Sven Wolf: „Impfchaos in NRW muss sofort im Plenum Thema werden!“

„Wir werden das Thema Impfchaos in dieser Woche auf die Tagesordnung des Landtags bringen. Dort müssen Ministerpräsident Laschet und Minister Laumann erklären, warum die Terminvergabe nicht funktioniert hat.

„Wieso haben die Server dem Andrang der Bevölkerung nicht standgehalten, obwohl eine hohe Nachfrage zu erwarten war?“

Sven Wolf, Landtagsabgeordneter für das Land Nordrhein-Westfalen

Wir erwarten von der Landesregierung und im Besonderen von Gesundheitsminister Laumann deswegen deutliche Worte. In einer Aktuellen Stunde müssen sich die Verantwortlichen erklären und unseren Fragen stellen: Welche Informationen haben in puncto Impfstoffbeschaffung zu welchem Zeitpunkt vorgelegen? Wie sieht die weitere Strategie des Impfprozesses in NRW aus? Wieso haben die Server dem Andrang der Bevölkerung nicht standgehalten, obwohl eine hohe Nachfrage zu erwarten war? Die Kritik von Remscheids Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, seine Empörung und seine deutlichen Worte teile ich absolut.“

Zwar ist die Homepage inzwischen wieder online, doch bekommen Besucher nun den Hinweis, dass bereits alle Termine vergeben sind. Die SPD-Fraktion hat daher eine Aktuelle Stunde im Plenum beantragt, damit das Parlament und die Bevölkerung zeitnah über die Fehlentwicklungen informiert und aufgeklärt werden.

Unter Drogeneinfluss im Straßenverkehr aufgefallen

Ein 23-jähriger Mann aus Solingen wurde am Freitagabend auf der Kölner Straße im Rahmen einer allgemeinen Verkehrskontrolle eine Polizeistreife angehalten und kontrolliert.

Durchgeführte Tests zur Überprüfung der Fahrtüchtigkeit ließen den Verdacht aufkommen, dass der Solinger unter dem Einfluss von Drogen stand. Er wurde zur Polizeiwache in Ennepetal gebracht, wo ihm eine Blutprobe entnommen wurde.

Brände in Hattingen

Am Sonntagmorgen wurden Feuerwehr und Polizei zu zwei Bränden in der Hattinger Innenstadt gerufen.

Gegen 05:30 Uhr zündeten Unbekannte das Innere eines Altkleidercontainers an der Schreys-Gasse an. Ein Zeuge vernahm den Rauchgeruch und alarmierte die Feuerwehr, die den Brand löschen konnte. Ein paar Minuten später wurden die Kräfte zu einem brennenden Inhalt eines Altpapiermetallcontainers in der Roonstraße gerufen. In beiden Fällen kam es zu Sachschäden. Hinweise auf den oder die Täter gibt es bislang nicht.

Illegales Glücksspiel gestoppt

In der Nacht von Freitag auf Samstag (22./23.01) ist durch die Polizei eine illegale Glücksspielrunde mit über 20 Teilnehmern aufgelöst worden.

Die Polizei erhielt einen Hinweis, dass in einer gewerblichen Halle in der Hammerstraße illegales Glücksspiel betrieben werden soll. Die Beamten trafen auf die Personen im Alter zwischen 22 Jahren und 70 Jahren, die an einem Pokertisch und weiteren Spieltischen saßen, pokerten, sowie an aufgestellten Spielautomaten spielten.

Neben kleineren Mengen an Betäubungsmitteln konnte auch Bargeld in einer fünfstelligen Höhe sichergestellt werden. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden die Personen vor Ort entlassen und erhielten Platzverweise. Gegen sie wird wegen Durchführung eines illegalen Glückspiels und Verstoß gegen das Waffengesetz ermittelt, ferner erhielten alle Teilnehmer Anzeigen aufgrund Verstößen gegen die Coronaschutzverordnung.

Einbrecher erbeutet Tabakpackungen

Am Sonntag (24.01.) versuchte ein unbekannter Täter gegen 23:10 Uhr in ein Einfamilienhaus auf der Straße Blumenweg in Overath-Steinenbrück einzubrechen.

