfähig, so dass Christoph 8 den Flug nach Aachen ohne weitere Komplikationen fortsetzen konnte.

Ein Fahrzeug der Kreispolizeibehörde Mettmann hatte zwischenzeitlich die Landestelle auf der Windrather Straße für den Verkehr gesperrt. Die Polizei sicherte außerdem den Start des Luftfahrzeugs gegen 13.15 Uhr, während die Rettungswagenbesatzung nach diesem alles andere als alltäglichen Einsatz endgültig an ihren Standort zurückkehrte.

Mit Sicherheit geladen: REO-Komponenten für Ladesysteme bieten Zuverlässigkeit und Schutz

Solingen. Komponenten, speziell entwickelt für Ladetechnik, denn die Elektrifizierung schreitet weiter voran, auch bei schweren Maschinen durch Zukunftssicherheit durch hohe Ladeleistungen.

Bevor eine Ladelösung, sei es eine Ladestation, eine Wallbox oder eine Heimladestation in den Markt geht, muss sie strenge Auflagen erfüllen. Zur Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben und für einen langen, sorgenfreien Betrieb bietet die REO AG, mit Sitz in Solingen, nun die passenden Komponenten.

Fahrzeuge mit Elektroantrieb und Batteriespeicher sind weiter auf dem Vormarsch. Jeden Monat bringen die großen Hersteller neue Modelle auf den Markt und kleine, dynamische Start-Ups mischen mit. Die Elektrifizierung ist dabei unabhängig von der Fahrzeugklasse; kleinere Stadtautos und große Reiselimousinen setzen gleichermaßen auf den E-Antrieb. Allen Fahrzeugen gleich ist dabei dasselbe Problem: Wo wird geladen?

„In den kommenden Jahren wird sich die Batterietechnik so stark weiterentwickeln, dass hohe Aufnahmefähigkeiten von über 500 kW keine Seltenheit sind.“

Wolfgang Senninger, Standortleiter REO-Pfarrkirchen

Diverse Hersteller für Ladelösungen bauen daher ihre Netze stark aus. Für diese Anbieter hält die REO AG ein breites Produktportfolio bereit. Damit können ebenso kleinere Wandladestationen für den Heimgebrauch, als auch in Reihe geschaltete Wallboxen in Parkhäusern oder umfassende Ladesäulensysteme auf Parkflächen betrieben werden.

„Wir freuen uns, dass die Elektromobilität jetzt auch in der breiten Bevölkerung angenommen wird. Zudem werden immer mehr schwere Maschinen und Massentransportmittel elektrifiziert. Doch allen Vorteilen des Elektromotors zum Trotz, muss die Ladestruktur belastbar, verfügbar und funktional sein. Mit unseren nahezu 100 Jahren Erfahrung im Rücken, entwickeln wir spezielle Komponenten für die hohen Anforderungen der modernen Ladesysteme“, sagt Wolfgang Senninger, Standortleiter REO-Pfarrkirchen und führt fort: „In den kommenden Jahren wird sich die Batterietechnik so stark weiterentwickeln, dass hohe Aufnahmefähigkeiten von über 500 kW keine Seltenheit sind.“

REO denkt schon heute an morgen und entwickelt Komponenten für Ladesysteme, die den wachsenden Ansprüchen gerecht werden. Der störungsfreie Umgang mit Lastspitzen ist dabei genauso wichtig wie die Sicherheit und der Komfort für die Nutzer. Beispielweise sollen Ladesysteme unter allen Wetterbedingungen und ohne Pause verschiedenste Fahrzeuge laden können. Dafür produziert REO ausschließlich an den deutschen Standorten und bündelt die Kompetenz bei der Elektrifizierung der Mobilität am Stammwerk in Solingen.

Hintergrund

Die REO AG ist ein Familienunternehmen in der vierten Generation. Mit ca. 30 Millionen Euro Jahresumsatz gehört die REO AG zu den Marktführern in den Bereichen der Produktion von induktiven, resistiven und elektronischen Komponenten und Komplettlösungen und ist Innovationstreiber in der Antriebs- und Bahntechnik, in der Medizin-, Prüf- und Fördertechnik sowie in der Leistungselektronik. Mit weltweit 11 Standorten, 400 Mitarbeitern und mehr als 11.000 Produkten auf Weltstandard präsentiert sich die REO AG mit Hauptsitz in Deutschland auch auf internationalen Märkten und steht für Qualität und Effizienz.

12-Jähriger bei Kollision mit Auto schwerverletzt

Schwere Verletzungen hat sich am Samstag (23. Januar) bei einem Verkehrsunfall ein 12-jähriger Fahrradfahrer zugezogen.

Ein 56-jähriger Kürtener fuhr um 16:15 Uhr auf der Josefsstraße aus Richtung Spich kommend in Richtung Frangenberg. Ein 12-jähriger Junge fuhr mit seinem Fahrrad aus einem Waldweg kommend von links auf die Josefsstraße ein. Der 56-Jährige bremste ab, konnte aber den Zusammenstoß nicht mehr verhindern. Durch die Wucht des Aufpralls erlitt der Junge schwere Verletzungen. Ein Rettungswagen brachte ihn zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus.

Ein gleichaltriger Freund des 12-Jährigen ist Zeuge des Unfalls geworden. Die beiden Jungen seien vorher zusammen im Wald mit ihrem Mountainbike gefahren. Nach dem Unfall informierte der Junge sofort die Eltern des Unfallopfers. Alle Beteiligten werden von polizeilichen Opferschützern betreut.

An dem VW des 56-Jährigen entstand erheblicher Sachschaden. Er war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden.

Unfall mit Kind und Fahrrad in Lindlar: Von dem Waldweg kommend fuhr der 12-Jährige auf die Straße. Foto: Polizei Oberberg
Unfall mit Kind und Fahrrad in Lindlar: Von dem Waldweg kommend fuhr der 12-Jährige auf die Straße. Foto: Polizei Oberberg