Der Täter gelangte glücklicherweise nur in den Vorgarten und erbeutete dort eine Kiste mit diversen Tabakpackungen und Zigarettenpapier. Als der Bewohner des Hauses wach wurde, fühlte sich der Täter vermutlich gestört und flüchtete. Der Schaden liegt im unteren dreistelligen Bereich.

Hinweise und Zeugen

Wer kann Aussagen treffen oder sachdienliche Hinweise geben? Bitte an die Polizei RheinBerg unter der Rufnummer 02202 205-0 wenden.

Auto landete kopfüber im Bachbett

Zum Glück nur leichte Verletzungen hat ein 19-Jähriger aus Engelskirchen davongetragen, der am Sonntagnachmittag (24. Januar) auf der Landstraße 302 ins Schleudern geriet und sich überschlug.

Der Fahranfänger verlor auf gerader Strecke in Höhe der Ortslage Vordermühle auf der durch Schneematsch rutschigen Fahrbahn die Kontrolle über seinen VW Polo. Dieser kam nach links von der Fahrbahn ab, überschlug sich im dortigen Graben und kam auf dem Dach liegend zum Stillstand.

Der Fahrer konnte sich selbst aus dem Auto befreien und kam mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus. Weil aus dem Motorraum Betriebsstoffe in den im Straßengraben verlaufenden Bachlauf liefen, rückte auch die Feuerwehr an. An dem VW Polo entstand ein Totalschaden; der Wagen wurde durch ein Abschleppunternehmen geborgen.

Fahrer flüchtet nach drei Unfällen

Gleich dreimal rutschte am Sonntagmittag (24. Januar) ein 56-Jähriger aus Radevormwald mit seinem Auto in geparkte Fahrzeuge, bevor er von der Unfallstelle flüchtete. Weil er unter Alkoholeinfluss stand, stellte die Polizei den Führerschein sicher.

Der Mann hatte zunächst vergeblich versucht in der Straße Vogelsmühle mit seinem Auto die steile Auffahrt eines Parkplatzes hinaufzufahren. Eine geschlossene Schneedecke sorgte jedoch dafür, dass er bei den ersten drei Versuchen scheiterte; der Wagen rutschte jeweils wieder die Steigung herunter und stieß mit dort abgestellten Fahrzeugen zusammen. Obwohl eine Anwohnerin den Fahrer, der sich zwischenzeitlich die Schäden an den Autos angeschaut hatte, auf die Unfälle ansprach, setzte sich dieser wieder in sein Auto und nahm einen erneuten Anlauf. Dieser verlief erfolgreich, woraufhin der Mann von der Unfallstelle flüchtete.

Die Polizei konnte den stark alkoholisierten Fahrer kurze Zeit später zu Hause antreffen. Nachdem ein Alkoholvortest etwa 1,5 Promille anzeigte, veranlasste die Polizei eine Blutprobenentnahme und stellte den Führerschein sicher.

Hinweise

Hinweise nimmt das Kriminalkommissariat Wipperfürth unter der Telefonnummer 02261 81990 entgegen.

Alkoholisiert die Parklücke verfehlt

1,9 Promille zeigte ein Alkoholtester der Polizei am Samstag (23. Januar) bei einem 52-jährigen Morsbacher an, der mit seinem Auto an einem Parkrempler beteiligt war.

Der Mann wollte gegen 11.25 Uhr auf dem Parkplatz eines Lebensmittelmarktes an der Brandenburger Straße mit seinem Auto in eine Parklücke einfahren. Dies gelang ihm allerdings nicht unfallfrei; er beschädigte einen geparkten VW Tiguan. Die hinzugerufene Polizei führte einen Alkoholvortest durch, der mit 1,9 Promille deutlich über dem Erlaubten lag. Dies hatte neben der Entnahme einer Blutprobe die Sicherstellung des Führerscheins zur Folge. Den Morsbacher erwartet nun ein Strafverfahren.

Termine für Kfz-Angelegenheiten mit Abwicklung bequem von zu Hause aus

Seit Beginn der Pandemie wurde zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger sowie der Mitarbeitenden das Zulassungswesen ausschließlich durch sogenannte Zulassungsdienste geregelt. Ab sofort bietet der Bürgerservice zwei Alternativen bei der Kfz-Zulassung zu den privaten Dienstleistungsunternehmen (Schildermacher, Zulassungsdienste etc.) an.

Termine

Ergänzend zu Terminen für Melde- und Ausweisangelegenheiten bietet der städtische Bürgerservice wieder Termine für Dienstleistungen im Kfz-Wesen an. Ein passender Termin ist via www.remscheid.de/ → TERMINE ONLINE → Link „Melde- und Zulassungswesen → Bürgerservice → Zulassungswesen oder telefonisch über das Bergische ServiceCenter unter der Rufnummer (0 21 91) 16 – 00 buchbar.

Online-Dienstleistungen

Die Stadt Remscheid bietet immer häufiger online-Dienstleistungen an. Hiermit verbunden ist jetzt auch die internetbasierte Fahrzeugzulassung. Hier einige Vorgänge, die ab sofort online abgewickelt werden können:

Antrag auf

  • Neuzulassung eines Kfz,
  • Wiederzulassung eines Kfz,
  • Umschreibung eines Kfz mit Kennzeichenwechsel.

Vollautomatisierte

  • Umschreibung eines Kfz ohne Kennzeichenwechsel
  • Außerbetriebsetzung (Abmeldung) eines Kfz
  • Adressänderung des Halters eines Kfz

Informationen dazu, welche Voraussetzungen es für die online-Abwicklung gibt und welche Vorgänge zur Zeit noch die persönliche Vorsprache oder die Inanspruchnahme eines Dienstleisters erfordern, finden Interessierte hier:

Stadt Remscheid – KFZ Online-Dienstleistungen. Von hieraus gelangen Interessierte auch ins STVA (Straßenverkehrsamt)-Portal der Zulassungsbehörde: https://stvaportal.remscheid.de/home.

Weitere nützliche Links:

Quelle: Stadt Remscheid

Vorfahrt eines Streifenwagens missachtet: Zwei Verletzte

Sonntagnacht (24.01.) um 01:15 befuhr ein Streifenwagen Mercedes-Benz Vito in Burscheid die Luisenstraße aus Richtung Mittelstraße kommend in Richtung Luisental.

Aus der Straße Sauers Weiden kam zu diesem Zeitpunkt eine 21-jährige Leverkusenerin mit einem Suzuki und bog nach links ebenfalls in Richtung Luisental ab. Sie missachtete dabei die Vorfahrt des aus ihrer Sicht von rechts kommenden Streifenwagens, so dass der Streifenwagen trotz eingeleiteter Notbremsung gegen die Beifahrerseite des Suzuki stieß.

Beide Airbags des Polizeifahrzeugs lösten bei der Kollision aus und die Beamten (25 / 22 Jahre) wurden durch den Aufprall leicht verletzt. Sie wurden mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht und dort ambulant behandelt. Beide Fahrzeuge mussten anschließend abgeschleppt werden. Der Sachschaden wird insgesamt auf circa 15.000 Euro geschätzt. (ct)

Vorschlag des Sportbunds auf der Höhe der Zeit

Der Vorschlag des Sportbundes Remscheid e.V., die bestehende Stadionplanung Hackenberg solange ruhen zu lassen bis die Entscheidung zum DOC endgültig ist, und stattdessen so schnell wie möglich den Ascheplatz Hackenberg in einen Kunstrasenplatz umzuwandeln, wird von Peter Lange, sportpolitischer Sprecher DIE LINKE Remscheid und stellvertretender Vorsitzender des Sportausschusses begrüßt (siehe: Sportbund Remscheid: Sportstättenentwicklung Hackenberg und Neuenkamp).

Lange führt aus: „Dieser Vorschlag des Sportbunds ist auf der Höhe der Zeit. Alles Zuwarten auf eine Entscheidung der Gerichte in Sachen DOC und auch ein neuer Sportstättenentwicklungsplan wird die SG Hackenberg nicht vor weiterem erheblichen Mitgliederschwund schützen. Der Verein braucht jetzt Hilfe. Der Vorschlag des Sportbunds muss im Interesse einer positiven Entwicklung des Vereinssports umgesetzt werden. Die SG Hackenberg ist Willens und in der Lage den Eigenanteil zu stemmen. Nun liegt es an der Politik die finanziellen Mittel im Haushalt einzuplanen.“

Raub in Barmen

Am vergangenen Freitag (22.01.2021), gegen 23:20 Uhr, beraubten bislang Unbekannte einen Mann in Barmen.

Einer der späteren Täter pöbelte den 39-Jährigen zunächst am Alten Markt an. Später schlugen und traten an der Straße Zur Schafbrücke mehrere dazugehörige junge Männer auf ihr Opfer ein und stahlen Getränke aus seinem Rucksack.

Im Zuge der polizeilichen Fahndung konnten zwei verdächtige Personen angetroffen werden, die für die Tat mitverantwortlich sein könnten. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. (sw)

Zeug*innen gesucht und Hinweise erbeten

Die Polizei bittet Zeug*innen und Hinweisgebende, die sich zu diesem Sachverhalt äußern können, sich unter der Telefonnummer 0202/284-0 zu melden.

Tankstelleneinbrecher schneiden Loch in die Gebäudefassade

In der Nacht zu Sonntag (24.01.) sind bislang Unbekannte in eine Tankstelle an der Burger Straße in Wermelskirchen eingebrochen.

Am Vorabend gegen 22:30 Uhr hatte ein Angestellter die Tankstelle zuletzt verlassen und ordnungsgemäß verschlossen. Im Tatzeitraum haben die Täter auf der Rückseite des Gebäudes ein Loch in die Fassade geschnitten und gelangten so in den Verkaufsraum.

Aus einem Schrank entwendeten sie zahlreiche Zigarettenpackungen. Zum Tatort wurde der Erkennungsdienst gerufen, um Spuren zu sichern. Die Auswertung der Videoüberwachung wurde ebenso veranlasst. Wer verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet hat, die mit dieser Tat zusammenhängen können, wendet sich bitte an die Polizei. (ct)

Hinweise und Zeugen

Wer kann Aussagen treffen oder sachdienliche Hinweise geben? Bitte an die Polizei RheinBerg unter der Rufnummer 02202 205-0 wenden.

Klimagipfel in Den Haag: Klimaanpassung viel stärker ins globale Rampenlicht rücken

Eine neue Dynamik im Kampf gegen die fortschreitende Klimakrise erwartet Umweltministerin Ursula Heinen-Esser von dem in Den Haag stattfindenden ersten globalen Klimaanpassungsgipfel.

Das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz teilt mit:

Eine neue Dynamik im Kampf gegen die fortschreitende Klimakrise erwartet Umweltministerin Ursula Heinen-Esser von dem am 25. und 26. Januar in Den Haag stattfindenden ersten globalen Klimaanpassungsgipfel. „Klimaanpassung gehört viel stärker als bisher ins globale Rampenlicht. Deshalb ist der Gipfel ein sehr wichtiges politisches Signal. Wir erleben auch in Deutschland heute schon die Folgen des Klimawandels mit Trockenheit, Hitze und Starkregen. Wir müssen unsere Städte, unsere Wälder, unsere Natur stärken gegen den Klimawandel. Klimaschutz und Klimaanpassung sind deshalb zwei Seiten einer Medaille, der Teufelskreis des Klimawandels duldet kein Entweder-oder.“ Ohne eine konsequente Vorsorge seien die Folgen gravierend und zerstörerisch. „Wir müssen die Widerstandsfähigkeit des Immunsystems unserer Erde gegen die Folgen des Klimawandels stärken“, sagte Heinen-Esser im Vorfeld des Gipfels.

„Wir müssen die Widerstandsfähigkeit des Immunsystems unserer Erde gegen die Folgen des Klimawandels stärken.“

Ursula Heinen-Esser, Umweltministerin des Landes Nordrhein-Westfalen

Der Klimawandel ist die globale Herausforderung unserer Zeit. Nach dem in der vergangenen Woche vom Weltwirtschaftsforum vorgelegten Weltrisikobericht ist der Klimawandel und in der Folge dramatische Wetterereignisse die größte Gefahr für unsere Erde. Auch in Nordrhein-Westfalen ist der Klimawandel längst angekommen und spürbar. Die vergangenen Hitze-, Trocken- und Extremwetterereignisse haben gezeigt, wie der Klimawandel zunehmend wirkt. Das Jahr 2020 war laut Deutschem Wetterdienst das wärmste Jahr in Nordrhein-Westfalen seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881. Klimamodelle projizieren bei ungebremstem Treibhausgasausstoß im Vergleich zur Periode 1971-2000 eine Temperaturzunahme von 2,8 bis 4,4 Grad Celsius für den Zeitraum 2071-2100.

Ziel der Landesregierung ist es, sowohl die ländlichen Regionen als auch die Städte so gut es geht klimafest zu machen. Ministerin Heinen-Esser: „Klimaanpassung ist Daseins- und Zukunftsvorsorge. Wir müssen uns bestmöglich auf nicht mehr abzuwendende Veränderungen einstellen. Und dies geht am besten durch gemeinsamen Austausch, gegenseitige Unterstützung und ein Voneinander-Lernen – global und regional.“ Als erstes Land hat Nordrhein-Westfalen ein eigenständiges Klimaanpassungsgesetz vorgelegt. Danach sollen alle politischen Entscheidungen und kommunalen Planungsvorhaben fortan einem Klimaanpassungs-Check unterzogen werden.

Schottergärten verbannen

In der Klimavorsorge geht es um sehr konkrete Fragen: Wie gehen Kommunen mit Hitzetagen um, wo schaffen sie Frischluftschneisen? Wie werden vor Ort Zielkonflikte gelöst, etwa zwischen Landwirtschaft und Industrie in Trockenphasen? Von übergeordneter Bedeutung sind der Ausbau grüner Infrastruktur und ein angepasstes Wassermanagement insbesondere in Ballungsräumen. Maßnahmen wie Dach- und Fassadenbegrünungen, Bäume, Gartenanlagen und Parks kühlen ihr Umfeld, verbessern das Mikroklima, reinigen die Luft und fördern Biodiversität.

Ministerin Heinen-Esser: „Indem wird Schottergärten verbannen oder Niederschlagswasser nicht einfach in den Kanal leiten, können wir Überschwemmungen verhindern. Die Verdunstung wirkt sich positiv auf das Kleinklima aus und kann bei sommerlicher Hitze zur Absenkung der Umgebungstemperatur beitragen. Hierzu gibt es bereits zahlreiche Best-Practice-Beispiele, die allerorts zum festen Bestandteil in der Stadtplanung werden müssen“, so Heinen-Esser.

Hintergründe zum Klimaanpassungs-Gipfel in Den Haag: www.cas2021.com

Der „Climate Adaptation Summit (CAS) 2021“ ist der erste globale Gipfel von Staats- und Regierungschefs, der sich gezielt der Beschleunigung von Maßnahmen zur Klimaanpassung unseres Planeten widmet. Staatsoberhäupter aus aller Welt werden teilnehmen. Ziel des Gipfels ist es, den drängenden Handlungsbedarf sowie innovative und transformative Anpassungsmaßnahmen aufzuzeigen sowie Unterstützung für die Finanzierung und Umsetzung von Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel für die nächste Dekade zu mobilisieren. Unter anderem soll eine Anpassungsaktionsagenda (Adaptation Action Agenda) verabschiedet werden, ein Instrument zur Beschleunigung von Maßnahmen zur Klimaanpassung.

Fakten und Zahlen zum Klimawandel in Nordrhein-Westfalen

  • Im Zeitraum 1990 bis 2019 ist die mittlere Jahrestemperatur im Vergleich zum Zeitraum 1881 bis 1910 um 1,5 Grad auf inzwischen 9,9 Grad Celsius angestiegen. Die Zahl der Sommertage (>25 Grad) beziehungsweise Hitzetage (>30 Grad) hat in den vergangenen hundert Jahren um elf bzw. vier heiße Tage zugenommen. Das Grundwasser ist heute fast ein Grad wärmer als vor 30 Jahren. 
  • Die vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) ausgewerteten Daten im Klimafolgenmonitoring zeigen zudem eine signifikante Zunahme warmer und heißer Tage und eine Abnahme der Frost- und Eistage, auch die Gewässertemperatur im Rhein steigt. 
  • Vor allem stark verdichtete und hoch bebaute Innenstadtbereiche ohne Grünflächen wirken sich negativ auf die Klimabilanz aus. Durch sogenannte Wärme- oder Hitzeinseln können insbesondere in der Nacht die Temperaturen um bis zu zehn Grad Celsius höher liegen als im Umland. 
  • 23 Prozent der Siedlungsfläche Nordrhein-Westfalens werden in Bezug auf Hitzebelastung als ungünstig eingestuft, betroffen sind ca. 6,9 Millionen Menschen, was 38 Prozent der nordrhein-westfälischen Bevölkerung betrifft. Laut Prognose des Landesamts für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) steigt dieser Anteil bis 2050 auf 61 Prozent, was etwa elf Millionen Menschen entsprechen wird. 
  • Die vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) ausgewerteten Daten im Klimafolgenmonitoring zeigen zudem auch eine signifikante Zunahme von Niederschlagsextremen wie Niederschlagsdefizite oder lokale Starkregen. 
  • Starke Niederschläge führen zu Hochwasser, lange niederschlagsfreie Zeiträume zu Trockenheit im Boden, niedrigen Wasserständen in den Gewässern und sinkenden Grundwasserständen. 
  • Durch den Klimawandel ist weiterhin eine Verschiebung der saisonalen Niederschlagsmengen zu beobachten: Immer häufiger fallen die meisten Niederschläge im Winter und nicht, wie zu Beginn der Wetteraufzeichnungen, während der Vegetationsperiode. 

Aktivitäten und Maßnahmen der Landesregierung

  • Aufruf Kommunaler Klimaschutz: Im Rahmen des Aufrufs KommunalerKlimaschutz.NRW fördert die Landesregierung Maßnahmen zur Klimaanpassung, zudem wissenschaftliche Untersuchungen, Bildung, Vernetzung und Kommunikation. 
  • Starkregenkarten: Ein Beispiel ist die Erstellung von Starkregengefahrenkarten in den Kommunen, z.B. in Dortmund, Köln oder Wuppertal. Anfang 2019 hat das Umweltministerium eine „Arbeitshilfe kommunales Starkregenrisikomanagement“ für Kommunen eingeführt. 
  • Grüne und blaue Infrastruktur: Die Projekte „Offensive Grüne Infrastruktur 2030“ und „Klimaresiliente Region mit internationaler Strahlkraft“ sind Bestandteil der Ruhr-Konferenz. Im Bereich Grüne Infrastruktur wurden bis Ende 2020 bereits mehr als 70 geförderte Projekte umgesetzt. In den kommenden zehn Jahren investieren das Land Nordrhein-Westfalen und die Wasserverbände über 200 Millionen Euro im Ruhrgebiet, um die Lebensqualität und Attraktivität der Städte zu erhalten und Schäden zu vermeiden. 
  • NRW-Konjunkturprogramm: Mit dem Förderaufruf „Grüne Infrastruktur“ aus den Mitteln des Konjunkturpakets werden bis Mitte 2021 weitere rund 60 Maßnahmen mit bis zu 100 Prozent finanziert. Ergänzend werden mit dem Sonderprogramm „Klimaresilienz in Kommunen“ Klimaanpassungsmaßnahmen in Städten mit insgesamt 12 Millionen Euro gefördert. Die Gelder schaffen Abhilfe bei aufgeheizten Innenstädten und ermöglichen z.B. die Finanzierung von Dach- und Fassadenbegrünung an Gebäuden und Hitzeschutz an Plätzen. 
  • Beratung zur Klimafolgenanpassung: Seit dem Jahr 2019 stellt das Land Städten, Gemeinden und Kreisen eine Beratung zur Klimafolgenanpassung (beim Deutschen Institut für Urbanistik) zur Verfügung. Ziel ist es, Wissen zu vermitteln und integrierte Klimaanpassungskonzepte und -maßnahmen vorzubereiten. 
  • Valide Datengrundlage: Das LANUV sammelt kontinuierlich Daten zum Klimawandel und entwickelt diese ständig weiter. Ein Ergebnis ist das öffentlich zugänglich Fachinformationssystem Klimafolgenanpassung NRW. Die dort zusammengetragenen Informationen dienen als Grundlage für alle Bürgerinnen und Bürger und für Akteure im Bereich der Klimaanpassung.